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DE1039743B - Verfahren zur Stabilisierung von halogenhaltigen Polymerisaten und Mischpolymerisaten aus Vinylhalogeniden - Google Patents

Verfahren zur Stabilisierung von halogenhaltigen Polymerisaten und Mischpolymerisaten aus Vinylhalogeniden

Info

Publication number
DE1039743B
DE1039743B DEF22674A DEF0022674A DE1039743B DE 1039743 B DE1039743 B DE 1039743B DE F22674 A DEF22674 A DE F22674A DE F0022674 A DEF0022674 A DE F0022674A DE 1039743 B DE1039743 B DE 1039743B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
halogen
copolymers
containing polymers
stabilization
polymers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF22674A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Roos
Dr Friedrich Lober
Dr Juergen Koerner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF22674A priority Critical patent/DE1039743B/de
Priority to US723666A priority patent/US2946765A/en
Priority to FR1193569D priority patent/FR1193569A/fr
Priority to GB9643/58A priority patent/GB866936A/en
Publication of DE1039743B publication Critical patent/DE1039743B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/34Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring
    • C08K5/3442Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring having two nitrogen atoms in the ring
    • C08K5/3445Five-membered rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/34Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

DEUTSCHES
Es ist bekannt, daß hochmolekulare, halogemialtige Polymerisate und Mischpolymerisate, wie z. B. Polymerisate aus Vinylchlorid. Mischpolymerisate aus einer überwiegenden Menge Vinylchlorid mit Vinylacetat sowie Polymerisate und Mischpolymerisate des Vinylchlorids sowohl unter der Einwirkung der Wärme als auch durch den Einfluß des Lichtes in unerwünschter Weise verändert werden, so daß Verfärbungen besonders in ungefärbten Artikeln und ferner eine Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften hervorgerufen werden. Da die genannten Polymerisate bzw. Mischpolymerisate zu ihrer Verarbeitung die Anwendung erhöhter Temperaturen erfordern und schließlich beim späteren Gebrauch auch dem Licht ausgesetzt werden, ist es notwendig, ihnen Stabilisatoren zuzusetzen, welche Verfärbungen und die Verminderung der mechanischen Werte der Endprodukte ausschalten.
Zu diesem Zweck sind bereits eine große Anzahl von verschiedenen Verbindungsklassen wie Amine, Harnstoff-, Thioharnstoff-, Epoxydderivate, 2-Phenylindol und Metallsalze von Carbonsäuren, Mercaptanen u. a. vorgeschlagen worden.
Im allgemeinen erfüllen aber diese Stabilisatoren nicht die Aufgabe der gleichzeitigen Stabilisierung gegen Wärme und Licht, ohne daß andere Nachteile wie z. B. die Verschlechterung der physiologischen Eigenschaften der Endprodukte in Kauf genommen werden müssen.
Andererseits sind viele der bekannten Verbindungen wohl gute Stabilisatoren gegen Wärmeeinwirkung, aber gegen den Einfluß des Lichtes unwirksam und umgekehrt.
Es wurde nun gefunden, daß Pyrazole der allgemeinen Formel:
R' —C
C-R"
R-C
NH
in der R, R', R" = H, Halogen und — gegebenenfalls durch Halogen, Hydroxyl- und Alkoxygruppen substituierte — Alkyl-, Aralkyl- und Arylreste bedeuten, sehr wirkungsvolle Hitze- und Lichtstabilisatoren für halogenhaltige Polymerisate und Mischpolymerisate darstellen. Geeignete Polymerisate sind insbesondere Polymerisate aus Vinylchlorid und/oder Vinylidenchlorid, sowie Mischpolymerisate die einen überwiegenden Anteil an Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid einpolymerisiert enthalten.
Die Herstellung derartiger Pyrazolderivate ist literaturbekannt und bildet beispielsweise Gegenstand folgender Veröffentlichungen: L. Knorr, Ber. dtsch.
Verfahren zur Stabilisierung
von halogenhaltigen Polymerisaten
und Mischpolymerisaten
aus Vinylhalogeniden
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk
Dr. Ernst Roos, Leverkusen,
Dr. Friedrich Lober, Leverkusen-Bayerwerk,
und Dr. Jürgen Koerner, Opladen,
sind als Erfinder genannt worden
ehem. Ges., 26 (1893), S. 115; 28 (1895), S. 697; O. Widm an, Ber. dtsch. ehem. Ges., 49 (1916),
as S. 481, 2782; R. v. Rothenburg, Ber. dtsch ehem. Ges., 27 (1894), S. 1097; W. Wislicenus, Liebigs Ann., 379 (1911), S. 256.
Gegenüber den als Stabilisatoren angewandten Blei-, Cadmium- und Zinnsalzen organischer Säuren und Mercaptane besitzen die Pyrazole gemäß vorliegender Erfindung den Vorteil, daß sie eine bessere Verträglichkeit mit den Vinylpolymerisaten und Weichmachern besitzen, daher weniger zum Ausschwitzen neigen und außerdem physiologisch vollkommen einwandfreie Formmassen liefern, wie sie unter anderem für die Verpackung von Lebensmitteln erforderlich sind.
Ferner sind die erfindungsgemäßen Stabilisatoren gegenüber den Schwermetallsalzen durch ihre Indifferenz gegen Schwefelwasserstoff ausgezeichnet, der bei den mit metallhaltigen Stabilisatoren verarbeiteten Polymerisaten sehr oft Anlaß zu unerwünschten Verfärbungen durch Bildung von gefärbten Metallsulfiden gibt.
Gegenüber den bekannten metallfreien Stabilisatoren wie Diphenylthioharnstoff und 2-Phenyl-indol weisen die mit Pyrazolen stabilisierten Vinylpolymerisate eine wesentlich bessere Stabilität gegen Verfärbungen durch Licht auf.
Die Anwendung der Stabilisatoren gemäß vorliegender Erfindung geschieht in der üblichen Weise, indem man sie allein oder in Mischung miteinander oder gemischt mit anderen Stabilisatoren in einer Dosierung von 0,1 bis 5, vorzugsweise 1 bis 3 Ge-
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wichtsprozent dem Polymerisat bzw. Mischpolymerisat zusetzt.
Der Zusatz der Stabilisatoren kann schon bei der Polymerisation, beim Zumischen des Weichmachers oder in die fertige Polymerisat-Weichmacher Mischung auf der Walze erfolgen.
In den folgenden Beispielen sind die angeführten Teile Gewichtsteile.
Beispiel 1
60 Teile Polyvinylchlorid, das in bekannter Weise nach dem Verfahren der Emulsionspolymerisation erhalten wurde, werden mit 40 Teilen eines Weichmachers aus gleichen Teilen von Dioctyl-phthalat und Benzyloctyl-adipinat bei 175° C auf einer Heißwalze verarbeitet. Nach 5 bis 10 Minuten Walzzeit tritt eine zunehmende Verbräunung des Materials ein.
Setzt man dem Polyvinylchlorid-Weichmacher-Gemisch vor der Verarbeitung jedoch 1% 3,5-Diphenyl-pyrazol zu, so bleibt das Walzfell unter sonst ao gleichen Bedingungen über 60 Minuten lang farblos.
Während nicht stabilisierte Polyvinylchloridfolien nur geringe Lichtechtheit besitzen, weisen die mit 3,5-Diphenyl-pyrazol stabilisierten Folien eine wesentlich verbesserte Lichtbeständigkeit auf.
Beim Vergleich zur Blauskala gemäß DIN 53 952 zeigen nicht stabilisierte Polyvinylchloridfolien eine Lichtechtheit um 3, während die Lichtechtheit von Folien, die mit 3,5-Diphenyl-pyrazol stabilisiert sind, eine Lichtechtheit über 5 ergeben.
Ähnlich gute Ergebnisse werden beim Zusatz von anderen Pyrazolen, wie z. B. 3-Phenyl-pyrazol, 3-Methyl-5-phenyl-pyrazol erzielt.
Beispiel 2
Polyvinylchlorid wird ohne Weichmacherzusatz bei 175° C auf einer Heißwalze verarbeitet.
Nach wenigen Minuten beginnt das Material stark zu bräunen. Setzt man hingegen dem Polymerisat 1 °/o 3,5-Diphenyl-pyrazol zu, so bleibt das Walzfell über Minuten lang hell. Auch die Lichtechtheit wird durch diesen Zusatz wesentlich verbessert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung stabilisierter halogenhaltiger Polymerisate und Mischpolymerisate, dadurch gekennzeichnet, daß als Hitze- und Lichtstabilisatoren Pyrazole der allgemeinen Formel
    R' — C —
    Il
    R-C
    C-R"
    in der R, R' und R" = Wasserstoff, Halogen und — gegebenenfalls durch Halogen, Hydroxyl- und Alkoxygruppen substituierte — Alkyl-, Aralkyl- und Arylreste bedeuten, verwendet werden.
    ® 809 639/497 9.58
DEF22674A 1957-03-27 1957-03-27 Verfahren zur Stabilisierung von halogenhaltigen Polymerisaten und Mischpolymerisaten aus Vinylhalogeniden Pending DE1039743B (de)

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US723666A US2946765A (en) 1957-03-27 1958-03-25 Halogen containing polymers stabilized with a pyrazole
FR1193569D FR1193569A (fr) 1957-03-27 1958-03-25 Polymères contenant des halogènes stabilisés au moyen d'un pyrazole
GB9643/58A GB866936A (en) 1957-03-27 1958-03-26 Stabilised halogen containing polymers

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US2946765A (en) 1960-07-26
GB866936A (en) 1961-05-03
FR1193569A (fr) 1959-11-03

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