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Nach dem Abwälzverfahren und mit schrittweiser Teilschaltbewegung
arbeitende Verzahnungsmaschine Die Erfindung betrifft eine nach dem Abwälzverfahren
und mit schrittweiser Teilbewegung arbeitende Verzahnungsmaschine mit einer Messerkopfspindel,
einer Werkstückspindel und einer Wiege, die eine der beiden Spindeln trägt und mit
der Werkstückspindel durch ein Abwälzgetriebe gekuppelt ist, das Wiege und Werkstückspindel
gleichzeitig um ihre Achsen mit einem bestimmten Geschwindigkeitsverhältnis in Drehung
versetzt, wobei die Werkstückspindel durch ein Teilschaltgetriebe zusätzlich antreibbar
ist, das mit dem Abwälzgetriebe über einen in dieses eingeschalteten Differentialgetriebesatz
kuppelbar ist, und wobei das Abwälzgetriebe zwischen der Wiege und dem Differentialgetriebesatz
Wechselräder zur Bestimmung des Abwälzverhältnisses enthält und durch einen ersten
umsteuerbaren Motorantrieb an einer zwischen der Wiege und den Wechselrädern gelegenen
Stelle antreibbar ist. Eine bekannte Maschine dieser Art (deutsche Patentschrift
805 344) hat sich besonders beim Fräsen von Kegelritzeln bewährt, die mindestens
fünf Zähne haben und für ein Kegelradgetriebe mit einem LUbersetzungsverhältnis
von höchstens 10:1 bestimmt sind. Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde,
diese bekannte Maschine so abzuändern, daß man mit ihr auch in befriedigender Weise
Kegelritzel der Zähnezahl von 1. bis 4 fräsen kann, die für Kegelradgetriebe mit
einem Übersetzungsverhältnis bestimmt sind, das 10:1 überschreitet. Werden derartige
Ritzen im Abwälzverfahren gefräst, dann führen sie dabei einem Umlauf aus, der häufig
mehrere vollständige Umdrehungen umfaßt, während die das gedachte Gegenrad darstellende
Wiege sich nur um einen kleinen Winkel dreht. Es hat sich nun herausgestellt, daß
der Antrieb der Werkstückspindel wegen des hohen Übersetzungsverhältnisses des zwischen
ihr und der Werkstückspindel eingeschalteten Getriebezuges sehr rauh und ungenau
wirkt, was zu Rattermarken am Werkstück führt und daher ungenaue Zahnflanken mit
schlechter Oberflächengüte ergibt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Mangel zu vermeiden.
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Diese Aufgabe ist nun erfindungsgemäß durch die Anordnung eines zweiten
umsteuerbaren Motorantriebes gelöst, der auf das Abwälzgetriebe an einer zwischen
dem Differentialgetriebesatz und der Werkstückspindel gelegenen Stelle wirkt. Durch
diese Anordnung ist erreicht, daß der Getriebezug, der von dem ersten umsteuerbaren
Motorantrieb zur Werkstückspindel führt, weniger stark ins Hohe übersetzt zu sein
braucht und daher mit größerer Schwingungsfreiheit wirkt, so daß sich eine höhere
Güte der Oberflächen der Zahnflanken ergibt.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Umsteuereinrichtung
vorgesehen, die den zweiten Motorantrieb abwechselnd vorwärts und rückwärts laufen
läßt, wobei während des Rückwärtslaufs das Teilschaltgetriebe durch den ersten Motorantrieb
antreibbar ist.
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Dabei kann der Motor des ersten motorischen Antricbs, wie an sich
bekannt, mit der Messerkopfspindel für deren Antrieb gekuppelt sein, und zwischen
diesem Motor und dem Teilschaltgetriebe kann eine zu dessen Antrieb einrückbare
Kupplung eingeschaltet sein.
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Während des Teilschaltvorganges müssen Werkzeug und Werkstück außer
Eingriff gehalten werden. Bei der bekannten Maschine dient diesem Zweck ein durch
den einzigen Antrieb in Umlauf versetzter Schubkurvenkörper. Wegen der Herabsetzung
des Übersetzungsverhältnisses eignet sich indessen die Schubkurve beim Gegenstand
der Erfindung nicht für diesen Zweck. Aus diesem Grund wird vorzugsweise die Anordnung
derart getroffen, daß durch den Motor des ersten motorischen Antriebs in nur einer
Richtung ein Schubkurvenkörper antreibbar ist, durch den der relative Vorschub und
Rückzug zwischen Messerkopfspindel und Werkstückspindel in an sich bekannter Weise
während der Abschaltung des zweiten umsteuerbaren Motorantriebs durchführbar ist,
und daß diesem Schubkurvenkörper ein
Druckmittelaggregat in bekannter
Weise zugeordnet ist, durch das bei Einschaltung des zweiten umsteuerbaren Motorantriebs
der relative Vorschub und Rückzug durchführbar ist.
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Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen
veranschaulicht. In diesen zeigt F i g. 1 ein Schaubild der Maschine, F i g. 2 ihr
Antriebsschema und F i g. 3 die Einrichtung zum Herbeiführen einer relativen Vorschub-
und Rückzugbewegung zwischen Messerkopf und Werkstück, von unten gesehen.
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Die Wiege 1 ist um eine waagerechte Achse 12 umlaufend auf dem Gestell
10 gelagert und trägt eine Messerkopfspindel 13 (F i g. 2), die um die Achse
14 umläuft. Diese Achse 14 kann man durch Einstellmittel, die nicht zur Erfindung
gehören, so einstellen, daß sie zur Achse 12 parallel läuft oder diese Achse schneidet
oder in einem gewissen Abstand kreuzt.. Ein von der Spindel getragener Messerkopf
13 erzeugt nach dem Abwälzverfahren die eine Flanke oder beide Flanken der Zahnlücke
des Werkstücks W, das auf einer Werkstückspindel 15 sitzt. Diese ist im Werkstückspindelkopf
17 um die Achse 16 umlaufend gelagert. Der Kopf 17 läßt sich in der Richtung des
Pfeiles 18 auf einem Ständer 19 auf-und abwärts verstellen, der seinerseits in Richtung
des Pfeiles 20 auf einer Drehscheibe 21 waagerecht verstellbar ist. Die Drehscheibe
läßt sich durch Drehung um eine lotrechte Achse 24 im Sinne des Pfeils 22 auf einem
Bettschlitten 23 verstellen. Diese Achse 24 schneidet die Achsen 12 und 16 im rechten
Winkel. Der Bettschlitten ist in der waagerechten Richtung des Pfeils 25 parallel
zur Achse 12 der Wiege auf dem Bett 10 der Maschine einstellbar und während des
Laufens der Maschine verschiebbar. Mit Hilfe dieser verschiedenen Einstellungen
kann man das Werkstück W in die gewünschte Lage gegenüber der Achse 12 der Wiege
und dem Messerkopf C bringen.
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Wie F i g. 2 zeigt, erfolgt der Antrieb der Messerkopfspindel 13 durch
einen Hauptmotor 16 über Kegelräder 27, Zahnräder 28, Wechselräder 29 und Zahnräder
31, die so angeordnet sind, daß sie die obenerwähnten Verstellungen der Spindel
13 auf der Wiege 11 nicht stören. Die Wiege 11 ist mit der Werkstückspindel13 durch
ein Abwälzgetriebe verbunden, das in F i g. 2 durch die stark ausgezogene strichpunktierte
Linie 30 gekennzeichnet ist. Dieses Abwälzgetriebe besteht aus den folgenden Getriebeelementen:
einem Zahnkranz 33 auf der Wiege, einem Antriebsritzel34 für diesen Zahnkranz, einer
Welle 35, Zahnrädern 36 und 37, einem Differentialgetriebesatz, bestehend aus Zahnrädern
38, 39 und 40, von denen das seitliche Zahnrad 38 mit einem daneben befindlichen
Zahnrad 37 verbunden und das seitliche Zahnrad 40 auf einer Welle 41 befestigt ist,
Wechselrädern 42 zur Bestimmung des Geschwindigkeitsverhältnisses der Abwälzbewegung,
Welle 43, Differentialgetriebesatz, bestehend aus den Zahnrädern 44, 45, 46, von
denen das seitliche Zahnrad 44 auf der Welle 43 befestigt ist, Kegelrädern 47, von
denen das eine mit dem seitlichen Zahnrad 46 aus einem Stück besteht, Kegelrädern
48, obenliegender Teleskopwelle 49 (vgl. auch F i g.1), Kegelrädern 51, lotrechter
Teleskopwelle 52, Kegelrädern 43, Wechselrädern 54 für die - Teilschaltbewegung,
Ritzel 55 und Tellerrad 56 auf der Spindel 15. Die Differentialgetriebesätze dienen
dem Zweck, in den Abwälzgetriebezug zusätzliche Bewegungen einzuführen, und zwar
bewirkt der Getriebesatz 38, 39, 40 eine Abänderung des Abwälzgeschwindigkeitsverhältnisses
zwischen Werkstückspindel und Wiege und der Getriebesatz 44, 45, 46 die Teilschaltdrehung
der Werkstückspindel.
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Der Abwälzgetriebezug kann wie bei den gebräuchlichen Maschinen durch
den Hauptmotor 26 über eine nur in einer Richtung umlaufende Schubkurventrommel
57 mit Schubkurvennut 58 (F i g. 3) angetrieben werden. Durch diese Schubkurvennut
wird der Abwälzgetriebezug abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen in Bewegung
gesetzt. Die Schubkurventrommel erfährt ihren Antrieb von den obenerwähnten Zahnrädern
29 aus über Geschwindigkeitswechselräder 59 und ein mit unveränderlichem übersetzungsverhältnis
laufendes Zahnradpaar 61, miteinander ausgerichtete Wellen 62, Zahnräder 63, Welle
64, Zahnräder 65 und 66, Ritzel 67 und Zahnkranz 68 auf der Schubkurventrommel 57.
In die Schubkurvennut 58 dieser Trommel greift ein Läufer 69 ein, der von einem
um eine Achse 71 am Bett 10 schwenkbar gelagerten Zahnsektor 70 getragen wird. Bei
jedem vollständigen Umlauf der Schubkurventrommel wird dieser Sektor um sein Schwenklager
einmal hin- und hergeschwenkt. Diese Pendelbewegung wird auf den Abwälzgetriebezug
über ein mit dem Zahnsektor kämmendes Ritze172, Zahnräder 73, Wechselräder 74 und
Zahnräder 75 übertragen, von denen das eine auf der Welle 35 befestigt ist. Die
Wechselräder 74 dienen dem Zweck, den Abwälzwinkel unterschiedlich zu bestimmen.
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Um der Werkstückspindel jeweils nach Bearbeitung einer Zahnlücke und
vor Bearbeitung der nächsten Zahnlücke die Teilschaltbewegung zu erteilen, wird
der Planetenradträger, der das Planetenrad 45 trägt, von der Welle 64 aus absatzweise
angetrieben. Diesem Zweck dienen Kegelräder 76 und 77, eine Teleskopwelle 78, ein
Maltesergetriebe, bestehend aus einem treibenden Element 79 und einem getriebenen
Element 81, Zahnrädern 82 und 83 und schließlich dem am Zahnrad 83 verkeilten Planetenradträger
für das Planetenrad 45.
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Diese Teilschaltvorrichtung vermag bei jedem Umlauf der Schubkurventrommel57
die Werkstückspindel einmal um den Teilschaltwinkel weiterzudrehen. Das treibende
Element 79 des Maltesergetriebes kann dabei durch einen in den Zeichnungen nicht
dargestellten Nocken in Achsenrichtung verschoben werden, um dadurch in und außer
Eingriff mit dem angetriebenen Malteserrad 81 gebracht zu werden. Das bietet die
Möglichkeit, daß das angetriebene Element 79 beim Bearbeiten jeder Zahnlücke mehrere
Umdrehungen ausführen kann, ohne das Malteserrad 81 anzutreiben. Dieses führt erst
beim Eingriff mit dem antreibenden Element 79 eine halbe Umdrehung aus, was eine
Umdrehung des Zahnrades 83 bewirkt. Bei jedem Teilschaltvorgang beschleunigt das
antreibende Element 79 das angetriebene Malteserrad 81 aus der Stillstandslage bis
zu einer Höchstgeschwindigkeit und verzögert das Rad dann wieder bis zum Stillstand.
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Um nun das Geschwindigkeitsverhältnis der Abwälzbewegung während der
Bearbeitung des Werkstücks zu ändern, ist für den das Zahnrad 39 tragenden Planetenradträger
ein Schubkurvenantrieb vorgesehen. Die diesem Zweck dienende Schubkurve 84
erfährt
ihren Antrieb von der Welle 41 des Abwälzgetriebezuges aus über Kegelräder 85, Wechselräder
86 und Schnecke und Schneckenrad 87. Die Schubkurve bewirkt eine Hin- und Herbewegung
einer Zahnstange 88, wodurch ein mit ihr kämmendes Ritzel 89 hin- und hergedreht
wird. Diese Hin- und Herdrehung wird auf den Träger des Planetenrades 39 durch Zahnräder
90 übertragen. Ist es für das zu bearbeitende Zahnrad nicht nötig, das Geschwindigkeitsverhältnis
der Abwälzbewegung abzuändern, dann ersetzt man eines der Wechselräder 86 durch
ein Klemmstück, welches die Welle der Schnecke 87 gegen Drehung festhält.
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Beim Verzahnen von Ritzeln mit der üblichen Zähnezahl wird die Werkstückspindel
um einen Winkel gedreht, der das Mehrfache des Drehwinkels der Wiege beträgt. In
diesem Fall würde das Getriebe, soweit es bis hierher beschrieben ist, voll und
ganz ausreichen. Denn es erfolgt im ganzen von der Haupttriebwelle 35 des Abwälzgetriebes
aus bis zur Werkstückspinde115 eine Untersetzung der Geschwindigkeit. Anders verhält
es sich aber, wenn die Zähnezahl des zu bearbeitenden Ritzels sehr niedrig ist,
wenn es sich also um ein Ritzel für ein Getriebe mit einem sehr hohen Untersetzungsverhältnis
handelt. Dann muß die Werkstückspindel um einen Winkel gedreht werden, der das Vielfache
des Drehwinkels der Wiege beträgt. Dabei wird also eine erhebliche Übersetzung ins
Hohe erforderlich. Bei einer Maschine der gebräuchlichen Bauart ist das unveränderliche
Übersetzungsverhältnis so bemessen, daß die letzte Übersetzungsstufe, also diejenige
der Zahnräder 34, 33, das Untersetzungsverhältnis 30: 1 aufweist. Das letzte
Getriebeverhältnis für den Antrieb der Werkstückspindel, also dasjenige der Zahnräder
55, 56, beläuft sich auf eine Untersetzung im Verhältnis 45: 1. Die Wechselräder
42 zur Bestimmung des Verhältnisses der Abwälzgeschwindigkeiten werden nach der
Formel
gewählt und dasjenige der Wechselräder für die Teilschaltbewegung nach der Formel
wobei NC die Zähnezahl des erzeugenden, von dem Messerkopf auf der Wiege
dargestellten gedachten Zahnrades darstellt, an dem sich das Werkstück abwälzt,
und N die Zähnezahl des Werkstücks bedeutet. Um im Abwälzverfahren ein Ritzel mit
zehn Zähnen zu verzahnen, das mit einem nicht im Abwälzverfahren geschnittenen Tellerrad
mit neununddreißig Zähnen kämmt, müßte das Übersetzungsverhältnis der Zahnräder
42 (von Welle 41 bis Welle 43) 39: 50 betragen, während das Übersetzungsverhältnis
der Wechselräder 54 für die Teilschaltbewegung 22,5:10 betragen würde. Dieses letzte
Verhältnis bedeutet eine mäßige Übersetzung .ins Hohe, die im Hinblick auf das Untersetzungsverhältnis
der Zahnräder 55 und 56 in Kauf genommen werden kann. Anders verhält es sich aber,
wenn das Werkstück ein Ritzel mit nur zwei Zähnen darstellt. Dann müßten die Wechselräder
54 für ein Übersetzungsverhältnis von 52,5:2 sorgen. Das würde aber eine so starke
Übersetzung ins Hohe bedeuten, daß ein ruhiger Lauf des Getriebes nicht gewährleistet
wäre und daher die Bearbeitung des Werkstücks beeinträchtigt würde.
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Um nun diese Übersetzung ins Hohe zu vermeiden, und zwar insbesondere
im Wechselrädersatz 54 für die Teilschaltbewegung, ist die Teilschalteinrichtung
derart abgeändert, daß sie das Zahnrad 83 und den Planetenradträger für das Zahnrad
45 bei jeder Bearbeitung einer Zahnlücke um drei vollständige Umdrehungen in Umlauf
versetzt statt einer einzigen Umdrehung, wie bei den bekannten Maschinen üblich.
Infolgedessen beläuft sich das Übersetzungsverhältnis der Wechselräder 42 auf,
, und das Übersetzungsverhältnis der für die Teilschaltbewegung vorgesehenen Wechselräder
54 verringert sich auf In dem ungewöhnlichen Fall, daß das Werk-
. ...,.,. 1 mWIt»--, stück ein Ritzel mit nur zwei Zähnen darstellt, beläuft
sich also das Übersetzungsverhältnis der für die Teilschaltbewegung vorgesehenen
Wechselräder 54 nur auf
Umferner in dem ganzen Abwälzgetriebezug eine Übersetzung ins Hohe zu vermeiden,
ist für diesen Getriebezug ein Hilfsantrieb an einer Stelle vorgesehen, die viel
dichter an der Werkstückspindel gelegen ist als bei den bekannten Maschinen. Dieser
Hilfsantrieb besteht aus einem umsteuerbaren elektrischen Regelmotor 91, der in
Vorwärtsrichtung langsam läuft, um die Vorlaufabwälzung bei der Bearbeitung des
Werkstücks zu bewirken, und im Rücklauf schnell läuft, um die Spindeln wieder in
die Ausgangslage zurückzuführen. Der Motor 91 ist mit der Welle 43 durch Kegelräder
92 und 93 und Stirnräder 94 verbunden. Da diese Antriebsstelle im Abwälzgetriebezug
zwischen der Werkstückspinde115 und den Untersetzungszahnrädem 37, 36 gelegen ist,
erfordert der Antrieb der Werkstückspindel eine viel geringere Übersetzung ins Hohe,
und der Antrieb der Wiege wird sogar noch mehr ins Langsame übersetzt, als es bei
dem in den bekannten Maschinen vorgesehenen Antrieb der Welle 35 durch die Nockentrommel
57 der Fall ist. Dem Hilfsmotor 95 ist durch die nachstehend erläuterte Steuerung
eine Elektromagnetkupplung 95 zugeordnet, durch welche die beiden Wellen 62, 62
miteinander gekuppelt oder voneinander getrennt werden können.
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Um den Messerkopf bis guf die gewünschte Schnitttiefe gegenüber dem
Werkstück vorzuschieben und um ihn für den Zweck der Teilschaltung des Werkstücks
und des Einspannens und Ausspannens des Werkstücks zurückzuziehen, muß eine relative
Vorschub- und Rückzugbewegung zwischen den beiden Spindeln 13, 15 herbeigeführt
werden. Dies geschieht durch die in F i g. 1 durch die Pfeile 25 angedeutete Verschiebung
des Bettschlittens 23 auf dem Bett 10. Die Einrichtung zum Herbeiführen dieser Verschiebung
ist in F i g. 3 gezeigt. Diesem Zweck dienen eine Vorschubkurve 96 der Nockentrommel
57, ferner ein dadurch in Bewegung versetzter Vorschubhebel98 und ein hydraulisches,
Zylinder und Kolben enthaltendes Aggregat 99, das im Bett 10 durch die Schubkurve
und den Hebel hin- und herbewegt wird. Der Hebel hat eine Läuferrolle 101, die derart
einstellbar auf dem Hebel angeordnet ist, daß sie entweder in die die Schubkurve
96 bildende Nut eingreifen oder aus ihr zurückgezogen werden kann. In Eingriff wird
die Läuferrolle 101 gebracht, wenn Ritzel der gebräuchlichen Zähnezahl im Abwälzverfahren
herzustellen sind. Anderenfalls wird die Rolle 101 ausgerückt. Mit einer anderen
Schubkurve 97 kann eine Rolle 102 in Eingriff gebracht werden, was nur für besondere
Zwecke geschieht, die hier nicht interessieren. Der Hebel 98 ist am Bett 10 um einen
Bolzen
103 schwenkbar gelagert und hat einen Kulissenschlitz 104,
in dem ein Stein 7.05 verschiebbar und auf verschiedene Abstände vom Drehpunkt einstellbar
ist. Der Stein trägt einen Zapfen 106, der in einen Querschlitz 7.07 des Zylinders
108 des Aggregats 99 eingreifen kann. Durch Verstellen des Steins 105 kann man daher
die Größe der Vorsehubbewegung einstellen, die durch die Schubkurve 96 oder die
Schubkurve-97 bewirkt wird. Der Zylinder 7.08 selbst ist kolbenartig in einer zylindrischen
Kammer des Bettes 110 gleitend geführt. Der Kolben 109 des Aggregats 99 ist mit
dem Bettschlitten Z3 durch eine Kolbenstange 110 verbunden, so daß sich die
Verschiebung des - Kolbens 109 Im Zylinder auf den Bettschlitten überträgt und der
Verschiebung überlagert wird, die der Bettschlitten durch die Sehtab= kurvennut
96 erfährt. Die Stange 7.1,0 erstreckt sich bis in einen Hilfszylinder 11l, des
Aggregats 99, der am Zylinder 108 befestigt ist und einen in ihm gleitend geführten
Kolben 112 enthält.
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Nachstehend sei die Wirkungsweise der Maschine hauptsächlich unter
Bezugnahme auf die F i g. 2 und 3 erläutert, wobei auf verschiedene Schalter und
Steuerschieber hingewiesen werden wird, welche die vorstehend beschriebenen Einrichtungen
steuern und in ihrer Wirkung einander zuordnen.
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Um im Abwälzverfahren Ritzel zu verzahnen, deren Zähnezahl sich auf
eins bis vier beläuft, wird der Antrieb des Abwälzgetriebezugs durch die Schubkuxventromme157
dadurch unwirksam gemacht, daß eines der Zahnräder 74 entfernt wird. Soll ein Werkstück
mit der Zähnezahl »eins« hergestellt werden, so wird auch die Teilschalteinrichtung
dadurch unwirksam gemacht, daß das Antriebselement 79 des Maltesergetriebes abgekuppelt
und das angetriebene Malteserrad 81 verriegelt wird. Zum Herstellen von Ritzeln,
deren Zähnezahl sich auf zwei bis vier beläuft, wird die. Einrichtung zum Ausrücken
des .Antriebselements 79 des Maltesergetriebes unwirksam gemacht, so daß dieses
Antriebselement bei jedem Umlauf in die angetriebene Malteserscheibe 81 eingreift
und daher drei Umdrehungen des Zahnrads 83 bei jedem Umlauf der Nockentromme157
herbeiführt. Ist der Bettschlitten 23 zurückgezogen und befindet sich die Wiege
im tiefsten ]?unkt ihrer Abwärtswälzung (die bei. Drehung im Uhrzeigersinn gemäß
den F i g. 1 und 2 erreichte Grenzstellung), dann wird die Läuferrolle 101 außer
Eingriff mit der Schubkurventrommel57 gebracht, und der Hebel 98. wird am Bett durch
nicht zäher veranschaulichte Einrichtungen festgeklemmt. Ferner wird das Werkstück
W auf der Spindel 15 aufgespannt, und dann wird der Hauptmotor 26 angelassen, so
daß er den Messerkopf C in Umlauf versetzt. Mittels eines magnetisch gesteuerten
Umsteuer-Schiebers 115 wird die rechte Kammer des Zylinders 108 über die Leitung
117 an die Druckleitung angeschlossen, so daß der Kolben 7,09 um seine ganze Hublänge
nach links läuft, bis die Kolbenstange 110. an den Kolben 112 anstößt und dieser
an den Kopf des Zylinders 111 anstößt, Das hat- zur Folge, daß der Bettschlitten
23 von der Beschickungsstellung in die Schneidstellung vorläuft. Die aus der linken
Kammer des Zylinders 108 verdrängte hydraulische Flüssigkeit fließt über die Leitungen
118 und den Umsteuerschieber 115 ab. Für diese Arbeitsweise der Maschine wird ein
Ventil 119 von Hand geöffnet und ein Ventil 121 von Hand geschlossen, so daß die
Flüssigkeit aus dem Zylinder 111 unbehindert über Leitungen 122 und 123 abfließen
kann.
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Ist der Bettschlitten 23 ganz vorgelaufen, so schaltet eine an ihm
angeordnete Klinke 125 einen Grenzschalter 124 um. Dadurch wird der Hilfsmotor 91
in Vorlaufrichtung in Gang gesetzt. Er treibt dann den Abwälzgetriebezug an und
bewirkt dadurch die aufwärts gerichtete Abwälzbewegung des Werkzeugs, also den Umlauf
der Wiege 11 im Gegenuhrzeigersinn, Gleichzeitig bewirkt er die -Drehung der Werkstückspindel
im Uhrzeigersinn. Durch diese Abwälzbewegung wird eine Zahnlücke des Werkstücks
durch den Messerkopf C bearbeitet. Ist die Aufwärtswälzung des Werkzeugs beendet,
dann wird durch eine einstellbar auf der Wiege angeordnete Klinke 127 ein Grenzschalter
126 derart geschaltet, daß er den Motor 91 stillsetzt und den Umsteuerschieber 115
umsteuert. Dieser läßt den Kolben 109 nach rechts laufen und bewirkt den Rückzug
des Bettschlittens 23. Bei Beendigung dieses Rückzugs wird durch die Klinke 125
ein Grenzschalter 128 umgeschaltet, wodurch die Magnetkupplung 95 eingerückt und
gleichzeitig; der Motor 91 umgesteuert wird, der infolgedessen den Abwälzgetriebezug
in der Rücklaufrichtung antreibt. Infolge des Einrückens der Kupplung 95 wird die
Schubkurventromme157 in Drehung versetzt und treibt die Teilschaltvorrichtung 79,
81 an. Infolgedessen wird die Werkstückspindel um den Teilschaltwinkel weitergedreht,
so daß die nächste Teilung zur Bearbeitung der nächsten Zahnlücke des Werkstücks
dem Werkzeug dargeboten wird. Das gilt jedoch nur für den Fall, daß das Werkstück
eine Zähnezahl hat, die größer als eins ist. Handelt es sich um ein Werkstück mit
nur einer Zahnlücke, dann erfolgt keine Teilschaltbewegung.
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Hat die Schubkurventrommel57 einen Umlauf vollendet, dann schaltet
eine Klinke 129 den Schalter 131 um und macht dadurch die Magnetkupplung 95 stromlos,
so daß sie ausgerückt wird. Infolgedessen bleibt der Antrieb -der Schubkurventrommel
57 und der Teilschalteinrichtung 79, 81 stehen, Etwa gleichzeitig wird der Rücklauf
des Abwälzgetriebezugs beendet. Wenn das geschieht, schaltet eine an der Wiege einstellbar
vorgesehene Klinke 132 einen Grenzschalter 126 und setzt dadurch den Motor 91 still.
Durch die Umschaltung der beiden Grenzschalter 131 und 126 wird die Wiederholung
des Schneidarbeitsspiels bewirkt, beginnend mit der Umsteuerung des Schiebers 115
und mit dem dadurch bewirkten Vorlauf des Bettschlittens 23 unter Antrieb durch
den Kolben 109. Erst wenn die letzte Zahnlücke bearbeitet ist (oder die einzige
Zahnlücke des Werkstücks), spricht ein selbsttätiger Stillsetzschalter an, der durch
ein Zählwerk geschaltet wird. Dieses wird im Takt mit der Schubkurventrommel 57
weitergeschaltet. Dieser Schalter setzt dann die Maschine still, Will man ein Ritzel
der üblichen Zähnezahl im Abwälzverfahren bearbeiten, so braucht man dazu den Motor
91 nicht. Dieser wird durch Entfernen eines der Zahnräder 94 abgekuppelt. Das Ventil
119 wird geöffnet und das Ventil 121 geschlossen. Die Tellschaltvorrichtung wird
eingeschaltet, so daß sie dem Zahnrad 83 bei jedem, Umlauf der Schubkurventromme157
eine Drehung erteilt, Die Kupplung 95 wird in eingerückter Lage mechanisch verriegelt,
so daß die Schubkurventromme157 und die Antriebswelle 78 der Teilschalteinrichtung
bar
durch den Hauptmotor 26 angetrieben werden. Die die Abwälzbewegung bewirkende Schubkurvennut
58 der Nockentrommel 57 bewirkt den Antrieb des Abwälzgetriebezugs über das oben
erläuterte Getriebe, zu dem die Zahnräder 74 und 75 gehören. Die Läuferrolle 101
befindet sich im Eingriff in der Schubkurvennut 96 der Trommel 57 und bewirkt vor
jedem Teilschaltvorgang einen Rückzug des Bettschlittens. Die Teilschaltbewegung
erfolgt während des Rücklaufs des Abwälzgetriebes. Nach Aufspannen eines Werkstücks
W auf der Werkstückspindel wird ein Umsteuerschieber 148 von Hand so geschaltet,
daß er mittels des Kolbens 109 den Vorlauf des Bettschlittens bewirkt. Bei Beendigung
dieses Vorlaufs wird der Hauptmotor 26 angelassen und läuft so lange, bis die nach
Bearbeitung der letzten Zahnlücke stattfindende Rückwälzung beendet ist. Dann kommt
der durch den Zähler betätigte selbsttätige Stillsetzschalter in Gang und setzt
den Hauptmotor 26 still. Daraufhin kann der Bettschlitten 23 durch Schalten des
Umsteuerschiebers 148 von Hand zurückgezogen werden.