DE1167345B - Verfahren zur Stabilisierung von Organozinnhydriden - Google Patents
Verfahren zur Stabilisierung von OrganozinnhydridenInfo
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F7/00—Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
- C07F7/22—Tin compounds
- C07F7/2208—Compounds having tin linked only to carbon, hydrogen and/or halogen
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C07f
Deutsche Kl.: 12 ο-26/03
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
St 17092 IVb/12 ο
8. November 1960
9. April 1964
Zur Herstellung von Organozinnhydriden der allgemeinen
Formeln R3SnH, R2SnH2 und RSnH3 (R = Alkyl
oder Aryl) sind bisher mehrere Verfahren bekanntgeworden. So wurden Metallverbindungen, ζ. Β.
(CH3)3SnNa oder (C6H5)3SnLi, mit NH4Cl bzw.
NH4Br zu den entsprechenden Wasserstoffverbindungen umgesetzt. Die Durchführung dieser Reaktionen
ist jedoch kompliziert. Die Ausbeuten erreichen dabei höchstens 33 % der Theorie, meist jedoch liegen sie
noch weit niedriger. Erfolgreicher verliefen die Versuche, Organozinnhydride aus den entsprechenden
Halogeniden in ätherischer Lösung durch Reduktion mit Lithiumaluminiumhydrid zu gewinnen. Eine Reihe
von Stoffen der allgemeinen Formel R«SnH4_re
(n = 1, 2, 3) wurde so im Laboratoriumsmaßstab mit befriedigenden Ausbeuten hergestellt. Einer Durchführung
dieser Reaktion in größerem Umfang steht jedoch die erforderliche umständliche Aufarbeitung
im Wege, deren Nebenprodukte zudem sämtlich wertlos sind, sowie der hohe Preis des Lithiumaluminiumhydride.
Einsatz der billigeren Alkali- oder Erdalkalihydride führte, wenn überhaupt, nur unter Anwendung
von Druck und höheren Temperaturen zum Umsatz. Bei solchen Bedingungen sind aber die gesuchten
Reaktionsprodukte zersetzlich.
In neuester Zeit wurde vorgeschlagen, zur Darstellung von Alkylzinnhydriden die entsprechenden
Halogenide mit Hilfe von komplex gebundenem und damit besser löslich gemachtem Natriumhydrid zu
reduzieren.
Weiterhin war vorgeschlagen worden, Natriumhydrid zur Reduktion von Alkylzinnhalogeniden zu
verwenden und als Katalysator eine kleine Menge Boroder Aluminiumalkylverbindung zuzusetzen. Ein in
diesem Sinne mit NaH (handelsübliches Produkt), Bortriäthyl und Triäthylzinnchlorid bei 65 bis 700C
in hochsiedendem Mineralöl durchgeführter Ansatz lieferte nach Destillation bei 33 Torr aber nur 37°/0
der Theorie an Triäthylzinnhydrid, daneben wieder Zinntetraäthyl und einen dunkelgefärbten Destillationsrückstand.
(In diesem und dem vorstehenden Fall zerfiel das gebildete Hydrid mindestens teilweise
unter den Reaktionsbedingungen.) In neuester Zeit wurde es möglich, Organozinnhydride durch Reduktion
von Organozinnhalogeniden mit Dialkylaluminiumhydriden unter schonenden Bedingungen herzustellen.
Die hergestellten Organozinnhydride können in üblicher Weise der Aufarbeitung nach Hydrolyse
der aluminiumorganischen Verbindung isoliert werden, jedoch ist es häufig vorteilhaft, sie direkt aus dem
Reaktionsgemisch abzudestillieren. Auch derart hergestellte Organozinnhydride. sind oft unbeständig und
Verfahren zur Stabilisierung von
Organozinnhydriden
Organozinnhydriden
Anmelder:
Studiengesellschaft Kohle m. b. H.,
Mülheim/Ruhr, Kaiser-Wilhelm-Platz 2
Als ErfirMer benannt:
Dr. Wilhelm Paul Neumann, Gießen,
Dipl.-Chem. Dr. Horst Niermann,
Köln-Stammheim
zersetzen sich selbst bei 00C im Verlauf einiger Tage
unter Zinnabscheidung und Wasserstoffentwicklung.
Es wurde jetzt festgestellt, daß Spuren von Aluminiumhalogenverbindungen,
die beim Destillieren im Dampf mitgerissen worden sind, diese Zersetzung sehr beschleunigen. Befreit man die Organozinnhydride
von den Aluminiumverbindungen durch Ausschütteln mit wenig Wasser oder besser Natriumbicarbonatlösung,
so nimmt ihre Beständigkeit beträchtlich zu, so daß man sie im allgemeinen wochenlang (unter
Luftausschluß) aufbewahren kann.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Stabilisierung von Organozinnhydriden, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß man zur Entfernung der die Instabilität bewirkenden Aluminiumhalogenverbindungen
diese in an sich bekannter Weise durch Behandlung mit wenig Wasser oder vorzugsweise Natriumbicarbonatlösungen
entfernt.
B ei s piel 1
Ein abdestilliertes Triäthylzinnhydrid, das geringe Mengen von mitgerissenem Diäthylaluminiumchlorid
enthält, wird nach Destillation tropfenweise mit wenig Wasser oder besser NaHCO3-Lösung versetzt, von
der entstandenen Trübung (Aluminiumhydroxyd) filtriert, getrocknet und nochmals destilliert. Kp.12
= 470C. Der Zinngehalt beträgt dann 57,4% (berechnet
für C6H16Sn: 57,4%), die Ausbeute 51,5 g = 83 %
der Theorie.
In 34,5 g (0,4 Mol) Diäthylaluminiumhydrid wird bei 0°C gepulvertes Diäthylzinndichlorid (49,6 g
= 0,2 Mol) im Argonstrom in kleinen Anteilen zugegeben. Die Mischung klärt sich bald völlig beim
409 558/461
Claims (1)
- 3 4Rühren. Nach beendeter Umsetzung destilliert man hydrid nachdas entstandene Diäthylzinndihydrid im Vakuum ab, R SnC] + R A1H ^ R SnH + R A1C,
zersetzt mitgerissene Spuren von Diäthylaluminium-chlorid mit einigen Tropfen Wasser oder besser und isoliert durch direktes Abdestillieren aus demNaHCOs-Lösung, trocknet und filtriert. Ausbeute 5 Reaktionsgemisch, werden intensiv mit 10 ecm einer31,8 g = 89% der Theorie. Der Zinngehalt beträgt gesättigten wäßrigen Natriumbicarbonatlösung ge-66,4% (berechnet für C4H12Sn: 66,4 %), das Produkt schüttelt. Auf diese Weise wird mitgerissenes Diäthyl-ist chlorfrei. aluminiumchlorid zerstört. Nach Abtrennen der wäß-B e i s ü i e 1 3 rigen Schicht trocknet man die organische Phase mitίο etwas Natriumsulfat. Das Triäthylzinnhydrid, dessen34,3 g (0,1 Mol) Diphenylzinndichlorid, gelöst in Zersetzung sonst nach 2 bis 3 Tagen deutlich wird,200 ecm trockenem Dibutyläther, gibt man bei 00C ist nach der Stabilisierung monatelang unverändertoder etwas darunter allmählich in die Lösung von haltbar.17,5 g (0,2MoI) Diäthylaluminiumhydrid in 50 ecm Patentanspruch"
Dibutyläther. Das völlig klare Reaktionsgemisch wird 15noch einige Zeit bei Raumtemperatur gerührt und Verfahren zur Stabilisierung von Organozinn-sodann vorsichtig mit dem Gemisch aus 12,5 ecm hydriden, dadurch gekennzeichnet,Dioxan und 12,5 ecm Wasser zersetzt. Das ausgefallene daß man zur Entfernung der die InstabilitätAl(OH)3 entfernt man durch Filtration, saugt den bewirkenden Aluminiumhalogenverbindungen dieseÄther im Vakuum ab und destilliert das Diphenyl- 20 in an sich bekannter Weise durch Behandlung mitzinndihydrid. wenig Wasser oder vorzugsweise Natriumcarbonat-B e i s ρ i e 1 4 lösungen entfernt.100 g Triäthylzinnhydrid, hergestellt in bekannter In Betracht gezogene ältere Patente:Weise aus Triäthylzinnchlorid und Diäthylaluminium- 35 Deutsches Patent Nr. 1 117 577.409 558/461 3.64 © Bundesdruckerei Berlin
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST17092A DE1167345B (de) | 1960-11-08 | 1960-11-08 | Verfahren zur Stabilisierung von Organozinnhydriden |
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|---|---|
| DE1167345B true DE1167345B (de) | 1964-04-09 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1167345B (de) |
| GB (1) | GB951150A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5288886A (en) * | 1992-07-17 | 1994-02-22 | Witco Gmbh | Method of preparing trialkyl-tin hydrides |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1117577B (de) | 1958-11-05 | 1961-11-23 | Kali Chemie Ag | Verfahren zur Herstellung von Organozinnhydriden |
-
1960
- 1960-11-08 DE DEST17092A patent/DE1167345B/de active Pending
-
1961
- 1961-11-07 GB GB39837/61A patent/GB951150A/en not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1117577B (de) | 1958-11-05 | 1961-11-23 | Kali Chemie Ag | Verfahren zur Herstellung von Organozinnhydriden |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5288886A (en) * | 1992-07-17 | 1994-02-22 | Witco Gmbh | Method of preparing trialkyl-tin hydrides |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB951150A (en) | 1964-03-04 |
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