DE1036202B - Verfahren zum Faerben von Geweben mit Pigmentfarbstoffen - Google Patents
Verfahren zum Faerben von Geweben mit PigmentfarbstoffenInfo
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- DE1036202B DE1036202B DEC12629A DEC0012629A DE1036202B DE 1036202 B DE1036202 B DE 1036202B DE C12629 A DEC12629 A DE C12629A DE C0012629 A DEC0012629 A DE C0012629A DE 1036202 B DE1036202 B DE 1036202B
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- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
- D06P1/00—General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
- D06P1/44—General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
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Description
- Verfahren zum Färben von Geweben mit Pigmentfarbstoffen Es ist bekannt, Unifärbungen auf Textilgeweben in der Weise zu erzielen, daß man einen in Wasser dispergierten Pigmentfarbstoff gemeinsam mit einem Bindemittel bei normaler Temperatur auf das Gewebe aufklotzt und durch einen Trockenvorgang auf der Faser fixiert. Im allgemeinen lassen sich nur helle und mittlere Farbtöne auf diese Weise erzeugen, da bei größerer Farbtiefe die Aufnahme des Farbstoffes ungleichmäßig erfolgt. Außerdem ist zur Erzielung einer genügenden Reib- und Waschfestigkeit ein verhältnismäßig hoher Betrag an Bindemittel erforderlich, der den Griff der Ware nicht immer in erwünschter Weise verändert. Als Bindemittel verwendet man Polyvinylacetat, Polymethacrylat, Polyharnstoff, deren Gemische und andere.
- Das Verfahren kommt in erster Linie für solche Gewebe in Frage, die eine Füll- und Steifappretur verlangen, so daß man nach dieser Arbeitsweise den Färbevorgang mit dem Appretieren verbinden kann. Da die nach diesem Prinzip erzielten Färbungen den Vorteil haben, keine ausgesprochene Affinität des Farbstoffes zur Faser vorauszusetzen, kann man praktisch alle natürlichen und synthetischen Fasern und deren Mischungen nach diesem Verfahren färben.
- Eine unter Verwendung von Bindern der beschriebenen Art vorgenommene Pigmentfärbung läßt auch in bezug auf die Ausnutzung des Farbstoffes und damit auf die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens noch Wünsche offen. Ebenso sind die Reibechtheit und insbesondere auch die Kochwaschechtheit noch verbesserungswürdig, da bereits nach der zweiten oder dritten Kochwäsche eine erhebliche Aufhellung der Farbtöne eintritt.
- Es wurde gefunden, da,ß man eine! wesentliche Verbesserung bei dem Färben von Geweben durch Klotzen mit wäßrigen Dispersionen. von Pigmentfarbstoffen und Bindemitteln erzielen kann, wenn man als Bindemittel thermoplastische Mischpolymerisate aus Butadien und Styrol verwendet und die Dispersionen auf einen sauren pH-Wert einstellt. Die nach diesem Verfahren hergestellten Färbungen zeichnen sich durch eine bedeutend höhere Farbtiefe aus, die, gegenüber einem unter normalen Bedingungen erfolgten Klotzen bis auf den doppeltem. Betrag und darüber hinaus gesteigert werden kann. Außerdem erhalten die Färbungen eine erhöhte Waschbeständigkeit, derart, daß man sie einer 5- bis 10maligen Kochwäsche unterziehen kann, ohne daß eine bemerkenswerte Aufhellung der Färbung eintritt.
- Durch Änderung des Verhältnisses Butadien zu Styrol im Mischpolymerisat hat man es in der Hand, dem Griff der Ware nach Belieben eine größere Weichheit und Geschmeidigkeit oder aber Fülle und Steifheit zu geben. Da bei einem zu hohen Gehalt an Butadien die Ware leicht einen zu klebrigen Griff bekommt, wird man vorzugsweise solche Mischpolymerisate verwenden, bei denen der Gehalt an Butadien nicht größer als 40% ist. Die Mischpolymerisate aus Butadien und Styrol können noch zusätzlich eine dritte Komponente, z. B. Derivate der Acrylsäure, wie Acrylnitril, Acrylsäureester oder Ester zweibasisch ungesättigter Säuren, wie beispielsweise Maleinsäuredibutylester, enthalten.
- Als Säuren zum Einstellen eines sauren p11-Wertes seien genannt: Essigsäure, Ameisensäure, Weinsäure, Oxalsäure. An Stelle der Säuren kann man auch wasserlösliche Verbindungen, die in der Hitze säureabspaltend wirken, einsetzen, z. B. Ammoniumacetat, Ammoniumformiat, Ammoniumnitrat, Magneeiumnitrat.
- Nach dem Klotzen wird das gefärbte Gewebe getrocknet. In den meisten Fällen genügt eine Trockentemperatur von 100 bis 105° C. Mitunter ist jedoch eine Erhöhung der Temperatur auf 130 bis 140° C für die Erzielung einer optimalen Waschbeständigkeit vorteilhaft.
- Die Klotzbäder können einen Zusatz von Netzmitteln enthalten, um eine gleichmäßige Durchnetzung des Materials zu begünstigen, und weiterhin von Stabilisierungsmitteln, die eine bessere Verteilung und Stabilität der Dispersion des Pigmentfarbstoffes bewirken. Als derartige Stabilisierungsmittel eignen sich beispielsweise Alginat, Kasein, Methylzellulose oder Phosphate, wie Natriumphosphat, Natriumpolyphosphat Hexametanatriumphosphat. Ebenso können auch Alterungsschutzmittel, z. B. Phenyl-fl-naphthylamin, o-Cresylcamphan, zugegeben werden.
- Beispiel 1 Ein Baumwollgewebe wird bei Raumtemperatur mit einer Flotte am Foulard geklotzt, die wie folgt zusammengesetzt ist: 2 g/1 eines 20%igen wäßrigen Teiges von Kupferphthalocyanin, 40 g/1 einer Dispersion eines Mischpolymerisates aus 65 Teilen Styrol und 35 Teilen Butadien, 0,1 g/1 Laurylpolyglykoläther, 1,0 gll Natriumphosphat, 1,5 gll Oxalsäure.
- Die Ware wird im Spannrahmen bei 135 bis 140° C getrocknet.
- Beispiel 2 Ein Zellwollgewebe wird bei Raumtemperatur mit einer Flotte am Foulard geklotzt, die wie folgt zusammengesetzt isf: 2,7 gll einer 15%igen grünen Farbstoffpigmentdispersion, 0,3 g/1 einer 15%igen goldgelben Farbstoffpigmentdispersion, 50,0 g/1 einer Dispersion eines Mischpolymerisates aus 70 Teilen Styrol, 20 Teilen Butadien und 10 Teilen Acrylnitril, 0,1 g/1 Laurylpolyglykoläther, 1,0 g/1 Hexametanatriumphosphat, 2,0 gll Essigsäure.
- Das Trocknen der Ware erfolgt im Spannrahmen bei 110° C.
- Beispiel 3 Ein Leinengewebe wird bei 30° C mit einer Flotte am Foulard geklotzt, die wie folgt zusammengesetzt ist: 2,0g/1 einer 15%igen grünen Farbstoffpigmentdispersion, 35,0g/1 einer Dispersion eines Mischpolymerisates aus 66 Teilen Styrol, 25 Teilen Butadien und 9 Teilen Maleinsäuredibutylester, 0,1 g/1 Laurylpolyglykoläther, 0,15 g/1 Alginat, 1,0 g/1 Ameisensäure.
- Das Trocknen der Ware erfolgt bei 130° C. Beispiel 4 Ein Perlongewebe wird bei Raumtemperatur mit einer Flotte am Foulard geklotzt, die wie folgt zusammengesetzt ist: 1,2 gll einer 15%igen braunen Farbstoffpigmentdispersion, 0,2 gll einer 15°/oigen goldgelben Farbstoffpigmentdispersion, 40,0 gll einer Dispersion eines Mischpolymerisates aus 60 Teilen Styrol und 40 Teilen Butadien, 0,1 gll Laurylpolyglykoläther, 1,0 g/l Natriumtripolyphosphat, 3,0 g/1 Ammoniumformiat.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Färben von Geweben durch Klotzen mit wäßrigen Dispersionen von Pigmentfarbstoffen und Bindemitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bindemittel thermoplastische Mischpolymerisate aus Butadien und Styrol verwendet und die Dispersionen auf einen sauren pH-Wert einstellt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischpolymerisat bis zu 10% einer dritten Komponente enthält.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Mischpolymerisate mit nicht mehr als 40% Butadien verwendet.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man den Dispersionen Netzmittel zusetzt.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man den Dispersionen Stabilisierungsmittel zusetzt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 906 568, 730 174.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC12629A DE1036202B (de) | 1956-03-01 | 1956-03-01 | Verfahren zum Faerben von Geweben mit Pigmentfarbstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC12629A DE1036202B (de) | 1956-03-01 | 1956-03-01 | Verfahren zum Faerben von Geweben mit Pigmentfarbstoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1036202B true DE1036202B (de) | 1958-08-14 |
Family
ID=7015256
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC12629A Pending DE1036202B (de) | 1956-03-01 | 1956-03-01 | Verfahren zum Faerben von Geweben mit Pigmentfarbstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1036202B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE730174C (de) * | 1939-08-17 | 1943-01-07 | Ig Farbenindustrie Ag | Verfahren zur Herstellung von Faerbungen und Drucken mit Pigmenten auf Faserstoffen |
| DE906568C (de) * | 1951-10-20 | 1954-03-15 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung nassfester UEberzuege, Impraegnierungen, Drucke u. dgl. auf faserigem Material |
-
1956
- 1956-03-01 DE DEC12629A patent/DE1036202B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE730174C (de) * | 1939-08-17 | 1943-01-07 | Ig Farbenindustrie Ag | Verfahren zur Herstellung von Faerbungen und Drucken mit Pigmenten auf Faserstoffen |
| DE906568C (de) * | 1951-10-20 | 1954-03-15 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung nassfester UEberzuege, Impraegnierungen, Drucke u. dgl. auf faserigem Material |
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