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DE1149195B - Verwendung eines Latexgemisches als Mittel zur Behandlung von landwirt-schaftlichen Kulturboeden, insbesondere zur Verhuetung der Bodenerosion - Google Patents

Verwendung eines Latexgemisches als Mittel zur Behandlung von landwirt-schaftlichen Kulturboeden, insbesondere zur Verhuetung der Bodenerosion

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Publication number
DE1149195B
DE1149195B DEA35233A DEA0035233A DE1149195B DE 1149195 B DE1149195 B DE 1149195B DE A35233 A DEA35233 A DE A35233A DE A0035233 A DEA0035233 A DE A0035233A DE 1149195 B DE1149195 B DE 1149195B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rubber
weight
latex mixture
water
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA35233A
Other languages
English (en)
Inventor
Bernard Coe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alco Chemical Corp
Original Assignee
Alco Chemical Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alco Chemical Corp filed Critical Alco Chemical Corp
Priority to DEA35233A priority Critical patent/DE1149195B/de
Publication of DE1149195B publication Critical patent/DE1149195B/de
Pending legal-status Critical Current

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Description

  • Verwendung eines Latexgemisches als Mittel zur Behandlung von landwirtschaftlichen Kulturböden, insbesondere zur Verhütung der Bodenerosion Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Latexgemisches als Mittel zur Behandlung von landwirtschaftlichen Kulturböden, insbesondere zur Verhütung der Bodenerosion.
  • Es sind bereits verschiedene Verfahren zur Behandlung landwirtschaftlicher Kulturböden bekannt. So soll z. B. zur Förderung des Pflanzenwachstums sowie zur Verhinderung der Entwicklung von Unkraut, Pilzen und Insekten nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 1028 594 die Bodenoberfläche mit einer Schicht aus porösen Kunstharzen, insbesondere aus härtbaren Aminoplasten, bedeckt werden, die an Ort und Stelle erzeugt werden. Dem härtbaren Kunstharzschaum können Düngemittel, Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel, Farbstoffe oder Pigmente zugesetzt werden. Die aus dem Kunstharzschaum bestehende Schicht haftet indes nicht als solche an der Erdoberfläche, da sie mit Hilfe einer Walze auf die Erdoberfläche aufgepreßt werden muß, so daß sich also eine Bodenerosion nach diesem Verfahren nicht verhüten läßt.
  • Eine Bodenerosion kann auch weder dadurch verhütet werden, daß nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 2 870 037 zum Behandeln von entfärbtem Gras auf dieses ein pigmentiertes, wasserunlösliches harzartiges Bindemittel aufgebracht wird, noch daß nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 2 860 448 zur Verbesserung von salzhaltigem und alkalischem Erdboden z. B. eine Mischung aus Guar-Gummi, einem Benetzungsmittel und einem mit den schädlichen Salzen des Bodens chemisch reagierenden Stoff in den Erdboden eingebracht wird.
  • Das Bodenverbesserungsmittel der deutschen Patentschrift 942 092 besteht aus Teilchen wasserunlöslicher, hydrophiler, nicht faseriger filmbildender Cellulosematerialien, insbesondere regenerierter Viscose-Cellulose oder wasserunlöslichen, in Wasser quellbaren Celluloseäthern, gegebenenfalls im Gemisch mit bekannten Bodenverbesserungs- oder Düngemitteln. Dieses Bodenverbesserungsmittel dient in erster Linie dazu, die mit der Lösung eines Düngemittels bzw. mit der Anwendung fester Düngemittel verbundenen Nachteile zu überwinden; eine Bodenerosion soll und kann durch dieses Mittel nicht verhütet werden, da es keine filmbildenden Eigenschaften hat.
  • Die österreichische Patentschrift 193 410 beschreibt die Verwendung von in Wasser löslichen oder quellbaren Cellulosederivaten, z. B. Carboxymethylcellulose, als Bodenverbesserungs- und ertragsteigerndes Mittel in Form von Überzügen aus Cellulosederivaten auf Saatgut, welche durch Vermischen der Cellulosederivate mit dem Saatgut unter Zusatz von Wasser Anmelder: hergestellt werden und wobei der Zusatz des Cellulosederivates vorzugsweise nach dem Benetzen des Saatgutes mit Wasser erfolgt. Auf diese Weise kann zwar eine Bodenverbesserung erreicht, aber eine Erosion des Bodens wegen der Löslichkeit der Cellulosederivate nicht verhindert werden.
  • Nach der Erfindung wird die Bodenerosion durch die Verwendung eines Mittels verhütet, das im wesentlichen aus 0,5 bis 10 Gewichtsprozent eines wasserunlöslichen Kautschuks und 0,005 bis 0,5 Gewichtsprozent einer wasserlöslichen, der Durchlässigkeit des Kautschuks entgegenwirkenden, eine Schutzwirkung für die kolloidalen Kautschukteilchen aufweisenden, von den Erbodenteilchen selektiv adsorbierbaren Substanz, wie natürlichem Gummi, einer Methylcellulose mit einem Substitutionsgrad von etwa 1,2 bis 2, einem Hydroxyäthyläther der Cellulose mit einem Substitutionsgrad von etwa 1,5 bis 3, einem Alkalisalz einer Carboxymethylcellulose mit einem Substitutionsgrad von etwa 0,4 bis 1,3, einem Polyacrylat, dessen 0,5°/jge wäßrige Lösung bei 38°C eine Viskosität von etwa 20 bis 200 cP aufweist,, oder einem Polyacrylamid, besteht.
  • Bei der Verwendung dieses Latexgemisches bildet sich ein Kautschukfilm auf der Erdoberfläche, wobei die einzelnen Kautschukpartikelchen sich innig mit der Oberfläche der Erdbodenteilchen verbinden, denn das Mittel besteht aus einem wasserunlöslichen Kautschukanteil und einem wasserlöslichen Anteil, der von den Bodenteilchen selektiv adsorbiert wird und dadurch die Kautschukteilchen am Eindringen in das Erdreich hindert. Es tritt dabei eine Entmischung des Latexgemisches ein, und die an der Erdoberfläche verbleibenden Kautschukteilchen bilden im innigen Gemisch mit den Erbodenteilchen die Oberflächenfilmschicht. Im Gegensatz zu den bisher üblichen Verfahren, bei welchen die als Erdbodenabdeckung verwendeten Materialien nach der Aufbringung in gesonderten Arbeitsgängen in dem Boden befestigt bzw. verankert werden müssen, tritt bei der Verwendung des erfindungsgemäß vorgesehenen Latexgemisches infolge der Adhäsionskräfte zwischen den Erdbodenteilchen und den Kautschukteilchen von selbst eine Verankerung des Kautschukfilms ein, die sich auch den kleinsten Unregelmäßigkeiten und Unebenheiten der Erdoberfläche anpaßt. Dieser Film bewirkt einen großen Schutz gegen Erosion, wie er bisher noch nicht erzielt werden konnte.
  • Der Kautschuk kann infolgedessen aus natürlichem oder einem synthetischen Kautschuk bestehen. Der synthetische Kautschuk kann aus Polymeren oder Copolymeren verschiedener Diene bestehen. Synthetischer Kautschuk kann z. B. bestehen aus Polymerisaten von Butadien-1,3, einem alkylsubstituierten Butadien-1,3, wie 2-Methyl-, 2,3-Dimethyl- oder 2-Äthylbutadien-1,3, 2-Isopropylstyrol, einem cyansubstituierten Butadien-1,3, wie 1-Cyanbutadien-1,3 und Cyanstyrol.
  • Mischpolymerisate aus Butadienmonomeren und verschiedenen anderen Monomeren können ebenfalls verwendet werden. So können z. B. Butadienmonomere mit Monomeren, wie Styrol, und substituierten Styrolen, wie Alkyl-, Aryl-, Halogen-, Cyan-, Hydroxy-, Acetoxy- und Carboxystyrol, mischpolymerisiert werden. Typische aryl- und mono- sowie disubstituierte Alkyl- und Arylstyrole sind p-Isopropyl-, m-sec.-Butyl-, p-Phenyl- und p-Benzylstyrol. Geeignete Halogenstyrole sind z. B. mono- und polysubstituierte Fluor-, Chlor- und Bromstyrole, wie Monochlorstyrol, 2,3-, 2,5- und 3,4-Dichlorstyrol und Pentachlorstyrol. p-Cyanstyrol ist ein typisches monomeres Cyanstyrol, das mit Butadien-1,3-Monomeren mischpolymerisiert werden kann. Brauchbare Hydroxy- und Acetoxystyrolmonomere sind 2,3-Hydroxystyrol und 2,3-Acetoxystyrol. p-Carboxystyrol ist ein substituiertes Styrolmonomeres, das zur Bildung von Copolymeren mit Butadienen zur erfindungsgemäßen Anwendung eingesetzt werden kann.
  • Andere Monomere, die sich zur Bildung von für die Zwecke der Erfindung brauchbaren Kautschuken mit Butadien mischpolymerisieren lassen, sind Äthyl-, Isopropyl- und n-Propylvinyläther; chlorsubstituierte Isopropylbenzole wie o-, m- und p-Chlor- und 2,3-, 2,4-, 3,4- und 3,5-Dichlorisopropylenbenzol; Halogen-und Cyanolefine, wie Vinylidenchloride bzw. Methacrylnitril; Carbonylverbindungen, wie Methylisopropenylketon; Ester, wie Methyl-, Äthyl-, Isopropyl-und Butylacrylate; Vinylpyridine, wie 4-Vinylpyridin; verschiedene andere heterocyclische Monomere, wie Vinylchinolin; und Carboxylsäuren, wie Acryl- und Methacry1säuren.
  • Andere für die Zwecke vorliegender Erfindung brauchbare Kautschuke sind die kautschukartigen Polymerisate, die durch Polymerisation eines Haloprens, z. B. Chloropren (2-Chlor-1,3-butadien), oder eines Gemisches polymerisierbarer Monomerer gewonnen sind, von denen ein Hauptbestandteil Chloropren ist. Verschiedene Nitrilkautschuke, z. B. Mischpolymerisate aus Butadien-1,3 und Acrylnitril, können ebenfalls für die Zwecke der Erfindung benutzt werden. Substituierte Butadienmonomere können mit Stoffen, wie Acrylnitril und Methacrylnitril, zur Bildung geeigneter Nitrilkautschuke verwendet werden. Andere Vinylverbindungen können ebenfalls bei der Polymerisation berücksichtigt werden, um dem Endprodukt bestimmte Eigenschaften zu verleihen. Nitrilmodifizierte natürliche Kautschuke können ebenfalls eingesetzt werden. Ferner können plastifizierte Polymere und Copolymere von Vinylchlorid, die kautschukartige Eigenschaften haben, verwendet werden.
  • Ein anderer, für die Zwecke vorliegender Erfindung besonders brauchbarer Kautschuk ist Butylkautschuk, der durch Mischpolymerisation einer größeren Menge eines Olefins mit einer kleinen Menge eines Diolefins gewonnen wird. Der typische, handelsübliche Butylkautschuk wird durch Mischpolymerisation von Isobutylen und kleinen Mengen Isopren gewonnen. Andere Produkte von der Art des Butylkautschuks, die für die Zwecke der Erfindung verwendet werden können, lassen sich in der Weise herstellen, daß man für die Polymerisation Butadien, Dimethylbutadien oder Diperidin an Stelle von Isopren einsetzt.
  • Außer den vorgenannten Stoffen rechnen zu den Kautschuken bzw. kautschukartigen Materialien, die für die Zwecke der Erfindung brauchbar sind Elastothiomere, Polyacrylate, Polyester, Silikone und Polymere, in welchen verschiedene Ester-, Amid- und Urethanbindungen vorliegen. Die letzte Gruppe wird auch als diisocyanatvernetzte Kondensationselastomere bezeichnet.
  • Geeignete Elastothiomere bzw. Polysulfidelastomere sind die, welche durch Kondensation eines aliphatischen Dihalogenides, wie Äthylendichlorid, mit Natriumpolysulfid gewonnen werden. An Stelle des Äthylendichlorides können auch verschiedene andere Dihalogenide, wie Propylendichlorid und Bis-(2-chloräthyl)-äther, verwendet werden.
  • Geeignete Acrylkautschuke bzw. Elastomere sind die, welche durch Mischpolymerisation von Äthylacrylat und einer kleinen Menge eines Chlor aufweisenden Monomeren, wie 2-Chloräthylacrelat, unter Vulkanisation des anfallenden Mischpolymerisates mit Schwefel und anderen Beschleunigern erhalten werden.
  • Zu den für die Zwecke brauchbaren Silikonkautschuken rechnen die unter Verlust von Wasser durch Polykondensation von Silikolen, die ihrerseits wieder durch Hydrolyse von Chlorsilanen gebildet werden, erhaltenen Produkte.
  • Brauchbare Polyesterkautschuke werden aus zweibasischen Säuren, wie Sebacinsäure, und Glykolen, wie Äthylenglykol, gebildet.
  • Andere zur Verwendung in Latexmischungen für die Zwecke der Erfindung besonders brauchbare Kautschuke sind die Copolymere eines Vinylestermonomeren der Formel CH, = CHOOCR in dieser bedeutet R Wasserstoff oder ein 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltendes Alkylradikal; ein Acrylestermonomeres der Formel CH, = CXCOOY in dieser bedeutetX Wasserstoff oder eine Methylgruppe und Y eine 8 bis 20 Kohlenstoffatome aufweisende Alkylgruppe, wenn X Wasserstoff, und eine 4 bis 8 Kohlenstoffatome aufweisende Alkylgruppe, wenn X eine Methylgruppe ist; ein Säuremonomeres, wie eine polymerisierbare aliphatische Dicarbonsäure mit 4 bis 5 Kohlenstoffatomen bzw. deren Anhydride; und ein modifizierendes Monomeres, das ein Ester der Acrylsäure und eines einwertigen, 1 bis 3 Kohlenstoffatome aufweisenden Alkohols ist.
  • Ein bevorzugter Kautschuk dieser Art ist ein Mischpolymerisat, das aus folgenden Gewichtsteilen besteht: 50 bis 70 Teilen Vinylacetat, 5 bis 10 Teilen Äthylhexylacrylat, 2 bis 3 Teilen Itaconsäure und 20 bis 50 Teilen Äthylacrylat, wobei das Mischpolymerisat ein Molekulargewicht von etwa 100 000 bis 600 000 hat.
  • Ein modifizierter Kautschuk dieser Art bedingt die Anwendung eines Diesters einer zweibasischen Säure folgender Formel: XOOCH = CHCOOX in der X eine Alkylgruppe bedeutet, die an Stelle des Acrylsäureestermonomeren 1 bis 8 Kohlenstoffatome aufweist.
  • Ein bevorzugter Kautschuk der letzteren Art ist ein Mischpolymerisat, das aus folgenden Gewichtsteilen besteht: 50 bis 70 Teilen Vinylacetat, 5 bis 10 Teilen Dibutylmaleat, 2 bis 3 Teilen Fumarsäure und 20 bis 50 Teilen Äthylacrylat, wobei das Polymerisat ein Molgewicht von etwa 100000 bis 600000 aufweist.
  • Diese beiden letzteren Typen von Mischpolymerisaten können durch Emulsionspolymerisation in Gegenwart von Peroxykatalysatoren, wie Wasserstoffperoxyd, und gewissen anionischen Emulgiermitteln und nichtionischen Stabilisatoren, wie Alkylarylsulfonaten bzw. Fettalkoholsulfaten, hergestellt werden.
  • Die synthetischen Kautschuke werden vorzugsweise in bekannter Weise durch Emulsionspolymerisation hergestellt, um eine wäßrige Emulsion der Kautschukfeststoffe zu erzielen, die man im allgemeinen als Latex bezeichnet. Der Kautschuk kann im gehärteten (vernetzten) oder ungehärteten Zustand verwendet werden. Wenn ungehärteter Kautschuk vorliegt, so kann die Vernetzung (Härtung) dadurch bewirkt werden, daß man in dem auf den Erdboden aufzubringenden Latexgemisch eine Mischung aus Schwefel, Zinkoxyd und Salzen der Dithiocarbaminsäure oder andere in der Kautschukindustrie wohlbekannte Härtungsmitel einschließt, die eine Härtung des Kautschuks in Gegenwart von Luft bzw. Sonnenlicht bewirken.
  • Die erfindungsgemäß anzuwendende Latexmischung enthält außer dem Kautschuk ein wasserlösliches, durchlässigkeitswidriges Mittel, das das Eindringen von Kautschukteilchen in den Boden verhindert, wobei die Kautschukteilchen einen Oberflächenfilm bilden, der mit der obersten Schicht der Erdteilchen verbunden ist. Solche Mittel, welche ein Minimum an die Oberflächenspannung herabsetzender Wirkung aufweisen, werden offensichtlich vorzugsweise von den Bodenteilchen adsorbiert, so daß das Latexgemisch unstabil wird, was wiederum zu einer schnellen Koagulierung der Kautschukteilchen in einem Oberflächenfilm führt. Die angewendeten durchlässigkeitswidrigen Mittel weisen ferner für die kolloidalen Kautschukteilchen eine kolloide Schutzwirkung auf, so daß das Latexgemisch vor seiner Anwendung stabil ist, selbst wenn die Mischungen längere Zeit gelagert werden und wenn sie durch Pumpen und Sprühen mechanischen Scherwirkungen ausgesetzt werden. Infolge der kolloiden Schutzwirkung der durchlässigkeitswidrigen Mittel führt eine Verdünnung einer Latexmischung mit einem hohen Kautschukgehalt mit Wasser auf für das Verfahren vorliegender Erfindung geeignete Konzentrationen nicht zu einer instabilen Latexmischung.
  • Für die Zwecke vorliegender Erfindung geeignete durchlässigkeitswidrige Mittel sind natürliche Gummiarten, Methylcellulosen, Hydroxyäthylcellulosen, Alkalisalze der Carboxymethylcellulose, Polyacrylate und Polyacrylamide.
  • Zu den für die Zwecke vorliegender Erfindung geeigneten natürlichen Gummiarten rechnen Kohlenhydrate komplexer Struktur, die als Abbauprodukte verschiedener Pflanzen gebildet werden. Wasserlösliche Produkte können als solche verwendet werden, während die wasserunlöslichen Produkte nach dem Löslichmachen in Wasser geeignet sind. Natürliche wasserlösliche Gummiarten (Pflanzenschleime) sind unter anderem Karaya, Tragant, ferner arabischer Gummi und Johannisbrotbaumgummi. Zu den natürlichen, in der Regel wasserunlöslichen, aber nach dem Wasserlöslichmachen für die Zwecke der Erfindung geeigneten Pflanzenschleimen rechnen Casein und Alginsäure. Wasserlösliche Formen des Caseins sind Ammoniumcaseinat, Alkalicaseinate, wie Natriumcaseinat, und borsaures Casein. Eine für die Zwecke der Erfindung geeignete wasserlösliche Form der Alginsäure ist das Ammoniumalginat. Unter der Bezeichnung »natürlicher Gummi« werden alle natürlichen Gummiarten verstanden, die üblicherweise wasserlöslich sind, wie aber auch diejenigen, die in eine wasserlösliche Form übergeführt werden können.
  • Für die Zwecke der Erfindung geeignete Methylcellulosen haben einen Substitutionsgrad von etwa 1,2 bis etwa 2 Methylgruppen. Abgesehen von den Methylgruppen können alle oder ein Teil der verbleibenden Hydroxygruppen, die nicht in Methoxygruppen übergeführt sind, durch Gruppen, wie Hydroxypropylgruppen, substituiert sein, welche die kolloide Schutzwirkung und auch die Eigenschaft der bevorzugten Adsorption durch die Bodenteilchen, die von dem durchlässigkeitswidrigen Mittel gefördert wird, nicht nachteilig beeinflussen. Der Substitutionsgrad bezieht sich daher lediglich auf Methylgruppen.
  • Was nun die Bedeutung der Bezeichnung »Substitutionsgrad« angeht, so weist jede Anhydroglycoseeinheit in einem Cellulosemolekül drei reaktive Hydroxylgruppen auf, und eine theoretische vollständige Umsetzung würde die Einführung von 3 Methylgruppen oder anderer Gruppen je Anhydroglycoseeinheit bedeuten. Ein in dieser Weise völlig umgesetztes Produkt würde einen »Substitutionsgrad von 3« haben. Der Substitutionsgrad kann deshalb schwanken zwischen 0 und 3.
  • Andere für die Zwecke der Erfindung als durchlässigkeitswidrig geeignete Cellulosederivate sind Hydroxyäthyläther der Cellulose, die einen Substitutionsgrad von etwa 1,5 bis 3 haben, ferner Alkalisalze der Carboxymethylcellulose, wie Natriumcarboxymethylcellulose, die einen Substitutionsgrad von etwa 0,4 bis 1,3, vorzugsweise von etwa 0,7, hat.
  • Als durchlässigkeitswidrige Mittel brauchbar sind von den wasserlöslichen Polyacrylaten z. B. die Acrylsäurepolymerisate, wie Alkalipolyacrylate, z. B. Natriumpolyarylat; Polyarylamide können ebenfalls verwendet werden. Die Alkalipolyacrylate haben vorzugsweise ein solches Molekulargewicht, daß eine 0,5°/oige wäßrige Lösung eines solchen Acrylates eine Viskosität von etwa 20 bis 200 cP bei 38° C aufweist (Brookfield-Viscometer, Spindle No. 3).
  • In den Latexgemischen können auch Mischungen der vorstehend beschriebenen Mittel verwendet werden.
  • Für die Zwecke der Erfindung brauchbare Latexgemische enthalten 0,5 bis 10 Gewichtsprozent Kautschukfeststoffe, vorzugsweise 2 bis 40/,. Die Menge der in dem Latexgemisch vorliegenden durchlässigkeitswidrigen Mittel kann zwischen 0,005 und 0,5 Gewichtsprozent schwanken; bevorzugt sind 0,05 bis 0,15 °/o.
  • Die Festigkeit und andere physikalische Eigenschaften des Films wie auch die Beständigkeit dieser Eigenschaften gegenüber Witterungseinflüssen können auf chemischem Wege beeinflußt werden, indem man den Grad der Härtung, der Vernetzung, der Streckung und Modifikation reguliert, aber auch durch die Anwendung von Antiabbaumitteln, Vulkanisierungsmitteln und Beschleunigern für die Vulkanisation. Es können auch so wohlbekannte Streckmittel, wie Ton und Schlämmkreide, in dem Latexgemisch vorliegen. Die Antiabbaumittel werden in zwei allgemeine Gruppen eingeteilt, nämlich den färbenden Typ, der von den Arylaminen abgeleitet wird, und den nichtfärbenden Typ, der von den alkylierten Phenolen abgeleitet wird. Beide Typen finden für die Zwecke der Erfindung Anwendung, wenn eine lange Lebensdauer des Films erforderlich ist.
  • Das Latexgemisch kann zusätzlich gewisse Pigmente enthalten, um einen gefärbten Kautschukfilm zu erhalten, der entweder die Sonnenstrahlen reflektiert oder absorbiert. Ruß ist besonders geeignet, um einen die Sonnenstrahlen absorbierenden Film zu erhalten, wodurch die Temperatur des unterhalb des Films liegenden Bodens erhöht und dadurch die Samenkeimung unterstützt wird. Um keimende Pflanzen vor radioaktiven Strahlen zu schützen, können dem Latexgemisch Pigmente, wie Oxyde des Bleis, Bariums, Zinns, Wolframs, Silbers, Osmiums, Eisens oder Wismuts, oder Wolframcarbide zugesetzt werden.
  • Die Porosität des aus dem Latexgemisch gebildeten Films hängt von der Menge der auf den Boden gebrachten Latexmischung und auch von der Teilchengröße in der obersten Bodenschicht ab. Wenn der Erdboden mit einem praktisch undurchlässigen Film überzogen werden soll, müssen wesentlich größere Mengen als zur Erzielung eines porösen Films für eine bestimmte Bodenart angewendet werden. Eine größere Menge ist erforderlich, um entweder einen durchlaufenden porösen oder nichtporösen Film zu bilden, wenn die Bodenoberfläche sehr grobe Teilchen aufweist. Die anzuwendende Menge kann dadurch eingestellt werden, daß man den Kautschukfeststoffgehalt des Latexgemisches ändert bzw. durch eine andere Art der Anwendung.
  • Das Latexgemisch wird vorzugsweise auf den zu behandelnden Boden gesprüht. Im allgemeinen reichen 8,5 bis 170 g/m2 Kautschuk (Trockenbasis) aus, um einen durchlaufenden Film bei den meisten Anwendungen zu erzielen. Wenn ein praktisch undurchlässiger Film erwünscht ist, muß eine an der oberen Grenze des vorstehenden Bereiches angegebene Menge oder sogar noch mehr angewendet werden. Wenn ein poröser Film gewünscht wird, reichen im allgemeinen 34 bis 68 g/m2 Kautschukfeststoffe aus. Solange der auf dem behandelten Gebiet vorliegende Film praktisch durchlaufend ist, und zwar gleichgültig, ob porös oder nicht porös, wird der Boden vor Erosion geschützt. Poröse Filme werden im allgemeinen dann bevorzugt, wenn eine Keimung von Samen und ein neues Wachstum gewünscht werden. Wenn der Kautschukfilm das Wachsen von Unkraut verhindern soll, ist der Film vorzugsweise praktisch undurchlässig bzw. nicht porös.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung weiter Beispiel 1 Es wurde eine wäßrige Emulsion der nachstehend angegebenen Zusammensetzung mittels eines Tankgartensprühers auf die Oberfläche von Triebsand aufgesprüht, der aus einem Flußbett gebaggert und auf eine trockene Fläche von mehreren Morgen aufgebracht war, die gedüngt, mit Raygrassamen besät und leicht geharkt war, um die Samen mit Boden zu bedecken.
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Butadien-Styrol-Mischpolymerisat *) 3,67
    Natriumpolyacrylat * *) . . . . . . . . . . . . 0,015
    Ruß ............................ 0,128
    Wasser.......................... 96,097
    *) Es wurde der in A.S.T.M. D-1420-58-T (SBR-20M) be-
    schriebene Latex verwendet.
    **) Durchlässigkeitswidriges Mittel (Viskosität von 20 cP bei
    38°C bei einer 0,5°/pigen wäßrigen Lösung).
    Die behandelte Fläche war vor der Behandlung starker Erosion durch Wind. ausgesetzt. Die Emulsion wurde in einer Menge von 34,0 g Butadien-Styrol-Mischpolymerisat je Quadratmeter angewendet.
  • Die Prüfung der behandelten Bodenfläche ergab nach der Verdampfung des Wassers einen porösen Oberflächenfilm von Butadien-Styrol-Mischpolymerisat, der innig mit der Oberfläche der Bodenteilchen verbunden war. Eine wiederholte Beobachtung des behandelten Bodens ergab, daß innerhalb zweier Monate keine Erosion aufgetreten war und daß die Raygraskeime schnell durch den porösen Film wuchsen.
  • Beispiel 2 Es wurde das nachstehend angegebene Latexgemisch mittels eines Tankgartensprühers auf feinen Sand aufgespült, der aus einem Flußbett gebaggert und auf eine trockene Fläche von mehreren Morgen aufgebracht war, die gedüngt, mit Raygrassamen besät und leicht geharkt war, um die Samen mit Boden zu bedecken.
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Butadien-Styrol-Mischpolymerisat *) 2,4
    Natriumpolyacrylat * *) . . . . . . . . . . . . 0,008
    Ruß ............................ 0,082
    Ton ............................ 1,43
    Wasser.......................... 96,08
    *) Es wurde der in A.S.T.M. D-1420-58-T (SBR-200) be-
    schriebene Latex verwendet.
    **) Durchlässigkeitswidriges Mittel (Viskosität 2000 cl? bei
    38°C bei einer 0,5°/oigen wäßrigen Emulsion).
    Die behandelte Fläche war einer starken Erosion durch Wind ausgesetzt. Das Latexgemisch wurde in einer Menge von etwa 34 g Butadien-Styrol-Mischpolymerisat je Quadratmeter angewendet.
  • Die Prüfung des behandelten Bodens ergab nach der Verdampfung des Wassers einen porösen Film von Butadien-Styrol-Mischpolymerisat, der innig mit der Oberfläche der Bodenteilchen verbunden war. Eine wiederholte Prüfung der behandelten Fläche ergab, daß keine Erosion innerhalb von 2 Monaten eingetreten war und daß die Keime des Raygrases unbehindert durch den porösen Film hindurchwuchsen.
  • Beispiel 3 Die Ergebnisse des Beispieles 3 wurden nach dem Verfahren des Beispieles 2 mit einem Latexgemisch erzielt, bei dem an Stelle des Butadien-Styrol-Mischpolymerisates ein Butadien-_Acrylnitril-Mischpolymerisat angewandt wurde.
  • Beispiel 4 Das nachstehend angegebene Latexgemisch wurde mittels eines Tankgartensprühers auf die Oberfläche eines feinen Triebsandes gesprüht.
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Natürliches Kautschukpolymeres ... 3,31
    Natriumpolyacrylat *) . . . . . . . . . . . . 0,033
    Ruß ............................ 0,141
    Antiabbaumittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,413
    Wasser.......................... 96,103
    *) Durchlässigkeitswidriges Mittel (Viskosität von 200 cP bei
    38°C für eine 0,5°'oige wäßrige Lösung.
    Das Latexgemisch wurde in einer Menge angewandt, daß etwa 51 g natürlicher Kautschuk auf je 1 Quadratmeter entfielen.
  • Die Prüfung der behandelten Bodenfläche ergab nach Verdampfung des Wassers einen porösen Film aus natürlichem Kautschuk, der innig mit der Oberfläche der Erdteilchen verbunden war.
  • Beispiel 5 Das Beispiel 4 wird unter Anwendung der folgenden Mischung in einer Menge von etwa 102 g/m2 wiederholt:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Chloroprenpolymer .............. 3,6
    Ammoniumcaseinat *) . . . . . . . . . . . . 0,129
    Ruß ............................ 0,103
    Benetzungsmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,643
    Wasser.......................... 95,525
    *) Einer Durchdringung entgegenwirkendes Mittel.
    Beispiel 6 Das Beispiel 4 wird unter Anwendung des folgenden Gemisches in einer Menge von etwa 68 g/m2 wiederholt:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Butylkautschukpolymer . . . . . . . . . . . 2,51
    Methylcellulose *) . . . . . . . . . . . . . . . . 0,075
    Ton ............................ 1,253
    Benetzungsmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,063
    Wasser.......................... 96,1
    *) Einer Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Substi-
    tutionsgrad 1,2 bis 2).
    Beispiel 7 Sandiger Floridaboden wurde um junge Baumstämme aufgehäuft, um die aufgepfropften Augen abzudecken; der aufgeworfene Boden wurde mit dem folgenden Latexgemisch besprüht:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Butadien-Styrol-Mischpolymerisat *) 3,8
    Kaliumoleat ....... . . . . . . . . . . . . . . 0,019
    Ruß ............................ 0,051
    Natriumpolyacrylat * *) . . . . . . . . . . . . 0,028
    Antioxydationsmittel . . . . . . . . . . . . . 0,008
    Wasser.......................... 96,094
    @`) Es wurde der in A.S.T.M. D-1420-58-T (SBR-2000) be-
    schriebene Latex verwendet.
    **) Einer Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Vis-
    kosität 200 cP bei 38° C für eine 0,5°(oige wäßrige Lösung.
    Die Prüfung der behandelten Bodenfläche ergab nach der Verdampfung des Wassers einen porösen Kautschukfilm, der innig mit der Oberflächenschicht der Erdteilchen verbunden war.
  • Die wiederholte Prüfung des behandelten Bodens ergab, daß keine Erosion aufgetreten und die Erdaufhäufungen in derselben guten Verfassung waren wie frisch aufgeworfener Boden.
  • Beispiel 8 Es wurde sandige Floridaerde um die Basis junger Fruchtbäume aufgehäuft, um die aufgepfropften Augen abzudecken, un der aufgehäufte Boden wurde mit dem folgenden Latexgemisch besprüht:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Butadien-Styrol-Mischpolymerisat *) 3,39
    Kaliurnoleat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,017
    Methylcellulose **) . . . . . . . . . . . . . . . 0,078
    Ruß ............................ 0,045
    Zinkoxyd-Schwefel . . . . . . . . . . . . ... 0,328
    Zinkdimethyldithiocarbamat ...... 0,039
    Wasser.......................... 96,103
    *) Es wurde der in A.S.T.M. D-1420-58-T (SBR-2000) be-
    schriebene Latex verwendet.
    **) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Substi-
    tutionsgrad 1,2 bis 2).
    Die Prüfung der behandelten Bodenfläche ergab nach der Verdampfung des Wassers einen porösen Film des Elastomeren, der innig mit der Oberfläche der Bodenteilchen verbunden war. Die wiederholte Prüfung des behandelten Bodens ergab, daß keine Erosion stattgefunden und daß die Erdaufhäufungen in der gleichen guten Verfassung waren wie die frisch aufgeworfene Erde.
  • Beispiel 9 Sandige Floridaerde wurde um junge Fruchtbäume aufgeworfen, um die aufgepfropften Augen abzudecken, und die aufgehäufte Erde wurde mit dem folgenden Latexgemisch besprüht:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Chloroprenpolymer .............. 3,78
    Kaliumoleat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,05
    Ruß ............................ 0,134
    Natriumpolyacrylat *) . . . . . . . . . . . . 0,02
    Wasser.......................... 96,016
    *) Einer Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Viskosi-
    tät 100 cP bei 38°C für eine 0,5°/oige wäßrige Lösung).
    Die Prüfung der behandelten Bodenfläche ergab nach Verdampfung des Wassers einen porösen Oberflächenfilm des Elastomeren, der innig mit der Oberfläche der Bodenteilchen verbunden war. Die wiederholte Prüfung des behandelten aufgeworfenen Bodens ergab, daß keine Erosion eingetreten und daß die aufgehäufte Erde in der gleichen guten Verfassung war wie frisch aufgeworfene.
  • Beispiel 10 Es wurde sandige Floridaerde um junge Fruchtbäume aufgeworfen, um die aufgepfropften Augen abzudecken, und der aufgehäufte Boden wurde mit dem folgenden Latexgemisch besprüht:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Butadien-Acrylnitril-Misch-
    polymerisat ................... 3,803
    Kaliumoleat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,019
    Ruß ............................ 0,051
    Natriumpolyacrylat *) . . . . . . . . . . . . 0,028
    Wasser.......................... 96,099
    *) Einer Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Viskosi-
    tät 100 cP bei 38°C einer 0,5°/oigen wäßrigen Lösung).
    Die Prüfung des behandelten Bodens ergab nach der Verdampfung des Wassers einen porösen Oberflächenfilm des Elastomeren, der innig mit der Oberfläche der Bodenteilchen verbunden war. Die wiederholte Prüfung des behandelten Bodens ergab, daß keine Erosion stattgefunden, die aufgehäufte Erde vielmehr in derselben guten Verfassung war wie beim frischen Aufhäufen des Bodens.
  • Beispiel 11 Die Ergebnisse des Beispieles 7 können auch nach dem Vorgang des Beispieles 7 mit einem Latexgemisch erzielt werden, in welchem das Natriumpolyacrylat durch eine Natriumcarboxymethylcellulose mit einem Substitutionsgrad von 0,4 bis 1,3 ersetzt ist. Beispiel 12 Die Ergebnisse des Beispieles 8 werden auch dann erzielt, wenn in dem Latexgemisch die Methylcellulose durch eine Hydroxyäthyläthercellulose mit einem Substitutionsgrad von 1,5 bis 3 ersetzt ist.
  • Beispiel 13 Die Ergebnisse des Beispieles 8 werden auch mit einem Latexgemisch der folgenden Zusammensetzung erzielt
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Butadien-Styrol-Mischpolymerisat *) 2,030
    Natriumpolyacrylat * *) . . . . . . . . . . . . 0,011
    Ruß ............................ 0,027
    Ton ............................ 2,030
    Natriumpolyacrylat * * *) . . . . . . . . . . 0,050
    Wasser.......................... 95,882
    *) Der Latex ist beschrieben in A.S.T.M. D-1420-58-T
    (SBR-2000).
    **) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Viskosi-
    tät 20 cP bei 38°C für eine 0,50/0ige wäßrige Lösung).
    ***) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Visko-
    sität 200 cP bei 381C für eine 0,50/0ige wäßrige Lösung).
    Beispiel 14 Die Ergebnisse des Beispieles 8 werden auch mit Hilfe eines Latexgemisches folgender Zusammensetzung erzielt:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Synthetisches Kautschuk-
    mischpölymerisat .............. 2,68
    Natriumpolyacrylat *) . . . . . . . . . . . . 0,0013
    Natriumpolyacrylat * *) . . . . . . . . . . . . 0,0538
    Vinsolharz ...................... 1,340
    Ruß ........................... - 0,0358
    Wasser.......................... 95,8891
    *) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Vis-
    kosität 20 cP bei 38°C für eine 0,5°/oige wäßrige Lösung).
    **) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Vis-
    kosität 200 cP bei 38°C für eine 0,5°/oige wäßrige
    Lösung).
    ***) Die Emulsion ist abgeleitet aus einem Kiefernholz des
    Südens, und sie enthält eine komplexe Mischung che-
    mischer Verbindungen einschließlich der Harzsäuren,
    oxydierter Harzsäuren, neutraler hochmolekularer Ver-
    bindungen und saurer phenolischer Stoffe in Form von
    substituierten Phenoläthem, Polyphenolen und anderem
    hochmolekularem Phenolen.
    Das synthetische Kautschukmischpolymerisat in dem vorgenannten Latexgemisch wurde in folgender Weise hergestellt: Eine Mischung aus 190 g Äthylacrylat, 190 g Vinylacetat und 20 g Dibutylmaleat wurde tropfenweise unter Rühren während 3 Stunden und 39 Minuten zu 600 g entmineralisiertem Wasser gegeben, das auf 73 bis 76° C gehalten wurde und in Lösung 10 g Fumarsäure, 2 g Kaliumpersulfat als Katalysator und 5,6g Natriumditertiärbutylphenyldiäthylenglycolsulfat enthielt. Das entmineralisierte Wasser enthielt ferner 2,5 g polyoxyäthylierten Oleylalkohol, der zur Stabilisierung der Emulsion etwa 30 Äthylenoxydgruppen aufwies. Während des Zusetzens des monomeren Gemisches wird die Konzentration dieser das Gemisch bildenden Monomeren, d. h. die Konzentration der drei Monomeren zusammen betrachtet, auf unter 3 % und im allgemeinen in einem Bereich zwischen 0,5 und 10/, gehalten. Nach dem vollständigen Zusetzen des monomeren Gemisches werden die Reaktionsbedingungen für eine weitere Stunde aufrechterhalten. Die Ausbeute an Mischpolymerisat beläuft sich auf 940/0 der theoretischen Menge.
  • Beispiel 15 Die Ergebnisse des Beispieles 8 werden, wenn man die in diesem Beispiel angegebenen Maßnahmen beachtet, auch mit einem Latexgemisch der folgenden Zusammensetzung erzielt:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Synthetisches Kautschuk-
    mischpolamerisat .............. 1,96
    Natriumpolyacrylat *) . . . . . . . . . . . . 0,001
    Ruß ............................ 0,026
    Ton ..................... w ...... 1,96
    Natriumpolyacrylat * *) . . . . . . . . . . . . 0,05
    Wasser.......................... 95,903
    *) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Viskosität
    20 cP bei 38°C für eine 0,5°/oige wäßrige Lösung).
    **) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Viskosität
    200 cP bei 38°C für eine 0,50/0ige wäßrige Lösung).
    Das synthetische Kautschukmischpolymerisat in dem Latexgemisch wurde auf folgende Weise hergestellt: Eine Mischung aus 190 g Äthylacrylat, 190 g Vinylacetat und 20 g Dibutylmaleat wird tropfenweise unter Rühren während 2 Stunden und 10 Minuten zu 600 g auf 71 bis 75° C gehaltenem Wasser gegeben, das in Lösung enthielt: 10 g Itaconsäure, 2,5 g Kaliumpersulfat, 11,2 g Natriumditertiärbutylphenyldiäthylenglycolsulfat und 2,5 g polyoxyäthylierten Oleylalkohol, der etwa 30 Äthylenoxydgruppen aufweist. Nach dem vollständigen Zusetzen des monomeren Gemisches werden die Reaktionsbedingungen für eine weitere Stunde aufrechterhalten. Es wird eine 91 °/jge Ausbeute an Mischpolymerisat erzielt.
  • Beispiel 16 Die Ergebnisse des Beispieles 8 werden entsprechend dem in diesem Beispiel angegebenen Verfahren auch mit einem Latexgemisch der folgenden Zusammensetzung erzielt:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Butadien-Styrol-Mischpolymerisat*) 4,120
    Natriumpolyacrylat *) . . . . . . . . . . . . 0,002
    Ruß .................. . 0,054
    Carboxymethylcellulose ***) ...... 0,008
    Wasser.......................... 95,816
    *) Der angewendete Latex ist in A.S.T.M. D-1420-58-T
    (SBR-2000) beschrieben.
    **) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Vis-
    kosität 20 cP bei 38°C für eine 0,5%ige wäßrige Lösung).
    ***) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Substi-
    tutionsgrad 0,4 bis 1,3).
    Beispiel 17 Die Ergebnisse des Beispieles 8 werden auch mit einem Latexgemisch folgender Zusammensetzung erzielt:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Butadien-Styrol-Mischpölymerisat *) 2,550
    Natriumpolyacrylat * *) . . . . . . . . . . . . 0,013
    Ruß ............................ 0,335
    Ammoniumalginat***) ........... 0,126
    Wasser.......................... 96,976
    *) Der angewendete Latex ist in A.S.T.M. D-1420-58-T
    (SBR-2000) beschrieben.
    **) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Vis-
    kosität 20 cP bei 38° C für eine 0,50, oige wäßrige Lösung).
    ***) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel.
    Beispiel 18 Das Verfahren des Beispieles 8 wird mit dem folgenden Latexgemisch wiederholt:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Polysulfidpolymer *) . . . . . . . . . . . . . . 3,9700
    Natriumpolyacrylat * *) . . . . . . . . . . . . 0,0198
    Ruß ............................ 0,525
    Natriumpolyacrylat***) .......... 0,0590
    Wasser.......................... 96,2987
    *) Thiokol Disp. WD-6 50010.
    **) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Vis-
    kosität 20 cP bei 38°C für eine 0,5%ige wäßrige Lösung).
    ***) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Viskosi-
    tät 200 cP bei 38°C für eine 0,5%ige wäßrige Lösung).
    Beispiel 19 Das Verfahren des Beispieles 8 wird mit dem folgenden Latexgemisch wiederholt:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Butadien-Styrol-Mischpolymerisat *) 4,080
    Natriumpolyacrylat * *) . . . . . . . . . . . . 0,002
    Ruß ............ . ............... 0,054
    Karaya-Gummi * * *) . . . . . . . . . . . . . . 0,018
    Wasser.......................... 95,846
    *) Der angewendete Latex ist in A.S.T.M. D-1420-58-T
    (SBR-2000) beschrieben.
    **) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Vis-
    kosität 20 cP bei 38°C für eine 0,5%ige wäßrige Lösung).
    ***) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel.
    Beispiel 20 Das Verfahren des Beispieles 8 wird mit dem folgenden Latexgemisch wiederholt:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Butadien-Styrol-Mischpolymerisat *) 4,2000
    Natriumpolyacrylat * *) ... . . . . . . . . . 0,0025
    Ruß ............................ 0,0532
    Polyacrylamid * * *) . . . . . . . . . . . . . . . 0,0310
    Wasser.......................... 95,7133
    *) Der angewendete Latex ist in A.S.T.M. D-1420-58-T
    (SBR-2000) beschrieben.
    **) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Vis-
    kosität 20 cP bei 38°C für eine 0,50/ oige wäßrige Lösung).
    ***) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel.
    Beispiel 21 Das Verfalu-en des Beispieles 8 wird mit dem folgenden Latexgemisch wiederholt:
    Bestandteile Gewichtsprozent
    Synthetisches Kautschuk-
    mischpolymerisat .............. 2,0000
    Natriumpolyacrylat *) . . . . . . . . . . . . 0,0010
    Ruß ............................ 0,0266
    Vinsolharz**) ...... ............ 2,0000
    Natriumpolyacrylat * * *) . . . . . . . . . . 0,0500
    Wasser.......................... 95,9234
    *) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Vis-
    kosität 20 cP bei 38°C für eine 0,5%ige wäßrige Lösung).
    **) Aus Fichtenholz des Südens abgeleitete Emulsion, die
    ein komplexes Gemisch verschiedener chemischer
    Bestandteile aufweist. Diese Bestandteile bestehen aus
    sauren Stoffen, die von Harzsäuren und oxydierten
    Harzsäuren abgeleitet sind, neutralen Hoebmolekular-
    verbindungen und sauren phenolischen Stoffen in Form
    von substituierten Phenoläthern, Polyphenolen und
    anderen hochmolekularen Phenolen.
    ***) Der Durchdringung entgegenwirkendes Mittel (Vis-
    kosität 200 cP bei 38 ° C für eine 0,5 %ige wäßrige Lösung).
    Das synthetische Kautschukmischpolymerisat in dem vorstehenden Kautschukgemisch wurde in der folgenden Weise hergestellt: Eine Mischung von 190 g Äthylacrylat, 190 g Vinylacetat und 20 g Äthylhexylacrylat wird tropfenweise unter Rühren während 3 Stunden und 31 Minuten zu 600 g auf 70 bis 75° C gehaltenem Wasser gegeben, in dem gelöst sind: 10 g Itaconsäure, 2 g Kaliumpersulfat, 5,6 g Natriumditertiärbutylphenyldiäthylenglycolsulfat und 2,5 g. polyoxyäthylierter Oleylalkohol, der ungefähr 30 Athylenoxydgruppen enthält. Nach dem vollständigen Zusetzen des monomeren Gemisches werden die Reaktionsbedingungen noch eine weitere Stunde aufrechterhalten. Es wird auf diese Weise eine 96°/Qige Ausbeute an Mischpolymerisat erzielt.

Claims (11)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verwendung eines Latexgemisches als Mittel zur Behandlung von landwirtschaftlichen Kulturböden, insbesondere zur Verhütung der Bodenerosion, das im wesentlichen aus 0,5 bis 10 Gewichtsprozent eines wasserunlöslichen Kautschuks und 0,005 bis 0,5 Gewichtsprozent einer wasserlöslichen, der Durchlässigkeit des Kautschuks entgegenwirkenden, eine Schutzwirkung für die kolloidalen Kautschukteilchen aufweisenden, von den Erdbodenteilchen selektiv adsorbierbaren Substanzwie n atürlichem Gummi, einer Methylcellulose mit einem Substitutionsgrad von etwa 1,2 bis 2, einem Hydroxyäthyläther der Cellulose mit einem Substitutionsgrad von etwa 1,5 bis 3, einem Alkalisalz einer Carboxymethylcellulose mit einem Substitutionsgrad von etwa 0,4 bis 1,3, einem Polyacrylat, dessen 0,5°/Qige wäßrige Lösung bei 38° C eine Viskosität von etwa 20 bis 200 cP aufweist, oder einem Polyacrylamid, besteht.
  2. 2, Verwendung des Latexgemisches nach Anspruch 1, welches 2 bis 4 Gewichtsprozent des wasserunlöslichen Kautschuks enthält.
  3. 3. Verwendung des Latexgemisches nach Anspruch 1 oder 2, welches 0,05 bis 0,15 Gewichtsprozent des wasserlöslichen, durchlässigkeitswidrigen Mittels enthält.
  4. 4. Verwendung des Latexgemisches nach Ansprüchen 1 bis 3, in welchem als Kautschuk ein Butadien-Styrol-Mischpolymerisat enthalten ist.
  5. 5. Verwendung des Latexgemisches nach Ansprüchen 1 bis 3, in welchem als Kautschuk natürlicher Kautschuk enthalten ist.
  6. 6. Verwendung des Latexgemisches nach Ansprüchen 1 bis 3, in welchem als Kautschuk polymerisiertes Chloropren enthalten ist.
  7. 7. Verwendung des Latexgemisches nach Ansprüchen 1 bis 3, in welchem als Kautschuk ein Copolymerisat aus 50 bis 70 Gewichtsteilen Vinylacetat, 5 bis 10 Gewichtsteilen Äthylhexylacrylat, 2 bis 3 Gewichtsteilen Itaconsäure und 20 bis 50 Gewichtsteilen Äthylacrylat enthalten ist, das ein Molekulargewicht von etwa 100000 bis etwa 600000 aufweist. B.
  8. Verwendung des Latexgemisches nach Ansprüchen 1 bis 3, in welchem als Kautschuk ein Copolymerisat aus 50 bis 70 Gewichtsteilen Vinylacetat, 5 bis 10 Gewichtsteilen Dibutylmaleat, 2 bis 3 Gewichtsteilen Fumarsäure und 20 bis 50 Gewichtsteilen Äthylacrylat enthalten ist, . das ein Molekulargewicht von etwa 100000 bis etwa 600000 aufweist.
  9. 9. Verwendung des Latexgemisches nach Ansprüchen 1 bis 8, welches als durchlässigkeitswidriges Mittel Natriumpolyacrylat enthält.
  10. 10. Verwendung des Latexgemisches nach Ansprüchen 1 bis 9 in Mengen von etwa 8 bis etwa 170 g/m2, insbesondere in Mengen von etwa' 34 bis 68 g/m2.
  11. 11. Verwendung des Latexgemisches nach Ansprüchen 1 bis 10, welches zusätzlich noch ein Strahlungswärme absorbierendes Pigment, insbesondere Ruß, enthält. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1028 594, 942 092; österreichische Patentschrift Nr. 193 410; französische Patentschriften Nr. 1191359, 1041992; USA.-Patentschriften Nr. 2 870 037, 2 860 448.
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