DE102004064128B4 - Flugbienenumleitungsvorrichtung für Bienentripenbeuten montierbar vor 3 nebeneinander gestellten Bienenbeuten oder als fester konstruktiver Bestandteil von 3 Bienenbeuten - Google Patents
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Abstract
Flugbienenumleitungsvorrichtung montierbar vor drei Bienenbeutenkörper oder als fester Bestandteil 3-er Bienenbeutenkörper bestehend aus sieben An- und Abflugräumen (A bis G), die sich aus der Zusammensetzung eines Oberteils (1), der äußeren Seitenteile (2) und (7), der vertikalen Begrenzungsteile (8), (3), (4), (9), (10), (5), (6) und (11), der horizontalen Zwischenteile (12), (13) und (14) und eines Unterteils (15) ergeben, wobei die vier oberen An- und Abflugräume durch Einlegen der Verschlussteile (17) sich vollständig verschließen lassen oder sich durch Einschieben der Fluglochverlängerungen (18) öffnen lassen und die drei unteren An- und Abflugräume durch Aussparungen zwischen den vertikalen Begrenzungsteilen (3 und 4) und (5 und 6) verbunden oder durch Einschieben von Schiebern (16) voneinander getrennt werden können und durch Einlegen der Umleitungskeile (19) verschlossen werden können und die oberen und die unteren An- und Abflugräume frontal durch das Einschieben der Frontplatten (20 bis 23) in die Nuten der Seiten- und Mittelteile (2 bis...
Description
- Die Erfindung betrifft eine Flugbienenumleitungsvorrichtung gemäß dem einzigen Patentanspruch.
- Die Flugbienenumleitungsvorrichtung umfasst sieben An- und Abflugräumen, die durch Einlegen und Herausnehmen mobiler Teile geöffnet oder verschlossen werden können. Damit wird dem Imker ermöglicht, die An- und Abflugwege und das Erreichen der gewünschten Beuteninnenräume der Flugbienen sicher zu bestimmen. Die Flugbienenumleitungsvorrichtung ist vor Bienentripelbeuten (3 Beutenkörper nebeneinander gestellt) montierbar oder als fest verbundener Bestandteil einer Bienentripelbeute herstellbar.
- Problem:
- Das Imkern findet weltweit mit unterschiedlichen Bienenbeutensystemen statt. Die häufigste Verbreitung haben dabei die Magazinbeuten.
- In der herkömmlichen Imkerei ohne die Anwendung äußerer Umleitungsverfahren beeinflusst der Imker die Entwicklung der Bienenvölker durch Eingriffe innerhalb der Beutensysteme oder durch Umsetzung der Beutenkörper und der Bienenvölker. Zur systematischen Herstellung sammelfähiger Bienenvölker ist in der herkömmlichen Imkerei das Schröpfen und Teilen der Völker je nach ihrem Entwicklungsstand notwendig. Das herkömmliche Imkereiverfahren zwingt den Imker häufig, auf die Entwicklung der Bienenvölker zeitnah reagieren zu müssen. Die Reaktion des Imkers auf das Schwarmverhalten der Bienenvölker, welches im natürlichen Fall des Entwicklungszyklus eines Bienenvolkes zum vorübergehenden Verlust von sammelfähigen Flugbienen im Volk führt, hat wesentlichen Einfluss auf eine effiziente Imkerei.
- In der vergangenen Dekade wird das Imkern durch den Befall der Bienenvölker mit der Varroa Milbe erheblich erschwert. Die Ausrottung der Varroa Schädlinge mittels chemischer Methoden ist bisher nicht gelungen. Problematisch beim Einsatz der chemischen Varroa Bekämpfung ist die Möglichkeit der Bildung von Rückständen im Honig. Die Jungvolkbildung von möglichst varroenarmer Bienenvölkern ohne Einsatz chemischer Methoden gelingt nur ohne Brutübernahme mit dem Einsatz der vorhandenen Bienen, denn die Brut ist der Vermehrungsort der Varroa Milbe.
- Umleitungsverfahren erlauben die Bildung junger vorroenarmer Bienenvölker bei Erhalt der Sammelleistung des Volkes.
- Bienenbeuteninterne Umleitungssysteme, wie in
beschrieben, sind speziell an einen Bienenbeuten-Typ, beispielsweise der Doppelstocktrogbeute, angepasst.AT 399 980 B - Die Erfindung
DE 28 18 769 A1 über eine Flugbienenumleitungsvorrichtung zur äußeren Bienenumleitung entspricht dem Stand der Technik. Die Flugbienenumleitungsvorrichtung dieser Erfindung soll eine maximale Trachtausnutzung in einem Wirtschaftsvolk gewährleisten, Eingriffe des Imkers ins Brutnest und das Schwärmen verhindern. Das Prinzip einer äußeren Bienenumleitung (Steuerung der Bienenwege vor Erreichen der Beuteninnenkörper) ist mit der ErfindungDE 28 18 769 A1 einer Flugbienenumleitungsvorrichtung umgesetzt. - Die Erfindung
DE 28 18 769 A1 ist aus folgenden Gründen kaum geeignet die gewünschten Effekte für den Imker, nämlich die Trachtausnutzung in einem Wirtschaftsvolk, Verhinderung der Eingriffe des Imkers ins Brutnest und Verhinderung des Schwärmens zu bewirken. - Um die Eingriffe des Imkers in die Bienenbeuten und das Schwärmen der Bienen zu verhindern, wird in der Flugbienenumleitungsvorrichtung der Erfindung
DE 28 18 769 A1 eine Bienenflucht vor das Flugloch abgesenkt. Die durch diese Bienenflucht abfliegenden Flugbienen sollen bei ihrer Rückkehr durch den Verbindungsgang (8 ) der Erfindung in die andere Beutenseite zum Wirtschaftsvolk ziehen. Dieses Bienenverhalten kann sich aufgrund des Stockgeruches, der durch die Bienenflucht für die Bienen wahrnehmbar ist, nicht vollziehen. Die zurückkehrenden Flugbienen bilden vor der Bienenflucht eine Traube, ziehen nicht durch den Verbindungsgang in die andere Beutenseite und bleiben mit ihrem Volk verbunden. - Die Erfindung
DE 28 18 769 A1 hat wahrscheinlich aus diesem Grund keine weitere Anwendung und Diskussion in der Imkerei gefunden. - Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des einzigen Patentanspruchs gelöst.
- Eine äußere Bienenumleitung in einen nebenstehenden anderen Beutenkörper mittels einer Flugbienenumleitungsvorrichtung kann nur gelingen, wenn eine An- und Abflugstelle vollständig verschlossen wird und damit der Stockgeruch entzogen wird.
- Daher ist zur weiteren praktischen Umsetzung des Gedankens einer äußeren Bienenumleitung eine Flugbienenumleitungsvorrichtung notwendig, die einen vollständigen Verschluss der An- und Abflugstellen sowie die Eröffnung eines neuen, von der alten An- und Abflugstelle optimal entfernten Flugloches, ermöglicht.
- Diese Voraussetzungen für eine effiziente äußere Bienenumleitung sind in der Erfindung umgesetzt, indem sieben An- und Abflugräume durch die Flugbienenumleitungsvorrichtung eröffnet und vollständig verschlossen werden können.
- Gegenüber einer äußeren, flugfrontseitigen Flugbienenumleitungsvorrichtung für ein Doppelbeutensystem (2 Beutenkörper nebeneinander gestellt) ermöglicht eine äußere, flugfrontseitige Flugbienenumleitungsvorrichtung für ein Tripelbeutensystem (3 Beutenkörper nebeneinander gestellt) die gezielte Umleitung der Flugbienen aus 3 Bienenvölkern.
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung montier- und anwendbar an der Flugseite vor verschiedenen Bienenbeuten-Typen z. B. Magazine, Trogbeuten, Blätterbeuten und Hinterbehandlungsbeuten (Warmbau). Die Imkerei mit dem vor den Beuten montierten Umleitungssystem der Erfindung ermöglicht das Imkern mit der Bienenumleitung unabhängig von einem bestimmten Beuten-Typ und ist daher universell einsetz- und/oder nachrüstbar. Die Vorrichtung ist auch als fester Bestandteil einer neu zu konstruierenden und zu produzierenden Tripelbeute an der Flugfront verschiedener Tripel-Beuten-Typen (z. B. Magazine, Trogbeuten, Blätterbeuten und Hinterbehandlungsbeuten) herstell- und anwendbar.
- Das Imkern mit dem äußeren Umleitungssystem an Tripelbeuten ermöglicht eine kontrollierte Verjüngung der Bienenvölker und ist damit eine effiziente Maßnahme zur Bekämpfung der Varroa-Infektionen in den Bienenvölkern. Damit erhält der Imker die Möglichkeit, durch eine frühe Umleitung der Flugbienen ein junges varroaarmes Volk aufzubauen. Das Imkern mit dem äußeren Umleitungssystem führt zu einer sicheren Steuerung der Bienenvölkerentwicklung durch den Imker mittels Schwarmverhinderung. Somit ergibt sich insgesamt eine Zeitersparnis in der Imkerei, insbesondere mit dem Effekt, dass der Imker seinen terminlichen Arbeitseinsatz weitgehend selbst bestimmen kann und nicht von der unkalkulierbaren Völkerentwicklung der Bienen bestimmt wird. Das externe Umleitungssystem lässt eine externe Beobachtung der Entwicklung der Bienenvölker ohne mechanische Öffnung der Bienenbeutenkörper zu, da die Schwarmstimmung bereits durch das Aufketteln der Bienen im Vorsatzrahmen hinter den Frontplatten weitgehend ablesbar ist.
- Die Umleitung der Flugbienen in die nach dem Umleitungsverfahren und dem jeweiligen Entwicklungsstand der Bienenvölker gewünschten Fluglöcher und Beuteninnenräume erfolgt durch ein mechanisches Schließen und Öffnen der Bienenwege der Flugbienenumleitungsvorrichtung mittels der Keile, der Platten und den Körpern der Erfindung.
- Der Vorsatzrahmen und die einsetzbaren Elemente ermöglichen folgende Funktionen:
Schließen der Fluglöcher, Öffnen neuer Fluglöcher, Umleitung der Flugbienen in die vom Imker gewünschten Beutenräume einer Tripelbeute, direkte Beobachtungsmöglichkeit der Schwarmvorbereitung der Bienenvölker im Vorsatzrahmen hinter den Frontplatten. - Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert.
- Die Zeichnung 1 stellt die Einzelteile des Vorsatzrahmens dar.
- Liste der Einzelteile des Vorsatzrahmens:
-
- Oberteil (
1 ), - Seitenteile (
2 ,7 ), - Vertikale Begrenzungsteile (
3 ,4 ,5 ,6 ,8 ,9 ,10 ,11 ,) - Horizontale Begrenzungsteile (
12 ,13 ,14 ) - Unterteil (
15 ). - Die Zeichnung 2 stellt den Vorsatzrahmen mit den passenden Einlege- und Einschiebe-Elementen als Nachrüstrahmen dar.
- Liste der Elemente:
-
- 2 Schieber-Element (
16 ) - 4 Verschlussteile (
17 ), - 2 Fluglochverlängerungen
(
18 ), - 2 Umleitungskeile (
19 ), - 2 Frontplatten mit großem
Flugausschnitt und kleinem Flugausschnitt (
20 ), - 2 Frontplatten ohne Flugausschnitt (
21 ), - 1 Frontplatte mit mittlerem Flugausschnitt (
22 ), - 1 Frontplatte mit großem
Flugausschnitt und kleinem längerem
Flugausschnitt (
23 ). - Die Zeichnung 3 stellt den Vorsatzrahmen montiert vor einer Magazintripelbeute als ein denkbares Ausführungsbeispiel dar.
Claims (1)
- Flugbienenumleitungsvorrichtung montierbar vor drei Bienenbeutenkörper oder als fester Bestandteil 3-er Bienenbeutenkörper bestehend aus sieben An- und Abflugräumen (A bis G), die sich aus der Zusammensetzung eines Oberteils (
1 ), der äußeren Seitenteile (2 ) und (7 ), der vertikalen Begrenzungsteile (8 ), (3 ), (4 ), (9 ), (10 ), (5 ), (6 ) und (11 ), der horizontalen Zwischenteile (12 ), (13 ) und (14 ) und eines Unterteils (15 ) ergeben, wobei die vier oberen An- und Abflugräume durch Einlegen der Verschlussteile (17 ) sich vollständig verschließen lassen oder sich durch Einschieben der Fluglochverlängerungen (18 ) öffnen lassen und die drei unteren An- und Abflugräume durch Aussparungen zwischen den vertikalen Begrenzungsteilen (3 und4 ) und (5 und6 ) verbunden oder durch Einschieben von Schiebern (16 ) voneinander getrennt werden können und durch Einlegen der Umleitungskeile (19 ) verschlossen werden können und die oberen und die unteren An- und Abflugräume frontal durch das Einschieben der Frontplatten (20 bis23 ) in die Nuten der Seiten- und Mittelteile (2 bis7 ) vollständig oder teilweise für den Bienenan- und -abflug verschlossen werden können.
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