DE1153087B - Verfahren fuer Fernsprech-Registersysteme zur UEbertragung von Leitungskennzeichen ueber ein TF-System - Google Patents
Verfahren fuer Fernsprech-Registersysteme zur UEbertragung von Leitungskennzeichen ueber ein TF-SystemInfo
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Description
- Verfahren für Fernsprech-Registersysteme zur übertragung von Leitungskennzeichen über ein TF-System Die Erfindung betrifft ein Verfahren für Fernsprech-Registersysteme zur übertragung von Leitungskennzeichen über ein TF-Systein, das pro Kanal einen vom Sprechweg getrennten systemeigenen Signalweg aufweist. Ein derartiges System hat eine Anzahl von n-Sprechwegen, die meist vierdrähtig an die Vermittlungseinrichtungen angeschaltet sind. Außerdem ist jedem Sprechweg ein getrennter eigener Signalweg zugeordnet, über den die zum Verbindungsaufbau erforderlichen Zeichen Übertragen werden. Diese Signalwege sind frequenzmäßig von den Sprechwegen getrennt (z. B. 3850 Hz und 300 bis 3400 Hz). Die Signale werden aber stets mit demselben Träger moduliert und erst nach der Demodulation wieder getrennt. Jedem Sprechweg ist eine Relaisübertragung zugeordnet, von der die zu übertragenden Zeichen ausgehen. Sie werden in Form von Gleichstromimpulsen zum TF-System übertragen und dort in Impulse der Signalfrequenz umgesetzt. Auf der Empfangsseite ist jedem Signalweg ein Tonfrequenzempfänger zugeordnet, der diese Zeichen aufnimmt und wieder in Form von Gleichstromimpulsen an die nachgeschaltete übertragunor weiterleitet.
- Wird ein derartiges System in einem Fernsprech-Registersystem eingesetzt, dann erfolgt der Informationsaustausch vorwiegend zwischen den Registern, die beim Belegen eines Sprechweges über die Leitungsübertragungen und den Signalweg angefordert wurden. Auf dem Signalweg werden nur noch Leitungskennzeichen, wie z. B. Belegen und Auslösen des Leitungsabschnittes, übertragen. Die Register tauschen ihre Informationen über den Sprechweg aus. Die Zeichen werden in einem tonfrequenten Signalcode dargestellt, der sich über den gesamten Sprachfrequenzenbereich erstrecken kann. Da die über die Register ausgetauschten Informationen vorwiegend dem Verbindungsaufbau dienen, liegen diese Signale zeitlich stets vor der Gesprächsabwicklung. Aus diesen Gründen entfällt ein Schutz gegen Sprachbeeinflussung. Die Sprechwege werden erst nach erfolgtem Verbindungsaufbau im Ursprungsamt wirksam mit der bereits zum gerufenen Teilnehmer aufgebauten Verbindung zusammengeschaltet. Der gerufene Teilnehmer kann sofort mit dem Melden das Gespräch beginnen. In einem derartigen System werden die Leitungsübertragungen sehr einfach, da nur noch wenige Zeichen von dort ausgehen. Es ist jedoch nach wie vor der Signalweg für die übertragung dieser restlichen Zeichen erforderlich. Die Erfindung geht nun davon aus, daß die Signalwege nur noch schwach belastet sind, so daß an dieser Stelle ohne weiteres eire Konzentration eingeführt werden kann. Dies wird dadurch erreicht, daß allen n abgehenden Signalwegen eine gemeinsame Steuereinrichtung zugeordnet ist, daß die in den individuellen Leitungsübertragungen gleichzeitig anliegenden Leitungskennzeichen zeitlich nacheinander von der gemeinsamen Steuereinrichtung über die entsprechenden Signalwege ausgesendet werden, daß alle ankommenden Signalwege über einen Codewandler mit m Empfängern zusammengeschaltet werden und daß jeweils von x Empfängern die zugeordnete Leitungsübertragung gesteuert wird. Die Bearbeitung der anstehenden Leitungskennzeichen kann dabei mit oder ohne Bevorrechtigung durchgeführt werden. Dies ist besonders dann von Bedeutung, wenn verschiedenwertige Verbindungen über das TF-Systein verlaufen. Der (x aus m)-Code ist dabei so zu wählen, daß sich mindestens n Kombinationen ergeben. Da die Signalwege nun zeitlich nacheinander arbeiten, können sie durch den Codewandler ohne weiteres miteinander gekoppelt sein. Die Trennung von den Sprechwegen ist ja durch die Frequenzweiche im Eingang des TF-Kanals gewährleistet. Auf die Einzelheiten des an sich bekannten Codewandlers wird bei der Erläuterung der Erfindung an Hand der Fig. 1 und 2 näher eingegangen.
- Fig. 1 zeigt im Prinzip die Zusammenschaltung der Signalwege- und Fig. 2 einen Codewandler auf In Fig. 1 ist jedem der n Sprechwege des TF-Systems eine Leitungsübertragung Uel ab bis Uenab zugeordnet. Die Sprechwegausgänge der Übertragungen sind direkt mit den Sprechwegeingängen Flab bis Fnab des TF-Systems verbunden. Die Signalausgänge der Übertragungen führen über eine gemeinsame Steuereinrichtung St, die beim Anliegen eines Zeichens aus nur einer Übertragung dieses unverzögert auf den entsprechenden Signalweg Slab bis Snab weitergibt. Beim Anstehen von mehreren Zeichen in verschiedenen Übertragungen werden diese bevorzugt oder nicht buxiorzugt zeitlich nacheinander auf die entsprechenden Signalwege geleitet. Die an-kommenden SprechwegeFlan bis Fnan sind wieder direkt mit den Sprechadem der Leitungsübertragun-gen Uelan bis Uenan verbunden. Die Signalkanäle Slan bis Snan führen zu den n Eingängen eines Codewandlers CoW, der auf einen neuen Code umsetzt. An jedem der m Ausgänge ist ein TonfrequenzempfängerE angeschaltet. DiemEmpfängerausgänge sind so beschaltet, daß von jeweils x Empfängern die entsprechende Leitungsübertragung Ue 1 an bis Uenan gesteuert wird. Es ist noch zu bemerken, daß bei vierdrähtiger Führung des TF-Systems die Übertragung der Zeichen in beiden Richtungen unabhängig voneinander in derselben Weise erfolgen kann.
- Als Codewandler wird z. B. eine bekannte Anordnung von übertragern verwendet, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist. An dem Beispiel von n = 10 wird gezeigt, daß mit in = 5 Empfängern durch jeweils x = 2 Empfänger wieder Ausgänge gekennzeichnet werden können. Jedem Signalweg ist ein übertrager ü 1 bis ü 10 mit (x+ 1) Wicklungen zugeordnet. Die Eingangswicklung wird direkt vom Ausgang des Signalweges gespeist. Die zwei weiteren Wicklungen der zehn übertrager U 1 bis ü 10 liegen so in den Empfängereingängen E 1 bis E 5, daß bei jedem Signal an einem übertrager zwei Empfänger ansprechen. Die Codierung sieht dabei wie folgt aus:
In jedem Empfängereingang liegen (rn - 1) Wicklungen verschiedener übertrager, die so in Reihe geschaltet sind, daß die Spannungen, die sich an den nicht aktiven übertragem ausbilden und induktiv in die Eingangskreise anderer Empfänger übertragen werden, dort kompensiert werden. Wird z. B. der übertrager ü2 mit Signalspannung beaufschlagt, dann sprechen die Empfänger EI und E3 an. Im Empfängereingangskreis EI liegen außerdem Wicklungen der übertrager ül, ü4 und ü7 und im Empfängerkreis E 3 Wicklungen der übertrager ü 3, ü 6 und Ü9. Der Empfänger E2 ist daher durch die Spannungen der übertrager Ül und Ü3 gefährdet. Beide Übertrager werden in den Empfängereingangskreisen E 1 und E 3 gleichsinnig erregt. Da alle Sekundärwicklungen gleich ausgelegt sind, werden die Spannungen von übertrager ül und ü3 im Eingangskreis des Empfängers E 2 kompensiert, da sie dort gegeneinandergeschaltet sind. Der Empfänger E 4 ist durch die Spannungen der übertrager ü 4 und ü 6 gefährdet. In den Ausgangskreisen (EI und E3) werden diese übertrager gegensinnig erregt, und da sie im EingangskreisE4 gleichsinnig geschaltet sind, kommen die Spannungen nicht zur Wirkung. Der Empfänger E5 ist durch die Spannungen der übertrager ü7 und Ü9 gefährdet. In den Ausgangskreisen werden diese Übertrager gegensinnig erregt, so daß die Wicklungen dieser übertrager im Eingang9kreis des Empfängers E5 gleichsinnig geschaltet sein müssen, damit es zu keinem Fehlansprechen dieses Empfängers kommt. Dies ist der Fall, wie aus Fig. 2 zu ersehen ist. Das Eingangssignal am übertrager Ü2 wird also durch die Empfänger E 1 und E 3 weitergeleitet. Diese Umsetzung geschieht in derselben Weise für alle n Eingänge.Signalweg Empfänger 1!## Ül El+E2 2 e## Ü2 EI+E3 3 U 3 E2 + E3 4 Ü4 El+E4 5 2A Ü 5 E2+E4 6 -z-- ü 6 E3+E4 7 Ü 7 El+E5 8 Ü 8 E2+E5 9 ü9 E3+E5 10 Ü1O E4+E5 - Die übertrageranordnung läßt sich beliebig erweitern. Wird z. B. ein Empfänger E 6 angeschaltet, dann erhält jeder der Empfänger EI bis E5 eine weitere Wicklung eines weiteren Übertragers, während jeweils die zweite Wicklung der fünf Übertrager im Eingangskreis des Empfängers E 6 liegt. Es sind dann insgesamt menschaltung ist nur zu beachten, daß bei den bereits Signalwege feststellbar. Bei der Zusamgeschalteten Empfängern (z. B. EI bis E5) der Wicklungssinn stets so weitergeführt wird, wie er im Empfängereingang EI gegeben ist. Der neu anzuschaltende Empfänger (z. B. E 6) erhält für alle übertrager den umgekehrten Wicklungssinn. Unter Einhaltung dieser Regel läßt sich die Anordnung beliebig erweitern.
- Für ein TF-System mit n = 60 Kanälen kann man mit zwölf Empfangem alle Signalwege kennzeichnen, denn so daß genügend Umsetzungsmöglichkeiten gegeben sind. Zu bemerken ist noch, daß beim Anliegen eines Signals am übertrager ü2 die übertrager ül, ü3, ü4, ü6, ü7 und ü9 miterregt werden und auf ihre Eingänge zurückwirken. Da je- doch die Signale in zeitlicher Reihenfolge übertragen werden, führt dies zu keiner Fehlfunktion der Anordnung.
- Es ist noch zu bemerken, daß die Signalgabe auch mit mehreren Frequenzen erfolgen kann, die alle über den Codewandler umgesetzt werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren für Fernsprech-Registersysteme zur Übertragung von Leitungskennzeichen über ein TF-System, das pro Kanal einen vom Sprechweg getrennten systemeigenen Signalweg aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß allen n abgehenden Signalwegen (S 1 ab ... Snab) eine gemeinsame Steuereinrichtung (St) zugeordnet ist, daß die in den individuellen Leitungsübertragungen (Ue 1 ab ... Uenab) gleichzeitig anliegenden Leitungskennzeichen zeitlich nacheinander von der gemeinsamen Steuereinrichtung über die entsprechenden Signalwege (S 1 ab ... S n ab) ausgesendet werden, daß alle ankommenden Signalwoge, (S 1 an ... Snan) über einen Codewandler (CoW) von auf mit in Empfängern (E) zusammengeschaltet werden und daß jeweils von x Empfängern die zugeordnete Leitungsübertrag au ng (Ue 1 an ... Uenan) gesteuert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Code so gewählt wird, daß er mindestens n Kombinationen ergibt. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn eichnet, daß als Codewandler (CoW) eine an sich bekannte übertrageranordnung aus n übertragern mit (x + 1) Wicklungen verwendet wird. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der m Empfänger von gesteuert wird. Übertragern und damit Signalwegen an-5. Verfahren nach Anspruch 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen der verschiedenen übertrager im Eingangskreis der Empfänger so in Reihe geschaltet werden, daß die Spannungen in den Eingängen der (m - x) Empfänger, die nicht am Signal beteiligt sind, kompensiert werden. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei vierdrähtiger Fübrung des TF-Systems die übertragung von Leitungskennzeichen in beiden Richtungen gleichzeitig und unabhängig voneinander in derselben Weise durchgeführt wird. 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die gemeinsame Steuereinrichtung (St) ein einzeln anstehendes Leitungssignal aus einer übertragung unverzögert auf den entsprechenden Signalweg gegeben wird. 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalgabe gleichzeitig mit mehreren Frequenzen erfolgt, die alle über einen Codewandler umgesetzt werden. 9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bearbeitung der anstehenden Leitungskennzeichen mit oder ohne Bevorrechtigung durchgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1079 692.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DEST16750A DE1153087B (de) | 1960-07-30 | 1960-07-30 | Verfahren fuer Fernsprech-Registersysteme zur UEbertragung von Leitungskennzeichen ueber ein TF-System |
| BE606070A BE606070A (nl) | 1960-07-30 | 1961-07-13 | Werkwijze om controlesignalen over een draaggolffrequentiesysteem over te dragen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEST16750A DE1153087B (de) | 1960-07-30 | 1960-07-30 | Verfahren fuer Fernsprech-Registersysteme zur UEbertragung von Leitungskennzeichen ueber ein TF-System |
Publications (1)
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| DE1153087B true DE1153087B (de) | 1963-08-22 |
Family
ID=7457206
Family Applications (1)
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Country Status (2)
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1079692B (de) * | 1957-12-20 | 1960-04-14 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Schaltungsanordnung zum Identifizieren eines durch einen angelegten Wechselstrom gekennzeichneten Anschlusspunktes |
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1960
- 1960-07-30 DE DEST16750A patent/DE1153087B/de active Pending
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1961
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Patent Citations (1)
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Also Published As
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| BE606070A (nl) | 1962-01-15 |
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