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Zahnradläppmaschine mit zwei miteinander kämmenden Zahnrädern Die
Erfindung bezieht sich auf eine Zahnrodläppmaschine mit zwei miteinandzr kämmenden
Zahnrädern, die von zwei Spindeln getragen werden und bei der eines der Spindelgehäuse
an einer Platte angeordnet ist, die gegenüber dem il-lasch inen;estell in einer
parallel zu den bei.len Spindel ver_@:fc:den Ebene oszillierend a@itreibbar ist.
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Bei einer bekannten L@ippnischi,ie dieser Art vve=-den die Führungsmittel
vor. Rollen urd von parallelen Geraden Führungsb«hnei, -ebildet, in denen diese
Rollen laufen. Dic Pl:ate kann daher -eGenüber denn @aschinengcst:_Il iiur eine
tr<i@islatorische oszillierende PeweZcuin ausführen. Der Erfindung lie-t die
Aufgabe zugrunde. die Zahnr;;dläppmaschine so auszugestalten, daß dieeve@i@ig der
Platte gegenüber dem sie tragenden festen Maschinengestell aus einer Translation
und ein,.. Sch-,venkbc@Uegun? zusammengesetzt ist. Das ist zur I3erbeiführu:ig der
gegenseitigen Läppbewegungen der Zahnradspindeln erwünscht.
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Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die @üliriigsm#'ttel
zwischen dem Gestell und der Platte von zwei Hebeln gebildet werden, deren Schwenkachsen
lotrecht zu der Ebene verlaufen und welche die Platte !.zegeniiber dem Gestell derart
führen, daß die Platte sowohl eine translatorische Bewegung als auch eine Schwenkung
ausführen kann.
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Vorzugsweise ist einer der Hebel aal dein anderen, ferner an dem l@daschinengestell
und schließlich an der Platte schwenkbar gelagert.
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Zur Herbeiführun g der t_-r.nslatorischen Bewegung kann ein Pendelantrieb
vorgesehen sein, de- zhm Schwenken der beider. i lebe! um ihre am Maschinengestell
bzw. am anderen Hebel sitzenden Gelenkzapfen dient, während zur Herbeiführung der
Schwenkung ein besonderer Antrieb vorgesehen ist, der die Platte um ihren Drehpunkt
am zweiten Hebel verschwenkt.
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Besonders bewährt hat sich eine Anordnung der beiden Hebel, derzufolge
bei ihrer Pendelbewegung der sie verbindende Gelenkzapfen eine Bahn beschreibt,
die ungefähr rechtwinklig zu der Bahn des Gelenkzapfens verläuft, der den zweiten
Hebel mit der Platte verbindet.
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Weitere Ausgestaltungen der Maschine nach der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in
den Zeichnungen wiedergegeben. In diesen zeigen F i g. 1 und 2 einen Grundriß und
einen Aufriß der Maschine, wobei der Aufriß teilweise im Schnitt dargestellt ist,
F i g. 3 den waagerechten Schnitt in der Ebene 3-3 der F i g. 2, F i g. -1 den lotrechten
Schnitt nach der Ebene 4-4 der F i g. 3 und 5 und F i g. 5 den waagerechten Teilschnitt
nach der Ebene 5-5 der F i g. 4.
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Auf dem Gestell 10 der Maschine ist ein Spindel-Gehäuse 11
angebracht, in welchem eine Spindel 12 um eine waagerechte Achse 13 drehbar gelagert
ist. Diese Spindel hat ein Futter oder einen Dorn 14 zur Aufnahme eines Kegel- oder
Hyperboloidtellerrades G. Ferner trägt das Gestell ein Gehäuse 15 zur Aufnahme der
Lager einer Spindel 16, die um eine waagerechte Achse 17 umläuft und ein
Futter 18 für ein Ritzel P hat, das mit dem Zahnrad G kämmt.
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Das Gehäuse 11 ist in lotrechter Richtung verstellbar auf Führungsstangen
19, die auf einem Ständer 21 angeordnet sind. Die Verstellung des Gehäuses erfolgt
mit Hilfe einer Stellschraube 22, die an Hand einer Teilung 23 eingestellt werden
kann. Auf diese Weise kann man die Maschine zum Behandeln von Hyperboloidzahnrädern
herrichten, bei denen der lotrechte Abstand der Achsen 13 und 17 verschieden groß
bemessen ist. Der Ständer 21 ist auf waagerechten Führungsstangen 24 des Gestells
10 einstellbar. Diese Führungsstangen verlaufen parallel zur Ritzelachse 17. Auf
die Weise läßt sich die Maschine für Tellerräder G verschiedenen Durchmessers einrichten.
Die Einstellung erfolgt dabei mit Hilfe einer Stellspindel 25 an Hand einer Teilung
26.
Das Spindelgehäuse 15 für das Ritzel ist auf waagerechten
Führungsstangen 27 verschiebbar, die sich rechtwinklig zur Ritzelachse 17 und parallel
zur Tellerradachse 13 erstrecken und auf einer Platte 28 angebracht sind. Durch
Verschieben des Spindelgehäuses 15 auf den Führungsstangen 27 kann man das Ritzel
P aus der in F i g. 1 in ausgezogenen Linien gezeigten Eingriffslage bis in eine
strichpunktiert gezeigte Stellung P' zurückziehen, wo man das Ritzel ein- und ausspannen
kann. Diese Verschiebung des Spindelgehäuses 15 erfolgt mittels eines Kolbens 29,
der in einem Zylinder 30 der Platte 28 läuft. Der Kolben 29 ist mit dem Spindelgehäuse
15 durch eine Schraubspindel 31 verbunden, die in dem Kolben drehbar gelagert ist
und mit Hilfe einer von Hand drehbaren Welle 32 gedreht werden kann, die eine Keilwellenverbindung
mit der Schraubspindel hat. Dadurch kann man dann das Spindelgehäuse 15 auf den
Gleitstangen 27 verstellen. Auf die Weise läßt sich die Maschine für Ritzel P verschiedener
Durchmesser innerhalb des Leistungsbereiches der Maschine einstellen. Um diese Einstellung
zu erleichtern, ist 'die Welle 32 mit einer Teilscheibe 33 versehen, die
eine Teilung aufweist.
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Der Antrieb der Ritzelspinde116 erfolgt durch einen umsteuerbaren
Elektromotor 34, der auf dem Spindelgehäuse 15 angebracht und mit dem Motor durch
einen Riementrieb verbunden ist. In der Zeichnung sieht man das Schutzgehäuse 35
dieses Riementriebes. Die das Tellerrad tragende Spindel 12 kann man mit Hilfe einer
nicht mehr veranschaulichten Bremse abbremsen, um dadurch die kämmenden Zahnräder
G und P mit einem Antriebsmoment zu belasten.
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Die Erfindung bezieht sich nun insbesondere auf eine Einrichtung,
mit deren Hilfe die Platte 28 in einer waagerechten Ebene geführt ist und derart
bewegt wird, daß dadurch die gegenseitigen Stellungen von Tellerrad und Ritzel geändert
werden. Durch diese Änderung wird das Tragbild der Zahnflanken, also der Bereich,
in dem diese zur Anlage aneinander gelangen, in der Längsrichtung der Zähne verschoben.
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Die gegenseitigen Bewegungen der Spindelachsen, die durch Verstellen
der Platte 28 herbeigeführt werden, sind die folgenden: a) Eine Pendelbewegung um
eine lotrechte Achse 40, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch
die Eingriffszone der Zahnräder geht. Der Zweck dieser Pendelbewegung ist es, das
Tragbild auf den Zahnflanken in der Längsrichtung der Zähne zu verschieben.
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b) Eine Hin- und Herverschiebung in Richtung der Ritzelachse
17 in Takt mit der Pendelbewegung, hauptsächlich zu dem Zweck, den Abstand
des Tragbildes von den Begrenzungen des Zahnkopfes und des Zahnfußes aufrechtzuerhalten.
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c) Eine Hin- und Herverschiebung in Richtung der Tellerradachse
13, hauptsächlich zu dem Zweck, das Spiel zwischen den Zahnflanken während
der Pendelbewegung a) und der Hin- und Herverschiebung b) aufrechtzuerhalten.
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Für die Durchführung dieser Bewegungen ist die Platte 28 mit
ebenen waagerechten Unterflächen, die nicht näher gezeigt sind, auf Lagerkugeln
36 (F i g. 3) geführt, die auf waagerechten Flächen 37 des Gestells 10 rollen.
Jede Gruppe von Kugeln ist von einem ovalen Ring umgeben, innerhalb dessen die Kugeln
in waagerechter Richtung frei beweglich sind. Die Platte 28 ist nun durch
eine die Achse 40
aufweisende Gelenkverbindung mit einem Hebel 38
verbunden,
wobei diese Gelenkverbindung einen Zapfen 39 enthält, der an dem Hebel 38 befestigt
ist und in ein Wälzlager 41 eingreift, das sich in der Platte 28 befindet. Der Hebel
38 ist seinerseits durch einen Gelenkzapfen 42 mit einem Winkelhebel 43 schwenkbar
verbunden, der seinerseits mittels eines Lagerzapfens 44 am Gestell
10 gelagert ist. Das vom Zapfen 39 abgewandte Ende des Hebels 38 trägt auf
Wälzlagern eine Rolle 45 (F i g. 3 und 4), die auf der ebenen Fläche eines Schubkurventeils
46 läuft. Dieser Schubkurvenkörper wird von einem Schlitten 47
getragen, der
auf waagerechten Führungsstangen 48
des Gestells beweglich geführt ist. Auch
der Hebel 43 trägt eine Rolle. Diese Rolle 49 läuft auf einem Schubkurventei151,
der ebenfalls von dem Schlitten 47 getragen wird. Schließlich hat die Platte
28 einen starr an ihr befestigten Arm 53 mit einer dritten Rolle 52, die
in einem vom Schlitten 47 getragenen dritten Schubkurventeil 54 läuft. Die Rollen
45 und und 51 durch eine Feder 55 (F i g. 3) gehalten, die und 51 durch eine Feder
55, F i g. 3, gehalten, die als Druckfeder zwischen den Hebeln 38 und 43 eingesetzt
ist. Um schließlich die Rolle 52 an die in F i g. 3 rechts gelegene Schubkurvenfläche
des Schubkurventeils 54 angedrückt zu halten, ist folgende Anordnung getroffen:
In einer Zylinderbohrung 47 des Gestells 10 ist ein Kolben 56 geführt, der eine
Rolle 58 trägt und gegen einen Ansatz 59 drückt, der von der Platte
28 aus abwärts ragt. Wirkt ein Druckmittel auf den Kolben, etwa die Druckflüssigkeit
der hydraulischen Anlage der Maschine, so werden dadurch der Ansatz 59 und die Platte
28 um die Lagerachse 40 im Uhrzeigersinn gedreht. Das hat die Wirkung, die
Rolle 52 an die rechte Schubkurvenfläche des Schubkurventeils 54 anzudrücken. Die
Hebel 38 und 43 gehen durch Schlitze 61 einer Wandung des Gestells hindurch.
Sie laufen dabei auf Lagerkugeln 63, die zwischen ihnen und den oberen und unteren
Wandungen der Schlitze 61 eingefügt sind. Auf die Weise werden die Hebel
38 und 43 zusätzlich zu ihrer Lagerung 42 und 44 abgestützt. Die Anordnung
der Lagerkugeln entspricht der bei 36 und 37 gezeigten Anordnung.
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Der Schlitten 47 wird auf den Gleitstangen 48
durch eine
Schubkurve 64 (F i g. 2 und 3) hin und her bewegt, die gegenüber dem Gestell eine
Pendelbewegung um eine lotrechte Achse 65 durch einen umsteuerbaren Motorantrieb
erfährt. Auf der Schubkurve läuft eine Rolle 66, die vom Schlitten 47 getragen wird.
Sie wird kraftschlüssig in Anlage an der Schubkurve durch eine Feder 67 (F i g.
3) gehalten, die als Druckfeder zwischen dem Gestell 10 und dem Schlitten eingefügt
ist, und zwar unter Mitwirkung des hydraulischen Druckes im Zylinder 68 des Schiebers.
Der Gegendruck wirkt dabei gegen einen Kolben 69, der im Zylinder gleitet und am
Gestell befestigt ist.
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Der dem Schlitten 47 durch die Schubkurve 46 erteilte Hub und die
Lage der Schubkurventeile 46, 51 und 54 auf dem Schlitten 47 sind in der nachstehend
erläuterten Weise verstellbar. Nehmen die Schubkurventeile die in F i g. 3 gezeigte
Einstellage ein, dann führt eine einwärts gerichtete Verschiebung des Schlittens
47, d. h. die mit Bezug auf F i g. 3
abwärts gerichtete Verschiebung,
zu den folgenden Bewegungen: a) Der Schubkurventeil 54 verschwenkt durch Einwirken
auf die Rolle 52 die Platte 28 im Uhrzeigersinn um die Lagerachse 4ƒ.
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b) Der Schubkurventeil 41 verschwenkt durch Einwirken auf die Rolle
49 den Hebel 43 im Gegenuhrzeigersinn um das Lager 44 und verstellt
dadurch den Hebel 38 und die Platte 28 in einer solchen Richtung (mit Bezug auf
F i g. 3 nach unten), daß dadurch das Ritzel P längs seiner Achse 17 mit Bezug auf
die F i g. 1 und 2 nach links verschoben wird.
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c) Der Schubkurventeil 46 verschwenkt durch Einwirken auf die Rolle
43 den Hebel 38 im Uhrzeigersinn mit Bezug auf F i g. 3 um das Lager 42,
wodurch die Lagerachse 40 und die Platte 28 in der Richtung der Tellerradachse
13 (nach links mit Bezug auf F i g. 3) verstellt werden. Dadurch wird das Ritzel
P in Richtung auf das Tellerrad G verstellt. Verschiebt sich der Schlitten 47 längs
der Gleitstangen 48 nach außen, so bewirkt das die drei Bewegungen a), b) und c)
in den entgegengesetzten Richtungen.
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Die Größe und die Richtung der Bewegung a), d. h. die Schwenkbewegung
um die Achse 40, die sich bei einem gegebenen Hub des Schlittens
47 ergibt, läßt sich dadurch verstellen, daß man den Schubkurventeil 54 um
einen Zapfen 71 (F i g. 4, 5) dreht. Dieser Zapfen verbindet den Schubkurventeil
54 mit dem Schlitten 47. Durch diese Verdrehung wird die Neigung der Schubkurvenfläche
verändert. Um den Schubkurventeil in seiner jeweiligen Einstellage zu rasten, hat
er auf seinem Umfang Kerben 73, in die eine Stellschraube 72 eingreifen kann. In
der Längsrichtung des Schlittens 47 ist eine Stange 74 verschiebbar, die
einen Stift 75 trägt, welcher in einen radialen Schlitz des Schubkurventeils 54
eingreift. Lockert man die Schraube 72 und verschiebt man dann die Stange 74 von
Hand, so dreht der Stift den Schubkurventeil bis in die gewünschte Einstellage.
Um diese Einstellung zu erleichtern, ist die Stange 74 mit einer Teilung versehen.
Eine feinere Einstellung der Bewegung a) geschieht dadurch, daß man die Pendelamplitude
der Schubkurve 64 ändert. Die Pendelbewegung dieser Schubkurve wird durch ein Antriebsaggregat
76 bewirkt, das aus einem umsteuerbaren Motor und einem Untersetzungsgetriebe besteht.
Dieses Antriebsaggregat wirkt auf einen Kettentrieb 77 (F i g. 3), wodurch auch
eine Schaltplatte 78 zum Umsteuern des Motors in eine Pendelbewegung versetzt
wird. Der Umsteuerung des Motors dienen zwei Schalter 81 und 82. Der Schalter
81 steuert den Motor 76 um, wenn der Hauptmotor 34 vorwärts läuft.
Wenn das geschieht, erfolgt der Antrieb auf der einen Seite der Zähne von Tellerrad
und Ritzel. Der zweite Schalter 82 steuert den Motor 76 um, wenn der Hauptmotor
34 zurückläuft. Wenn das geschieht, erfolgt der Antrieb auf der anderen Seite der
Zähne. Der Schalter 81 wird durch einen Hebel 83 geschaltet, der um eine Achse 84
schwenkbar gelagert ist und eine Rolle 85 hat, an die abwechselnd Anschläge 86 und
87 der Platte 78 anstoßen. Stößt der Anschlag 86 an die Rolle 85 an, so wird dadurch
der Schalter in einer Weise betätigt, derzufolge der Motor 76 umgesteuert wird,
sobald die Schubkurve 64 und die Platte 78 die gewünschten Grenzstellungen bei ihrer
Drehung im Uhrzeigersinn erreichen. Stößt der Anschlag 87 an die Rolle 85 an, so
wird dadurch der Schalter in einer Weise betätigt, derzufolge der Motor umgesteuert
wird, sobald die Schubkurve 64 und die Platte 78 die gewünschten Grenzstellungen
bei der Drehung im Gegenuhrzeigersinn erreichen. Die Anschläge 86 und 87 sind abhängig
voneinander auf der Platte 78 in deren Umfangsrichtung verschiebbar. Die Grenzstellungen
lassen sich daher in der gewünschten Weise ändern. Der Schalter 82 wird in entsprechender
Weise durch einen Hebel 89 geschaltet, auf den unabhängig einstellbare Anschläge
91 und 92 wirken. Die Steuerschaltung für den Motor kann man mit einstellbaren Zählern
ausrüsten, durch welche die Pendelbewegungen der Schubkurve 64 gezählt werden. Man
kann dann dafür sorgen, daß während des Vorlaufes des Motors 34 eine bestimmte Anzahl
von Pendelbewegungen der Schubkurve 64 erfolgt und daß beim Rücklauf des Motors
entweder dieselbe Zahl oder eine andere Zahl von Pendelbewegungen der Schubkurve
64 durchgeführt wird.
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Die zum Einstellen der Schubkurventeile 51 und 46 auf dem Schlitten
47 vorgesehenen Einrichtungen sind in den Fi g. 4 und 5 gezeigt. Der Schubkurventeil
51 hat einen Schaft 93, der drehbar in einer Buchse 94 gelagert ist. Diese läßt
sich im Schlitten 47 um eine Achse drehen, die exzentrisch zum Schaft 93
verläuft. Der Schubkurvenkörper 91 trägt auf in Durchmesserrichtung entgegengesetzten
Seiten seines Schaftes 93 Rollen 95 und 96, die auf Wälzlagern gelagert sind. An
diese Rollen können Kolben 97 und 98 anstoßen, die in parallelen Bohrungen des Schlittens
47 hin und her beweglich geführt sind. Der Kolben 98 ist zwar in F
i g. 5 nicht zu sehen, aber seine Form und sein einstellbarer Anschlag entsprechen
denen des Kolbens 97. Die einstellbaren Anschläge bestehen je aus einer Anschlagschraube
99, die in eine Gewindebuchse 100 eingeschraubt ist, welche am Schlitten
47 befestigt ist. Die Anschlagschraube begrenzt die Verschiebung des Kolbens
nach außen, d. h. mit Bezug auf F i g. 5 nach unten. Setzt man die Kammer 101 unter
hydraulischen Druck, der auf den Kolben 97 wirkt, während der Kolben 98 vom Druck
entlastet wird, dann verschiebt sich der Kolben 97 nach innen und schwenkt den Schubkurventeil
91 und seinen Schaft 93 mit Bezug auf die F i g. 3 und 5 im Gegenuhrzeigersinn bis
in eine Grenzstellung, die durch die Einstellung der Anschlagschraube 99 des Kolbens
98 bestimmt ist. Durch Umsteuerung des Druckes, d. h. durch Beaufschlagung des Kolbens
98 mit dem Druckmittel, während der Kolben 97 vom Druck entlastet wird, kann man
den Schubkurventeil im Uhrzeigersinn bis in die Grenzlage verschwenken, die durch
die Anschlagschraube 99 des Kolbens 97 bestimmt ist. Jede Buchse 100 hat eine Teilung,
mit deren Hilfe man die betreffende Anschlagschraube bequem einstellen kann. Die
Umsteuerung des auf die Kolben 97 und 98 wirkenden hydraulischen Druckes erfolgt
durch ein Magnetventil, das durch den Umsteuerschalter des Motors 34 betätigt wird,
in der Zeichnung aber nicht wiedergegeben ist. Mithin kann der Anschlagteil
59 eine bestimmte Winkellage einnehmen, während die Zahnräder P und G im
Vorlauf angetrieben werden, und eine zweite Winkelstellung, während die Zahnräder
im Rücklauf angetrieben werden.
Der Schubkurventei151 kann auch
eine translatorisehe Verschiebung erfahren, und zwar nach rechts oder links mit
Bezug auf die F i g. 3, 4 und 5. Es geschieht dies gleichzeitig mit der Umsteuerung
des Antriebes der Zahnradspindeln. Bewirkt wird diese translatorische Verschiebung
durch ein Verdrehen der exzentrischen Buchse 94. Auf die Winkeleinstellungen,
die durch die Anschlagschraube 99 bewirkt werden, hat die Verdrehung der
Buchse 94 keinen merklichen Einfluß. Um die Buchse zu verdrehen, sind Zapfen
102 und 103 an ihr befestigt, die auf den einander in Durchmesserrichtung
gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind und an die sich Kolben 104 und
105 anlegen können. Diese Kolben sind in parallelen Bohrungen des Schlittens
47 geführt. In F i g. 5 sieht man nur den Kolben 104. Zu jedem Kolben gehört
eine Anschlagschraube 106, die in eine Buchse 107 eingeschraubt ist, die
der Buchse 100 ähnelt. Indessen begrenzen die Anschlagschrauben 106 die einwärts
gerichteten Verschiebungen der Kolben 104 und 105,
im Gegensatz zu
den Anschlagschrauben 99, welche die auswärts gerichteten Bewegungen der Kolben
97 und 98 begrenzen. Wegen dieses Unterschiedes ist die Anordnung eines Hilfskolbens
108 kleineren Durchmessers nötig, der auf jeden Zapfen 102 bzw. 103 in einer
Richtung drückt, die derjenigen der Kolben 104 oder 105 entgegengesetzt
ist. Auf diese Weise werden die Zapfen 102 und 103 in Anlage an den
Kolben gehalten. Wird der Kolben 104 und der zugehörige Kolben 108 über die. Kammern
109 und 110 mit dem Druckmittel beaufschlagt, aber der Kolben 105
vom Druckmittel entlastet (und der zugehörige Zapfen 108), dann kann der
Zapfen 102 so verschoben werden, daß er die exzentrische Buchse
94 im Uhrzeigersinn mit Bezug auf F i g. 5 dreht, bis der Flansch
111 des Kolbens 104 an den Kopf seiner Anschlagschraube 106 anstößt.
In entsprechender Weise werden der Zapfen 103 und die Buchse 94
um
bestimmte Beträge im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, wenn nach der Umsteuerung der
Kolben 105 und der zugehörige Hilfskolben 108 mit Druck beaufschlagt werden.
Die sich dadurch ergebende Verschiebung des Schubkurventeils 51 hat die Wirkung,
daß die Zahnräder G und P eine andere Lage zueinander in Richtung der Achse
17 des Ritzels beim Vorlauf des Motors 34 haben, im Vergleich zu der
Lage, die bei Rücklauf des Motors 34 herbeigeführt wird. Die Umsteuerung
des auf die Kolben 104 und 105 und ihre zugehörigen Hilfskolben wirkenden
Druckmittels wird durch denselben Steuerschieber bewirkt, der zur Umsteuerung der
Drücke für die Kolben 97 und 98 dient.
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Da die Verschwenkung des Ritzels P gegenüber dem Tellerrad G um die
Achse 40 in der einen oder der anderen Richtung, von einer mittleren Lage
ausgehend, die Wirkung hat, das zwischen den Zahnradflanken befindliche Spiel herabzusetzen,
während die Verschiebung des Ritzels längs ihrer Achse 17
das Spiel vergrößert
oder verkleinert, je nach der Richtung dieser Verschiebung, ist es erwünscht, für
den Schubkurventeil46 vier verschiedene Stellungen vorzusehen, nämlich eine für
die Verschwenkung der Achse 40 im Uhrzeigersinn und eine für die Verschwenkung
um die Achse 40 im Gegenuhrzeigersinn beim Vorwärtslauf der Zahnräder und
eine für die Verschwenkung im Uhrzeigersinn und eine für die Verschwenkung im Gegenuhrzeigersinn
während des Rücklaufes der Zahnräder. Aus diesem Grunde sind vier Gruppen von Kolben
und Anschlagschrauben ähnlich denen vorgesehen, wie sie bei 104, 105 und
106 gezeigt sind. Dadurch wird der Schubkurventeil46 eingestellt. Dieser hat einen
Schaft 112, der in einer Buchse 113 drehbar gelagert ist. Diese Buchse ist am Schlitten
47 befestigt. Ferner trägt der Schaft 112 auf in Durchmesserrichtung einander gegenüberliegenden
Seiten Zapfen 114 und 115, die sich an obere Kolben 116 und 117 und an untere
Kolben 118 und 119 anlegen können. Diesen Kolben entgegen wirken Hilfskolben 121
und 122 kleineren Querschnitts, die ähnlich wirken wie die Kolben 108 und auf die
Zapfen 114 und 115 drücken. Der Kolben 121_ wird mit dem Druckmittel immer dann
beaufschlagt, wen=n dieses Druckmittel auf den Kolben 116 oder den Kolben 118 wirkt.
Der Kolben 122 hingegen wird mit dem Druckmittel beaufschlagt, wenn dieses
auf den Kolben l.17 oder den Kolben 119 wirkt. Hinsichtlich ihrer Gestalt entsprechen
die Kolben 116 bis 119 im wesentlichen den Kolben 104 und 105. Ihr Hub nach innen
ist je durch eine Einstellschraube 123 begrenzt, die hinsichtlich ihrer Gestalt
der Stellschraube 102 entspricht. Die Schrauben 123 sind in Buchsen 124 eingeschraubt,
die mit einer Teilung versehen sind. Diese Buchsen entsprechen den Buchsen 100 und
107. Mit Hilfe der erwähnten Steuerschieber, die abwechselnd die Kolben 97
und 98 mit dem Druckmittel beaufschlagen, wird auch beim Vorwärtslauf des Motors
34 der Kolben 116 oder der Kolben 117 unter Druck gesetzt. Die anderen Kolben 118
und 119 werden mit dem Druckmittel beaufschlagt, wenn der Motor zurückläuft.
Während des Vorlaufes des Motors dient ein anderer Magnetsteuerschieber dem Zweck,
die Beaufschlagung des Kolbens 116 zu bewirken, wenn die Schubkurve 64, von ihrer
mittleren Stellung ausgehend, in der einen Drehrichtung verdreht ist, d. h. wenn
die Verschwenkung des Ritzels P um die Achse 40 von seiner Ausgangslage aus zur
einen Seite erfolgt. Hingegen wird der Kolben 118 mit dem Druckmittel beaufschlagt,
wenn die Schubkurve von ihrer Mittellage aus in der entgegengesetzten Richtung verdreht
ist.
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In entsprechender Weise bewirkt beim Rücklauf der Zahnräder G und
P der zuletzt erwähnte Magnetsteuerschieber, daß die Kolben 117 und 119 abwechselnd
mit dem Druckmittel beaufschlagt werden. Die Umsteuerung dieses Steuerschiebers
wird durch einen Umsteuerschalter 125 (F i g. 3) herbeigeführt, der durch einen
auf der Platte 78 befesticten Anschlagknopf 126 jedesmal dann umschaltbar ist, wenn
der Nocken 64 durch seine mittlere Ausgangslage hindurchgeht. Es ist dies die Stellung,
in der die Achsen der Schubkurvenläufer 45, 49 und 52 ge-
genüber den Drehachsen
der Schubkurventeile 46, 51 und 54 ausgerichtet sind.