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DE942092C - Bodenverbesserungsmittel und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Bodenverbesserungsmittel und Verfahren zu ihrer Herstellung

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Publication number
DE942092C
DE942092C DEA18489A DEA0018489A DE942092C DE 942092 C DE942092 C DE 942092C DE A18489 A DEA18489 A DE A18489A DE A0018489 A DEA0018489 A DE A0018489A DE 942092 C DE942092 C DE 942092C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
soil
cellulose
water
soil improvers
fertilizers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA18489A
Other languages
English (en)
Inventor
Kenneth D Goves
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Akzo Nobel UK PLC
Original Assignee
American Viscose Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by American Viscose Corp filed Critical American Viscose Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE942092C publication Critical patent/DE942092C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F11/00Other organic fertilisers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B1/00Superphosphates, i.e. fertilisers produced by reacting rock or bone phosphates with sulfuric or phosphoric acid in such amounts and concentrations as to yield solid products directly

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Bodenverbesserüngsmittel und Verfahren zu ihrer Herstellung Bei der Behandlung oder Bearbeitung von Böden treten verschiedene Probleme auf, die sich nachteilig auswirken. Behandelt man etwa den Boden mit der Lösung eines Düngemittels; indem man sie auf den Boden spritzt, so läuft man Gefahr, daß durch den Einfluß der Atmosphärilien, insbesondere durch Regen, das Düngemittel aus den Bodenbereichen, in denen es wirksam werden soll, in den Untergrund ausgewaschen wird. Da im übrigen ein gleichmäßiges Verspritzen der Lösung auf den Boden schwierig ist, lassen sich Schädigungen der Pflanzen und des Bodens selbst nicht im gewünschten Umfang vermeiden. Die Anwendung fester Düngemittel wiederum hat den Nachteil, daß die Pflanzen oft durch das Düngemittel verbrannt werden. Es ist außerdem sehr unvorteilhaft, daß manche der im Handel erhältlichen anorganischen Düngemittel zwischen 6o -und 8o% an inerten, für die Pflanzen als Nährstoffe wertlosen Trägerstoffen, z. B. Sand, enthalten.
  • Man hat vorgeschlagen, die Oberfläche des Bodens mit Papierbahnen zu bedecken, die mit Düngemitteln oder anderen Substanzen, welche das Wachstum von Unkraut erschweren oder verhindern, präpariert sind. Diese Bahnen sind teuer, vom unschönem Aussehen und durch Wind und starken, Regen leicht zerstörbar, auch wenn sie vorher mit besonderen Mitteln wasserunempfindlich gemacht worden :sind. Außerdem hemmen sie den. natürlichen Luftaustausch zu dem und aus dem Boden. Da .zum richtigen Wachsen der Pflanzen die Luftzufuhr wichtig ist, ist dieses Verfahren sehr unvorteilhaft.
  • Es ist schon -bekannt, zur Herstellung von langsam wirkenden, lagerbeständigem und streufähigen Düngemitteln Torfmull zu verwenden. So wird in der Patentschrift 353 049 vorgeschlagen, Düngesalze mit Torfmull mechanisch kräftig zu vermischen, damit die Salve- vom. dem in den Zellen vorhandenen und .an die Fasern fest gebundenen Wasser aufgenommen werden. Auf Grund ihrer dadurch hervorgerufenen verhältnismäßig festen. Bindung innerhalb der Fasern werden die Düngesalze nur langsam an den Ackerboden abgegeben und auch durch starke Regenfälle nicht ausgewaschen.
  • Nach dem Vorschlag der Patentschrift 579 573 wird eine Mischung von trockenem Torfmull und einer Düngesalzlösung hohen Drücken unterworfen, um sie zu brikettieren. Es wird :dabei als vorteilhaft beschrieben, einen Torfmull zu verwenden, der durch eine besondere Behandlung wasserabweisend gemacht ist. Die Wahl so vorbereiteten Torfs soll nämlich im Sinne einer Verlangsamung der Düngesalzabgabe wirken.
  • Es. wird auch noch erwähnt, in den Mischungen mit dem Tarf die Düngemittel teilweise oder ganz dufch Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel zu ersetzen. ' Schließlich ist ein Düngemiftel bekanrcit, das nach der Patentschrift 866 488 aus feinverteiltem, getrocknetem Lignin lhergestellt wird, indem man dieses mit den Salzen von Spurenelementen tränkt.
  • Die Erfindung betrifft Bodenverbesserungsmittel, zu deren. Herstellung im Gegensatz zu den bekannten Mitteln nicht faserige; filmbildende, hydraphile Cellulasemaberialien verwendet werden, insbesondere regeneriere Viscose-Cellulose oder was.serumlö:sliche, in Wasser quellbare Celluloseäther. Diese können sein Oxyalkyläther, Carboxyalkyläther und gemischte Äther der Cellulose dieser Klasse, Celluloseätherxanthate; Cellulosexanthöäther, Cellulosethioharnstoffe und Cellulosexantho-.Fettsäuren. Außerdem können auch Gelatine, Casein, dea.eetyhertes Chitin, wasserunlösliche, in Wasser quellbare Polyvinylalkohole oder andere wasserunlösliche, in Wasser quellbare Körper vorhanden sein.
  • Die erwähnten Gellulosematerialien sind an sich schon als Bodenverbiesserungsmittel brauchbar und können z. B. wie Stallmist verwendet wenden. Sie können aber auch als Träger für andere Hilfsstoffe zur Bodenverbesserung oder -behandlung dienen, die in dem Cellulosematerial eingebettet oder innig mit diesem verbunden sind und dann im Boden, allmählich abgegeben werden. Dies geschieht im Zuge der Zersetzung oder Quellung des Trägers. Derartige Vorgänge spielen sich auf oder im Boden unter dem Einfluß von Bodenbakterien und Feuchtigkeit ab, wobei siclh das Bodenverbesserungsmittel auch lösen kann.
  • Diese soggenannten :Hilfsstoffe, die von dem ' hydrophilen Material getragen werden, finden Anwendung zur Ertragssteigerung; zur Unkraut- und Schädlingsbekämpfung, ferner zur Verhütung von Pflanzenkrankheiten und zur Bekämpfung von Organismen, welche die Pflanzen schädigen. Für diese Zwecke dienen unter anderem Düngemittel sowie Hormone, Spurenelemente, Vitamine und Pflanzennährstoffe sowie Chemikalien, die das Pflanzenwachstun günstig beeinflussen oder beeinträchtigen.
  • Durch geeignete Auswahl können auch mehrere Behandlungsmittel gleichzeitig; sofern sie chemisch miteinander. verträglich sind, mit dem filmbildenden Cellulosemaüerial zusammnengebracht werden. Bei Anwendung eines solchen Produktes können also die einzelnen Bestandteile die ihnen eigene Wirkung nebeneinander ausüben, wodurch es gelingt, mit einem Produkt mehrere Aufgaben zu erfüllen, was unter Umständen zweckmäßig sein kann und eine Uenenfachung bedeutet.
  • Mist ,Hilfe des Trägermaterials gelingt .es auch, solche Chemikalien dem Boden zuzuführen, die dessen Eigenschaften etwa durch .die Verringerung der Staubbildung verbessern oder indem sie die Einflüsse der Witterung bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt herabsetzen. So kann man z. B. Calciumchlorid verwenden, um den Gefrierpunkt des Wassers in den Erdporen zu erniedrigen. Außerdem kann der feinverteilte, hydrophile Filmbildner als Träger für Natriumsilikate dienen und vor, mit oder nach der Ausstreuung vom, Teilchen, die Calciumchlorid tragen, ausgestreut werden. Durch die Umsetzung zwischen dem Calciumchlorid ;und dem Natriumsilikat auf oder in dem Boden wird Calciumsilikat gebildet, das eine hohe Härte und Druckfestigkeit besitzt.
  • Auch radioaktive Substanzen oder Radioisotope können dem Trägermaterial beigegeben oder mit ihm verbunden werden, wobei sie als Stimulans für das Pflanzenwachstum wirken oder als Mittel zur Eignungsprüfung von Düngemitteln dienen wie auch zum Beobachtung der Aufnahme von Nährstoffen durch die Pflanze, der sie mit .diesen zugeführt werden.
  • Das feinverteilte Cellulosematerial kann in ein Harz in thermoplastischem Zustand eingeschlossen sein oder in diesem verteilt werden, z. B. eäne Lösung oder Dispersion eines Vinylharzes oder von Viscose-Cellulose, die dann, zu einem Film vergossen, als wasserfester Film in sich die hydrophilen Partikel fein verteilt aufnimmt. Diese so mit denn hydrophilen Material beladenen Filme oder Bahnen können als Schutzabdeckungen für den Boden oder die Pflanzen verwendet werden. Man kann sie auch feinzerteilt auf den Boden ausstreuen.
  • Zur Herstellung solcher Bodenverbesserungsmittzl, in denen die - filmbildenden, hydmophnlen Stoffe als Träger zusätzlicher Mittel zum Bearbeitung und Behandlung des Bodens dienen, geht man von Filmen, Streifen oder einem Zustand der feinen Vierteilung der Gellulosematerialien aus. Die Verbindung zwischen Träger- und Hilfsstoff kann in verschiedener Weise vorgenommen werden. - So erhält die Trägersubstanz einen Überzug, der ein Bindemittel enthält zur Festlegung des Hilfsstoffes auf dem Träger. Das Bindemittel kann dabei selbst ein Bodenverbesserungs- oder -b:ehandlungsmittel sein. Eb.ensogut kann man aber auch zuerst eine Vorbehandlung des Trägers mit dem Bindemittel vornehmen, um anschließend den Hilfsstoff in feiner Verteilung oder auch mit einer Flüssigkeit aufzubringen. Nach dem Trocknen haften dann die Teilchen des Hilfsstoffes auf der Oberfläche des Trägers. So kann z. B. der filmbildende Träger mit einem überzog etwa eines stickstoffhaltigen Bindemittels, das gleichzeitig Düngemittel ist, wie Tierleim oder Casein, versehen werden, auf das dann z. B. als Behandlungsmittel ;ein Insekticid aufgebracht wird.
  • Wenn jedoch das hydrophile, filmbildende Material als Träger für einen oder mehrere zusätzliche Wirkstoffe für die Bodenverbesserung dienen soll, imprägniert man zweckmäßig den Träger im gequollenen oder Genzustand mit dem Behandlungsmittel. Man stellt dazu den Träger von vornherein in Form einer Genhaut her, die dann mit dem Blodeniverbesserungsmittel imprägniert wird, oder man weicht die vorher getrocknete Genhaut aus hydrophilem Filmbildner in einer Quellflüssigkeit ein und imprägniert das Material. Man erhält z. B. ein mit einem oder mehreren Bodenverbes;serungs-oder -behandlungsmitteln imprägniertes, nasses Genhäutchen aus regenerierter Cellulose, und zwar während seiner Herstellung, indem man es durch ein Bad leitet, das solche Mittel enthält, und es danach trocknet. Das Häutchen wird hergestellt, indem man Viscose-Cellulose durch eine geeignete Filmformvorrichtung in :ein Koagulier= und Regenerierbad ausstößt und es dann in die normalen Nachbehandlungsbäder einschließlich Auswaschen bringt. Es hat sich für vorliegenden Zweck als vorteil, haftererwiesen, dem Häutchen keine Weichmacher einzuverleiben.
  • Findet getrocknete regenerierte Cellulose als Träger Anwendung, so wird das getrocknete Häutchen in Wasser oder verdünnter alkalischer Lösung, z. B. 5 % igier Lösung von NaOH, eingeweicht, bis die regenerierte Cell'ulose den höchstmöglichen Schwellungsgrad erreicht hat. Darauf werden, die Cellulosegebilde, wie .Streifen, Fasern oder Bahnen; nach Ausfällung des Alkalis mit einem oder mehreren Bodenbehandlungs- oder -verbesserungsmitteln getränkt und anschließend getrocknet. Durch das Einweichen beseitigt man im wesentlichen vorhandene Weichmacher aus den Streifen ;oder Fasern.
  • Nach dem Trocknen der reg:en;erierten Cellulose werden die Bodenverbesserungsstoffe in der geschrumpften, verfestigten Masse festgehalten.
  • Das feinverteilte Bodenverbesserungsmittel nach der vorliegenden Erfindung erhält man durch Vermahlen, Schnitzeln oder Zerschneiden von Filmmaterial, z. B. hydrophilen Bahnen, Streifen oder Fasern, zu einer Masse aus entsprechenden, Teilchen: bestehend, wobei Teilchengrößen, die durch ein 3- bis 2o-Maschen-Sieb geheai, erwünscht sind.
  • Bei seiner Anwendung kann das Bodenverb:esserungsmittel als Düngemittel auf den Boden gestreut werden, so daß es als Nährstoff wirkt, Kranie#averkrustung und Unkrautbildung verhindert. Es kann aber auch in den Boden hinein, und zwar einige Zentimeter tiefer als der Pflugeingriff, gebracht werden. Die Verteilung kann vor dem Anpflanzen, beim Säen, nach dem 'Säen, aber vor dem Durchbruch der Pflanzen durch die Erde oder mit Erde vermischt um' die Wurzeln der heranwachsenden Pflanze, Beinas Baumes od. dgl. erfolgen. Schließlich kann das filmbildende Material als solches oder als Träger von Hilfsstoffen . mit geeigneten Flüssigkeiten auf den Boden verspritzt werden, um dadurch einen zusammenhängenden Bodenabschnitt genau voibestimmten Ausmaßes zu behandeln. Auf diese Weise läßt sich eine genaue Dosierung erreichen, was bei Verwendung der bisher bekannten Behandlungsmittel nicht immer möglich war.
  • Versuche. haben ferner .ergeben, daß das erfindungsgemäß,e Bodenverbessenungsmittel sich in seinem Einfloß auf die Ernteerträge allen anderen Mitteln überlegen zeigt. Zum Beispiel erhält -man mehr Ähren, ein größeres Gesamtgewicht der Ähren und höhere Ernten an Futtermitteln. Weiter erweist @es sich als auisgezeichrnetes Mittel zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegen Dürrdeeinflüsse, wie Beobachtungen bei Maisfeldern ergeben haben.
  • Der Einführung in die Praxis ist .der Umstand sehr förderlich, daß das Mittel nach .der Erfindung einfach und verhältnismäßig billig herzustellen ist und aus synthetischem, leicht @erhältlichem Material erzeugt werden kann.
  • Wie erwähnt, können Filme oder Abfälle von regenerierter Gellulose mit wäßrigeln Lösungen oder Dispersionen verschiedener Stoffe imprägniert werden. Nach der Imprägnierung werden diese Stoffe getrocknet und dann. in kleine Stückchen geschnitten oder in einer Hammermühle in entsprechender Weise zerkleinert. Vor der Imprägnierung kann; der Film oder der Abfall in großen Bogen oder in kleineren Stücken, z. B. in einer Größe von 911 X 911 cm, vorliegen. Das Material kann auf eine solche Teilchengröße gebracht werden, daß es ein 3- bis 2o-Maschen-Sieb passieren kann.
  • Das Bodenverbesserungsmittel gemäß dieser Erfindung kann auf die Oberfläche des Bodens wie ein Düngemittel gestreut werden. Gegebenenfalls können noch zusätzliche Düngemittel verwendet werden. Ein derartiges Mittel, das im wesentlichen nicht den Wert eines Düngemittels besitzt, kann m Mengen von 445o bis 22 25o kg/ha angewendet werden. Werden z. B. derartige Stoffe in bestimmten Gewächshausversuchen in Mengen von i 7 8oo kg/ha auf den, Boden in einem Gewächshaus aufgebracht, so verringern sie den Feuchtigkeitsverlust des Bodens auf ungefähr 5 %. In großen Gewächshäusern bedeutet dies eine merkliche Ersparnis an Wasser.
  • Regenerierte Cellulose kann mit Stoffen imprägniert werden, die den Wert von Düngemitteln besitzen, und die Verwendung solcher Bodenverbesserungsmitroel wird den Ertrag des Bodens vom Zwei- auf das Vierfache erhöhen im Vergleich zur bloßen Zugabe des entsprechenden chemischen Düngemittels.
  • Beispiel i Regenerierte Cellulose wird so behandelt, daß sie ungefähr 2,5% nutzbaren Stickstoffs zu liefern, vermag. Das Material wird in Stücke von 9, i X 9, i cm geschnitten und in einen geeigneten Mischbehälter gebracht. Ein Harnstoff-Formaldehyd-Haxz wird aus folgenden Stoffen dargestellt: 85,3 kg 37%iges Formalin, 29 kg Harnstoff, o, 15 i kg Triäthanolamm.
  • Dies wird in dem Mischer mit 4944 kg regenerierter Cellulose gemischt. Nach der Reaktion und dem Durchmischen wird die' Masse bei ungefähr ioo° getrocknet. Das getrocknete Material ist ganz bröckelig und wird leicht zerkleinert oder in einer Hammermühle zermahlen zu einer Teilchengröße, welche durch ein o,6-,cm-Maschoensieb hindurchgeht. Dieses Material kann auf den Borden in einer Menge aufgebracht werden:, durch die die gewünslchte Menge an nutzbarem Stickstoff pro Einheit der Bodenfläche zugeführt wird. Der Vorteil bei Verwendung eimies solchen Materials besteht im Vergleich zu der bloßem, Zugabe einer äquivalenten Menge von Ammoniumsalz zur Erzielung der gleichen, Menge ,an nutzbarem Stickstoff darin, daß die Teilchen der regenerierten Cellulose den Feuchtigkeitsverlust sehr verringern und ferner der nutzbare Stickstoff über einen ausgedehnten Zeitraum nur langsam abgegeben wird. Beispiel 2 Ein. 10-5-5-Bodenverbesserungsmittel wird etwa in der gleichen -Weise, wie im Beispiel i beschrieben, hergestellt. Ein Harnstoff-Formaldehyd-Harz wird gebildet aus r79,2 kg 37 %iges Formalin, io2kg Harnstoff,- o,453 kg Triäthanolamiar Dies wurde dann in einen Werner-Pfleiderer-Mischer mit 43 kg Kaliumchlorid, 99,8 kg Superphosphat (24%); I70,1 kg regenerierter Gellulose (9, i X 9, i @cm) eingeführt. Nach der Reaktion und dem Durchmischen wird die Masse bei ungefähr ioo° getrocknet. Das getrocknete Material wird dann zu einer Teilchengröße zermahlen, welche durch ein o,6-cm-Maschensieb hindurchgeht.
  • Beispiel 3 _ Ein -io-5-5-Bodienverbesserungs- oder -behandlungsmittel kann auch auf folgende Weise hergestellt werden. Etwa 3,9 kg Schnitzel regeherierter Cellulose werden mit 51 einer Lösung, die felgende Salzmengen enthält, angefeuchtet: o;64kg Ammoniumnitrat, 9,3 kg Monocalciumphosphat (CaH4(PO¢)2. H20), 0,435 kg Kaaliulnchlorid.
  • Grob gerechnet -wird bei der Behandlung der regenierierten Cellulese mit .einer wäßrigen Lösung der Salzmischung edereines Einzelsalzes etwa i,3 cmm Lösung auf i mg Gelluloseschnitzel angewendet. Die feuchte regenerierte Gellulose wird getrocknet und zur gewünrschten Teilchengröße für ein 3- bis 2o-Maschen-Sieb zermahlen.
  • Selbrständlich kann auch ein Bodenverbesserungsmittel hergestellt werden, das nur eine Kaliumverbindung, die pflanzenaufnehmbares Kalium zu liefern vermag, enthält, oder zur Lieferung von pflanzenaufnehmbarem Phosphat eine entsprechende Phosphatverbigdung.
  • Beispiel 4 -Ein Mittel., das 2,5% nutzbaren Stickstoffs enthält, wird auf folgende Weise hergestellt. i i, i kg Film aus regenerierter Gellulose werden in Blätter von. 9;1 X 9,1 cm geschnitten . und diese mit 14,q:1 einer Lösung, die o,75 kg Ammoniumnitrat enthält, befeuchtet. Das getrocknete Material wird mittels einer.- Hammermühle zu einer Teilchengröße, entsprechend einem 3- bis 2o-Maschen-Sieb, zerkleinert.
  • Weitere Vergleichsversuche lieferten die nachstehenden Ergebnisse: I. Es wurde z. B. Roggen gepflanzt, und, zwar in Behältern von 41 Inhalt. In einem Fall wurde der Roggen in Erde gepflanzt. In einem zweiten Behälter wurden Teilchen regenerierter Cellulose, die 2,50/0 nutzbaren Stickstoffs enthielten, zur Behandlung verwendet. In einem dritten Behälter wurde ein Mischdüngemittel (i o- i o- i o)_ verwendet, das ebenfalls einen Gehalt von 2,50/0 nutzbaren Stickstoffs aufwies. Nach 3 Monaten betrugen die Gewichte (Relativwerte) nach dem Schneiden und Trocknen i,o nicht behandelt, . -3,8 mit imprägnierter regenerierter Cellulose (2,50/0 Stickstöff) behandelt, 1,3 mit Mischdüngemittel behandelt.
  • II. In einem weiteren beispielsweisen Versuch wurden Geranium-Pflanzen gepflanzt und 2 Monate lang gezogen. Die Exemplare, die in Erde wuchsen, entwickelten sich zu einer Höhe von nur i 9 cm, während jene in .einer Erde, auf die eine 1,25 cm starke Schicht von Teilchen regenerierter Cellulose mit einem Düngemittelwert von 1-2-1 aufgetragen war, zu einer Höhe von 34,3 cm wuchsen. Die Pflanzen die in Erde wuchsen, die mit Teilchenregenerierter Cellulose behandelt wurden, waren nicht nur in ihrem Wuchs höher, sondern auch außerordentlich buschig im Vergleich zu den in unbehandeltem Boden gewachsenen Exemplaren. -

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i-. Bodenverbesserungsmittel, enthaltend Teilchen wasserunlöslicher, hydrophiler, nicht faseriger filmbildender Cellulosematerialien, insbesondere regenerierte Viscosie-Cellulose oder wasserunlösliche, in Wasser qwellbare Gellulos:eäther, gegebenenfalls im Gemisch mit bekannten Bodenverbesserungs- oder Düngemitteln. z. Bodenverbesserungsmittel nach Artspruch i, dadurch gekennzeichnet; daß die Teilchen eine solche Größe aufweisen,, daß sie durch ein 3- bis 2o-Maschen-Sieb hindurchgehen. 3. Verfahren zur Herstellung von Bodenverb,esserungs'mitteln, ,nach Anspruch i, dadurch g@ekennzei:chrnet, daß Filme aus denn Cellulosemateterial, insbesondere aus regenerierter Viscose- Gellulose oder wasserunlöslichen, in Wasser quellbaran Gelluloseäthern, gegebenenfalls nach Vermischung mit Lösungen aus Dünge- oder Bodenverbesserungsmitteln, getrocknet und gepulvert werden. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 579 573, 353 049, 6o9 103; deutsche Patentanmeldung p 47355 IV b / r6 D (Patent Nr. 866 488).
DEA18489A 1952-07-28 1953-07-26 Bodenverbesserungsmittel und Verfahren zu ihrer Herstellung Expired DE942092C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1149195B (de) * 1960-07-29 1963-05-22 Alco Chemical Corp Verwendung eines Latexgemisches als Mittel zur Behandlung von landwirt-schaftlichen Kulturboeden, insbesondere zur Verhuetung der Bodenerosion

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