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Handmikrophon mit eingebautem Schalter Es sind Handmikrophone für
elcktroakustische Geräte gebräuchlich, die mit einem oder mehreren eingebauten Schaltern
versehen sind. Diese Schalter haben nicht nur die Aufgabe, das Handmikrophon vom
Mikrophonbetrieb auf Wiedergabebetrieb umzuschalten, sondern sie haben auch noch
eine Vielzahl anderer Schaltaufgaben zum Steuern des elektroakustischen Gerätes,
z. B. eines Diktiergerätes, zu lösen.
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Es sind dies unter anderem: 1. Ein- und Ausschalten des Mikrophons,
2. Schalten des elektroakustischen Gerätes auf Aufnahmebereitschaft, 3. Schalten
des elektroakustischen Gerätes auf Aufnahmebetrieb, 4. Tonträgerrücklauf, 5. Schalten
des elektroakustischen Gerätes auf Wiedergabebetrieb, 6. Wiedergabestopp usw.
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Es ist bekannt, diese Schaltaufgaben mit lageempfindlichen Schaltern
im Innern des Handmikrophons zu lösen. Dabei treten mit der Vielzahl der auszuführenden
Schaltzustände erhebliche Schwierigkeiten auf. Je größer die Anzahl der vorgesehenen
Umschaltungen ist, um so begrenzter sind die zur Verfügung stehenden Winkelbereiche
für jeden Schaltzustand bezüglich Haltung des Handmikrophons. Damit werden dem Benutzer
bezüglich der Hantierung des Handmikrophons gewisse Beschränkungen auferlegt. Diese
Beschränkungen möglichst gering zu halten und zugleich ein möglichst fehlerfreies
automatisches Schalten der verschiedenen Funktionen des elektroakustischen Gerätes
sicherzustellen, ist Ziel der Erfindung. Als Lösung dieser Aufgabe werden eine grundsätzliche
Maßnahme und verschiedene auf ihr beruhende Ausführungen als vorteilhaft vorgeschlagen.
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Bei einem Handmikrophon mit einem oder mehreren eingebauten neigungsempfindlichen
Schaltern in Verbindung mit einem elektroakustischen Gerät, insbesondere einem Diktiergerät,
bei dem eine oder mehrere Funktionen des Gerätes oder des Mikrophons durch die neigungsempfindlichen
Schalter gesteuert werden, wird gemäß der Erfindung zugleich im Gerät oder in einem
besonderen Zusatzgerät, das auch im Mikrophon eingebaut sein kann, eine Schaltungsanordnung
vorgesehen, die eine oder mehrere Funktionen des Gerätes oder des Mikrophons in
an sich bekannter Weise in Abhängigkeit davon steuert, ob das Mikrophon besprochen
wird oder nicht. Eine solche Sprachsteuerung, wie sie nach der Erfindung zusätzlich
benutzt wird, ist eine an: sich bekannte Maßnahme, und dementsprechend stehen der
Ausführung der Erfindung auch keine besonderen Schwierigkeiten entgegen. Durch die
der Erfindung entsprechende gleichzeitige Anwendung an sich bekannter und bereits
vorgeschlagener Mittel werden besondere Vorteile wirksam, die mit-einzelnen dieser
Mittel allein nicht erreichbar sind. Das wichtigste Anwendungsgebiet der Erfindung
sind elektroakustische Diktiergeräte mit Handmikrophon. Gerade bei, diesen Geräten
ist nämlich einerseits eine--Mehrzahl von Funktionen mi schälten, und andererseits
wird =gerade bei diesen Geräten eine automatische Schaltung dieser Funktionen als
besonders günstig empfunden. Die weiteren Ausgestaltungen -der Erfindung richten
sich daher auch auf Handmikrophone in Verbindung mit elektroakustischen Diktiergeräten.
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Sowohl um die Kapazität des jeweils benutzten Tonträgers möglichst
gut auszunutzen wie auch um das Abschreiben eines Diktats zu vereinfachen, sind
automatische Sprachsteuerungen bei Diktiergeräten an sich schon benutzt worden,
und zwar derart, daß die Sprachsteuerung auf die Bewegung des Tonträgers einwirkt
und diesen in den Sprechpausen stillsetzt. Die bekannten Geräte dieser Art haben
aber den Nachteil, daß auch ein ungewolltes Inbetriebsetzen der Tonträgerbewegung
sehr leicht möglich ist. Bei einem Handmikrophon in Verbindung mit einem Diktiergerät
ermöglicht eine Weiterbildung der Erfindung die Vermeidung dieser Nachteile dadurch,
daß die Sprachsteuerung den Anlauf und die Stillsetzung des Tonträgers steuert und
zugleich ein neigungsabhängiger Schalter die Aufnahmebereitschaft nur bei bestimmter
Haltung des Mikrophons herstellt, indem er insbesondere bei einer Ablage des Mikrophons
auf
einer Unterlage entsprechender Neigung die Aufnahmebereitschaft
verhindert. Ohne den normalen Diktiervorgang zu behindern, wird bei einer solchen
Ausführung ein ungewolltes Inbetriebsetzen des Tonträgers mit ausreichender Sicherheit
vermieden, denn die Sprachsteuerung ist nur dann wirksam, wenn sich das Mikrophon
in der für das Diktat charakteristischen Haltung befindet. Insbesondere wird ein
Ansprechen der Sprachsteuerung auf Geräusche vermieden, wenn das Mikrophon aus der
Hand gelegt ist, wie es bei kürzeren Diktatpausen der Fall ist. Dadurch ist die
Aufzeichnung nachteiliger Pausen oder nicht zum Diktatgehöriger Zwischenbemerkungen
vermieden.
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Als besonders vorteilhaft erweist sich ein Handmikrophon in Verbindung
mit einem Diktiergerät, wenn gemäß der Erfindung mittels neigungsempfindlicher Schalter
den beiden Funktionen »Aufnahmebereitschaft« und »Wiedergabe« und gegebenenfalls
auch »Rücklauf« bestimmte unterschiedliche Neigungswinkelbereiche des Handmikrophons
zugeordnet sind und die Steuerung der Bewegung des Tonträgers über die Sprachsteuerung
nur bei gleichzeitiger Einschaltung der Funktion »Aufnahmebereitschaft« möglich
ist. Diese Ausführung geht davon aus, daß den Funktionen »Wiedergabe« und eventuell
auch »Rücklauf« sehr wohl unterschiedliche Neigungswinkelbereiche des Handmikrophons
zugeordnet werden können, ohne daß die davon abhängige automatische Schaltung zu
Fehlern führt, andererseits aber die Haltung des Mikrophons beim Diktieren während
kurzer Sprechpausen in der Regel nicht geändert wird und daher der Diktierhaltung
des Handmikrophons sehr wohl zwar die Funktion »Aufnahmebereitschaft«, aber nicht
die Funktion »Aufnahme« zugeordnet werden sollte. Erst die Sprachsteuerung bewirkt
den Übergang von »Aufnahmebereitschaft« zu »Aufnahme«, indem sie die Bewegung des
Tonträgers steuert. Die erforderlichen Umschaltungen der elektrischen Schaltungsanordnungen
werden also über die neigungsempfindlichen Schalter vorgenommen, während die Inbetriebsetzung
des Tonträgers über die Sprachsteuerung erfolgt. Bei »Wiedergabe« dagegen wird die
Bewegung des Tonträgers ohnehin von Hand gesteuert, wie dies üblich und auch vorteilhaft
ist.
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Durch die Anwendung der Erfindung ist es möglich, bei einem elektroakustischen
Gerät mit Handmikrophon alle erforderlichen Umschaltungen für die verschiedenen
Funktionen des Gerätes und/oder des Mikrophons automatisch, d. h. ohne Betätigung
von Hand, vorzunehmen, ohne daß es bei normalem Betrieb zuFehlschaltungen kommt.
DerBenutzerbraucht dabei. keine besondere Bedienungstechnik zu erlernen, und er
wird bei der Benutzung des Gerätes nicht durch erforderliche Bedienungsmaßnahmen
von seiner eigentlichen Aufgabe abgelenkt. Im. wesentlichen von an sich bekannten
Mitteln und Maßnahmen Gebrauch machend, begegnet die Erfindung bei ihrer Ausführung
keinen besonderen technischen Schwierigkeiten.