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DE1115468B - Vorrichtung zur Herstellung von Titan durch Schmelzflusselektrolyse - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Titan durch Schmelzflusselektrolyse

Info

Publication number
DE1115468B
DE1115468B DEN16594A DEN0016594A DE1115468B DE 1115468 B DE1115468 B DE 1115468B DE N16594 A DEN16594 A DE N16594A DE N0016594 A DEN0016594 A DE N0016594A DE 1115468 B DE1115468 B DE 1115468B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cell
cathode
titanium
anode
bath
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN16594A
Other languages
English (en)
Inventor
Earl Wilson Andrews
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
New Jersey Zinc Co
Original Assignee
New Jersey Zinc Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by New Jersey Zinc Co filed Critical New Jersey Zinc Co
Publication of DE1115468B publication Critical patent/DE1115468B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C7/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells
    • C25C7/02Electrodes; Connections thereof
    • C25C7/025Electrodes; Connections thereof used in cells for the electrolysis of melts

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur HersteRung von Titan durch Schmelzflußelektrolyse Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur Herstellung von Titan durch Schmelzflußelektrolyse in einem Bad, das ein Alkalihalogenid und/oder ein Erdalkalihalogenid enthält.
  • Nach der USA.-Patentschrift 2 848 397 wird zur Herstellung von Titan durch Schmelzflußelektrolyse die Zelle so betrieben, daß die Abscheidung des Titans auf der Kathodenfläche erfolgt, die der Anode abgewandt ist. Hierzu wird (1) das titanhaltige Ausgangsgut, Titantetrachlorid, demjenigen Badteil zugeführt, der an diese abgewandte Kathodenfläche angrenzt, (2) zwischen diesem Badteil und dem zwischen Anode und Kathode liegenden Badteil ein Durchlaß vorgesehen, der ein direktes Kommunizieren beider ergibt, aber so klein ist, daß eine Diffusion von Titanionen aus dem an die abgewandte Kathodenfläche angrenzenden Badteil in den zwischen der Anode und der dieser zugewandten Kathodenfläche liegenden Badteil gehemmt wird, und (3) eine genügende Zellenspannung aufrechterhalten, um den zwischen der Anode und der dieser zugewandten Kathodenfläche liegenden Badteil so an Titanionen erschöpft zu halten, daß man zwischen Anode und Kathode eine Polarisationsspannung im Bereich von etwa 2,6 bis 3,4 V erhält. Für diese Arbeitsweise ist kennzeichnend, daß die Zelle metallisches Titan bei hoher Stromausbeute liefert, ohne daß zwischen der Anode und der Kathode irgendeine Trennwand, wie ein Diaphragma, vorgesehen ist.
  • Die nach dieser USA.-Patentschrift verwendete Salzschmelze enthält eines oder mehrere Alkali- oder Erdalkalihalogenide im Gemisch mit ionisierbaren Titanverbindungen; das Titantetrachlorid wird in die oberhalb der Salzschmelze befindliche Atmosphäre oder direkt in den Badteil eingeführt, der an die abgewandte Kathodenfläche angrenzt. Das Titantetrachlorid ist für alle praktischen Zwecke in der Salzschmelze unlöslich, während die niedrigeren Chloride des Titans, nämlich das Di- und Trichlorid, in der Salzschmelze gut löslich sind. Darüber hinaus reagiert Titantetrachlorid mit Titandichlorid unter Bildung von Titantrichlorid; infolgedessen reagiert das Titantetrachlorid, das dem Bad oder der über diesem befindlichen Atmosphäre zugeführt wird, mit dem im Bad anwesenden Titandichlorid und tritt auf diese Weise in Form von Titantrichlorid in das Bad ein bzw. löst sich in diesem. Durch die Elektrolyse des Bades wird das Titantrichlorid zu dem Dichlorid und ein Teil des Dichlorides zu metallischem Titan reduziert, das sich auf der Zellenkathode abscheidet. Ein Teil des auf diese Weise gebildeten Dichlorides reagiert mit weiterem Titantetrachlorid unter Bildung von zusätzlichem Titantrichlorid und ersetzt den Titangehalt des Bades, der durch Abscheidung an der Kathode verlorengeht. An der Zellenanode wird während der Elektrolyse Chlorgas entwickelt, und man muß Mittel zur Sammlung und Entfernung dieses Gases aus der Elektrolysezelle vorsehen. Die Zelle wird dementsprechend vorteilhaft mit einer Chlorhaube versehen, welche die Anode an die Oberfläche der Salzschmelze angrenzend in an sich bekannter Weise wirksam umgibt.
  • Das oben beschriebene Verfahren wird unter bestimmten Bedingungen durchgeführt, welche die Abscheidung im wesentlichen des gesamten Titans auf der anodenfernen Kathodenfläche (d. h. der der Anode abgewandten Kathodenfläche) sicherstellen. Hierzu ist wichtig, daß der Badteil, der sich zwischen Anode und Kathode befindet, im wesentlichen von Titanionen freigehalten wird und dadurch in ihm im wesentlichen kein Titan zur elektrolytischen Abscheidung auf der anodennahen Kathodenfläche (d. h. der der Anode zugewandten Kathodenfläche) zur Verfügung steht. Darüber hinaus muß man, um den Badteil zwischen Anode und Kathode im wesentlichen titanionenfrei zu halten, die Verbindung zwischen diesem Badteil und den an die abgewandte Kathodenfläche angrenzenden Badteil so beschränken, daß eine Diffusion von Titanionen aus dem letztgenannten in den erstgenannten Badteil gehemmt wird (vgl. USA.-Patentschrift 2 848 397). Dementsprechend wird die Kathode, mit welcher die Salzschmelze in die beiden Teile unterteilt wird, zum größten Teil aus einem flächigen-Mateiial-aufgebaut,-das gegen die Salzschmelze undurchlässig ist, aber. ferner mit kleinen öffnungen oder durchlässigen Teilen versehen, die eine begrenzteVerbindungzwischen den beiden Badteilen erlauben. -- - Der zwischen Anode und-Kathode befindliche Badteil wird zwar während des größten Teiles der Elektrolyse im wesentlichen - titanionenfrei gehalten, aber es hat sich in der ' Praxis als unmöglich erwiesen, die Abscheidung einer kleinen Menge metallischen Titans auf der anodennahen Kathodenfläche zu verhindern. Dies gilt besonders im Anfangsstadium der Elektrolyse, wenn der Badteil zwischen Anode und Kathode elektrolytisch an jeglichen, ursprünglich in ihm anwesenden Titanionen erschöpft wird. Darüber hinaus tritt trotz der anfänglichen Freiheit der Salzschmelze von Titanionen infolge eines unbekannten Mechanismus an der Grenzfläche der Kathode, des im wesentlichen titanfreien Bades und der titantetrachloridhaltigen Atmosphäre eine Titanabscheidung auf. Die tatsächlich auf der anodennahen Kathodenfläche abgeschiedene Titanmenge würde gewöhnlich für eine erfolgreiche Durchführung des Verfahrens nach der USA.-Patentschrift 2 848 397 unwesentlich sein. Es hat sich jedoch gezeigt, daß nach dem einmal erfolgten Einsetzen einer Abscheidung von metallischem Titan auf der anodennahen Kathodenfläche auf der Höhe des Salzbadspiegels oder angrenzend an diesen die Abscheidung sehr rasch so anwächst, daß sich innerhalb kurzer Zeit die Titanabscheidung über die Elektrolytoberfläche erstreckt und einen elektrischen Kontakt mit der Zellenanode oder dem der Anode zugeordneten Chlorhaube herstellt. Infolge dieser überbrückung zwischen der anödennahen Kathodenfläche und der Chlorhaube oder Zellenanode durch die Titanabscheidung muß die Elektrolyse vorzeitig unterbrochen werden.
  • Bei Untersuchungen der Ursache dieses raschen Anwachsens einer unerwünschten Titanabscheidung an der anodennahen Kathodenfläche und an dem Spiegel des Salzschmelzbades angrenzend hat sich gezeigt, daß nach einmal erfolgter Abscheidung von Titan an diesem Punkt auf der Kathode in der Zellenatmosphäre befliidliches Titantetrachlorid mit der metallischen Titanabscheidung unter Bildung von Titandichlorid reagiert, das seinerseits sofort mit weiterem Titantetrachlorid unter Bildung von Titantrichlorid reagiert. Das auf diese Weise gebildete Di-und Trichlorid löst sich an die anodennahe Kathodenfläche und an den Spiegel der Salzschmelze angrenzend in dem Bad. Unter der Wirkung des zwischen Anode und Kathode fließenden Elektrolysierstromes nimmt die unerwünschte Abscheidung von metallischem Titan auf der anodennahen Kathodenoberfläche an die Oberfläche der Salzschmelze angrenzend rasch zu. Es hat sich weiter gezeigt, daß die unerwünschte Ansammlung von metallischem Titan beseitigt werden kann, indem man die Zellenatmosphäre oberhalb des Badteiles, der sich zwischen Anode und Kathode befindet, von Titantetrachlorid freihält, so daß selbst bei einer möglichen Abscheidun- einer unbedeutenden Menge metallischen Titans auf der anodennahen Kathodenfläche kein Titantetrachlorid zur Umsetzung mit diesem metallischen Titan und den Eintritt in diesen Badteil in Form von Titandichlorid zur Verfügung steht. Es wurde weiter gefunden, daß die Zellenatmosphäre oberhalb des vorstehenden Badteiles titantetrachloridfrei'gehalten -werden kann, indem man mittels des nichtperforigrten Kathodenteiles die Zellenatmosphäre in zwei Teile trennt, deren einer Tetrachloriddämpfe enthält, deren anderer dagegen nicht.
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur Herstellung von Titan durch Schmelzflußelektrolyse in einem Bad, das ein Alkalihalogenid und/oder ein Erdalkalihalogenid enthält und durch eine perforierte zylindrische Kathode unterteilt ist, wobei die Anode in dem von der Kathode umgebenen Badteil angeordnet ist und Titantetrachlorid in den außerhalb der Kathode liegenden Badteil zugeführt wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Zelle durch eine sich vom Salzbadspiegel bis zur Zellenabdeckung erstreckende zylindrische nichtperforierte Kathodenseitenwand in zwei die Zellenatmosphäre enthaltende Zellenteile innerhalb und außerhalb der Kathode getrennt ist. Vorzugsweise ist innerhalb des die Anode enthaltenden ersten Zellenteiles ein die Anode umgebender, in das Bad eintauchender glockenförmiger Teil vorgesehen, welcher einen von dem ersten Zellenteil getrennten Zellenteil bildet. Der die Anode umgebende glockenförmige Teil besteht vorzugsweise aus Siliciumdioxyd.
  • Der innerhalb der Kathodenseitenwand befindliche Zellenteil kann einen Einlaß und einen Auslaß für die Zuführung und Abführung eines Spülgases aufweisen. Schließlich kann auch der die Anode umgebende Zellenteil mit einem Auslaß zur Ableitung von Halogengas in Verbindung stehen.
  • Ein Verfahren zur Herstellung von Titan sowie hierzu geeignete Salzbadschmelzen sind in der deutschen Auslegeschrift 1096 617 beschrieben. Die Elektroden der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens sollen aus einem Werkstoff aufgebaut sein, welcher keine Fremdstoffe in die Salzschmelze einführt. Man soll dementsprechend mit einer nichtmetallischen Anode, wie Graphit- oder Kohlenstoffanode, arbeiten. In der Praxis hat sich Graphit als geeignet erwiesen. Kathoden aus Nickel, vorzugsweise korrosionsbeständige Legierungen auf Nickelbasis, sind brauchbar. Die Kathode weist mindestens einen undurchlässigen und mindesten einen durchlässigen Teil auf, die zusammen dazu dienen, die Salzbadschmelze im wesentlichen in zwei Teile zu trennen und die Diffusion von Titanionen an einem der Badteile zum anderen zu hemmen. Es hat sich gezeigt, daß die genannten Kathodenwerkstoffe bei der überwiegenden Zellentemperatur keinerlei bedeutende Verunreinigungen der Salzschmelze oder des abgeschiedenen Titans ergeben.
  • Im folgenden ist die Erfindung an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Die Zeichnung zeigt eine Elektrolysezelle gemäß der Erfindung in einer Seitenansicht teilweise im Schnitt.
  • Die Elektrolysezelle 1 ist mit einem gasdichten Deckel 2 versehen, durch welchen ein Einlaßrohr 3 zur Einführung von Titantetrachloriddampf in die Zelle und ein Auslaßrohr 4 zum Abziehen von Gas von der Zellenatmosphäre hindurchgeführt ist. Die Zelle 1 enthält die Salzschmelze 5, in welche die zylindrische Kathode 6 zum Teil eintaucht. Die Kathode ist am unteren Ende mittels eines undurchlässigen Bodens 7 verschlossen und am oberen Ende mit dem Zellendeckel 2 verbunden. Sie kann auf beliebige Weise an dem Deckel 2 befestigt oder festgelegt werden, z. B. durch Verschraubung oder Verschweißung oder, wie in der Zeichnung gezeigt, über einen Flansch 8 am oberen Kathodenrand, der auf dem Deckel 2 aufliegt. Die zylindrische Kathodenseitenwand 9 wird vorteilhaft von einem undurchlässigen flächenhaften Material gebildet, das, in Ab- ständen über seine gesamte Fläche verteilt, große Öffnungen 10 aufweist und an dem innen eine Auskleidung aus einem sieb- oder netzartigen Material 11 befestigt ist. Der Kathodenaufbau trennt auf diese Weise das Bad 5 in einen inneren Teil A und einen Hauptteil B. Weiter erstreckt sich gemäß der Erfindung die nichtperforierte Kathodenseitenwand 9 nach oben zum Deckel 2 der Elektrolysezelle, so daß die Zelle 1 in zwei die Zellenatmosphäre enthaltende Zellenteile C und D innerhalb und außerhalb der Kathode getrennt ist, wobei sich Teil C über dem inneren Teil A des Bades und Teil D sich über dem Hauptteil B des Bades befindet. Der undurchlässige Boden und die Kathodenseitenwand sind aus einem Blech aus einer korrosionsbeständigen Legierung auf Nickelbasis gefertigt. Der durchlässige Netz- oder Siebteil 11 der Kathode wird zweckmäßig von einem Drahtsieb aus der gleichen korrosionsbeständigen Nickellegierung vorteilhaft mit einer Maschengröße von 5,5 Maschen je Zentimeter in der einen und 47,2 Maschen je Zentimeter in der anderen Richtung gebildet. Zum Aufbau einer wirksamen Kathode können auch andere Drahtsiebe mit derart großer Maschenweite, wie 3 Maschen je Zentimeter, bis zu einer derartigen Feinheit, wie kalandertem Filtertuch, verwendet werden. Der Kathodenaufbau ist über geeignete Mittel an eine Stromquelle angeschlossen.
  • Der Anodenaufbau weist einen glockenförmigen Teil 12 aus Siliciumdioxyd auf, der sich nach unten in das Innere des Kathodenaufbaus erstreckt und deren untere Teile in das Bad 5 eintauchen. Der glockenförmige Teil 12 ist an einer Basis 13 aus Graphit befestigt, die ihrerseits mit Öffnungen 14 und einem herabhängenden Anodenteil 15 versehen ist. Der glockenförinige Teil 12 und die Anodenbasis 13 bilden zusammen in der Zellenatmosphäre unmittelbar oberhalb des herabhängenden, einen Teil der Anodenbasis darstellenden Anodenteiles 15 einen Zellenteil E. Das an dem Anodenteil 15 entwickelte Chlorgas steigt im Bad nach oben und tritt in den Raum E ein, aus dem es durch die öffnungen 14 und das Chlorableitungsrohr 16 abgezogen wird. Der über dem Anoden-Kathoden-Aufbau liegende Zellendeckel 17 ist ferner mit einem Gaseinlaß 18 und einem Gasauslaß 19 für Argon versehen, mit dem Chlor aus dem Teil C der Zellenatmosphäre ausgespült wird.
  • Das Titantetrachlorid wird, zweckmäßig im Gemisch mit einem inerten Triligergas, wie Argon, durch die Einlaßleitung 3 in den unteren Teil des Badhauptteiles B eingeführt. Das auf diese Weise eingeführte Titantetrachlorid reagiert mit den niedrigerwertigen Titanionen, die sich in dem Hauptteil B der Salzschmelze befinden, und tritt dadurch in diesen Badteil in Form von Titantrichlorid ein. Jegliches, nicht auf diese Weise von der Salzschmelze aufgenommene Titantetrachlorid und gegebenenfalls das inerte Trägergas steigen im Bad nach oben und treten in den äußeren Teil D der Zellenatmosphäre ein, aus welchem dieses überschüssige Titantetrachlorid und Trägergas durch das Auslaßrohr 4 abgezogen werden. Im Ergebnis enthält der äußere Teil D der Zellenatmosphäre Titantetrachlorid in gasförmiger Form. Durch die nichtperforierte Kathodenseitenwand 9, die sich von der Oberfläche der Salzschmelze 5 zum Deckel 2 der Zelle erstreckt, kann kein Titantetrachlorid aus dem Teil D der Zellenatmosphäre in den Teil C der Zellenatmosphäre eintreten, der sich über dem inneren Teil A der Salzschmelze befmdet. Infolgedessen steht in der Zellenatmosphäre, die über dem an die anodennahe Kathodenfläche angrenzenden Teil A des Bades lieg' kein Titantetrachlorid zur Verfügung, um mit der Salzschmelze oder mit einer beginnenden, an den Badspiegel angrenzenden Abscheidung von Titan auf der anodennahen Kathodenfläche zu reagieren. Im Ergebnis bleibt der zwischen Anode und Kathode liegende innere Teil A des Bades an den Badspiegel angrenzend ün wesentlichen titanionenfrei, und die unerwünschte Ansammlung einer metallischen Titanabscheidung an dieser Stelle der zugewandten Kathodenoberfläche ist vermieden.
  • Die Erfindung liefert somit einen wichtigen Beitrag zur besseren Herstellung von Titan durch Schmelzflußelektrolyse.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur Herstellung von Titan durch Schmelzflußelektrolyse in einem Bad, das ein Alkalihalogenid und/oder ein Erdalkalihalogenid enthält und durch eine perforierte zylindrische Kathode unterteilt ist, wobei die Anode in dem von der Kathode umgebenen Badteil angeordnet ist und Titantetrachlorid in den außerhalb der Kathode liegenden Badteil zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Zelle (1) durch eine sich vom Salzbadspiegel bis zur Zellenabdeckung (17) erstreckende zylindrische, nichtperforierte Kathodenseitenwand (9) in zwei die Zellenatmosphäre enthaltende Zellenteile (C, D) innerhalb und außerhalb der Kathode getrennt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des die Anode enthaltenden Zellenteiles (C) ein die Anode (15) umgebender, in das Bad eintauchender, glockenförmiger Teil (12) vorgesehen ist, welcher einen von dem Zellenteil (C) getrennten Zellenteil (E) bildet. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der innerhalb der Kathodenseitenwand (9) befindliche Zellenteil (C) einen Einlaß (18) und einen Auslaß (19) für die Zuführung und Abführung eines Spülgases aufweist. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die Anode umgebende Zellenteil (E) mit einem Auslaß (16) zur Ableitung von Halogengas in Verbindung steht. 5. Vorrichtung nach Ansprach 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Anode umgebende glockenförmige Teil (12) aus Siliciumdioxyd besteht.
DEN16594A 1958-04-21 1959-04-20 Vorrichtung zur Herstellung von Titan durch Schmelzflusselektrolyse Pending DE1115468B (de)

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