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Kalt-Warm-Wasser-Mischventil Die Erfindung betrifft ein Kalt-Warm-Wasser-Mischventil
zur Verwendung in Küchen, Bädern usw., und zwar speziell ein Mischventil mit einem
sowohl drehbeweglichen als auch axial hin- und herbeweglichen Steuerkolben, einem
seiner axialen Hin-und Herverstellung dienenden ersten Stellgriff zur Mengenregulierung
des Auslaufwassers, einem zum Drehen des Steuerkolbens und damit zur Regulierung
der Temperatur des Auslaufwassers dienenden zweiten Stellgriff in zum ersten Stellgriff
gleichachsiger Anordnung auf dem Steuerkolben bzw. dessen Kolbenstange und mit einer
unverdrehbaren, dem Stellgriff zum Drehen des Steuerkolbens bzw. zum Temperieren
des Auslaufwassers gegenüber angeordneten Skala als äußeres Anzeigemittel für die
Mischwasser-Temperatureinstellung des Auslaufwassers.
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Kalt-Warm-Wasser-Mischventile der soeben dargelegten Art
- im folgenden kurz Mischventile genannt - sind bekannt und gegenüber
andersartigen Ventilen besonders vorteilhaft, weil sie die jeweils eingestellte
Temperatur des Auslaufwassers (Mischwasser-Temperatur) an ihrer Temperaturskala
ablesen lassen.
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Die übung im Bau von Mischventilen der in Rede stehenden Art ist allgemein
dahingehend, eine Temperaturskala seitlich am Mischventilgehäuse anzubringen und
den der Temperatureinstellung dienenden zweiten Stellgriff mit einem Zeiger vorzusehen,
der aber, um ihn an die Skala heranzuführen, über den Umfang des sogenannten ersten
Stellgriffes hinwegreichendvorgesehenwerden mußte. Bei dieser Ausführung war der
Zeiger oftmals Ursache zu Handverletzungen beim Bedienen und auch beim Säubern des
Mischventiles. Besser bzw. vorteilhafter wäre jedenfalls die Unterbringung bzw.
Anordnung der Skala in solch einer Weise, daß das Ablesen in axialer Draufsicht
auf den Stellgriff möglich ist.
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Der Zweck der Erfindung ist, den vorerwähnten Nachteilen zu begegnen
und Mischventile der speziellen, eingangs dargelegten Art so zu verbessern, daß
zum Ablesen der jeweils eingestellten Ternperaturwerte eine bloße Draufsicht auf
den der Temperatureinstellung dienenden sogenannten zweiten Stellgriff genügt.
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Als besonderes Problem ergab sich die Skalenunterbringung zwischen
den beiden Stellgriffen in solch einer Weise, daß die Skala sich von den beiden
Stellgriffen völlig unabhängig erweist, d. h. absolut feststehend, gleichgültig,
welcher der Stellgriffe je-
weils gedreht werden mag. Das den dargelegten
Forderungen und Problemen gerecht werdende Mischventil oben dargelegter Bauart und
erfindungsgemäß verbesserter Ausführung kennzeichnet sich durch die Anordnung der
Skala zwischen den beiden Stellgriffen und fest bzw. unverdrehbar auf einer der
Steuerkolbenstange übergestreiften Buchse, wobei diese Buchse mit seitlichen Fortsätzen
in Längsnuten des Nüschventilgehäuses unverdrehbar gehalten, jedoch axial beweglich
geführt und auf ihr drehbar, jedoch axial unverschieblich, der erste Stellgriff
mittels einer mit Außengewinde in ein entsprechendes Innengewinde des Ventilgehäuses
eingreifenden Nabe angeordnet ist.
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Aus der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel ersichtlich.
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A b b. 1 ist ein senkrechter Längsschnitt des Mischventiles-A
b b. 2 ist ein Schnitt nach Linie II-11 der A b b. 1
gesehen in Richtung
der an die Schnittlinie gesetzten Pfeile; A b b. 3 veranschaulicht den Gegenstand
der A b b. 1 in der Draufsicht.
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1 ist das Mischventilgehäuse, 2 ist der Steuerkolben,
3 und 4 sind die Wassereinlässe, deren einer für Kaltwasser und der andere
für Warmwasser vorgesehen ist. 5 ist der Wasserauslauf der Batterie.
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Zur Wirkungsweise sei kurz folgendes erklärt: Bei axialer Aufwärtsverstellung
des Kolbens 2 wird zunächst der Auslauf-Absperrsitz 5' des Misch,ventils
freigegeben. Bei weiterer Aufwärtsverstellung strömt schließlich Wasser vom Einlaß
3 her durch eine am Umfang des Steuerkolbens 2 vorgesehene Aussparung
6 und weiterhin auch Wasser vom Einlaß 4 her durch einen mit 7 bezeichneten
Wasserweg des Kolbens zum geöffneten Auslauf-Absperrsitz 5' und dann weiter
durch den Auslauf 5 ins Freie. Die Auslaufmenge als solche ist durch axiales
Verstellen des Kolbens 2 bestimmbar. Die Temperatur des Auslaufwassers ist durch
Drehen des Kolbens 2 bestimmbar.
Es gibt eine mittlere Dreheinstellung,
in welcher die von 3 über 6 nach 5 strömende Menge genau gleich
ist der von 4 über 7 nach 5 strömenden Menge. Durch Drehen des Kolbens
aus der mittleren Dreheinstellung nach links oder rechts kann die von
3
nach 5 strömende Wassermenge vergrößert und die von 4 nach
5 strömende Wassermenge verkleinert, die Temperatur des bei 5 auslaufenden
Wassers also variiert werden. Es kann der Steuerkolben 2 aus der mittleren Stellung
heraus nach links oder rechts auch so weit verdreht werden, daß der Kolben den Wassereinlaß
bei 3 oder 4 völlig absperrt und Wasser, z. B. Kaltwasser nur bei
3 oder Wannwasser nur bei 4, zum Auslauf 5 überströmen kann.
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Soweit bis jetzt beschrieben, ist die Ausführung nichts Neues. Ein
erster Stellgriff 8 ist vorgesehen als Mittel zum axialen Verstellen des
Steuerkolbens 2, also als Mittel zum Regulieren der Auslaufmenge des Ventils. Ein
zweiter Stellgriff 9 ist vorgesehen als Mittel zum Hin- und Herdrehen des
Kolbens 2, also als Mittel zum Regulieren der Temperatur des Auslaufwassers.
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Der Stellgriff 9 ist gleichachsig über dem Stellgriff
8 angeordnet. Der Stellgriff 9 - der sogenannte zweite Stellgriff
- ist bekannterweise so ausgebildet, daß er mit einem mehr oder weniger spitzen
Ende 10
(s. Ab b. 3) als Temperaturzeiger dient und zwar gegenüber
einer zwischen den Stellgriffen 8, 9 angeordneten Skalenscheibe
11. In A b b. 3 ist der Stellgriff 9 mit seinem mehr oder weniger
gespitzten Zeigerende 10 in Mittelstellung (Kolbenmittelstellung) veranschaulicht.
Rechts und links des Zeigers 10 sind in zweckentsprechenden Feldern
W, K die Temperaturwerte des Auslaufwassers in an sich bekannter Weise kenntlich
gemacht, so beispielsweise durch Farbstriche. Je mehr der Stellgriff 9 mit
Bezug auf Ab b. 3 aus der Mittelstellung entgegen dem Uhrzeigersinne verstellt
wird, um so wäriner wird sich das Auslaufwasser erweisen, aber um so kälter,
je mehr der Stellgriff 9 im Uhrzeigersinne aus der Mittelstelluno,
verstellt wird.
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Der sogenännte erste Stellgriff 8 ist angeordnet auf einer
dem Kolben 2 bzw. der Kolbenstange 2' übergestreiften Buchse 12 und zwar mit einer
Art Nabe 13, die mit einem Außengewinde in einem entsprechenden Innengewinde
des Ventilgehäuses 1
schraubend verstellbar ist. Die Buchse 12, die auf der
Kolbenstange 2' mittels eines Sprengringes 19 axial gesichert ist, ist mit
seitlichen Fortsätzen 14 in Längsnuten 15 des Ventilgehäuses 1 unverdrehbar
gehalten, in jenen Nuten 15 aber axial beweglich geführt. Mit seiner Nabe
13 ist der Stellgriff 8 auf der Buchse 12 drehbar gelagert, jedoch
axial unverschieblich gehalten, und zwar einerseits durch die seitlichen Fortsätze
14 der Buchse 12 und andererseits durch die Skalenscheibe 11, die von oben
her auf der Buchse 12 durch einen der letzteren aufgeschraubten Ring 16
(oder
auch in irgendeiner anderen zweckentsprechenden Weise) fest in Stellung gehalten
ist. Der sogenannte zweite Stellgriff 9 ist über der Skalenscheibe
11 drehfest auf der Kolbenstange 2' angeordnet, z. B. einem Vierkant
17 aufgesteckt und mittels einer Schraube 18 gegen unerwünschtes axiales
Ablösen gesichert-Zur Wirkungsweise sei erklärt-. Wird der Stellgriff
8 gedreht, so schraubt er sich mit dem Außengewinde seiner Nabe
13 im Innengewinde des Ventilgehäuses 1 entweder aufwärts oder abwärts
- aus der in der A b b. 1 ersichtlichen geschlossenen Stellung selbstverständlich
aufwärts. Da der Stellgriff 8
mit seiner Nabe auf der Buchse 12 axial unverschieblich
gehalten ist, und zwar einerseits durch die seitlichen Fortsätze der Buchse 12 und
andererseits durch die der Buchse fest aufsitzende Skalenscheibe 11, muß
die Buchse 12 und mit ihr auch der Steuerkolben 2 an der auf- oder niederschraubenden
Bewegung des Stellgriffes 8 teilnehmen, denn die Buchse 12 kann sich als
solche auf dem Kolben 2 bzw. auf der Kolbenstange 2' nicht axial frei bewegen, da
sie von oben her durch den Sprengring 19 auf der Kolbenstange 2' festgehalten
ist. Wenngleich die Skalenscheibe 11 an der vom Ausmaß der Drehbewegung des
Stellgriffes 8 abhängigen axialen Bewegung des Steuerkolbens2 mit teilnimmt,
kann sie sich jedoch nicht verdrehen, da ihr Träger bzw. die Buchse 12 mit ihren
seitlichen Fortsätzen 14 in den Längsnuten 15 des Ventilgehäuses
1 unverdrehbar und nur axial beweglich gehalten ist. So ist also eine absolute
Gewähr dafür geschaffen, daß die Temperaturskala dem Stellgriff 9 gegenüber
stets fest in Stellung bleibt und bei der Draufsicht auf das Ventil bzw. auf dessen
Stellgriff 9 die dem letzteren jeweils gegebene Temperatureinstellung einwandfrei
von der Temperaturskala abgelesen werden kann.