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Wähleinrichtung für Mehrfach-Plattenspieler Die Erfindung betrifft
eine Wähleinrichtung für Mehrfach-Plattenspieler, wobei eine besondere Einrichtung
zum Festhalten einer Plattenauswahl mit nachfolgenden Steuerungsabläufen vorgesehen
ist, um die herausgesuchten Platten herauszunehmen und zum Abspielen zu bringen.
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Es sind Wähleinrichtungen dieser Art mit ringförmig eingeordneten
einstellbaren Wählstiften, die den einzelnen Schallplatten entsprechen, bekanntgeworden.
Bei einer dieser bekannten Einrichtungen ist jedem einzelnen Wählstift ein besonderer
Stehmagnet zugeordnet. Dadurch, daß eine Vielzahl von Stellmagneten, je nach der
Anzahl der in der Einrichtung unterzubringenden Schallplatten, vorgesehen sein muß,
wird die bekannte Einrichtung stark verteuert, die Schaltung umfangreich und störanfällig.
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Bei einer anderen bekannten Einrichtung dieser Art hat man ebenfalls
Stellmagnete verwendet, um die Wählstifte auszustellen. Diese Stellmagnete werden
von einer drehbaren Scheibe getragen, die in verschiedenen Lagen durch von Steuerkolben
betätigte Anschläge festgehalten werden kann. Bei dieser bekannten Wähleinrichtung
wird zwar schon eine wesentlich kleinere Anzahl von Stellmagneten verwendet; die
Anordnung ist jedoch so getroffen, daß die die Stellmagneten tragende Scheibe jeweils
wieder in ihre Ausgangslage zurückkehren muß. Dadurch wird die Arbeitsweise stark
verlangsamt und es treten Wartezeiten bei der Einstellung mehrerer Platten nacheinander
auf.
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Bei einer weiteren bekannten Wähleinrichtung wird zwar nur ein einziger
Elektromagnet zur Steuerung eines Stiftsetzers verwendet. Dieser muß aber von Hand
sehr genau in eine von einer großen Anzahl von Winkelstellungen eingestellt werden.
Dadurch wird von der gesamten Einrichtung eine sehr hohe Präzision verlangt und
die Herstellung demgemäß verteuert.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wähleinrichtung für
eine Vielzahl von Platten, beispielsweise 100 Stück, zu schaffen, die die vorgenannten
Nachteile nicht aufweist. Die Erfindung bezieht sich demgemäß auf eine Schallplatten-Wähleinrichtung
zur Auswahl der Spielfolge von Schallplatten, mit einer ringförmig angeordneten
Reihe einstellbarer Wählstifte einer drehbaren Wählscheibe, mit elektrischem Antriebsmotor,
einer ersten Reihe von Anschlägen, einer zweiten Reihe von Anschlägen, wobei eine
dieser beiden Anschlagreihen zusammen mit der Wählscheibe drehbar ist und die Anschläge
der einen Reihe in ihren Normalstellungen mit den Anschlägen der anderen Reihe keinen
Kontakt aufweisen, während die Wählscheibe durch ihren Antriebsmotor gedreht wird,
ferner mit einer Reihe von Handsteuerungen zur Verstellung der Anschläge aus ihrer
Normalstellung in die ausgestellte Wahllage, in der sie die Anschläge berühren und
die weitere Drehung der Wählscheibe durch ihren Motor beenden, einer kreisförmig
eingeordneten Reihe von beweglichen Einstellorganen für die Wählstifte, die sich
mit der Wählscheibe um eine gemeinsame Achse drehen, die auch die Achse der kreisförmig
angeordneten Wählstifte ist, so daß die Einstellorgane je nach Lage der Wählscheibe
mit den entsprechenden Wählstiften fluchten.
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Die Erfindung besteht darin, daß die zentrisch angeordneten und gleiche
Abstände voneinander aufweisenden Anschläge der zweiten Reihe der besagten Reihe
von Anschlägen gegenüberstehen, wobei die eine dieser beiden Anschlagreihen von
einem beweglichen Träger getragen wird, der unter der Wirkung einer Kraft, die zwischen
einem Paar sich berührender Anschläge aus den beiden Reihen übertragen wird, um
ein begrenztes Stück verschwenkt wird und die besagten weiteren Vorgänge der Wähleinrichtung
auslöst, und daß der Antriebsmotor für die Wählscheibe als normaler Elektromotor
ausgebildet ist, der die Wählscheibe ohne Begrenzung des -Drehwinkels in einer Drehrichtung
bewegt.
Vorzugsweise ist weiterhin ein angebauter Endschalter vorgesehen,
der bei Berührung eines Anschlages in einer der beiden Anschlagreihen mit einem
Anschlag in der anderen Reihe anspricht und über elektrische Verbindungen an den
Motor angeschlossen ist, damit dieser die Wählscheibe entgegen der normalen Drehrichtung
in Umlauf setzt, und zwar über eine Strecke hinweg, die gleich einem Teil des radialen
Winkelabstandes zwischen zwei angrenzenden Anschlägen der zweiten Reihe ist.
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Vorzugsweise ist weiterhin vorgesehen, daß die erste Reihe der Handsteuerungen
eine erste Reihe Schalter betätigt, die wiederum eine erste Reihe von Schaltmagneten
steuert, um die betreffenden Anschläge der ersten Reihe hervortreten zu lassen.
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Weiterhin wird vorgeschlagen, daß die Betätigungsorgane für die Wählstifte
eine ringförmig angeordnete Reihe von Schaltmagneten umfassen, die durch eine zweite,
von einer zweiten Reihe Handsteuerungen betätigte Schalterreihe gesteuert werden.
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Schließlich ist vorgesehen, daß die Betätigungsorgane für die Wählstifte
eine zweite Reihe Schaltmagnete aufweisen, die durch eine zweite Reihe von Schaltern,
die durch die zweite Reihe der Handsteuerungen betätigt wird, gesteuert werden,
und der Motor die Wählscheibe nach der Betätigung einer der Reihenschalter in der
normalen Drehrichtung zum Umlaufen bringt.
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Weiterhin ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß ein Endschalter angebaut
ist, der auf die Rückwirkung eines Anschlages in einer der beiden Anschlagreihen
auf einen Anschlag in der anderen Reihe anspricht und den Stromkreis zur Betätigung
eines Schaltmagnets in der zweiten Reihe der Schaltmagnete entsprechend der Betätigung
eines Schalters in der zweiten Reihe der Schalter steuert, um einen der Wählstifte
einzustellen.
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Endlich wird in Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, daß der
Endschalter den Stromkreis so steuert, daß der Motor die Wählscheibe entgegen der
normalen Drehrichtung in Umlauf setzt, und zwar über eine Strecke hinweg, die gleich
einem Teil des radialen Winkelabstandes zwischen zwei angrenzenden Anschlägen der
zweiten Reihe von Anschlägen ist.
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Die Erfindung wird nachstehend in einem Ausführungsbeispiel an Hand
der Zeichnungen näher erläutert.
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F i g. 1 ist eine Draufsicht auf den Plattenwähler entsprechend der
vorliegenden Erfindung; F i g. 2 ist ein Schnitt längs der Linie 2-2 in Fig.l; F
i g. 3 ist eine Draufsicht auf den Plattenwähler nach F i g. 1, wobei ein paar Teile
vom Oberteil der Apparatur entfernt sind; F i g. 4 ist eine Draufsicht auf die Apparatur
nach F i g. 1, von der so viele Teile entfernt wurden, daß die Grundplatte der Apparatur
mit den kreisförmig angeordneten Schaltmagneten sichtbar wird; F i g. 5 ist eine
unvollständige Seitenansicht des Plattenwählers nach F i g. 1; F i g. 6 ist eine
perspektivische Ansicht des Motor-Steuerschalters; F i g. 7 ist ein Schaltbild von
einem Steuerstromkreis für den Plattenwähler.
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Der erfindungsgemäße Plattenwähler besteht aus der Grundplatte
10 mit einer aufgesetzten drehbaren Wählscheibe 11. F i g. 2 zeigt eine Vielzahl
von Rollen 12, die von Bügeln 14 getragen werden, die so an der Grundplatte
angebaut sind, daß die Rollen 12 die Unterseite der Wählscheibe
12 drehbar abstützen. Auf geeigneten und auf dem höher liegenden Mittelteil
17 der Grundplatte eingesetzten Lagerbolzen 16 laufen mehrere Zentrierrollen
15 (F i g. 2 und 3), die die Innenkante der Wählscheibe 11 berühren,
so daß diese sich um einen Mittelpunkt drehen muß. Die Rollen 15 sind mit Bundansätzen
18 versehen, die über die Wählscheibe 11 greifen und deren Aufwärtsbewegung verhindern.
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An der Wählscheibe 11 ist eine Vielzahl von Schwinghebeln 20 für die
Wählstifte 22 drehbar gelagert. Diese Hebel arbeiten mit den auf der Grundplatte
10 aufgebauten Schaltmagneten 21 zusammen und stellen so eine mechanische Verbindung
mit den Wählstiften 22 her, die in einer ringförmigen Scheibe 23, die auf
runden Ansätzen 24 der Grundplatte 10 aufgeschraubt ist, beweglich
eingesetzt sind.
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Die Schwinghebel 20 sitzen in Schlitzen 25 am Umfang
der Wählscheibe 11 (F i g. 2 und 3). Jeder Hebel 20 hat einen oberen Teil
26 mit einer waagerecht abgebogenen Nase 27, die an einen Wählstift
22 anstößt, und einen unteren Teil 28 unterhalb der Wählscheibe 11 mit einem verlängerten,
seitlich herausstehenden Teil 29 in Höhe der Magnetkerne 30 von den
Schaltmagneten 21. Auf diese Weise können die Magnetkerne die Hebelteile
29 und damit beliebige Wählstifte berühren. Die Hebelteile 26 und 28 sind durch
einen waagerechten, sich auf der Oberseite der Wählscheibe 11 abstützenden Abschnitt
32 miteinander verbunden, der die Schwenkung des Hebels erlaubt. Die Hebel 20 werden
durch eine außen herumgeführte Schraubenfeder 33, die zwischen der Wählscheibe
11 und an jedem Schwinghebel 20 herausgescherten Nasen 34 eingefügt
ist und gegen die Hebelteile 28 drückt, in der Wählscheibe 11 arbeitsmäßig
festgehalten. Jeder Hebelteil 28 weist ferner Nasenansätze 35 auf,
die sich von unten her gegen die Wählscheibe 11 legen und die Schwinghebel
nicht nach oben wandern lassen. Infolgedessen ist eine Bewegung der Schwinghebel
nur möglich, wenn sich die Magnetkerne nach außen bewegen und auf die durch die
Schraubenfeder 33 gehaltenen Hebel drücken.
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Jeder Schaltmagnet 21 besteht aus einem rechteckigen Rahmen 37 mit
eingebauter Spule 38 und dem beweglichen Magnetkern 30, der einen nach hinten verlängerten
Ansatz 39 aufweist, auf dem eine durch einen Federteller 40 gehaltenen Druckfeder
41 sitzt, wodurch der Kern in der in F i g. 2 gezeigten Stellung gehalten wird,
sofern der Magnet nicht erregt ist und der Kern nach außen gegen den Schwinghebel
20 drückt; die Druckfeder 41 führt den Magnetkern 30 bei abgeschaltetem Magnet
wieder in die Ruhestellung zurück.
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Die Wählstifte 22 sind in der ringförmigen Scheibe 23 und in
einer oberen ebenfalls ringförmigen Scheibe 43 gelagert. Beide Scheiben sind
mit senkrecht übereinanderstehenden Schlitzen 44 und 45 versehen, in denen
sich die Wählstifte auf und ab bewegen. Zugfedern 47, die in die Löcher 48 im Außenrand
der Scheibe 43 und in die Löcher 49 im Mittelteil der Wählscheibe 11 eingehängt
sind, halten die Wählstifte angespannt. Jeder Stift 22 ist bei 50 eingekerbt,
so daß die schiefe Lage der Feder 47
am Wählstift 22 normalerweise
bewirkt, daß die gekerbte Stelle im Wählerstift in das äußere Ende des Schlitzes
44 in der Scheibe 23 einrastet und der Stift sich nicht nach oben bewegen kann,
bis der Schwinghebel 20 den unteren Teil desselben nach innen schiebt, die eingekerbte
Stelle 50 aus der Scheibe 23 herausgezogen und der Wählstift angehoben wird und
mit einer Anschlagfläche 51 gegen die Unterseite der Scheibe 23 stößt. In dieser
Stellung befindet sich der Wählstift 22 in der Laufrichtung eines Wählarms 53, der
nach unten gerichtete Zähne 54 aufweist, die die oberen Teile der Stifte 22 berühren,
wenn sich der Wählarm 53 mit der Welle 55 herumdreht. Diese Welle ist mit dem Plattenträgermechanismus
fest verbunden, so daß der Umlauf des Magazins während eines Wählvorgangs unterbrochen
wird, sobald einer der Zähne 54 den oberen Teil eines Wählstiftes 22 berührt.
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Jeder Wählstift 22 ist auf der Innenseite mit einem Ansatz 58 versehen,
auf den sich eine Taumelscheibe 57 stützt, die bei jedem Anheben der Wählstifte
22 mit hochgenommen wird. Auf der Scheibe 23 sind die in F i g. 1 gezeigten Steuerschalter
60 befestigt, und deren Betätigungshebel 61 liegen auf der Taumelscheibe auf. Die
Schalter 60 sind so beschaffen und angeordnet, daß sich wenigstens ein Hebel 61
nach oben bewegt, wenn einer der Wählstifte 22 angehoben wird, um einen zugehörigen
Schalter 60 aus einem nachfolgend genannten Grund zu betätigen.
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Die drehbare Wählscheibe 11 ist mit Zähnen 63 versehen, die mit einem
Ritzel 64 kämmen, das ein Elektromotor 65 antreibt, so daß die Wählscheibe 11 und
die daran angebauten Schwinghebel 20 sich gegenüber den Schaltmagneten 21
und den Wählfingern 22 bewegen können. Um die Wählscheibe 11 in einer
beliebigen Stellung anzuhalten und einen bestimmten, eine besondere Platte darstellenden
Wählstift 22 auszusuchen, sind nahe am Innenumfang der Wählscheibe 11 eine Anzahl
von Anschlagbolzen 66 angebracht, die einen solchen Abstand zueinander aufweisen
wie die Wählfinger 22. Auf einem Segment 68, das von einer in der Mitte gelagerten
Welle 69 getragen wird und eine begrenzte Drehbewegung ausführen kann, befinden
sich eine Vielzahl von Anhalte-Schaltmagneten 67. Das Segment 68 ruht außen auf
den festen Ansätzen 71 der Grundplatte 10. Durch die Schlitze 72 (F i g. 3) im Segment
68 sind Anschlagschrauben 73 in die Ansätze 71 eingeschraubt. Zwei Anschlagschrauben
75 bzw. 78, die von den Bügeln 76 bzw. 79 auf der Grundplatte 10 getragen werden,
begrenzen die Rechts- bzw. Linksdrehung des Segments 68. Eine im Bügel 79 und in
einer öse im Segment 68 eingehängte Feder 80 zieht das Segment an die Anschlagschraube
78 heran.
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Jeder Schaltmagnet 67 besteht aus einer in einem runden Becher
84 eingebauten Spule 83. Der Becher 84 wird in einem U-förmigen
Bügel 85 gehalten, der selbst mittels der Schrauben 86 auf dem Segment 68
befestigt ist. Jeder Schaltmagnet 67 hat einen Magnetkern 88, der durch die
Löcher 23 a in der Scheibe 23 nach oben heraustritt und mit einem Federteller
89 und einer Druckfeder 90 versehen ist, die den Magnetkern normalerweise
ganz nach unten drückt. An seinem unteren Ende weist jeder Magnetkern eine vergrößerte
Anschlagplatte 91 auf, die sich unterhalb des Segments 68 in den Umlaufweg der Anschlagstifte
66 auf der Wählscheibe 11 schieben kann. Am Segment 68 befinden sich nach unten
gerichtete Nasenansätze 92 zum Abstützen der Anschlagplatte 91, um den Schlag des
Anschlagstiftes 66 auf dieselbe abzudämpfen.
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Es sind im ganzen zehn Schaltmagnete 67 in verschiedenen Abständen
auf dem Segment 68 aufgebaut. Jeder Magnet wird durch einen Zahlenimpuls betätigt
und seine Anordnung ist so, daß er stets die Wählscheibe 11 an der Stelle
anhält, wo die Nase 27 eines Schwinghebels 20 die gleiche Stellung
einnimmt wie der dieser Zahl entsprechende Wählerstift 22.
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Um die Drehbewegung des Segments 68 über wenige Grad hinaus zu verhindern,
wenn einer der Zahlenmagnete betätigt wird und um gleichzeitig die Wählscheibe 11
anzuhalten, ist auf den Ansätzen 10a der Grundplatte 10 ein Motorsteuerschalter
94 angebaut, der aus zwei Mikroschaltern besteht, von denen einer einen Schaltkontakt
95 aufweist, der durch eine in gleicher Ebene liegende einstellbare und von einem
auf dem Segment 68 aufgeschraubten Bügel 97 getragene Schraube 96 betätigt wird.
Der andere Mikroschalter hat einen Schaltkontakt 98, der von einer zweiten einstellbaren
Schraube 99 im Bügel 97 betätigt wird. Der Schaltkontakt 95 liegt
im Stromkreis des Motors 65, und er schaltet denselben ab, wenn das Segment 68 die
Anschlagschraube 75 berührt und die Feder 80 gespannt worden ist.
Steht der Motor 65 still, so wird der zweite Schaltkontakt betätigt und die Drehrichtung
des Motors kurzzeitig umgekehrt, wodurch sich das Segment 68 in seine Ausgangsstellung
an der Anschlagschraube 78 zurückbewegt. In der Zwischenzeit kann einer der Zahlenmagnete
betätigt worden sein und die Wählscheibe 11 angehalten haben, wie noch eingehender
beschrieben wird.
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Die F i g. 7 zeigt einen Steuerstromkreis, wie er für die in den F
i g. 1 bis 5 dargestellte Einrichtung verwendet werden kann. Ein nach dem Einwerfen
einer Münze in einen Plattenspielautomaten ansprechender Schalter 110 schließt
einen Stromkreis vom Erdungspunkt über ein erstes übertragungsrelais 111
und den Kontakt 113 zur Batterie 114.
Über einen Strombegrenzungswiderstand
116 und die Kontakte 117 im Relais 111 kann ein Verklinkungsmagnet
115 zwischen Erde und Batterie 114
angeschlossen werden. Bei erregtem
Relais 111 ist der Haltestromkreis über die Kontakte 112 geschlossen und
die Kontakte 117 schließen sich, um den Verklinkungsmagnet 115 über seine parallel
zum Widerstand 116 liegenden Ruhekontakte 118 zu erregen. Die Kontakte
118 öffnen sich, aber infolge des durch den Widerstand 116 fließenden Stroms
bleibt der Verklinkungsmagnet 115 erregt. Im erregten Zustand schließen sich die
Arbeitskontakte 119 beim Verklinkungsmagnet 115 und stellen über die handbetätigten
Buchstabenschalter 122 und die Wähl-Schaltmagnete 21, die mit zwei Kontakten
129
eines zweiten Übertragungsrelais 123 in Reihe geschaltet sind, einen Stromkreis
her. Der Magnet 115 entriegelt einen Zahlen-Verklinkungsschalter 120
und einen
Buchstaben-Verklinkungsschalter 121. Der mechanische Zusammenhang zwischen dem Verklinkungs-Schaltmagnet
115 und den Buchstaben-und Zahlen-Verklinkungsschaltern ist nicht dargestellt, da
solche Anordnungen in Fachkreisen bekannt sind.
Die Buchstabenschalter
122 liegen auch in Reihe mit zwei Arbeitskontakten 124 des Impulsrelais 125 und
sie erstellen über die Wähl-Schaltmagnete 21 Stromkreise, so daß sich nach Einwurf
einer Münze in den Plattenspielautomaten die Buchstabenschalter schließen können,
um die Wähl-Schaltmagnete 21 entsprechend der ausgesuchten Schallplatte zu erregen.
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über die Kontakte 127 des Übertragungsrelais 111
und
die Verklinkungsschalter 120 und 121 ist eine Vielzahl von handbetätigten Zahlenschaltern
126 mit der Erde verbunden und so angeordnet, daß sie den Stromkreis über die ausgesuchten
Zahlen-Schaltmagnete 67 zum übertragungsrelais 123 und zur Batterie schließen.
Somit können sich die Buchstaben- und Zahlenschalter vorbereitend schließen, um
eine Platte auszuwählen. Wenn einer der Zahlenschalter 126 eingeschaltet
ist, liegt das Relais 123
im Stromkreis. Gleich darauf schließen sich dessen
Arbeitskontakte 129 und erstellen den Stromkreis für die Buchstabenmagnete.
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Zum Relais 123 gehört auch ein Paar mit einem Thermostaten
128 in Reihe geschalteter Arbeitskontakte 130, die über den normalerweise
eingeschalteten Motor-Schaltkontakt 95 und der Vorwärtslaufwicklung 135 des Motors
65 mit der 24-Volt-Leitung verbunden werden. Hierdurch beginnt die Wählscheibe
11 ihren Umlauf, und zwar so lange, bis einer der Anschlagstifte 66 die Anschlagplatte
91 des ausgewählten Zahlenmagnets 67 berührt. Gleichzeitig stößt eine einstellbare
Schraube 96 an den Schaltkontakt 95 und schließt diesen, um das übertragungsrelais
131 von Erde über den Thermostaten 128, die Kontakte 130, das Kontaktpaar
95 und die vorher geschlossenen Kontakte 132 des übertragungsrelais 123 mit
der Batterie 114 zu verbinden. Der Motor 65 und das Segment 68 werden am
Vorwärtsanschlag durch einen von Erde über den mit der Vorwärtslaufwicklung 135
des Motors 65 in Reihe geschalteten Thermostaten 128 und den Kontakten 130 und 137
führenden Stromkreis, den das Übertragungsrelais 131 schließt, festgehalten.
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Der Stromkreis des Impulsrelais 125 führt in Reihenschaltung von der
Batterie 114 über einen Arbeitskontakt 134 des Relais 131 und legt die Verklinkungsschalter
120, 121 und die Kontakte 127 des Relais 111 an Erde. Dieser Stromkreis ist
bei eingeschaltetem Relais 131 geschlossen. Die Kontakte 124 schließen sich,
wenn das Impulsrelais 125 ausgeschaltet wird, und die Kontakte 129 des Relais 123
sind geschlossen, wenn dieses eingeschaltet ist, wodurch über die Kontakte 129,
die Buchstaben-Schaltmagnete 21, die Buchstabenschalter 122, die Kontakte
119 des Relais 115 sowie die Kontakte 124
des Impulsrelais 125
eine Verbindung zur Wechselstromleitung 133 entsteht. Somit sind die Buchstaben-Schaltmagnete
21 erregt und geben einen Wählstift 22 frei.
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Bei eingeschaltetem Impulsrelais sind dessen Kontakte 113 geöffnet
und unterbrechen den Strom zum Relais 111. Dieses Relais bleibt noch kurz erregt,
weil es einen Kupfermantel hat, der eine Zeit einräumt, während der die Buchstabenmagnete
21 operieren können. Nach kurzer Zeit läßt das Relais 11 seine Kontakte fallen,
die Kontakte 112 öffnen sich, um den Haltstromkreis zu unterbrechen und die
Kontakte 117 öffnen sich und schalten den Strom zum Verklinkungsmagneten
115 ab. Daraufhin öffnen sich die Buchstaben- und Zahlen-Verklinkungsschalter 120
und 121, die Magnete 67 werden entregt und die Buchstaben- und Verklinkungsschalter
geöffnet. Anschließend fallen die Kontakte des Relais 123 ab und zugleich schließen
sich dessen Kontakte 136, um einen Motor-Umsteuerungsstromkreis mit einem Thermostaten
128, dem Schaltkontakt 98, den Kontakten 138 des Relais 131 und der Umsteuerungswicklung
139 des Motors 65 herzustellen. Fallen die Kontakte des Relais 123 ab, so öffnen
sich die Kontakte 132 und entregen das Relais 131, dessen Kontakte 138 schließen
sich und bilden damit den Umsteuerungs-Stromkreis über die Motorwicklung 139. Die
umgekehrte Drehrichtung des Motors läßt das Segment 68 in seine Ausgangsstellung
zurückkehren, so daß sich der Umsteuerungs-Schaltkontakt 98 und der Steuerungs-Schaltkontakt
95 für den Motor 65 öffnen und die Wählscheibe 11 und der Motor zum Stillstand kommen.
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Während des Betriebs arbeitet die hierin beschriebene Wähleinrichtung
mit einem Plattenspielautomaten zusammen, bei dem die Wählstifte, beispielsweise
die Stifte 22, dazu dienen, den auf einer umlaufenden Welle befestigten Wählarm
53 anzuhalten, der die Stellung des Plattenmagazins steuert, und wobei eine ausgesuchte
Platte oder eine Seite derselben zum Abspielen dargeboten wird. Die hierin bereitgestellte
Wähleinrichtung kann zum Aussuchen einer bestimmten Platte verwendet werden, worauf
das Einschwenken eines doppelseitigen Tonabnehmers zum Abspielen der einen oder
anderen Schallplattenseite folgt. Die Einrichtung läßt sich auch für einen Plattenspielautomaten
mit einem einseitigen Tonabnehmer verwenden, so daß nur die ausgesuchte Seite der
Platte zum Abspielen gelangt. Die Wähleinrichtung wird in Betrieb gesetzt, nachdem
auf einen Münzeinwurf hin ein Tastschalter in einem Plattenspielautomaten unmittel-oder
mittelbar angesprochen hat und ein Relais 111 einschaltet, dadurch die Arbeitskontakte
117 schließt, um den Verklinkungs-Schaltmagnet 115 zu erregen und die Kontakte 119
zu schließen und so den Stromkreis über die Buchstabenschalter 122 zu vollenden.
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Der erregte Verklinkungs-Schaltmagnet 115 betätigt eine Hilfseinrichtung
zum Entriegeln der Buchstaben- und Zahlenschalter 122 bzw. 126, die normalerweise
mechanisch verriegelt sind, um ihre Betätigung so lange zu verhindern, bis eine
Münze in den Plattenspielautomaten eingeworfen wurde.
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Hat je einer der Zahlenschalter 126 und der Buchstabenschalter 122
durch Betätigen von Zahlen-und Buchstabenknöpfen angesprochen, so werden die Verklinkungsschalter
120 und 121 mittels geeigneter Hebelanordnungen eingeschaltet und ein Stromkreis
über die Kontakte 127 des Relais 11, die ausgesuchten Zahlen-Schaltmagnete 67 und
das Relais 123 zur Batterie 114 geschlossen. Beim Relais 123 schließen sich die
Kontakte 130 und stellen damit über die Vorwärtslaufwicklung 135 des Motors 65 einen
Stromkreis her, der den Motor einschaltet.
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Der Motor 65 treibt die Wählscheibe 11 an, und mit dieser bewegen
sich die Anschlagstifte 66. Nimmt man an, daß ein Druckknopf A und ein Zahlenschalter
9 betätigt wurden, so erregt sich der Anhaltemagnet 67 mit der Nummer 9, und der
Magnetkern 88 und die Anschlagplatte 91 schieben sich in den Umlaufweg eines Anschlagstiftes.
Da der Anhaltemagnet
9 so angeordnet ist, daß er die Wählscheibe
11 mit den Schwinghebeln 20 zum Auswählen der Stifte an der Stelle
des Wählstiftes mit der Nummer 9 anhält, ist die Wähleinrichtung für die Betätigung
eines Schaltmagnets 21 entsprechend dem gedrückten Buchstabenknopf eingestellt.
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Berührt einer der Anschlagstifte 66 die Anschlagplatte 91, so nimmt
die Wählscheibe 11 das Segment 68 mit und bewegt es ein Stück im Uhrzeigersinn (F
i g. 3). Auf diesem Weg stößt die Schraube 96 an den Schaltkontakt 95, öffnet ihn
und stellt so den Motor 65 ab. Bei der Betätigung des Schaltkontaktes 95 schließen
sich dessen Arbeitskontakte und verbinden das Relais 131 über den Thermostaten 128,
die Kontakte 130 des Relais 123, die Spule des Relais 131 und
die Kontakte 132 des Relais 123 mit der Batterie 114. Die Kontakte
137 des Relais 131 schließen sich, um den Schaltkontakt 95 parallel zu schalten
und die Vorwärtslaufwicklung 135 des Motors 65 in Erregung zu halten. Auf diese
Weise bleibt das Segment 68 in seiner vordersten Stellung stehen.
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Die Kontakte 134 des eingeschalteten Relais 131
sind
geschlossen und erstellen einen Stromkreis über das Impulsrelais 125; dessen Kontakte
124 schließen sich, und es entsteht ein Stromkreis von der Wechselstromleitung 133
über die Kontakte 119, die Zahlenschalter 122, den ausgesuchten Zahlenmagnet 129
zur Erde. Da der Buchstabenschalter A gedrückt wurde, wird der dem Buchstaben A
entsprechende Schaltmagnet 21 erregt.
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Die erfindungsgemäße Ausführung ist mit zwanzig Buchstabenmagneten
21 versehen. Die Arme 29 von jedem Schwinghebel 20 umfassen je zehn Wählstifte
22. In F i g. 1 ist zu sehen, daß einige Wählstifte 22
mit
A 1 bis A 0 und V 1 bis V
0 bezeichnet sind. In ähnlicher Weise lassen sich alle Wählstifte 22
symbolisch kennzeichnen einschließlich eines Buchstabens im Alphabet und der Zahlen
von 1 bis 10. Die Anhaltemagnete 67 tragen ebenfalls Zahlen 1 bis 10, und somit
kann man die Wählscheibe 11 genau vor dem richtigen Buchstabenmagnet 21 zwecks
Aussuchen eines bestimmten Wählstiftes 22 anhalten.
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Es lag die Annahme zugrunde, daß der Buchstaben-Druckknopf A und der
Zahlen-Druckknopf 9
betätigt wurden. Infolgedessen wird der Magnet A erregt
(F i g. 4), wenn die Kontakte 119 und 124
geschlossen waren. Der der
Zahl 9 entsprechende Magnet hält die Wählscheibe 11 an, wenn die Nase
27 des Schwinghebels 20 dieselbe Stellung wie der der Zahl 9 in der
Gruppe A entsprechende Wählstift 22 einnimmt. Berührt die Nase
27 den Wählstift und bewegt sich dieser dadurch nach rechts (F i g. 2), so
löst sich die eingekerbte Stelle 50 aus der Scheibe 23,
und die Feder
47 zieht denselben von seiner Anschlagfläche 51 aus nach oben gegen die Unterseite
der Scheibe 23. Hierdurch wird wenigstens ein Betätigungshebel 61 angehoben und
der zugehörige Schalter 60 geschlossen, der den nicht dargestellten Antriebsmotor
des Plattenspielautomaten einschaltet und ein Umlaufen der Welle 55 und des Wählarms
53 bewirkt, das so lange andauert, bis der Wählarm 53 durch den angehobenen Wählstift
22 angehalten wird. Da die Welle 55 den Umlauf eines Plattenmagazins steuert, wird
eine ausgesuchte Platte oder eine Seite derselben einem Tonabnehmer eines Plattenspielautomaten
zugeführt. Die Kontakte 113 des eingeschalteten Impulsrelais 125 öffnen sich und
unterbrechen den Stromkreis durch das Relais 111. Dieses Relais hält jedoch durch
seinen Kupfermantel seine Kontakte noch einen Augenblick geschlossen. Nach einer
vorbestimmten Zeit öffnen sich die Kontakte 112 und unterbrechen den Haltestromkreis
des Relais 111. Die Kontakte 117 öffnen sich und entregen den Verklinkungs-Schaltmagnet
115; hierdurch öffnen sich die Verklinkungsschalter 120 und 121, geben die Buchstaben-
und Zahlenmagnete 21 bzw. 67 frei und schalten das Relais 123 ab. Daraufhin schließen
sich die Kontakte 136 dieses Relais und stellen einen Stromkreis zur Rückwärtslaufwicklung
139 des Motors 65 her. Die Kontakte 132 des Relais 123 öffnen sich, schalten das
Relais 131 aus, bewirken das Schließen der Kontakte 138 und die Erstellung eines
Stromkreises über die Rückwärtslaufwicklung 139 des Motors 65. Nach der Betätigung
der Schaltkontakte 95 berührt die Schraube 99 den Umsteuerungsschaltkontakt 98 und
schaltet ihn ein. Durch die Umkehr der Drehrichtung bewegt der Motor 65 das Segment
in seine Ausgangsstellung zurück, der Stromkreis der Rückwärtslaufwicklung 139 wird
unterbrochen und der Schaltkontakt 95 geschlossen. Jetzt ist der Stromkreis wieder
einschaltbar, und der Schalter 110 spricht erneut an, sobald eine Münze eingeworfen
wurde.
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Die gegebene Darstellung läßt erkennen, daß bei dieser Wähleinrichtung
sich die Scheibe, auf der die Schwinghebel ruhen, stets in derselben Richtung dreht,
um die einzelnen Auswahlen zu treffen. Unbeachtet dessen, an welcher Stelle die
Scheibe bei der vorhergehenden Auswahl angehalten wurde, kann sich dieselbe für
die nächstfolgende Auswahl immer in der gleichen Richtung weiterbewegen. Auch ermöglicht
diese Erfindung die Auswahl einer einzelnen Platte aus einer sehr großen Zahl von
Platten bei einer nur verhältnismäßig geringen Zahl von Schaltmagneten.