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DE1184769B - Verfahren zur Herstellung von omega-Acylamino-carbonsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von omega-Acylamino-carbonsaeureestern

Info

Publication number
DE1184769B
DE1184769B DEB72101A DEB0072101A DE1184769B DE 1184769 B DE1184769 B DE 1184769B DE B72101 A DEB72101 A DE B72101A DE B0072101 A DEB0072101 A DE B0072101A DE 1184769 B DE1184769 B DE 1184769B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction
acid esters
esters
carboxylic acids
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB72101A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl-Heinz Koenig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB72101A priority Critical patent/DE1184769B/de
Priority to BE648600D priority patent/BE648600A/xx
Publication of DE1184769B publication Critical patent/DE1184769B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • C07C233/01Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
    • C07C233/45Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having the nitrogen atom of at least one of the carboxamide groups bound to a carbon atom of a hydrocarbon radical substituted by carboxyl groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Hydrogenated Pyridines (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 07 c
Deutsche Kl.: 12 q-6/01
Nummer: 1184 769
Aktenzeichen: B 72101IV b/12 q
Anmeldetag: 30. Mai 1963
Auslegetag: 7. Januar 1965
w-Acylamino-carbonsäureester sind bekannt. Nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 975 633 werden N-acylierte Lactame, die man durch Einwirkung organischer Carbonsäuren auf Lactame erhalten kann, mit Alkoholen umgesetzt. Nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 942 864 werden Lactame in saurer alkoholischer Lösung zu Aminocarbonsäureestern umgesetzt, und anschließend wird eine Acylgruppe in die Aminogruppe durch Einwirkung acylierender Mittel in Gegenwart säurebindender Mittel eingeführt. Außerdem ist bekannt, daß Lactame durch Einwirkung von Mineralsäure zu den entsprechenden Aminocarbonsäuren oder deren Salzen gespalten werden (vgl. Houben — Weyl, Methoden der organischen Chemie, 4. Auflage, Bd. 11, Teil 2 [1958], S. 565). Schließlich wurde in der deutschen Patentschrift 948 973 die Umsetzung von Lactamen mit Halogenameisensäureestern zu O-Alkyllactimen beschrieben.
Es wurde nun gefunden, daß man ω-Acylaminocarbonsäureester erhält, wenn man Lactame mit Estern von ein- oder zweibasischen unsubstituierten aliphatischen Carbonsäuren, aromatischen Carbonsäuren, araliphatischen Carbonsäuren oder mit Estern von Halogenfettsäuren, die wenigstens 2 Kohlenstoffatome enthalten, vorzugsweise unter geringem bis mäßigem Überdruck und/öder unter die Radikalbildung begünstigenden Reaktionsbedingungen umsetzt.
Die Reaktion läßt sich am Beispiel der Umsetzung von Caprolactam mit Essigsäureäthylester wie folgt wiedergeben:
CH2 — (CH2)4 — CO + CH3 · CO ■ OC2H5
-NH-
> CH3CO — NH — (CHa)5 — COOC2H5
Als Lactame sind besonders die mit fünf bis dreizehn Ringgliedern, wie Pyrrolidon, <5-Valerolactam, Piperidon, Caprolactam, Oenanthlactam, Capryllactam und Laurinlactam, geeignet. Es lassen sich aber auch andere Lactame, z. B. C-Alkyl-caprolactame oder Aryllactame, wie z. B. Oxindol (Indoxyl), verwenden.
Als Ester eignen sich besonders solche, die sich von niedermolekularen Alkoholen ableiten. Als Beispiele seien genannt Ameisensäuremethylester, Ameisensäureäthyleste^Ameisensäurebutyleste^Ameisensäurebenzylester, Essigsäuremethylester, Essigsäureäthylester, Essigsäureisopropylester, Propionsäurephenylester, 2-Äthylhexansäureäthylester, Benzoesäureäthylester, Phenylessigsäureäthylester, Oxalsäuredimethylester, Bernsteinsäurediäthylester und Adipinsäurediäthylester.
Verfahren zur Herstellung
von ω-Acylamino-carbonsäureestern
Anmelder:
Badische Anilin- & Soda-Fabrik
Aktiengesellschaft, Ludwigshafen/Rhein
Als Erfinder benannt:
Dr. Karl-Heinz König, Ludwigshafen/Rhein
Die Reaktion wird bei einer Temperatur von etwa 20 bis 2800C, insbesondere zwischen 80 und 1900C durchgeführt. Schon mit Rücksicht auf den Temperaturbereich wird in vielen Fällen eine Anwendung eines
mäßigen Überdruckes, z. B. bis zu 3 atü, erforderlich. Es kann aber auch von Vorteil sein, das Verfahren bei einem höheren Druck durchzuführen, als er dem Dampfdruck der Reaktionskomponenten entspricht, z. B. bis zu etwa 50 at.
Man kann das Verfahren bei Raumtemperatur oder knapp darüber ausführen, insbesondere wenn man radikalbildende Bedingungen anwendet, z. B. Bestrahlung mit aktivem Licht, z. B. der Wellenlänge 150 bis 450 Γημ, oder mit energiereichen Strahlen, wie z. B.
Alpha-, Beta-, Gamma- (oder Röntgen-) Strahlen, UV-, Neutronen- oder Protonenstrahlung oder Zusatz von Peroxyden, z. B. Benzoylperoxyd, Askaridol, Di-tert.-butylperoxyd, oder Azoverbindungen, z. B. Azodiisobutyronitril.
Sofern keine Radikalbildner zugegen sind, ist es zweckmäßig, das Verfahren bei erhöhter Temperatur,
z. B. zwischen 60 und 2800C, insbesondere bei 80 bis 1900C, durchzuführen.
Die Reaktion läßt sich außerdem katalytisch beeinflüssen, z. B. wird sie beschleunigt, wenn man Ansolvosäuren (definiert im Sinne von Meerwein, wie z. B. in F. Hein, Chemische Koordinationslehre) zusetzt. Beispiele für derartige Katalysatoren sind: Bortrifluorid als Ätherat oder Tetrahydrofuranat, Zinkchlorid, Aluminiumchlorid, Aluminiumalkoholate, Titantetrachlorid.
Die Reaktionsteilnehmer werden in etwa stöchiometrischen Mengen oder mit Überschüssen der einen oder anderen Komponente, meistens der Esterkompo-
nente, bis zu 150% angewendet. Der Überschuß wird bei der Aufarbeitung zurückgewonnen. Sofern man Katalysatoren zugibt, werden sie in Mengen von 0,1
409 767/380
bis 5%j bezogen auf die im Unterschuß vorliegende Reaktionskomponente, zum Reaktionsgemisch gegeben. Zur Durchführung der Reaktion werden die Reaktionsteilnehmer in beliebiger Reihenfolge gemischt und entweder mit einem Radikalbildner versetzt und/oder erhitzt. Die Reaktion nimmt im allgemeinen 3 bis 25 Stunden in Anspruch. Man kann das Verfahren auch kontinuierlich durchführen, z. B. indem man die gemischten Reaktionsteilnehmer durch ein beheiztes Rohr leitet.
Die nach dem Verfahren erhältlichen ω-Acylaminocarbonsäureester dienen als Zwischenprodukte.
Beispiel 1
115 Gewichtsteile ε-Caprolactam und 80 Gewichtsteile Ameisensäueräthylester werden 18 Stunden in einem geschlossenen Gefäß auf 18O0C erhitzt. Aus dem dabei erhaltenen Reaktionsgemisch erhält man bei der Destillation neben 26 Gewichtsteilen nicht verbrauchten ε-Caprolactams (Kp.12mm 138 bis 1400C) 133 Gewichtsteile (entsprechend 71% der Theorie) co-Formylamino-capronsäureäthylester vom Kp.o 4157 bis 1600C; nD = 1,460.
Das nicht umgesetzte ε-Caprolactam kann erneut zur Reaktion verwendet werden.
Beispiel 2
Man erhitzt 42 Gewichtsteile Pyrrolidon und 65 Gewichtsteile Ameisensäureäthylester 8 bis 10 Stunden auf 160 bis 18O0C. Bei der nachfolgenden Destillation des erhaltenen Reaktionsgemisches erhält man neben nicht umgesetztem Ameisensäureäthylesterund Porrylidon 108 Gewichtsteile des y-Formylamino-buttersäreäthylesters vom Kp.0>8132 bis 134°C (Ausbeute 68% der Theorie); nf = 1,464.
Beispiel3
57 Gewichtsteile ε-Caprolactam und 190 Gewichtsteile Essigsäureäthylester werden unter Zusatz von 2 ml Bortrifluoridätherat 16 Stunden auf 190°C gehalten. Neben einem Vorlauf, aus Essigsäureäthylester und aus ε-Caprolactam bestehend, erhält man bei der Destillation des Reaktionsgemisches 123 Gewichtsteile (entsprechend 61% der Theorie) ω-Acetylaminocapronsäureäthylester vom Kp. 0#4 145 bis 147°C;
nff = 1,461.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von ω-Acylaminocarbonsäureestern, dadurch gekennzeichnet, daß man Lactame mit Estern von ein- oder zweibasischen unsubstituierten aliphatischen Carbonsäuren, aromatischen Carbonsäuren, araliphatischen Carbonsäuren oder mit Estern von Halogenfettsäuren, die wenigstens 2 Kohlenstoffatome enthalten, bei etwa 20 bis 280° C, vorzugsweise unter geringem bis mäßigem Überdruck, z. B. bis zu etwa 50 at, und/oder unter die Radikalbildung begünstigenden Reaktionsbedingungen umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung bei Temperaturen zwischen 80 und 1900C durchführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion in Gegenwart von Ansolvosäuren durchführt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Anwesenheit von radikalbildenden Substanzen oder unter der Einwirkung einer energiereichen Strahlung durchführt.
409 767/380 12.64 © Bundesdruckerei Berlin
DEB72101A 1963-05-30 1963-05-30 Verfahren zur Herstellung von omega-Acylamino-carbonsaeureestern Pending DE1184769B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1997009299A1 (en) * 1995-09-05 1997-03-13 Eastman Chemical Company Process for preparing amido-carboxylic acid esters having internal amide linkages
EP0847987A1 (de) * 1996-12-10 1998-06-17 Kao Corporation Verfahren zur Herstellung von Amid-Derivaten, Salze von Aminocarbonsäureestern und deren Herstellung

Cited By (3)

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WO1997009299A1 (en) * 1995-09-05 1997-03-13 Eastman Chemical Company Process for preparing amido-carboxylic acid esters having internal amide linkages
US5717118A (en) * 1995-09-05 1998-02-10 Eastman Chemical Company Process for preparing amido-carboxylic acid esters having internal amide linkages
EP0847987A1 (de) * 1996-12-10 1998-06-17 Kao Corporation Verfahren zur Herstellung von Amid-Derivaten, Salze von Aminocarbonsäureestern und deren Herstellung

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BE648600A (de) 1964-11-30

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