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DE1167345B - Verfahren zur Stabilisierung von Organozinnhydriden - Google Patents

Verfahren zur Stabilisierung von Organozinnhydriden

Info

Publication number
DE1167345B
DE1167345B DEST17092A DEST017092A DE1167345B DE 1167345 B DE1167345 B DE 1167345B DE ST17092 A DEST17092 A DE ST17092A DE ST017092 A DEST017092 A DE ST017092A DE 1167345 B DE1167345 B DE 1167345B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ecm
hydride
water
aluminum
tin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST17092A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Paul Neumann
Dipl-Chem Dr Horst Niermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Studiengesellschaft Kohle gGmbH
Original Assignee
Studiengesellschaft Kohle gGmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Studiengesellschaft Kohle gGmbH filed Critical Studiengesellschaft Kohle gGmbH
Priority to DEST17092A priority Critical patent/DE1167345B/de
Priority to GB39837/61A priority patent/GB951150A/en
Priority to DE19621468709 priority patent/DE1468709A1/de
Publication of DE1167345B publication Critical patent/DE1167345B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/22Tin compounds
    • C07F7/2208Compounds having tin linked only to carbon, hydrogen and/or halogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C07f
Deutsche Kl.: 12 ο-26/03
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
St 17092 IVb/12 ο
8. November 1960
9. April 1964
Zur Herstellung von Organozinnhydriden der allgemeinen Formeln R3SnH, R2SnH2 und RSnH3 (R = Alkyl oder Aryl) sind bisher mehrere Verfahren bekanntgeworden. So wurden Metallverbindungen, ζ. Β. (CH3)3SnNa oder (C6H5)3SnLi, mit NH4Cl bzw. NH4Br zu den entsprechenden Wasserstoffverbindungen umgesetzt. Die Durchführung dieser Reaktionen ist jedoch kompliziert. Die Ausbeuten erreichen dabei höchstens 33 % der Theorie, meist jedoch liegen sie noch weit niedriger. Erfolgreicher verliefen die Versuche, Organozinnhydride aus den entsprechenden Halogeniden in ätherischer Lösung durch Reduktion mit Lithiumaluminiumhydrid zu gewinnen. Eine Reihe von Stoffen der allgemeinen Formel R«SnH4_re (n = 1, 2, 3) wurde so im Laboratoriumsmaßstab mit befriedigenden Ausbeuten hergestellt. Einer Durchführung dieser Reaktion in größerem Umfang steht jedoch die erforderliche umständliche Aufarbeitung im Wege, deren Nebenprodukte zudem sämtlich wertlos sind, sowie der hohe Preis des Lithiumaluminiumhydride. Einsatz der billigeren Alkali- oder Erdalkalihydride führte, wenn überhaupt, nur unter Anwendung von Druck und höheren Temperaturen zum Umsatz. Bei solchen Bedingungen sind aber die gesuchten Reaktionsprodukte zersetzlich.
In neuester Zeit wurde vorgeschlagen, zur Darstellung von Alkylzinnhydriden die entsprechenden Halogenide mit Hilfe von komplex gebundenem und damit besser löslich gemachtem Natriumhydrid zu reduzieren.
Weiterhin war vorgeschlagen worden, Natriumhydrid zur Reduktion von Alkylzinnhalogeniden zu verwenden und als Katalysator eine kleine Menge Boroder Aluminiumalkylverbindung zuzusetzen. Ein in diesem Sinne mit NaH (handelsübliches Produkt), Bortriäthyl und Triäthylzinnchlorid bei 65 bis 700C in hochsiedendem Mineralöl durchgeführter Ansatz lieferte nach Destillation bei 33 Torr aber nur 37°/0 der Theorie an Triäthylzinnhydrid, daneben wieder Zinntetraäthyl und einen dunkelgefärbten Destillationsrückstand. (In diesem und dem vorstehenden Fall zerfiel das gebildete Hydrid mindestens teilweise unter den Reaktionsbedingungen.) In neuester Zeit wurde es möglich, Organozinnhydride durch Reduktion von Organozinnhalogeniden mit Dialkylaluminiumhydriden unter schonenden Bedingungen herzustellen. Die hergestellten Organozinnhydride können in üblicher Weise der Aufarbeitung nach Hydrolyse der aluminiumorganischen Verbindung isoliert werden, jedoch ist es häufig vorteilhaft, sie direkt aus dem Reaktionsgemisch abzudestillieren. Auch derart hergestellte Organozinnhydride. sind oft unbeständig und Verfahren zur Stabilisierung von
Organozinnhydriden
Anmelder:
Studiengesellschaft Kohle m. b. H.,
Mülheim/Ruhr, Kaiser-Wilhelm-Platz 2
Als ErfirMer benannt:
Dr. Wilhelm Paul Neumann, Gießen,
Dipl.-Chem. Dr. Horst Niermann,
Köln-Stammheim
zersetzen sich selbst bei 00C im Verlauf einiger Tage unter Zinnabscheidung und Wasserstoffentwicklung.
Es wurde jetzt festgestellt, daß Spuren von Aluminiumhalogenverbindungen, die beim Destillieren im Dampf mitgerissen worden sind, diese Zersetzung sehr beschleunigen. Befreit man die Organozinnhydride von den Aluminiumverbindungen durch Ausschütteln mit wenig Wasser oder besser Natriumbicarbonatlösung, so nimmt ihre Beständigkeit beträchtlich zu, so daß man sie im allgemeinen wochenlang (unter Luftausschluß) aufbewahren kann.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Stabilisierung von Organozinnhydriden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man zur Entfernung der die Instabilität bewirkenden Aluminiumhalogenverbindungen diese in an sich bekannter Weise durch Behandlung mit wenig Wasser oder vorzugsweise Natriumbicarbonatlösungen entfernt.
B ei s piel 1
Ein abdestilliertes Triäthylzinnhydrid, das geringe Mengen von mitgerissenem Diäthylaluminiumchlorid enthält, wird nach Destillation tropfenweise mit wenig Wasser oder besser NaHCO3-Lösung versetzt, von der entstandenen Trübung (Aluminiumhydroxyd) filtriert, getrocknet und nochmals destilliert. Kp.12 = 470C. Der Zinngehalt beträgt dann 57,4% (berechnet für C6H16Sn: 57,4%), die Ausbeute 51,5 g = 83 % der Theorie.
Beispiel 2
In 34,5 g (0,4 Mol) Diäthylaluminiumhydrid wird bei 0°C gepulvertes Diäthylzinndichlorid (49,6 g = 0,2 Mol) im Argonstrom in kleinen Anteilen zugegeben. Die Mischung klärt sich bald völlig beim
409 558/461

Claims (1)

  1. 3 4
    Rühren. Nach beendeter Umsetzung destilliert man hydrid nach
    das entstandene Diäthylzinndihydrid im Vakuum ab, R SnC] + R A1H ^ R SnH + R A1C,
    zersetzt mitgerissene Spuren von Diäthylaluminium-
    chlorid mit einigen Tropfen Wasser oder besser und isoliert durch direktes Abdestillieren aus dem
    NaHCOs-Lösung, trocknet und filtriert. Ausbeute 5 Reaktionsgemisch, werden intensiv mit 10 ecm einer
    31,8 g = 89% der Theorie. Der Zinngehalt beträgt gesättigten wäßrigen Natriumbicarbonatlösung ge-
    66,4% (berechnet für C4H12Sn: 66,4 %), das Produkt schüttelt. Auf diese Weise wird mitgerissenes Diäthyl-
    ist chlorfrei. aluminiumchlorid zerstört. Nach Abtrennen der wäß-
    B e i s ü i e 1 3 rigen Schicht trocknet man die organische Phase mit
    ίο etwas Natriumsulfat. Das Triäthylzinnhydrid, dessen
    34,3 g (0,1 Mol) Diphenylzinndichlorid, gelöst in Zersetzung sonst nach 2 bis 3 Tagen deutlich wird,
    200 ecm trockenem Dibutyläther, gibt man bei 00C ist nach der Stabilisierung monatelang unverändert
    oder etwas darunter allmählich in die Lösung von haltbar.
    17,5 g (0,2MoI) Diäthylaluminiumhydrid in 50 ecm Patentanspruch"
    Dibutyläther. Das völlig klare Reaktionsgemisch wird 15
    noch einige Zeit bei Raumtemperatur gerührt und Verfahren zur Stabilisierung von Organozinn-
    sodann vorsichtig mit dem Gemisch aus 12,5 ecm hydriden, dadurch gekennzeichnet,
    Dioxan und 12,5 ecm Wasser zersetzt. Das ausgefallene daß man zur Entfernung der die Instabilität
    Al(OH)3 entfernt man durch Filtration, saugt den bewirkenden Aluminiumhalogenverbindungen diese
    Äther im Vakuum ab und destilliert das Diphenyl- 20 in an sich bekannter Weise durch Behandlung mit
    zinndihydrid. wenig Wasser oder vorzugsweise Natriumcarbonat-
    B e i s ρ i e 1 4 lösungen entfernt.
    100 g Triäthylzinnhydrid, hergestellt in bekannter In Betracht gezogene ältere Patente:
    Weise aus Triäthylzinnchlorid und Diäthylaluminium- 35 Deutsches Patent Nr. 1 117 577.
    409 558/461 3.64 © Bundesdruckerei Berlin
DEST17092A 1960-11-08 1960-11-08 Verfahren zur Stabilisierung von Organozinnhydriden Pending DE1167345B (de)

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GB39837/61A GB951150A (en) 1960-11-08 1961-11-07 Manufacture of organo-tin hydrides
DE19621468709 DE1468709A1 (de) 1960-11-08 1962-10-19 Verfahren zur Stabilisierung von Organozinnhydriden

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DEST17092A DE1167345B (de) 1960-11-08 1960-11-08 Verfahren zur Stabilisierung von Organozinnhydriden

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DE1167345B true DE1167345B (de) 1964-04-09

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GB (1) GB951150A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5288886A (en) * 1992-07-17 1994-02-22 Witco Gmbh Method of preparing trialkyl-tin hydrides

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1117577B (de) 1958-11-05 1961-11-23 Kali Chemie Ag Verfahren zur Herstellung von Organozinnhydriden

Patent Citations (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1117577B (de) 1958-11-05 1961-11-23 Kali Chemie Ag Verfahren zur Herstellung von Organozinnhydriden

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5288886A (en) * 1992-07-17 1994-02-22 Witco Gmbh Method of preparing trialkyl-tin hydrides

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Publication number Publication date
GB951150A (en) 1964-03-04

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