DE1187141B - Bremseinrichtung fuer Flugzeugschranken - Google Patents
Bremseinrichtung fuer FlugzeugschrankenInfo
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Description
- Bremseinrichtung für Flugzeugschranken Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Abfangen von Flugzeugen durch Fangnetze oder -drähte, die an beiden Enden mit durch ein Druckmittel betätigte Bremsen verbunden sind, wobei der Druck des Druckmittels vor dem Eintritt in die Bremse von einem höheren auf einen niedrigeren Wert verringert wird.
- Bekannt ist bereits eine Bremseinrichtung für Flugzeugschranken, wobei in beiderseits der Landebahn längslaufenden, als Druckzylinder ausgebildeten und mit Druckkolben versehenen Rohrleitungen ein mit dem Fangnetz verbundenes Zugkabel geführt ist. In den Wandungen der Rohrleitungen sind druckgaserzeugende Brennsätze angeordnet, die von einem Kommandostand wahlweise zur Auslösung gebracht werden können. Nach einem Einsatz ist die Wiederinbetriebnahme dieser Einrichtung jedoch umständlich und zeitraubend, da die über die Länge der Landebahn verteilten Brennsätze erneuert werden müssen.
- Weiterhin sind durch Druckmittel direkt oder indirekt betätigte Bremsen für Flugzeugschranken in verschiedenen Ausführungsformen bekannt, wobei die manuell oder automatisch verstellbare Druckregelung entweder nur eine Einstellung an der Bremse selbst gestattet oder einen aufwendigen Aufbau erfordert.
- Bei einer anderen bekannten Ausführung ist in der vom Druckerzeuger zu den Bremsen führenden Leitung ein Reduzierventil angeordnet, das zur Erzielung einer der Beschaffenheit des abzubremsenden Flugzeuges angepaßten Bremswirkung einstellbar ist.
- Ausgehend von dieser bekannten Einrichtung hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, eine Bremsvorrichtung mit mehrfachen Wirkungsgraden zu schaffen, die sich durch einfache, nach dem Baukastenprinzip zusammenstellbare Ventilanordnungen auszeichnet und eine stufenweise Regelung der Druckmittelverteilung auf die Bremszylinder bewirkt.
- Die Bremsvorrichtung kennzeichnet sich erfindungsgemäß dadurch, daß zur Erzielung einer Druckminderung zwei oder mehr Reduzierventile vorgesehen sind, die hintereinander oder parallel und zusammen mit Absperrventilen so angeordnet sind, daß durch Betätigung dieser Absperrventile das Druckmittel verschiedenen oder verschiedenen Gruppen von Reduzierventilen zugeleitet werden kann.
- Die Betätigung der Bremseinrichtung wird zweckmäßigerweise vom Kontrollturm aus bewirkt, so daß die Flugsicherungsstellen den für den jeweils abzufangenden Flugzeugtyp günstigsten Bremsdruck einschalten können.
- In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele der Bremseinrichtung dargestellt. Es zeigen F i g.1 bis 4 schematische Rohrleitungspläne von vier Ausführungsformen der Bremseinrichtung, F i g. 5 eine schematische Darstellung der Verzögerungsvorrichtung.
- Einer Speiseleitung 1(F i g.1) wird ein Druckmittel von einem Druckluftspeicher oder der Druckseite einer Pumpe geliefert. Eine Zweigleitung 2 enthält sowohl das Reduziervenfil3 bekannter Bauart, das auf einen verhältnismäßig niedrigen Betriebsdruck eingestellt ist, als auch ein zweites Reduzierventil4, das auf einen höheren Betriebsdruck eingestellt werden kann. Beide Reduzierventile sind mit Manometern 5, 6 zur Anzeige der niedrigen Drücke ausgerüstet, außerdem ist ein Manometer 7 vorgesehen, das den Speisedruck anzeigt. Weiterhin ist eine Reihe mit dem auf den höheren Betriebsdruck eingestellten Reduzierventil ein Absperrventil 8 angeordnet, z. B. ein elektrisch betätigtes Magnetventil bekannter Bauart, das hohen Dichtungsansprüchen genügt. Die beiden Abzweigungen sind mit einer Zweigleitung 10 verbunden, die in eine gemeinsame Rohrleitung führt, in der ein Bremshahn 11 eingebaut ist. Der Bremshahn 11 wird in an sich bekannter Weise durch die Bewegung der Brems-oder Abfangvorrichtung beim Auftreffen eines Flugzeuges betätigt und geöffnet, so daß das Druckmittel den Bremsen 12 zuströmt. Die Bremstrommel 13 mit radial hervorstehenden Anschlägen 14 betätigt den Bremshahn 11 und öffnet ihn, sobald die Bremstrommel in Umlauf versetzt wird. Ein um die Trommel gewickelter Bremsdraht 15 ist mit einem Netz oder Draht 16 verbunden, von dem das Flugzeug abgefangen wird.
- Durch Betätigung von dem Kontrollturm wird das Absperrventil 8 entweder in eine geschlossene Lage eingestellt, in der nur der niedrigere Betriebsdruck zugeleitet werden kann, oder in eine geöffnete Lage, wobei der höhere Betriebsdruck ebenfalls den Bremsen zugeführt werden'kann.
- Im allgemeinen bestehen bei dem Absperrventil große Dichtungsprobleme, so daß es von praktischer Bedeutung ist, das Absperrventil stromabwärts vom Bremsventil, d. h. hinter dem Bremsventil in Strömungsrichtung des Druckmittels (F i g. 2) anzuordnen. Zur Vermeidung eines unnötig hohen Betriebsdruckes für das Bremsventil sieht diese Ausführungsform folgende Reihenfolge vor:- Von der Speiseleitung 17 führt das Druckmittel über das Reduzierventil 18, das mit Manometern für den höheren Betriebsdruck ausgerüstet ist, und über den Bremshahn 19 in eine Zweigleitung 20, die in der einen Abzweigung das Reduzierventil21 fair den niedrigen Betriebsdruck und in der anderen Abzweigung das Absperrventil 22 enthält, wobei die Verbindung der beiden Abzweigungen am T-Stück 23 erfolgt. Der weitere Verlauf entspricht der Ausführung von F i.g. 1.. Diese von F i g. 1 unterschiedliche Bremseinrichtung besitzt den Vorteil, daß sowohl der höhere als äuch der niedrigere Bremsdruck unmittelbar an den zugeordneten Manometern abgelesen werden kann, ohne daß das Druckmittel den Bremsen durch den Bremshahn zugeleitet zu werden braucht.
- Eine weitere Ausführungsform (F i g. 3) sieht eine beliebige Anzahl von parallel verbundenen Reduzierventilen vor, wobei die Reduzierventile 24, 25 und 26 auf einen hohen, einen mittleren und einen niedrigen Betriebsdruck eingestellt sind. Die Absperrventile sind mit 27, 28, während der Bremshahn mit 29 bezeichnet ist. Bei dieser Bremseinrichtung werden in der Regel nicht mehr als drei wählbare Betriebsbremsdrücke benötigt, obwohl im Prinzip jede beliebige Anzahl vorgesehen werden kann. Wenn jedoch eine große AnzahlBetriebsdritckebenötigt werden sollte, so kann durch die an sich bekannte motorische Betätigung eines Reäuzierventils sein Betriebsdruck eingestellt werden.
- Eine weitere abgeänderte Ausführungsform (F i g. 4) weist aufeinanderfolgend vom Einlaß aus folgende Teile auf: Ein Reduzierventil 24, einen Bremshahn 29 *und eine Reihe von parallel verbundenen Absperr-und Reduzierventilen 27/25, 28/26 u. dgl.
- Für die Betätigung vom Kontrollturm ist eine Verzögerungsvorrichtung vorgesehen, um die Geschwindigkeit des Flugzeuges zu Beginn des Abfangvorgangs öder kurz davor zu bestimmen. Diese Geschwindigkeitsmessung wird dazu verwendet, bei schweren Flugzeugen und bei Geschwindigkeiten oberhalb einer bestimmten eingestellten kritischen Geschwindigkeit, den Bremsen selbsttätig einen höheren Betriebsdruck zuzuleiten.
- Die Verzögerungsvorrichtung (F i g. 5) besteht aus zwei umlaufenden Bremstrommeln 29 mit herumgewickelten Bremsdrähten oder Bremsbändern. Beim Abfangen werden die Trommeln in Umdrehung versetzt, wobei zunächst nur ein niedriger Betriebsbremsdruck wirksam wird.
- Auf den Bremstrommeln oder anderen umlaufenden Bestandteilen der Bremseinrichtung ist eine Anzahl von Anzeigeelementen 30 angebracht, die jedesmal bei ihrer Vorbeibewegung einzelne Umsetzer 31 betätigen können. Als Anzeigeelemente 30 werden zweckmäßigerweise kleine permanente Magnete verwendet, während als Fühlinstrument oder Umsetzer 31 ein induktiver Widerstand eingesetzt wird. Ein Stromimpuls wird bei jeder Vorbeibewegung eines Magneten in der Spule induziert.
- Diese Stromimpulse von beiden Bremsen werden durch elektrische Leitungen 32 zu einer Vorrichtung geführt, deren wesentlicher Teil eine Uhr 33 ist, die durch die ersten auftreffenden Impulse in Gang gesetzt wird und dann mit einer konstanten Geschwindigkeit läuft. Die Uhr läßt die Stromimpulse bis zu einem bestimmten voreingestellten Zeitpunkt hindurchlaufen, wobei der elektrisch leitende Zeiger 34 ein elektrisch leitendes Segment 35 während eines Teiles seines Umlaufes berührt. Die Stromimpulse können somit so lange frei durch die Uhr fließen wie der Zeiger mit dem Segment 35 in Berührung steht, sonst wird der Stromkreis unterbrochen, wobei eine bekannte Vorrichtung den Zeiger in einer nichtleitenden Nullstellung selbsttätig anhält.
- Von der Uhr gelangt eine gewisse Anzahl von Impulsen, die durch die Geschwindigkeit bestimmt sind, zu einem Zählwerk 36. Das Zählwerk ist so eingerichtet, daß es nach dem Zählen einer bestimmten Anzahl von Impulsen einen Impuls an ein Relais 37 abgibt. Hierfür ist das Zählwerk als Stufenschalter ausgebildet, der aufeinanderfolgend eine Anzahl von Kontakten betätigt. Diese Kontakte haben im allgemeinen keine Verbindung mit dem Relais 37, das lediglich mit einem Kontakt 38 verbunden ist, der einer vorgewählten Impulszahl entspricht. Auch hierbei bewirkt eine Vorrichtung in bekannter Weise ein selbsttätiges Anhalten des Schalters in einer Nullstellung.
- Wenn das Relais einen Stromimpuls von einem der Fühlinstrumente oder Umsetzer 31 über die Uhr und das Zählwerk erhält, wird es wirksam und leitet Betriebsströme zu denjenigen Absperrventilen 39 in der Bremseinrichtung, die einen höheren Betriebsbremsdruck vermitteln.
- Beim Auftreffen eines Flugzeuges mit geringer Geschwindigkeit kommen die Impulse mit verhältnismäßig großen Abständen an und deshalb wird die Uhr den kritischen Zeitpunkt überlaufen bevor diejenigen Impulse eintreffen, die das Relais auslösen können, so daß die Zufuhr eines nicht notwendigen höheren Betriebsdruckes unterbleibt.
- Wird ein mit hoher Geschwindigkeit ankommendes Flugzeug von der Flugzeugschranke erfaßt, dann treffen die Impulse in kürzeren Zwischenräumen ein, wobei die Impulse, die zum Relais weitergeleitet werden, schon während der Zeit ankommen, in der die Uhr den Strompfad noch verbindet.
- Der Zeitpunkt der Relaisumschaltung tritt demnach spätestens dann ein, wenn die Uhr die elektrische Verbindung mit dem Zählwerk unterbricht. Ist demnach die Flugzeuggeschwindigkeit höher als dieses Zeitintervall, so wird auch die zeitliche Verzögerung bis zu dem Einsetzen des höheren Betriebsdruckes verringert.
Claims (7)
- Patentansprüche: 1. Bremseinrichtung für Flugzeugschranken mit-Fangnetzen oder -drähten, die an beiden Enden mit durch ein Druckmittel betätigten Bremsen verbunden sind, wobei der Druck vor dem Eintritt in die Bremse von einem höheren auf einen niedrigeren Wert vermindert wird, d a d u r c h gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer Druckminderung zwei oder mehr Reduzierventile (3, 4; 18, 21) vorgesehen sind, die hintereinander oder parallel und zusammen mit Absperrventilen (8, 22) so angeordnet sind, daß durch Betätigung dieser Absperrventile das Druckmittel verschiedenen oder verschiedenen Gruppen von Reduzierventilen zugeleitet werden kann.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem ersten Reduzierventil (26) für niedrigeren Druck zwei oder mehrere Leitungen parallel verbunden sind, von denen jede ein zweites Reduzierventil (24, 25) für verschiedene höhere Reduzierdrücke und ein Absperrventil (27, 28) enthält.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Reduzierventile (25, 26) einzeln parallel mit einer Leitung verbunden sind, die ein Absperrventil (27, 28) enthält.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Absperrventil Magnetventile verwendet werden.
- 5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduzierventile in an sich bekannter Weise durch Fernsteuerung auf die gewünschten reduzierten Drücke einstellbar sind.
- 6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, da.ß die Niederdruckseite der Reduzierventile (3, 4) mit einem an sich bekannten Druckmesser (5, 6) versehen ist, der die Druckgröße zu einem Anzeigeinstrument übermittelt.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrventile durch eine Vorrichtung gesteuert werden, die durch die Flugzeuggeschwindigkeit kurz zuvor oder zum Beginn des Abfangvorganges ausgelöst wird, so daß bei überschreiten vorbestimmter Geschwindigkeitswerte die Absperrventile der Bremse einen höheren Bremsdruck zuleiten. B. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch die Flugzeuggeschwindigkeit gesteuerter Impulsgeber (29-31) mit einer Uhr (33) verbunden ist, die während eines vorbestimmten Zeitraumes die Impulse zu einem von den Impulsen betätigten Zählwerk (36) leitet, wobei das Zählwerk so voreinstellbar ist, daß nach einer bestimmten Anzahl von Impulsen ein Impuls zu einem den Betriebsstrom für die Absperrventile steuernden Relais (37) geleitet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 964 925, 1009 936, 1038 921, 1051132, 1057 883, 1066 096, 1089 275, 1120 891, 1122 382. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1124 825.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE1187141X | 1962-02-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1187141B true DE1187141B (de) | 1965-02-11 |
Family
ID=20421630
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEF38590A Pending DE1187141B (de) | 1962-02-08 | 1962-12-18 | Bremseinrichtung fuer Flugzeugschranken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1187141B (de) |
Citations (10)
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1962
- 1962-12-18 DE DEF38590A patent/DE1187141B/de active Pending
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