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DE1116347B - Verfahren zur Isolierung und Reinigung von Bacitracin - Google Patents

Verfahren zur Isolierung und Reinigung von Bacitracin

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Publication number
DE1116347B
DE1116347B DEP26027A DEP0026027A DE1116347B DE 1116347 B DE1116347 B DE 1116347B DE P26027 A DEP26027 A DE P26027A DE P0026027 A DEP0026027 A DE P0026027A DE 1116347 B DE1116347 B DE 1116347B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bacitracin
resin
value
solution
adsorption
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP26027A
Other languages
English (en)
Inventor
Ira Joseph Friedman
Edward George Martin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pfizer Inc
Original Assignee
Pfizer Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pfizer Inc filed Critical Pfizer Inc
Publication of DE1116347B publication Critical patent/DE1116347B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K50/00Feeding-stuffs specially adapted for particular animals
    • A23K50/30Feeding-stuffs specially adapted for particular animals for swines
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/10Organic substances
    • A23K20/195Antibiotics
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y10S435/814Enzyme separation or purification

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
P 26027 IVa/30h
ANMELDETAG: 12. NOVEMBER 1960
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UNDAUSGABEDER AUSLEGESCHRIFT: 2. NOVEMBER 1961
Die Erfindung betrifft ein neues, äußerst wirksames Verfahren zur Isolierung und Reinigung von Bacitracin sowie ein neues, wertvolles, nach diesem Verfahren hergestelltes Bacitracinharzadsorbat.
Wie in der USA.-Patentschrift 2 498 165 und in zahlreichen anderen Veröffentlichungen beschrieben, wird das wertvolle Antibiotikum Bacitracin durch gewisse Stämme des B. subtilis auf Nährmedien in Gegenwart von Luft erzeugt. Bisher wurde eine Reihe von Gewinnungsverfahren mit unterschiedlichem Erfolg zur Isolierung und Reinigung des wirksamen Bestandteils aus den Nährlösungen oder anderen Lösungen angewendet. So sind unter anderem die Extraktion mit Hilfe von mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmitteln, die Ausfällung mit verschiedenen Reagenzien und die Adsorption auf Tonerde, Aktivkohle oder zeolithischen Stoffen bereits beschrieben worden. Bei den genannten Verfahren werden jedoch hinsichtlich Ausbeute und Reinigungsgrad nur unbefriedigende Ergebnisse erzielt. Ein wesentlicher Fortschritt wurde erreicht, als an zahlreichen Harzen durchgeführte Versuche zu der Feststellung führten, daß Bacitracin durch bestimmte, Carboxylgruppen enthaltende Ionenaustauschharze sorbiert werden kann, was in der USA.-Patentschrift 2 776 240 beschrieben ist. Die Durchführung weiterer experimenteller Versuche mit Ionenaustauschharzen schien deshalb nicht ratsam, weil sich nach der genannten Patentschrift viele dieser Versuche als erfolglos erwiesen.
Trotz dieses Vorurteils wurde nun gänzlich unerwartet gefunden, daß die Adsorption des Bacitracins auf bestimmte andere Harze nicht nur möglich, sondern sogar mit wesentlichen Vorteilen verbunden ist. Nach diesem neuen Verfahren wird das Bacitracin dadurch aus seinen Lösungen, wie z. B. Gärflüssigkeiten;, isoliert, daß man diese mit bestimmten sulfonierten Mischpolymeren aus Styrol und Divinylbenzol zusammenbringt. Die erfindungsgemäß verwendeten Harze verhalten sich gegenüber dem Bacitracin außerordentlich selektiv und zeigen gegenüber dem Antibioticum ein bisher unbekanntes Aufnahmevermögen.
Die neuen Adsorbate weisen zahlreiche bedeutende Vorteile auf. So ist z. B. das Bacitracin in dieser neuen- Form äußerst beständig. Die Adsorbate behalten unter Bedingungen, unter denen das Bacitracin selbst die Hälfte seiner Wirksamkeit verliert, 80 bis 90 % der ursprünglichen Wirksamkeit bei. Die neuen Adsorbate eignen sich sehr als Futterzusätze für Schweine oder Geflügel, um Infektionen durch Organismen, die auf diese Substanz ansprechen, zu bekämpfen und das Wachstum zu fördern. Futterzusätze und Futtergemische, die diese Produkte enthalten, Verfahren zur Isolierung und Reinigung von Bacitracin
Anmelder:
Chas. Pfizer & Co., Inc., Brooklyn, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Chem. Dr. W. Beil,
A. Hoeppener und Dr. H. J. Wolff, Rechtsanwälte, Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 12. November 1959 (Nr. 852 173)
Ira Joseph Friedman, Hicksville, N. Y.,
und Edward George Martin, East Northport, N. Y. (V. St. A.), sind als Erfinder genannt worden
können lange Zeit aufbewahrt werden, ohne daß sich die Wirksamkeit des Bacitracins merklich ändert. Femer kann man das Bacitracin rasch unter verhältnismäßig milden Bedingungen aus. diesen Adsorbaten in praktisch quantitativen Ausbeuten eluieren, so daß erfindungsgemäß eine ausgezeichnete Methode zur Herstellung von reinem Bacitracin aus Rohstoffquellen, wie z. B. Gärflüssigkeiten, aufgezeigt wird.
Bei der Isolierung hochgereinigter, konzentrierter Harzeluate aus den Gärflüssigkeiten erzielt man ohne weiteres Gesamtausbeuten von 95 bis 97 %. Die Herstellungskosten sind äußerst niedrig, da die Verdampfungsstufe wegfällt und da es nicht einmal notwendig ist, die Flüssigkeit vorher zu filtrieren. Auch die Kosten für das Harz sind gering, da nur eine sehr geringe Menge Harz erforderlich ist. So genügt 1 cm3 Harz für bis zu 3600 Einheiten Bacitracin oder mehr (d. h. 1 g trockenes Adsorbat kann bis zu 24000 Einheiten oder mehr enthalten). Nach der Adsorption und Eluierung des Antibiotikums kann das Harz wieder verwendet werden. Darüber hinaus erhält man Eluate von solcher Qualität, daß eine etwaige weitere Behandlung zur Gewinnung von sehr reinem, weißem Bacitracin sehr viel einfacher ist.
Harze, die zu diesen bedeutenden Vorteilen führen, sind die synthetischen quervernetzten Kationenaus-
109 737/375
tauschharze, die durch Sulfonierung von Mischpolymeren aus Styrol und Divinylbenzol hergestellt wurden. Vorzugsweise verwendet man solche Harze, die aus etwa 1 bis 3 °/o Divinylbenzol enthaltenden PoIymerisationsgemischen hergestellt worden sind. Wenn auch ein höherer öder niedrigerer Prozentsatz, also etwa 0,5 bis etwa 6°/o Divinylbenzol verwendet werden kann, so hat es sich doch erwiesen, daß Harze, die aus einem wesentlich weniger als l°/o Divinylbenzol enthaltenden Polymerisationsgemisch hergestellt worden sind, nicht sehr stabil und schwer zu handhaben sind, während Harze, die aus 4% oder mehr Divinylbenzol aufweisenden Gemischen gewonnen wurden, eine merklich verringerte Aufnahmefähigkeit für das Antibiotikum besitzen.
Diese Harze sind im Handel erhältlich, können aber gewiinschtenfalls ohne weiteres auch selbst hergestellt werden, wobei man nach bekannten Verfahren, z. B. nach den in der USA.-Patentschrift 2 366 007 und in »Journal of the Chemical Society«, 1951, S. 494, beschriebenen Verfahren vorgeht. Sie können in Form von Gemischen, die blockpolymerisiert und später bis zur entsprechenden Teilchengröße kleingemahlen wurden oder als Suspensionspolymere vorliegen, die in Form kleiner Perlen hergestellt worden sind. Die jeweilige Teilchengröße wird von dem beabsichtigten Verwendungszweck bestimmt und kann innerhalb weiter Grenzen liegen. So erweisen sich z. B. verhältnismäßig grobe Teilchen, d. h. mit einer Größe, daß sie ein Sieb mit etwa 50 bis 400 Maschen pro Quadratzentimeter passieren, zur Reinigung von Bacitracin gewöhnlich als besonders zweckmäßig. Soll jedoch das Adsorbat einem Futterzusatz zugefügt werden, so wird ein feines Pulver mit einer Teilchengröße, daß die Teilchen· ein Sieb mit etwa 1600 bis etwa 6560 Maschen pro Quadratzentimeter oder ein noch feineres Sieb passieren, bevorzugt, um die wirksame Substanz in der entsprechenden Futtermenge gleichmäßiger verteilen zu können.
Die Harze können in Form der freien Sulfoneäure verwendet werden, doch erweist es sich gewöhnlich als zweckmäßiger, sie in Form eines Salzes, vorzugsweise eines Salzes mit einem einwertigen Kation, einzusetzen. Zur Behandlung von Tieren wird natürlich ein als Futterzusatz zulässiges Harzsalz gewählt, d. h. ein Salz, das sich in der Menge, in der es gewöhnlich verwendet wird, auf das Tier nicht schädlich auswirkt. Hierfür eignen sich die Natrium-, Kalium- und Ammoniumsalze dieser Harze hervorragend.
Nachstehend wird die vorliegende Erfindung an Hand der Gewinnung von Bacitracin aus einer wäßrigen Gärflüssigkeit beschrieben. Solche Flüssigkeiten, die sich durch einen Gehalt von etwa 30 bis 70 Bacitracin-Einheiten pro Kubikzentimeter auszeichnen, können gegebenenfalls vorher filtriert werden; doch ist dies durchaus nicht notwendig. Zur Erzielung günstigster Adsorptionsergebnisse soll die Flüssigkeit auf einen pH-Wert von etwa 3 bis 7, vorzugsweise von etwa 4 bis etwa 6, eingestellt werden. Bei pH-Werten von wesentlich weniger als 3 neigt das Bacitracin zur Unbeständigkeit, während bei pH-Werten von wesentlich mehr als 7 gewöhnlich verringerte Adsorptionsausbeuten erzielt werden. Zur Einstellung des pH-Wertes eignet sich eine Mineralsäure wie Schwefelsäure. Die Adsorption kann in Portionen in einem mit einem Rührwerk versehenen Behälter durchgeführt werden oder durch Überleiten der Flüssigkeit über das in einer Säule enthaltene Harz erfolgen.
Wird die Adsorption in Portionen unter Verwendung eines wirksamen Rührwerks durchgeführt, so erweist sich im allgemeinen eine Adsorptionszeit von etwa 30 Minuten bis etwa 4 Stunden bei Raumtemperatur als ausreichend. In Säulen arbeitet man zweckmäßig mit Raumgeschwindigkeiten von nicht mehr als 0,2 cm3 Gärflüssigkeit pro Minute pro Kubikzentimeter Volumen der Harzschicht. Bei einer Raumgeschwindigkeit von etwa 0,1 wurden gute Ergebnisse
ίο erzielt.
Um optimale Ergebnisse bei der Gewinnung des Bacitracins aus der Lösung zu gewinnen, wird die Menge des im einzelnen zu verwendenden Harzes zunächst experimentell bestimmt. Versuche haben ergeben, daß es bei Verwendung von Harzen mit einer Gesamtkapazität von etwa 5 Milliäquivalenten je Gramm (Trockenbasis) möglich ist, bis zu 1 g oder mehr wirksame Bacitracu>Substanz aus Gärflüssigkeiten je Gramm Harz (Trockengewicht) zu adsorbieren. Wird mit einer Säule gearbeitet, so verfährt man am besten so, daß man verschiedene aufeinanderfolgende Proben des Eluats analysiert und die Adsorption so lange fortsetzt, bis merkliche Mengen Bacitracin in der Restlauge nachgewiesen werden. In dieser Stufe wird der größte Teil der Verunreinigungen abgetrennt, so daß sieh schließlich noch reineres als 95 %iges Bacitracin auf dem Harz befindet. Soll das Adsorbat dem Futter zugesetzt werden, so kann es
■ jetzt getrocknet, mit als Futterzusatz zulässigen Streckmittel gemischt und dann gelagert oder der Futterration zugesetzt werden.
Soll nun aber Bacitracin in reiner Form isoliert werden, so kann die wirksame antibiotische Substanz leicht in Portionen oder durch Behandlung in einer Säule mit einem geeigneten Eluiermittel aus dem Harz eluiert werden. Hierzu können viele Eluiermittel, wie wäßrige Salzlösungen, verwendet werden, doch wird zur wirksamsten Eluierung eine wäßrige Base bevorzugt. Die besten Ergebnisse erzielt man bei einem pH-Wert des Eluiermittels von etwa 7,5 bis 8,5. Arbeitet man bei pH-Werten, die wesentlich unter 7,5 liegen, so wird keine wirksame Desorption erzielt, während bei pH-Werten von wesentlich über 8,5 eine Zersetzung des Bacitracins eintreten kann. Ein besonders zweckmäßiges Eluiermittel ist Natriumbicarbonat etwa in Form einer 2 °/oigen Lösung mit einem pH-Wert von etwa 8 bis 8,2. Die erforderliche Menge an Eluiermittel ändert sich natürlich entsprechend den anderen angewendeten Bedingungen, doch um eine im wesentlichen vollständige Eluierung zu erzielen, verwendet man vorzugsweise Natriumbicarbonat in einer mindestens etwa dem Vier- oder Fünffachen der Gesamtharzkapazität äquivalenten Menge. Findet die Eluierung unter Rühren in einem Behälter statt, so ist sie nach etwa 1 bis 4 Stunden praktisch beendet. Arbeitet man hingegen mit einer Säule, so erweist sich eine Raumgeschwindigkeit von etwa 0,05 bis 0,1 pro Minute im allgemeinen als wirksam. Bei Verwendung einer Natriumbicarbonatlösung als Eluiermittel liegt das Harz nach dem Eluieren in Form seines Natriumsalzes vor und kann wieder verwendet werden.
Das Bacitracin, das in dem Harzeluat im allgemeinen in einer Konzentration von etwa 200 Einheiten pro Kubikzentimeter enthalten ist, enthält bis zu 95 bis 97 % oder mehr der ursprünglich in der Brühe enthaltenen wirksamen Substanz und ist frei vom größten Teil der ursprünglichen Verunreinigungen. Es läßt sich leicht nach verschiedenen Verfahren in reines
Bacitracin überführen. So kann es z. B. mit einem geeigneten Lösungsmittel, wie Butanol, mit einem pH-Wert von etwa 7 bis 8,5 extrahiert werden, wobei es im allgemeinen nicht notwendig ist, den pg-Wert des Harzeluates einzustellen. Dann können die anorganischen Salze durch Auswaschen der Butanollösung mit Wasser entfernt und das Bacitracin mit Wasser, das zuvor mit Schwefelsäure auf einen pg-Wert von etwa 2,5 eingestellt worden ist, erneut extrahiert werverwendet werden. Die Adsorbate werden zweckmäßig mit für Futter zulässigen inerten oder Nahrungsstreckmitteln vermischt, um ein Vorgemisch oder einen Futterzusatzstoff herzustellen, der z. B. etwa 10 bis 110 g wirksames Bacitracin pro Kilogramm Gemisch enthält, was zum Mischen mit einer ernährungsmäßig ausgeglichenen Ration geeignet ist. Sie können mit Körner, Fischmehl, Knochenmehl, Sojamehl, Kalkstein und mit vitamin- und amino-
den. Anschließend wird mit Bariumhydroxyd neutra- io säurehaltigen Bestandteilen od. dgl. vermengt werden.
lisiert, filtriert und das Filtrat getrocknet. Das Produkt, nämlich weißes Bacitracinsulfat mit einer Wirksamkeit von etwa 65 Einheiten pro Milligramm, kann man in einer Gesamtausbeute von etwa 80 bis 85% aus der Gärflüssigkeit erhalten.
Es ist aber auch möglich, die Natriumionen von dem Harzeluat durch Behandlung mit einem stark vernetzten Sulfonsäureharz, z. B. mit einem etwa 8 bis 16% Divinylbenzol enthaltenden Sulfonsäureharz, zu entfernen. Eine weitere Möglichkeit, verhältnismäßig ao reines Bacitracinsulfat zu erhalten, besteht darin, daß man das Adsorbat mit einer zur Aufrechterhaltung eines Gleichgewichts-pjj-Wertes von etwa 7,5 bis 8,5 ausreichenden Menge wäßrigen Ammoniaks eluiert, Gewünschtenfalls kann das fertige Gemisch zu Kügelchen geformt werden. Die wirksame Bacitracinsubstanz bleibt während langer Lagerung, auch bei verhältnismäßig hoher Temperatur, in dem Adsorbat, Vorgemisch und Futter beständig.
Die nachstehenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung.
Beispiel 1
Ein Kationenaustauschharz wird auf folgende Weise hergestellt:
Ein Gemisch aus inhibitorfreiem Styrol zusammen mit 2% Divinylbenzol und 1% Benzoylperoxyd wird
im Vakuum einengt, um das Ammoniak zu entfernen, 25 der dreifachen Volumenmenge Wasser in einem mit
und mit Schwefelsäure neutralisiert. Dem Fachmann werden viele wahlweise anzuwendende Verfahren zur abschließenden Reinigung der Harzeluate bekannt sein. Die beschriebenen Methoden sollen nur zeigen, wie einfach sich die aus den neuen Adsorbaten erhaltenen/, hochwertigen Eluate gewünschtenfalls in im wesentlichen reines Bacitracin überführen lassen.
Die nach der Erfindung erhaltenen Harzadsorbate können ohne weitere Reinigung als Zusätze für Tierfutter verwendet werden. Hierbei haben sie den Vorteil, daß das auf dem Harz adsorbierte Antibiotikum von den sauren Magensäften nicht angegriffen wird und praktisch unverändert in den Darmtrakt gelangt, der einen höheren pH-Wert aufweist und deshalb das Rührwerk und Rückflußkondensator versehenen Reaktionsgefäß zugegeben. Um die Suspensionsbildung zu erleichtern, gibt man eine Spur Magnesiumcarbonat zu, rührt das Gemisch, heftig und erwärmt es auf etwa 90° C, bis die Polymerisation abgeschlossen ist. Das entstandene Perl-Mischpolymerisat wird abgetrennt, gewaschen und dadurch sulfoniert, daß man es mit einem gleichen Volumen konzentrierter Schwefelsäure in Gegenwart von 1% Silbersulfat lO.Stunden auf 100° C erhitzt. Das sulfonierte Mischpolymerisat wird gewaschen, getrocknet und bis auf eine Teilchengröße, die ein Sieb mit etwa 50 bis 400 Maschenweite pro Quadratzentimeter passiert, ausgesiebt. Dann wird das Harz, das eine Gesamt-
Antibiotikum auf dem Harz freisetzen kann, wodurch 40 austauschkapazität von etwa 5 Milliäquivalenten pro
die Adsorption in den Organismus erleichtert wird. Diese Adsorbate sind wegen ihrer unerwarteten Beständigkeit als Tierfutterzusatz besonders wertvoll. Sie eignen sich besonders für nicht wiederkäuende Tiere, wie Hühner, Puten, Schweine usw. Verwendet man sie in Konzentrationen, die etwa 1 bis 10 g wirksamer Bacitracinsubstanz je Tonne Futter entsprechen, so bewirken sie eine Wachstumssteigerung sowie eine Verbesserung der Futterwirksamkeit. Wenn auch eine Gramm (Trockenbasis) hat, durch Behandlung mit wäßrigem Natriumhydroxyd und anschließendes Waschen mit Wasser in das Natriumsalz übergeführt. Der Feuchtigkeitsgehalt des Produktes beträgt etwa 90°/e. Ein Teil wird auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 5% getrocknet.
Beispiel 2
Eine Reihe weiterer Kationenaustauschharze wird
gewisse Wirkung bei Konzentrationen von wesentlich 50 nach dem Verfahren des Beispiels 1 hergestellt, woweniger als 1 g je Tonne erzielt werden kann, so tritt bei an Stelle der im Beispiel 1 verwendeten 2% Didiese Wirkung doch nicht mit Sicherheit ein, und es
ist daher ratsam, keine wesentlich niedrigeren Mengen
zu verwenden. Die neuen Adsorbate können auch zur
Behandlung von Infektionen durch bestimmte Orga- 55
nismen, die auf diese Substanzen ansprechen, z. B.
zur Behandlung von Erkrankungen der Atmungsorgane bei Geflügel oder von bakteriellem Darm-
vinylbenzol nun nacheinander 1, 4, 5,5, 8 und 9% Divinylbenzol verwendet werden und die Produkte auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 5fl/o getrocknet werden.
Beispiel 3
katarrh bei Schweinen, verwendet werden. Die je-
30 g Bacitracinsulfat mit einer Wirksamkeit von 50 Einheiten pro Milligramm werden in 1200 cm3 weils zu verwendende Konzentration pro Tonne hängt 60 Wasser gelöst, und die Lösung wird in sechs gleiche von der Natur und Schwere der Infektion ab, doch Teile geteilt. Jeder der so erhaltenen Proben werden können manchmal Konzentrationen, die einer Menge 5 g eines der getrockneten Kationenaustauschharze von mehr als 10 und bis zu 200 g wirksamer Bacitra- der Beispiele 1 und 2 zugefügt, und jede Schlämmung cinsubstanz entsprechen, angebracht sein. Die neuen wird 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Danach Adsorbate können im Tierfutter in Verbindung mit 65 werden die Proben filtriert, die Filtrate auf ihren restanderen antibiotischen oder therapeuthischen Mitteln, liehen Bacitracinsulfatgehalt geprüft und die Adsorpwie Penicillin, Oxytetracyclin, Chlortetracyclin, Tetra- tionsausbeuten errechnet. Hierbei kam man zu folcyclin, Phenylarsonsäure, Sulfachinoxalin od. dgl., genden Ergebnissen:
1 Divinylbenzol in °/o r Adsorption in °/o
1 99
2 96
4 63
5,5 59
8 7
9 2
bei Beginn nach einer Stunde Adsorbiertes
Bacitracin in °/o
3,0 3,5 98 +
4,0 5,4 98 +
5,0 6,3 95+
6,0 6,9 90
6,9 7,2 65
8,0 8,6 42
Beispiel 4
12 g Bacitracinsulfat mit einer Wirksamkeit von 50 Einheiten pro Milligramm werden in 600 cm3 Wasser gelöst, und die Lösung teilt man in sechs gleiche Teile. Die Lösungen, deren anfänglicher pH-Wert etwa 5,9 beträgt, werden je nach dem mit 6n-Schwefelsäure oder verdünntem Natriumhydroxyd auf verschiedene pH-Werte zwischen 3 und 8 eingestellt. Jeder Lösung gibt man 2 g des getrockneten Kationenaustauschharzes des Beispiels 1 zu. Die Gemische werden 1 Stunde gerührt, und jedes einzelne Adsorbat wird dann abgetrennt und mit 100 cm3 einer 2°/oigen wäßrigen Natriumbicarbonatlösung eluiert. Die Filtrate und Eluate werden unter Erzielung folgender Ergebnisse auf Bacitracin hin untersucht:
Adsorptions-pjj-Wert
Natriumbicarbonatlösung mit einem pHWert von etwa 8,1 eluiert. Die Lösung wird einmal in 6 Stunden mit konstanter Geschwindigkeit über die Säule geleitet.
Der Austrag aus der Säule, der eine Wirksamkeit von etwa 200 Einheiten Bacitracin pro Kubikzentimeter und einen pH-Wert von etwa 7,5 aufweist, wird dreimal mit jeweils einem Drittel seines Volumens an Butanol extrahiert. Die Butanolextrakte werden vereinigt, mit dem halben Volumen destilliertem Wasser gewaschen, um anorganische Verunreinigungen zu entfernen, und mit zwei gleichen Volumina an Wasser, das zuvor mit Schwefelsäure auf einen Gleichgewichts-pH-Wert von etwa 2,5 eingestellt worden ist, extrahiert. Das Waschwasser und das verbrauchte Butanol werden verworfen. 2 g Aktivkohle werden den beiden vereinigten wäßrigen Extrakten zugegeben und der Pfj-Wert mit Bariumhydroxyd auf etwa 5,1 eingestellt. Die erhaltene Schlämmung wird filtriert, eingeengt und gefriergetrocknet, wonach man etwa 24 g weißes Bacitracinsulfat mit einer Wirksamkeit von 65 Einheiten pro Milligramm und einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 4% erhält. Die Gesamtausbeute an reinem Produkt aus der Brühe beträgt etwa 83 °/o. Eine eine Wirksamkeit von 500 Einheiten pro Kubik-Zentimeter aufweisende Lösung des Produktes in Wasser hat eine Lichtdurchlässigkeit von 98,5 % bei 440 mu.
Beispiel 6
Portionen von jeweils 2 g des nach Beispiel 5 erhaltenen Harzadsorbats wurden 24 Stunden lang auf 104° C erhitzt. Jeweils zwei Proben wurden zu Beginn und nach 24 Stunden getestet, wobei festgestellt wurde, daß die wirksame Bacitracinsubstanz zu 85 % unter den Testbedingungen beibehalten wurde.
25
35
40
45
Beispiel 5
In etwa 381 ungefilterte Gärflüssigkeit, die pro Kubikzentimeter 50 Einheiten Bacitracin enthält, wird mit verdünnter Schwefelsäure ein pH-Wert von 4 eingestellt, und 400 g des ungetrockneten Harzes (Feuchtigkeitsgehalt etwa 90%) des Beispiels 1 werden zugefügt. Dann wird eine Stunde lang heftig bei Raumtemperatur gerührt. Danach wird die Schlämmung filtriert und das stark gefärbte Filtrat untersucht und verworfen. Die Adsorptionsausbeute beträgt etwa 97%; das Adsorbat hat eine Wirksamkeit von etwa 24 000 Einheiten pro Gramm (Trockenbasis), was etwa 3600 Einheiten pro Kubikzentimeter des nassen Harzes entspricht.
Das nasse Harz wird in eine kleine Adsorptionssäule eingebracht, die als Träger für das Harz ein Sieb mit etwa 1200 Maschen pro Quadratzentimeter enthält, und die wirksame antibiotische Substanz des Antibiotikums wird mit 91 einer 2%igen wäßrigen

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Isolierung und Reinigung von Bacitracin durch Adsorption aus einer wäßrigen Lösung, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert dieser Bacitracin oder ein lösliches Salz desselben enthaltenden Lösung auf etwa 3 bis etwa 7 eingestellt und die Lösung mit einem sulfonierten Mischpolymeren aus Styrol mit etwa 0,5 bis etwa 6 Gewichtsprozent Divinylbenzol oder einem Salz des letzteren zusammengebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bacitracinadsorbat mit einer zur Eluierung von praktisch dem gesamten Bacitracin aus dem Adsorbat ausreichenden Menge einer wäßrigen Base mit einem pH-Wert von etwa 7,5 bis etwa 8,5 behandelt und das Bacitracin aus dem Eluat gewonnen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als wäßrige Base eine Natriumbicarbonatlösung mit einer Konzentration von etwa 2% verwendet wird.
© 109 757/375 10.61
DEP26027A 1959-11-12 1960-11-12 Verfahren zur Isolierung und Reinigung von Bacitracin Pending DE1116347B (de)

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