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DE1152541B - Aromatische Diamine als Stabilisatoren fuer Polyoxymethylene - Google Patents

Aromatische Diamine als Stabilisatoren fuer Polyoxymethylene

Info

Publication number
DE1152541B
DE1152541B DEF37203A DEF0037203A DE1152541B DE 1152541 B DE1152541 B DE 1152541B DE F37203 A DEF37203 A DE F37203A DE F0037203 A DEF0037203 A DE F0037203A DE 1152541 B DE1152541 B DE 1152541B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyoxymethylene
stabilizers
polyoxymethylenes
molecular weight
high molecular
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF37203A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Kuno Wagner
Dr Hans Scheurlen
Dr Helmuth Kritzler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF37203A priority Critical patent/DE1152541B/de
Publication of DE1152541B publication Critical patent/DE1152541B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/17Amines; Quaternary ammonium compounds
    • C08K5/18Amines; Quaternary ammonium compounds with aromatically bound amino groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Polyoxymethylene Polymers And Polymers With Carbon-To-Carbon Bonds (AREA)

Description

  • Aromatische Diamine als Stabilisatoren für Polyoxymethylene Hochmolekulare (o,co'-Dihydroxy-polyoxymethylene sind bei Temperaturen zwischen 170 und 2000 C nur wenig stabil. Unter Formaldehydabspaltung erfolgt, hauptsächlich von den Kettenenden her, ein Abbau der hochmolekularen Kettenmoleküle zu wesentlich niedrigeren Molekulargewichten. Dabei tritt ein Verlust von wertvollen physikalischen Eigenschaften ein. Es ist bereits bekannt, hochmolekularen w, w'-Dihydroxy-polyoxymethylenen zur Verbesserung der thermischen Stabilität Hydrazine, Hydrazide, Phenole, aromatische Amine, Harnstoff- und Thioharnstoffderivate zuzusetzen. So wird die Thermostabilität der w,w'-Dihydroxy-polyoxymethylene zwar gesteigert, jedoch ist der Abbau und die bei der Verarbeitung bei Temperaturen > 1800 C in Freiheit gesetzte Formaldehydmenge noch so beträchtlich, daß eine Verarbeitung zu. hochwertigen Formkörpern nicht durchgeführt werden kann.
  • Eine weitere Thermostabilitätssteigerung der w,oj'-Dihydroxy-polyoxymethylene kann dadurch erreicht werden, daß die Hydroxylendgruppen der hochmolekularen Polyoxymethylene acyliert oder alkyliert werden. Die Formaldehydabspaltung bei Temperaturen > 1800 C wird damit wesentlich herabgesetzt.
  • Die Formaldehydabspaltung ist jedoch immer noch ausreichend, um Formgebung und physikalische Eigenschaften der hochmolekularen Polyoxymethylene wesentlich zu verschlechtern. So zeigen Polyoxymethylendiacetate bzw. -diäther bei 2220 C innerhalb der ersten 5 Minuten oft Zersetzungsgeschwindigkeiten, die eine Abspaltung von 0,3 bis 0,4 °/o Formaldehyd pro Minute ergeben. Bei niedrigeren Temperaturen, beispielsweise bei 1900 C, spalten die genannten Produkte zwar eine geringere Menge an Formaldehyd ab, die bei dieser Temperatur hergestellten Formkörper sind jedoch von Gasblasen durchsetzt. Ferner tritt beim Aufschmelzen, vor allem in Gegenwart von Luft, ein Abbau des Moleküls bis zu etwa einem Drittel des ursprünglichen Molekulargewichts auf.
  • Hierdurch werden die mechanischen Eigenschaftswerte, wie Schlagbiegefestigkeit undZähigkeit, außerordentlich verschlechtert.
  • Aus der französischen Patentschrift 1 131 939 ist es bekannt, Polyoxymethylendiacetaten stickstoffhaltige Antioxydantien zuzusetzen. Die Verwendung dieser Verbindungen ist jedoch mit dem Nachteil verbunden, daß sie eine starke Verfärbung der mit ihnen stabilisierten Produkte verursachen. Ferner ist es aus der französischen Patentschrift 1 179 857 bekannt, Polyoxymethylendiacetate durch Zusatz von Polyamiden zu stabilisieren. Diese Verbindungen haben aber in vielen Fällen nur eine relativ geringe Wirksamkeit hinsichtlich der Thermostabilitätssteigerung der genannten Polyoxymethylenderivate.
  • Erfindungsgegenstand ist nun die Verwendung von aromatischen in o-Stellungen zur Aminogruppe alkylierten Diaminen als stabilisierender Zusatz - gegen die Einwirkung von Wärme - in Massen, die bereits an den Kettenenden acylierte und/oder alkylierte hochmolekulare Polyoxymethylene enthalten.
  • Es war keineswegs naheliegend, derartige Verbindungen für die Stabilisierung von an den Kettenenden blockierten Polyoxymethylenen anzuwenden. Bei der Stabilisierung der an den Kettenenden blockierten Polyoxymethylenen muß damit gerechnet werden, daß bei einer Verformung dieser stabilisierten Produkte eine Abspaltung der Endgruppen und damit eine Verschlechterung der thermischen Stabilität dieser Produkte eintritt.
  • Beispielsweise können folgende Verbindungen als Stabilisatoren für diese Polyoxymethylene verwendet werden: 2,3,5, 6-Tetraäthyl-pphenylendiamin, 2,3, 5,6-Tetrapropyl-p-phenylendiamin, 3,4,5,6-Tetraäthyl-o-phenylendiamin und 3,3',5,5'-Tetraisopropyl-4,4'-diaminodiphenylinethan.
  • Diese Verbindungen sind zum Stabilisieren von hochmolekularen Polyoxymethylenen geeignet, die z. B. mit Hilfe von Essigsäure-, Propionsäure-, Benzoesäure- oder anderen Carbonsäureanhydriden acyliert und/oder mit Hilfe von o-Estern, wie z. B. o-Ameisensäureestern, alkyliert sind.
  • Die erfindungsgemäß zu verwendenden Stabilisatoren werden den endgruppenstabilisierten Polyoxymethylenen in Mengen von etwa 0,1 bis 4 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 0,5 bis 4 Gewichtsprozent, vor der Verarbeitung und Formgebung zugesetzt, wobei die Stabilisatoren sowohl einzeln als auch in beliebiger Mischung verwendet werden können.
  • Ferner ist es möglich, sie in Kombination mit be kannten Alterungsschutzmitteln für hochmolekulare Stoffe, wie z. B. Phenolen, aromatischen Aminen, schwefelhaltigen Verbindungen, wie Mercaptothiazol, ferner mit Füllstoffen, wie Ruß, Weichmachern, Gleitmitteln, anorganischen und organischen Pigmenten und anderen Zusätzen zu verarbeiten.
  • Die Stabilisatoren bzw. Mischungen dieser Stabilisatoren können den endgruppenstabilisiertenPolyoxymethylenen in Substanz zugesetzt werden, vorteilhafterweise werden sie jedoch gelöst in einem Lösungsmittel auf die Produkte aufgesprüht oder mit überschüssigen Lösungsmitteln zusammen mit den endgruppenstabilisierten Polyoxymethylenen innig gemischt und hierauf das Lösungsmittel verdampft.
  • Das Zusetzen vor oder während der Polykondensation soll hier nicht unter Schutz gestellt werden.
  • Die erfindungsgemäß zu verwendenden Stabilisatoren ermöglichen insbesondere eine Verarbeitung der hochmolekularen endgruppenstabilisierten Polyoxymethylene nach dem Spritzgußverfahren, ohne daß hierbei die Molekulargewichte der hochmolekularen endgruppenstabilisierten Polyoxymethylene abfallen und Produkte ergeben, die spröde sind und eine geringe Festigkeit haben.
  • Die stabilisierende Wirkung der erfindungsgemäß zu verwendenden Stabilisatoren sei an folgender Gegenüberstellung aufgezeigt: Ein Polyoxymethylendiacetat mit einer inneren Viskosität von 0,85 - ge- messen in Dimethylformamid bei 1500 C - geht beim Aufschmelzen unter Lufteinwirkung bei 2000 C während einer Erhitzungsdauer von 2 Minuten in eine dünnflüssige Schmelze über. Diese ergibt nach dem Erkalten einen spröden und leicht brüchigen Film, der aus Polyoxymethylenen besteht, die nur noch eine innere Viskosität von 0,2 besitzen. Dagegen ergibt die gleiche Probe mit der gleichen inneren Viskosität bei einem Zusatz von z. B. 0,5 O/o 3,3',5,5'-Tetraisopropyl-4,4'-diaminodiphenylmethan und 2,3,5,6-Tetraäthyl-p-phenylendiamin nach der gleichen Behandlungsweise eine innere Viskosität von 0,59 bis 0,65; die dabei erhaltenen Filme sind zäh, biegsam und elastisch.
  • Durch den Zusatz der erfindungsgemäß zu verwendenden Stabilisatoren werden daher bei den hohen Verarbeitungstemperaturen die Molekulargewichtsbereiche mit den wertvollen physikalischen Eigenschaften weitgehend erhalten.
  • Beispiel 1 10 Teile hochmolekulares, acetyliertes Polyoxymethylen, das durch Polymerisation von Formaldehyd mit Tetramethylharnstoff als Polymerisationskatalysator acetyliert wird und eine innere Viskosität von 0,85 (gemessen bei 1500 C in Dimethylformamid in 0,5°/oiger Lösung) besitzt, werden in 60 bis 100 Volumteilen Aceton suspendiert und der Mischung 0,4 0/o Bienenwachs und 0,2 Teile 3,3',5,5'-Tetraisopropyl-4,4'-diaminodiphenylmethan als Stabilisator zugesetzt.
    Proben rli vor dem nach dem ginaChdem | Eigenschaften
    Schmelzen Schmelzen
    Unstabilisiertes Polyoxymethylendiacetat . 0,85 0,21 brüchig, keine
    Stabilisiertes Festigkeit
    mit 3,3',5,5'-Tetraisopropyl-4,4'-diaminodiphenylmethan .. 0.85 0,64 elastisch, zäh
    = = Gemessen in Dimethylformamid bei 1500 C in 0,50/oiger Lösung.
    lEeispiel 2 Es wird ein Polyoxymethylen verwendet, das mit N-Phenyl-N',N',N",N"tetramethylguanidin als Katalysator hergestellt und mit Phenylisocyanat und Essigsäureanhydrid acetyliert worden war und eine innere Viskosität von 1,1 (gemessen in Butyrolacton bei 1500 C in 0,50/obiger Lösung) aufweist. Die dem Polyoxymethylendiacetat in Acetonlösung beigemischten Zusätze betragen 2 0/o 2,3,5,6-Tetraäthylp-phenylendiamin und 0,5 °/o Bienenwachs. Die unter einer Stickstoffatmosphäre bei 2220 C ausgeführten ThermostabilitätssQessungen ergeben, daß eine un- stabilisierte Vergleichsprobe nach 20 Minuten 6 O/o und nach 120 Minuten 130/0 Formaldehyd abspaltet, während das stabilisierte Polyoxymethylen-diacetat nach 20 Minuten nur 20/0 und nach 120 Minuten nur 5 0/o Formaldehyd verliert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von aromatischen, in den o-Stellungen zur Aminogruppe alkylierten Diaminen als stabilisierender Zusatz - gegen die Einwirkung von Wärme - in Massen, die bereits an den Kettenenden acylierte und/oder alkylierte hochmolekulare Polyoxymethylene enthalten.
DEF37203A 1959-06-04 1959-06-04 Aromatische Diamine als Stabilisatoren fuer Polyoxymethylene Pending DE1152541B (de)

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DEF37203A DE1152541B (de) 1959-06-04 1959-06-04 Aromatische Diamine als Stabilisatoren fuer Polyoxymethylene

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DE (1) DE1152541B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1246235B (de) * 1962-07-03 1967-08-03 Stamicarbon Verbesserung der Verarbeitbarkeit makromolekularer Formaldehydpolymerisate mit Stickstcff enthaltenden Verbindungen
US3442850A (en) * 1966-06-30 1969-05-06 Celanese Corp Oxymethylene polymer compositions containing carbon black

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1246235B (de) * 1962-07-03 1967-08-03 Stamicarbon Verbesserung der Verarbeitbarkeit makromolekularer Formaldehydpolymerisate mit Stickstcff enthaltenden Verbindungen
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