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Anlage für die Massenfertigung versandfertiger Pakete von Zuschnitten
aus Papier, Karton od. dgl.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage für die Massenfertigung
versandfertiger Pakete von Zuschnitten aus Papier, Karton od. dgl., insbesondere
von Wellpapier- oder Wellpappzuschnitten, mit aus lotrecht stehenden Führungsrollen
bestehenden Zusammenführvorrichtungen von aus den von horizontal liegenden Vorratsrollen
abgezogenen Flachmaterialbahnen in Längsstreifen geschnittenen Bändern, Packpapierzuführvorrichtungen
zur laufenden Umhüllung des aus den aufeinandergelegten Bändern bestehenden Stranges
mit Packpapier, Verschlußstreifenzuführvorrichtungen zum laufenden Verkleben der
aufeinandergelegten Längsränder des den Strang umhüllenden Packpapiers und mit einer
Querschneidvorrichtung zum Aufteilen des Stranges in einzelne Packungen der Zuschnitte
darstellende Längsabschnitte.
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Durch die Erfindung wird eine Leistungssteigerung und eine Verbesserung
der Wirtschaftlichkeit solcher bekannten Anlagen mit geringem zusätzlichem technischem
Aufwand und bei geringem Platzbedarf erstrebt.
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Die Erfindung besteht ausschließlich in der im Patentanspruch gekennzeichneten
Gesamtkombination von an sich zum Teil bekannten Elementen.
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Bekannt sind Bremsvorrichtungen, die im Laufe einer Arbeitsgutbahn
angeordnet werden und eine Vorratsschleifenbildung im Zuge der durchlaufenden Bahn
bewirken.
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Ebenso sind Wickelvorrichtungen bekannt, die aus lotrecht stehenden,
von einer Führungsbahn umschlossenen Walzen bestehen und zum Aufwickeln eines aus
einer Zusammenführvorrichtung entnommenen, aus aufeinandergelegten Materialbändern
bestehenden Stranges dienen.
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Schließlich kennt man auch schon drehbare Arbeitstische mit abgeteilten
Arbeitsflächen.
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Nach einem früheren Vorschlag hat man bereits bei Anlagen zur Herstellung
von eine größere Anzahl aufeinandergestapelter und gleich großer Pappe-, vorzugsweise
Wellpappzuschnitte enthaltenden Paketen aus einer ein- oder mehrlagigen Pappe- bzw.
Wellpappebahn mit einem Längsschneider, der die Bahn in Längsstreifen gewünschter
Breite zerschneidet, mit einer Vorrichtung, die die einzelnen Streifen je für sich
um 90° um ihre Längsachse dreht und so zusammenführt, daß sie einen Strang aneinanderliegender
Streifen bilden, sowie mit einem Querschneider, durch den der Strang zur Bildung
der Zuschnittpakete quergeschnitten wird, ein aufrecht stehendes, endloses, über
senkrecht gelagerte Führungsrollen laufendes, angetriebenes, zwei parallele geradverlaufende
Bahnen bildendes Transportband zwischen der Vorrichtung, die die aus dem Längsschneider
kommenden Pappstreifen um 903 dreht und sie zu einem Strang aneinanderliegender
Streifen zusammenführt, und einen Querschneider vorgesehen, wobei längs des Transportbandes
als Auflage für den auf das Transportband sich aufwickelnden Strang über horizontal
gelagerte Rollen laufende Transportbänder angeordnet sind. Dieser Vorschlag konnte
aber noch nicht zu einer befriedigenden Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden
Aufgabe führen, eine erhebliche Leistungssteigerung der eingangs erwähnten bekannten
Anlagen zu ermöglichen, ohne dabei den Raumbedarf für die Anlage wesentlich zu erhöhen.
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Eine der Ursachen für die Verbesserungsbedürftigkeit der bekannten
und der vorgeschlagenen Anlagen besteht darin, daß die wertvolle Anlage, die für
das Paketieren der Zuschnitte bisher vorgesehen wurde, beim Wechsel der Vorratsrollen
des Arbeitsgutes jeweils für eine erhebliche Zeitdauer stillgesetzt werden mußte
und daß die an ihrem Ende anfallenden paketierten Zuschnitte in umständlicher Weise
gesammelt, abtransportiert und den üblichen einfachen Arbeitstischen zum Zweck ihrer
versandfertigen Verpackung zugeführt werden mußten, wobei im übrigen auch Be triebsunterbrechungen
dadurch bedingt waren, daß nach der Bildung eines Wickelstrangabschnittes auf der
Wickelvorrichtung die Strangbildungs anlage so lange stillgesetzt werden mußte,
bis dieser Wickelstrangabschnitt durch die Vorrichtung zu seiner Umhüllung mit Packpapier
unter gleichzeitiger Zuführung von Verschlußstreifen zum laufenden Verkleben der
aufeinandergelegten Längsränder des den Strang umhüllenden Packpapiers hindurchgeführt
und von der
Querschneidvorrichtung in einzelne Packungen der Zuschnitte
zerlegt war.
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Durch die Erfindung werden die vorerwähnten, die Leistungsfähigkeit
der bekannten und der vorgeschlagenen Anlage beeinträchtigenden Mängel insgesamt
dadurch beseitigt, daß bei einer der eingangs gekennzeichneten Anlagen folgende
Merkmale vorgesehen werden: a) eine einen zum Zweck der Überbrückung des Vorratsrollenwechsels
des zu den zu verpackenden Zuschnitten zu verarbeitenden Flachmaterials dienenden
Schleifenvorrat in der von der Vorratsrolle abgezogenen Flachmaterialbahn durch
ein unter ihr entlanggeführtes, bremsend auf sie einwirkendes Band bildende Vorrichtung;
b) mindestens zwei über eine Weiche an die Zusammenfühnorrichtung anschließbare,
aus lotrecht stehenden, von einer Führungsbahn umschlossenen Walzen bestehende Wickelvorrichtungen
zum Aufwickeln der aus der Zusammenführvorrichtung entnommenen, aus aufeinandergelegten
Flachmaterialbändern bestehenden Stränge; c) ein hinter der Querschneidvorrichtung
angeordneter, sechs geneigte sektorförmige Arbeitsflächen aufweisender Drehtisch
zur Aufnahme und Verpackung der Zuschnittpackungen zu versandfertigen Paketen.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausfùhrungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Anlage. Es zeigen Fig. 1 a und 1 b eine Seitenansicht der Anlage, Fig. 2 a und 2b
eine Draufsicht auf die in Fig. 1 dargestellte Anlage, Fig. 3 eine Draufsicht auf
die Klebevorrichtung, Fig. 4 eine Seitenansicht der in Fig. 3 dargestellten Klebevorrichtung,
Fig. 5 eine Stirnansicht der gleichen Vorrichtung, Fig. 6 die in Fig. 3 bis 5 dargestellte
Vorrichtung teilweise im Schnitt, Fig. 7 eine Draufsicht auf einen Teil der Klebevorrichtung,
Fig. 8 die fertige, auf der Anlage gemäß der Erfindung hergestellte Packung von
Wellpapier-, Wellpappe- oder dergleichen Zuschnitten.
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Von der Vorratsrolle 1 wird das zu Zuschnitten zu verarbeitende Flachmaterial
2, vorzugsweise ein Wellpapier oder eine Wellpappe, in an sich bekannter Weise von
den Zugwalzen 38 abgezogen und einer an sich bekannten Verlangs amungsvorrichtung
zugeführt, die vorzugsweise aus einem oder mehreren endlosen, über Rollen geführten
Bändern 27 besteht, die sich entgegen der Laufrichtung der Flachmaterialhahn 2 bewegen.
Die Verlangsamungsvorrichtung 26 wirkt in der Weise, daß die über sie durch die
Zugwalzen 32, 33 von der Vorratsrolle 1 abgezogene Flachmaterialbahn 2 so abgebremst
wird, daß ein Schleifenvorrat 28 entsteht. Dieser reicht aus, um beim Auswechseln
der Vorratsroile 1 nach deren Erschöpfung die Längsschneidevorrichtung3 und die
anschließenden Verarbeitungsvorrichtungen bis zum Einbringen des Anfangs der Flachmaterialbahn
2 einer neuen Vorratsrolle zu speisen. Von den Zugwalzen 32, 33 wird die Flachmaterialbahn
2 in an sich bekannter Weise einer aus den Messerwalzen 3 bestehenden Längsschneid
vorrichtung zugeführt. Diese kann in an sich bekannter Weise so ausgebildet sein,
daß der die Messerwalzen 3 tragende Tisch beim Übergang auf
andere Formate der Längsstreifen
ausgewechselt werden kann.
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Von dem Längs schneider 3 gelangt die Flachmaterialbahn in gleichfalls
an sich bekannter Weise über senkrecht stehende Umlenkrollen 5 in Form einzelner
Streifen zum Zusammenführen in eine die aufeinanderliegenden Streifen erfassende
Fördervorrichtung 39, 7, die vorzugsweise schwenkbar ausgebildet ist, so daß sie
nach Art einer Weiche an die Zusammenführvorrichtungen 6 und 29, die parallel zueinander
und symmetrisch zu dem Schwenkpunkt der Weiche aufgestellt sind, angeschlossen werden
kann.
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Der durch das Zusammenführen der Längsstreifen entstandene Flachmaterialstrang
7 wird von der Weiche 39 der Wickelvorrichtung 6, 29 in der Weise zugeführt, daß
sein Anfang mit einem in geeigneter Weise ausgebildeten endlosen, um eine Reihe
parallel zueinander angeordneter Rollen geführten Band verbunden wird. Durch den
Umlauf dieses Bandes wird der aus der Weiche 39 kommende Flachmaterialstrang 7 zu
einem verstärkten Strang 8 in an sich bekannter Weise aufgewickelt. Nach Erreichung
der gewünschten Dicke dieses Stranges 8 wird der Flachmaterialstrang 7 von der Wickelvorrichtung
6 bzw. 29 durch Zerschneiden oder Zerreißen getrennt und der Strang 8 auf der Wickelvorrichtung
6 bzw. 29 ebenfalls insgesamt durch Zerschneiden oder Zerreißen abgetrennt, so daß
sein eines Ende nunmehr in der von dem unteren Teil von Fig. 2 a dargestellten Weise
der Klebevorrichtung 17 zugeführt werden kann.
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Die Klebevorrichtung 17 ist vorzugsweise in der Mitte der beiden
parallel zueinander angeordneten Wickelvorrichtungen 6 und 29 so aufgestellt, daß
die Überführung des fertig aufgewickelten Stranges 8 in sie bequem durchgeführt
werden kann.
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Dabei wird gleichzeitig von den Vorratsrollen 10, 11 jeweils eine
aus geeignetem Packmaterial, vorzugsweise kräftigem Papier, bestehende Bahn abgezogen
und ihr Anfang beiderseits des Stranges 8 mit diesem gemeinsam in die Klebevorrichtung
17 in der Weise eingeführt, daß die Packmaterialbahn 10, 11 den Materialstrang 8
beiderseits in lotrechter Richtung nach oben und unten um ein solches Maß überragt,
daß die überstehenden Enden der Packmaterialbahn beim Einführen in die Klebevorrichtung
oberhalb und unterhalb des Stranges 8 aufeinandergefaltet werden können, so daß
sie sich über und unter dem Strang 8 um ein gewisses Maß einander überlappend aufeinanderlegen.
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Dieses Aufeinanderfalten der beiden zunächst in ebener Form von den
Vorratsrollen 10, 11 abgezogenen Packmaterialbahnen wird in der aus Fig. 3 bis 6
ersichtlichen Weise durchgeführt.
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Die im wesentlichen aus endlosen, um die in zwei parallelen Reihen
angeordneten Rollen 15, 16 umlaufenden Bändern 13, 14 bestehende Klebevorrichtung
ist mit an Armen 43, 44 angebrachten, frei umlaufenden Rollen 41, 43 versehen, die
unter dem Gewicht der Arme 43, 44 und ihrem Eigengewicht auf der Oberseite des Materialstranges
8 in der Weise aufruhen, daß sie die Packmaterialbahn auf die obere Außenfläche
des Stranges 8 so herunterdrücken, daß die Bahnen 10, 11 mit einer gewissen Überlappung
aufeinandergelegt werden.
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Das Zusammenführen der Bahnen 10, 11 an der Unterseite des Stranges
8 erfolgt durch Führungskegel 45 bis 49, die an der Unterseite der Klebevorrichtung
so angebracht sind, daß sie mit ihrer Mantelfläche
die Packmaterialbahnen
10, 11 abstützen und infolge ihres zunehmenden Mantelwinkels allmählich nach oben
bis zur Anlage an die Materialstrang-Unterfläche emporheben. Der sich dabei abspielende
Vorgang ist insbesondere aus Fig. 4 und Fig. 5 ersichtlich. Die Führungskegel 45
bis 49 werden vorzugsweise gemeinsam mit den Führungsrollen 15, 16 der Klebevorrichtung
angetrieben und sitzen auf ihren Achsen.
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Um die Umhüllung des Stranges 8 mit den Packmaterialbahnen 10, 11
unter einer gewissen Spannung durchführen zu können, sind die endlosen Bänder 13,
14, die den Transport des Stranges 8 zusammen mit seiner Umhüllung 10, 11 bewirken,
durch Verstellbarkeit der in einem Rahmen od. dgl. zusammengefaßten Lager der Führungsrollen
15 des Förderbandes 13 in Richtung senkrecht zur Achse des durch die Klebevorrichtung
laufenden Materialstranges-8 verstellbar ausgebildet. Die Verstellung der Rollen
15 gegenüber dem ortsfesten Maschinengestell kann beispielsweise mit Hilfe einer
Stellschraubenspindel 77 erfolgen, die vorzugsweise mit einer zweiten ähnlichen
oder gleichen Stellspindel gekuppelt sein kann, welche am anderen Ende der Klebevorrichtung
angebracht ist, so daß eine Parallelverschiebung des die Lager der Rollen 15 verbindenden
Rahmens ohne Verkanten in Richtung quer zur Längsachse des Materialstranges 8 durchgeführt
werden kann.
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Die Spannung der vorzugsweise aus einem elastischen Werkstoff, z.
B. Gummi, bestehenden endlosen Förderbänder 13, 14 läßt sich durch am Maschinengestell
ortsfest gelagerte verstellbare Spannwalzen 18, 18' regeln, die zu diesem Zweck
mit Stellspindeln 19, 19' ausgerüstet sind.
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Um beim Erschöpfen der Packmaterialbahn-Vorratsrolle diese schnell
gegen eine frische Vorratsrolle auswechseln zu können, sind die Packmaterialrollen
auf je einem Drehstern 50, 51 gelagert, der auf einer ortsfest angebrachten lotrechten
Achse drehbar beiderseits des Anfangsstirnendes der Klebevorrichtung 17 gelagert
ist. Sobald die Rollen, von denen die Packmaterialbahn 10, 11 jeweils abgezogen
wird, erschöpft sind, werden die Rollendrehsterne 50 und 51 lediglich um 900 geschwenkt,
so daß die nächste Ersatzrolle an die Stelle der abgelaufenen Rolle gelangt und
der Anfang der darauf aufgewickelten Packmaterialbahn in die Klebemaschine eingeführt
werden kann. Dabei werden die Packmaterialbainenl0, 11 an der Oberseite des Materialstranges
8 aufeinandergefaltet und unter den mit mäßigem Druck auf ihnen aufliegenden Andrückrollen41,
42 hindurchgeführt, während an der Unterseite des Materialstranges 8 die Packmaterialbahnen
auf den einander zugewandten Seiten der Kegel 45 bis 49 auf diese so aufgelegt werden,
daß die Bahnen allmählich angehoben, um 90.0 geschwenkt und zum Übereinanderliegen
gebracht werden.
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Der in dieser Weise von den oben und unten einander überlappenden
Packmaterialbahnen 10, 11 allseitig umhüllte Arbeitsgutstrang 8 wird anschließend
zwischen einander gegenüberliegenden Zuführvorrichtungen für einen Verschlußstreifen
52, 53 hindurchgeführt, der von Vorratsrollen 54, 55 durch Walzen 40, 40' gegen
die Ober- bzw. Unterseite des von den Packmaterialbahnen 10, 11 umhüllten Stranges
8 geführt werden. Den Führungswalzen 40, 40' auf jeweils der anderen Seite des Verschlußstreifens
52, 53 gegenüberliegend sind Befeuchtungs- oder Klebstoffauf-
tragswalzen 56, 57
angebracht, die über Zuführwalzen 58, 59 aus Wasser- oder Klebstoffbehältern 60,
61 mit einem Auftrag von Feuchtigkeit oder Klebstoff versehen werden, so daß der
Verschlußstreifen 52, 53 nach dem Aufdrücken auf die Außenseite der den Materialstrang
8 umhüllenden Packmaterialbahnen 10, 11 in der Mitte der Ober- und Unterseite des
Stranges so zum Aufkleben gebracht wird, daß die beiden einander überlappenden Enden
der beiden Packmaterialbahnen 10, 11 fest miteinander verbunden werden.
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Nachdem dies geschehen ist, verläßt der mit einer dauerhaften, leicht
entfernbaren Hülle aus durch die beiden Verschlußstreifen 52, 53 zusammengehaltenem
Packmaterial umhüllte Strang 8 in Form eines endlosen Pakets von rechteckigem Querschnitt
die Klebevorrichtung und gelangt vorzugsweise auf eine aus frei drehbar nebeneinander
gelagerten Rollen 62 be stehende Transportbahn.
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Auf dieser wird der gesamte durch einen Arbeitsgang auf der Wickelvorrichtung
6 bzw. 29 entstandene Strang 24 bis an eine an sich bekannte, vorzugsweise aus einem
umlaufenden endlosen Sägeband 25 bestehende Schneidvorrichtung geführt, die den
Strang 24 in einzelne Pakete 12 zerschneidet, wobei der Strang 24 beispielsweise
durch Förderbänder 63, 64 bis zur Berührung seiner vorderen Stirnfläche mit einem
ortsfesten Anschlag 65 bewegt und dann in Richtung senkrecht zu dieser Bewegungsrichtung
eine Schnittbewegung des Sägebandes 25 veranlaßt wird.
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Diese kann vorzugsweise dadurch bewirkt werden, daß das Maschinengestell
66 der Schneidvorrichtung mittels Rollen 67, 68 auf Schienen 69, 70 gelagert ist
und von Hand oder durch einen geeigneten Vorschubmechanismus auf dieser Schienenführung
69, 70 zu einer Bewegung in Richtung quer zur Achse des verpackten Materialstranges
24 veranlaßt wird.
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Die dabei von dem Strang 24 abgeschnittenen Pakete 112 fallen vorzugsweise
auf eine geneigte Führungsbahn 71, auf der sie unter ihrem Eigengewicht herabgleiten,
bis in die Nähe eines sechseckigen, karussellartigen Drehtisches 30 bis 36, auf
dessen tischartigen Arbeitsflächen 31 bis 36 die Verpackung der Packungen 12 zu
größeren versandfertigen Paketen oder Kollis erfolgt.
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Zu diesem Zweck können beispielsweise auf dem Sektor 33 des Drehtisches
für die äußere Umhüllung des Pakets bestimmte Packmaterialstücke bereitgelegt werden,
auf die an der Arbeitsstelle 32 versteifende Kartonunterlagen aufgelegt und an der
Stelle 31 die von der Rutsche 71 kommenden Packungen zugeführt werden. Im Sektor
36 findet das Einpacken der Packungen statt, im Sektor 35 wird das Paket durch Aufbringen
von Klebestreifen oder durch Verschnürung mit Bindfaden od. dgl. verschlossen, im
Sektor 34 kann die Aufschrift angebracht und das fertige Paket zum Versand entnommen
werden.
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Die von dem Strang 24 abgeschnittenen fertigen Packungen haben die
in Fig. 8 dargestellte Form. Der aus parallel nebeneinander aufgeschichteten Zuschnitten
aus Wellpapier, Wellpappe oder ähnlichem Verpackungsmaterial bestehende Stapel wird
durch die Packmaterialblätter 10, 11 zusammengehalten, die sich, mit ihren Enden
20 bis 23 einander überlappend, um den Stapel herumlegen und an seiner Oberseite
durch den Klebestreifen 52, an seiner Unterseite durch den Klebestreifen 53 in der
Weise zusammengehalten werden, daß diese Klebestreifen jeweils die
Enden
20 bis 23 der Umhüllungen 10, 11 miteinander verbinden.
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In Fig. 7 ist die Verstellungsmöglichkeit der Führungsrolien 15,
16 der Klebevorrichtung 17 gezeigt.
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Die Rollen n 15 sind in einem Rahmen 72 gelagert, der im Maschinengestell73
parallel verschoben werden kann. Dies geschieht durch Schraubspindeln74, die in
Verstellmuttern 75 an dem Rahmen 76 eingreifen und beispielsweise an ihrem Kopf
77 durch einen Schlüssel verstellt werden können. Derartige Verstellvorrichtungen
sind vorzugsweise an zwei ausreichend weit voneinander entfernten Stellen des Maschinengestells
73 angebracht, so daß der Lagerrahmen76, ohne zu Verkanten, parallel quer zur Verbindungslinie
der Achsen der darin gelagerten Rollen 15 in Richtung auf den Materialstrang 8 zu
bzw. von ihm fort verstellt werden kann. Auf diese Weise gelingt es, die Vorrichtung
unterschiedlichen Formaten des zu verarbeitenden Materialstranges 8 anzupassen und
den für die Zwecke seiner Umhüllung mit dem Packmaterial 10, 11 erforderlichen Druck
den jeweils maßgebenden Verhältnissen einzuregeln.