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Nähmaschinenantrieb mit elektrischem Universalmotor Die Erfindung
bezieht sich auf einen Nähmaschinenantrieb mit elektrischem Universalmotor, dessen
Feld- und Ankerwicklungen hintereinandergeschaltet sind und der über einen in Reihe
geschalteten Widerstand regelbar ist. Wesentlicher Zweck der Erfindung ist es, einen
solchen Nähmaschinenantrieb mit hochwirksamen, .einfach einzubauenden Entstörmitteln
auszurüsten.
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In der Zeichnung in Fig. 1 wird das Schaltbild eines bisher gebräuchlichen
derartigen Nähmaschinenantriebes wiedergegeben. Der Motor ist mittels einer Steckverbindung
sowohl mit der Netzleitung als auch über eine Zuleitung mit dem als besonderer Bauteil
ausgebildeten Schalt- und Regelwiderstand verbindbar.
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Das strichpunktiert gezeichnete Rechteck 1 deutet das Gehäuse des
Motors M an. Das an das Rechteck 1 anschließende Rechteck 2 mit unterbrochener Linienführung
deutet das eine Glied der Steckverbindung mit drei Steckern KV K, und K3
an. Das Rechteck 3 gibt das Gegenglied der Steckverbindung, im vorliegenden Fall
also die Steckdose mit den Steckerbuchsen Bi, B, und B3 an.
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Die Feldwicklungen W1 und W " des Motors M
sind an die
Stecker K1 und K3 angeschlossen. Sie sind im übrigen durch den Kondensator C1 miteinander
verblockt. Außerdem ist die Feldwicklung W1 gegenüber dem Stecker K, durch den.
Kondensator C2 und gegenüber der Schutzkontaktfeder S1 durch den Kondensator C3
verblockt. Der Regelwiderstand Rist einerseits mit der Steckerbuchse B., und anderseits
mit der Steckerbuchse B3 verbunden. Die Anschlüsse des Schalt- und Regelwiderstandes
R sind durch den Kondensator C4 gegeneinander verblockt. Der Kondensator C1 ist
noch mit der Schutzkontaktfeder S., verbunden.
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Zum Entstören elektrischer Maschinen sind darüber hinaus Entstörkombinationen
aus einer Doppeldrossel mit nachfolgendem Querkondensator bekanntg 01 eworden. Bei
Nähmaschinenantrieben war die Anwendung solcher Entstörkombinationen allerdings
unbekannt.
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Unter Benutzung einer derartigen Entstörkombination für den Nähmaschinenantriebsmotor
wird durch die Erfindung zugleich auch eine Entstörung des mit dem Motor über eine
Leitung mit Steckverbindung verbundenen Regelwiderstandes bewirkt. Bei der Erfindung
wird ausgegangen von einem Nähmaschinenantrieb mit einem elektrischen Universalmotor,
dessen Feld- und Ankerwicklungen hintereinandergeschaltet sind, der ferner mittels
einer Steckverbindung sowohl mit der Netzleitung verbunden wird als auch über eine
Zuleitung mit einem als besonderer Bauteil ausgebildeten, elektrisch in Serie zum
Moor liegenden Schalt- und Regelwiderstand und der schließlich eine Entstörkombination
aus einer Doppeldrossel mit nachfolgendem Querkondensator enthält, die eingangsseitig
mit den Netzleitungssteckern verbunden ist. An einem solchen Näh-
maschinenantrieb
besteht die Erfindung darin, daß die Steckverbindung für den Netzanschluß und für
den Anschluß des Widerstandes je zwei separate Stecker und zugehörige Steckerbuchsen
aufweist und daß der eine Ausgang der Entstörkombination mit einer Feldwicklung
des Motors und der andere Ausgang mit einem Stecker zum Anachluß des Widerstandes
verbunden ist, während der andere Stecker zum Anschluß dieses Widerstandes über
einen besonderen Belag des Querkondensators der Entstörkombination mit der anderen
Feldwicklung des Motors verbunden ist.
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Wenn es bisher auch schon bekannt war, sowohl den Nähmaschinenmotor
als auch den Schalt- und Regelwiderstand mit Funkentstörungsmitteln in Gestalt von
Kondensatoren auszurüsten und zum Entstören von Haushaltgeräte-Motoren Entstörkombinationen
aus Doppeldrossel mit nachfolgendem Querkondensator zu verwenden, so bot sich bisher
doch kein Weg, mit einer einzigen, am Motor anzubringenden Entstörkombination gleichzeitig
auch die Entstörung des Regelwiderstandes zu bewirken. Wer in der Praxis versucht,
die Entstörung eines Motors und seines Anlassers durchzuführen, der muß häufig feststellen,
daß die empfohlenen Schaltungen für seine Verhältnisse unbrauchbar sind. Oft bedarf
es eines langwierigen Suchens, um zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen. Aber
selbst dann wird der Fachmann auf Grund der allgemeinen Ansicht, daß
jede
Störquelle für sich zu entstören ist, im vorliegenden Fall nur dazu gelangen, den
Motor für sich zu entstören und den Regelwiderstand ebenfalls für sich zu entstören.
Infolgedessen ließ sich der durch die Erfindung gewiesene Weg durch das bisherige
Vorgehen mit fachlichem. Können allein nicht finden.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung empfiehlt es sich, die Entstörkombination
in an sich bekannter Weise innerhalb eines Gliedes, vornehmlich des motorseitigen
Gliedes der Steckverbindung unterzubringen. Dann wird für den Einbau der Entstörmittel
nur Raum herangezogen, der ohnehin für die Anlage notwendig ist. Außerdem ist es
ratsam, für die Steckverbindung eine an sich bekannte rechteckförmige Kragensteckvorrichtung
heranzuziehen und dabei den Kragenstecker mit den Steckerstiften untenseitig am
Motor anzubringen. Hierdurch läßt sich erreichen, daß das motorseitige Steckverbindungsglied
den Motor nicht überragt.
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Weitere Vorteile und Merkmale sind in der Beschreibung der Zeichnung
erläutert, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht. Dabei zeigt
Fig. 2 den Nähmaschinenantrieb in Vorderansicht, Fig. 3 den Nähmaschinenantrieb
in Seitenansicht, wobei der Stecker längsgeschnitten ist, Fig. 4 das Schaltbild.
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Zum Nähmaschinenantrieb nach Fig. 2 bis 4 gehören der Universalmotor
1 und der Schalt- und Regelwiderstand R1, der als gesonderter Bauteil ausgebildet
ist und elektrisch mit dem Motor hintereinandergeschaltet wird. Am Motor 1 ist unten
das die Stecker 4, 5, 6 und 7 sowie die Kontaktfedern 10 und 11 aufnehmende Glied
2 einer Steckverbindung angebracht, deren Gegenglied, die Steckdose 3, die Steckerbuchsen
und die Kontaktfedern 10', 11' aufnimmt. Das Steckerglied 2 ist zweiteilig ausgebildet,
wobei der eine Teil mittels der Schraube 8 am Motorgehäuse befestigt und der andere
Teil mittels der Schraube 9 mit dem am Gehäuse angebrachten Teil verbunden ist.
Das Steckerglied 2 nimmt in seinem Inneren. noch die Entstörkombination auf, welche
die den Rundfunk- und Fernsehempfang störenden, hochfrequenten Schwingungen unschädlich
machen soll.
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Das Steckerglied 2 ist nach Art eines vierpoligen Kragensteckers gestaltet.
Seine Kontaktfedern 10 und 11 sind zum Anschließen der Erdschutzleitung vorgesehen.
Die Ausbildung des Steckergliedes 2 und der Steckdose 3 ist ferner so getroffen,
daß diese Teile nur in einer einzigen Paßstellung miteinander gekuppelt werden können.
Hierzu sind an der einen Seite des Steckergliedes 2 Ausbuchtungen
12 und 13
und an der anderen Seite Einbuchtungen 14 und 15 vorgesehen,
die mit entsprechenden Aus- bzw. Einbuchtungen an der Steckdose 3 zusammenwirken.
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Bei gekuppelter Steckvorrichtung fließt der Strom vom Netzanschl'uß
über die Leitung Z1, den Stecker 4, die eine Wicklung der Doppeldrossel 16 und den
einen Belag des Querkondensators 17 der Entstörkombination .nach der einen Feldwicklung
F1 und von hier über die Bürste Al, den Anker des Motors M und die Bürste A 2 nach
der anderen Feldwicklung F,. Von hier gelangt der Strom über einen weiteren Belag
des Querkondensators 17, den Stecker 6 und die Leitung Z4 an den Schalt- und Regelwiderstand
R1, von dem aus er über, die Leitung Z5, den Stecker 7, einen weiteren Belag des
Querkondensators 17 zurück zur zweiten Wicklung der Doppeldrossel 16 und von hier
über den Stecker 5 nach der Zuleitung Z, in das Netz zurückfließt.
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Es ist also der Stecker 4 unter Vorschaltung der einen Wicklung der
Doppeldrossel 16 unmittelbar mit der einen Motoranschlußklemme und der Stecker
5 unter Vorschaltung der anderen Wicklung der Doppeldrossel mit dem Stecker 7 verbunden,
an dem die Leitung Z5 und damit der Schalt- und Regelwiderstand R1 angeschlossen
ist. Der andere, dem Regelwiderstand zugeordnete Stecker 6 ist dann mit der zweiten
Motoranschlußklemme verbunden. Dabei sind die von den Drosselwicklungen abgehenden
Leitungen .durch den Querkondensator 17 gegeneinander verblockt. Außerdem ist die
vom Motor abgehende drosselfreie Leitung durch den Querkondensator 17 gegenüber
den von den Drosseln abgehenden Leitungen verblockt.
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Die Entstörkombination für den Motor, nämlich die Doppeldrossel 16
und der Querkondensator 17, ist beim gezeigtenAusführungsbeispiel in demjenigen
Glied der Steckverbindung untergebracht, das am Motorgehäuse vorgesehen ist. Die
Entstörelemente des Regelwiderstandes R1 werden bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
von einem Kondensator C gebildet, der einerseits die Leitungen Z4 und: Z5 gegeneinander
verblockt und anderseits an die Schutzkontaktfedern 10',11' angeschlossen ist. Der
Kondensator C kann entweder in bisher bekannter Weise im Schalt- und Regelwiderstand
R1 vorgesehen oder in der Steckdose 3 eingebaut werden.
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Durch die Ausbildung der Steckverbindungsglieder in vierpoliger Bauweise
wird ermöglicht, daß zum Anschließen jeder Zuleitung ein gesonderter Stecker oder
eine gesonderte Steckerbuchse zur Verfügung steht. Es braucht also nicht mehr wie
bei der Ausbildung nach Fig. 1 eine Steckerbuchse BZ mit zwei Leitungen verbunden
zu werden. Durch die Verwendung einer vierpoligen Kragensteckvorrichtung ist es
ferner möglich, die Entstörungselemente ummittelbar in die Stromzuführungsleitung
zu legen, wodurch sich eine Feinentstörung erzielen läßt.