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DE1115033B - Verfahren zur Herstellung von Titan durch Schmelzflusselektrolyse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Titan durch Schmelzflusselektrolyse

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Publication number
DE1115033B
DE1115033B DEN16424A DEN0016424A DE1115033B DE 1115033 B DE1115033 B DE 1115033B DE N16424 A DEN16424 A DE N16424A DE N0016424 A DEN0016424 A DE N0016424A DE 1115033 B DE1115033 B DE 1115033B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
titanium
cathode
bath
auxiliary
anode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN16424A
Other languages
English (en)
Inventor
Lawrence John Reimert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
New Jersey Zinc Co
Original Assignee
New Jersey Zinc Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by New Jersey Zinc Co filed Critical New Jersey Zinc Co
Publication of DE1115033B publication Critical patent/DE1115033B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C7/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells
    • C25C7/06Operating or servicing
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/26Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of titanium, zirconium, hafnium, tantalum or vanadium
    • C25C3/28Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of titanium, zirconium, hafnium, tantalum or vanadium of titanium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C7/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells
    • C25C7/005Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells of cells for the electrolysis of melts

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Titan durch Schmelzflußelektrolyse Die Erfindung betrifft die Herstellung von Titan, insbesondere ein Verfahren zur Lenkung der elektrolytischen Abscheidung von Titan aus einer Salzschmelze.
  • Nach der deutschen Patentschrift 1096 617 wird die Herstellung von Titan durch Schmelzflußelektrolyse so geführt, daß die Abscheidung des Titans auf der anodenfernen Kathodenfläche erfolgt. Hierzu wird (1) das titanhaltige Ausgangsgut, Titantetrachlorid, demjenigen Badteil zugeführt, der an diese abgewandte Kathodenfläche angrenzt, (2) zwischen diesem Badteil und dem zwischen Anode und Kathode liegenden Badteil ein Durchlaß vorgesehen, der ein direktes Kommunizieren beider ergibt, aber so klein ist, daß eine Diffusion von Titanionen aus dem an die abgewandte Kathodenfläche angrenzenden Badteil in den zwischen der Anode und der dieser zugewandten Kathodenfläche liegenden Badteil gehemmt wird, und (3) eine genügende Zellenspannung aufrechterhalten, um den zwischen der Anode und der dieser zugewandten Kathodenfläche liegenden Badteil so an Titanionen erschöpft zu halten, daß man zwischen Anode und Kathode eine Polarisationsspannung im Bereich von etwa 2,6 bis 3,4 V erhält. Diese Arbeitsweise zeichnet sich dadurch aus, daß die Zelle bei hoher Stromausbeute Titan liefert, ohne daß zwischen der Anode und der Kathode irgendeine physikalische Sperre, wie ein Diaphragma, vorgesehen ist.
  • Ein Abfall der Polarisationsspannung auf einen derartig niedrigen Wert wie 2,4 V zeigt bei der vorstehenden Arbeitsweise eine überstarke Diffusion von Titanionen in den zwischen Anode und Kathode befindlichen Badteil an und wird durch Erhöhung des Zellenstroms abgestellt. Ein Ansteigen der Polarisationsspannung auf oberhalb 3,4 V andererseits ist von einer Zersetzung nichttitanhaltiger Badkomponenten begleitet und wird durch eine Verringerung des Zellenstroms abgestellt. Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Erzielung der obengenannten Elektrolysierbedingungen bei einer Vergrößerung der Zelle zunehmend schwieriger wird. Dies gilt besonders beim Anfahren derZelle, bei dem die gewünschtenElektrolysierbedingungen erzeugt werden sollen. Insbesondere hat sich gezeigt, daß ein außerordentlich feiner und sorgfältiger Ausgleich der Beschickungs- und Strombedingungen notwendig ist, um in der Umgebung der anodenfernen Kathodenfläche die Konzentration an niedrigerwertigen Titanchloriden auf einen eine wirksame Elektrolyse ermöglichenden Wert zu bringen, ohne eine solche Diffusion der niedrigerwertigen Titanchloride in den zwischen Anode und Kathode befindlichen Badteil zu bewirken, daß die Lenkung der erforderlichen Polarisationsspannung zwischen Anode und Kathode verlorengeht.
  • Es wurde nun gefunden, daß ein Aufbau und eine Aufrechterhaltung der gewünschten Konzentration und der relativen Mengenanteile der niedrigerwertigen Titanchloride in der Umgebung der abgewandten Fläche der Abscheidungskathode unabhängig von der Zellengröße möglich ist, indem man eine Hilfskathode verwendet, die mit dem Badteil in Kontakt steht, der sich seinerseits mit der anodenfernen Fläche der Abscheidungskathode in Kontakt befindet. Es hat sich gezeigt, daß man zur Erzielung dieser Ergebnisse die Hilfskathode mit einer Stromdichte betreiben muß, die in der später beschriebenen Art auf einem Wert gehalten wird, der niedrig genug ist, um eine Titanabscheidung zu verhindern, aber für eine elektrolytische Reduktion von Titantrichlorid zu Titandichlorid ausreicht. Als Hilfskathode eignet sich die Zellenwand selbst, aber ein gesonderter Kathodenaufbau, der an Stelle der Zellenwand oder zusätzlich zu derselben als Hilfskathode dient, ist besonders wirksam.
  • Gemäß der Erfindung wird somit (a) das Bad in. Kontakt mit der Abscheidungskathode so umgewälzt, daß die Konzentrationen des Titantrichlorids und Titandichlorids in allen Teilen des Bades, die an die Abscheidungskathode und die Hilfskathode angrenzen und mit derselben in Kontakt kommen, im wesentlichen gleichmäßig hoch gehalten werden, wobei die Hilfskathode mit der Abscheidungskathode durch das zwischen ihnen befindliche Bad in direkter Verbindung steht, und (b) der Elektrolysierstrom zwischen Abscheidungs- und Hilfskathoden so verteilt, daß die Stromdichte an diesen auf im wesentlichen unterschiedlichen Werten gehalten wird, und zwar an der Hilfskathode auf einem Wert, der zu einer elektrolytischen Reduktion des Titantrichlorids zu Titandichlorid führt, aber nicht genügt, um eine solche Polarisation zu entwickeln, daß eine bedeutende elektrolvtische Reduktion von Titandichlorid zu metallischem Titan auftritt.
  • Die Salzschmelzen, die sich zur Durchführung der Erfindung eignen, enthalten ein oder mehrere Halogenide der Alkali- oder Erdalkalimetalle. So kann man mit Vorteil die Chloride, Bromide, Jodide und Fluoride von Natrium, Kalium und Lithium wie auch von Calcium, Magnesium, Barium und Strontium verwenden. Zur Vereinfachung der Gewinnung des an der Anode während der Elektrolyse freigesetzten Halogens arbeitet man jedoch im allgemeinen vorzugsweise nur mit den Chloriden dieser Metalle. Man kann zwar ein einzelnes Halogenid als einziges Badbestandteil verwenden, aber im allgemeinen wird eine Kombination dieser Halogenide insoweit bevorzugt, als solche Kombinationen bei niedrigerer Temperatur als die Einzelsalze schmelzen. Beim Arbeiten mit einer Kombination der obengenannten Halogenide bietet es besondere Vorteile, dieselben in solchen Mengenanteilen zu vermischen, daß man ungefähr eine eutektische Zusammensetzung und dadurch Bäder mit geringem Schmelzpunkt erhält. So werden z. B. gute Ergebnisse mit einem eutektischen Gemisch aus 5 Molprozent Natriumchlorid, 40 Molprozent Kaliumchlorid und 55 Molprozent Lithiumchlorid erhalten, das bei etwa 345° C schmilzt. Beispiele für andere geeignete eutektische Gemische sind solche aus 48,5 Molprozent Natriumchlorid und 51,5 Molprozent Calciumchlorid (Schmelzpunkt 505° C) und aus 24 Molprozent Bariumehlorid, 35 Molprozent Natriumchlorid und 41 Molprozent Kaliumchlorid (Schmelzpunkt 552° C). Das Bad soll, wie bei allen anderen Verfahren zur Herstellung von Titan durch Schmelzflußelektrolyse, so wasserfrei wie möglich sein und aus hochreinen Salzen aufgebaut werden.
  • EinGehalt einer solchenSalzschmelze an niedrigerwertigen Titanionen, d. h. solchen, in denen das Titan in einer Wertigkeit von weniger als 4 vorliegt, ist nach einer Reihe von Methoden erzielbar. Zum Beispiel kann man von außen direkt Titandichlorid in das Bad einführen. Man kann das Titandichlorid andererseits auch im Bad in situ bilden, indem man feinzerteiltes metallisches Titan in. dem gesamten Bad dispergiert und dann Titantetrachlorid hindurchleitet, wobei sich durchReaktion zwischen dem metallischen Titan und dem Titantetrachlorid im Bad Titandichlorid bildet. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bietet es jedoch besondere Vorteile, den erforderlichen Gehalt des Bades an in niedriger Wertikeitsstufe vorliegendem Titan zu erzeugen, ohne daß die Gefahr eines Verlustes der Kontrolle über die Elektrolysierbedingungen auftritt, indem man Titantetrachlorid direkt in das Bad einführt und dabei die obengenannten Elektrolysierbedingungen aufrechterhält. Das Titandichlorid verleiht, unabhängig von seinem Ursprung, in einer Menge von mindestens etwa 0,1 Gewichtsprozent der Halogenidschmelze die Eigenschaft, rasch Titantetrachlorid aufzunehmen, wenn es mit dem Bad in Berührung gebracht wird.
  • Das Titantetrachlorid wird, mit oder ohne Trägergas, wie Argon, vorteilhaft direkt in die Salzschmelze eingeführt. Die Zeilenatmosphäre soll so unterteilt sein, daß der Raum, der sich über dem Badteil befindet, in welchen das Titantetrachlorid eingeführt wird, von dem Raum getrennt bleibt, der über dem Badteil liegt, aus welchem an der Anode Chlor entwickelt wird. Darüber hinaus wird die Zelle vorteilhaft dicht verschlossen, um eine Lenkung der Zellenatmosphäre zu ermöglichen.
  • Die Elektroden sollen aus einem Werkstoff aufgebaut sein, der keine Einführung von Fremdstoffen in die Salzschmelze ergibt: Man soll dementsprechend mit einer nichtmetallischen Anode, wie Graphit- oder Kohlenstoffanode, arbeiten; Graphit hat sich in der Praxis als vollständig geeignet erwiesen. Die Kathoden und Zellenwände werden zweckmäßig aus Nickel, vorzugsweise korrosionsbeständigen Nickellegierungen, hergestellt. Es hat sich gezeigt, daß diese Kathodenwerkstoffe bei der üblichen Zellentemperatur keinerlei bedeutende Verunreinigung des abgeschiedenen metallischen Titans ergeben; sie können in fester oder durchbrochener Form verwendet werden.
  • Die Anode und die Kathode sollen in der Salzschmelze so in bezug aufeinander angeordnet und so ausgebildet sein, daß (a) an der Anode entwickeltes Chlor in der Salzschmelze aufsteigt, ohne in den Teil derSchmelze einzutreten, der an die anodenferneKathodenfläche angrenzt, (b) der Teil der Salzschmelze, der zwischen der Anode und der anodennahen Kathodenfläche liegt, und der Teil der Salzschmelze, welcher an die anodenferne Kathodenfläche angrenzt, miteinander über eine Vielzahl von Durchlässen kommunizieren und (b) der Abstand zwischen der Anode und der anodennahen Kathodenfläche und damit der Widerstand des zwischen beiden befindlichen Bades genügend klein ist, um eine elektrolytisch herbeigeführte Erschöpfung der zwischen diesen Flächen befindlichen Schmelze an Titan zu ermöglichen.
  • Diese Bedingungen werden mit einer Reihe von Anordnungen von Anode und Kathode sichergestellt; in den Zeichnungen der genannten deutschen Patentschrift 1096 617 sind einige solcher Anordnungen gezeigt. Eine besonders bevorzugte Zellenausbildung zur Durchführung der Erfindung ist in der Zeichnung im Aufriß und zum Teil im Schnitt dargestellt.
  • Die geschlossene Zellel enthält die Salzschmelze2, in welche sich eine zylindrische Kathode erstreckt und vorzugsweise versenkt ist. Die Abscheidungskathode weist einen Teil 3 mit zylindrischer Seitenwand auf, der am unteren Ende mit einem undurchlässigen Boden 4 verschlossen, aber oben offen ist. Der Teil 3 ist vorteilhaft aus einem flächigen Material gefertigt, das mit großen Durchlochungen 5 versehen und an dem innen eine Verkleidung aus einem siebartigen Material 6 befestigt ist. Der undurchlässige Boden und die Teile der Seitenwand bestehen aus Blech einer korrosionsbeständigen Nickellegierung; das durchlässige Sieb 6 wird vorteilhaft aus einem Drahtsieb aus der gleichen Legierung aufgebaut, das in der einen Richtung 5,51 Maschen je Zentimeter und in der anderen Richtung 47,24 Maschen je Zentimeter aufweist. Zum Aufbau einer wirksamen Kathode können auch andere Drahtsiebe mit derart großer Maschenweite wie 3,15 Maschen je Zentimeter bis zu einer derartigen Feinheit wie kalandertem Filtertuch verwendet werden. Diese Abscheidungskathode ist an einem Tragestab 7 befestigt, der sich durch den Zellendeckel in die Zelle erstreckt und zum Anschluß einer Stromquelle dient. Der Kathodenaufbau umschließt somit einen Teil A der Salzbadschmelze 2.
  • Die Anodenanordnung ist mit einer Chlorhaube 8 aus Siliciumdioxyd versehen, die sich nach unten in den Teil 3 des Kathodenaufbaus erstreckt und in die Salzschmelze 2 eintaucht. Die Chlorhaube ist an einem Anodenfuß 9 aus Graphit befestigt, der öffnungen 10 aufweist und in den ein herabhängender Anodenteil 11 eingeschraubt ist. Die Öffnungen 10 erlauben den Austritt von Chlorgas von der in der Chlorhaube 8 befindlichen Badoberfläche in ein Chlorabführrohr 12, das sich durch den Zellendeckel erstreckt. Der Zellendeckel ist ferner mit einer Einlaßleitung 13 versehen, mit welcher Titantetrachlorid in den unteren Teil der Hauptmasse B der Salzschmelze 2 eingeführt werden kann.
  • In der Hauptmasse B der Salzschmelze ist eine gesonderte Hilfskathodenanordnung vorgesehen. Diese Anordnung besteht vorteilhaft aus einem zylindrischen Teil 14, das von einem stromleitenden Stab 15 getragen wird, der von außen durch den Zellendeckel hindurch nach innen geführt ist. Die eigentliche Hilfskathode weist vorzugsweise eine verhältnismäßig große Oberfläche auf. was in der Praxis dadurch erreicht wird, daß man den Teil 14 aus einem Drahtsieb aus 2,03-mm-Nickeldraht mit 1,6 Maschen je Zentimeter aufbaut. Man kann aber auch in wirksamer Weise die Hilfskathode aus anderem durchbrochenem leitfähigem Material aufbauen, solange die Öffnungen derselben nicht so fein sind, daß sie von kleinen Mengen Titanmetall verschlossen werden, die ungewollt im Betrieb der Zelle auf der Kathode abgeschieden werden. Wie oben erwähnt, eignet sich auch die glatte Zellenwand, sogar eine geriffelte Zellenwand als Hilfskathode.
  • Bei der oben beschriebenen Zellenausbildung tritt das an der Anode entwickelte Chlor von der Schmelzenoberfläche in den von der Chlorhaube 8 umschlossenen Raum C ein, in dem das entwickelte Chlor von der übrigen Zellenatmosphäre abgeschlossen ist. In oder durch den außerhalb dieses Raums gelegenen Teil D der Zellenatmosphäre kann Titantetrachiorid, mit oder ohne inertesTrägergas, wie Argon, eingeführt- werden. Das Titantetrachlorid wird dementsprechend von dem Teil B des Bades aufgenommen, so daß man es nur dem Badteil zusetzt, der mit der Hilfskathode und mit der anodenfernen Fläche der Abscheidungskathode in Kontakt steht. Der Teil A des Bades andererseits wird durch Lenkung der Elektrolysierbedingungen im wesentlichen vollständig an Titanionen erschöpft gehalten. Das nicht absorbierte Argon wird aus dem Raum D durch eine Auslaß-Leitung 16 im Zellendeckel abgezogen.
  • Zu den Elektrolysierbedingungen, welche sicherstellen, daß in dem Teil A der Salzschmelze zwischen der Anode und der dieser zugewandten Kathodenfläche eine Erschöpfung an Titan aufrechterhalten wird, gehört die Anwendung einer genügend hohen Spannung, um von dem Badteil A das in ihm enthaltene Titanchlorid im wesentlichen vollständig abzustreifen. Es hat sich gezeigt, daß die Polarisationsspannung eines gegebenen Zellenaufbaus, zwischen Anode und Kathode beim öffnen des äußeren Zellenstromkreises gemessen, bei einer Badtemperatur von etwa 550°C eine Größenordnung von etwa 2,6 V oder mehr hat, wenn aus dem Badteil A das Titanchlorid in wirksamer Weise entfernt wird und somit im wesentlichen nur die obengenannte eutektische Badzusammensetzung aus Lithium-, Natrium- und Kaliumchlorid zurückbleibt. Eine Polarisationsspannung unterhalb etwa 2,2 V zeigt bei dieser Zelle die Gegenwart von Titanchlorid in dem Badteil A an. Bei Überschreitung einer oberen Grenze von etwa 3,4 V in dieser Zelle, insbesondere bei Erreichung eines Wertes von etwa 3,5 V, beginnt eine Zersetzung der nichttitanhaltigen Badkomponenten, wie der Alkalichloride, aufzutreten. Es werden somit die Minimal- und Maximal-Polarisationsspannung von der Badzusammensetzung, der Elektrodenzusammensetzung, der Badtemperatur und der räumlichen Ausbildung der Zelle beeinflußt. Die Polarisationsspannung wird auf einem solchen Wert gehalten, daß in dem Badteil A die richtige Erschöpfung an Titanionen aufrechterhalten wird, indem man dieZellenspannung oder die Geschwindigkeit lenkt, mit welcher das Titantetrachlorid der Zelle zur Aufnahme durch die Salzschmelze zugeführt wird. Eine Messung der Polarisationsspannung in Abständen von 15 Minuten reicht im allgemeiner. aus, um die Polarisationsspannung bis auf etwa 1/1o V auf einem im wesentlichen gleichmäßigen Werthalten zu können.
  • Zu den Elektrolysierbedingungen, welche die Erzielung und Aufrechterhaltung der gewünschten Konzentration und relativen Mengenanteile an Titandichlorid und Titantrichlorid in dem Hauptteil B der Salzschmelze sicherstellen, gehört die Aufrechterhaltung im wesentlichen unterschiedlicher Stromdichten an der Abscheidungskathode und an der oder den Hilfskathode(n). An der Abscheidungskathode führt eine Polarisation zum Ansteigen der Potentialdifferenz zwischen Oberfläche und Bad bis zu dem Punkt, an dem eine Zersetzung des Titandichlorids unter elektrolytischer Reduktion zu Titanmetall auftritt. Das gleiche Ergebnis würde unter der Annahme, daß dieBadzusammensetzung in den an dieKathoden angrenzenden Zonen im wesentlichen gleich ist, an der Hilfskathode erreicht, wenn an dieser die gleiche Stromdichte überwiegen würde. Es hat sich jedoch gezeigt, daß man bei Aufrechterhaltung einer wesentlich geringeren Stromdichte an der Oberfläche der Hilfskathode an derselben eine elektrolytischekeduktion des Titantrichlorids zu Titandichlorid bewirken kann, ohne daß eine wesentliche Reduktion des Titandichlorids zu Titanmetall erfolgt. Durch Aufrechterhaltung einer geringeren Stromdichte an der Hilfskathode als an der Abscheidungskathode tritt also, wenn sich beide mit dem gleichen, niedrigerwertigen Titanchlorid enthaltenden Bad in Kontakt befinden, an der Hilfskathode eine geringere Polarisation auf, als sie zur Erhöhung der Potentialdifferenz zwischen Oberfläche und Bad auf den Wert erforderlich ist, bei welchem Titandichlorid zu Titanmetall reduziert wird. Dementsprechend bewirkt dieHilfskäthode eine Reduktion von Titantrichlorid zu Titandichlorid, wobei das ankommende Titantetrachlorid mit einem Teil des Titandichlorides unter Bildung von Titantrichlorid reagiert und der Rest des Titandichlorides an der Abscheidungskathode zu Titanmetall reduziert wird.
  • Der Unterschiedsbetrag zwischen derjenigen Potentialdifferenz zwischen Kathodenoberfläche und Bad, die zur Reduktion von Titandichlorid zu Titanmetall, und derjenigen, die zur Reduktion von Titantrichlorid zu Titandichlorid erforderlich ist, beträgt ungefähr 0,3 V. Wenn die an eine Zelle, die Titandichlorid und Titantrichlorid in geschmolzenen Alkalichloriden gelöst enthält, angelegte Spannung von einem anfänglichen niedrigen Wert erhöht wird, fließt kein wesentlicher Strom durch den Elektrolyt, bis das angelegte Potential ausreicht, um das Trichlorid zu Dichlorid und Chlor zu reduzieren. Danach nimmt der Strom mit Erhöhung des Potentials rasch zu. Die Zunahme des Stroms bei weiterer Erhöhung des angelegten Potentials ist zunächst nur durch den Ohmschen Widerstand des. Bades und der Zellenteile begrenzt. Bei weiterer Erhöhung des Stroms wird die Kathodenreaktion jedoch von der Geschwindigkeit beeinfiußt, mit welcher dreiwertige Titanionen zur Kathodenfläche diffundieren können. Der Strom ändert sich, nachdem er das Äquivalent der Geschwindigkeit erreicht hat, mit welcher dreiwertige Titanionen in die Kathodenschicht diffundieren, mit Zunahme des angelegten Potentials nur wenig, bis die Kathode genügend polarisiert ist, um die Reduktion des Dichlorids zu metallischem Titan zu erlauben. Über diesen Punkt hinaus nimmt der Strom wieder rasch mit dem angelegten Potential zu. Auf diese Weise braucht man zur Vermeidung einer Abscheidung einer wesentlichen Metallmenge auf der Hilfskathode nur ein Ansteigen des Polarisationspotentials auf einen Wert zu verhindern, der etwa 0,3 V über der Potentialdifferenz zwischen Oberfläche und Bad liegt, die zur Reduktion von Titantrichlorid zu Titandichlorid notwendig ist. Es ist nicht erforderlich, daß die Potentialdifferenz zwischen Oberfläche und Bad an der Hilfskathode um einen derart hohen Betrag wie 0,3 V unter derjenigen der Abscheidungskathode liegt.
  • In welchem Grad eine Polarisation auftritt, hängt unter anderem von der Konzentration des niedrigerwertigen Titanchlorides in dem an die Kathoden angrenzenden Badteil, den relativen Mengenanteilen dieser niedrigerwertigen Titanchloride (des Di- und des Trichlorides) und der Zusammensetzung der Kathoden, dem Wirkungsgrad, mit dem der an die Kathoden angrenzende Badteil umgewälzt wird, der Badtemperatur und der Höhe der Stromdichte an der Kathodenoberfläche ab. Durch diese vielen Variablen ist es nicht möglich, den Bereich der Stromdichten, welche an der Hilfskathode aufrechterhalten werden sollen, um den Polarisationsgrad und damit die Zellenlenkung zu erreichen, die für die Erfindung charakteristisch sind, numerisch anzugeben. Die erfindungsgemäß einzuhaltende Bedingung läßt sich dagegen in einfacher Weise definieren, daß man den Elektrolysierstrom so zwischen Abscheidungs- und Hilfskathoden verteilen muß, daß an diesen im wesentlichen unterschiedliche Stromdichten aufrechterhalten werden, wobei die niedrigere Stromdichte an der Hilfskathode überwiegt und einen Wert hat, der zu einer elektrolytischen Reduktion von Titantrichlorid zu Titandichlorid führt, aber nicht ausreicht, um eine solche Polarisation hervorzurufen, daß eine elektrolytische Reduktion von Titandichlorid zu metallischem Titan erfolgt. Die Reduktion von Titantrichlorid zu Titandichlorid kann bestimmt und überwacht werden, indem eine Probe der Hauptmasse B des Bades auf die durchschnittliche Titanwertigkeit analysiert wird, wobei ein Durchschnittswert von 2,5 bis 2,2 die richtige Lenkung der minimalen Polarisation anzeigt, die für die Durchführung der Erfindung erforderlich ist. Der Maximalwert des geeigneten-Polarisationsbereiches ist leicht an der Abscheidung von Titan auf der Hilfskathode erkennbar, wobei die Abscheidung von etwas Titan auf dieser Kathode nicht schädlich ist und in der Tat normalerweise auftritt, die Menge des in dieser Weise abgeschiedenen Titans aber nur einen kleinen Bruchteil, im allgemeinen nicht mehr als etwa 15 a/o der Menge betragen soll, die gleichzeitig an der Abscheidungskatbode gebildet wird.
  • Die Erfindung ist auch unter Verwendung mehrerer Abscheidungs- und mehrerer Hilfskathoden durchführbar. Man kann auch die Zellenwand als einzige Hilfskathode oder zusätzlich zu einer oder mehreren Hilfskathoden verwenden.
  • Die Verteilung des Elektrolysierstroms zwischen den Abscheidungs- und Hilfskathoden kann entweder durch Lenkung des Stroms außerhalb der Zelle und/ oder durch Wahl der Kathodenoberfläche erfolgen. Eine Lenkung durch die Kathodenoberfläche wird im allgemeinen bevorzugt. Zum Beispiel ergibt ein Drahtsieb für eine gegebene seitliche Fläche eine größere Bad-Kontaktoberfläche als eine glatte, nicht durchbrochene Fläche. Es hat sich gezeigt, daß in besonders zweckmäßiger Weise bei Verwendung einer gesonderten Hilfskathode diese aus einer oder mehreren Drahtgewebeschichten aufgebaut wird. Die größere Oberfläche dieses Siebes ermöglicht in Verbindung damit, daß eine solche Hilfskathode vorteilhaft außerhalb der Abscheidungskathode angeordnet wird und daher einen größeren Durchmesser als die zur Zeit bevorzugte zylindrische Abscheidungskathode aufweist, die notwendige Lenkung der relativen Stromdichten an Hilfs- und Abscheidungskathoden.
  • Für die Erfindung ist kennzeichnend, daß die Elektrolysezelle im Bad keine physikalische Sperre zwischen den Abscheidungs- und Hilfskathoden enthält. Die beiden Kathoden stehen somit durch das zwischen ihnen befindliche Bad in direkter Verbindung miteinander. Auf diese Weise kann man die Zusammensetzung des Bades an den in das Bad getauchten Abscheidungs- und Hilfskathoden im wesentlichen gleichmäßig halten. Die Gleichmäßigkeit der Badzusammensetzung wird durch das Fehlen einer physikalischen Sperre zwischen den Kathoden erleichtert, wodurch weiter Wärmekonvektionsströme ungehindert in der Hauptmasse B der Salzbadschmelze zirkulieren können. Eine weitere Umwälzung wird durch das Einleiten des Titantetrachlorides, allein oder in einem inerten Trägergas, wie Argon, ermöglicht. Eine stärkere Umwälzung kann auch mittels mechanischen Rührens erhalten werden.
  • Bei der in der Zeichnung gezeigten Ausführungsform wird zwar das Titantetrachlorid in das Bad an einer Stelle zwischen der Hilfs- und Abscheidungskathode eingeführt, aber die Lage dieses Einführungspunktes ist nicht wesentlich. So kann bei Durchführung der Erfindung das Titantetrachlorid auch in der Nähe der Hilfs- oder Abscheidungskathoden oder beider, in der Mitte zwischen diesen oder hinter der anodenfernen Oberfläche der Hilfskathode oder an einer entfernten Stelle eingeführt werden, wie einem gesonderten Teil der Salzschmelze, der sich außerhalb der Hauptmasse des Bades in einem angeschlossenen Behälterteil oder sogar in einem gesonderten Behälter befindet.
  • Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung. Beispiel 1 Eine rechteckige Zelle wird mit einer vorgetrockneten eutektischen Schmelze zum Teil gefüllt. Es werden zwei zylindrische Abscheidungskathoden aus einer korrosionsbeständigen Nickellegierung verwendet, deren Perforation 42% ihrer Wirkfläche beträgt und die mit einem feinmaschigen Sieb ausgekleidet und in Richtung der Hauptachse der rechteckigen Zelle im Abstand voneinander angeordnet sind. In jeder der Abscheidungskathoden ist in der Mitte ein Anodenstab aus Graphit vorgesehen.
  • Unter Verwendung von Argon als Träger wird Titantetrachlorid unter die Oberfläche der Schmelze eingeführt, wobei das Zuführungsrohr gegenüber einer der Abscheidungskathoden angeordnet ist. Die Badtemperatur wird während des Aufbaus der Konzentration an niedrigerwertigem Titanchlorid auf 600° C und während des stetigen Betriebs und der Abscheidung auf 550° C gehalten; die Gewinnung des metallischen Titans erfolgt bei 450° C. Im Verlaufe von 12¼ Stunden wird eine Konzentration an niedrigerwertigem Titanchlorid von 2,26% Titan bei einem Wertigkeitsdurchschnitt von 2,58 erzeugt, wobei durch die Zelle 1927 Ah geschickt und Titantetrachlorid in einer 1930 g Titan äquivalenten Menge in die Zeile eingeführt wird. In dieser Arbeitsstufe werden 43,4 % des Stroms der als Hilfskathode dienenden Zellenwand zugeführt; der Rest wird zwischen den beiden Abscheidungskathoden aufgeteilt. In den folgenden 403/4 Stunden stetigen Betriebs wird Titantetrachlorid in einer 4280 g Titan äquivalenten Menge mit einer Geschwindigkeit zugeführt, die, bezogen auf die theoretische Reduktion zu Metall, ungefähr dem Strom entspricht: von den in diesem Zeitraum zugeführten 9765 Ah gelangen 26,9 % zur Zellenwand. Die Wertigkeit fällt in den ersten 8 Stunden stetigen Betriebs auf 2,36 und bleibt für den Rest dieser Arbeitsstufe auf dieser Höhe. Nach Beendigung des stetigen Betriebs wird die Schmelze in 17 Stunden durch Zuführung von 2066 Ah zu den Abscheidungskathoden im wesentlichen von löslichem Titan abgestreift. Der Gesamtstrom wird konstant gehalten, bis eine Polarisationsspannung bei offenem Stromkreis von 3,2 V anzeigt, daß die Konzentration an niedrigerwertigem Titanchlorid niedrig ist. Der Strom wird dann allmählich verringert, um diese Polarisationsspannung aufrechtzuerhalten, und die Schmelze als vollständig elektrolytisch zersetzt betrachtet, wenn der Strom unterhalb 70 A gefallen ist. Während des Abscheidens wird der Zellenwand kein Strom zugeführt, da in Abwesenheit einer Titantetrachloridzufuhr keine Wertigkeitslenkung notwendig ist. Das Titan wird von den Abscheidungskathoden gewonnen, wobei man insgesamt 5830 g erhält. 4150 g hiervon haben eine Korngröße von mehr als 0,074 mm, sie ergeben nach dem Umschmelzen im Lichtbogen einen Rohblock von 106 kg/mm2 Brinellhärte. Obwohl 220% des Stroms der Zellenwand zugeführt werden, befinden sich nur 5,2% des gewonnenen Metalls nicht auf den Abscheidungskathoden.
  • Beispiel 2 Es wird der gleiche Zellenaufbau wie im Beispiel 1 mit der Ausnahme verwendet, daß das Titantetrachlorid in der Mitte zwischen den Abscheidungs- und Hilfskathoden zugeführt und eine gesonderte Hilfskathode verwendet wird, die von zwei Siebtüchern (aus 2,03-mm-Nickeldraht mit 1,6 Maschen je Zentimeter) gebildet wird. Das eine Sieb erstreckt sich in einem Abstand von 25 mm längs der gesamten Zellenwand, das andere hat die gleiche Ausdehnung, ist aber weiter innen in einem Abstand von 13 mm von diesem angeordnet. Der den Abscheidungskathoden zugeführte Strom wird gleichmäßig auf beide aufgeteilt. Der den Hilfskathoden (die einerseits von der Zellenwand und andererseits von den beiden Sieben gebildet werden) zugeführte Strom wird auf Grundlage der relativen Oberfläche aufgeteilt, wobei man ungefähr zwei Drittel den Netzen und ein Drittel der Zellenwand zuführt. Das Titantetrachlorid wird der Zelle im wesentlichen so rasch zugeführt, wie es die Schmelze während der Anfangsstadien des Konzentrationsaufbaus annimmt. Man hält den den Abscheidungskathoden zugeführten Strom in der Nähe des Minimums, mit dem eine gute Lenkung der Zelle möglich ist, bis eine Konzentration an niedrigerwertigem Titanchlorid von mehr als 2% Titan und ein Wertigkeitsdurchschnitt von weniger als 2,4 erreicht ist. Da das Titantetrachlorid in den Anfangsstadien des Konzentrationsaufbaus sehr rasch zugeführt wird, führt man am Ende dieser Arbeitsstufe in einer Zeitspanne von 13/4 Stunde den Strom ohne weitere Titantetrachloridzufuhr zu, um in bezug auf die theoretische Reduktion zu Ti Cl, ein Gleichgewicht zwischen Strom und Beschickung zu erreichen. Während dieses Stadiums sind, wie ein nur geringerer Abfall der Konzentration von 2,66 auf 2,59 % Titan bei einer Verringerung der durchschnittlichen Wertigkeit von 2,76 auf 2,45 zeigt, die elektrochemischen Vorgänge hauptsächlich auf die Reduktion von Ti Cl. zu Ti C12 beschränkt. Während des Konzentrationszeitraumes werdenden Hilfskathoden 830/0- des Stroms zugeführt.
  • .Während des stetigen Betriebs wird das Titantetrachlorid im wesentlichen in einer Menge zugeführt, die dem zugeführten Strom in bezug auf die theoretische Reduktion zu Metall entspricht. In den ersten 8 Stunden stetigen Betriebs wird die Stromverteilung aufrechterhalten, die für den letzten Teil der Aufbauphase beschrieben ist, um eine weitere Verringerung der Wertigkeit auf 2,33 zu erhalten. Während des Restes des stetigen Betriebs, bei dem 57% des Stroms den Abscheidungskathoden zugeführt werden, fällt die Wertigkeit langsamer auf 2,28. Die Abscheidung erfolgt im wesentlichen wie im Beispiel 1. Die genaue Stromverteilung bei dem gesamten Versuch zeigt die umseitige Tabelle.
  • Von den Abscheidungskathoden werden bei der vorstehenden Arbeitsweise 5390 g Titan gewonnen; 4949 g hiervon sind gröber als 0,074 mm und ergeben nach dem Umschmelzen im Lichtbogen einen Rohblock von 93 kg/mm2 Brinellhärte. Obwohl den Abscheidungskathoden nur 57% des Stroms zugeführt werden, erhält man von ihnen 921/o des insgesamt gewonnenen Metalls.
    Abscheidungskathoden (2) Hilfskathoden Zeitspanne (Zellenwand und Siebe) Ti C14-Beschickung
    Gesamtstrom, Strom, Strommenge, Strom, Strommenge,
    Mittel Mittel insgesamt Mittel insgesamt Menge Mol
    Stunden A A
    Ah A
    Ah cm/Stunde ie Faraday
    Konzentrationsaufbau
    1 90 25 25 65 65 600 1,6
    1 179 45 70 134 199 600 0,8
    1 271 60 130 211 410 800 0,7
    1 377 60 190 317 727 800 0,5
    23/4 395 60 355 335 1653 840 0,5
    11/4 402 60 430 342 2081 0 0
    Stetiger Betrieb
    8 398 60 910 338 4782 399 0,24
    16 1/2 405 231 4727 174 7651 406 0,24
    Abscheidung
    13 1/2 377 377 9812 0 7651 0 0
    2 1/2 118 118 10106 0 7651 0 0

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Titan durch Elektrolyse einer Titantrichlorid und Titandichlorid enthaltenden Halogenidschmelze zwischen einer Anode und einer Kathode, bei der Titantetrachlorid im wesentlichen kontinuierlich in den Teil des Bades eingeführt wird, der sich mit der anodenfernen Kathodenfläche in Kontakt befindet, und der zwischen der Anode und der anodennahen Kathodenfläche liegende Badteil im wesentlichen so an Titanionen erschöpft ist, daß das Titan hauptsächlich auf der anodenfernen Kathodenfläche abgeschieden wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch Zirkulation des im Kontakt mit der abgewandten Fläche der Abscheidungskathode stehenden Bades in allen seinen an die abgewandte Kathodenfläche und eine ebenfalls mit dem Bad in Kontakt stehende Hilfskathode angrenzenden Teilen eine im wesentlichen gleichmäßige Konzentration an Titantrichlorid und Titandichlorid aufrechterhalten und der Elektrolysierstrom zwischen den Abscheidungs- und Hilfskathoden so verteilt wird, daß an diesen im wesentlichen unterschiedliche Stromdichten aufrechterhalten werden, und zwar an der Hilfskathode eine solche Stromdichte, daß das Titantrichlorid im wesentlichen zu Titandichlorid reduziert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wertigkeit der Titanionen im Bad im Bereich von 2,5 bis 2,2 gehalten wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrolytische Reduktion des Titantrichlorids zum Titandichlorid so geführt wird, daß in den an die Abscheidungs-und Hilfskathoden angrenzenden Badteilen die durchschnittliche Wertigkeit des Titans auf 2,5 bis 2,2 gehalten wird und an der Hilfskathode unter 1501o der Gesamtmenge des gewonnenen Titans abgeschieden werden.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine in das Bad getauchte siebartig ausgebildete Hilfselektrode verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfskathode die Zellenwand und eine gesonderte siebartig ausgebildete, in das Bad getauchte Hilfskathode verwendet wird.
DEN16424A 1958-03-19 1959-03-18 Verfahren zur Herstellung von Titan durch Schmelzflusselektrolyse Pending DE1115033B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2007092398A3 (en) * 2006-02-06 2008-02-28 Du Pont Method for electrolytic production of titanium and other metal powders

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WO2007092398A3 (en) * 2006-02-06 2008-02-28 Du Pont Method for electrolytic production of titanium and other metal powders

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