DE1152415B - Verfahren zum Epoxydieren von aliphatischen oder cycloaliphatischen Verbindungen mit olefinischen Doppelbindungen - Google Patents
Verfahren zum Epoxydieren von aliphatischen oder cycloaliphatischen Verbindungen mit olefinischen DoppelbindungenInfo
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- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
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Description
Mono-, Di- oder Polyepoxydverbindungen haben im Laufe der Zeit als Weichmacher und bzw. oder
Stabilisierungsmittel für Polymerisate, insbesondere für. halogenhaltige Vinylpolymerisate, als Zwischenprodukte
für organische Synthesen und als Ausgangsmaterial zur Herstellung von Kunststoffen steigende
Bedeutung erlangt. Zur Herstellung derartiger Epoxydverbindungen hat man die entsprechenden
olefinisch-ungesättigten Ausgangsverbindungen durch Umsetzung mit Percarbonsäuren in die Epoxydverbindungen
umgewandelt. Bei der technischen Durchführung des Verfahrens geht man nun im allgemeinen
nicht von den Percarbonsäuren aus, sondern man bringt die entsprechenden Carbonsäuren, ζ. Β. Essigsäure,
Propionsäure und höheren Homologen, Benzoesäure usw., mit Wasserstoffperoxyd zusammen,
wobei sich intermediär Percarbonsäuren bilden, die dann den Sauerstoff auf die olefinische Ausgangsverbindung
übertragen und die Äthylengruppe in einen Epoxydring verwandeln. Zur Beschleunigung der
intermediären Percarbonsäurebildung hat man den Reaktionsgemischen saure Aktivatoren zugesetzt.
Im Patent 1 084 712 ist nun vorgeschlagen worden, an Stelle der obengenannten Monocarbonsäuren
Di- oder Polycarbonsäuren einzusetzen, die man gemäß den Angaben des Patents 1075 614 durch
Kohlenhydrate, monomere mehrwertige Alkohole sowie deren Carboxylgruppentragende Derivate ersetzen
kann. Die Epoxydationsverfahren lassen sich allerdings auch in Abwesenheit von sauren Aktivatoren
durchführen, wenn man als Katalysatoren die im Patent 1 082 263 beschriebenen Aluminiumverbindungen
verwendet.
Es wurde nun gefunden, daß man das Epoxydieren der unten näher beschriebenen aliphatischen oder
cycloaliphatischen Verbindungen mit olefinischen Doppelbindungen gemäß den Verfahren der obengenannten
älteren Schutzrechte verbessern kann, wenn man das ins Reaktionsgemisch eingeschleppte
oder das während der Reaktion entstehende Wasser bei einer Temperatur unterhalb von 100° C, vorzugsweise
azeotrop mit einem inerten organischen Lösungsmittel, abdestilliert, wobei man, falls ein in
Wasser gelöster stark saurer Aktivator verwendet wird, diesen in dem Maße neutralisiert, wie Wasser
aus dem Reaktionsgemisch entfernt wird.
Man hat zwar schon vorgeschlagen, weitgehend reine Lösungen von Peressig- und Perpropionsäure
dadurch herzustellen, daß man die Bildungskomponenten der Percarbonsäuren unter azeotropem Abschleppen
des Wassers miteinander umsetzte. Es wurde bei diesen Verfahren in Gegenwart von stark
Verfahren zum Epoxydieren
von aliphatischen oder cycloaliphatischen
Verbindungen mit olefinischen
Doppelbindungen
Anmelder:
Henkel & Cie. G. m. b. H.,
Düsseldorf-Holthausen, Henkelstr. 67
Düsseldorf-Holthausen, Henkelstr. 67
Dr. Werner Stein, Düsseldorf-Holthausen,
Dr. Rolf Brockmann, Haan (RhId.),
und Dr. Gerhard Dieckelmann,
Düsseldorf-Holthausen,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
sauren Aktivatoren gearbeitet und in diesem Zusammenhang festgestellt daß die Anwesenheit von
Wasserstoffperoxyd und Essigsäure dann unerwünscht ist, wenn die Persäure zum Epoxydieren
ungesättigter Verbindungen verwandt werden soll. Diese Beimengungen sollten in Verbindung mit
Schwefelsäure oder anderen Katalysatoren die Ringöffnung von Epoxyden katalysieren, ein Nachteil,
der auch durch Neutralisation der starken Säure, z. B. Schwefelsäure, nicht zu beseitigen war, weil
auch das erhaltene schwefelsaure Salz einen Katalysator für die Epoxydspaltung darstellt (deutsche
Auslegeschrift 1043 316, insbesondere Spalte 1, Zeilen 25 bis 34). Die Möglichkeit, unter den Bedingungen
des erfindungsgemäßen Verfahrens bessere Ergebnisse zu erhalten als ohne azeotropes
Abdestillieren des Wassers, war auch darum nicht zu erwarten, weil bei den in Gegenwart von Carbonsäuren
arbeitenden Verfahren zwangläufig eine Konzentrierung der Carbonsäure erreicht wird. Unter
diesen Umständen wäre aber eine Aufspaltung des Epoxydringes durch die Carbonsäuren zu erwarten
gewesen (vgl. W. R. Schmitz und J. G. Wallace, »Journal of the American Oil Chemists' Society«,
Bd. 31 [1954], S. 364, linke Spalte, Figur Ic). Auch das Abstumpfen saurer Aktivatoren während des
Abdestillierens des Wassers ist nicht selbstverständlich, denn nach der eben erwähnten Arbeit soll der
saure Aktivator vor dem Epoxydieren abgestumpft
309 650/283
3 4
werden (vgl. S. 364, letzter Absatz, bis S. 365, erster alkoholreste 8 bis 30, vorzugsweise 10 bis 20
Absatz). Selbst bei der bekannten Epoxydierung im- Kohlenstoffatome enthalten können. Ungesättigte
gesättigter Verbindungen mit Hilfe von Aldehyd- Fettsäuren kommen vorzugsweise als Glyceride vor;
monoperacylaten legt man auf eine Abwesenheit der außerdem sind aber auch Fettsäure-Fettalkoholfreien
Carbonsäure Wert, damit diese den gebildeten 5 Ester bekanntgeworden, wie beispielsweise das im
Epoxydring nicht öffnet (vgl. USA.-Patentschrift Speiseöl vorkommende Oleyloleat. Diese Natur-2
785185, insbesondere Spalte 3, Zeile 72 bis produkte können aus Pflanzen, aus Land- oder
Spalte 4, Zeile 1). Meerestieren gewonnen worden sein. Es sind aber
Als Ausgangsverbindungen für das erfindungs- auch Weiterverarbeitungsprodukte derartiger Naturgemäße
Verfahren dienen aliphatische oder cyclo- io produkte brauchbar, sofern sie ihren ungesättigten
aliphatische Verbindungen, die höchsten 30, Vorzugs- Charakter nicht verloren haben,
weise höchstens 20 Kohlenstoffatome je Doppel- Schließlich können auch die verschiedensten
bindung enthalten und unter Normaldruck bei min- Polymeren epoxydiert werden, sofern die olefinische
destens 50° C sieden. Doppelbindungen besitzen und bei der Reaktions-
Die zu epoxydierenden Substanzen können zu den 15 temperatur flüssig oder in inerten organischen Löverschiedensten
Stoffklassen der organischen Ver- sungsmitteln löslich sind.
bindungen gehören. Man kann beispielsweise gerad- Als Beispiele sind Ester aus ungesättigten Carbon-
kettige oder verzweigte Olefine epoxydieren, deren säuren und Polyvinylalkohol, Polyester aus Diolen
Doppelbindungen am Ende der Kohlenstoffkette und Dicarbonsäuren, wobei wenigstens eine der
oder an beliebiger Stelle in der Kohlenstoffkette 20 beiden Veresterungskomponenten ungesättigt sein
stehen können. Unter den Kohlenwasserstoffen korn- muß und Polycyclohexenpolymethylene nach der
men in erster Linie solche in Frage, die wenigstens deutschen Patentschrift 864 300 zu nennen. Diese
6 Kohlenstoffatome im Molekül enthalten. Die Öle- mehr oder weniger hochmolekularen Verbindungen
fine bzw. die Ausgangsverbindungen, aus denen diese sollen pro olefinische Doppelbindung höchstens 30,
Olefine hergestellt worden sind, können natürlicher 25 vorzugsweise höchstens 20 Kohlenstoffatome ent-
oder synthetischer Herkunft sein. In neuerer Zeit halten.
leicht zugänglich gewordene Olefine sind die durch Oft bestehen die erfindungsgemäß als Ausgangs-
Polymerisieren von Propylen erhaltenen Di-, Tri-, material zu verwendenden Substanzen nicht ausTetra-
oder Pentapropylene. schließlich aus ungesättigten Verbindungen. Dies gilt Weiterhin lassen sich ungesättigte Alkohole als 30 beispielsweise für Kohlenwasserstoffgemische, die auf
Ausgangsverbindungen verwenden. Beispiele für irgendeinem bekannten Wege aus gesättigten Kohlensolche
Alkohole sind Allyl-, Crotyl- oder Oleyl- Wasserstoffen hergestellt wurden, oder für natürliche
alkohol. Auch Aldehyde, wie Crotonaldehyd, sind als Fettprodukte. Die Epoxydierung der ungesättigten
Ausgangsverbindungen verwendbar. Man kann aber Verbindungen läßt sich auch dann durchführen,
auch Äther ungesättigter Alkohole verwenden, wobei 35 wenn sie in erheblicher Verdünnung neben gesättigwenigstens
ein Alkoholrest ungesättigt sein muß. Bei- ten, nicht epoxydierbaren Verbindungen vorliegen,
spiele für derartige Äther sind die Äther des Allyl-, Aus praktischen Erwägungen heraus wird man je-Crotyl-
oder Oleylalkohols mit Alkoholen, insbeson- doch bevorzugt solche Gemische verarbeiten, die
dere aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 20 Kohlen- wenigstens 30, vorzugsweise 50 bis 80 Gewichtsstoffatomen
im Molekül. Als Beispiele für Äther, bei 40 prozent an ungesättigten epoxydierbaren Verbindundenen
beide Alkoholreste von gesättigten Alkoholen gen neben nicht epoxydierbaren Verbindungen entabstammen,
seien der Diallyläther, der Dicrotyläther halten.
oder der Dioleyläther genannt. Schließlich können Als saure, zur Beschleunigung der Reaktion zwi-
auch Ester ungesättigter Alkohole mit Carbonsäuren sehen Wasserstoffperoxyd und Carbonsäuren
verwendet werden, wobei auch die Carbonsäure- 45 dienende Aktivatoren haben sich starke wasserlöskomponente
epoxydierbare Doppelbindungen ent- liehe anorganische und organische Säuren oder deren
halten kann. Halogenide bewährt, wie Mineralsäuren, Phosphor-
Ais Ausgangsverbindungen kann man auch ein- säure, Salpetersäure, Schwefelsäure, Überchlorsäure,
oder mehrfach ungesättigte Carbonsäuren verwenden. Bortrifluorid-Wasser-Addukte, ferner saure Phosphor-Bei
der Epoxydierung freier Carbonsäuren können 50 säureester, p-Toluolsulfonsäure oder andere SulfonaJlerdings
die freien Carboxylgruppen mit bereits säuren, außerdem wasserunlösliche saure Substanzen,
gebildeten Epoxydgruppen reagieren. Daher sind sie wie die bekannten organischen Basenaustauscher auf
in Form ihrer Ester zur Epoxydierung besonders Kunstharzbasis. Die Menge der wasserlöslichen Aktigeeignet.
Man kann z. B. die Ester mit 1- bis 6- vatoren beträgt im allgemeinen 0,5 bis 5 Gewichtswertigen
Alkoholen verwenden, wobei die Alkohol- 55 prozent, bezogen auf das im Reaktionsgemisch ankomponente
epoxydierbare Doppelbindungen besit- wesende Gemisch aus Carbonsäure und wasserhaltizen
kann. Außer den Carbonsäuren oder ihren gern Wasserstoffperoxyd. Die wasserunlöslichen
Estern sind aber auch die entsprechenden Anhydride, Aktivatoren werden in Mengen von etwa 5 bis 30 g
Amide oder Nitrile als Ausgangsverbindungen der Trockensubstanz pro Mol einfach ungesättigter Vererfindungsgemäßen
Reaktion zugänglich. 60 bindung angewendet.
Besonders wichtige Ausgangsverbindungen für das Als Di- oder Polycarbonsäuren, wie sie gemäß
erfindungsgemäße Verfahren sind ungesättigte Natur- Patent 1 084 712 als Bildungskomponenten für die
produkte, insbesondere Fettstoffe, die bekanntlich Percarbonsäuren dienen, sind beispielsweise Bernmehr
oder weniger große Mengen an ungesättigten steinsäure, Adipinsäure, Maleinsäure oder deren
Verbindungen enthalten. Hierzu gehören in erster 65 Halogensubstitutionsprodukte, Fumarsäure, Zitro-Linie
die in der Natur vorzugsweise als Ester vor- nensäure, Acetondicarbonsäure, Sebacinsäure,
kommenden ungesättigten Fettsäuren oder ungesättig- Phthalsäuren, Benzolpolycarbonsäuren oder deren
ten Fettalkohole, wobei die Fettsäure- bzw. Fett- Halogenierungsprodukte, Polyacrylsäuren oder
andere, mehrere Carboxylgruppen enthaltende Polykondensationsprodukte
oder Carboxylgruppen enthaltende Basenaustauschharze brauchbar. Es ist auch möglich, Gemische von Mono-, Di- oder Polycarbonsäuren
zur Epoxydierung zu verwenden.
Die Carbonsäuren sind in einer Menge von etwa 0,1 bis 1 Äquivalent, vorzugsweise 0,2 bis 0,5 Äquivalent
pro Mol ungesättigter Verbindung einzusetzen.
An Stelle der Mono-, Di- oder Polycarbonsäuren lassen sich aber auch gemäß Patent 1 075 614 zusammen
mit den Aktivatoren Mono- bzw. Polysaccharide oder Polyalkohole einsetzen. Vorzugsweise werden
die wasserlöslichen Verbindungen verwandt. Mono- bzw. Polysaccharide, welche hierfür in Betracht kommen,
sind beispielsweise Threose, Erythrose, Ärabinose, Ribose, Xylose, Glykose, Mannose, Fruktose,
Galaktose, Mannonsäure, Schleimsäure, Ascorbinsäure und andere Zuckersäuren. Als zuckerähnliche
Polysaccharide kommen weiterhin in Frage: Saccharose, Gentiobiose, Maltose, Cellobiose, Trehalose und
Laktose. Aber auch zuckerunähnliche Polysaccharide, wie Amylose, Amylopektin, Dextrine, Glykogen, Inulin,
Pektine, Alginate und Cellulosen, können hier zur Anwendung kommen, die gegebenenfalls auch in
abgebauter Form vorliegen können. Ferner kommen auch in Betracht mehrwertige Alkohole, wie Glycerin,
Hexantriole, Pentite, Hexite, Heptite, Penta-erythrit und Dipenta-erythrit. Es ist auch möglich, Gemische
von Mono- und Polysacchariden und Polyalkoholen zur Epoxydierung zu verwenden.
Die Epoxydierung läuft vermutlich in der Weise ab, daß die Mono- bzw. Polysaccharide oder Polyalkohole
mit dem Wasserstoffperoxyd unter Bildung organischer, komplexer, saurer Oxydationsgemische
reagieren, wobei letztere wahrscheinlich die Übertragung des aktiven Sauerstoffs an die Doppelbindung
der höhermolekularen ungesättigten Verbindungen bewirken.
Die erforderliche Menge an Mono- bzw. Polysacchariden oder Polyalkoholen beträgt etwa 5 bis
20, vorzugsweise 7 bis 15 Gewichtsprozent, bezogen auf 1 Mol einfach ungesättigter Verbindung. Die
Saccharide oder die Polyalkohole sind bei Berechnung der Aktivatormenge als Carbonsäuren einzusetzen.
Allerdings kann die Aktivatormenge in diesem Fall etwas größer sein und bis etwa 8 Gewichtsprozent,
bezogen auf das Gemisch aus Saccharid oder Poiyalkohol und Wasserstoffperoxyd, ansteigen. Wasserunlösliche
Aktivatoren können in Mengen bis etwa 50 g Trockensubstanz pro Mol einfach ungesättigter
Verbindung eingesetzt werden.
Da man beim erfindungsgemäßen Verfahren das Wasser laufend aus dem Reaktionsgemisch abdestilliert,
würde sich die Konzentration in Wasser gelöster Aktivatoren laufend verändern. Mit Wasser flüchtige
Verbindungen, wozu außer flüchtigen Aktivatoren auch flüchtige Carbonsäuren gehören, würden aus
dem Reaktionsgemisch entfernt, während die Konzentration in Wasser gelöster nicht flüchtiger Aktivatoren
laufend ansteigen könnte, sofern der Wasserverlust des Reaktionsgemisches nicht durch Zugabe
von Wasserstoffperoxyd während der Reaktion ausgeglichen wird. Das Konzentrieren stark saurer wasserlöslicher
Aktivatoren kann zu unerwünschten Nebenreaktionen führen. Es empfiehlt sich daher, die Menge
an Carbonsäure nicht geringer und die Konzentration eines stark sauren Aktivators nicht größer werden
zu lassen, als den oben angegebenen Grenzwerten entspricht. Vorzugsweise sind die in Vorversuchen
als optial ermittelten Mengen bzw. Konzentrationen, die von Fall zu Fall verschieden sein können, einzuhalten.
Stark saure Aktivatoren, z. B. Schwefelsäure, werden vorteilhaft in dem Maße neutralisiert, wie die im
Reaktionsgemisch vorhandene Wassermenge abnimmt. Zum Neutralisieren der Säuren lassen sich
beliebige säurebindende Mittel anorganischer oder organischer Natur verwenden, wie die Oxyde, Hydroxyde,
Carbonate und Bicarbonate des Natriums, Kaliums, Ammoniums oder der Erdalkalien, wobei
solche säurebindenden Mittel besonders zu empfehlen sind, die mit den zu entfernenden Säuren wasserunlösliche
Verbindungen bilden. Daher können zum Neutralisieren auch Anionenaustauscher dienen.
Die sauren Aktivatoren können aber auch entsprechend der Lehre des Patentes 1 082 263 durch solche
Aluminiumverbindungen ersetzt werden, die als Entwässerungsprodukte des Aluminiumhydroxyds aufgefaßt
werden können und deren Zusammensetzung und bzw. oder Kristallstruktur in einem Bereich liegt,
der vom Al2O3-2H2O bis zum γ—Al2O3 reicht. Derartige
Verbindungen erhält man vorzugsweise durch thermische Entwässerung von Aluminiumhydroxyd
bei Temperaturen von 200 bis 800° C, vorzugsweise von 300 bis 600° C. Es bildet sich dabei je nach der
Entwässerungstemperatur das Al2O3 · IH2O (Böhmit)
oder das V-Al2O3 oder Gemische dieser beiden Verbindungen.
Manche technischen Aluminiumhydroxyde bzw. Aluminiumoxyde weisen als Verunreinigung einen
geringen Alkaligehalt auf. Dieser Alkaligehalt hat sich bei den erfindungsgemäßen Verfahren als günstig
erwiesen. Sofern man Aluminiumoxyde verarbeitet, die einen derartigen Alkaligehalt nicht aufweisen,
kann man für einen geringen Alkaligehalt sorgen, indem man dem Aluminiumhydroxyd vor
oder während der Entwässerung oder dem bereits entwässerten katalytisch wirksamen Produkt etwas
Alkali, beispielsweise in Form der Hydroxyde, Carbonate oder Bicarbonate des Natriums oder Kaliums
zusetzt. Man kann aber auch das Alkali vom Aluminiumoxyd getrennt dem Reaktionsgemisch zugeben.
Die Entwässerungsprodukte des Aluminiumhydroxyds werden in Mengen von wenigstens etwa
5'%, vorzugsweise 10 bis 40%, der zu epoxydierenden Ausgangsverbindung angewendet, wobei sich
diese Menge auf das im Reaktionsgefäß befindliche Ausgangsverbindung bezieht und eventuell im Kreislauf
geführte Ausgangsverbindung nicht berücksichtigt zu werden braucht.
Das Arbeiten mit den genannten Aluminiumverbindungen hat beim Epoxydieren unter Abdestillieren
des gebildeten Wassers den Vorteil, daß auch beim Konzentrieren durch Wasserentzug keine Neutralisation
erforderlich ist.
Zur Durchführung der Reaktion werden die Reaktionsteilnehmer in beliebiger Reihenfolge miteinander
vermischt. Die Epoxydationstemperaturen liegen im Bereich von 30 bis 100° C, vorzugsweise von
40 bis 80° C.
Das erfindungsmäßige Abschleppen des Wassers geschieht bei Temperaturen unterhalb 100° C, z. B.
bei Unterdruck, vorzugsweise durch den Dampf inerter organischer Lösungsmittel. Die Schleppmittel
dürfen daher keine epoxydierbaren Doppelbindungen enthalten, es sei denn, daß man ein als Schlepp-
mittel geeignetes Olefin einsetzt, das epoxydiert werden soll und einen Überschuß des Olefins zum Abtreiben
des Wassers benutzt. Die inerten Schleppmittel können Kohlenwasserstoffe aliphatischer, cycloalipathischer
und aromatischer Natur sein oder aus Gemischen der genannten Kohlenwasserstoffe bestehen.
Es können auch Halogenkohlenwasserstoffe, symmetrische oder unsymmetrische Äther und Ester
als Schleppmittel verwendet werden. Es sind bei-
dene wäßrige Phase abtrennt. In der organischen Lösung vorhandenes Lösungsmittel kann abdestilliert
werden.
Sofern es sich bei den festen Bestandteilen des rohen Epoxydationsproduktes um Aktivatoren für die
Percarbonsäurebildung handelt, können diese in an sich bekannter Weise zur erneuten Verwendung
regeneriert werden. Entwässerungsprodukte des Aluabgetrennt, gegebenenfalls getrocknet und während
der Reaktion in das Reaktionsgefäß wieder zurückgeführt werden. Ist das Lösungsmittel hingegen mit
Wasser mischbar, so muß das Kondensat, den Eigenschaften des Gemisches entsprechend, z. B.
durch fraktionierte oder azeotrope Destillation getrennt werden.
Das Epoxydationsprodukt wird in bekannter Weise aufgearbeitet, z. B. indem man feste Bestandteile des
spielsweise die folgenden Verbindungen mit 1 bis 12 io Reaktionsproduktes abtrennt und eine in den flüs-Kohlenstoffatomen
im Molekül brauchbar: sigen organischen Anteilen eventuell noch vorhan-
C4- bis Cjij-Kohlenwasserstoffe wie Butane, Heptane,
Isopentan, Cyclopentan, Cyclohexan, Methylcyclohexan. Benzol, Toluol, Xylol, Benzin; weiterhin Methylenchlorid
und Chloroform; Äther aus Cx- bis Cs-Alkoholen wie Methyl-, η-Butyl, Isobutyl-, Cyclopentyl-,
tert.-Amyl- und Isoamylalkohol und Glykol; Ester aus den niedrigmolekularen aliphatischen Cibis
O-Carbonsäuren und Ci- bis Cn-Alkoholen, z. B.
die Methyl-, η-Butyl-, Isobutyl-, sekundär-Butyl-, 20 miniumhydroxyds werden zu diesem Zweck mit
Isoamylester der Ameisensäure, Essigsäure oder Pro- Alkalicarbonat- oder Alkalibicarbonatlösung gspionsäure
und ähnliche Ester. waschen.
Da für das erfindungsmäßige Verfahren eine große Durch das Abdestillieren des Wassers wird die
Zahl von Lösungsmitteln und Lösungsmittelgemischen Reaktionsdauer erheblich verkürzt; so sinkt z. B. die
mit verschiedenen Siedepunkten oder Siedebereichen 25 Epoxydationsdauer beim Arbeiten mit Essigsäure,
zur Verfügung steht, ist es durch Wahl eines Lösungs- Wasserstoffperoxyd und Ionenaustauscher annähernd
mittels bzw. eines Lösungsmittelgemisches mit einem auf die Hälfte der Dauer, die man beim Arbeiten
geeigneten Siedepunkt bzw. Siedebereich leicht mög- ohne Abdestillieren des Wassers benötigt. Diese Verlieh,
die gewünschte Reaktionstemperatur einzustel- kürzung der Reaktionsdauer ist insbesondere bei
len. Es ist vorzugsweise ein solches Lösungsmittel zu 30 einer kontinuierlichen Durchführung des Verfahrens
wählen, dessen Siedepunkt unter den gegebenen vorteilhaft. Gegebenenfalls kann man aber auch das
Reaktionsbedingungen unterhalb der Siedepunkte der erfindungsmäßige Verfahren bei tieferen Tempera-Reaktionsteilnehmer
liegt. Zur Durchführung der türen durchführen als beim Arbeiten ohne Abschlep-Reaktion
gibt man das Schleppmittel und die pen von Wasser und unter sonst gleichen Bedingun-Reaktionsteilnehmer
in das Reaktionsgefäß. Man 35 gen zu denselben Epoxydgehalten kommen. Ein weierhitzt
das Gemisch zum Sieden und treibt so das terer Vorteil des erfindungsmäßigen Verfahrens beWasser,
das vor und während der Reaktion in das steht darin, daß der bei der bekannten Epoxydierung
Reaktionsgemisch gelangt oder gebildet wird, lau- gegen Ende der Reaktion immer stärker werdenden
fend ab. Man kann zunächst das Wasser aus dem Verdünnung des Reaktionsgemisches durch Wasser,
Gemisch von wasserhaltiger Carbonsäure, Olefin, 40 die eine Aufspaltung gebildeter Epoxydgruppen för-Katalysator
und Lösungsmittel abschleppen, dann dert, entgegengearbeitet wird,
in das Reaktionsgefäß erneut Lösungsmittel zugeben
und nun erst das Wasserstoffperoxyd nach Maßgabe
des Verbrauches zutropfen. Die Destillation des
Lösungsmittel-Wasser-Gemisches wird während der 45
Wasserstoffperoxydzugabe aufrechterhalten.
und nun erst das Wasserstoffperoxyd nach Maßgabe
des Verbrauches zutropfen. Die Destillation des
Lösungsmittel-Wasser-Gemisches wird während der 45
Wasserstoffperoxydzugabe aufrechterhalten.
Das Abschleppen des Wassers kann aber auch
derart erfolgen, daß man eine umgekehrte Wasserdampfdestillation vornimmt: das Schleppmittel wird
außerhalb des Reaktionsgefäßes verdampft und durch 50 lonne abdestillierte. Die Destillation wurde während das Reaktionsgemisch geleitet, das auf der gewünsch- des gesamten Reaktionsablaufes aufrechterhalten.
derart erfolgen, daß man eine umgekehrte Wasserdampfdestillation vornimmt: das Schleppmittel wird
außerhalb des Reaktionsgefäßes verdampft und durch 50 lonne abdestillierte. Die Destillation wurde während das Reaktionsgemisch geleitet, das auf der gewünsch- des gesamten Reaktionsablaufes aufrechterhalten.
Aus dem Kondensat wurde das Wasser abgetrennt und das Lösungsmittel in den Reaktionskolben zurückgeführt.
1 Mol 50°/oiges H2O2 (68 g) wurde innerhalb
I1Za Stunden zugetropft, Nach 4 Stunden wurden
weitere 0,3 Mol H2O2 zugesetzt. Die Temperatur im
Reaktionsgefäß stellte sich auf 81 bis 82C C ein. Nach insgesamt 8 Stunden hatten sich ungefähr 66 cm wäßriger
Phase abgeschieden. Aus dem Reaktionsprodukt
soll, kann bei Über- oder Unterdruck destilliert 60 wurde das Aluminiumoxyd abgesaugt und die Essigwerden,
säure mit Sodalösung ausgewaschen. Das Benzol
Zu 35 g Aluminiumoxyd, 1,4 g K2CO3 und 30 g
Eisessig (0,5 Mol) wurden 200 g Sofaöl (1 Mol ungesättigte Substanz) und 200 ecm Benzol gegeben.
Die Mischung wurde unter Rühren erhitzt, so daß das Benzol-Wasser-Gemisch durch eine kleine Ko
ten Reaktionstemperatur gehalten wird. Das Einstellen der gewünschten Reaktionstemperatur kann durch
Zuführung der Wärme von außen und bzw. oder durch den Lösungsmitteldampf erfolgen.
Die Destillation kann unter Normaldruck durchgeführt werden. In manchen Fällen, und zwar dann,
wenn bei anderen als den Siedetemperaturen der Schleppmittel bei Normaldruck gearbeitet werden
Das Destillat, das sich in der Hauptsache aus Schleppmittel und Wasser zusammensetzt, wird in
seine Bestandteile getrennt und das Schleppmittel in das Reaktionsgemisch zurückgeführt.
Handelt es sich bei dem Schleppmittel um ein mit Wasser nicht mischbares Lösungsmittel, so kann die
im Kondensat abgeschiedene, nicht wäßrige Schicht
wurde im Vakuum abdestilliert. Als Endprodukt wurden 195 g eines Sojaölepoxyds mit 6% Epoxydsauerstoff
und einer JZ = 3 erhalten. Ein weiterer Versuch wurde mit obenstehendem Ansatz und unter gleichen Bedingungen durchgeführt.
Die Mischung wurde am Rückfluß gekocht, so daß das Wasser während des ganzen Reaktionsablaufes
im Reaktionsgemisch verblieb. Man erhielt ein Sojaölepoxyd mit 5,1% Epoxydsauerstoff und einer
JZ = 32.
279 g ölsäure (JZ 91 = 1 Mol), 30 g Eisessig (0,5 Mol), 35 g Aluminiumoxyd, 1 g Na2CO3 und
400 ecm Benzin (Siedebereich 35 bis 65° C) wurden gemischt, unter Rühren erhitzt und wie im Beispiel 1
weiterbehandelt. 1 Mol 50°/oiges H2O2 (68 g) wurde
langsam zugetropft. Nach 53/4 Stunden wurden weitere
0,5 Mol H2O2 der Reaktionsmischung zugesetzt.
Die Temperatur im Reaktionsgefäß stellte sich auf 59° C ein. Nach insgesamt 10 Stunden waren 70 ecm
einer wäßrigen Phase abdestilliert. Die Aufarbeitung des Reaktionsproduktes erfolgte wie oben beschrieben.
Die Essigsäure wurde mit Natriumbicarbonatlösung neutralisiert. Die entstandene Epoxystearinsäure
kristallisierte nach dem Entfernen des Lösungsmittels zum Teil aus. Das Endprodukt hatte folgende
Kennzahlen: Epoxydsauerstoff = 3,3 %, JZ = 7, SZ= 163.
246 g Diallylterephthalat (2 Mol ungesättigte Verbindung), 70 g Aluminiumoxyd, 60 g Eisessig (1 Mol),
2 g Na2CO3 und 300 ecm Methylenchlorid wurden
gemischt und erhitzt. Die Reaktionsdurchführung erfolgte wie im Beispiel 1. 3MoI 50%iges H2O2 (204 g)
wurden während 3V» Stunden zugetropft. Die Temperatur im Reaktionsgefäß betrug 50° C. Nach insgesamt
19 Stunden waren 115 ecm Wasser abgeschieden. Der Inhalt des Reaktionsgefäßes wurde wie
oben beschrieben aufgearbeitet. Das Reaktionsprodukt enthielt 6,1 % Epoxydsauerstoff und besaß noch
eine JZ von 75.
170 g eines Cii-Olefin-Paraffin-Gemisches (Doppelbindung
endständig, JZ= 149; gleich 1 Mol ungesättigte Substanz), 30 g Eisessig, 35 g Aluminiumoxyd,
1,4 g K2CO3 und 200 ecm Benzol wurden gemischt
und unter Rühren auf 63 bis 65° C erhitzt. Bei einem Vakuum von 360 bis 380 mm Hg destillierte
das Schleppmittel-H2O-Gemisch ab. 1 Mol
5O°/oiges H2O2 (68 g) wurde langsam zugetropft.
Nach 6 Stunden wurden weitere 0,5 Mol H2O0 zugefügt.
Nach einer Gesamtreaktionsdauer von 21 Stunden hatten sich 64 ecm einer, wäßrigen Phase abgeschieden.
Der Inhalt des Reaktionsgefäßes wurde unter Zusatz weiteren Benzols in eine wäßrige Schicht
und eine Lösungsmittelschicht getrennt. Nach dem Auswaschen und Trocknen der Lösung des Epoxyds
im Benzol wurden 348 g Lösung mit einem Gehalt an Epoxydsauerstoff von 2,7% erhalten.
498 g eines Cii-Olefin-Paraffin-Gemisches (Doppelbindung
endständig, JZ 152,9; gleich 3 Mol ungesättigter Substanz), 30 g Eisessig, 35 g Aluminiumoxyd
und 1,4 g K2CO3 wurden gemischt und unter Rühren
auf 85° C erhitzt. 68 g H2O2 (50%ig; 1 Mol) wurden
innerhalb von 5 Stunden zugetropft, gleichzeitig wurde bei einem Druck von 240 mm Hg ein Olefin-Wasser-Gemisch
abdestilliert und daraus das Wasser abgeschieden. Das Olefin-Paraffin-Gemisch wurde in
das Reaktionsgefäß zurückgeleitet. Nach einer Gesamtreaktionsdauer von 7Vä Stunden waren 54 ecm
Wasser abgetrennt. Das Reaktionsgemisch wurde wie im Beispiel 1 beschrieben ausgearbeitet. Das Produkt
enthielt 1,34% Epoxydsauerstoff und besaß noch eine JZ von 123. Die Ausbeute, bezogen auf H0O2,
betrug 46%.
200 g Sojaöl (1 Mol ungesättigte Substanz), 17,5 g (0,12 Mol) Adipinsäure, 12,5 g eines Kationenaustauschers
auf Basis Polystyrolsulfonsäure (Handelsprodukt Lewatit S 100) in der Säureform und 200 ecm
Benzol wurden gemischt und unter Rühren auf 65° C erhitzt. 74,8 g H2O2 (50%ig; 1,1 Mol) wurden innerhalb
von 3 Stunden der Reaktionsmischung zugesetzt. Gleichzeitig wurde langsam durch eine kleine Kolonne
ein Benzol-Wasser-Gemisch bei einem Druck von 410 mm Quecksilber abdestilliert. Aus dem
Destillat wurde das Wasser abgetrennt und das Benzol in den Kolben zurückgeleitet. Nach weiteren
41Ai Stunden war ein Epoxydgehalt des Sojaöls von 4,2% erreicht. Die JZ betrug zu diesem Zeitpunkt
noch 49. Nach insgesamt 12 Stunden waren 45 cm Wasser abgeschieden. Das Sojaölepoxyd besaß 6,2%
Epoxydsauerstoff und eine JZ von 7. Die Aufarbeitung der Proben erfolgte analog Beispiel 1.
200 g Sojaöl (1 Mol ungesättigte Substanz), 14,2 g Rohrzucker, 2 g Phosphorsäure (84,5%ig), 27,2 g
H2O2 (50%ig; 0,4 Mol) und 200 ecm Benzol wurden
unter Rühren auf 65° C erhitzt. Nach 2 Stunden wurden 68 g H2O2 (1 Mol) innerhalb von 2 Stunden zugetropft
und gleichzeitig ein Benzol-Wasser-Gemisch bei einem Druck von etwa 430 mm Quecksilber abdestilliert.
Das vom Wasser abgetrennte Benzol floß wieder in das Reaktionsgefäß zurück. Die Aufarbeitung
der von Zeit zu Zeit entnommenen Proben erfolgte analog Beispiel 1.
Die Tabelle gibt die Epoxydgehalte und die Jodzahlen der Proben an.
| Probeentnahme in Stunden nach Reaktionsbeginn |
Epoxydgehalt in °/o |
JZ | ecm abdestilliertes H2O |
| 5 7 9 |
3,8 5,2 5,6 |
45 25 18 |
20 30 40 |
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zum Epoxydieren von aliphatischen oder cycloaliphatischen Verbindungen mit olefinischen Doppelbindungen, die höchstens 30, vorzugsweise höchstens 20 Kohlenstoffatome je Doppelbindung enthalten und unter Normaldruck bei mindestens 50° C sieden, durch Behändem dieser olefinischen Verbindungen mit Percarbonsäuren, die während der Reaktion aus Carbonsäuren und Wasserstoffperoxyd gebildet werden, in Gegenwart vona) starken anorganischen oder organischen Säuren und wasserlöslichen Mono- oder Polysacchariden oder Polyalkoholen oder deren Carboxylgruppen tragenden Derivaten oder309 650/283b) starken anorganischen oder organischen Säuren und Di- oder Polycarbonsäuren
oderc) Entwässerungsprodukten des Aluminiumhydroxyds, deren Zusammensetzung und bzw. oder Kristallstruktur in einem Bereich liegt, der vom Al2O3 · 2H2O bis zum γ—Al2O3 reichtals Aktivatoren, dadurch gekennzeichnet, daß man das eingeschleppte und das entstehende Wasser während der Reaktion bei einer Temperatur unterhalb 100° C, vorzugsweise azeotrop mit einem inerten organischen Lösungsmittel, abdestilliert, wobei man, falls ein in Wasser gelöster stark saurer Aktivator verwendet wurde, diesen in dem Maße neutralisiert, wie Wasser aus dem Reaktionsgemisch entfernt wird.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Auslegeschriften Nr. 1019 307, 1024 514, 316;USA.-Patentschriften Nr. 2 785 185, 2 903 465; britische Patentschrift Nr. 868 890;Karr er, Lehrbuch der Organischen Chemie, 9. Auflage, 1943, S. 259 bis 260; Industrial & Engineering Chemistry, 1946, S. 1229;Journal of the American Chemical Society, Bd. 66, 1944, S. 1926;Journal of the American Oil Chemists' Society, Bd. 31, 1954, S. 363 bis 365.In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsche Patente Nr. 1 084 712, 1082 263, 614.
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1959
- 1959-03-25 DE DEH35958A patent/DE1152415B/de active Pending
-
1960
- 1960-03-24 GB GB1043560A patent/GB927048A/en not_active Expired
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| GB927048A (en) | 1963-05-22 |
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