DE118227C - - Google Patents
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- DE118227C DE118227C DENDAT118227D DE118227DA DE118227C DE 118227 C DE118227 C DE 118227C DE NDAT118227 D DENDAT118227 D DE NDAT118227D DE 118227D A DE118227D A DE 118227DA DE 118227 C DE118227 C DE 118227C
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- entrance hole
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
- A01K47/00—Beehives
- A01K47/06—Other details of beehives, e.g. ventilating devices, entrances to hives, guards, partitions or bee escapes
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Animal Husbandry (AREA)
- Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
- Catching Or Destruction (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45 h.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Juli 1900 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Fluglochscheibe für Bienenwohnungen,
welche mit Reihen verschieden grofser Oeffnungen versehen ist und derart an der Bienenwohnung
angebracht wird, dafs jede dieser Reihen vor das Flugloch gebracht werden kann.
Die Fluglochscheibe ist auf der Zeichnung in Fig. ι und 2 in Vorderansicht dargestellt,
und zwar zeigt Fig. 2 die Stellung der Scheibe um 90 ° gegen Fig. 1 gedreht. Fig. 3 ist ein
Querschnitt zu Fig. 1 und Fig. 4 eine Seitenansicht der Fluglochscheibe mit als Fluglochblende
angeordnetem Anflugbrett. Die Fig. 5, 6 und 7 zeigen eine besondere Einrichtung an
der Fluglochscheibe.
Die Fluglochscheibe α ist mit zweckmäfsig
rechtwinklig zu einander stehenden Reihen verschieden grofser Oeffnungen b c de ausgestattet
und kann um eine Ringschraube f drehbar an der Bienenwohnung angebracht sein. Jedoch
können die Reihen der Oeffnungen auch eine andere Lage, wie die in Fig. 1 gezeichnete, zu
einander haben; sie können z. B. parallel zu einander liegen, alsdann wird die Scheibe a
nicht drehbar, sondern verschiebbar an der .Bienenwohnung angeordnet sein.
Die Oeffnungen in der Scheibe α sind für 10 cm lange und 1 cm hohe Fluglöcher berechnet.
In der Reihe d sind zehn Rechtecke, 4 mm breit und 5 mm hoch, vorhanden.
Diese Reihe wird vor das Flugloch gebracht im Frühjahr und im Herbst bei schwächerem
Fluge der Bienen, zur Verhinderung des Schwärmens, weil die Königin und die Drohnen
durch die kleinen Oeffnungen der Reihe d nicht hindurch und daher die Wohnung nicht
verlassen können. Ferner verhindern diese kleinen Oeffnungen, dafs ein Schwarm in den
Bienenstock zurückzieht, da die Dröhnen und die Königin nicht wieder in denselben zurückfliegen
können, zum Abfangen der Drohnen aus einem Volke, zur Verhinderung, dafs Wespen, Hummeln, Hornissen oder gar Mäuse
durch das Flugloch in die Bienenwohnung eindringen.
Die Lochreihe c zeigt vier 13 mm lange und
5 mm hohe Oeffnungen in gewissem Abstande von einander. Diese Reihe soll bei stärkerem
Fluge und gleichfalls zum Schutz gegen fremde Eindringlinge Verwendung finden.
Die Lochreihe b besitzt neun oben runde ausgestanzte Thore für starken Flug zur Trachtzeit
und beim Schwärmen.
Die Lochreihe e ist für ganz freien Ausflug bestimmt; sie ist 10 cm lang und 1 cm hoch.
Sie wird in der Haupttracht und beim Schwärmen verwendet.
Zwischen den einzelnen Lochreihen sind je sechs kleine Oeffnungen m (Luftlöcher) angeordnet,
welche ein vollständiges Verschliefsen des Flugloches durch Unberufene verhindern.
Aufserdem sind die einzelnen Lochreihen nur so weit von einander entfernt, dafs bei jeder
Stellung der Fluglochscheibe α doch eine der Oeffnungen sich vor dem Flugloch befindet
und mindestens einer Biene den Flug gestattet.
Die Lochreihe e ist mit einer Schutzvorrichtung gegen Raubbienen (Fig. 5, 6 und 7) versehen.
Diese Vorrichtung besteht aus einer Reihe von drehbaren Klappen Z, die auf einen
Draht k aufgereiht sind und sich mit ihren unteren Enden auf einen anderen Draht s
legen, sobald man den Bienen den Austritt aus dem Hause gestatten will. Will man dagegen das
Ausfliegen der Bienen verhindern, so kann man den unteren Draht s leicht, von dem oberen abnehmen,
ihn vor die Klappen legen und auf den oberen Draht wieder aufhängen. Die seitlichen Oeffnungen i verleihen hierbei dem
unteren Draht eine feste Lage, so dafs ein Oeffnen der Klappen / nach aufsen nicht
möglich ist. Auch ein Oeffnen der Klappen / nach innen ist hierbei nicht möglich, da sich
die Klappen mit ihrem unteren Rande gegen die untere Kante der Oeffnung e legen.
Will man nicht die ganze Oeffnung e verschliefsen, so kann man eine beliebige Anzahl der
Klappen / hochschlagen, so dafs sie zwischen Fluglochscheibe und der Bienenwohnung ihren
Platz finden (Fig. η). Man kann also mit Hülfe der vorliegenden Einrichtung gegen
Raubbienen das Flugloch sehr verengen. Man wehrt die Raubbienen auch dadurch ab, dafs
man den Tag über z. B. die erste Klappe links hochgesteckt hat, Abends aber diese schliefst
und dafür die letzte rechts öffnet und so mit den Klappen jeden Tag wechselt. Die Raubbienen
fühlen sich dadurch stets unsicher und die eigenen Stockwächter sind desto kräftiger
auf ihrem Posten. Soll keine Biene fliegen können, also das Flugloch geschlossen sein, so
wird der untere Draht vor die Klappen gelegt (Fig. 6).
Die ganze Schutzvorrichtung läfst sich leicht entfernen, sobald das Flugloch vollständig geöffnet
sein soll.
Befestigt man eine Fluglochscheibe mit Schutzvorrichtung vor dem Flugloch des
Honigraumes und liegen die Klappen auf dem unteren Draht auf (Fig. 5), so können Bienen
wohl fortwährend herausfliegen, nachdem sie ihren Honig abgesetzt haben, ohne den Weg
erst in die untere Etage und dort durch das schon stark besetzte Flugloch nehmen zu
müssen.
Bringt man die Fluglochscheibe mit der Schutzvorrichtung vor dem Flugloch eines
sonst lichtdicht geschlossenen Wabenbockes an, so ersetzt letztere eine Bienenflucht oder einen
Ablauf kanal, indem die Bienen nur abfliegen, aber nicht zurück eindringen können. Dadurch
wird die Honigentnahme sehr erleichtert, weil Abends die WTaben im Wabenbock
bienenleer sind. Man braucht die Bienen nicht von den Honigwaben abzukehren und zu reizen, und der Imker bleibt vor. vielen
Stichen verschont.
Mit der Fluglochscheibe ist ein Anflugbrettchen η verbunden, welches zwei seitliche
Lappen q mit Schlitzen ρ aufweist. Mit Hülfe von Ringschrauben ο kann dieses Anflugbrettchen
vor der Fluglochscheibe an der Bienenwohnung so befestigt werden, dafs es zugleich
die Fluglochscheibe gegen die Bienenwohnung drückt und hierdurch für einen richtigen Sitz
der Scheibe sorgt. Genügend angezogen, verhindert es auch ein unbeabsichtigtes Weiterdrehen
der Fluglochscheibe. Das Anflugbrettchen besitzt seitliche, hochstehende Ränder,
welche zum Theil das Verfliegen der Bienen verhindern. Während des Winters kann das
Anflugbrettchen aus seiner Lage nach Fig. 2 in diejenige nach Fig. 4 gebracht werden,
und in dieser Lage dient es als Fluglochblende zum Schutz gegen Sonnenstrahlen, Schnee,
Regen, Wind und Bienenfeinde. Um aus dem Anflugbrettchen die Fluglochblende herzustellen,
nimmt man das Anflugbrettchen ab, setzt die vordere Oese r auf die Ringschraube f auf
und zieht letztere an. Die Lauffläche und die senkrechten Seitentheile sind hierbei der
Bienenwohnung zugekehrt. Im Frührjahr stellt man aus der Blende wieder das Anflugbrettchen
her. Die Fluglochscheibe läfst sich bequem an jeder Bienenwohnung anbringen.
Claims (2)
1. Fluglochscheibe für Bienenwohnungen, dadurch gekennzeichnet, dafs sie mit mehreren
Reihen (c d b e) verschieden grofser Oeffnungen versehen ist, zu dem Zwecke,
die Gröfse des Flugloches verändern zu können und gewünschtenfalls nur den Arbeitsbienen
den Ein- und Austritt zu gestatten.
2. Eine Sicherheitsvorrichtung gegen Raubbienen an der unter 1. beanspruchten Fluglochscheibe,
gekennzeichnet durch auf einen Draht (k) drehbar aufgereihte Klappen (I),
welche vor oder hinter einen zweiten Draht (s) gebracht werden können, je
nachdem man das Ausfliegen der Bienen gestatten oder dieses verhindern will.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE118227C true DE118227C (de) |
Family
ID=387439
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT118227D Active DE118227C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE118227C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1242398B (de) * | 1966-01-12 | 1967-06-15 | Wilhelm Beckenbach | Bienenbeute, insbesondere Wanderbeute |
| DE4113064A1 (de) * | 1991-04-22 | 1992-11-12 | Franz Nock | Flugschild zur steuerung des bienenfluges an der bienenwohnung |
-
0
- DE DENDAT118227D patent/DE118227C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1242398B (de) * | 1966-01-12 | 1967-06-15 | Wilhelm Beckenbach | Bienenbeute, insbesondere Wanderbeute |
| DE4113064A1 (de) * | 1991-04-22 | 1992-11-12 | Franz Nock | Flugschild zur steuerung des bienenfluges an der bienenwohnung |
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