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Verfahren zur Herstellung eines microspheroidalen "Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Fließbett-Erack-Katalysators
Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines hochqualifizierten
microspheroidalen Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Fließbett-Crack-Katalysators.
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Es wurde früher versucht, trockene Stoffe in die Crack-Katalysatoren
einzuführen, wobei das Hauptgewicht auf Erniedrigung der Herstellungskosten und
Vermeidung von überhitzung während der Regeneration gelegt wurde, ohne dabei wesentliche
Eigenschaften des Crack-Katalysators ernstlich zu beeinträchtigen.
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Die Verwendung von Kaolin als Ersatz für einen Aluminiumoxyd-Katalysator
war bereits bekannt. Es war aber nur bekannt, Kaolin zu einem Siliziumdioxydgel
und nicht zu einem Aluminiumoxyd-Siliziumdioxyd-Gel zuzusetzen.
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Weiterhin war auch eine Methode zur Herstellung eines ähnlichen Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Katalysators
durch unabhängige Herstellung eines Siliziumdioxyd-Hydrogels und eines Aluminiumoxyd-Hydrosols
und Mischung der beiden Bestandteile und nachfolgende Trocknung bei etwa 120° C
bekannt, ohne daß jedoch hierbei der Zusatz von Kaolin eine Rolle gespielt hätte.
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Gleichfalls war schon die Zugabe von Kaolin zu einem Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Hydrogel
oder einem Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Aluminium-Hydrogel angeregt worden.
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Jedoch führt das einfache Mischen trockener Substanzen mit Hydrogelen
vor dem Trocknen zu einem Produkt mit einem übermäßigen Anteil an Feinstoffen und
schlechten Reibungseigenschaften, was auf ungleiche Schrumpfung während des Trocknens
zurückzuführen ist.
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Es ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung, einen im Handel verwendbaren
mierospheroidalen Fließ-Siliziumdioxyd-Aluminium-Crack-Katalysator herzustellen,
der wesentliche Mengen eines billigen Zusatzstoffes enthält, und eine gute Teilchengrößenverteilung,
vor allem gleiche Teilchenform aufweist, wobei der Zusatzstoff in inniger Verbindung
mit dem katalytischen Stoff steht, wodurch die Hitzeverteilung während des Kohlenstoffabbrennens
verbessert wird, was eine Verlängerung der Lebensdauer des Katalysators bewirkt.
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Es ist weiter Gegenstand der Erfindung, einen solchen Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Crack-Katalysator
herzustellen, in welchem der Katalysator und die zusätzlichen Komponenten nicht
zur Klassifizierung neigen, der wesentlich geringere Herstellungskosten als bisher
aufweist und der es ermöglicht, mehr Katalysator zu verwenden, wodurch die Metallverunreinigung
verringert und so die Trennung verbessert wird.
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Die Erfindung besteht darin, daß ein anorganischer Zusatzstoff in
einem Anteil zwischen 10 und 701/0, bezogen auf die gesamten ausgeglühten Feststoffe
des Endkatalysatorproduktes, mit einem aluminiumoxydreichen Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogel
innig gemischt und das Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogel und der feinverteilte
Zusatz in einem Grade verbunden werden, der dem durch Homogenisierung in einem Homogenisierungsventil
bei einem Druck zwischen 21 und 210 at -erhaltenen entspricht, und daß danach die
Mischung aus dem Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogel und dem Zusatzstoff sprühgetrocknet
wird, wobei die Zusatzkomponente vor dem Sprühtrocknen nicht mehr als 20,1/o an
Teilchen enthält, die gröber sind als 0,044. mm und die Hydrogelkomponente- vor
dem Sprühtrocknen
nicht mehr als 40% an Teilchen enthält, die gröber
sind als 0,044 mm.
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Die Mischung soll so erfolgen, daß im Endprodukt die Zusatzteilchen
mit dem Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Gel in direktem Kontakt sowie davon eingeschlossen
sind, was mikroskopisch nachgewiesen werden kann. Die Mischung kann durch mehrere
geeignete Mittel, wie z. B. Walzen, Mahlen z. B. mit einer Fitzmühle, Homogenisieren
oder durch Kombination aus diesen Mitteln erzielt werden.
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Unter einem aluminiumoxydreichen Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogel,
wie der Ausdruck hier verwendet wird, versteht man Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogele,
die zwischen 20 und 30% Aluminiumoxyd, bezogen auf das Trockengewicht des Hydrogels,
enthalten.
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Unter »ausgeglühten Feststoffen« versteht man den Feststoffgehalt
nach Ausglühen bei l000° C.
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Diese aluminiumoxydreichen Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogele
können nach mehreren geeigneten Verfahren hergestellt werden. Gemäß einer Methode
kann hydratisiertes Siliziumdioxyd aus einer verdünnten Lösung eines Alkalisilikates,
wie dem handelsüblichen Wasserglas, durch Ansäuern mit einer Mineralsäure, z. B.
Schwefelsäure, ausgefällt werden. Das ausgefällte, hydratisierte Siliziumdioxyd
kann dann in einer wäßrigen Lösung, die -ein Aluminiumsalz wie Aluminiumsulfat oder
Aluminiumnitrat enthält, suspendiert werden, und hydratisiertes Aluminiumoxyd kann
dann durch Zufügen einer basischen Verbindung, wie Ammoniak, auf dem hydratisierten
Siliziumdioxyd ausgefällt werden, wodurch sich eine Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Aufschlämmung
bildet. Einzelheiten dieses allgemeinen Verfahrens sind in der USA.-Patentschrift
2 701793 beschrieben.
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Eine andere geeignete Methode zur Herstellung eines Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogels
mit hohem Aluminiumoxydgehalt beruht auf einer genauen Steuerung der chemischen
Reaktion zwischen einem Alkalialuminat und Alaun in einer wäßrigen Suspension eines
vorher ausgefällten hydratisierten Siliziumdioxyds; durch eine solche genaue Steuerung
kann hydratisiertes Aluminiumoxyd niedergeschlagen werden und das suspendierte Siliziumdioxyd
überziehen und so ein zusammengesetztes gelatinöses Material bilden, aus dem unerwünschte
Alkalimetalle und andere wasserlösliche Salze leicht durch Waschen und Filtrieren
ohne größere Komplikationen entfernt werden können.
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Gleichgültig, welche Methode zur Herstellung des aluminiumoxydreichen
Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Materials angewandt wird, der wesentliche Punkt ist,
daß ein nahezu vollhydratisiertes Gel oder Hydrogel anstatt eines Xerogels oder
getrockneten Gels verwendet wird.
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Der anorganische trockene Zusatz, der zu dem Hydrogel gegeben wird,
kann entweder ein in bezug auf die katalytische Aktivität, verglichen mit dem Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Anteil
des Endkatalysatorproduktes, relativ inerter Stoff sein oder ein in bezug auf diese
Aktivität völlig inerter Stoff. Als Zusätze können feinverteilte anorganische Stoffe
auf Siliziumdioxydbasis, wie Siliziumdioxydmehl, verschiedene Tone, wie natürliche
oder uncalcinierte Kaolinerde, Fuller-Erde od. ä., verwendet werden. Vorzugsweise
sind diese Zusatzstoffe alalifrei. Bezüglich dieser Zusatzstoffe ist zu bemerken,
daß Siliziumdioxydmehl ein im wesentlichen inerter Zusatzstoff ist, während Kaolin
und Fuller-Erde, katalytisch gesprochen, etwas Aktivität besitzen.
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Diese Stoffe sollten eine durchschnittliche Teilchengröße von nicht
mehr als 20, vorzugsweise nicht mehr als 8 Mikron haben. Normalerweise sind die
handelsüblichen Zusätze bereits, bevor sie mit dem Hydrogel innig vereinigt werden,
so charakterisiert. Wenn nicht. können durch Homogenisierung oder andere geeignete
Mittel solche Teilchengrößen erhalten werden.
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Der Zusatz wird dem aluminiumoxydreichen Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogel
in Mengen. die zwischen 10 und 70, vorzugsweise zwischen 40 und 60 Gewichtsprozent
des Katalysatorendproduktes liegen, beigefügt, um eine optimale Wirkung zu erzielen.
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Der Zusatz kann einem filtrierten, gewaschenen und aufgeschlämmten
Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogel zugesetzt werden. Außerdem kann er einem homogenisierten
Hydrogel zugesetzt werden, wenn die Mischung nachher innig verbunden wird. So kann
im allgemeinen die Addition des Zusatzes zum Hydrogel irgendwann innerhalb des Verfahrens
stattfinden, solange der Zusatz und das Hydrogel in inniger Verbindung bei der Sprühtrocknung
sind.
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Es ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Erfindung, daß der Zusatzstoff
und das Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogel zur Erzielung eines geeigneten Katalysatorproduktes
miteinander in inniger Verbindung sein müssen.
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Es ist festgestellt worden, daß eine entsprechende innige Verbindung
erzielt werden kann durch Zerkleinern der Mischung von Zusatz und Hydrogel während
des Passierens eines Homogenisators, wie z. B. eines gewöhnlichen federgesteuerten
Homogenisierungsventils, oder durch Homogenisierung des Hydrogels und anschließender
inniger Verbindung mit dem Zusatz. In diesem Zusammenhang ist festgestellt worden,
daß der für die Erfindung nötige Assoziationsgrad zu definieren ist als der Betrag,
der durch Homogenisierung des hydratisierten Siliziumdioxyd-Aluminiumoxydes und
des Zusatzes in einem federgesteuerten Homogenisierungsventil bei einem Druck zwischen
21 und ungefähr 210 at und vorzugsweise einem Wert zwischen etwa 70 und 140 at erreicht
wird. Es soll erwähnt werden, daß Homogenisierung als Mittel zur Erzielung des gewünschten
innigen Assoziationsgrades rein beispielhaft erwähnt wird und jedes Mittel zur Erzielung
des gewünschten innigen Assoziationsgrades als völlig übereinstimmend mit dieser
Erfindung zu betrachten ist.
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Der Homogenisierungsgrad innerhalb der oben definierten Druckgrenzen
oder ähnlicher Mittel zur Erzielung der verlangten innigen Association kann durch
nasse Siebung der Hydrogelkomponente bestimmt werden und jede Homogenisierungs-
oder Zerkleinerungsmethode, die ein Hodrogel liefert, das nicht mehr als 40'%, vorzugsweise
nicht mehr als 30% von Teilchen enthält, die eine Größe über 0,044 mm haben, scheint
geeignet zu sein.
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Außer durch Verwendung eines Homogenisators kann Homogenisierung auch
durch Anwendung eines starken Düsendruckes während des Sprühtrocknens erzielt werden.
Wenn nach Verwendung des herkömmlichen Homogenisators Düsendrücke beim Sprühtrocknen
angewandt werden, sind der Druck über einem Ventil in at und der Düsendruck in at
additiv, und die Summe ist als der Homogenisierungsgrad
zu betrachten,
der entweder bei Anwendung des Homogenisierungsventils oder des Düsendruckes allein
erreicht würde.
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Nachdem der Zusatzstoff und das Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogel
innig vermischt sind, werden sie durch Besprühen der Mischung durch eine Düse oder
ein Sprührad im Kontakt mit heißen Gasen getrocknet. Solches Trocknen kann mit jedem
geeigneten Sprühtrockner, wie dem in der USA.-Patentschrift2 644 516 beschriebenen,
ausgeführt werden. Obwohl Gaseintrittstemperaturen bis zu 700° C verwendet werden
können, sind die Temperaturen des trocknenden Gases, das in die Sprühtrockenkammer
eintritt, vorzugsweise innerhalb eines Bereiches von 205 bis 540° C zu halten, so
daß das Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogel in inniger Assoziation mit dem umgebenden
Material in feste, teilweise dehydrierte, microspheroidale Gelteilchen umgewandelt
wird. Sprühtrocknen führt gewöhnlich zu einem Feuchtigkeitsgehalt, der zwischen
7 und 1.5"/o des sprühgetrockneten Produktes liegt.
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Der erfindungsgemäße Katalysator wird wie andere handelsüblicheSiliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Crack-Katalysatoren
in Fließbettumwandlungsverfahren verwendet, in welchen ein hochsiedender Erdölkohlenwasserstoff
zur Erzeugung von Benzin mit hoher Oktanzahl katalytisch gecrackt wird. In solchen
Verfahren befinden sich, wie jedem Fachmann bekannt ist, die Katalysatorteilchen
im Suspensionszustand in einem gasförmigen Strom von Kohlenwasserstoff und das Cracken
wird bei einer Temperatur, die zwischen 370 und 590° C, vorzugsweise zwischen 480
und 540° C, liegt, bewirkt.
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Die folgenden Beispiele sollen zur näheren Erläuterung der Erfindung
dienen. Alle hier angegebenen Teile und Prozentsätze beziehen sich auf das Gewicht,
wenn nicht anders vermerkt. Beispiel 1 Ein aluminiumoxydreicher Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogel-Filterkuchen
(25"/o Aluminiumoxyd, bezogen auf das Trockengewicht), hergestellt in Übereinstimmung
nach der USA.-Patentschrift 2 701793, der 10% Feststoff enthält, wurde zur Herstellung
einer Aufschlämmung mit 7,51/o Feststoffgehalt mit Wasser verdünnt.
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Langsam wurde ein Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Mehl, das eine durchschnittliche
Teilchengröße von weniger als 20 Mikron aufweist und durch nicht mehr als 10% Teilchen,
die gröber als 0,044 mm sind, charakterisiert ist, in eine zu den in der Aufschlämmung
vorliegenden Feststoffen äquivalente Menge gegeben. Während der Zugabe wurde gerührt.
Dann wurde genügend Wasser zugefügt, so daß der Gesamtteil an Feststoffen, d. h.
an Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogel und Siliziumdioxyd-Mehl, 12,5% gleichkam.
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Diese Aufschlämmung wurde während weiterer 15 Minuten fortlaufend
gemischt und durch ein Homogenisierungsventil bei einem Druck von 70 at getrieben
und bei einer Eingangstemperatur von 345°C und einem Düsendruck von 49 bis 70 at
sprühgetrocknet. Dieser Homogenisierungsgrad genügt, um zu erreichen, daß nicht
mehr als 40% der Hydrogelteilchen gröber als 0,044 mm sind.
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Das Endprodukt war ein microspheroidales Katalysatormaterial, das
50o/oSiliciumdioxyd-Mehl und 50% Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Katalysator in inniger
Vermischung enthielt.
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Beispiel 2 Ein aluminiumoxydreicher Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Filterkuehen
(25!1/o Aluminiumoxyd, bezogen auf das Trockengewicht) hergestellt in Übereinstimmung
nach der USA.- Patentschrift 2 701793, der 109/o Feststoffe enthält, wurde zur Herstellung
einer Aufschlämmung mit 7,5 % Feststoffgehalt mit Wasser verdünnt.
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Eine Menge von fein verteilter zur Papierherstellung geeigneter Kaolintonerde,
charkaterisiert durch eine Teilchengrößenverteilung, bei der weniger als 10 % der
Teilchen gröber als 0,044 mm sind und einer durchschnittlichen Teilchengröße von
weniger als 20 Mikron, wurde unter starkem Rühren langsam zu einer Aufschlämmung
gegeben. Dann wurde zu der Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Kaolin-Aufschlämmung genügend
Wasser gegeben, um einen Feststoffgehalt von 12,51/o zu erzielen. Für weitere 15
Minuten wurde fortwährend gemischt. Dünn wurde die Aufschlämmung bei einem Druck
von 70 at und unter Verwendung einer Eingangstemperatur von 345'C durch ein Homogenisierungsventil
getrieben und bei einem Düsendruck von 70 at sprühgetrocknet. Dieser Homogenisierungsgrad
genügt zum Nachweis, daß nicht mehr als 40% der Hydrogelteilchen gröber als 0,044
mm sind.
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Das Endprodukt war ein microspheroidales Katalysatormaterial, das
50019 Kaolin und 501/o Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Katalysator in inniger
Vermischung enthielt.
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Beispiel 3 Es wurde das im Beispiel 1 verwendete Verfahren ausgeführt
mit der Ausnahme, daß die Menge des zugesezten Siliziumdioxydmehles so groß war,
daß der Endkatalysator 30 % Siliziumdioxydmehl und 70°/o Siliziumdioxyd-Aluminiumdioxyd-Katalysator
in inniger Vermischung enthielt.
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Beispiel 4 Es wurde das gleiche Verfahren wie im Beispiel 1 ausgeführt
mit der Ausnahme, daß die zugesetzte Menge an Siliziumdioxydmehl so groß war, daß
der Endkatalysator 7011/o Siliziumdioxydmehl und 30 0/ o Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Katalysator
in inniger Vermischung enthielt.
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Obwohl eine höhere Sprühtrocknungstemperatur zur Erzielung einer verkürzten
Produktionszeit verwendet werden kann, ist in Übereinstimmung mit dieser Erfindung
eine Sprühtrocknung des innig vermischten Zusatzes und des Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Katalysatormaterials
bei einer Einlaßtemperatur zwischen 260 und 425° C vorzuziehen; es sei bemerkt,
daß höhere Eingangstemperaturen, z. B. 650° C, zu einem Bruch der einzelnen Teilchen
und daher zu einer unerwünschten Erzielung von Feinstoffen führt.
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Zum Vergleich des verbesserten Katalysators dieser Erfindung mit handelsüblichen
Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Crack-Katalysatoren ist die Tabelle angeführt.
| Beispiel Beispiel Beispiel Beispiel Katalysator Katalysator |
| 1 2 |
| 3 |
| 4 |
| A |
| B* |
| Aktivität |
| F ......................... 67 73 74 45 110 120 |
| S ..................... . ... 17 20 21 13 22 29 |
| C ......................... 50 - - - - 73 |
| Gas-Faktor |
| F ......................... 1,2 1,2 1,2 1,2 1,1 1,2 |
| S ......................... 1,2 1,3 1,1 1,2 1,1 1,2 |
| C ......................... 1,6 - - - - 1,8 |
| Kohlenstoff |
| F ......................... 1,4 1,4 1,5 1,7 1,2 1,4 |
| S ........:................ 1,4 1,4 1,3 1,2 1,2 1,4 |
| C-......................... 2,4 - - 2,6 |
| Kohlenstoff an Frischkatalysator, 0/0 8 10 9 6 14 18 |
| Scheinbares Schüttgewicht, g/ccm |
| F ......................... 0,52 46 0,44 0,51 0,47 0,47 |
| S ......................... 57 52 0,50 0,60 0,57 0,59 |
| Porenvolumen, ecm!g . . . .. . . . . . . . 0,46 0,58 0,34 0,72
0,70 0,70 |
| Oberfläche, m-/g ................ 260 344 350 160 570 . 496 |
| Gleiches Hydrogel wie für die Beispiele 1 bis 4. »American
Cyanamid Manual of Test Me- |
| thods for Synthetic Fluid Cracking Cata- |
| F = Frisch calciniert während 1 Stunde bei 590° C. lysts«,
1957. |
| S = 17 Stunden unter Wasserdampf von 750° C. C = Nach Verunreinigung
mit 0,10!o Ni. |
| Katalysator A = 13 % Aluminiumoxyd, Siliziumdioxyd-Alu- |
| Beschleunigter Test zur Stabilitätsbestimmung. Werte miniumoxyd-Katalysator. |
| registriert unter »S« sind gemessen nach 1stündiger Katalysator
B -- 25% Aluminiumoxyd, Siliziumdioxyd-Alu- |
| Operation in einer Crack-Einheit, entsprechend der miniumoxyd-Katalysator. |
Gasfaktoren, Kohlenstoffaktoren, scheinbares Schüttgewicht, Porenvolumen und Oberflächenumfang
wurden in übereinstimmung mit der obenerwähnten Cyanamidveröffentlichung bestimmt.
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Die obenstehende Tabelle illustriert, daß die mit Wasserdampf behandelten
Katalysatoren nach der vorliegenden Erfindung, die 50% Zusatz enthalten, sich der
Aktivität der mit Wasserdampf behandelten handelsüblich benutzten 13% aluminiumoxydhaltigen
Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Katalysatorennähern.
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Im einzelnen zeigt die Tabelle noch, daß nach vorliegender Erfindung
hergestellte Katalysatoren wesentlich geringere Anteile an Kohlenstoff in den frischen
Katalysatoren enthalten. Das Auftreten von relativ hohen Kohlenstoffwerten in den
bislang hergestellten Aluminiumoxyd-Katalysatoren, die sich in ihrer schnellen Desaktivierung
äußern (weniger beständige Aktivität), beruht auf stärkerem Ausbrennen und größerer
Gesamthitzeentwicklung während der Regeneration. In diesem Zusammenhang soll erwähnt
werden, daß durch Regeneration hervorgerufene schnelle Desaktivierung bei den augenblicklich
handelsüblichen Katalysatoren, in de: Hauptsache von der Unfähigkeit, die erzeugte
Hitze zu verteilen, herrührt. In dem Katalysator dieser Erfindung ist dieser Nachteil
wenigstens teilweise dadurch überwunden, daß die additive Komponente, die entweder
inaktiv oder relativ inaktiv ist, wesentliche Hitzebeträge aufnimmt und daher die
aktive Komponente nicht so schnell desaktiviert wird.
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Ein weiteres überraschendes Ergebnis, das die obenstehende Tabelle
zeigt., ist, daß selbst wenn die im Beispiel l und 2 beschriebenen Katalysatoren
50% Zusatz enthalten, die Aktivität am Anfang und nach Wasserdampfbehandlung, besonders
bei Kaolinzusatz mit über 501/o mehr als die des aluminiumoxydreichen Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Katalysatormaterials
beträgt.
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Ein weiterer unerwarteter Gesichtspunkt dieser Erfindung ist, daß
mit Nickel verunreinigte und vergiftete Katalysatoren dieser Erfindung Kohlenstoff-und
Gasfaktoren haben, die bedeutend niedriger sind als bei den handelsüblichen 251/9
Aluminiumoxyd enthaltenden Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Crack-Katalysatoren. Mit
Rücksicht auf die Tatsache, daß der erfindungsgemäße Katalysator, auf Gewichtsbasis
bezogen, nur die Hälfte der Anzahl von aktiven Stellen des Katalysators mit 25%
Aluminiumoxyd enthält, würde man erwarten, daß der Kohlenstoffaktor zweimal so groß
wie der eines aluminiumoxydreichen Katalysators wäre.
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Eine andere Ausführungsform des vorliegenden. Verfahrens besteht darin,
entweder den handelsüblichen Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Katalysator mit niedrigem
Aluminiumoxydgehalt, z. B. mit 13 % Aluminiumoxyd, zu modifizieren oder einfach
solche Katalysatoren an Stelle der modifizierten früher angegebenen Katalysatoren
zu verwenden. Was das erste Verfahren betrifft, so ist es klar, daß solche Änderung
des Katalysators mit niedrigem Aluminiumoxydgehalt um einen beträchtlichen Grad
zu einer relativ niedrigen Aktivität .eines solchen Katalysators führen würde, da
der Anteil an Aluminiumoxyd und so der darin enthaltenen katalytischen Stellen leicht
unter
einen zulässigen Wert herabsinken kann. Ferner würde ein besonderer und wichtiger
Vorteil dieser Erfindung verlorengehen. Dieser Vorteil besteht darin, daß bei der
Modifizierung eines aluminiumoxydreichen Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Fließ-Crack-Katalysatormaterials
ein Endkatalysatorprodukt auf leichte und billige Weise gebildet wird, das eine
annehmbare Anzahl von katalytisch aktiven Stellen besitzt.
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Wie betont wurde, weist der erfindungsgemäße Katalysator geringere
Herstellungskosten als vergleichbare Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Katalysatoren
aus zahlreichen ersichtlichen Gründen auf. So ist es zur Herstellung eines Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Hydrogels
mit hohem Aluminiumoxydgehalt nicht nötig, das Hydrogel zur Erzielung eines gewünschten
Alkalimetall- und Sulfatgehaltes, bezogen auf das Endkatalysatorprodukt, kräftig
zu waschen.
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Während die vorliegende Erfindung primär in Verbindung mit Siliziumdioxyd-Aluminiumoxyd-Katalysatoren
des aluminiumoxydreichen Typs, d. h. mit einem Gehalt von 25 Gewichtsprozent Aluminiumoxyd,
beschrieben wurde, können auch kleine Anteile anderer katalytisch wirksamer Stoffe,
wie z. B. Titandioxyd, Magnesiumoxyd, Boroxyd, in der erfindungsgemäßen Katalysatorzusammensetzung
für besondere Verwendungszwecke anwesend sein.