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Prüfstand für Brennstoffeinspritzpumpen Prüfstände für Brennstoffeinspritzpumpen
weisen eine Aufspanneinrichtung für die Prüflingspumpe auf und eine motorisch angetriebene
Antriebsspindel, welche mit der Welle der Prüflingspumpe kuppelbar ist, sowie einen
Düsenträger, in welchem die Düsen bzw. Düsenhalter, welche für die Prüfung bestimmt
sind, eingesetzt sind, sowie einen Träger für die unterhalb der Düsen angeordneten
Meßgläser. Die am Düsenträger angeordneten Düsen werden über Einspritzleitungen
mit den Auslässen der Prüflingspumpe verbunden. Auf solchen Prüfständen können verschiedene
Messungen durchgeführt werden. Bei der Fördermengenmessung fließt der bei einer
bestimmten Hubzahl der Prüflingspumpe geförderte Brennstoff in die Meßgläser, wobei
die Fördermenge kontrolliert werden kann. Um eine Verzerrung des Prüfergebnisses
zu vermeiden, sollen die von den Auslässen der Prüflingspumpe zu den Düsen führenden
Einspritzleitungen nicht zu lang bemessen sein, und es muß daher der Düsenträger
möglichst nahe der Prüfungspumpe angeordnet sein. Des weiteren ist es erforderlich,
bei der Prüfung gewisse Einstellarbeiten an der Prüflingspumpe durchzuführen; und
es soll daher die Prüflingspumpe auch möglichst gut zugänglich sein. Es gibt links
und rechts angetriebene Pumpen, wobei die durch einen Deckel abgedeckte seitliche
öffnung, durch welche die einzelnen Pumpenelemente zum Zwecke der Einstellung zugänglich
sind, einmal auf der einen Seite und einmal auf der anderen Seite angeordnet ist.
Die Zugänglichkeit der Pumpe muß daher von beiden Seiten ermöglicht werden.
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Es gibt nun verschieden breit gebaute Pumpen. Um hier die Einspritzleitungen
am Prüfstand möglichst kurz zu halten, wurde bereits vorgeschlagen, den seitlich
der Prüflingspumpe angeordneten Düsenträger und den Meßglasträger quer zur Prüflingsachse
verschiebbar anzuordnen. Damit kann wohl der verschiedenen Breite der Einspritzpumpe
Rechnung getragen werden, und es können bei einer schmalen Einspritzpumpe der Düsenträger
und Meßglasträger näher an die Pumpe herangebracht werden, um die Einspritzleitungen
kürzer zu halten, wobei ein solcher Prüfstand auch für die breitesten Einspritzpumpen
verwendbar ist. Düsenträger und Meßglasträger sind jedoch immer an der gleichen
Seite des Prüfstandes angeordnet, und es ist daher beim Prüfen einer Einspritzpumpe,
deren Deckelseite an der Seite liegt, an welcher der Düsenträger und der Meßglasträger
angeordnet sind, die Zugänglichkeit äußerst erschwert. Der Düsenträger kann nur
nach Lösung der Einspritzleitungen seitlich verschoben werden, um eine bessere Zugänglichkeit
der Deckelseite der Prüflingspumpe zu ermöglichen. Es wurde auch bereits vorgeschlagen,
den Düsenträger und Meßglasträger seitlich der Prüflingspumpe höhenverstellbar und
in seiner Höhenlage feststellbar anzuordnen. Damit kann den verschiedenen Höhen
einer Einspritzpumpe Rechnung getragen werden, jedoch bleibt die Zugänglichkeit
der Prüfungspumpe von derjenigen Seite, an welcher der Düsenträger und Meßglasträger
angeordnet ist, beeinträchtigt. Wollte man hierbei, was bei diesen bekannten Anordnungen
nicht vorgesehen ist, den Düsenträger und den Meßglasträger so hoch einstellen,
daß die Prüfungspumpe unterhalb desselben zugänglich wird, so würde dadurch die
Länge der Einspritzleitungen zu groß werden. Bei einer solchen bekannten Anordnung,
bei welcher der Antrieb der Prüfungspumpe von Hand aus erfolgt, ist der gesamte
Prüftisch mit der Rufspannplatte für die Prüflingspumpe und dem Düsenträger und
Meßglasträger um eine lotrechte Achse verschwenkbar. Dies dient jedoch nur dazu,
um dem Bedienungsmann den Weg auf die andere Seite des Prüfstandes zu ersparen,
jedoch wird dadurch die Zugänglichkeit der Prüflingspumpe nicht verbessert, da der
Düsenträger und der Meßglasträger in allen Drehstellungen auf der gleichen Seite
der Einspritzpumpe bleiben. Abgesehen davon ist eine solche Anordnung für motorisch
angetriebene Prüfstände nicht anwendbar.
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Um der Prüfung von links angetriebenen und rechts angetriebenen Einspritzpumpen
Rechnung zu tragen, wurde bereits vorgeschlagen, Düsenträger und Meßglasträger derart
verschwenkbar am Prüftisch anzuordnen, daß sie wahlweise auf die linke oder auf
die
rechte Seite der Prüflingspumpe gebracht werden können. Diese Verschwenkung ist
nur möglich, bevor die Prüflingspumpe aufgespannt ist, da bei diesen bekannten Anordnungen
Düsenträger und Meßglasträger in der Höhenlage nicht verstellbar sind und daher
nicht beim Verschwenken über die Prüflingspumpe hinweggehoben werden können. Abgesehen
davon würde eine solche Verschwenkung des Düsenträgers und des Meßglasträgers während
des Prüfvorganges ein Abnehmen der Einspritzleitungen erfordern. Die Prüflingspumpe
bleibt daher auch bei diesen bekannten Ausbildungen nur von einer Seite zugänglich,
und es gibt Fälle, in welchen die Zugänglichkeit von beiden Seiten erforderlich
ist. Einspritzpumpen werden mit dem Regler geprüft, und eine Einstellung des Reglers
erfordert in vielen Fällen die Zugänglichkeit von der anderen Seite. In allen diesen
Fällen mußte man sich daher damit behelfen, in schwieriger und zeitraubender Weise,
beispielsweise unter Verwendung von Winkelschraubenziehern, zu arbeiten. Sind nun
hierbei Düsenträger und Meßglasträger so hoch angeordnet, daß die Prüfungspumpe
von beiden Seiten zugänglich bleibt, so ergibt sich wieder der Nachteil der langen
Einspritzleitungen.
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Es sind auch Prüfstände bekannt, bei welchen Düsenträger und Meßglasträger
nicht seitlich, sondern frontal über dem Antriebsspindelkasten des Prüfstandes angeordnet
sind. Hier ist die Zugänglichkeit der Prüfungspumpe von beiden Seiten ermöglicht,
jedoch muß man hier in allen Fällen, und zwar auch dann, wenn die Bauart der Prüflingspumpe
die an sich günstigere Anordnung von Düsenträger und Meßglasträger neben der Prüfungspumpe
zuläßt, den Nachteil der langen Einspritzleitungen in Kauf nehmen sowie den Nachteil,
daß eine frontale Beobachtung nur über die gesamte Länge des Prüfstandes oder von
der Seite aus nur in unbequemer über den Prüfstand geneigter Stellung des Bedienungsmannes
möglich ist. Dasselbe gilt für eine weitere bekannte Ausführung, bei der der Düsen-und
Meßglasträger quer zur Aufspanneinrichtung und Antriebsspindel verschiebbar ist,
so daß er je nach Pumpenbauart rechts oder links der zu prüfenden Pumpe an der Frontseite
des Prüfstandes angeordnet werden kann.
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Die Erfindung zielt nun darauf ab, diese Nachteile der bekannten Prüfstände
zu vermeiden, und die Erfindung besteht darin, daß Düsenträger und Meßglasträger
in ihrer Höhenlage gemeinsam verstellbar und relativ zur Aufspanneinrichtung und
Antriebsspindel sowohl gemeinsam als auch voneinander unabhängig horizontal verschwenkbar
angeordnet sind. Die Erfindung ermöglicht, jeweils die für die zu prüfende Pumpe
günstigste Lage von Düsenträger und Meßglasträger zu wählen. Ddurch die Erfindung
wird nicht nur eine Anpassung an die verschiedenen Höhen der Prüflingspumpe ermöglicht,
sondern es können Düsenträger und Meßglasträger sowohl seitlich der Prüflingspumpe
als auch frontal, beispielsweise oberhalb der Antriebsspindel, eingestellt werden,
wobei dann eben nur in denjenigen Fällen, in welchen die Bauart der Prüflingspumpe
eine seitliche Anordnung von Düsenträger und Meßglasträger verbietet oder unzweckmäßig
macht, die größere Länge der Einspritzleitungen in Kauf genommen werden muß. Gemäß
der Erfindung beträgt der Schwenkwinkel, um welchen Düsenträger und Meßglasträger
ausschwenkbar sind, zumindest 180°, vorzugsweise sogar 270°. Die erfindungsgemäße
Ausbildung ermöglicht somit beim Aufspannen der Prüflingspumpe, das Arbeitsfeld
durch Ausschwenken des Düsenträgers und Meßglasträgers völlig freizulegen. Wenn
der Schwenkwinkel 270° beträgt, können Düsenträger und Meßglasträger sogar bis zur
Seitenwand des Antriebskastens des Prüfstandes zurückgeschwenkt werden, so daß von
beiden Seiten völlige Ellbogenfreiheit beim Aufspannen der Prüflingspumpe am Prüftisch
gegeben ist.
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Die Anordnung ist hierbei gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung so getroffen, daß Düsenträger und Meßglasträger an einer lotrechten,
zylindrischen Säule höhenverstellbar und schwenkbar gelagert sind, wodurch sich
eine einfache und stabile Konstruktion ergibt. Düsenträger und Meßglasträger können
hierbei axial gegen einen höhenverstellbaren Klemmring, welcher auf der Säule in
der betreffenden Höhenlage festgeklemmt wird, abgestützt sein, so daß die Verschwenkbewegung
ohne Kraftaufwand in jeder Höhenlage erfolgen kann. Hierbei kann die Säule überdies
noch senkrecht zu ihrer Achse verstellbar am Prüfstand festgelegt sein. Eine Verstellung
quer zur Achse der Antriebsspindel ermöglicht nicht nur, den verschiedenen Breiten
der Prüfungspumpe Rechnung zu tragen, sondern es kann sogar dadurch ermöglicht werden,
die Säule fallweise zur rechten oder zur linken Seite der Antriebsspindel anzuordnen.
Durch eine Verstellung in Richtung der Antriebsspindelachse kann den verschiedenen
Längen der Prüflingspumpe bzw. der Antriebswelle derselben Rechnung getragen werden.
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Besondere Vorteile ergibt eine Ausführungsform der Erfindung, bei
welcher der Meßglasständer um eine an einem seiner Enden angeordnete lotrechte Achse
relativ zum Düsenträger verschwenkbar ist. Es kann dies die gleiche Achse sein,
um welche der Düsenträger verschwenkbar ist, d. h. beispielsweise die Säule. Vorzugsweise
befindet sich aber die Schwenkachse des Meßglasträgers am Düsenträger. In der Betriebsstellung,
d. h. beim Prüfvorgang, müssen die Meßgläser unterhalb der Düsen angeordnet sein,
da der Brennstoffstrahl aus den Düsen bzw. aus den üblicherweise vorgesehenen Strahldämpfern
in die Meßgläser gelangen muß. In dieser Stellung, in der sich der Meßglasträger
im Grundriß mit dem Düsenträger deckt, kann der Meßgiasträger durch einen Rasthebel,
insbesondere durch einen federnden Rasthebel Gehalten sein. In den Pausen zwischen
den einzelnen Prüfvorgängen kann aber der Meßglasträger unabhängig vom Düsenträger,
welcher durch die festgeschraubten Einspritzleitungen in seiner Lage gehalten ist,
ausgeschwenkt werden, und es wird dadurch einerseits die Prüflingspumpe auch von
der Seite des Düsenträgers zugänglich, und andererseits werden die Meßgläser selbst
leichter zugänglich und die Ablesuna erleichtert. Durch diese Ausschwenkbarkeit
des Meßglasträgers gegenüber dem Düsenträger ist somit in den meisten Fällen bereits
die beidseitige Zugänglichkeit der Prüflingspumpe durch einen einfachen Handgriff
ermöglicht, ohne daß die Einspritzleitungen, welche im montierten Zustand ein Verschwenken
des Düsenträgers unmöglich machen, abmontiert werden müssen. Bei einer vorteilhaften
Ausführungsform der Erfindung ist der Meßglasträger um eine in seiner Mitte angeordnete
lotrechte
Achse, zweckmäßig um die lotrechte Symmetrieachse der Auftreffstellen der Brennstoffstrahlen
in der Meßglasreihe um wenigstens 180° verdrehbar. Dies kann in einfacher Weise
dadurch bewerkstelligt werden, daß die Schwenkachse des Meßglasträgers nicht unmittelbar
am Meßglasträger angreift, sondern daß der Meßglasträger um seine mittige Achse
verdrehbar an einem schwenkbaren Ausleger gelagert ist. Auch hier kann wieder der
Meßglasträger durch mit dem Ausleger zusammenwirkende Rasten, zweckmäßig federnde
Rasten, in den parallelen Stellungen zum Ausleger, d. h. also in den Betriebsstellungen,
gehalten sein. Die Verdrehbarkeit um die mittige Achse des Meßglasträgers bringt
den Vorteil mit sich, daß der Meßglasträger jeweils nach dem Meßvorgang in die für
die Ablesung des Meßergebnisses günstigste Stellung gebracht werden kann. Dies wirkt
sich insbesondere dann aus, wenn Düsenträger und Meßglasträger frontal über der
Antriebsspindel und quer zu derselben liegen, da dann zur Ablesung von der Seite
einfach der Meßglasträger um 90° verschwenkt werden kann. Auch bei der seitlichen
Anordnung von Düsenträger und Meßglasträger ermöglicht die Verdrehbarkeit um die
mittige Achse des Meßglasträgers eine Erleichterung der Ablesung. Wenn die mittige
Drehachse in der Symmetrieachse der Auftreffstellen der Brennstoffstrahlen in der
Meßglasreihe liegt, so hat dies noch den weiteren Vorteil, daß in den beiden um
180° verdrehten Stellungen die Brennstoffstrahlen in genau der gleichen Weise in
die Meßgläser treffen. Es wird auf diese Weise ermöglicht, bei einer Prüfungspumpe,
welche die halbe Anzahl oder weniger als die halbe Anzahl von Auslässen aufweist,
als Meßgläser in der Meßglasreihe vorhanden sind, zwei Prüfungen ohne zwischengehende
Entleerung der Meßgläser durchzuführen, indem einfach der Meßglasträger um 180°
verdreht wird. Es können dann die beiden Prüfergebnisse unmittelbar miteinander
verglichen werden, und die Prüfung geht schneller vonstatten. Es wird dadurch auch
ermöglicht, während der Prüfung die Meßglasreihe mit der Schauseite wahlweise in
Richtung zur Einspritzpumpe oder von der Einspritzpumpe abgewendet anzuordnen, je
nachdem, in welcher Stellung der Bedienungsperson die Beobachtung bequemer ist.
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Unter den Meßgläsern muß ein Entleerungstrog für die Meßgläser vorhanden
sein, aus welchem wieder der Brennstoff in den Tank zurückfließt. Um dies in Anbetracht
der Verschwenkbarkeit und Verdrehbarkeit des Meßglasträgers in einfacher Weise zu
ermöglichen, kann die Anordnung so getroffen sein, daß der Meßglasträger vom Entleerungstrog
der Meßgläser gebildet ist, der Ausleger als Entleerungsleitung ausgebildet ist
und die in der mittigen Achse des Meßglasträgers angeordnete Drehlagerung von einem
hohlen, an der tiefsten Stelle des Entleerungstroges angesetzten Drehzapfen gebildet
ist.
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In der Stellung des Düsenträgers seitlich der Prüflingspumpe und in
der frontalen Stellung quer zur Achse der Prüfungspumpe sind zwei verschiedene Seiten
des Düsenträgers der Prüflingspumpe zugewendet, und die Einspritzleitungen sind
daher an zwei verschiedenen Seiten anzuschließen. Um nicht jeden einzelnen Düsenhalter
im Düsenträger verdrehen zu müssen, können gemäß der Erfindung die Düsenhalter mit
den Düsen gegebenenfalls samt den üblicherweise vorgesehenen Strahldämpfern in einem
seitensymmetrischen Rahmen festgelegt sein, welcher vom Düsenträger abnehmbar, vorzugsweise
mit diesem durch Schnellverschluß verbunden ist. Es wird dann einfach der Rahmen
mit den Düsenhaltern umgesetzt, und alle Düsenhalter gelangen in die richtige Stellung.
Hierbei können sogar die Einspritzleitungen an den Düsenhaltern verbleiben, da ja
bei seitlicher Stellung und bei frontaler Stellung verschieden gebogene Einspritzleitungen
erforderlich sind.
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Die Erfindung ermöglicht somit in ihrer Gesamtheit die universelle
Verwendbarkeit eines Prüfstandes, wobei bei allen Verwendungsarten die Arbeit des
Einstellens der Prüflingspumpe und des Ablesens des Meßergebnisses vereinfacht und
auf ein Minimum reduziert ist.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen
schematisch veranschaulicht. F i g. 1 zeigt eine Seitenansicht des Prüfstandes;
F i g. 2 und 3 zeigen in vergrößerter Darstellung Düsenträger und Meßglasträger,
wobei F i g. 2 eine Seitenansicht und F i g. 3 eine Stirnansicht in Richtung des
Pfeiles 111-11I darstellt; F i g. 4 bis 8 zeigen die wichtigsten verschiedenen Stellungen
des Düsenträgers und des Meßglasträgers; F i g. 9 zeigt ein Detail der Anordnung
der Düsen im Querschnitt durch den Düsenträger; F i g. 10 zeigt ein Detail des Meßglasträgers,
und F i g. 11 und 12 zeigen zwei Varianten der verstellbaren Anordnung der Säule.
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In F i g. 1, 2 und 3 ist der Prüfstand dargestellt. 1 stellt die Aufspannplatte
des Prüfstandes dar, welche seitliche Augen 2 für das Festschrauben auf einer Werkbank
od. dgl. aufweist. 3 ist der Antriebsmotor, 4 der Getriebekasten für den Antrieb
und 5 die Achse der Antriebsspindel. Der Regler 7 der Prüfungslampe 6 ist in F i
g. 1, rechts, sichtbar. Von der Prüfungslampe 6 ist nur die Unterkante sichtbar.
Die Oberkante derselben liegt tiefer als der untere Rand des Düsenträgers 10 und
ist durch den Meßglasträger 21 verdeckt.
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An der Aufspannplatte 1 ist seitlich eine lotrechte zylindrische Säule
8 festgelegt, an welcher der mit einer Führungshülse 9 ausgestattete Düsenträger
10
schwenkbar und höhenverschiebbar geführt ist. Durch eine Klemmschraube
11 kann die Führungshülse 9 mit dem Düsenträger 10 in ihrer Stellung festgelegt
werden. Um ein Verschwenken des Düsenträgers 10 in jeder Höhenlage zu erleichtern,
ist ein Klemmring 12 auf der Säule 8 verschiebbar und festklemmbar angeordnet, welcher
eine axiale Abstützung für die Führungshülse 9 bildet. Am Düsenträger
10 sind die Düsenhalter 13, welche zur Prüfung dienen, festgeschraubt. Die
Einspritzleitungen, welche die Auslässe der Prüflingspumpe mit den Düsenhaltern
13 verbinden, sind nicht dargestellt. 14
sind die Strahldämpfer, aus
welchen der Brennstoffstrahl bei der Prüfung in die Meßgläser 15 fließt. 16 ist
ein an sich bekanntes elektromagnetisches Hubschaltwerk, welches nach einer vorbestimmten
Anzahl von Hüben die Zufuhr des Brennstoffes aus den Strahldämpfern 14 zu den Meßgläsern
15 unterbricht. Dieses Hubschaltwerk 16 ist gemäß der Erfindung am Düsenträger angeordnet.
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Unterhalb des Düsenträgers ist der Meßglasträger um die Achse einer
Welle 17 schwenkbar angeordnet. Diese Welle 17 ist oben in einem Lagerauge
18 des Düsenträgers und unten in einem Lagerauge 19 der Führungshülse
9 gelagert. Da die Führungshülse 9
einen Teil des
Düsenlagers 10 bildet, ist somit der Meßglasträger am Düsenträger schwenkbar gelagert.
Die Welle 17 weist einen Ausleger 20 auf, an dessen Ende der Meßglasträger 21 drehbar
unter Vermittlung eines in eine Lagerbohrung 22 des Auslegers 20 eingreifenden Drehzapfens
23 drehbar gelagert ist. Die Welle 17 weist noch einen zweiten Arm
24 auf, welcher den Meßglasträger 21 oben umgreift, so daß die Auslegerarme
20 und 24 den Meßglasträger 21 gabelartig umgreifen. An dem Arm 24 ist eine
Feder 25 festgenietet, welche ein Loch aufweist, in welches ein Zapfen 26 des Düsenträgers
10 einrastet und den Ausleger 17, 20, 24 mit dem Meßglasträger
21 in der Betriebsstellung festhält. Wenn die Feder 25 abwärts gedrückt wird,
kann der Meßglasträger frei um die Achse der Welle 17 geschwenkt werden. In dem
Arm 24 und der Feder 25 sind Löcher vorgesehen, welche einen Durchtritt der
aus den Strahldämpfern 14 austretenden Brennstoffstrahlen ermöglichen. Am Meßglasträger
21 sind Federn 27 vorgesehen, welche am Auslegerarm 20 angreifen und den Meßglasträger
21 festhalten und in der Betriebsstellung des Meßglasträgers einschnappen.
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Der Meßglasträger ist nun unmittelbar vom Entleerungstrog für die
Meßgläser gebildet. Der Drehzapfen 23 ist an der tiefsten Stelle des Entleerungstroges
21 angesetzt und hohl ausgebildet, wobei auch der Auslegerarm 20 als
Rohr ausgebildet ist und die Entleerungsleitung bildet, an welche ein Schlauch 28
angeschlossen ist, welcher den Brennstoff zum Brennstofftank zurückleitet. Der Drehzapfen
23 ist lediglich in die Lagerbohrung 22 eingesetzt und kann somit nach oben ausgehoben
werden. Der Entleerungstrog 21 weist einen Lappen 36 auf, welcher mit einem Drehzapfen
46 in den Arm 24 eingreift.
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Der Entleerungstrog 21 ist als Zylindermantel ausgebildet,
welcher auf der Vorderseite bei 29 aufgeschnitten ist, so daß die Meßgläser 15 frei
zugänglich sind. Die Meßgläser 15 sind auf einem Halter 30 mit Federklammern
31 befestigt. Der Halter ist um eine Welle 32, welche außen Drehknöpfe 33
aufweist, drehbar und durch einen in eine Federrast 34 einrastenden Bolzen 35 in
seiner Lage gesichert.
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Die Welle 32 ist in der Achse des zylindrischen Entleerungstroges
21 gelagert, und die zylindrische Rückwand 21a dieses Entleerungstroges
verhindert beim Kippen der Meßgläser um die Achse der Welle 32 in F i g.
3 entgegen dem Uhrzeigersinn ein Ausspritzen des Brennstoffes.
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Die Achse der Drehzapfen 23, 46 bildet die lotrechte Symmetrieachse
der Auftreffstellen der aus den Strahldämpfern 14 ausfließenden Brennstoffstrahlen
in der Meßglasreihe. Der Meßglasträger bzw. der Entleerungstrog 21 kann somit
aus der in der Zeichnung dargestellten Stellung um 180° um die Achse des Drehzapfens
23 verdreht werden, wobei auch in dieser verdrehten Stellung die Brennstoffstrahlen
an der gleichen Stelle in die Meßgläser treffen. Beim Ausführungsbeispiel der Zeichnung
sind sechs Düsenhalter und sechs Meßgläser vorgesehen. Wenn beispielsweise eine
dreistellige Einspritzpumpe geprüft wird, so werden die Einspritzleitungen auf F
i g. 2 bezogen, an die drei rechten Düsenhalter angeschlossen, und es fließt bei
der ersten Prüfung der Brennstoff in die drei rechts angeordneten Meßgläser
15. Hierauf kann nun der Meßglasträger 21 um 180° verdreht werden, wobei
die linke der beiden in der Zeichnung dargestellten Federrasten 27 mit dem Auslegerarm
20 in Eingriff gelangt. Hierauf wird die Prüfung ohne vorhergehendes Entleeren der
Meßgläser 15 wiederholt, und der Brennstoff fließt nun in die drei in F i g. 2,
links, dargestellten Meßgläser, welche nun nach Verdrehung des Meßglasträgers 21
auf die rechte Seite gelangt sind. Die Schauöffnung 29 befindet sich nun auf der
anderen Seite. Es können auf diese Weise zwei Messungen hintereinander vorgenommen
werden, und die Meßergebnisse können unmittelbar miteinander verglichen werden.
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Die F i g. 4 bis 8 zeigen nun die wichtigsten verschiedenen Stellungen
des Düsenträgers und des Meßglasträgers, wobei wieder 4 den Getriebekasten, 5 die
Antriebsspindel, 6 die Prüflingspumpe und 8 die Säule darstellt.
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F i g. 4 zeigt die Stellung von Düsenträger 10 und Meßglasträger 21
seitlich der Prüfungspumpe in der Betriebslage. F i g. 5 zeigt die ausgeschwenkte
Stellung des Meßglasträgers 21, wodurch die Prüfungspumpe 6 von der Seite des Düsenträgers
10 her zugänglich wird. Der Düsenträger 10 ist durch die Einspritzleitung festgehalten
und verbleibt in seiner Stellung.
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F i g. 6 zeigt eine Stellung, in welcher Düsenträger 10 und Meßglasträger
21 voll zum Getriebekasten 4 zurückgeschwenkt sind, so daß die Prüflingspumpe bei
ihrer Festspannung auf der Aufspannplatte 1 von allen Seiten leicht zugänglich ist.
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F i g. 7 zeigt den Düsenträger 10 und den Meßglasträger 21 in der
frontalen Stellung quer zur Achse der Antriebsspindel, wobei der Meßglasträger 21
oberhalb der Antriebsspindel liegt. F i g. 8 zeigt bei der Anordnung nach F i g.
7 den Meßglasträger 21 in der um seine mittige Achse 23, 46 verschwenkten Stellung,
in welcher ein Ablesen des Meßergebnisses an der Seite erleichtert ist. Der Düsenträger
10 verbleibt hierbei in der in F i g. 7 dargestellten Stellung, da er ja durch die
Einspritzleitungen in seiner Lage festgehalten ist.
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F i g. 9 zeigt eine Ausbildung, bei welcher alle Düsenhalter 13 mit
den Strahldämpfern 14 in einem gemeinsamen Rahmen 37 festgelegt sind, welcher lediglich
in den Düsenträger 10 eingesetzt und durch einen Schnellverschluß, beispielsweise
eine verdrehbare Federklammer 38, festgehalten ist. Dieser Rahmen 37 ist seitensymmetrisch
und kann daher um 180° verdreht in den Düsenträger 10 eingesetzt werden. In den
beiden Stellungen nach F i g. 4 und 7 ist jeweils eine andere Seite des Düsenträgers
10 dem Prüfling 6 zugewendet. Die Anordnung nach F i g. 9 ermöglicht nun, den Rahmen
37 mit allen Düsenhaltern 13 mit einem einzigen Handgriff um l80° umzusetzen, so
daß die Anschlüsse für die Brennstoffleitungen nach der anderen Seite gerichtet
sind. Man kann auch den Rahmen 37 mit den Düsenhaltern 13 und den Strahldämpfern
14 einfach auswechseln und die Einspritzleitungen, welche für die Prüfung bei einer
Anordnung nach F i g. 4 und bei einer Anordnung nach F i g. 7 erforderlich sind,
an den Düsenhaltern belassen. Dies kann von Vorteil sein, wenn häufig Pumpen abwechselnd
in der Anordnung nach F i g. 4 und in der Anordnung nach F i g. 7 zu prüfen sind.
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F i g. 10 zeigt eine Anordnung, bei welcher der Halter 30, an welchem
die Meßgläser mit Federklammern 31 befestigt sind, auswechselbar ist. Der Halter
30 ist an der Welle 32 einfach mit Federklammern
39 festgeklemmt,
so daß alle Meßgläser mit einem Griff ausgewechselt werden können. Dies kann Vorteile
haben, wenn Meßgläser verschiedener Dimensionen verwendet werden sollen oder wenn
die Zeiteingespart werden soll, welche benötigt wird, um die Meßgläser austropfen
zu lassen.
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F i g. 11 ermöglicht die Verstellung der Säule 8 relativ zur Aufspannplatte
1. Die Säule 8 ist in einer Schwalbenschwanznut 40 eines Balkens
41 festgeklemmt. Der Balken 41 ist seinerseits an zwei Führungen 42 quer
zur Aufspannplatte verschiebbar und in seiner Stellung festklemmbar.
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F i g. 12 zeigt eine andere Ausführungsform der Verstellbarkeit der
Säule B. Hier ist die Säule 8 in einer Schwalbenschwanznut 43 eines
Schwenkarmes 44 festgeklemmt, welcher um eine Achse 45 an der Aufspannplatte 1 verschwenkbar
und in beliebigen Schwenkstellungen festspannbar ist.
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In F i g. 11 und 12 deutet 5 die Achse der Antriebsspindel an. Es
können naturgemäß die Führungen 42 bzw. die Drehlagerung 45 an beiden
Seiten des Prüfstandes vorgesehen sein, so daß die Säule 8 wahlweise auf der rechten
oder auf der linken Seite des Prüfstandes angeordnet werden kann.