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Hydraulisch betätigte Abstützvorrichtung des Hangenden Es sind hydraulisch
betätigte Abstützvorrichtungen des Hangenden in Verbindung mit einem Kohlenhobel
und einer am Abbaustoß entlanggeführten Kohlenfördervorrichtung bekannt, an der
die senkrecht zum Abbaustoß im gleichen Abstand angeordneten Sohlschienen angelenkt
sind. Diese dienen zur wandernden Verschiebung der mit in ihrer Höhe verstellbaren
Stempel und Kappenplatten ausgerüsteten Abstützvorrichtung senkrecht zur Kohlenfördervorrichtung
und zum nacheinander erfolgenden Heranziehen an, die letztere mittels hydraulischer
Zylinder, bis die Sohlschienen: und Kappenplatten auf die gleiche Fluchtlinie gebracht
sind.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Abstützvorrichtungen
der vorbezeichneten Art zu verbessern und insbesondere ein schnelleres Verschieben
der Deckenabstützvorrichtung auf den durch den Kohlenhobel zu bearbeitenden Kohlenstoß
hin zu gewährleisten. Gleichzeitig soll ein gleichmäßiges Absinken bzw. Zusammenbrechen
des Hangenden nach der Versetzung der Deckenabstützvorrichtung erreicht werden.
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Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß zur
Abstützung des Hangenden abwechselnd zwei verschiedene Typen von Abstützeinheiten
angeordnet sind, die sich durch den verschieden großen Abstand ihrer vorderen und
hinteren hydraulisch betätigten Stützstrebe, durch die verschiedene Länge ihrer
Sohlschienen und dadurch unterscheiden, daß die bei beiden Typen gleich lange schienenförmige
Kappenplatte bei der mit weniger Stützstreben ausgerüsteten Abstützeinheit weiter
über die dem Abbaustoß zugewandte letzte Stützstrebe hinausragt als bei der anderen.
Abstützeinheit.
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Erfindungsgemäß ist jede Type der beiden Abstützeinheiten mit einer
in an sich bekannter Weise kastenförmig ausgebildeten Sohlschiene versehen, die
als Stützfläche für die auf ihr senkrecht stehenden Stützstreben: dient, welche
in an sich bekannter Weise becherartig ausgebildeten Lagern derart elastisch fixiert
sind, daß sie nach Ausschwenken aus der Senkrechten selbsttätig in diese wieder
zurückkehren.
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Die schienenförmige Kappenplatte jeder Type der Abstützeinheiten ist
um einen bestimmten Winkel v erschwenkbar durch einen Gewindebolzen mit vert:reitertem
Kopf gehalten, welcher seinen Sitz in einer entsprechend geformten zentralen Öffnung
im Kopfstück der Stützstrebe hat.
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Jede kastenförmig ausgebildete Sohlschiene der Abstüt.zvorrichtung
ist zur Aufnahme des in Achsrichtung der Sohlschiene angeordneten, hydraulisch betätigten
Rückzylinders hohl ausgebildet. Das Lager der dem abzubauenden Kohlenstoß am nächsten
liegenden Stützstrebe ist auf der Oberfläche des kastenförmigen Fußstückes angeordnet,
damit Platz für den. Rückzylinder vorhanden, ist. Dieser ist als Kolben ausgebildet,
dessen Zylinder in dem dem Kohlenstoß zugekehrten Kopfteil der Sohlschiene der Abstützvorrichtung
liegt. Der Kolben ist kardanisch gelagert und gelenkartig mit der Fördervorrichtung
verbunden.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispieles zu ersehen, das in den Fig. 1 bis 4 dargestellt ist.
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Fig. 1 zeigt schematisch die Anordnung der Abstützvorrichtung innerhalb
eines Strebes; an Hand dieser Figur ist der Vorschub der Abstützvorrichtung auf
den abzubauenden Kohlenstoß hin zu erkennen; Fig.2 veranschaulicht in perspektivischer
Darstellung die Fördervorrichtung mit der an dieser angelenkten Abstützvorrichtung;
aus Fig. 3 ist - teilweise im Schnitt - die Lagerung einer hydraulisch betätigten
Strebe dieser Abstützvorrichtung, die Anbringung der Dachschiene am Kopf dieser
Strebe und die Lagerung des Rückzylinders innerhalb des Fußstückes der Abstützvorrichtung
zu erkennen; in Fig. 4 ist schließlich der Leitungsplan, der hydraulischen Betätigungsvorrichtung
schematisch dargestellt.
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In Fig. 1 ist der abzubauende Kohlenstoß mit dem Bezugszeichen 10
versehen. Der durch den Kohlenhobel 12 geschaffene neue Kohlenstoß ist mit 11 bezeichnet.
Der
Kohlenhobel 12 ist maschinell angetrieben und an der Fördervorrichtung 13 geführt,
welche an dem Kohlenstoß 10 bzw. 11 entlanggeführt ist. Diese Fördervorrichtung
ist flexibel ausgeführt und kann - wie später dargelegt wird - hinter dem Kohlenhobel
12 an den neu geschaffenen Kohlenstoß herangedrückt werden. Die rechte Seite der
Fig. 1 zeigt die Anordnung der Stützvorrichtung, nachdem sie vollständig an den
neuen Kohlenstoß 11 herangeschoben ist.
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Das Hangende wird durch eine Mehrzahl von Abstützeinheiten getragen,
die in gleichmäßigen Abständen angeordnet sind. Dies ist übersichtlich aus der Fig.
1 zu erkennen. Es finden zwei Typen von Abstützeinheiten Verwendung, deren eine
mit dem Bezugszeichen 14 und deren andere mit dem Bezugszeichen 17 versehen ist.
Die Abstützeinheit 14 hat eine Dachschiene 15 und zwei hydraulisch betätigte Stempel
16. Sie ist im nachstehenden als »Zweistempeltype« bezeichnet. Die zweite Abstützeinheit
17 ist mit einer Dachschiene 18 ausgerüstet, die durch drei hydraulisch betätigte
Stempel 19 getragen ist. Diese Abstützeinheit wird im nachstehenden als »Dreistempeltype«
bezeichnet.
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Jede der Abstützeinheiten weist einen vorspringenden Dachträger auf.
In der Fig. 1 ist der vorspringende Träger der Zweistempeltype mit 21 und der Dachträger
der Dreistempeltype mit 22 bezeichnet. Die Länge des vorspringenden Dachträgers
21 ist so gewählt, daß beim Vorwärtsschub der Zweistempeltype auf den Kohlenstoß
11 zu der Dachträger über den Isohlenhobel12 hinwegragt. Die Länge des Dachträgers
22 der Dreistempeltype ist so gewählt, daß die letztere nach dem Kohlenstoß 11 zu
verschoben werden kann, nachdem die Dreistempeltype die flexible Fördervorrichtung
13 an den abgehobelten Kohlenstoß 11 herangedrückt hat. Die Dreistempeltype ist
besser zum Tragen der Last des Hangenden geeignet als die Zweistempeltype. Die letztere
ist aber notwendig, um die Verschiebung der gesamten Abstützvorrichtung des Hangenden
durchzuführen.
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Jede Abstützeinheit ist mit der Fördervorrichtung hzw. dem Förderband
13 durch einen hydraulischen Rückzylinder gekuppelt. Dies ist des näheren aus den
Fig. 2 und 3 zu ersehen.
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Die Dreistempeltype ist im Vordergrund der Fig.2 in perspektivischer
Ansicht dargestellt. Sie besteht aus einer kastenförmigen Sohlschiene 23, deren
Grundplatte als Gleitplatte 24 ausgebildet ist. Der hintere Stempel ist mit dem
Bezugszeichen 25, der mittlere mit dem Bezugszeichen 26 und der dem Kohlenstoß 23
am nächsten liegende Stempel mit dem Bezugszeichen 27 versehen. Der letztere ist
in einer becherartigen Fassung 28 gelagert, welche auf der Oberfläche des vorderen
Teiles der Sohlschiene23 montiert ist. Das untere Ende des Stempels 27 weist eine
konvexe Form auf und ist mit einem zentralen Zapfen 29 versehen, der lose in einer
zentralen Öffnung31 der becherartigen Fassung 28 geführt ist. Ein Gummiring32 umgibt
den unteren Teil des Stempels 27. Er ist in seiner in Fig. 3 dargestellten Lage
durch einen Distanzring 33 gehalten. der auf dem Grund der becherförmigen Fassung
28 aufliegt. Der Stempel 27 kann um einen bestimmten Winkel aus seiner Vertikalen
ausschwenken und wird durch den Ring 32, der auch aus einem anderen elastischen
Material als Gummi bestehen kann, immer wieder sebsttätig in seine senkrechte Lage
zurückgeführt.
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Um das Eintreten von Schmutz in die becherartige Fassung zu verhindern,
ist eine Schutzplatte 34 vorgesehen. Diese ist mittels Winkelstücke35 und 36 befestigt.
Unterhalb dieser Winkelstücke ist genügend Platz, damit sich die Schutzplatte 34
bewegen kann, wenn der Stempel 27 aus der Senkrechten ausschwenkt. Der teleskopartige
Teil des Stempels 27 weist ein konvexes Kopfstück 38 auf, das die Dachschiene 18
trägt. Die letztere zeigt eine umgekehrte Kanalform. Auf dem Grunde der Dachschiene
18 befindet sich eine Platte 39, welche auf dem Kopfstück 38 aufliegt. Sie ist mit
diesem durch einen Gewindebolzen41 verbunden, welcher einen konischen Kopf 42 aufweist,
der mit Spiel innerhalb der konischen Öffnung 43 des Stempelkopfes 38 gelagert ist.
Der Gewindebolzen41 befestigt die Dachschiene 18 auf dem Stempelkopf 38 und erlaubt
auf Grund seiner Form und seiner Lagerung, daß die Schiene 18 um einen bestimmten
Winkel ausschwenken kann. Dieses Ausschwenken ist deshalb notwendig, weil das Hangende
meistens nicht plan ist. sondern eine unregelmäßige Oberfläche aufweist.
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Der hintere Stempel 25 und der mittlere Stempel 26
sind
in ähnlicher Weise in der Söhlschiene23 gelagert, doch befinden sich die becherartigen
Lagerfassungen innerhalb der kastenförmigen Sohlschiene 23. Die Lagerung des Stempels
27 ist deshalb an der Oberfläche der Sohlschiene 23 angeordnet, weil der hydraulisch
betätigte Rückzylinder 44 im vorderen Teil der Sohlschiene 23 untergebracht ist.
Die Form und die Lagerung des Rückzylinders 44 ist aus der Fig. 3 zu erkennen. Er
ist in dem Zylinder 45 geführt und durch den vertikalen Zapfen 46 gehalten, den
der kardanische Ring 47 umgibt. Der letztere ist durch den Querbolzen 48 schwenkbar
befestigt, der aus den Seiten 49 der Sohlschiene 23 herausragt. Die Kolbenstange
51, welche im Zylinder 45 geführt ist, hat einen gabelförmigen Kopf 52, welcher
durch einen Querbolzen 53 an einem Block 54 gelenkig befestigt ist, der um einen
senkrecht stehenden Bolzen 55 schwenkbar ist. Der Bolzen 55 ist an seinen beiden
Enden in den einen Kanal 56 begrenzenden Seitenflächen gehalten.
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Der Zylinder 45 und die Kolbenstange 51 sind mit der Sohlschiene 23
gelenkig gekuppelt. Das gleiche trifft für das Förderband 13 zu, weil dieses flexibel
ausgeführt ist. Die Kolbenstange 51 ist durch einen ausziehbaren Schild 57 geschützt,
der eine geschlitzte Öse 58 aufweist, in die der Querbolzen 59 des Kopfes 52 der
Kolbenstange 51 eingreift. Der Schild 57 gleitet zusammen mit der Kolbenstange und
schützt in jeder Lage die Kolbenstange 51.
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Die Konstruktion der Zweistempeltype ist grundsätzlich die gleiche
wie die Konstruktion der Dreistempeltype. Die erstere hat jedoch eine kürzere Sohlschiene
61 und ist nur mit zwei Stempeln 62 und 64 ausgerüstet. Die Dachschiene 15 hat jedoch
die gleiche Länge wie die Dachschiene 18 der Dreistempeltype. Die Befestigung der
Dachschiene ist die gleiche, wie sie in Fig.3 beschrieben ist.
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Bei der Zweistempeltype ist der Kolben des Rückzylinders mit 65 bezeichnet,
wie aus Fig. 2 zu ersehen ist. Die Kolbenstange 65 ist mittels des Bolzens 66 an
der Fördervorrichtung 13 angelenkt. Die Kolbenstange 65 ist durch den Schild 67
geschützt. Dieser Schild weist Querbohrungen 68 auf, in die Stoppbolzen
69 eingesteckt werden können. Der Zweck dieser Stoppbolzen 69 ist weiter
unten beschrieben worden.
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Der Abstand zwischen dem hinteren Stempel 64 und dem vorderen Stempel
62 der Zweistempeltype ist genauso groß wie der Abstand zwischen dem vorderen Stempel
27 und dem mittleren Stempel 28 der Dreistempeltype. Die Entfernung
zwischen dem mittleren Stempel 26 und dem hinteren Stempel 25 der Dreistempeltype
ist im wesentlichen gleich der maximalen Vorwärtsbewegung jeder Abstützeinheit.
Der
Druck in dem Zylinder 45 des Rückzylinders 44 wird durch eine nicht dargestellte
hydraulische Kraftanlage erzeugt. An diese sind die Druckleitungen71 und 72 und
die Rückführungsleitung 73 angeschlossen. Sämtliche drei Leitungen sind entlang
dem Förderband 13 geführt. Die eine Hauptdruckleitung 71 ist an die Stempel der
Dreistempeltype angeschlossen, während die andere Hauptdruckleitung 72 die Zweistempeltype
mit Druck beaufschlagt. Man könnte jedoch auch eine einzige Hauptdruckleitung für
sämtliche Stempel der beiden Abstützeinheiten verwenden.
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Der Hydraulikdruck, mit dem die Fußstrebe44 zu betätigen ist, wird
durch das Steuerventil 74 geregelt, welches an der Seite der Fördervorrichtung 13
montiert ist, wie man aus der Fig.2 erkennen kann. Das Steuerventil 74 wird durch
den Hebel 75 betätigt. Jede Abstützeinheit ist mit einem Drucksteigerungsventil
und einem Auslöseventil ausgerüstet. Wie aus der Fig. 2 zu ersehen ist, sind diese
Ventile hinter der L agerfassung 28 des Stempels 27 angeordnet. Das Drucksteigerun.gs.ventil
ist durch den Hebel 76 und das Auslöseventil durch den Hebel 77 zu betätigen.
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Die Konstruktion und die Anordnung der vorgenannten Ventile sollen
im nachfolgenden an Hand des Leitungsschemas der Fig. 4 kurz erläutert werden: Das
Steuerventil 74 ist mit zwei Kolben 78 und 79 ausgerüstet, die durch einen Schwinghebel
81 verschiebbar sind, der durch einen Hebel 75 verschwenkt werden kann. Die
Kolben 78 und 79 stehen unter dem Druck der Federn 82 und 83. In der in Fig. 4 dargestellten
Mittellage des Schwinghebels 81 schließen die Kolben 78 und 79 die Drucköffnung
84, welche durch eine Leitung 85 mit der Hauptdruckleitung 71 verbunden ist. Eine
Öffnung 86 verbindet den Ringraum um die Kolbenstange 88 des Kolbens 78 mit der
Leitung 95. Die Öffnung 87 steht mit dem Ringraum um die Kolbenstange 89 des Kolbens
79 in Verbindung. Die beiden Ringräume sind untereinander durch die Bohrung 91 verbunden,
welche über eine Bohrung 92 mit der Rückführungsleitung73 in Verbindung steht.
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Die Kolbenstange 51 des Rückzylinders 44 weist ein rohrförmiges
Einsatzstück 93 auf, dessen Innenraum in der Fig. 4 mit dem Bezugszeichen 94 versehen
ist. Der Raum 94 ist durch die Leitung 95 mit der Öffnung 86 im Steuerventil 74
verbunden. Von dem Ringraum 96 der Kolbenstange 51 führt eine Leitungsverbindung
97 zu der Öffnung 87 des Steuerventils 74. Der Raum 94 der Kolbenstange 51 führt
durch den Kolben 98 hindurch in die Kolbenkammer 99 des Rückzylinders, während der
Ringraum 96 durch eine Querbohrung 101
der Kolbenstange 51 mit dem Ringraum
102 in Verdung steht.
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Wenn mittels des Hebels 75 der Schwinghebel 81 im Sinne des Anhebens
des Kolbens 78 verschwenkt wird, so daß die Öffnung 91 verschlossen und die Öffnung
84 geöffnet ist, dann fließt Druckflüssigkeit von der Hauptleitung 71 durch die
Längsbohrung 85, die Querbohrung 84, die Öffnung 86, die Leitung 95 und den Raum
94 in die Kolbenkammer 99, während Druckflüssigkeit von der Ringkammer 102 durch
die Öffnung 101, die Ringkammer 96, die Leitung 97, die Öffnung 87, die Querbohrung
91 und die Längsbohrung 92 in die Rückführungsleitung 73 fließt. Dies hat zur Folge,
daß sich die wirksame Länge des Rückzylinders 44 verkleinert. Wenn sich der Schwinghebel
81 in seiner in Fig. 4 dargestellten neutralen Stellung befindet, sind die beiden
Kammern 99 und 102 mit der Rückführungsleitung 97 durch das Steuerventil 74 verbunden.
Ein Ventilblock 103 ist in der Nähe des Rückzylinders 44 angeordnet. Er weist ein
Absperrventil 104 auf, das mit der Ringkammer 102 durch eine Leitung 105 verbunden
ist. Von der anderen Seite des Ventils 104 aus führt eine Leitung 106 zu der Einlaßöffnung
des Drucksteigerungsventils 108. Das letztere hat einen unter Federdruck stehenden
Kolben 109, der axial durch einen Nocken 111 mittels des Hebels 76 verschoben werden
kann. Durch diese Verschiebung wird die Öffnung 107 mit der Öffnung 112 verbunden.
Die letztgenannte Öffnung ist durch die Leitung 113 mit drei Absperrventilen 114,
115 und 116 verbunden. Diese Absperrventile stehen durch die Leitungen 117, 118
und 119 mit den Stempeln 27, 26 und 25 in Verbindung. Die Absperrventile 114, 115
und 116 sind in dem Ventilblock 121 enthalten, in dem sich gleichzeitig drei weitere
Absperrventile 122, 123, 124 befinden, die über die Leitungen 117, 118 und 119 mit
den Stempeln 27, 26, 25 bzw. mit der Leitung 125 in Verbindung stehen.
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Die letztgenannte Leitung ist mit der Einlaßöffnung eines Rückschlagventils
127 verbunden, das ebenfalls als Auslöseventil dienen kann. Das letztere wird durch
einen Nocken 128 betätigt, der mit einem Betätigungshebel 77 verbunden ist. Der
Nocken 128 wirkt auf den unter Federdruck stehenden Kolben 129. Das innere Ende
des letztgenannten Kolbens enthält ein unter Federdruck stehendes Rückschlagventi1131,
welches unter hohem Druck öffnet. Die Druckflüssigkeit kann dann aus der Öffnung
132 des Ventils 127 entweichen. Alle drei Stempel können durch Drehen des Betätigungshebels
77 und damit des Nockens 128 ausgelöst werden.
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Die Auslaßöffnung 132 ist durch eine Leitung 133 mit zwei weiteren
Absperrventilen 134 und 135 verbunden. Das Ventil 134 öffnet die Verbindung zur
Leitung 105, die wiederum mit der Ringkammer 102 des Zvlinders 45 in: Verbindung
steht. Das Ventil 135 öffnet die Verbindung zu der Leitung 136, welche mit der Kolbendruckkammer
99 verbunden ist. Die Absperrventile 134 und 135 erlauben also den Abfluß der Druckflüssigkeit
entweder zu der Kolbenkammer 99 oder zu der Ringkammer 102.
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Das Absperrventil 104 in dem Ventilblock 103 schafft eine Verbindung
zur Ringkammer 102; wenn diese unter Druck steht, zu dem Drucksteigerungsventil
108. Wenn das letztere betätigt wird, kann die Flüssigkeit in der gleichen Weise,
wie es beschrieben ist, zu den drei Stempeln 27, 26, 25 gelangen. Dadurch werden
die Dachschienen 18 gegen das Hangende gegepreßt.
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Auch jede Zweistempeltype ist mit einer Rückvorrichtung, einem Drucksteigerungs-
und einem Auslöseventil ausgerüstet. Diese Teile wirken in. gleicher Weise, wie
dies bei der Beschreibung der Fig. 4 dargestellt ist. Der einzige Unterschied ist
der, daß zwei Stempel statt drei Stempel Verwendung finden. Die Betätigungshebel
für die vorgenannten Ventile sind in der Fig. 2 mit 75 a, 76 a und 77 a bezeichnet.
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Die Fig. 1 zeigt, daß die überhängenden Dachträger 21 und 22 der Abstützeinheiten
über die Fördervorrichtung 13 hinwegreichen. Die Rückvorrichtungen 44 an jeder Zweistempeltype
sind vollständig ausgefahren, während die Rückzylinder der Dreistempeltype sich
im eingefahrenen Zustand befinden. Sobald der Kohlenhobel 12 eine Zweistempeltype
passiert, kann ein Bedienungsmann den Betätigungshebel 77a des Auslöseventils betätigen.
Dies hat zur Folge, daß der Druck unter dem Stempel nachläßt und sich die Dachschiene
15 vorn Hangenden absetzt. Wenn der Bedienende den Hebel 75a des Steuerventils betätigt,
dann hat dies zur Folge, daß der Rückzylinder 44 eingefahren
und
auf diese Weise die Zweistempeltype selbsttätig an die Fördereinrichtung 13 herangezogen
wird. Wenn man nicht bis in die Endstellung der Rückvorrichtung fahren will, dann
kann man einen Stoppbolzen 69 in eine der Öffnungen 68 des Schildes 67 einführen,
so daß die Vorwärtsbewegung der Rückvorrichtung begrenzt ist. Während der Druck
in der Ringkammer 102 des Rückzylinders 44 aufrechterhalten wird, betätigt der Bedienungsmann
den Hebel 76a des Drucksteigerungsventils, um zu erreichen, daß Druckflüssigkeit
in die Druckkammern der hydraulischen Stempel 62 und 64 einströmen kann. Dies hat
zur Folge, daß die Dachschiene 15 gegen das Hangende gedrückt wird. Die in der Fig.
1 mit 14a bezeichneten Zweistempeltypen befinden sich sämtlich in der vorgeschobenen
Position. Der Bedienungsmann bringt dann den Hebel 75 a des Steuerventils in seine
neutrale Stellung, so daß beide Kammern der Fußstrebe44 unbelastet sind.
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Aus der Fig. 1 ist zu erkennen, daß die hinteren Stempel64 der Zweistempeltype
in einer Fluchtlinie mit dem mittleren Stempel 26 der Dreistempeltype stehen. Obgleich
das Hangende im wesentlichen durch die Dreistempeltype hinter dem Stempel 64 getragen
ist, wird der Druck in dem letzteren zur Folge haben, daß das Hangende entlang der
Fluchtlinie der Stempel64 zu brechen beginnt, so daß - wenn jede Dreistempeleinheit
ebenfalls nach dem Kohlenstoß 11 zu bewegt wird - das Hangende hinter der
vorbestimmten Fluchtlinie sich zu senken beginnt.
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Der nächste Schritt ist der, die flexible Fördervorrichtung 13 an
den Kohlenstoß 11 heranzudrücken,. Diese Bewegung wird durch den Bedienungsmann
durch Betätigen des Hebels 75 des Steuerventils eingeleitet. Es fließt dann Druckflüssigkeit
in die Kolbenkammer 99 des Rückzylinders 44. Da die Dreistempeleinheiten 17 zwischen
dem Liegenden und dem Hangenden des Strebs eingeklemmt sind, üben, ihre Rückvorrichtungen
einen Druck auf das elastische Förderband 13 aus, der nicht so stark ist, daß das
Förderband deformiert wird. Auf diese Art wird die gesamte Abstützvorrichtung in
die neue Stellung unmittelbar an den Kohlenstoß 11 gebracht. Der Bedienungsmann
bringt auf die beschriebene Weise die in der Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 17a versehene
Dreistempeltype in die gleiche Fluchtlinie, in der sich .bereits die Zweistempeltypen
befinden. Dies ist aus der rechten Seite der Fig. 1 zu ersehen.
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Zu diesem Zwecke betätigt er zunächst den Hebel 77
des Auslöseventils,
damit die Höhe der Stempel 25, 26 und 27 verkleinert und die Dachschiene
18 vom Hangenden abgehoben wird. Hierauf betätigter den Hebel 75 des Steuerventils
74, so daß der Flüssigkeitsdruck in der Kammer 102 des Rückzylinders 44 wirksam
wird. Die Rückvorrichtung verkleinert deshalb ihre. wirksame Länge. Dies hat zur
Folge, daß die Dreistempeleinheit selbsttätig an das Förderband 13 herangezogen
ist, bis der Rückzylinder44 seine kleinste wirksame Länge erreicht hat. Dann befinden
sich die Dreistempeltypen in gleicher Fluchtlinie mit den Zweistempeltypen. Der
Bedienungsmann betätigt dann den Hebel 76 des Drucksteigerungsventils 108, damit
Druckflüssigkeit in die Druckkammern der Stempel 25, 26 und 27 einströmt. Auf diese
Weise wird die Dachschiene 18 wieder unter das Hangende gedrückt. Sobald sich die
Dachschienen 18 wieder an das Hangende angepreßt haben, kann der Bedienungsmann.
den Hebel 75 des Steuerventils zurück in seine neutrale Stellung bringen, so daß
beide Kammern des Rückzvlinders 44 nicht mehr unter Druck stehen. Wenn der Kohlenhobel
seine Endstellung erreicht hat, läuft er in entgegengesetzter Richtung zurück, Dann
werden die gleichen beschriebenen Vorschuboperationen der Abstützvorrichtung wiederum
vorgenommen.