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Schaltungsanordnung zum überwachen der Spannungen und Ströme von Drehstromnetzen
Bei Drehstromm#tzen, insbesondere solchen für die Energieversorgung von Eisenbahnsicherungseinrichtungen,
ist es vielfach zweckmäßig, das Einhalten bestimmter Spannungswerte sowie die Belastung
der Phasen zu überwachen. Durch Abweichen der Netzspannungen von der Nennspannung
und unsymmetrische Belastung der Phasen könnte die Betriebsfähigkeit der an das
Drehstromnetz angeschlossenen Einrichtungen verschlechtert oder sogar völlie, aufgehoben
werden, so daß sich unkontrollierbare Betriebshernmungen ergäben.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung
zum überwachen der Phasenspanunngen und/oder -ströme von Drehstromnetzen zu schaffen,
in der die Phasen einzeln auf über-bzw. Unterschreiten von Grenzwerten für die Nennspannung
und/oder die Phasenströme untereinander auf Symmetrie in den drei Phasenleitern
überprüft wcrden.
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Eine zur Lösung dieser Aufgabe geeignete Schaltungsanordnung verwendet
erfindungsgemäß mindestens einen an sich bekannten Transfluxor mit mehreren Löchern
für Übertragungs-, Vormagnetisierunas- und Steuerwicklun-en, wobei den zu überwachenden
Spannungen bzw. Strömen proportionale Ströme mindestens je einer Steuerwicklung
zugeführt werden, deren magnetische Durchflutungen bei Nennspannung bzw. symmetrischer
Belastung der Phasen zusammen mit den Vorinagnetisierungsdurchflutungen den Übertragungszustand
einstellen, dagegen beim Abweichen der Phasenspannungen von der Nennspannung bzw.
bei unsymmetrischer Belastung durch Umkehren der Magnetisierungsrichtung in einem
Abschnitt des übertragungsflußweges den Transfluxor sperren.
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Nach einem Teilmerkmal der Erfindung können die Phasenspannungen durch
einen oder mehrere Transfluxoren mit mindestens je zwei und insgesamt mindestens
doppelt soviel Steuerlöchern überwacht werden, wie Phasenspannungen zu überwachen
sind. Dabei sind jeder Phasenspannung zwei in gesonderten Steuerlöchern angeordnete
Steuerwicklungen zugeordnet, von denen die eine bei Nennspannung eine C Crrößere
und die andere eine kleinere Durchflutung als die in dem betreffenden Steuerloch
angeordnete Vormagnetisierungswicklung erzeugt.
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Nach einem weiteren Teilinerkmal der Erfindung kann die Belastung
der Phasen von Drehstromnetzen mit Nulleitern beispielsweise dadurch auf Symmetrie
überprüft werden, daß ein Transfluxor verwendet wird, bei dem in einem gemeinsamen
Steuerloch je
eine den einzelnen Phasenströmen zugeordnete Steuerwicklung
angeordnet ist, deren bei unsymmetrischer Belastung auftretende Wechseldurchflutungen
den Transfluxor sperrt.
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Weiterhin ist es möglich, zum überwachen der Phasenbelastung von Drehstroninetzen
mit oder ohne Nulleitern einen oder mehrere Transfluxoren zu verwenden, die mindestens
je zwei und zusammen mindestens so viel Steuerlöcher haben, wie Phasenströmc
zu überwachen sind, wobei jedem Phasenstrom mindestens zwei in gesonderten Steuerlöchern
angeordnete Steuerwicklungen zugeordnet sind, deren Durchflutungen bei symmetrischer
Belastung durch die Durchflutung einer der einem anderen Phasenstrom zugeordneten
und in demselben Steuerloch angeordneten Steuerwicklungen kompensiert.
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Ferner können auch zum überwachen sowohl der Phasenspannungen als
auch der Phasenbelastung gemeinsame Transfluxoren verwendet werden.
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Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den F i
g. 1 bis 8 der Zeichnung dargestellt und nachstehend zusammen mit
weiteren Erfindungsmerkmalen erläutert.
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F i g. 1 zeigt eine Schaltungsanordnung zum Überwachen der
Phasenspannungen eines Drehstromnetzes mit den Phasen U, Y und W. Zu diesem
Zweck sind zwei Transfluxoren Tl und T2 vorgesehen, die mit ihren Wicklungen in
der von Karnaugh vorgeschlagenen Spiegelsymbolik dargestellt sind. Die beiden Transfluxoren
Tl und T2 sind mit je zwei Übertragungswicklungent11 und t12 bzw. t21 und
t22 versehen. Diese Wicklungen sind so in Reihe geschaltet, daß die Ausgangswicklung
t 12 des Transfluxors T 1 mit der Eingangswicklung t 21 des Transfluxors
T 2 verbunden ist. Eine übertragung von auf die Eingangswicklung t11 des Transfluxors
Tl gegebenen Signalen auf die Ausgangswicklung
122 des anderen
Transfluxors kann nur dann stattfinden, wenn alle Innenjoche der SteuerlöcherL11
bis L13 bzw. L21 bis L23 des betreffenden Transfluxo"rs, der sogenannte
übertra-Crungsflußweg, in gleicher Richtung magnetisiert sind. In den Steuerlöchern
L 11 bis L 13 und L 21 bis L 23
ist bei dem Transfluxor Tl
je eine Steuerwicklung t 14, t 16 bzw. t 18 und
bei dem Transfluxor T 2 je
eine Steuerwicklungt24, t26 bzw. t28 angeordnet,
wobei jeder der drei Wicklungen eines Transfluxors einer anderen Phase zugeordnet
ist und von einem der betreffenden Phasenspannung proportionalen StromJl,
J2 bzw. J3 durchflossen wird. Weiterhin ist in jedem Steuerloch,der
beiden Transfluxoren je
eine Vormagnetisierungswicklungt13, t15 bzw. t17 und
t23, t25 bzw. t27 angeordnet. Die Vormagnetisierungswicklungen aller Steuerlöcher
beider Transfluxoren sind in Reihe geschaltet und werden von einem Gleichstrom
J4 durchflossen. Als Spannungsquelle zur Erzeugung dieses Gleichstromes dient
eine Batterie B, deren Spannung durch ein spannungsstabilisierendes ElementZ, beispielsweise
eine Zenerdiode, stabilisiert ist. Die den Phasenspannungen proportionalen Ströme
werden über einen übertrager Al, A2 bzw. A3, einen Gleichrichter Gl,
* 2 bzw. G 3 mit einem Siebschaltmittel C
1, C 2 bzw. * 3 und einen Widerstand R 1,
R 2 bzw. R 3 den in Reihe geschalteten Steuerwicklungen t14 und t24,
t16 und t26 bzw. t18 und t28 der Transfluxoren TI und T2 zugeführt. Um jedes Steuerloch
beider Transfluxoren entsteht infolge des Vormagnetisierungsstromes J4 und
des einer Phasenspannung proportionalen StromesJl, J2 bzw. J3 eine
resultierende magnetische Durchflutung. Hierbei ist beispielsweise die durch den
Strom Jl erzeugte Durchflutung bei Nennspannung der Phase U in dem Steuerloch
Lll des Transfluxors TI kleiner, in dem Steuerloch L21 des Transfluxors T2 dagegen
größer als die durch den Vormagnetisierungsstrom J4 in dem betreffenden Steuerloch
erzeugte Durchflutung. Die resultierenden Durchflutungen magnetisieren die Innenjoche
der Steuerlöcher beider Transfluxoren bei Nennspannung aller Phasen in gleicher
Richtung. Die Magnetisierungsrichtungen sind bei dem Transfluxor TI in einem und
bei dem Transfluxor T2 in zweien der Steuerlöcher bei Neunspannung aller Phasen
durch die Richtung der Vormagnetisierungsdurchflutung bestimmt.
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An Hand der F i g. 2 bis 4 ist die Wirkungsweise der Schaltung
nach F i g. 1 im folgenden näher erläutert. Die F i g. 2 bis 4 zeigen
lediglich die Symbole der Transfluxoren T 1 und T 2 mit Steuerlöchern L
11 bis L13 und L21 bis L23 gemäß der Darstellung in F i
g. 1. Die Pfeile an den Außenjochen der Transfluxoren kennzeichnen die Größe
und die Richtung der in den Steuerlöchern wirkenden Durchflutungen. Die diesen Pfeilen
zugeordneten Ziffern 1 bis 4 geben an, von welchem der Ströme J 1
bis J 4 die an-01 "egebene Durchflutung erzeugt wird. Die neben den
Innenjochen eingetragenen Pfeile kennzeichnen die Richtung der resultierenden Durchflutung
und damit die eweils bestehende Magnetisierungsrichtung im i Innenjoch. In F i
g. 2 ist der magnetische Zustand beider Transfluxoren bei Nennspannung aller
drei Phasen dargestellt. Die Magnetisierungsrichtung im Innenjoch des Steuerloches
L 11 ist durch die vom Vormagnetisierungsstrom J4 erzeugte Durchflutung
4 bestimmt, während die Magnetisierungsrichtung im
Innenjoch des Steuerloches
L 12 bzw. L 13 durch die vom Strom J2 bzw. J3 erzeugte
Durchflutung 2 bzw. 3 bestimmt ist. In den Innenjochen der Steuerlöcher L22
bzw. L23 des Transfluxors T2 ist die Magnetisierungsrichtung durch die vom
Strom J 1 erzeugte Durchflutung 1 bestimmt. Die Wicklungen werden
so gespeist, daß die Innenjoche bei jedem der beiden Transfluxoren in gleicher Richtung
magnetisiert sind, und zwar beim Transfluxor TI von unten nach oben und beim Transfluxor
T2 von oben nach unten. Hierbei werden die auf die Eingangswicklung t
11 des Transfluxors T 1 gegebenen Wechselstromimpulse auf die Ausgangswicklung
t12 und von dort über die Eingangswicklung t21 des Transfluxors auf die Ausgangswicklung
122 übertragen und steuern eine nicht dargestellte Meldeeinrichtung. Durch diese
Größe und Wirkrichtung der einzelnen Durchflutungen und ihre Verteilung auf die
Steuerlöcher der Transfluxoren wird erreicht, daß zum überwachen eines dreiphasigen
Drehstromnetzes nur insgesamt sechs Steuerlöcher erforderlich sind, um bei den praktisch
vorkommenden Abweichungen einer oder mehrerer Phasenspannungen von der Nennspannung
eine Störungsineldung auszulösen.
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In F i g. 3 ist beispielsweise der resultierende magnetische
Zustand der Transfluxoren Tl und T2 für den Fall dargestellt, daß die Spannung der
Phase W unter bzw. über der Nennspannung liegt. Die ausgezogenen Pfeile neben den
Innenjochen der Transfluxoren gelten für die Unterspannung der Phase W und die gestrichelt
gezeichneten Pfeile für überspannung der Phase W bei Nennspannung der Phasen
U und V.
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Gegenüber F i g. 2 wechselt bei Untersuchung die Magnetisierungsrichtung
um das Steuerloch L 13 des Transfluxors Tl, da sie dann durch den Vormagnetisierungsstrom
J4 in der Wicklung t 17 bestimmt ist. Bei überspannung wechselt die
Magnetisierungsrichtung im Innenjoch des Steuerloches L 23 des Transfluxors
T2, da sie jetzt durch den Strom J3 bestimmt ist. In beiden Fällen wird also
die Magnetisierungsrichtung in einem Teil des übertragungsflußweges eines der beiden
Transfluxoren, nämlich in einem Innenjoch, gegenüber der ursprünglich in allen Innenjochen
und jetzt noch in den beiden anderen Innenjochen des betreffenden Transfluxors bestehenden
Magnetisierungsrichtung umgekehrt. Hierdurch wird die übertragung der Signale über
die Transfluxoren in beiden Fällen gesperrt. Ähnlich verhält es sich bei den beiden
in F i g. 4 dargestellten Fällen. Die ausgezogenen Pfeile neben den Innenjochen
der Transfluxoren Tl und T2 gelten für Unterspannung aller drei Phasen und die gestrichelt
gezeichneten Pfeile für Oberspannung aller drei Phasen.
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Bei besonders hohen Anforderungen an die Zuverlässigkeit einer Störungsmeldung
für alle denkbaren Abweichungen der Phasenspannungen von der Nennspannung ist es
zweckmäßig, die beiden Transfluxoren mit einem zusätzlichen Steuerloch zu versehen,
in dem lediglich eine Vormagnetisierungsdurchflutung wirkt. Die gleiche Zuverlässigkeit
kann auch dadurch erreicht werden, daß nur ein Transfluxor mit doppelt soviel Steuerlöchern
verwendet wird, wie Phasenspannungen zu überwachen sind, also mit sechs Steuerlöchern
für ein dreiphasiges Netz. Ferner ist es möglich, für diese Aufgabe drei Transfluxoren
mit je zwei Steuerlöchern zu verwenden,
wobei jeder Phase
zwei Steuerwicklungen zugeordnet sind, von denen die eine in einem Steuerloch eines
der Transfluxoren bei Nennspannung eine ,größere und die andere in einem Steuerloch
eines der beiden anderen Transfluxoren eine kleinere Durchflutung erzeugt als die
in dem Loch angeordnete Vormagnetisierungswicklung. Hierbei ist es am .günstigsten,
bei jedem der drei Transfluxoren die Vormagnetisierungsdurchflutung in dem einen
Steuerloch größer, dagegen in dem anderen kleiner zu bemessen als die in dem betreffenden
Loch bei Nennspannung wirkende Durchflutung, die in den beiden Löchern von Steuerwicklungen
verschiedener Phasen erzeugt wird.
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Die F i g. 5 und 6 zeigen je eine Schaltungsanordnung
mit einem Transfluxor T3 bzw. T4 zum überwachen der Phasenströme Ju, Jv und
Jw auf Symmetrie in den Phasenleitern.
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In der Schaltungsanordnung nach F i g. 5, die zum überwachen
von Drehstromnetzen mit Nulleitern verwendet werden kann, ist ein Transfluxor T
3 mit einem Blockierungsloch und zwei Löchern L 31 und L
32 dargestellt. Auf dem Innenjoch des Loches L 31
ist eine Einstellwicklung
t34 angeordnet, die über einen Widerstand R5 an die SpannungsquelleB mit dem spannungsstabilisierenden
Element Z angeschlossen ist. Durch die Einstellwicklung t 34 fließt der Strom
J34. Ferner ist im Blockierungsloch eine den gesamten Kernquerschnitt des
Transfluxors T3
umfassende Blockierungswicklung t37 angeordnet, die über den
Schalter S und den Widerstand R6 ebenfalls an die Spannungsquelle B angeschlossen
ist. Im ÜbertragungslochL32 sind auf dem Innenjoch die Eingangswicklung t35 und
auf dem Außenjoch die Ausgangswicklung t36 angeordnet. Im Blockierungsloch sind
ebenfalls den gesamten Kernquerschnitt umfassende Wicklungen t31 bis t33 angeordnet,
durch die jeweils einer der Phasenströme Ju, Jv und Jw zu den nicht dargestellten
Verbrauchern fließt. Bei symmetrischer Belastung des Netzes fließt in dem mit dem
Nullpunkt 0 des Netzes verbundenen Nulleiter kein Strom. Die aus den Verbraucherströmen
in den Wicklungen t 31 bis t 33 resultierende magnetische Durchflutung
ist dann gleich Null, da sich die Wirkungen der Ströme Ju, Jv und Jw aufheben.
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Die magnetische Wirkungsweise der Schaltungsanordnung nach F i
g. 5 ist im folgenden näher er-_ läutert.
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Der Transfluxor wird in bekannter Weise zunächst durch vorübergehendes
Schließen des Schalters S
blockiert und dann durch den in der Einstellwicklungt34
im Loch L31 fließenden EinstellstromJ34 eingestellt. Dabei besteht in dem zum übertragungsflußweg
gehörigen Innen- und Außenjoch -des übertragungslochesL32 die gleiche Magnetisierungsrichtung,
so daß eine Signalübertragung von der Eingangswicklung t35 auf die Ausgangswicklung
t36 erfolgt. Bei unsymmetrischer Belastung der drei Phasen U, V
und W fließt ein Teil des Belastungsstromes durch den Nulleiter. Dann erzeugen die
Phasenströme eine resultierende magnetische Wechseldurchflutung in dem Transfluxor.
Wird diese Durchflutung so groß, daß sie die Magnetisierungsrichtung im gesamten
Kernquerschnitt bestimmt, so ergeben sich für einen Teil des übertragungsflußweges
einander entgegengesetzte Magnetisierungsrichtungen. Wirkt beispielsweise die Wechseldurchflutung
in der ersten Halbperiode in gleicher Richtung wie die Einstelldurchflutung, so
wird bei genügender Größe der gesamte Kernquerschnitt in dieser Richtung magnetisiert.
Das Innenjoch und das Außenjoch des Übertragungsloches L32 sind dann, bezogen
auf dieses Loch, also den umgebenden Übertragungsflußweg, in entgegengesetzter Richtung
magnetisiert, z. B. von oben nach unten. In der folgenden Halbperiode werden beide
Joche durch die Wechseldurchflutung in der anderen Richtung von unten nach oben
magnetisiert. Dieser Wechsel der Magnetisierungsrichtung wiederholt sich bei jeder
folgenden Halbperiode, solange eine unsymmetrische Belastung besteht. Die Übertragung
der Signale von der Eingangswicklung i35 auf die Ausgangswicklung t36 wird also
gesperrt. Hierdurch kann eine nicht dargestellte Meldeeinrichtung für unsymmetrische
Belastung betätigt werden. Es ist auch möglich, die Wicklungen t35 und t36 in Reihe
mit den übertragungswicklungen der in F i g. 1 dargestellten Schaltungsanordnung
zu schalten und durch dieselbe Meldeeinrichtung sowohl unsymmetrische Belastungen
als auch Ab-
weichungen der Phasenspannungen von der Neunspannung anzuzeigen.
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Weiterhin ist es nicht notwendig, durch die Wicklungen t31 bis t33
des Transfluxors T3 die Phasenströme unmittelbar fließen zu lassen. Es können
durch diese Wicklungen auch den Phasenströmen proportionale Ströme fließen, die
beispielsweise durch in die Phasenleiter geschaltete Stromwandler erzeugt werden.
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Eine Schaltungsanordnung, die auch zum Überwachen der symmetrischen
Belastung von Drehstromnetzen ohne Nulleiter verwendet werden kann, ist in F i
g. 6 dargestellt. Hier sind in die Phasenleiter übertrager A
7, A 8 und A 9 geschaltet, die den Phasenströmen Ju, Jv
und Jw proportionale Wechselströme J7, J8 und J9 erzeugen.
In den Stromkreisen der Sekundärwicklungen der übertrager A 7
und
A 8 sind Schaltmittel C 7 und R 7 bzw. L 8 und
R 8 angeordnet, die bewirken, daß die Phasenlage der Wechselströme
J7 bis J9 übereinstimmt. Der Transfluxor T 4 besitzt drei Steuerlöcher
L 41, L 42 und L43 mit je zwei Wicklungen t41, t42 bzw. t43, t44 bzw. t45,
t46, wobei jeweils die Wicklungen t41 und t 46 des Steuerloches L 41 bzw. L 43,
die Wicklungen t 42 und t 43 des Steuerloches L 41 bzw. L 42 und die Wicklungen
t44 und t45 des Steuerloches L42 bzw. L43 in Reihe geschaltet sind. Durch die in
Reihe geschalteten Wicklungen fließen die den Phasenströmen proportionalen StrömeJ7,
J8 bzw. J9. Im Normalfall, d. h. bei symmetrischer Belastung
des Netzes, heben sich die durch diese Ströme in den Steuerwicklungen jedes Steuerloches
hervorgerufenen Durchflutungen gerade auf. Ferner sind in den Steuerlöchern nicht
dargestellte Vormagnetisierungswicklungen angeordnet, deren Durchflutungen in gleicher
Richtung und Größe magnetisierend auf die Innenjoche wirken, so daß bei symmetrischer
Belastung des Netzes im Transfluxor der übertragungszustand eingestellt ist. Tritt
eine unsymmetrische Belastung auf, so entstehen mindestens in zweien der drei Steuerlöcher
magnetische Wechseldurchflutungen. Hierbei ist es gleichgültig, ob die Unsymmetrie
durch unterschiedliche Größe der Phasenströme und bzw. oder durch unterschiedliche
Phasenlage der Ströme verursacht wird. Die von demselben Wechselstrom in Reihe durchflossenen
Wicklungen
sind so miteinander verbunden, daß die
von ihnen erzeugten Wechseldurchflutungen
in den binenjochen von zwei Steuerlöchern im entgegengesetzten Sinne wirken.
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An Hand der F i g. 7 a und 7 b ist die Wirkungsweise
der Schaltungsanordnung nach F i g. 6 näher erläutert. Es ist angenommen,
daß der Strom J9
größer als die untereinander gleich großen Ströme
J 7 und J 8 ist. Die in F i g. 7 a dargestellten Verhältnisse
gelten für die positive Halbwelle, die in F i g. 7 b dargestellten Verhältnisse
für die negative Halbwelle der infolge dieser unsymmetrischen Belastuna in den Steuerlöchern
L 41 und L 43 erzeugten Wechseldurchflutung. Größe und Richtung der Wechseldurchflutungen
sind neben den Außenjochen durch Pfeile 7 bis 9 angedeutet, deren
Bezeichnung angibt, welcher Strom J7, JS oder J9 die betreffende Durchflutung
erzeugt. Auf eine Darstellung der Vormagnetisierungsdurchflutungen ist zwecks besserer
Obersichtlichkeit verzichtet worden. Die neben den Innenjochen eingezeichneten Pfeile
e ereben nur die Richtung der resultierenden Wechseldurchflutung an. Diese ist im
Steuerloch L42 bei beiden Halbwellen gleich Null. Da der Strom J9
größer als
die beiden anderen, gleich großen Ströme J7 bzw. J8 ist, bestimmt
er in den Steuerlöchern L41 und L43 die Richtung der resultierenden Wechseldurchflutung.
Die Wechseldurchflutungen wirken in den Innenjochen dieser Löcher in entgegengesetzter
Richtung. überschreitet die Wechseldurchflutung dieVormagnetisierungsdurchflutung
um einen vorgegebenen Betrag, so bestimmt erstere die Magnetisierungsrichtung in
dem betreffenden Innenjoch. In der positiven Halbwelle (vgl. F i g. 7 a)
ist das Innenjoch des LochesL43 nach oben und das Innenjoch des LochesL41 nach unten
magnetisiert. In der negativen Halbwelle (vgl. F i g. 7 b) sind diese Innenjoche
in der zu F i g. 7 a entgegengesetzten Richtung magnetisiert. In jeder Halbwelle
sind also zwei Innenjoche in entgegengesetzter Richtung ma-,netisiert, wobei der
Transfluxor unabhängig von der Magnetisierungsrichtung im Innenjoch des dritten
Steuerloches gesperrt ist.
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Die in der übergangszeit zwischen den Halbwellen bestehenden Verhältnisse
sind an Hand der F i g. 8
näher erläutert.
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F i g. 8 zeigt den Verlauf der bei der angenommenen unsymmetrischen
Belastung aus den Wechselströmen J8 und J9 bzw. J7 und
J9 erzeugten resultierenden Wechseldurchflutungen 89 um das Steuerloch
L43 bzw. 79 um das Steuerloch L41. Diese resultierenden Durchflutungen überlagem
sich der durch den Strom in den Vormagnetisierungswicklungen hervorgerufenen, in
allen Steuerlöchern gleichgerichteten Durchflutung V. Zur überwindung der Remanenz
des Kernmaterials des Transfluxors sei die Durchflutung R erforderlich. In der Ausgangswicklung
t48 wird immer dann keine Spannung U48
erzeugt, wenn die durch die Wechseldurchflutung
79
bzw. 89 hervorgerufene Magnetisierungsrichtung um das Steuerloch
L 41 bzw. L 43 entgegengesetzt zu der allein durch die Vormagnetisierungsdurchflutung
erzeugten Magnetisierungsrichtung um das Steuerloch L42 ist. Dies ist bei unsymmetrischer
Belastung nur während eines Teils jeder Halbperiode der Wechselspannung der Fall.
Infolge der Vormagnetisierung und der Remanenz des Kernmaterials kann bei sinusförmiger
Wechseldurchflutung im Zeitraum ts die Magnetisierungsrichtung um alle drei Steuerlöcher
gleich sein, so daß während dieses Zeitraumes die Spannung U48 erzeugt wird.
Dieser Zeitraum wird um so kleiner, je größer die Amplitude der resultiei
renden Wechseldurchflutung im Verhältnis zur Vormagnetisierungsdurchflutung und
zur Remanenz des Kernmaterials ist. Es ist möglich, diesen Zeitraum dadurch zu verkürzen,
daß die sinusförmigen Steuerströme in Wechselströme mit rechteckförrnigern Verlauf
umgewandelt werden.
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Die für den oben angenommenen Fall dargestellten Verhältnisse treten
in ähnlicher Weise auch bei allen anderen möglichen Fällen von unsymmetrischer Belastung
bei jeder Halbwelle der Netzfrequenz auf, da auch dann die resultierende Durchflutung
um eins oder zwei der drei Steuerlöcher entgegengesetzt zu der um das dritte Steuerloch
wirkt.
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Es ist auch möglich, zum überwachen der symmetrischen Phasenbelastung
anstatt eines Transfluxors T4 mit drei Steuerlöchern beispielsweise zwei Transfluxoren
mit je zwei Steuerlöchern zu verwenden, von denen die Löcher des einen in
gleicher Weise wie die Löcher L 41 und L 42 und die des anderen wie die Löcher L42
und L43 mit Wicklungen versehen sind. Auch noch andere Schaltungsanordnungen mit
mehreren Transfluxoren sind möglich, die so zusammenwirken, daß die Signalübertragung
bei unsymmetrischer Belastung in gleicher Weise gesperrt wird, wie sie an Hand der
F i g. 6 bis 8 erläutert wurde. Wesentlich ist, daß die Transfluxoren
zusammen mindestens so viele Steuerlöcher haben, wie Phasenströme zu überwachen
sind. Ferner müssen jeder Phase mindestens zwei in gesonderten Steuerlöchem angeordnete
Steuerwicklungen zugeordnet sein, die in diesen Fällen in gesonderten Transfluxoren
anzuordnen sind und deren Durchflutung bei symmetrischer Belastung durch die in
demselben Steuerloch von der Steuerwicklung einer anderen Phase erzeugte Durchflutung
kompensiert ist.
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In Schaltungsanordnungen zum überwachen der symmetrischen Belastung
nach dem an Hand der Fig. 6 und 8 beschriebenen Prinzip können zum
Steuern der Transfluxoren anstatt der Wechselströme auch den Phasenströmen proportionale
Gleichströme verwendet werden. In diesen Fällen sind in den Sekundärstromkreisen
aller Stromwandler Gleichrichter und Glättungsschaltmittel, z. B. Kondensatoren,
anzuordnen. Derartige Schaltungsanordnungen haben den Vorteil, daß die Transfluxoren
bei unterschiedlicher Größe der Phasenströme vollkommen gesperrt werden. Beim Nulidurchgang
der Phasenströme treten also keine übertragungszeiten ts auf. Durch entsprechende
Bemessung der Glättungsschaltmittel kann erreicht werden, daß die Transfluxoren
bei kurzzeitig unsymmetrischer Belastung nicht gesperrt werden. Der gleiche Vorteil
ergibt sich für Fig. 1 bei kurzzeitigem Abweichen der Phasenspannungen von
der Nennspannung. Es ist auch möglich, zu diesem Zweck vor den Eingang der Meldeeinrichtung
entsprechend wirkende Verzögerungsschaltmittel zu schalten oder die Meldeeinrichtung
selbst zu verzögern. Dies kann vor allem bei Schaltungsanordnungen nach Fig.
6 mit Wechselstromsteuerung des Transfluxors zweckmäßig sein.
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Es ist ferner möglich, anstatt gesonderter Transfluxoren für Spannungsüberwachuna,
und für die Strornüberwachung einen oder mehrere Transfluxoren
-emeinsam
zu verwenden. Beispielsweise kann C
zu diesem Zweck einer der beiden in F
ig. 1 dargestellten Transfluxoren Tl und T2 zusätzlich mit den Wicklungen
t 41 bis t 46 des in F i g. 6 dargestellten Transfluxors T6 versehen
werden.