DE1102945B - Verfahren zur Behandlung von katalytischen Reformaten - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von katalytischen ReformatenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf die Behandlung der bei
einer katalytischen Reformierung erhaltenen Produkte, die nachstehend als katalytisch^ Reformate bezeichnet
werden.
In katalytischen Reformierungsverfahren wird eine Benzinfraktion bei erhöhter Temperatur und erhöhtem
Druck in Gegenwart von Wasserstoff mit einem dehydrierenden Katalysator in Berührung gebracht, wobei
eine Benzinfraktion mit erhöhter Oktanzahl erhalten wird. Als Katalysatoren werden großtechnisch Molybdänoxyd
auf Aluminiumoxyd sowie Katalysatoren, die im wesentlichen aus Platin und gegebenenfalls gebundenem
Halogen auf Aluminiumoxyd als Träger bestehen, verwendet. Kataly tische Reformierungsverfahren unter Verwendung
eines Platinkatalysators auf Aluminiumoxyd als Träger werden nachstehend als »Platformierung« und die
Produkte als »Platformate« bezeichnet.
Durch Platformierung können Produkte mit Research-Oktanzahlen von 90 bis 100 (ohne Blei) erhalten werden,
j edoch unterliegt das Verfahren gewissen Beschränkungen. In erster Linie ist oberhalb einer bestimmten Oktanzahlhöhe
eine Steigerung der Oktanzahl nur auf Kosten einer verringerten Flüchtigkeit erzielbar. Dies ist unerwünscht,
da zur Zeit auf Benzine Wert gelegt wird, die sowohl eine hohe Oktanzahl als auch eine hohe Flüchtigkeit aufweisen.
Zwar kann durch Einstellung des Siedebereichs des Einsatzmaterials die Flüchtigkeit des Produkts verbessert
werden, jedoch erfordert die Behandlung von niedrigersiedenden Einsatzmaterialien scharfe Verarbeitungsbedingungen und führt zu niedrigeren Ausbeuten. Zweitens
besteht ganz unabhängig von der Flüchtigkeit eine praktische obere Grenze für die Oktanzahl.
Es wurde bereits vorgeschlagen, ein katalytisches Reformat in eine höhersiedende und eine tiefersiedende
Fraktion aufzutrennen und anschließend beide Fraktionen getrennt einer thermischen Reformierung zu
unterwerfen. Werden dann diese beiden Produkte wieder vereinigt, so soll eine Mischung mit erhöhter Oktanzahl
gegenüber dem Ausgangsreformat erhalten werden. Dieses Verfahren aus dem Stand der Technik erhöht nicht
die Flüchtigkeit des katalytischen Reformats, wie es nach dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich ist.
Gemäß der Erfindung wird ein katalytisches Reformat in eine höhersiedende und eine niedrigersiedende Fraktion
zerlegt, zumindest die höhersiedende Fraktion bei einer Temperatur von 450 bis 580° C mit einem Dehydrierungsund
Dehydrocyclisierungskatalysator unter Bildung eines Produkts mit erhöhter Flüchtigkeit in Kontakt gebracht
und die behandelte höhersiedende Fraktion entweder mit der unbehandelten niedrigersiedenden Fraktion oder mit
dem durch Behandeln der niedrigersiedenden Fraktion bei erhöhten Temperaturen in Gegenwart von Dehydrierungsund
Dehydrocyclisierungskatalysatoren anfallenden Produkt erhöhter Oktanzahl wieder vereinigt.
Verfahren zur Behandlung
von katalytischen Reformaten
von katalytischen Reformaten
Anmelder:
The British Petroleum Company Limited, London
Vertreter: Dr.-Ing. A. v. Kreisler, Patentanwalt,
Köln 1, Deichmannhaus
Köln 1, Deichmannhaus
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 23. Mai 1958
Großbritannien vom 23. Mai 1958
John Arthur Edgar Moy
und Peter Thomas White,
und Peter Thomas White,
Sunbury-on-Thames, Middlesex (Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Die höhersiedende Fraktion eines katalytischen Reformats ist verhältnismäßig reich an Aromaten und als
solche kein geeignetes Material zur weiteren Aufbesserung durch Dehydrierung und Dehydrocyclisierung. Jedoch
ergibt eine solche Behandlung ein Produkt mit erhöhter Flüchtigkeit. Auch die Oktanzahl kann weiter erhöht
werden. Wenn diese behandelte höhersiedende Fraktion wieder mit der unbehandelten niedrigersiedenden Fraktion
vereinigt wird, wird ein Endprodukt erhalten, das eine erhöhte Flüchtigkeit und gewöhnlich auch eine
erhöhte Oktanzahl aufweist. Das Produkt hat vorzugsweise eine Research-Oktanzahl von wenigstens 90
(unverbleit) und eine solche Flüchtigkeit, daß der bis 1000C siedende Anteil wenigstens 40°/0 und vornehmlich
40 bis 60% beträgt.
Das Produkt kann als Komponente von Motorenbenzinen verwendet werden, jedoch eignet sich das Verfahren
besonders zur direkten Herstellung von Motorenbenzinen mit hoher Oktanzahl und hoher Flüchtigkeit,
die keinen Zusatz weiterer Mischkomponenten erfordern.
In einer weiteren speziellen Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung werden sowohl die höhersiedende
als auch die niedrigersiedende Fraktion getrennt mit einem Dehydrierungs- und Dehydrocyclisierungskatalysator
in Kontakt gebracht und die Fraktionen wieder vereinigt. Die erhaltene Mischung hat vorzugsweise
eine Research-Oktanzahl von wenigstens 100 (unverbleit). Es wurde festgestellt, daß auf diese Weise
bei einer gegebenen Reaktionstemperatur höhere Oktan-
109 537/496
zahlen erzielbar sind, als wenn das katalytisch^ Reformat
insgesamt einer einzigen Behandlung unterworfen wird. Ferner wird zwar durch die Behandlung der niedrigersiedenden
Fraktion deren Flüchtigkeit erniedrigt, jedoch wird dies zumindest teilweise durch die Erhöhung der S
Flüchtigkeit der behandelten höhersiedenden Fraktion ausgeglichen, und bei gegebener Flüchtigkeit ist eine
höhere Oktanzahl oder bei gegebener Oktanzahl eine höhere Flüchtigkeit erzielbar, als wenn das ganze
katalytische Reformat behandelt wird.
Die bevorzugt verwendeten Katalysatoren für die Behandlung sowohl der höhersiedenden als auch der
niedrigersiedenden Fraktion bestehen im wesentlichen aus Chromoxyd auf Aluminiumoxyd als Träger. Der Dehydrierungs-
und Dehydrocyclisierungskatalysator wird \rorzugsweise bei einem Druck bis zu 4,5 kg/cm2 (einschließlich
Atmosphärendruck oder darunter) ohne Kreislaufführung des gebildeten wasserstoffreichen Gases oder
Zusatz von fremdem wasserstoffreichem Gas oder von Fremdwasserstoff eingesetzt. Die Raumgeschwindigkeit
des Flüssigeinsatzes kann zwischen 0,1 und 1,0 V/V/Std. liegen. Der aus Chromoxyd auf Aluminiumoxyd bestehende
Katalysator kann einen geringen Anteil eines oder mehrerer Aktivatoren enthalten, z. B. eine seltene
Erde oder ein Gemisch von seltenen Erden, Wismut, Bor, Germanium, Nickel, Mangan, Eisen oder Beryllium, und
zwar vorzugsweise in Kombination mit einem Alkalimetall, z. B. Kalium. Besonders wirksam als Aktivator
ist ferner ein geringer Anteil eines Spinells, z. B. Kobaltchromit, Kupferchromit, Zinktitanat oder Eisenchromit
entweder als solches oder in Form des natürlich vorkommenden Chromeisensteins.
Die Mengenanteile der Katalysatorbestandteile, bezogen auf das Gewicht des bei 5500C stabilen Gesamtkatalysators,
liegen vorzugsweise innerhalb der folgenden Bereiche:
Chromoxyd 5 bis 25 Gewichtsprozent
Gesamtaktivatoren (bei
Metallen als Oxyd ausgedrückt) 0,1 bis 10 Gewichtsprozent,
Metallen als Oxyd ausgedrückt) 0,1 bis 10 Gewichtsprozent,
jedoch weniger als die Menge des Chromoxyds
Aluminiumoxyd Rest
40
45
Die Dehydrierung und Dehydrocyclisierung kann unter Anwendung des Katalysators als Festbett, bewegtes Bett
oder Wirbelschicht durchgeführt werden. Bei dem vorzugsweise verwendeten Katalysator, der leicht nach den
üblichen Methoden regeneriert werden kann, wird die Wirbelschicht bevorzugt. Als Einsatzmaterial wird vorzugsweise
ein Platformat verwendet.
Das Platformat wird vorzugsweise durch ein Platformierungsverfahren
hergestellt, wobei als Einsatzmaterial ein Schwerbenzin verwendet und unter solchen
Bedingungen gearbeitet wird, daß die Regenerierung des Katalysators in situ nicht erforderlich ist (d. h. die
Katalysatorlebensdauer wenigstens einer Verarbeitung von 14 m3 Einsatz pro Kilogramm Katalysator entspricht).
Unter »Schwerbenzin« ist ein Benzin mit einem Siedeende nach ASTM zwischen 150 und 2000C und vorzugsweise
mit einem Siedeanfang nach ASTM im Bereich von 70 bis 1000C zu verstehen.
Die Platformierungsstufe wird vorzugsweise so betrieben, daß ein Reformat mit einer Research-Oktanzahl
von 90 bis 100 (ohne Blei) erhalten wird. Es kann jedes geeignete Platformierungsverfahren angewendet werden.
Die Arbeitsbedingungen liegen normalerweise innerhalb der nachstehenden Bereiche:
Katalysator 0,1 bis 10 Gewichtsprozent
Platin auf Aluminiumoxyd, gegebenenfalls mit 0,1 bis 8 Gewichtsprozent Halogen,
insbesondere Fluor und/oder Chlor
Temperatur 315 bis 650'C, vorzugsweise
482 bis 538° C
Druck 4,5 bis 71 kg/cm2, vorzugsweise 22 bis 50 kg/cm2
Raumgeschwindigkeit .. 0,5 bis 10 V/V/Std., vorzugsweise 1 bis 3 V/V/Std.
Molverhältnis
H2: Kohlenwasserstoff 0,5 bis 15, vorzugsweise 6 bis
10
Das Platformat ist so zu fraktionieren, daß die höhersiedende Fraktion den größten Teil der Alkylaromaten im
Reformat enthält. Zu diesem Zweck wird der Schnittpunkt zweckmäßig in den Bereich zwischen 80 und 1300C,
vorzugsweise in den Bereich zwischen 100 und 12O0C gelegt. Die Trennung kann durch einfache Destillation
erfolgen.
Ein aus Mittelost-Rohöl erhaltenes Benzin mit einem Siedebereich nach ASTM von 90 bis 171° C wurde mit
einem 0,7 Gewichtsprozent Platin, 0,45 Gewichtsprozent Fluor und 0,34 Gewichtsprozent Chlor enthaltenden
Katalysator auf Aluminiumoxyd als Träger unter solchen Bedingungen reformiert, daß eine Research-Oktanzahl
von 93 erzielt wurde. Die Reformierungsbedingungen waren folgende: 496°C, 36 kg/cm2, 1,0 V/V/Std., Molverhältnis
Wasserstoff zu Kohlenwasserstoff = 10 :1. Das so erhaltene Platformat wurde durch Fraktionierung bei
1000C in eine niedrigersiedende Fraktion mit einem ASTM-Siedebereich von 43 bis 97,5° C und einer Research-Oktanzahl
von 69,2 (unverbleit) und eine höhersiedende Fraktion mit einem Siedeanfang von 1150C und einer
Research-Oktanzahl von 101,9 (unverbleit) zerlegt. Die niedrigersiedende Fraktion machte 34,4 Gewichtsprozent
und die höhersiedende Fraktion 65,6 Gewichtsprozent des Platformats aus.
Die höhersiedende Fraktion wurde über einem als Festbett angeordneten Katalysator, der aus 10 Gewichtsprozent
Chromoxyd auf Aluminiumoxyd bestand und als Aktivatoren 1 Gewichtsprozent Ceroxyd und 1 Gewichtsprozent
Kaliumoxyd enthielt, unter folgenden Bedingungen behandelt:
Druck Atmosphärendruck
Raumgeschwindigkeit 0,2 V/V/Std.
Kreislaufgas —
Verarbeitungsdauer 5 Stunden
Die Ergebnisse der bei zwei verschiedenen Temperaturen durchgeführten Versuche sind in Tabelle 1
angegeben.
Ausbeute, bezogen auf
Einsatz, Gewichtsprozent
Einsatz, Gewichtsprozent
Spezifisches Gewicht bei
15,6°C
15,6°C
Bis 14O0C siedender Anteil,
Volumprozent
Volumprozent
Research-Oktanzahl
(ohne Blei)
(ohne Blei)
Einsatz
100
0,8405
0,8405
48
101,9
101,9
Reaktionstemperatur
5000C j 55O0C
87,9
0,8700
47,5
75,2
0,8732
51,7
108,4 108,4
1 1Ü2
Die behandelten höhersiedenden Fraktionen wurden mit der niedrigersiedenden Fraktion wieder vereinigt.
Die Mischungen hatten die in Tabelle 2 angegebenen Eigenschaften.
| Un- | Schwere | Schwere | |
| behandeltes | Fraktion, | Fraktion, | |
| Reformat | bei 500° C | bei 5500C | |
| be | be | ||
| handelt | handelt | ||
| Ausbeute, bezogen auf | |||
| Gesamtplatformat, | 100 | ||
| Gewichtsprozent .... | 92,0 | 83,7 | |
| Bis 1000C siedender | 34,5 | ||
| Anteil, Volumprozent | 40,0 | 43,5 | |
| Research-Oktanzahl | 93,0 | ||
| (unverbleit) | 95,9 | 95,8 | |
Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß sowohl die Flüchtigkeit als auch die Oktanzahl des Endprodukts gegenüber
dem ursprünglichen Platformat erhöht wurden.
Ein aus Mittelost-Rohöl erhaltenes Benzin mit einem ASTM-Siedebereich von 100 bis 175° C wurde mit einem
Platin, Aluminiumoxyd und gebundenes Halogen enthaltenden Katalysator unter "solchen Bedingungen
reformiert, daß das Produkt eine Research-Oktanzahl von 92,8 (unverbleit) hatte. Die Reformierungsbedingungen
waren folgende: 504°C, 32,5 kg/cm2,1,8 V/V/Std., Wasserstoff-Kohlenwasserstoff-Molverhältnis
= 9:1. Das Platformat wurde durch Fraktionierung bei 115° C in eine
niedrigersiedende Fraktion mit einem ASTM-Siedebereich von 34 bis 108° C und einer Research-Oktanzahl von 76,1
(unverbleit) und eine höhersiedende Fraktion mit einem ASTM-Siedebereich von 128 bis 216° C und einer Research-Oktanzahl
von 104,6 (unverbleit) zerlegt. Die niedrigersiedende Fraktion machte 41,2 Gewichtsprozent
und die höhersiedende Fraktion 58,8 Gewichtsprozent des Platformats aus.
Die höhersiedende Fraktion wurde unter den gleichen Bedingungen und mit dem gleichen Katalysator wie im
Beispiel 1 behandelt. Die Ergebnisse der bei vier verschiedenen Temperaturen durchgeführten Versuche sind
in Tabelle 3 aufgeführt.
Einsatz 4750C
Reaktionstemperatur
500° C ! 525° C
500° C ! 525° C
550° C
Ausbeute, bezogen auf Einsatz, Gewichtsprozent
Spezifisches Gewicht bei 15,6° C
Bis 140° C siedender Anteil, Volumprozent
Research-Oktanzahl (ohne Blei)
0,8565
20,0
104,6
20,0
104,6
86,0
0,8700
33,0
111,0
0,8700
33,0
111,0
84,0
0,8730
34,0
112,2
0,8730
34,0
112,2
79,0
0,8755
33,0
112,2
0,8755
33,0
112,2
77,0
0,8765 57,0
112,8
0,8765 57,0
112,8
Die behandelten höhersiedenden Fraktionen wurden mit der niedrigersiedenden Fraktion wieder vereinigt.
Die Mischungen hatten wiederum eine erhöhte Flüchtigkeit und eine höhere Oktanzahl. Die Werte sind in Tabelle 4
aufgeführt.
behandeltes Platformat Behandlungstemperatur der schweren Fraktion
475° C 1 500° C I 525° C ' 550° C
475° C 1 500° C I 525° C ' 550° C
Ausbeute, bezogen auf Gesamtplatformat,
Gewichtsprozent
Bis 100° C siedender Anteil, Volumprozent
Research-Oktanzahl (ohne Blei)
Research-Oktanzahl (ohne Blei)
93,2
51,8
95,5
51,8
95,5
92,1
52,4
96,3
52,4
96,3
90,0
53,8
95,8
53,8
95,8
89,0
54,5
95,9
54,5
95,9
Es wurden Vergleichsversuche durchgeführt, in denen das im Beispiel 2 genannte gesamte Platformat sowie die
höhersiedende Fraktion und die niedrigersiedende Fraktion (ebenfalls in den im Beispiel 2 beschriebenen Versuchen
erhalten) unter den gleichen Bedingungen und mit dem gleichen Katalysator wie im Beispiel 1 getrennt
behandelt wurden. Die höhersiedenden und niedrigersiedenden Fraktionen wurden nach der Behandlung
wieder zusammengegeben. Die angewendeten Reaktionstemperaturen und die erhaltenen Ergebnisse sind in
Tabelle 5 aufgeführt.
Einsatz 475° C
Reaktionstemperatur
500° C ! 525° C
500° C ! 525° C
55O0C
Behandlung des gesamten Platformats
Ausbeute, bezogen auf Einsatz, Gewichtsprozent..
Ausbeute, bezogen auf Einsatz, Gewichtsprozent..
Bis 100° C siedender Anteil, Volumprozent
Research-Oktanzahl (unverbleit)
100 39,5 92,8 86
32,5
100,4
32,5
100,4
83
33,5
102,3
33,5
102,3
79
27
103,5
| Tabelle 5 | (Fortsetzung) | 475° C | Reaktionstemperatur | 525° C | 55O0C |
| Einsatz | 500° C | ||||
| Behandlung der niedrigersiedenden Fraktion (spezi | |||||
| fisches Gewicht 0,69) | |||||
| Ausbeute 53,6 Volumprozent = 41,2 Gewichtsprozent, | 83,1 | 61,5 | 57,0 | ||
| bezogen auf Gesamtreformat | 74 | 72,6 | 62,0 | 59,0 | |
| Ausbeute, bezogen auf Einsatz, Gewichtsprozent .. | 0,7360 | 67,2 | 0,7900 | 0,7970 | |
| Bis 100° C siedender Anteil, Volumprozent | 94,3 | 0,7610 | 102,1 | 103,0 | |
| Spezifisches Gewicht bei 15 6° C | 99,0 | ||||
| Research-Oktanzahl (ohne Blei) | |||||
| Behandlung der höhersiedenden Fraktion (spezifisches | |||||
| Gewicht 0,8565) | |||||
| Ausbeute 46,5 Volumprozent = 58,8 Gewichtsprozent, | 86 | 79 | 77 | ||
| bezogen auf Gesamtreformat | 0,8700 | 84 | 0,8755 | 0,8765 | |
| Ausbeute, bezogen auf Einsatz, Gewichtsprozent .. | 111,0 | 0,8730 | 112,2 | 112,8 | |
| Spezifisches Gewicht bei 15 6° C | 112,2 | ||||
| Research-Oktanzahl (ohne Blei) | |||||
| Mischung der behandelten höher- und niedriger | |||||
| siedenden Fraktionen | |||||
| Gemischt im Bildungsverhältnis, bezogen auf Gesamt | |||||
| reformat | 84,6 | 70,5 | 67,4 | ||
| Ausbeute, bezogen auf Gesamtreformat, | 38,1 | 78,5 | 27,6 | 25,4 | |
| Gewichtsprozent | 101,8 | 32,2 | 107,7 | 108,6 | |
| Bis 100° C siedender Anteil, Volumprozent | 105,8 | ||||
| Research-Oktanzahl (ohne Blei) | |||||
Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß bei einer Reaktionstemperatur von 475° C das Mischprodukt eine etwas
höhere Oktanzahl und eine erheblich höhere Flüchtigkeit hat als das behandelte Gesamtreformat. Bei den höheren
Reaktionstemperaturen haben die beiden Produkte die gleiche Flüchtigkeit, jedoch hat das Mischprodukt eine
erheblich höhere Oktanzahl.
Claims (8)
1. Verfahren zur Erhöhung der Flüchtigkeit von katalytischen Reformaten bzw. Erhöhung der Oktanzahl
bei gegebener Flüchtigkeit durch Behandlung von Fraktionen dieser Reformate bei erhöhten
Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, daß das Reformat in eine höhersiedende und eine tiefersiedende
Fraktion getrennt und die höhersiedende Fraktion bei Temperaturen im Bereich von 450 bis
580"' C in Gegenwart von Dehydrierungs- und Dehydrocyclisierungskatalysatoren
zu einem Produkt erhöhter Flüchtigkeit umgewandelt und dann entweder mit der unbehandelten tiefersiedenden Fraktion
oder mit dem durch Behandlung der tiefersiedenden Fraktion ebenfalls bei Temperaturen im Bereich von
450 bis 580 ° C in Gegenwart von Dehydrierungsund Dehydrocyclisierungskatalysatoren anfallenden
Produkt erhöhter Oktanzahl vermischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine Flüchtigkeit von wenigstens
40 Volumprozent, vorzugsweise 40 bis 60 Volumprozent, bei 100' C und eine Research-Oktanzahl
(unverbleit) von wenigstens 90° C in der wiedervereinigten Mischung von behandelter höhersiedender
Fraktion und unbehandelter tiefersiedender Fraktion gearbeitet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine Research-Oktanzahl von
wenigstens 100 (unverbleit) in der wiedervereinigten Mischung von behandelter höhersiedender und behandelter
tiefersiedender Fraktion gearbeitet wird.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit im wesentlichen Chromoxyd
auf einem Träger aus Aluminiumoxyd enthaltenden Dehydrierungs- und Dehydrocyclisierungskatalysatoren
gearbeitet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit 5 bis 25 Gewichtsprozent Chromoxyd
und vorzugsweise 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, jedoch weniger als das Gewicht des Chromoxyds eines
oder mehrerer Aktivatoren enthaltenden Katalysatoren gearbeitet wird.
6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der katalytischen Behandlungsstufe mit Drücken bis zu 4,5 kg/cm2 und ohne Rückführung
von anfallendem wasserstoffreichem Gas oder Zusatz von Fremdwasserstoff und mit Raumströmungsgeschwindigkeiten
von insbesondere 0,1 bis 1,0 V/V/Std. gearbeitet wird.
7. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mit Platformaten als Einsatz
gearbeitet wird, die insbesondere bei der Platformierung von Schwerbenzin unter Bedingungen,
die eine Regeneration des Katalysators in situ erübrigen, angefallen sind und vorzugsweise eine
Research-Oktanzahl (unverbleit) von 90 bis 100 besitzen.
8. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das katalytische Reformat in
die höher- und tiefersiedende Fraktion mit einem Schnittpunkt im Bereich von 80 bis 130° C, vorzugsweise
100 bis 120° C, getrennt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1026 461.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1026 461.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1060 076.
Deutsches Patent Nr. 1060 076.
© 109 537/496 3.61
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1026461B (de) * | 1955-11-24 | 1958-03-20 | British Petroleum Co | Verfahren zur Herstellung von Benzinen |
| DE1060076B (de) * | 1956-12-07 | 1959-06-25 | British Petroleum Co | Katalytisches Reformierungsverfahren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB871756A (en) | 1961-06-28 |
| US3033777A (en) | 1962-05-08 |
| BE578938A (de) | 1959-09-16 |
| FR1227548A (fr) | 1960-08-22 |
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