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DE1188283B - Verfahren zur Polymerisation von Olefinen oder olefinhaltigen Gasen - Google Patents

Verfahren zur Polymerisation von Olefinen oder olefinhaltigen Gasen

Info

Publication number
DE1188283B
DE1188283B DEG30864A DEG0030864A DE1188283B DE 1188283 B DE1188283 B DE 1188283B DE G30864 A DEG30864 A DE G30864A DE G0030864 A DEG0030864 A DE G0030864A DE 1188283 B DE1188283 B DE 1188283B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polymerization
liquid
catalyst
olefins
olefin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG30864A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Herbert Friess
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gelsenberg Benzin AG
Original Assignee
Gelsenberg Benzin AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gelsenberg Benzin AG filed Critical Gelsenberg Benzin AG
Priority to DEG30864A priority Critical patent/DE1188283B/de
Publication of DE1188283B publication Critical patent/DE1188283B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F10/00Homopolymers and copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polymerisation Methods In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Polymerisation von Olefinen oder olefinhaltigen Gasen Die Polymerisation nach Ziegler geht in der Weise vor sich, daß man zunächst einen aktiven Katalysatorkomplex aus Einzelkomponenten herstellt. Zu diesen Komponenten gehören einerseits metallorganische Verbindungen, z. B. Triäthylaluminium oder Monochlordiäthylaluminium, und andererseits z. B. Titantetrachlorid (vgl. ausgelegte Unterlagen der luxemburgischen Patente 33 201 und 33 306).
  • Die Bildung des aktiven Katalysatorkomplexes ist ein chemischer Prozeß, der unter beachtlicher Wärmetönung vor sich geht, kein Mischvorgang im physikalischen Sinn. Der aktive Katalysatorkomplex ist nicht mehr flüssig und farblos wie die verwendeten Katalysatorkomponenten, sondern fest und gefärbt. Üblicherweise wird der aktive Katalysatorkomplex außerhalb des Reaktionsgefäßes hergestellt, indem man die Katalysatorkomponenten in einem Lösungsmittel zu dem Katalysatorkomplex vereinigt.
  • Zu einer Trockenpolymerisation kommt man nach einem älteren Vorschlag, der noch nicht zum Stande der Technik gehört, wenn man die Polymerisation in einem leichtsiedenden Lösungsmittel in üblicher Weise in Gegenwart eines aktiven Katalysatorkomplexes beginnt und die Reaktionswärme ausnutzt, um während der Polymerisation das Lösungsmittel zu entfernen. Die Polymerisation läuft ohne Lösungsmittel so lange weiter, bis der Katalysatorkomplex verbraucht ist. Dann muß dieser ergänzt werden.
  • Hier wird also in einer ersten Stufe ein kleiner Teil des Polymerisates in einer inerten organischen Hilfsflüssigkeit hergestellt und in der zweiten Stufe nach Verringerung der Hilfsflüssigkeit weiter polymerisiert.
  • Bei der Polymerisation in Gegenwart eines Lösungsmittels ist es, wie beschrieben, üblich, die Ergänzung in der Weise vorzunehmen, daß man zunächst den aktiven Katalysatorkomplex bildet und ihn dann auf irgendeine Weise in das Reaktionsgefäß einführt. Man könnte so z. B. auch die Ergänzung des Katalysatorkomplexes in der zweiten Stufe der Trockenpolymerisation vornehmen.
  • Bereitet man den aktiven Katalysatorkomplex in einer Lösung und gibt diese Lösung auf ein Polymerisat auf, so entsteht ein Brei. Einen solchen Brei könnte man in eine laufende Trockenpolymerisation eintragen. Es ist aber unvorteilhaft, so zu verfahren.
  • Es ist nämlich von entscheidender Bedeutung, daß der Katalysatorkomplex auf dem trockenen Polymerisat gleichmäßig und auf das feinste verteilt ist.
  • Das ist auf die erwähnte Weise nicht ohne weiteres möglich. Ist die Geschwindigkeit, mit der das Lösungsmittel unter dem Einfluß der Polymerisationswärme abdestilliert, kleiner als die Polymerisationsgeschwindigkeit, lassen sich Klumpungen bei der Trockenpolymerisation innerhalb des Reaktionsgefäßes nicht vermeiden. Es ist daher vorteilhaft, das Lösungsmittel vorher aus dem Brei zu entfernen und das trockene Produkt zur Weiterpolymerisation in eine laufende Trockenpolymerisation einzuführen.
  • Bei der Ergänzung des Katalysatorkomplexes gehen der eigentlichen Trockenpolymeris ation, also der zweiten Stufe der geschilderten Fahrweise, noch zwei Verfahrensschritte voraus, nämlich die Herstellung des aktiven Katalysatorkomplexes in Lösung sowie die Verdampfung des Lösungsmittels.
  • Um zwei Verfahrens schritte vor der eigentlichen Trockenpolymerisation zu vermeiden, wäre es grundsätzlich zunächst denkbar, die Katalysatorkomponenten außerhalb des Reaktionsgefäßes ohne Lösungsmittel in irgendeiner Form zu vereinigen, um um den aktiven Komplex zu bilden.
  • Man hätte dann nur noch einen Verfahrensschritt vor der eigentlichen Trockenpolymerisation.
  • Jedoch bereitet es Schwierigkeiten, einen aktiven Katalysatorkomplex, der z. B. aus den flüssigen Komponenten direkt gebildet ist, in den Reaktionsraum einzuführen. Denn eine Vorbedingung für die reibungslose Durchführung einer kontinuierlich arbeitenden Trockenpolymerisation ist die, daß die Zugabe des Katalysatorkomplexes gleichmäßig erfolgt und daß für dessen gleichmäßige Verteilung innerhalb des Reaktionsraumes Sorge getragen wird.
  • Diese Bedingungen sind dann besonders schwierig zu erfüllen, wenn man mit sehr geringen Mengen des Katalysatorkomplexes arbeiten will. Die gleichen Schwierigkeiten stellen sich ein, wenn man die Katalysatorkomponenten einzeln ohne Lösungsmittel in die laufende Trockenpolymerisation gibt.
  • Es liegt daher der Gedanke nahe, die Katalysatorkomponenten außerhalb des Reaktionsgefäßes zu verdampfen, zu vergasen oder zu vernebeln, in diesem Zustand zu einem aktiven Katalysatorkomplex zu vereinigen und ihn anschließend in das Reaktionsgefäß einzuführen. Es liegt auch nahe, die Katalysatorkomponenten auf diesem Wege in Gegenwart des zu polymerisierenden Olefins zu vereinigen. Der Katalysatorkomplex fällt dabei als Rauch an. Es läßt sich jedoch nicht verhindern, daß der Rauch koaguliert. Damit geht dann aber die Feinteiligkeit verloren, die eine wesentliche Voraussetzung für die Weiterpolymerisation ist.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Polymerisation von Olefinen der olefinhaltigen Gasen mit Hilfe von metallorganische Verbindungen enthaltenden Katalysatorkombinationen nach Ziegleer, ausgenommen die Homopolymerisation von Athylen, wobei die Polymerisation vom Beginn bis zum Ende entweder in Anwesenheit oder in Abwesenheit von Lösungs- oder Verdünnungsmitteln durchgeführt wird, bei dem erfindungsgemäß die flüchtigen Katalysatorkomponenten für sich oder als Lösungen in Dampf-, Gas- oderNebelform mit Hilfe dampf- oder gasförmiger Trägerströme in das Reaktionsgetäß eingebracht werden, in dem ein Dispersionsmittel - bei der Naßpolymerisation in flüssiger Form, bei der Trockenpolymerisation in Form des frisch erzeugten Polyolefins mit Ausnahme eines Polyolefins, das durch die Polymerisation mittels der obengenannten Katalysatorkombinationen in einer inerten leichtsiedenden organischen Flüssigkeit oder in einem Gemisch solcher Flüssigkeiten und durch Verdampfen dieser Flüssigkeit gemäß der ersten Stufe des Verfahrens nach der Patentanmeldung G 16931 IVdI39c (vgl. deutsche Auslegeschrift 1099168) hergestellt worden ist - vorgelegt ist.
  • Das Einbringen der Katalysatorkomponenten in den Reaktionsraum auf dem Wege über die Dampfphase ist deshalb besonders einfach, weil man sich der Tatsachen bedienen kann, daß die Katalysatorkomponenten verhältnismäßig niedrige Siedepunkte haben und der Dampfdruck der flüssigen Katalysatorkomponenten mit der Temperatur steigt. Man schickt beispielsweise durch die flüssigen Katalysatorkomponenten einen Gasstrom, der sich bei Durchgang durch die Flüssigkeit mit Dampf belädt, und zwar um so mehr, je höher die Temperatur ist.
  • Der Katalysatortransport ist ferner um so größer, je größer die Gasmenge ist, die man durch die Flüssigkeit schickt. Man muß inerte Trägergase verwenden, wie Stickstoff oder gasförmige Kohlenwasserstoffe, z. B. cH4. Man kann aber auch gasförmige Olefine einsetzen.
  • Es ist auch möglich, die Katalysatorkomponenten in gelöster Form durch Vergasen, Verdampfen oder Vernebeln erfindungsgemäß in den Reaktionsraum einzuführen.
  • Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß der eigentlichen Polymerisation keine zusätzlichen Verfahrensschritte vorgeschaltet werden müssen, um zu einem aktiven Katalysatorkomplex bzw. zu einer aktiven, zur Polymerisation befähigten Masse zu kommen. Ein weiterer Vorteil besteht in der stetigen und gleichmäßigen Bildung und Nachlieferung des aktiven Katalysatorkomplexes im Reaktionsraum gegenüber der ungleichmäßigen und periodischen Zufuhr des bereits vorgebildeten Katalysatorkomplexes. Ein weiterer Vorteil besteht in der gleichmäßigen Verteilung des aktiven Katalysatorkomplexes auf das gesamte im Reaktionsraum vorhandene Polymerisat. Ein weiterer Vorteil besteht in der Möglichkeit, ohne die geringsten Schwierigkeiten während des ganzen Verlaufs einer Trokkenpolymerisation einen aktiven Kontaktkomplex gleichbleibender Zusammensetzung zu erzeugen.
  • Alle diese Merkmale sind entscheidend für die Erzeugung eines Polymerisationsproduktes gleichbleibender Qualität.
  • Beispiel 1 1000 ml reines Heptan wurden in ein Reaktionsgefäß von 3 1 Inhalt gefüllt und unter Durchleiten von reinem Stickstoff gespült und gerührt. Nach etwa einer Stunde wurden Aluminiumtriäthyl und Titantetrachlorid dampf- bzw. nebelförmig und getrennt eingeleitet.
  • Das Titantetrachlorid befand sich in einer Waschflasche mit einer Fritte, deren Temperatur auf 800 C gehalten wurde. Durch die Waschflasche wurden stündlich etwa 11 Stickstoff hindurchgeleitet. Eine weitere Waschflasche mit Fritte war mit Aluminiumtriäthyl gefüllt. Bei etwa 1300 C wurden stündlich 3 1 Stickstoff hindurchgeleitet. Die beiden mit den Katalysatordämpfen beladenen Stickstoffströme wurden in dem vorgelegten Heptan zusammengeführt.
  • Nach etwa einer Stunde, nachdem sich eine kleine Menge aktiven Katalysatorkomplexes gebildet hatte, wurde durch ein eigenes Einleitungsrohr zusätzlich Propylen eingeleitet, ohne daß die Zufuhr der Katalysatorkomponenten unterbrochen wurde. Die Reaktionstemperatur wurde auf 40 bis 450 gehalten.
  • Bei einem Molverhältnis von Triäthylaluminium zu Titantetrachlorid von etwa 2,5:1 betrug die Ausbeute 80 g.
  • Beispiel 2 In die Apparatur nach Beispiel 1 wurden unter inerten Bedingungen 180 g frisch erzeugtes Polypropylen eingetragen. Das nicht aktive, aber inerte Produkt wurde nach der im Beispiel 1 beschriebenen Anordnung mit den Kontaktkomponenten Triäthylaluminium und Titantetrachlorid bedämpft.
  • Zum Eindämpfen des Triäthylaluminiums in das vorgelegte Polymerisat wurde die doppelte Menge an Stickstoff aufgewendet wie zum Eindämpfen von Titantetrachlorid. Das Molverhältnis Triäthylaluminium zu Titantetrachlorid betrug 1,4: 1. Die Reaktionstemperatur stieg allmählich auf 600 C und wurde bei dieser Temperatur gehalten. Nachdem sich 139 g Polypropylen neu gebildet hatten, wurde der Versuch unterbrochen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Polymerisation von Olefinen oder olefinhaltigen Gasen mit Hilfe von metallorganische Verbindungen enthaltenden Katalysatorkombinationen nach Z i e g 1 e r, ausgenommen die Homopolymerisation von Äthylen, wobei die Polymerisation von Beginn bis zum Ende entweder in Anwesenheit oder in Abwesenheit von Lösungs- oder Verdünnungsmitteln durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die flüchtigen Katalysatorkomponenten für sich oder als Lösungen in Dampf-, Gas- oder Nebelform mit Hilfe dampf- oder gasförmiger Trägerströme in das Reaktionsgefäß eingebracht werden, in dem ein Dispersionsmittei - bei der Naßpolymerisation in flüssiger Form, bei der Trockenpolymerisation in Form des frisch erzeugten Polyolefins mit Ausnahme eines Polyolefins, das durch Polymerisation mittels der obengenannten Katalysatorkombinationen in einer inerten leichtsiedenden organischen Flüssigkeit oder in einem Gemisch solcher Flüssigkeiten und durch Verdampfen dieser Flüssigkeit gemäß der ersten Stufe des Verfahrens nach der Patentanmeldung G 16931 IVd/39 c (vgl. deutsche Auslegeschrift 1099168) hergestellt worden ist -vorgelegt ist.
DEG30864A 1955-04-15 1955-04-15 Verfahren zur Polymerisation von Olefinen oder olefinhaltigen Gasen Pending DE1188283B (de)

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DE1188283B true DE1188283B (de) 1965-03-04

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