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DE1074791B - Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Crack-Katalysator sowie Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Crack-Katalysator sowie Verfahren zu seiner Herstellung

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Publication number
DE1074791B
DE1074791B DENDAT1074791D DE1074791DA DE1074791B DE 1074791 B DE1074791 B DE 1074791B DE NDAT1074791 D DENDAT1074791 D DE NDAT1074791D DE 1074791D A DE1074791D A DE 1074791DA DE 1074791 B DE1074791 B DE 1074791B
Authority
DE
Germany
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catalyst
silica
magnesium
catalysts
magnesia
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1074791D
Other languages
English (en)
Inventor
Cincinnati Ohio Charles P. Wilson jun. (V. St. A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WR Grace and Co
Original Assignee
WR Grace and Co
Publication date
Publication of DE1074791B publication Critical patent/DE1074791B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J21/00Catalysts comprising the elements, oxides, or hydroxides of magnesium, boron, aluminium, carbon, silicon, titanium, zirconium, or hafnium
    • B01J21/14Silica and magnesia
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J27/00Catalysts comprising the elements or compounds of halogens, sulfur, selenium, tellurium, phosphorus or nitrogen; Catalysts comprising carbon compounds
    • B01J27/06Halogens; Compounds thereof
    • B01J27/08Halides
    • B01J27/12Fluorides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Crack-Katalysator sowie Verfahren zu seiner Herstellung Die Erfindung betrifft einen Siliziumdioxyd-Magnesium-Crack-Katalysator sowie das Verfahren zu dessen Herstellung.
  • In der Literatur sind zahlreiche Methoden zur Herstellung von geeigneten Katalysatoren für Crackverfahren beschrieben. Es ist schon lange bekannt, daß synthetische poröse Festsubstanzen, die Siliziumdioxyd und ein Metalloxyd enthalten, wenn sie mit einem Erdöl bei erhöhten Temperaturen in Kontakt gebracht werden, niedrigersiedende Fraktionen an Kohlenwasserstoffen liefern. Die Eigenschaften solcher synthetischer Katalysatoren hängen sowohl von dem Metalloxyd als auch von der Methode, dies Metalloxyd mit dem Siliziumdioxyd zu vereinigen, ab. Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysatoren haben sich für das Crackverfahren als geeignet erwiesen. Die Verfahren zur Herstellung dieser Katalysatoren sind zahlreich, und nicht ein Katalysator gleicht in seinen Eigenschaften dem anderen. Es bestehen daher . schon lange Bestrebungen, einen in jeder Hinsicht ausgezeichneten Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysator herzustellen, da insbesondere mit diesem Katalysatortyp hohe Ausbeuten an Kohlenwasserstoffen erhalten werden, deren Siedepunkte in dem für Benzin charakteristischen Bereich liegen.
  • Die Güte des jeweiligen Katalysators wird je nach Leistung während des Crackverfahrens gemessen. Gute Katalysatoren lassen sich nur schwer abnutzen. Sie bilden während des Crackverfahrens nur eine kleine Menge an feinen Teilchen. Sie zeigen gute gleichmäßige Durchschnittsaktivität und hohe Stabilität gegenüber Dampf und Wärme. Derartige Katalysatoren sind durch Calcinierungsbehandlung, um oberflächlichen Kohlenstoffniederschlag zu entfernen, in einfacher Weise zu reaktivieren. Bislang ist es nicht gelungen, einen Katalysator herzustellen, der alle diese wünschenwerten Eigenschaften aufweist. Einige der Katalysatoren nutzen sich zwar nicht ab, jedoch weisen sie nur eine verhältnismäßig geringe Stabilität gegenüber Wärme und Dampf auf.
  • Andere Katalysatoren zeigen zwar eine ausgezeichnete initiale Aktivität. Wenn sie jedoch während der Verwendung bei Crackverfahren deaktiviert sind, kann man sie nicht in einfacher Weise reaktivieren. Keiner der bekannten Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysatoren weist eine gute thermische Stabilität auf.
  • Bei der Herstellung eines Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysators werden komplexe Siliziumdioxyd-Sauerstoff-Magnesium-Strukturkombinationen, die vom theoretischen Standpunkt bis jetzt noch nicht völlig ergründet worden sind, gebildet. Die Verfahren zur Herstellung dieser Katalysatoren sind im allgemeinen ähnlich, die dabei erhaltenen Produkte dagegen überraschend unähnlich.
  • Es ist schon bekannt, die Herstellung von Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysatoren mit der Bildung von Siliziumdioxydgel zu beginnen. So kann z. B. ein Alkalisilikat, wie Natriumsilikat, mit einer Mineralsäure, wie Schwefelsäure, in Siliziumdioxydhydrogel übergeführt werden. Gewöhnlich wird dieses Hydrogel frei von Verunreinigungen von Alkaliionen gewaschen und dann in irgendeiner Weise mit Magnesium vereinigt. Der Waschvorgang vor der Vereinigung mit Magnesium weist einige Schwierigkeiten auf, da kleine semikolloidale Teilchen das Filtertuch während des Verfahrens verstopfen können.
  • Die Mischung dieses gewaschenen Hydrogels erfolgt bei dem Granulieren mit Magnesiumoxyd und Wasser.
  • Das Granulat wird in einer Kolloidmühle homogenisiert und die erhaltene Mischung 24 bis 72 Stunden bei erhöhter Temperatur gealtert. Nach einem anderen bekannten Herstellungsverfahren schlämmt man das gewaschene Hydrogel mit Magnesiumoxyd und Wasser auf. Die Aufschlämmung führt man in ein Gel über, das man trocknet und für den nachfolgenden Gebrauch aktiviert. Derartige allgemeine Herstellungsverfahren geben zwar Anregungen, jedoch keinesfalls eine Lehre, Katalysatoren zu entwickeln, die geeignet sind, die eigentlichen Probleme des modernen katalytischen Crackverfahrens zu lösen.
  • Zwei der Hauptforderungen, die an einen Crack-Katalysator gestellt werden, sind eine gute gleichmäßige Durchschnittsaktivität und eine gute Selektivität. Die Aktivität ist ein Maß der Crackfähigkeit. Mit anderen Worten : Sie bezieht sich auf die Quantität der-Kohlenwasserstoffe, die während des Crackverfahrens gespalten werden. Die SeIektivität ist ein Maßstab der Qualität.
  • Damit werden die Kohlenwasserstofftypen bestimmt, die von der Crackeinheit erzeugt werden. Die Selektivität wird gewöhnlich in dem Kohlenstoff und dem Gasfaktor ausgedriickt. Diese so genannten Faktoren stellen tatsächliche Verhältnisse dar. Mit ihnen wird die relative Menge von Koks und gasförmigem Kohlenwasserstoff, die während des Gebrauchs eines Testkatalysators ge bildet werden, mit der Menge dieser selben Produkte verglichen, die während des Gebrauchs eines Standardkatalysators gebildet werden. Diese Ausdrücke werden im Zusammenhang mit der nachfolgenden Diskussion genauer definiert.
  • Während eines normalen Crackverfahrens wird der Katalysator mit Erdöl bei einer Temperatur von 315 bis 593° C in Berührung gebracht. Während dieses Verfahrens schlägt sich etwas von dem gebildeten Kohlenstoff auf der Katalysatoroberfiäche nieder, wodurch seine Aktivität herabgesetzt wird. Um einen Katalysator zu reaktivieren, werden gewöhnlich diese Kohlenstoffniederschläge calciniert oder abgebrannt. Eine erfolgreiche Reaktivierung hängt von dem Porenvolumen, dem Porendurchmesser und bis zu einem gewissen Ausmaß von dem Abnutzungswiderstand eines gegebenen Katalysators ab.
  • Der Kohlenstoffniederschlag und die Beschaffenheit der Katalysatorporen stehen in engem Zusammenhang miteinander. Katalysatoren mit engen Porenstrukturen (die durch das Porenvolumen und den Porendurchmesser definiert werden) können eine beträchtliche initiale Aktivität ausüben, jedoch ihre Aktivität ist nur kurzlebig. Der Kohlenstoffniederschlag blockiert oder verschließt teilweise die Porenöffnungen, und die Katalysatoraktivität nimmt entsprechend ab.
  • Verfahren, um die Porengröße von Siliziumdioxydgel zu lenken, sind bekannt. So ist es beispielsweise eine lang geübte Praxis, Siliziumdioxydhydrogel einen bis mehrere Tage bei erhöhten Temperaturen bis zu 100° C zu behandeln, um die Porenöffnungen zu vergrößern. Eine ähnliche allgemeine Praxis besteht darin, das Wasser in dem Hydrogel durch ein organisches Lösungsmittel zu ersetzen und das Lösungsmittel bei im wesentlichen atmosphärischen Bedingungen zu verdampfen.
  • In den letzten Jahren ist versucht worden, durch Einarbeitung einer geringen Menge an Fluor oder Fluoriden in einen Katalysator verbesserte Katalysatoren herzustellen. Augenscheinlich sind so behandelte Katalysatoren leichter durch Calcinieren zu reaktivieren. Zur Herstellung eines solchen Katalysators wird ein saures Siliziumdioxydsol bereitet, dem dann Fluorwasserstoffsaure oder ein Alkalifluorid zugefügt wird, Gewisse andere Fluor enthaltende Katalysatoren werden durch Mischen von Siliziumdioxyd-Tonerde, Aluminiumfluolid, Magnesiumoxyd und Magnesiumfluorid hergestellt. Es ist festgestellt worden, daß Fluorwasserstoff-oder Fluorkieselsaure den frischen Katalysatoren zugesetzt werden können, um ihre Aktivität zu verbessern. Jedoch solche Verbesserungen sind nicht von Dauer, weil das Fluorid während der Crackprozesse verdampft.
  • Die Herstellung eines Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysators mit einer geeigneten Volumendichte stellte lange Zeit ein schwieriges Problem dar. Allgemein war gefunden worden, daß bislang Katalysatoren mit geringer Dichte keine physikalische Festigkeit aufwiesen, während solche hoher Dichte sich nur schlecht regenerieren ließen.
  • Es sind verschiedene Methoden vorgeschlagen worden, um diese unerwünschten Eigenschaften zu vermeiden, indem man die Dichte des Katalysators mittels einer Hitzebehandlung zum Zwecke der Alterung vor dem Trocknen genau regelt. Es ist beispielsweise vorgeschlagen worden, die Siliziumdioxydhydrogelkügelchen in Gegenwart von Ammoniumcarbonat mit Magnesiumhydroxyd zu vermischen. Der dabei gebildete Silizium- dioxyd-Magnesiumoxyd-Komplex wird etwa 6 Stunden bei 93°C behandelt, um die Volumendichte des Produktes wirksam zu erhöhen. Solch ein Produkt scheint eine niedrige Feinteiligkeit und starke physikalische Festigkeit aufzuweisen, jedoch es weist eine etwas verminderte Aktivität auf.
  • Nach dem bekannten Verfahren der USA.-Patentschrift 2 685 569 von Nicholson und Wilson wird ein Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysator durch Vermischen eines Siliziumdioxydgels mit einem kolloidalen Magnesiumoxyd-Magnesiumchlorid-Komplex hergestellt. Die Hydration des Magnesiumoxyds verursacht ein Anschwellen der Poren des Materials. Bei dem erhaltenen Katalysator läßt sich der Kohlenstoff sehr leicht verbrennen, wodurch die Reaktivierung des Katalysators erleichtert wird. Er weist jedoch eine etwas begrenzte thermische Stabilität auf.
  • Zusammenfassend kann festgestellt werden : Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysatoren sind bekannt. Wünschenswerte Eigenschaften, wie eine gute gleichmäßige Durchschnittsaktivität, gute Dampfstabilität, stabile Porenstruktur und ein gutes Regenerierungsvermögen, sind von Zeit zu Zeit einzeln als Charakteristikum eines Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysators beobachtet worden. Jedoch es soll darauf hingewiesen werden, daß nicht einer der Katalysatoren alle diese wünschenswerten Merkmale besessen hat. Aus diesen Gründen sind Siliziumdioxyd-Magnesiumdioxyd-Katalysatoren bislang mit den Siliziumdioxyd-Tonerde-Katalysatoren auf dem Gebiet des katalytischen Crackverfahrens nicht in Konkurrenz getreten.
  • Die Erfindung betrifft neue Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysatoren, die alle die aufgezählten wünschenswerten Merkmale besitzen und außerdem thermisch stabil sind. Diese Katalysatoren zeichnen sich ferner dadurch aus, daß sie höhere Ausbeuten an hochoctanigen Kohlenwasserstoffprodukten liefern, die in dem Bereich des Benzins sieden.
  • Die Katalysatoren gemäß der Erfindung bestehen aus 60 bis 79, 5 °/0 Siliziumdioxyd, 20 bis 35 01, Magnesiumoxyd und 0, 5 bis 5, 0°/0 unlöslichem gebundenem Fluor. Sie weisen eine kompakte Dichte von 0, 40 bis 0, 88 g/cm3 und einen Oberflächenbereich von mindestens 207 m2/g auf und besitzen nach einer 3stündigen Behandlung bei 843° C eine Aktivität von 25) >D-)-L « (D + L « =)) Distillate plus Loss (9).
  • Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur HerstellungderartigerSiliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Crack-Katalysatoren unter Verwendung eines Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplexes, der durch Umsetzung einer kolloidalen Dispersion einer komplexen Magnesiumoxydverbindung mit einer hydratisierten Siliziumoxydverbindung erhalten worden ist, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplex in einer wäßrigen, freie Magnesiumionen enthaltenden Aufschlämmung dispergiert wird, wobei der Gehalt an freien Magnesiuniionen erhöht wird, die Festteilchen von der Aufschlämmung abgetrennt, in einer gelöstes Fluor enthaltenden Lösung wieder aufgeschlämmt werden, deren Fluorkonzentration genügend hoch ist, um den Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplex mit Fluor zu imprägnieren, so daß der Fluorgehalt in dem Endkatalysator 0, 5 bis 5, 0 Gewichtsprozent beträgt, und die erhaltene Zusammensetzung in bekannter Weise gewaschen und getrocknet wird.
  • Die initiale Verfahrensstufe zur Herstellung des neuen Katalysators besteht darin, eine kolloidale Dispersion von hydratisiertem Magnesiumoxyd und Magnesiumsalz innig mit einem Siliziumdioxydbydrogel in Berührung zu bringen.
  • Das gemäß Erfindung verwendete Siliziumdioxydgel kann nach den üblichen Verfahren hergestellt werden.
  • Man kann ein Alkalisilikat, wie Natriumsilikat, verwenden. Natriumsilikat mit einem Siliziumdioxyd-Natriumoxyd-Verhältnis von etwa 3, 3 : 1 und. einem SiO2-Gehalt von 5 bis 10 Gewichtsprozent ist geeignet.
  • Die Siliziumdioxydgelbildung setzt ein, wenn das Natriumsilikat mit einer Mineralsäure, wie Schwefelsäure, in Berührung gebracht wird. Andere starke Säuren, wie H Cl, haben sich als adäquat erwiesen. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, das Natriumsilikat in zwei Stufen zu neutralisieren.. So wird z. B. Natriumsilikat mit einer solchen Menge SchwefeIsäure in Berührung gebracht, daß sich eine Hydrogelstruktur bildet, in welcher das restliche, nicht neutralisierte Natriumsilikat getragen wird.
  • Nach einer kurzen Zeit fügt man weitere Schwefelsäure zu, um bis zu etwa 80 0/, oder mehr des Natriumsilikats zu neutralisieren. Bei der Herstellung des neuen Katalysators hat es sich als zweckmäßig erwiesen, mit alkalischen Hydrogelen zu arbeiten, obgleich das Verfahren der Erfindung nicht auf diese Gele beschränkt ist. Im allgemeinen ist es vorteilhaft, die partielle Neutralisation mit Natriumsilikat vor dem Mischen mit der kolloidalen hydratisierten Magnesiumoxysalzverbindung zu vervollständigen, wie weiter unten beschrieben ist. Während der Gelierung hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Gelteilchen beständig zu dispergieren. Ein hochdispergiertes Siliziumdioxydgel zeigt eher dazu, eine chemische Kombination mit dem Magnesiumkomplex einzugehen. Die partielle Neutralisation erleichtert die Dispersion der Gelteilchen, indem die sofortige Bildung eines festen Gels vermieden wird.
  • Die Ausgangsmaterialien zurHerstellung derkolloidalen Dispersion von hydratisiertem Magnesiumoxyd und Magnesiumsalz sind nicht begrenzt. Nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 2 685 569 von Nicholson und Wilson wird vorgeschlagen, solch eine kolloidale Dispersion durch Mischen von Magnesiumsalzen mit Magnesiumoxyd herzustellen. Das für das Verfahren der Erfindung geeignete Magnesiumoxyd kann aus vielen Ausgangsmaterialien erhalten werden (z. B. Magnesit, Dolomit oder Magnesiumsalze, die aus Seewasser gewonnen sind). Es hat sich im allgemeinen als wahr erwiesen, daß die Quelleigenschaften des Magnesiumoxyds, wenn es mit Lösungen von Magnesiumsalzen gemischt wird, von der ursprünglichen (natürlichen oder synthetischen) physikalischen und chemischen Zusammensetzung des Rohmaterials sowie dem physikalischen Zustand und Reinheitsgrad des calcinierten Magnesiumoxyds abhängt.
  • Für das Verfahren der Erfindung ist es vorteilhaft, eine kolloidale Dispersion von Magnesiumsulfat und Magnesiumoxyd zu benutzen.
  • Zur Herstellung des kolloidalen Komplexes wird eine Menge von geeignetem Magnesiumoxyd (MgO) schnell zu einer Lösung von Magnesiumsulfat zugefügt. Die Dispersion dieses Komplexes ist wichtig, da beigleichmäßiger Dispersion eine aktivere Form des Magnesiums für die nachfolgende Kombination mit dem Siliziumdioxydgel gebildet wird.
  • Um eine möglichst gute Regelung der Dispersion der kolloidalen Teilchen während der Hydration des Magnesiumoxysulfats zu gewährleisten, sollte darauf geachtet werden, daß beim Mischen des Magnesiumoxyds mit der Magnesiumsulfatlösung ein zu früher Zusatz von überschüssigen Wassermengen zu dem Mischvorgang vermieden wird. Wenn in diesem Stadium überschüssiges Wasser zugefügt wird, beginnt die gelatinöse Masse zu brechen, und freies Wasser scheidet sich ab. Eine wirksame Regelung dieses Mischvorganges hängt auch von einer sorgfältigen Regelung der Reaktionstemperatur und einem kontinuierlichen Rühren des kolloidalen Komplexes ab. Im allgemeinen wird bei hohen Temperaturen ein größerer Dispersionsgrad erreicht. Vorzugsweise wird die Temperatur unterhalb von 60°C gehalten und gründlich gerührt, um eine gleichmäßige kolloidale Dispersion zu erhalten. Wenn die Mischung beginnt, dick zu werden, fügt man weiteres Wasser hinzu, um ein Festwerden zu verhindern. Bei dem Wasserzusatz kann eine Dispersion der Masse aufrechterhalten und eine Verfestigung sowie Klumpenbildung vermiden werden.
  • Das Verhältnis von Magnesiumoxyd zu Magnesiumsulfat kann in der bevorzugten Mischung innerhalb weiter Grenzen variieren. Es hat sich für die Durchführung in der Praxis als zweckmäßig enviesen, zunächst eine Dispersion herzustellen, deren Verhältnis von Magnesiumoxyd zu Magnesiumsulfat etwa 5 : 1 beträgt (was dem entspricht, das in der USA.-Patentschrift 2 685 569 beschrieben ist). Wenn die Tendenz, dick zu werden, im wesentlichen nachgelassen hat, fügt man zusätzliches Magnesiumoxyd zusammen mit mehr Wasser hinza, als benötigt wird, um das Dickwerden zu verhindern. Bei Anwendung dieser Technik kann das Verhältnis von Magnesiumoxyd zu Magnesiumsulfat eventuell auf etwa 8 : 1 oder noch hocher erhöht werden.
  • Die Konzentration der anfänglichen Magnesiumsulfatlösung und die Menge an zusätzlichem Wasser, um die Viskosität während der stufenweisen Herstellung der kolloidalen Dispersion zu regeln, kann entsprechend dem für das Verfahren ausgewählten Magnesiumoxyd und den Zusätzen, die für den Endkatalysator gewünscht werden, variiert werden.
  • An dieser Stelle soll auf das Maß der Variation hingewiesen werden, das in dem Endkatalysator durch eine geregelte Einstellung der Herstellungsbedingungen des Siliziumdioxydgels und Magnesiumoxysalzkomplexes erreicht werden kann. Obgleich der Bereich der Auswahl in starkem Maße variieren kann, können auch gleichmäßige Katalysatoren hergestellt werden, indem man die veränderlichen Faktoren bei der Herstellung genau regelt.
  • Aus den von dem Stand der Technik bekannten Untersuchungen ergibt sich die Notwendigkeit eines großen Porenvolumens und eines großen Durchmessers, um eine leichte Verbrennung des Kohlenstoffs zu erzielen. Es hat sich als notwendig erwiesen, die Porengröße des Siliziumdioxydgels in der Herstellungsstufe vor dem Zusatz des Magnesiumoxyds-Magnesiumsalz-Komplexes zu regeln.
  • Es hat sich auch herausgestellt, daß es zweckmäßig sein kann, die Porengröße des Magnesiumoxyds in der kolloidalen Dispersion zu regeln. Es ist allgemein bekannt, dal3 durch hohe Temperaturen und durch Alterung während der Herstellung des Siliziumdioxydgels die Porengröße des Gels vergrößert werden kann. Es ist weiter gefunden worden, daß man eine sehr wünschenswerte Porenstruktur erhalten kann, indem man die Temperatur während der Gelbildungsstufe so regelt, daß sie etwa 26 bis 60°C betragt. Durch die stufenweise Neutralisation des Natriumsilikats wird eine frei meßende Gelasse erhalten, die sich sehr gut für einen Aufschlämmungsprozeß eignet. Die Hydration des Magnesiumoxyds während der Bildung der kolloidalen Magnesiumoxysalzdispersion ermöglicht es, während der Dispersion eine große Porenstruktur der Teilchen zu erzielen.
  • Die Regelung des Porendurchmessers und des Porenvolumes des Siliziumdioxyds ist von großer Wichtigkeit, da das Siliziumdioxyd in größerer Menge in dem gemäß Erfindung erhaltenen Katalysator vorhanden ist.
  • Der Magnesiumoxysalzkomplex wird für etwa die Zeit von einer Stunde nach seiner Bildung auf einer Temperatur, die etwas unterhalb von 65°C liegt, gehalten.
  • Durch ein kontinuierliches Rühren wird der Komplex in guter Dispersion gehalten und eine Koagulation vermieden. Der PH-Wert der koloidalen Dispersion beträgt an diesem Punkt etwa 8, 8 oder etwas weniger.
  • Das kolloidale komplexe Magnesiumoxysulfat und das nicht gewaschene alkalische Siliziumdioxydgel werden miteinander vermischt, wobei sich eine gelatinöse Masse bildet, die vermutlich ein komplexes Magnesiumsilikat ist. Beim Vermischen von Magnesiumoxysulfat mit dem alkalischen Gel, das im wesentlichen durch Natrumionen verunreinigt ist, erzielt man einen in zweifacher Hinsicht günstigen Effekt : 1. reagieren die freien Natriumionen und die Sulfationen (die vorzugsweise in leichtem Überschuß vorhanden sind) miteinander unter Bildung des löslichen Natriumsulfats, das abgezogen und von dem der Siliziumdioxyd-Magnesium-Komplex freigewaschen werden kann ; so können durch einen einfachen Kunstgriff die Natriumionen aus der Komplexmischung entfernt werden ; es ist bekannt, daß diese Ionen auf den Endkatalysator eine nachteilige Wirkung ausüben ; 2. begünstigt die Affinität der Natrium-und Sulfationen die sehr wünschenswerte Wechselwirkung des Siliziumdioxyds mit der kolloidalen Dispersion von Magnesiumoxysulfat. Es muß jedoch darauf geachtet werden, daß eine Umkehrung der Bildungsreaktion des Magnesiumoxysulfatkomplexes vermieden wird.
  • Durch eine schnelle Wechselwirkung zwischen dem Siliziumdioxyd und dem Oxysulfat kann solche Umkehrung verhindert werden.
  • Das Mengenverhältnis von Siliziumdioxydgel und Magnesiumoxysulfatkomplex ist so gehalten, daß der Endkatalysator nahezu 20 bis 35°/0 MgO enthält. Durch sorgfältige Regelung der Magnesiumsulfatmenge in dem Komplex wird erreicht, daß genügend Sulfationen verfügbar sind, um mit den freien Alkaliionen in dem Siliziumdioxydgel zu reagieren.
  • Die den Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplex enthaltende Aufschlämmung wird kurze Zeit unter Rühren auf Raumtemperatur gehalten, dann filtriert man sie, um das lösliche Natriumsulfat zu entfernen. Nach der Filtration wird der Komplex wieder in wäßriger Lösung aufgeschlämmt, die entweder ein Magnesiumsalz, wie Magnesiumsulfat, Schwefelsäure, oder Ammoniumsulfat enthält, Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat es sich als zweckmäßig erwiesen, ein Magnesiumsalz oder eine Verbindung zu verwenden, die zu diesem Zweck Magnesiumionen liefert. Es soll darauf hingewiesen werden, daß während der Wiederaufschlämmung ein Überschuß an Wasser vermieden werden soll, um eine bessere Integration zwischen den Magnesiumionen und dem Silikat zu erzielen. Die Wiederaufschlämmung erleichtert die Entfernung unerwünschter Verunreinigungen und dient außerdem dazu, den Ph-Wert der Mischung herabzusetzen. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, den pH-Wert des Komplexes unterhalb von 8, 6 zu halten. Ein stöchiometrischer Überschuß an Sulfationen (oder anderen Anionen), mit Bezug auf die freien Alkaliionen, ist wichtig, um die Bildung von unlöslichem Natriumnuorid während der nachfolgenden Fluoridzugabe (die weiter unten beschrieben wird) zu unterdrücken.
  • Die Erfahrung hat gezeigt, daß eine kurze Alterungsperiode bei erhöhter Temperatur von etwa 60 bis 65°C wichtig ist, damit der Endkatalysator die geforderten Eigenschaften enthält. Vorzugsweise wird diese Alterungsperiode auf 2 bis 3 Stunden begrenzt, um einen Katalysator zu erhalten, der eine kompakte Dichte von 0, 48 bis 0, 53 gícm3 erhält. Damit soll nicht zum Ausdruck gebracht werden, daß das Verfahren der Erfindung auf die Herstellung eines Katalysators so geringer Dichte beschränkt ist. So kann z. B. ein Katalysator mittlerer Dichte, d. h. dessen Dichte 0, 48 bis 0, 59 g/cm3 beträgt, bei einer Alterung von 3 bis 41/2 Stunden erhalten werden.
  • Übersteigt die Alterungsperiode 41/a Stunden, so werden Katalysatoren höherer Dichte (0, 59 g/cm3) erhalten.
  • Es soll daraut hingewiesen werden, daß diese spezifischen Werte für die Volumendichte nur für eine bestimmte Ausführungsform der Erfindung Gültigkeit haben. Mit anderen Worten: sie stellen Abweichungen dar, die durch Änderung der Alterungszeit des Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplexes erhalten werden können, wenn alle anderen Bedingungen des Verfahrens konstant gehalten werden. Die Volumendichte des Endkatalysators hängt auch von der Natur des Siliziumdioxydgels, den Gelbildungsbedingungen und dem Gehalt an Festteilchen der Zuspeisung zu dem Sprühtrockner ab.
  • Die Veränderung in der Teilchendichte (die durch einen Wechsel in der kompakten Dichte zum Ausdruck kommt) kann durch Komplexbildung während des Alterungsvorganges verursacht sein. Es muß Sorge dafür getragen werden, die Alterungszeit zu überwachen, da der Porendurchmesser im umgekehrten Verhältnis zu der Volumendichte steht. Eine nicht überwachte Alterung hat nach vorbekannten Untersuchungen zu einem Verlust an Magnesiumionen, die für den Endkatalysator zur Verfügung stehen, geführt. In dem Verfahren der Erfindung wird eine solche Neigung dadurch aufgefangen, daß man mit der Zugabe von Magnesiumsalz während der Wiederaufschlämmungsstufe freie Magnesiumionen zur Verfügung stellt. Der px-Wert der Komplexaufschlämmung wird unterhalb von 8, 3 gehalten.
  • Nach dem Alterungsvorgang wird die Aufschlämmung ohne Kühlung filtriert. Anschließend dispergiert man den Filterkuchen in Wasser, wobei sich eine dicke Aufschlämmung bildet. Dieser Aufschlämmung fügt man eine Menge einer Lösung zu, die gelöstes Fluor in solcher Konzentration enthält, daß sie ausreicht, um den Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysator mit Fluor zu imprägnieren, so daß der Katalysator 0, 5 bis 5, 0 Gewichtsprozent Fluor enthält. Nach der bevorzugten Durchführungsform des Verfahrens der Erfindung wird Fluorwasserstofflösung verwendet. Jedoch diese Maßnahme soll keine Begrenzung darstellen. Man kann jedes lösliche Fluorid, das vorzugsweise mit Magnesiumionen ein unlösliches Salz bildet, so daß es in der Masse nach dem Waschen zurückgehalten wird, verwenden. Die Verwendung eines löslichen Fluorids gestattet eine maximale Dispersion der Fluoridionen in der Katalysatormasse, bevor die chemische Reaktion einsetzt. Für diesen Zweck sind H2SiF6, (NH4) 2SiF6, NH4F und NH4HF2 geeignet.
  • Die Fluorwasserstoffsäure wird möglichst in genügender wäßriger Verdünnung angewandt, um das Rauchen zu überwachen.
  • Vorzugsweise wird das Fluor an diesem Punkt in die Masse eingearbeitet, um eine bessere Dispersion zu erzielen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß Versuche, ein lösliches Fluorid vor der Entfernung eines Teiles der freien Alkaliionen zuzufügen, zu der Bildung von unlöslichem Natriumfluorid in der Katalysatormasse führt. Die Alkaliionen werden so in dem Endkatalysator zurückgehalten. Die Anwesenheit einer solchen Verunreinigung in dem Endkatalysator kann nicht gutgeheißen werden.
  • Durch die Einarbeitung des Fluorids in den Katalysator wird die Struktur für das Arbeiten bei höheren Temperaturen stabilisielt. Es ist auch anzunehmen, daß mit der Anwesenheit von Fluor in der Katalysatormasse eine Verbesserung des Octanbetrages der während des Crackvorganges erzeugten Benzinfraktion erzielt wird.
  • Überschüssiges Wasser soll während der Bildung dieser Aufschlämmung vermieden werden, um eine Zersetzung des Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplexes zu verhindern. Die Aufschlämmurg kann dann in der üblichen Weise sprühgetrocknet werden. Aus wirtschaftlichen Gründen (z. B. Verwendung von Gas, erforderliche Temperatur des Reaktionsgefäßes usw.) ist es wünschenswert, in der Zuspeisung zu dem Sprühtrockner einen maximalen Gehalt an Feststoffen zu haben. Nach der Sprühtrocknung wird die katalytische Masse gewaschen, um Na20 und Sulfationen, die vorhanden sein können, zu entfernen. Unter überwachten Bedingungen kann eine Ammoniumsulfatwäsche für diesen Zweck vorteilhaft sein. Man muß jedoch darauf achten, daß keine Magnesiumionen entfernt werden. Eine Basenaustauscherbehandlung mit Magnesiumsulfat ist ebenfalls geeignet.
  • Die katalytische Masse wird wieder getrocknet und kann aktiviert werden, wenn notwendig, um schließlich den Endkatalysator zu geben. Eine Veränderung der Trocknungsbedingungen und der Aktivierung hat einigen Einfluß auf die Abnutzung des Katalysators. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, daß die Bedingungen beim Sprühtrocknen die Eigenschaften des Endkatalysators in einem sehr viel stärkeren Maße beeinflussen als die Endtrockenbedingungen.
  • An Hand nachfolgender Beispiele soll das Verfahren der Erfindung veranschaulicht werden.
  • Beispiel 1 Eine Probe des neuen Katalysators wurde für Untersuchungszwecke nach folgendem Verfahren hergestellt : 36 cm3 Na2SiOs-Lösung (Verhältnis vonSiliziumdioxyd zu Natrium gleich 3, 3 : 1 ; Gehalt an Na20 gleich 35, 5g/l) wurden mit 11, 9 cm3 7%iger H2SO4 in Berührung gebracht. Die Reaktionstemperatur wurde auf 32°C gehalten. Nach 30 Minuten setzte Gelbildung ein. Der pH-Wert der teilweise gelierten Masse betrug zu diesem Zeitpunkt 10, 7. Nach 10 Minuten fügte man 9, 9 cm3 weiterer 7%iger H2SO4 hinzu, um etwa 80°/o des vorhandenen Na20 zu neutralisieren. Der PH-Wert betrug an diesem Punkt 10, 2. Während des Gelvorganges wurden die Gelteilchen durch kontinuierliches Rühren dispergiert.
  • Außerdem wurde eine Zentrifugalpumpe verwendet, um die gelierte Masse erneut zu zirkulieren, um eine vollständigere Dispersion zu erzielen. Das Hydrogel ließ man 1 Stunde altern unter kontinuierlichem Zirkulieren bei einer sorgfältig kontrollierten Temperatur von 32P C. Der pH-Wert der Masse stieg nach und nach von 9, 5 auf 9, 8.
  • GleichIaufend mit der Siliziumdioxydgelherstellung wurde ein Magnesiumoxysulfatkomplex hergestellt, indem man schnelI 1 g eines geeigneten Magnesiumoxyds (95 0/0 gehen durch ein Sieb mit 128 Maschen pro cm3) zu 3 cm3 einer wäßrigen Magnesiumsulfatlosung (1, 6 spezifisches Gewicht) bei 60°C unter kontinuierlichem Rühren hinzufügte. Ein Teil der Mischung wurde noch einmal zirkuliert, um die Bildung einer gleichmäßigen kolloidalen Dispersion zu gewährleisten. Als die Mischung dick zu werden begann, wurden 7 cm3 Wasser bei 6G'C zugefiigt, um eine Verfestigung zu verhindern. Nachdem die Tendenz, dick zu werden, im wesentlichen, nachgelassen hatte, fügte man 400g weiteres MgO zusammen mit weiteren 2500cm3 Wasser hinzu. Die kolloidale Dispersion ließ man 1 Stunde unter kontinuierlichem Rühren altern. Der pH-Wert der Mischung betrug 8, 8.
  • Dann mischte man die kolloidale Magnesiumoxysulfatdispersion mit dem zuvor hergestellten Siliziumdioxydgel bei Raumtemperatur. Die Mischung hielt man 1 Stunde unter kontinuierlichem Rühren bei einem pH-Wert von 9, 0. Dann filtrierte man die Aufschlämmung, um den Silizittrmdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplex zu isolieren.
  • Der den Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplex enthaltende Filterkuchen wurde erneut in 15 cm3 einer wäßrigen MgSO4-Lösung von 5°Be aufgeschlämmt. Der pH-Wert dieser Aufschlämmung betrug 8, 55. Die Temperatur der Aufschlämmung erhöhte man auf 60 bis 65°C, auf welcher Temperatur man sie sorgfältig 2 1/2 Stunden unter konstantem Rühren hielt. Der pH-Wert betrug nach der Alterung etwa 8, 2. Die Aufschlämmung filtrierte man, ohne zu kühlen.
  • Den Filterkuchen dispergierte man in 5000 cm3 Wasser, wobei sich eine dicke Aufschlämmung bildete, der man 240 g einer 50%igen HF-Lösung zufügte. Der PE-Wert der Aufschlämmung betrug an diesem Punkt 7, 8. Die fluorhaltige Masse wurde dann sprühgetrocknet und das dabei erhaltene Produkt mit Ammoniumsulfat gewaschen, um die Na20-und S O4-Ionen zu entfernen. Dann trocknete man die katalytische Masse und reaktivierte sie, um den Endkatalysator herzustellen. Dieser Katalysator wird weiter unten als Testprobe A bezeichnet. Seine katalytischen Eigenschaften sind in Tabelle I aufgeführt.
  • Die Testprobe A hat folgende katalytische Daten : MgO 26, 21% ; F 1, 43% ; Na2O 0, 0210/o ; S04 0, 34°/0.
  • Beispiel 2 Das im Beispiel 1 beschriebene Verfahren wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß die mit der 5° Bé-Magnesiumsulfatlösung und dem Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplex gebildete Aufschlämmung 4 Stunden bei erhöhter Temperatur gehalten wurde. Der pH-Wert nach der Fluorzusatzstufe betrug 7, 7. Die nachfolgenden Sprühtrocknungs-, Wasch-, Trocknungs-und Aktivierungsstufen wurden genau in der im Beispiel I beschriebenen Weise wiederholt. Dieser Katalysator wird weiter unten als Testprobe B bezeichnet. Testprobe B hat folgende katalytische Daten : MgO 25, 71°/0 ; F 1, 46% ; Na20 0, 024°/o ; S04 0, 26°/o.
  • Beispiel 3 Das gesamte im Beispiell beschriebene Verfahren wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß die mit 5°Be-Magnesiumsulfatlösung und dem Silizinmdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplex gebildete Aufschlämmung 4% Stunden bei erhöhter Temperatur gehalten wurde.
  • Der PH-Wert betrug nach der Fluorzugabestufe 7, 7. Die nachfolgenden Sprühtrocknungs-, Wasch-, Trocknungs-und Aktivierungsstufen wurden alle genau in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise wiederholt. Der Katalysator wird weiter unten als Testprobe C bezeichnet.
  • Die Testprobe C hat folgende katalytische Daten : MgO 25, 53% ; Fl, 45% ; Na, 0 0, 018% ; SO4 0,36%.
  • Beispiel 4 Das gesamte im Beispiell beschriebene Verfahren wurde mit der einen Ausnahme wiederholt, daß die mit 5°Be-Magnesiumsulfatlösung und den Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplex gebildete Aufschlämmung 51/2 Stunden bei erhöhter Temperatur gehalten wurde.
  • Der pH-Wert betrug nach dem Fluorzusatz 7, 6. Die nachfolgenden Sprühtrocknungs-, Wasch-, Trocknungs-und Aktivierungsstufen wurden genau in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise wiederholt. Dieser Katalysator wird weiter unten als Testprobe D bezeichnet.
  • Testprobe D hat folgende katalytische Daten : MgO 25, 96% ; Fl, 59% ; Na20 0, 016°/0 ; SO, 0, 15%.
  • Die Daten der Teilchengröße der vier Testproben sind in Tabelle I aufgeführt. Es soll darauf hingewiesen werden, daß die Größe der Mikrokügelchen dann von Bedeutung ist, wenn die Bildung eines Wirbelbettkatalysators beabsichtigt ist. Beste Wirkung wird erreicht, wenn die Teilchengröße zwischen 30 und 90 Mikron beträgt. Jedoch das Verfahren der Erfindung ist nicht auf die Herstellung eines Wirbelbettkatalysators begrenzt. Der gemäß Erfindung erhältliche Katalysator kann in Kügelchen oder Pillenform oder als gemahlenes Produkt hergestellt werden.
  • Tabelle I
    A B C D
    Mikrongröße
    0 bis 20 ............. 2, 5 1, 5 1, 2 1, 1
    20 bis 40. 7, 5 7, 5 6, 8 5, 9
    40 bis 80 56, 0 52, 0 54, 0 43, 0
    plus 80............... 34, 0 39, 0 38, 0 50, 0
    durchschnittliche Teilchen-
    74 74 74 73, 8 81
    Die mit dem gemäß Erfindung erhaltenen Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysator erzielte Verbesserung wird in überzeugender Weise durch die Vergleicbsdaten der Tabelle II veranschaulicht. Tabelle II stellt eine Wertbestimmung der wichtigen Eigenschaften des Crackkatalysators dar. Diese Tabelle gibt Vergleichsdaten zwischen den gemäß Erfindung erhaltenen Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysatoren (Testproben A, B, C und D), einem handelsüblichen Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysator und zwei Siliziumdioxyd-Tonerde-Katalysatoren im handelsüblichen Maßstab, von denen der eine 13 °/, A12 03 und der andere 25 °/0 A12 03 in Kombination mit Siliziumdioxyd enthält. Der handelsübliche Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysator enthält 30 °/0 Magnesiumoxyd und etwa 70 °/0 Siliziumdioxyd.
  • Es wurde nach dem bekannten Verfahren von Ahlberg, Baral und Tongue (vgl. USA.-Patentschrift 2 680 100) hergestellt. Diese sieben Katalysatoren sind bezüglich ihrer Aktivität, Selektivität, Obernächengröße, Porenvolumen, durchschnittlichem Porendurchmesser, Abnutzungsindex und kompakten Dichte verglichen.
  • Die festgesetzten Aktivitäts- und Selektivitätsstandarde von »Distillate Plus Loss « (D + L) Kohlenstoffaktor und Gasfaktor sind als Maßstab für die Katalysatorleistung verwendet. Die »D + L« eines Katalysators wird durch einen Standardtest, der in Petroleum Refiner, Juni 1952, und von Ivey Veltman beschrieben ist, bestimmt. Kurz berichtet, ein Light-East-Texas-Gas-Oil-Rohmaterialwird mit dem Testkatalysator bei 455°C gecrackt. Bei einer Volumengeschwindigkeit von 0,6 Volumen Öl pro Volumen Katalysator pro Stunde und atmosphärischem Druck werden in einer Standard-Apparatur 100 cm3 des Flüssigkeitsproduktes destilliert. Die bei 205° C destillierende Benzinmenge wird als das Destillat oder D und der Rest mit R bezeichnet. Der Wert 100- (D + R) wird ) >Loss « (Verlust) oder L genannt. Die Summe von D + L ist ein Kriterium für die Katalysatoraktivität. Sie variiert von etwa 10 bis 20 für deaktivierte Katalysatoren bis zu etwa 25 bis 50 für reaktivierte oder frische Crackkatalysatoren.
  • Unter Kohlenstoffaktor versteht man das Verhältnis von Kohlenstoff, der mit dem Testkatalysator produziert wird, zu jenem, der von einem nicht verunreinigten Siliziumdioxyd-Tonerde-Katalysator, der mit Dampf-oder Hitzebehandlung auf dieselbe Aktivität eingestellt ist, erzeugt wird. Sein Wert beträgt bei frischen Kataly- satoren weniger als 1, 0 und bei gebrauchten Katalysatoren etwa 1, 5 bis 2, 0 oder mehr. Das Verhältnis von trockenem Gas- (Kubikfuß/t bol), das von dem Testkatalysator produziert wird, zu dem trockenen Gas, das von einem nicht verunreinigten Katalysator derselben Aktivitat erzeugt wird, wird Gaserzeugungs-oder Gasfaktor genannt. Beide, der Gasfaktor und der Kohlenstoffaktor, dienen dazu, um die Selektivität des Katalysators zu messen. Niedrige Gasfaktoren und niedrige Kohlenstofffaktoren sind ein Kriterium für bessere Katalysatoren.
  • Die Dampfstabilität von Katalysatoren wird durch eine 3 Stunden-währende Vorbehandlung bei 677°G in Abwesenheit von Dampf, die von einer 24 Stunden währenden Dampfbehandlung bei 566° C und einem Druck von 4, 22 kg/cm2 gefolgt ist, bestimmt. Nach der Dampfbehandlung wird der Katalysator auf seine Aktivität geprüft.
  • Die thermische Stabilität des Katalysators wird in der Weise bestimmt, daß man den Katalysator 3 Stunden bei einer spezifischen Temperatur calciniert (thermisch vorbehandelt) und anschließend den Aktivitätstest vornimmt. Die thermische Stabilität der vier Katalysatortypen (wie sie in Tabelle II aufgeführt sind) wurde bei 538, 732 und 843°C bestimmt.
  • Ein überzeugender Test für die Stabilitätsbestimmung eines Katalysators stellt die 24stiindige Dampfbehandlung bei 566°C dar, wonach anschließend der Katalysator einem Crackzyklus und danach einer 3stündigen thermischen Behandlung bei 732° C unterworfen wird. Anschließend prüft man den Katalysator auf seine Aktivität.
  • Die Vergleichsdaten dieses Dampf-Hitze-Tests sind in Tabelle II für jede Probe des gemäß Erfindung erhältlichen Katalysators (A bis D), den-handelsiiblichen Silizium-Magnesiumoxyd-Katalysator und den 25 °/o A1203 aufweisenden Siliziumdioxyd-Tonerde-Katalysator aufgeführt.
  • Die vergleichenden Wirkungen von erhöhter Temperatur und Dampf auf den Oberflächenbereich, das Porenvolumen und den durchschnittlichen Durchmesser der Katalysatoren sind auch in Tabelle II aufgeführt.
  • Der Oberflächenbereich, der Porendurchmesser und das Porenvolumen wurden nach der üblichen Methode von Brunauer-Emmet-Teller bestimmt, die die isotherme Stickstoffadsorption bei fliissiger Stickstofftemperatur umfaßt mit der Ausnahme der Porenvolumendaten für die Katalysatoren gemäß Erfindung.
  • Diese Daten wurden nach der vergleichbaren Luft-Permeabilitätsmethode (vgl. T. C. Carmen, J. Soc. of Chem. Ind., Bd. 57, 1938, S. 225 bis 234) erhalten.
  • Alle Katalysatoren wurden auf Abnutzungswiderstandsfähigkeit nach der Aktivierung mittels des Standardtestes, der als der CAE-Roller-Test bekannt ist, untersucht, wonach eine Katalysatorprobe der Einwirkung von strömender Luft innerhalb einer bestimmten Zeit unter sehr eng begrenzten Bedingungen unterworfen ist.
  • Durch Analyse vor und nach der Abnutzungsbehandlung wird die Große des Katalysators festgestellt, um die Zunahme des Teiles des Katalysators zu bezeichnen, dessen Teilchengröße zwischen 0 und 20 Mikron beträgt. Der Abnutzungsindex ist als prozentuale Zunahme des Materials von einer Größe zwischen 0 und 20 Mikron ausgedrückt und läßt sich durch folgende Formel wiedergeben : °/0 0 bis 20 nach Abnutzung-0/, 0 bis 20 vor Abnutzung Abnutzungsindex= %- (- 20 ursprünghch vorhandenes Material Die kompakte (Volumen) Dichte wurde fur jeden Katalysator in der nachfolgend beschriebenen Weise bestimmt.
  • Ein Teil des Katalysators wurde 3 Stunden bei 677° C aktiviert, 100 g der Katalysatorprobe ausgewogen und die feststehende Charge der Teilchen verteilt, indem man die Probe auf eine trockene-Oberflache fiir 1/2 Stunde ausbreitete. Die Probe'wurde in einen 250-cm3-MeB-zylinder gegeben und der Zylinder so lange geschüttelt, bis sein Inhalt ein konstantes Volumen erreichte. Dann wurde die Dichte des Endvolumens des Katalysators bestimmt.
  • Katalytische Eigenschaften
    Katalysatoren des Handels
    Testproben Silizium-Silizium-Silizium-
    dioxyd-dioxyd-dioxyd-
    A B C D Magne-Tonerde Tonerde
    130/0 25010
    siumoxyd a
    Aktivität : D + L
    538° 39, 3 46, 7--53 60, 2 52, 9
    732° C......... 47, 8 49, 0--58 58, 0 51, 1
    843° C..................... 33, 6 34, 9 32, 1 28, 7 2 51, 6 47, 3
    Dampf bei 566° C........ 38, 8 37, 3 37, 8 38, 2 44 31, 8 35, 3
    Dampf-Hitze........... 6 46, 5 44, 7 44, 4--34, 9
    Selektivität
    Kohlenstoffaktor
    538° 1, 06 1, 0--0, 7 0, 8 0, 8
    732° C............. 0, 80 0, 85--0, 5 0,8 0, 8
    843° C........... 0, 62 0, 72 0, 91 1, 05-0, 8 1, 0
    Dampf bei 566° C.... 0, 78 0, 73 1, 01 1, 04 0, 8 1, 0 1, 0
    Dampf-Hitze......... 0, 89 0, 78 0, 78 1, 05--0, 96
    Gasfaktor
    538° 0, 87 0, 64--0, 9 1, 0 1, 2
    732° C....... 0, 63 0, 77--0, 7 0, 8 1, 0
    843° C...................... 0, 77 0, 71 0, 74 0, 82-0, 9 1, 0
    Dampf bei 566° C......... 0, 59 0, 82 0, 70 0, 88 0, 9 1, 0 1, 0
    Dampf-Hitze.............. 0, 77 0, 80 0, 77 0, 76--0, 87
    Oberflächenbereich, m2/g
    677° C................... 490 507 493 502 541 504 354
    843° C................... 246 232 224 207 15 360 283
    Dampf bei 566° C........ 448 452--451 148 174
    Porenvulomen, cm3/g
    677° 0, 77 0, 64 0, 56 0, 46 0, 36 0, 65 0, 97
    843° C................ 0, 56 0, 44 0, 41 0, 26 0, 03 0, 44 0, 87
    Dampf bei 566° C......... 0, 74 0, 61--0, 34 0, 56 0, 83
    Durchschnittlicher Porendurchmesser, A
    677° C. 63 50 45 37 30 52 109
    843° C................... 90 76 73 50 800 49 123
    Dampf bei 566° C.......... 66 54--30 151 191
    Abnutzungsindex
    Gebildete Feinteilchen, % . ........... 26,9 19,7 14,5 6,6 6 14,6 25,1
    Kompakte Dichte, g/cm3 .... ............. 0,51 0,58 0,61 0,66 0,85 0,61 0,48
    Von Tabelle II sollen verschiedene bedeutende Faktoren hervorgehoben werden : 1. ist der gemäß Erfindung erhaltene Katalysator dem Standard-Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysator bezüglich seiner thermischen Stabilität bei 843° C weit überlegen. Bei dieser Temperatur kann der neue Katalysator in. einfacher Weise mit einem handelsüblichen Siliziumdioxyd-Tonerde-Katalysator verglichen werden ; 2. weist der Katalysator eine Dampfaktivität auf, die im allgemeinen der des Siliziumdioxyd-Tonerde-Katalysators überlegen ist ; 3. die niedrigen Kohlenstoff-und Gasfaktoren des neuen Katalysators weisen auf eine ausgezeichnete Selektivität hin ; 4. wird der Oberflächenbereich des neuen Katalysators durch Dampf tatsächlich nicht beeinflußt, was im allgemeinen bei Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysatoren der Fall ist. Es soll auf die große Abnahme des Oberflachenbereichs nach der Dampfbehandlung bei dem handelsüblichen Siliziumdioxyd-Tonerde- Katalysator hingewiesen werden. Desgleichen ist auch der Dampf-Hitze-Test zu vergleichen.
  • 5. der neue Katalysator zeigt sich vom Standpunkt des Abnutzungsindex aus voll geeignet. Im allgemeinen steht der Abnutzungsindex im umgekehrten Verhältnis zu der kompakten Dichte. Ein Katalysator, dessen Abnutzungsindex unterhalb von 30 liegt, ist als zufriedenstellend zu bezeichnen ; 6. es soll darauf hingewiesen werden, daß die Dichte des neuen Katalysators sehr viel geringer als die des handelsüblichen Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysators ist, obgleich der Bereich der Dichte für die Proben A bis D zwischen 0, 51 und 0, 66 g/cm3 liegt, ist die Abnahme der Aktivität mit Zunahme der Dichte nur gering.
  • 7. das Porenvolumen und der durchschnittliche Porendurchmesser der neuen Katalysatoren lassen sich im allgemeinen mit denen des Siliziumdioxyd-Tonerde-Katalysators vergleichen. Die neuen Katalysatoren weisen ein größeres Porenvolumen und einen größeren durchschnittlichen Porendurchmesser als der handelsübliche Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysator auf.
  • Der neue Katalysator zeigt eine beträchtliche Verbesserung gegenüber dem Siliziumdioxyd-Tonerde-Katalysator und dem Standard-Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysator.
  • Der gemäß Erfindung erhaltene Katalysator ist den üblichen Siliziumdioxyd-Tonerde-Katalysatoren überlegen, weil er hauptsächlich eine gleichmäßigere Aktivität über einen weiten Temperaturdeaktivierungsbereich besitzt. Die üblichen katalytischen Crackanlagen sind für eine bestimmte Zuführungsgeschwindigkeit geplant. Ihre Mög] ichkeiten sind so eingeplant, daß ein gegebenes Volumen von Gas und Kohle, die während des Crackverfahrens entstehen, gehandhabt werden kann. Wenn die initiale Katalysatoraktivität zu hoch ist, findet eine Überproduktion an Gas und Kohle statt, was zu einer Überbelastung der Fraktionierungstürme, der Kompressoren und der übrigen Einrichtung führt. In diesem Moment muß die Zuführungsgeschwindigkeit des Roherdöles vermindert werden, so daß der erhaltene Ausstoß an Gas und Kohle auf eine Geschwindigkeit herabgemindert wird, daß die Crackanlage gut arbeiten kann. Die Aktivität des frischen Katalysators der Erfindung ist nicht übermäßig. Weiterhin zeigt sie während des Betriebs keinen bemerkenswerten Aktivitätsverlust. In beider Hinsicht ist der Katalysator der Erfindung einem Silizium-Tonerde-Katalysator überlegen. Der Katalysator der Erfindung weist einen dem Siliziumdioxyd-Tonerde-Katalysator vergleichbaren Porendurchmesser auf. Im Gegensatz zu dem Siliziumdioxyd-Tonerde-Katalysator kann seine Porenstruktur genau geregelt werden. Er zeigt einen großen Vorteil des dampfbehandelten Oberflächenbereichs, wodurch eine Verbesserung der Verbrennung des Kohlenstoffs und eine Erleichterung der Regenerierung des Katalysators erzielt wird. Der Katalysator der Erfindung weist einen größeren Oberflächenbereich pro Aktivitätseinheit als die Siliziumdioxyd-Tonerde-Katalysatoren auf. Ein solcher Vergleich ist wichtig, da durch ihn ein besseres Verbrennen des Kohlenstoffs und ein größerer Widerstand gegenüber Vergiftung durch Schwefel und löslichen Metallen, wie Eisen, Nickel, Vanadin und Kupfer, zum Ausdruck kommt.
  • Der Katalysator der Erfindung weist auch eine bessere Gleichgewichtsaktivität als der handelsübliche Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysator auf (die Vorteile sind schon beim Vergleich mit dem Siliziumdioxyd-Tonerde-Katalysator diskutiert worden). Der neue Kata lysator weist einen größeren Porendurchmesser und ein größeres Porenvolumen als der bekannte Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysator auf. Es hat den Anschein, als ob durch den größeren Porendurchmesser eine Fraktion mit höherer Octanzahl der niedrigsiedenden Kohlenwasserstoffe erreicht wird. Dadurch wird auch die Verbrennung von Kohlenstoff und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Katalysatorgiften erhöht. Mit dem Verfahren der Erfindung kann der Porendurchmesser ohne merkliche Verringerung des Oberflächenbereichs geregelt werden.
  • Die thermische Stabilität des neuen Katalysators bei hohen Temperaturen ist augenscheinlich der des handelsüblichen Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysators weit überlegen. Seine Abnutzungsfähigkeit ist leicht verringert, wodurch seine Entfernung aus einer handelsüblichen Crackeinheit erleichtert wird. Es hat auch den Anschein, als ob eine etwas verminderte Abnutzungswiderstandsfähigkeit einer Katalysatorvergiftung entgegenwirkt.
  • Es soll darauf hingewiesen werden, daß die Bemühungen daraufhin konzentriert wurden, einen Katalysator niedriger Dichte herzustellen. Die Vorteile eines solchen Katalysators sind daran zu sehen, daß 1. bei geringerem Katalysatorverbrauch eine höhere Aktivitätsaufrechterhaltung erzielt wird und 2. Katalysatoren niedriger Dichte eine bessere Verbrennungsgeschwindigkeit während der Regenerierung zeigen, da die Größe der Porenstrukturen sich umgekehrt mit der Dichte ändert und eine große Porenstruktur die Verbrennung erleichtert.
  • PATENTANSPRUCEIE 1. Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Crack-Kataly sator, bestehend aus 60 bis 79, 5°lO Siliziumdioxyd, 20 bis 35% Magnesiumoxyd und 0, 5 bis 5, 0° ! o unlöslichem gebundenem Fluor, der eine kompakte Dichte von 0, 40 bis 0, 88 g/cm3, einen Oberflächenbereich von mindestens 207 m2/g aufweist und nach einer Behandlung während 3 Stunden bei 843° C eine Aktivität von 25 bis 50 D + L besitzt.
  • 2. Verfahren zur Herstellung von Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Crack-Katalysatoren gemäß Anspruch 1 unter Verwendung eines Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplexes, der durch Umsetzung einer kolloidalen Dispersion einer komplexen Magnesiumoxydverbindung mit einer hydratisierten Siliziumdioxydverbindung erhalten worden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplex in einer wäßrigen, freie Magnesiumionen enthaltenden Aufschlämmung dispergiert wird, die Festteilchen von der Aufschlämmung abgetrennt, in einer gelöstes Fluor enthaltenden Lösung wieder aufgeschlämmt werden, deren Fluorkonzentration genügend hoch ist, um den Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplex mit Fluor zu imprägnieren, so daß der Fluorgehalt in dem Endkatalysator 0, 5 bis 5, 0 Gewichtsprozent beträgt, und die erhaltene Zusammensetzung in bekannter Weise gewaschen und getrocknet wird.

Claims (1)

  1. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Magnesiumoxydsalz Magnesiumoxysulfat verwendet wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als fluorhaltige Lösungen wäßrige LösungenvonHF, H2SiF,, MgSiFs, (NH4) 2SiFg, NH4F, NH4HF2 oder MgF verwendet werden.
    5. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplex in der freie Magnesiumionen enthaltenden Aufschlämmung eine genügend lange Zeit gealtert wird, daß der fertige Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Katalysator eine kompakte Dichte von 0, 40 bis 0, 88 g/cm3 aufweist.
    6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige, freie Magnesiumionen enthaltende Aufschlämmung bei der Dispersion des Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Komplexes mit einem stöchiometrischen Überschuß an Magnesiumionen, bezogen auf die Alkaliionen, versetzt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften : USA.-Patentschrift Nr. 2 685 569.
    In Betracht gezogene ältere Patente : Deutsches Patent Nr. 1 011 014.
DENDAT1074791D Siliziumdioxyd-Magnesiumoxyd-Crack-Katalysator sowie Verfahren zu seiner Herstellung Pending DE1074791B (de)

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