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DE1038012B - Verfahren zur Herstellung von mit einem durch Quecksilber gut benetzbaren Metall ueberzogenen eisernen Traegern fuer fliessende Quecksilberkathoden in senkrechten elektrolytischen Zellen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mit einem durch Quecksilber gut benetzbaren Metall ueberzogenen eisernen Traegern fuer fliessende Quecksilberkathoden in senkrechten elektrolytischen Zellen

Info

Publication number
DE1038012B
DE1038012B DES53228A DES0053228A DE1038012B DE 1038012 B DE1038012 B DE 1038012B DE S53228 A DES53228 A DE S53228A DE S0053228 A DES0053228 A DE S0053228A DE 1038012 B DE1038012 B DE 1038012B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
mercury
metal
coated
cathodes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES53228A
Other languages
English (en)
Inventor
Jean Clement
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Solvay SA
Original Assignee
Solvay SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Solvay SA filed Critical Solvay SA
Publication of DE1038012B publication Critical patent/DE1038012B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B11/00Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for
    • C25B11/04Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for characterised by the material
    • C25B11/042Electrodes formed of a single material
    • C25B11/045Mercury or amalgam

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

In waagerechten Quecksilberzellen sind die Träger der fließenden Quecksilberkathoden meist Bleche aus Stahl oder Eisen. In senkrechten Quecksilberzellen wird als Träger der Kathode ausschließlich Eisen verwendet. Es ist überdies bekannt, daß der metallische Träger völlig amalgamiert sein muß, um ein Überrieseln oder Ausbreiten des Quecksilbers in der vollkommensten Weise sicherzustellen und um Korrosion des Trägermetalls durch Elektrolysenprodukte zu vermeiden. Die Benetzbarkeit der metallischen Oberflächen durch Quecksilber ist daher von großer Wichtigkeit, insbesondere bei Inbetriebnahme der Zelle.
Aus der deutschen Patentschrift 692 954 ist es bekannt, den kathodischen Träger, insbesondere wenn er aus Eisen ist, mit einer sehr dünnen Schicht eines anderen Metalls, z. B. Zinn, Kupfer, Blei od. dgl., zu überziehen. Dieser Metallüberzug soll das Benetzen durch das Quecksilber begünstigen, da diese Überzugsmetalle bekanntlich leicht amalgamierbar sind.
Dieses Verfahren ist jedoch nicht frei von Nachteilen. Die so aufgebrachten Metalle lösen sich in dem Quecksilber mit der Folge, daß die eisernen Träger sehr bald wieder bloßliegen und es notwendig wird, die Elektrolyse zu unterbrechen und den amalgamierbaren Überzug zu erneuern. Überdies gelangt das in das Quecksilber in Lösung gegangene Metall mit in die Zersetzungspile für das Alkaliamalgam, wo es sich auf dem Graphit der Kathoden der Pilen niederschlägt und deren Aktivität rasch verringert. Außerdem kann das Eisen infolge der durch das Überzugsnietall und das überzogene Eisen1 gebildeten Lokalelemente leicht korrodiert werden.
Die Erfindung bezweckt nun, diese Nachteile zu beseitigen. Sie beruht auf der Feststellung, daß die Art des als Trägermetall der Quecksilberkathode einer Elektrolysenzelle benutzten Eisens einen wesentlichen Einfluß auf die Amalgamierbarkeit dieses Trägers besitzt. So ist elektrolytisches Eisen viel leichter amalgamierbar und bewahrt seine gute Amalgamierbarkeit während einer viel längeren Zeit als gewöhnliches Eisen oder Stahl.
Die Erfindung besteht daher in einem Verfahren zur Herstellung von Trägern für fließende Quecksilberkathoden in senkrechten Elektrolysezellen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man auf eine Aletallplatte, vorzugsweise aus weichem Eisen, eine bis einige Zehntelmillimeter dicke Schicht aus reinem Eisen elektrolytisch niederschlägt.
Dieses elektrolytische Eisen, dessen Reinheit sehr hoch sein kann, löst sich nicht in dem Quecksilber, wie es die bisher für diesen Zweck benutzten leicht anialgamierbaren Metalle tun. Dieser Überzug auf dem Grundmetall wird ein für alle Mal aufgebracht, Verfahren zur Herstellung
von mit einem durch Quecksilber
gut benetzbaren Metall überzogenen
eisernen Trägern für fließende
Quecksilberkathoden in senkrechten
elektrolytischen Zellen
Anmelder:
Solvay & Cie., Brüssel
Vertreter: Dr.-Ing. A. van der Werth, Patentanwalt,
Hamburg-Harburg 1, Wilstorfer Str. 32
Beanspruchte Priorität:
Belgien vom 23. Mai 1956
Jean Clement, Ixelles, Brüssel (Belgien),
ist als Erfinder genannt worden
denn die Dauerhaftigkeit des Überzugs ist sehr lang im Vergleich zu der der erwähnten anderen Metalle. Der in richtiger Weise aufgebrachte elektrolytische Eisenüberzug stellt eine sehr fein aufgerauhte (runzelige) Oberfläche dar, die, insbesondere in senkrechten Zellen mit beweglicher Quecksilberkathode, das Quecksilber und das Amalgam festhält und so ein leichtes Ingangbringen der Vorrichtung und ein regelmäßigeres Arbeiten bewirkt.
Um einen solchen Eisenüberzug aufzubringen, dessen Dicke beispielsweise 0,9 mm erreichen kann, verwendet man ein Bad bekannter Zusammensetzung, z. B. 300 g FeCl2 · 2 H2O und 150 g CaCl2 pro Liter Lösung von einem pH 1.5 bis 2 mit oder ohne ergänzende Zusätze. Die Stromdichte kann zwischen 4 und 5,5 Ampere pro dm2 Kathodenoberfläche und die Temperatur bei etwa 90° C liegen.
Die Erfindung ist nicht auf die Bildung von Trägern1 für Quecksilberkathoden mit gleichförmig glatter Oberfläche beschränkt. Sie umfaßt auch die Herstellung gerillter oder gaufrierter Träger, wie sie in der belgischen Patentschrift 526 054 beschrieben sind.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung zeichnet man auf die Tragplatte ein Liniennetz mit Hilfe eines Isolierlacks auf und erzeugt danach einen elektrolytischen Niederschlag reinen Eisens auf den nicht mit Lack bedeckten Oberflächenteilen (wobei dieser Niederschlag einige Zehntelmillimeter
809 600/423
Dicke erreichen kann), wonach man den Lack vom Grunde der so entstandenen Rillen weglöst. Der Lack muß natürlich den physikalischen und chemischen Angriffen, denen er während der Erzeugung des Eisenniederschlags ausgesetzt ist, widerstehen können.
In gleicher Weise kann man Erhöhungen beliebiger Form aus Niederschlagen elektrolytischen Eisens erzeugen.
Die so hergestellten Träger besitzen außer den bereits erwähnten Vorzügen auch noch den eines ge- ίο ringeren Einstandspreises als dem einer auf mechanischem Wege mit Rillen versehenen Kathode. Überdies kann man auf diesem Wege auch die komplizierteste Gaufrierung, die auf mechanischem Wege nur schwierig zu erzielen wäre, verwirklichen und Oberflächen jeglicher Form und beliebiger Abmessungen behandeln.
Die Überzüge aus elektrolytischem Eisen können in der elektrolytischen Zelle selbst, in der die Träger später verwendet werden sollen, erzeugt werden, nachdem man in dieser Zelle vorübergehend die Graphitanoden durch Eisenanoden' und den Elektrolyten durch eine geeignete Eisensalzlösung, die die oben angegebene Zusammensetzung haben kann, ersetzt hat. Auf diese Weise erspart man zusätzliche Anlagen und damit Raumbedarf und Kosten für die Herstellung der Ul>erzüge.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von mit einem durch Quecksilber gut benetzbaren Metall überzogenen eisernen Trägern für fließende Quecksilberkathoden in senkrechten elektrolytischen Zellen, dadurch gekennzeichnet, daß man auf eine Metallplatte, vorzugsweise aus weichem Eisen, eine bis einige Zehntelmillimeter dicke Schicht aus reinem Eisen elektrolytisch niederschlägt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man auf einer Metallplatte, vorzugsweise aus weichem Eisen, ein Netz von Linien mittels eines Isolierlacks aufzeichnet und danach eine bis einige Zehntelmillimeter dicke Schicht reinen Eisens auf den nicht mit dem Lack bedeckten Oberflächenteilen elektrolytisch niederschlägt, wonach man den Lack am Grunde der so entstandenen Rillen weglöst.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den elektrolytischen Niederschlag aus reinem Eisen auf der Metallplatte in der Elektrolysenzelle selbst, in der der Träger später verwendet werden soll, erzeugt, nachdem man in dieser Zelle vorübergehend die Graphitanoden durch Eisenanoden und den Elektrolyten durch eine geeignete Eisensalzlösung ersetzt hat.
© 809 600/423 9.58
DES53228A 1956-05-23 1957-04-20 Verfahren zur Herstellung von mit einem durch Quecksilber gut benetzbaren Metall ueberzogenen eisernen Traegern fuer fliessende Quecksilberkathoden in senkrechten elektrolytischen Zellen Pending DE1038012B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE360977X 1956-05-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1038012B true DE1038012B (de) 1958-09-04

Family

ID=3868419

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES53228A Pending DE1038012B (de) 1956-05-23 1957-04-20 Verfahren zur Herstellung von mit einem durch Quecksilber gut benetzbaren Metall ueberzogenen eisernen Traegern fuer fliessende Quecksilberkathoden in senkrechten elektrolytischen Zellen

Country Status (5)

Country Link
US (1) US3002914A (de)
BE (1) BE548025A (de)
CH (1) CH360977A (de)
DE (1) DE1038012B (de)
FR (1) FR1175278A (de)

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Also Published As

Publication number Publication date
FR1175278A (fr) 1959-03-23
CH360977A (fr) 1962-03-31
US3002914A (en) 1961-10-03
BE548025A (de)

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