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Die Erfindung bezieht sich auf eine
Metall-Isolator-Metall(MIM)-Kondensatorstruktur und ein zugehöriges Herstellungsverfahren.
Eine derartige Struktur ist insbesondere zur Verwendung in logischen,
analogen oder solchen Schaltkreisen vorteilhaft, die sowohl dynamische
Speicherbauelemente mit wahlfreiem Zugriff (DRAM) als auch Bauelemente mit
DRAM und integrierter Logik ("Merged
DRAM and Logic";
MDL) beinhalten.
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Es existieren verschiedene Typen
integrierter Schaltkreiskondensatoren, die gemäß ihren Übergangsstrukturen klassifiziert
sind, wie Metall-Oxid-Silicium(MOS)-Kondensatoren,
Kondensatoren mit pn-Übergang,
Polysilicium-Isolator-Polysilicium(PIP)-Kondensatoren und Metall-Isolator-Metall(MIM)-Kondensatoren.
In allen vorstehend aufgelisteten Kondensatoren mit Ausnahme der
MIM-Kondensatoren ist wenigstens eine Elektrode aus einkristallinem
Silicium oder polykristallinem Silicium gebildet. Physikalische
Eigenschaften von einkristallinem und polykristallinem Silicium
begrenzen jedoch eine Minimierung des Maßes an Widerstand einer Kondensatorelektrode.
Außerdem
kann, wenn eine Vorspannung an eine einkristalline oder polykristalline Siliciumelektrode
angelegt wird, Verarmung auftreten, die verursachen kann, dass die
angelegte Span nung instabil wird. Wenn dies auftritt, kann die Kapazität der Siliciumelektrode
nicht auf einem bestimmen Niveau gehalten werden.
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Die Verwendung von MIM-Kondensatoren wurde
vorgeschlagen, um das Problem der schwankenden Kapazität anzugehen,
da die Kapazität
von MIM-Kondensatoren nicht von einer Vorspannung oder der Temperatur
abhängig
ist. MIM-Kondensatoren weisen einen niedrigeren Spannungsabhängigkeitskoeffizienten
(VCC) der Kapazität
und einen niedrigeren Temperaturabhängigkeitskoeffizienten (TCC)
der Kapazität
als andere Kondensatortypen auf. Der VCC zeigt die Schwankung der
Kapazität
bei Änderungen
der Spannung an, und der TCC zeigt die Schwankung der Kapazität bei Änderungen
der Temperatur an. Da sie einen niedrigen VCC und TCC aufweisen,
waren MIM-Kondensatoren besonders nützlich zur Herstellung von
Analogprodukten. In der letzten Zeit wurden MIM-Kondensatoren dazu
verwendet, Produkte mit gemischten Modussignalen und System-auf-Chip(SOC)-Produkte
herzustellen. MIM-Kondensatoren wurden zum Beispiel verbreitet bei
analogen Kondensatoren und Filtern für analoge oder Mischmodussignalanwendungen
in verdrahteten oder drahtlosen Kommunikationssystemen eingesetzt,
wie Entkopplungskondensatoren für
Leiterplatten von Hauptrechnern, Hochfrequenz(HF)-Kondensatoren
für hohe
Frequenzen sowie in eingebetteten DRAMs.
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Die 1 und 2 sind Querschnittansichten zweier
herkömmlicher
MIM-Kondensatoren,
wie sie von R. Liu et al., Proc. IITC, 111 (2000) beziehungsweise
M. Armacost et al., Proc. IEDM, 157 (2000) angegeben wurden. Die
Bezugszeichen 10 und 12 bezeichnen MIM-Kondensatoren,
und die Bezugszeichen 20, 30, 40 und 50 bezeichnen
eine untere Elektrode, eine dielektrische Schicht, eine obere Elektrode
beziehungsweise eine Deckschicht. Außerdem bezeichnen die Bezugszeichen
C/P_20, C/P_40, C/H, D/D_20, D/D_40 und D/R einen Kontaktstift der unteren
Elektrode, einen Kontaktstift der oberen Elektrode, Kontaktöffnungen, eine
Doppeldamaszener-Verdrahtungsschicht, die eine untere Elektrode kontaktiert,
eine Doppeldamaszener-Verdrahtungsschicht, die eine obere Elektrode
kontaktiert, beziehungsweise Damaszener-Bereiche. Weitere Teile der
MIM-Kondensatoren 10 und 20 entsprechen einer
Zwischenschicht oder anderen dielektrischen Schichten.
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In dem in 1 gezeigten MIM-Kondensator 10 ist
die untere Elektrode 20 über den Kontaktstift C/P_20
der unteren Elektrode mit einer nicht gezeigten Verdrahtungsschicht
elektrisch verbunden, und die obere Elektrode 40 ist über den
Kontaktstift C/P_40 der oberen Elektrode mit einer anderen, nicht gezeigten
Verdrahtungsschicht elektrisch verbunden. Der Kontaktstift CP_20
der unteren Elektrode und der Kontaktstift C/P_40 der oberen Elektrode
sind in ihren jeweiligen Kontaktöffnungen
C/H mit einem hohen Aspektverhältnis,
jedoch verschiedenen Tiefen ausgebildet. Speziell die C/H für den C/P_20
reicht tiefer als die C/H für
den C/P_40, da der C/P_20 die untere Elektrode 20 kontaktiert.
Wenn die Kontaktöffnung
C/H erzeugt wird, ist es schwierig, einen Ätzprozess präzise zu
steuern, damit das Ätzen
der C/H an der Oberseite der oberen Elektrode 40 und gleichzeitig
an der Oberseite der unteren Elektrode 20 stoppt. Daher
muss die obere Elektrode 40 mit einer vorgegebenen Dicke
derart gebildet werden, dass sie einen über das erforderliche Maß hinausgehenden Ätzprozess
aushält.
Mit zunehmender Dicke der oberen Elektrode 40 ist es jedoch
wahrscheinlicher, dass die dielektrische Schicht 30 unter
der oberen Elektrode 40 einem übermäßigen Ätzprozess bei der Strukturierung
der oberen Elektrode 40 ausgesetzt wird, und somit kann
die untere Elektrode 20 aufgrund der dielektrischen Schicht 30,
die weggeätzt
wird, freigelegt sein. Daher muss die dielektrische Schicht 30 auch
mit einer vorgegebenen Dicke derart gebildet werden, dass sie einen übermäßigen Ätzprozess aushält, und
dies führt
zu einer Abnahme der Kapazität
des gesamten Kondensators 10.
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In dem in 2 gezeigten MIM-Kondensator 12 sind
die Doppeldamaszener-Verdrahtungsschicht D/D_20 und die Doppeldamaszener-Verdrahtungsschicht
D/D_40 mit der unteren Elektrode 20 beziehungsweise der
oberen Elektrode 40 elektrisch verbunden. Sie sind in ihren
jeweiligen Damaszener-Bereichen D/R mit einem hohen Aspektverhältnis, jedoch
verschiedenen Tiefen ausgebildet. Um eine ausreichende Toleranz
für einen Ätzprozess
zur Bildung des Doppeldamaszener-Bereichs D/R zu erhalten, in dem
die Doppeldamaszener-Verdrahtungsschicht D/D_40 gebildet werden
soll, müssen
die Dicke der oberen Elektrode 40 und die Dicke der dielektrischen
Schicht 30 vergrößert werden,
was von der Abnahme der Kapazität
des gesamten Kondensators 12 begleitet wird.
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Außerdem besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit,
dass ein schlechter elektrischer Kontakt aufgrund von Nebenprodukten,
wie Polymer, auftritt, die während
der Bildung der Kontaktöffnungen
C/H und der Damaszener-Bereiche D/R erzeugt werden, da diese ein
hohes Aspektverhältnis
aufweisen. Mit anderen Worten, der Fertigungsprozess von herkömmlichen
MIM-Kondensatoren resultiert in vielen Schwierigkeiten, einschließlich der
Beschränkung der
Kapazität
eines Kondensators.
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Der Erfindung liegt als technisches
Problem die Bereitstellung einer MIM-Kondensatorstruktur sowie eines
zugehörigen
Herstellungsverfahrens zugrunde, mit denen sich die oben erwähnten Schwierigkeiten
ganz oder teilweise beheben lassen und sich insbesondere die Beschränkung der
Kondensatorkapazität
reduzieren lässt.
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Die Erfindung löst dieses Problem durch die Bereitstellung
einer MIM-Kondensatorstruktur
mit den Merkmalen der Ansprüche
1, 8 oder 20 und eines Herstellungsverfahrens mit den Merkmalen
der Ansprüche
29, 30, 40 oder 44.
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Vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
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Vorteilhafte, nachfolgend beschriebene
Ausführungsformen
der Erfindung sowie die zu deren besserem Verständnis oben erläuterten,
herkömmlichen
Ausführungsbeispiele
sind in den Zeichnungen dargestellt. Hierbei zeigen:
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1 und 2 Querschnittansichten herkömmlicher
MIM-Kondensatoren,
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3 ein
schematisches Ersatzschaltbild eines MIM-Kondensators gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung,
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4 ein
beispielhaftes Layout-Diagramm zur Bildung des MIM-Kondensators von 3,
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5 bis 7 Querschnittansichten von MIM-Kondensatoren,
die gemäß dem in 4 dargestellten Layout gebildet
wurden,
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8 ein
weiteres beispielhaftes Layout-Diagramm zur Bildung des MIM-Kondensators
von 3,
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9 bis 11 Querschnittansichten von MIM-Kondensatoren,
die gemäß dem in 8 dargestellten Layout gebildet
wurden,
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12 und 13 weitere beispielhafte
Layout-Diagramme zur Bildung des MIM-Kondensators von 3,
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14 ein
schematisches Ersatzschaltbild eines MIM-Kondensators gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung,
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15 ein
beispielhaftes Layout-Diagramm zur Bildung des MIM-Kondensators
von 14,
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16 ein
weiteres beispielhaftes Layout-Diagramm zur Bildung des MIM-Kondensators von 14,
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17 und 18 Querschnittansichten von MIM-Kondensatoren,
die gemäß dem in 15 gezeigten Layout gebildet
wurden,
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19 eine
Querschnittansicht eines MIM-Kondensators, der gemäß dem in 16 gezeigten Layout gebildet
wurde,
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20 ein
schematisches Ersatzschaltbild eines MIM-Kondensators gemäß noch einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung,
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21 ein
beispielhaftes Layout-Diagramm zur Bildung des MIM-Kondensators
von 20,
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22 ein
weiteres beispielhaftes Layout-Diagramm zur Bildung des MIM-Kondensators von 20,
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23 und 24 Querschnittansichten von MIM-Kondensatoren,
die gemäß dem in 21 gezeigten Layout gebildet
wurden,
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25 eine
Querschnittansicht eines MIM-Kondensators, der gemäß dem in 22 gezeigten Layout gebildet
wurde,
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26 bis 29 Querschnittansichten,
die ein Verfahren zur Herstellung des in 5 gezeigten MIM-Kondensators veranschaulichen,
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30 und 31 Querschnittansichten,
die ein Verfahren zur Herstellung des in 6 gezeigten MIM-Kondensators veranschaulichen,
und
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32 eine
Querschnittansicht, die ein Verfahren zur Herstellung des in 25 gezeigten MIM-Kondensators
veranschaulicht.
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In der folgenden detaillierten Beschreibung sind
zahlreiche spezifische Details dargelegt, um ein gründliches
Verständnis
der Erfindung bereitzustellen. Für
den Fachmann versteht es sich jedoch, dass die Erfindung ohne Beschränkung auf
diese spezifischen Details durchgeführt werden kann. In anderen Fällen wurden
allgemein bekannte Verfahren, Prozeduren, Komponenten und Schaltkreise
nicht detailliert beschrieben, um die Beschreibung der Erfindung nicht
zu überfordern.
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Ausführungsformen der Erfindung
beinhalten einen MIM-Kondensator, der eine hohe Kapazität aufweist
und ohne die Probleme hergestellt werden kann, die den Stand der
Technik beeinflussten. Ein derartiger Kondensator beinhaltet eine
obere Elektrode, eine untere Elektrode und eine dielektrische Schicht,
die zwischen der oberen und der unteren Elektrode liegt. Eine erste
Spannung kann an die obere Elektrode angelegt werden, und eine zweite Spannung,
die sich von der ersten Spannung unterscheidet, kann an die untere
Elektrode angelegt werden. Eine Verdrahtungsschicht, über welche
die erste Spannung an die obere Elektrode angelegt wird, befindet
sich in der gleichen Ebene oder in einer Ebene unter jener der unteren
Elektrode.
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3 ist
ein Ersatzschaltbild eines MIM-Kondensators 100 gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung. Der MIM-Kondensator 100 beinhaltet eine
untere Elektrode in einer Mn-Ebene und eine
obere Elektrode in einer Mn+1-Ebene. Eine
erste Spannung V1 wird über eine Verdrahtungsschicht
in einer Mn-1-Ebene, die unter der Mn-Ebene liegt, an die obere Elektrode in
der Mn+1-Ebene angelegt. Eine zweite Spannung
V2 wird über
eine Verdrahtungsschicht in der Mn-1-Ebene
an die untere Elektrode in der Mn-Ebene
angelegt. In dieser Offenbarung repräsentieren Mn-1 bis
Mn+1 die Ebenen von (n-1)ten bis (n+1)ten
Verdrahtungsschichten, wobei n eine ganze Zahl ist. In Abhängigkeit
von der Anwendung können die
Ebenen von Verdrahtungsschichten variieren, und die Positionen von
oberer und unterer Elektrode und Verdrahtungsschichten können ebenfalls
variieren.
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Der in 3 gezeigte
MIM-Kondensator 100 kann unter Verwendung eines Layouts
ausgeführt werden,
wie es in 4 gezeigt
ist. Bezugszeichen 112, 114, 120, 140 und
C/H1 repräsentieren
eine Struktur für
eine erste Verdrahtungsschicht, eine Struktur für eine zweite Verdrahtungsschicht,
eine Struktur für
eine untere Elektrode, eine Struktur für eine obere Elektrode beziehungsweise
eine Struktur für
eine Kontaktöffnung,
welche die erste Verdrahtungsschicht freilegt. Eine erste Spannung
V1 wird an die erste Verdrahtungsschicht 112 angelegt,
und eine zweite Spannung V2 wird an die zweite Verdrahtungsschicht 114 angelegt.
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MIM-Kondensatoren, die unter Verwendung des
in 4 gezeigten Layout-Diagramms
gebildet wurden, können
verschiedene Querschnittsformen entlang einer Linie A-A' aufweisen, wie in
den 5 bis 7 gezeigt. Bezugnehmend auf 5 weist der dortige MIM-Kondensator
eine Struktur auf, bei der eine obere Elektrode 140 so
angeordnet ist, dass sie eine untere Elektrode 120 überlappt,
und eine dielektrische Schicht 130 zwischen der oberen
und der unteren Elektrode 140 und 120 liegt. Die
obere Elektrode 140 ist aus einer leitfähigen Schicht in der Mn+1-Ebene
gebildet, und die erste Verdrahtungsschicht 112 ist aus
einer leitfähigen
Schicht in der Mn-1-Ebene gebildet. Die
obere Elektrode 140 kontaktiert die erste Verdrahtungsschicht 112,
an welche die erste Spannung V1 angelegt
wird, durch die Kontaktöffnung
C/H1, die in der dielektrischen Schicht 130 ausgebildet
ist. Die untere Elektrode 120 ist aus einer leitfähigen Schicht
in der Mn-Ebene gebildet und kontaktiert
direkt die zweite Verdrahtungsschicht 114, ohne eine Kontaktöffnung zu
verwenden. Die zweite Spannung V2 wird an
die zweite Verdrahtung 114 angelegt.
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Die zweite Verdrahtungsschicht 114 ist
aus einer leitfähigen
Schicht in der gleichen Ebene wie die erste Verdrahtungsschicht 112 gebildet.
Die Kontaktöffnung
C/H1 ist ausgebildet, um die Oberfläche der ersten Verdrahtungsschicht 112 vor
der Bildung der oberen Elektrode 140 freizulegen. Daher
unterscheidet sich die Kontaktöffnung
C/H1 wesentlich von der Kontaktöffnung
C/H in dem in 1 gezeigten
herkömmlichen
MIM-Kondensator 10,
da die Kontaktöffnung
C/H dazu ausgebildet ist, die Oberseite der oberen Elektrode 40 bzw.
der unteren Elektrode 20 freizulegen.
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Gemäß Ausführungsformen der Erfindung brauchen
die obere Elektrode und eine dielektrische Schicht nicht so dick
gebildet werden wie in den oben erwähnten herkömmlichen Techniken. Mit anderen Worten
ist es möglich,
die Dicke der dielektrischen Schicht zu minimieren und weiterhin
einen MIM-Kondensator zu bilden, der eine hohe Kapazität aufweist. Außerdem ist
das Aspektverhältnis
der Kontaktöffnung
C/H1 sehr klein, da die Dicke der dielektrischen Schicht 130,
in der die Kontaktöffnung
C/H1 ausgebildet ist, sehr gering ist. Demgemäß ist es viel weniger wahrscheinlich,
dass die Probleme, welche die Kontaktöffnungen C/H von 1 begleiten, die ein hohes
Aspektverhältnis
aufweisen, in der erfindungsgemäßen Ausführungsform
auftreten.
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Wie in 5 gezeigt,
ist es bevorzugt, dass die erste und die zweite Verdrahtungsschicht 112 und 114 in
einer Damaszener-Verdrahtungsschicht ausgebildet sind, die in einer
dielektrischen Zwischenschicht 105 eingebettet ist, damit
eine planarisierte Oberseite zur Minimierung einer Stufendifferenz
vorliegt. Die Damaszenerverdrahtungsschicht wird mittels Aufbringen
einer leitfähigen
Schicht in Gräben
T1 und T2, die in
der dielektrischen Zwischenschicht 105 ausgebildet sind,
und Durchführen
eines chemisch-mechanischen Poliervorgangs (CMP) erzeugt. Die Damaszener-Verdrahtungsschicht
kann eine Barrierenmetallschicht 110, die an den inneren
Seitenwänden
und der Bodenfläche
jedes der Gräben
T1 und T2 ausgebildet
ist, sowie eine leitfähige
Schicht 111 beinhalten, welche die Gräben T1 und
T2 füllt.
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Die obere Elektrode 140 ist
mit einer oberen dielektrischen Zwischenschicht bedeckt, so dass
sie von einer nicht gezeigten oberen Struktur isoliert werden kann.
Die obere dielektrische Zwischenschicht umfasst vorzugsweise eine
Deckschicht 150 zum Schutz der oberen Elektrode 140 und
eine dielektrische Zwischenschicht 155.
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Verbindungen zwischen der ersten
und der zweiten Verdrahtungsschicht 112 und 114 und
weiteren Verdrahtungsschichten sowie Prozesse zur Herstellung von
Verdrahtungsschichten in einer Ebene über der Mn+1-Ebene können in
Abhängigkeit
von der Anwendung variieren.
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Die Abmessungen der oberen und der
unteren Elektrode 140 und 120 können ebenfalls
in Abhängigkeit
von der Anwendung variieren, vorzugsweise um die effektive Fläche einer
Kondensatorelektrode zu maximieren, d.h. das Oberflächengebiet der
oberen und der unteren Elektrode 140 und 120, die
einander gegenüberliegen.
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In 6 werden,
anders als bei der in 5 gezeigten
Struktur, bei der die erste und die zweite Verdrahtungsschicht 112 und 114 mittels
CMP an leitfähigen
Schichten erzeugt werden, die erste und die zweite Verdrahtungsschicht 112 und 114 mittels Durchführen von
CMP an einer dielektrischen Zwischenschicht 105 erzeugt.
Mit anderen Worten wird eine leitfähige Schicht auf einer unteren
dielektrischen Zwischenschicht
102 gebildet und unter Verwendung
eines herkömmlichen
Photolithographieprozesses strukturiert, wodurch Strukturen für die erste
und die zweite Verdrahtungsschicht 112 und 114 gebildet
werden. Als nächstes
wird die dielektrische Zwischenschicht 105 auf der unteren
dielektrischen Zwischenschicht 102 aufgebracht, und ein CMP-Prozess
wird an der dielektrischen Zwischenschicht 105 derart durchgeführt, dass
sie oberseitig mit den Strukturen für die erste und die zweite
Verdrahtungsschicht 112 und 114 fluchtet. Weitere
Elemente des in 6 gezeigten
MIM-Kondensators und ihre Strukturen entsprechen den Elementen des in 5 gezeigten MIM-Kondensators
und deren Strukturen.
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Bezugnehmend auf 7 sind die erste und die zweite Verdrahtungsschicht 112 und 114 sehr dünn und brauchen
somit nicht mittels CMP planarisiert zu werden. Speziell sind die
erste und die zweite Verdrahtungsschicht 112 und 114 Verdrahtungsstrukturen,
die durch Strukturieren auf einer unteren dielektrischen Zwischenschicht 102 erzeugt
werden. Eine untere Elektrode 120 wird derart strukturiert, dass
sie von der ersten Verdrahtungsschicht 112 isoliert ist,
jedoch die zweite Verdrahtungsschicht 114 direkt kontaktiert.
Die Isolierung der ersten Verdrahtungsschicht 112 von der
unteren Elektrode 120 wird durch Bilden einer dielektrischen
Schicht 130 erreicht, wie dargestellt. Weitere Elemente
des in 7 gezeigten MIM-Kondensators
und ihre Strukturen entsprechen den Elementen des in 5 gezeigten MIM-Kondensators
und deren Strukturen und werden daher nicht weiter erörtert.
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8 ist
ein weiteres beispielhaftes Layout zur Bildung des MIM-Kondensators gemäß dem schematischen
Diagramm von 3. Dieses
Layout unterscheidet sich von dem in 4 dargestellten Layout
dahingehend, dass des Weiteren eine Struktur für eine Kontaktöffnung C/H2
enthalten ist, durch welche die Oberseite einer zweiten Verdrahtungsschicht 114 freigelegt
wird.
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Die 9 bis 11 sind Querschnittansichten von
MIM-Kondensatoren gemäß dem in 8 gezeigten Layout entlang
einer Linie B-B' von 8.
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Bezugnehmend auf 9 ist eine obere dielektrische Zwischenschicht 115 auf
einer unteren dielektrischen Zwischenschicht 105 ausgebildet,
in der die erste und die zweite Verdrahtungsschicht 112 und 114 eingebettet
sind, und eine untere Elektrode 120 ist auf der dielektrischen
Zwischenschicht 115 ausgebildet. Die untere Elektrode 120 ist
die gleiche wie diejenige von 5 mit
der Ausnahme, dass sie so ausgebildet ist, dass sie die zweite Verdrahtungsschicht 114 durch
die Kontaktöffnung
C/H2 hindurch direkt kontaktiert, die in der oberen dielektrischen Zwischenschicht 115 ausgebildet
ist. Außerdem
ist eine obere Elektrode 140 derart ausgebildet, dass sie die
erste Verdrahtungsschicht 112 durch eine Kontaktöffnung C/H1
hindurch direkt kontaktiert, die in einer dielektrischen Schicht 130 und
der oberen dielektrischen Zwischenschicht 115 ausgebildet
ist. Die Kontaktöffnung
C/H1 weist ein niedriges Aspektverhältnis auf, da die Kontaktöffnung C/H1
in der dielektrischen Schicht 130 und der oberen dielektrischen Zwischenschicht 115 ausgebildet
ist.
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Bezugnehmend auf 10 wird bei diesem Ausführungsbeispiel
ein CMP an einer dielektrischen Zwischenschicht 105 durchgeführt, um
die Oberseiten der ersten und der zweiten Verdrahtungsschicht 112 und 114 auf
gleiche Höhe
zueinander zu bringen. Als Folge des CMP sind die erste und die
zweite Verdrahtungsschicht 112 und 114 in der
dielektrischen Zwischenschicht 105 eingebettet.
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Ein in 11 gezeigter
MIM-Kondensator ist dem in 9 gezeigten ähnlich,
mit der Ausnahme, dass die erste und die zweite Verdrahtungsschicht 112 und 114 durch
Strukturieren auf einer unteren dielektrischen Zwischenschicht 102 erzeugt
werden und nach deren Strukturierung ei ne dielektrische Zwischenschicht 115 ohne
Durchführen
von CMP gebildet wird.
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Die 12 und 13 sind weitere beispielhafte Layouts
zur Erzeugung des MIM-Kondensators gemäß dem schematischen Diagramm
von 3. Diese Layout-Diagramme
unterscheiden sich von den Layouts der 4 und 8 dahingehend,
dass Strukturen für
Kontaktöffnungen
C/H1' und C/H2' eine Mehrzahl separater
Strukturen beinhalten.
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14 ist
ein Ersatzschaltbild eines MIM-Kondensators 200 gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung. Der MIM-Kondensator 200 beinhaltet eine
untere Elektrode, die in der Mn-Ebene ausgebildet
ist, sowie eine obere Elektrode, die in der Mn+1-Ebene
ausgebildet ist. Eine erste Spannung V1 wird über eine
Verdrahtungsschicht, die in der Mn-1-Ebene ausgebildet
ist, die unter der Ebene der unteren Elektrode liegt, an die obere
Elektrode angelegt. Eine zweite Spannung V2 wird über eine
in einer Mx-Ebene, mit x > n + 1, ausgebildete
Verdrahtungsschicht an die untere Elektrode angelegt.
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Der MIM-Kondensator 200 gemäß dieser Ausführungsform
der Erfindung kann unter Verwendung von Layouts, wie sie in den 15 und 16 beispielhaft gezeigt sind, ausgeführt werden.
Bezugszeichen 212, 220 und 240 repräsentieren
eine erste Verdrahtungsschichtstruktur, eine untere Elektrodenstruktur
beziehungsweise eine obere Elektrodenstruktur. Die erste Referenzspannung
V1 wird an die Verdrahtungsschichtstruktur 212 angelegt.
Bezugszeichen C/H1 und C/H3 repräsentieren
eine Kontaktöffnungsstruktur
zum Freilegen der ersten Verdrahtungsschicht 212 beziehungsweise
eine Kontaktöffnungsstruktur
zum Freilegen der unteren Elektrode 220. Die Layoutstruktur
von 16 maximiert die
effektive Fläche
eines MIM-Kondensators. In 16 weist
die untere Elektrodenstruktur 220 einen Fortsatz an einer
Kante auf, und die Kontaktöffnungsstruktur
C/H3 ist in dem Fortsatz angeordnet. Die Kontaktöffnungsstruk turen C/H2 und
C/H3 können durch
eine Mehrzahl getrennter Strukturen substituiert werden, entsprechend
den Beispielen der 12 und 13.
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Die Querschnitte von MIM-Kondensatoren, die
unter Verwendung der in den 15 oder 16 gezeigten Layouts gebildet
wurden, weisen verschiedene Strukturen auf, wie in den 17 bis 19 gezeigt.
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Bezugnehmend auf 17 weist der dortige MIM-Kondensator
eine Struktur auf, bei der eine obere Elektrode 240 so
angeordnet ist, dass sie eine untere Elektrode 220 überlappt,
und eine dielektrische Schicht 230 ist zwischen der oberen
und der unteren Elektrode 240 und 220 positioniert.
Die obere Elektrode 240 kontaktiert eine erste Verdrahtungsschicht 212,
an welche die erste Spannung V1 angelegt
wird, über
eine Kontaktöffnung
C/H1, durch welche die Oberseite der ersten Verdrahtungsschicht 212 freigelegt
ist. Die obere Elektrode 240 ist aus einer leitfähigen Schicht
in der Mn+1-Ebene gebildet, die erste Verdrahtungsschicht 212 ist
aus einer leitfähigen
Schicht in der Mn-1-Ebene gebildet, und
die untere Elektrode 220 ist aus einer leitfähigen Schicht
in der Mn-Ebene gebildet. Die untere Elektrode 220 kontaktiert
eine zweite, nicht gezeigte Verdrahtungsschicht in der Mx-Ebene, mit x > n + 1, an welche die zweite Spannung
V2 angelegt wird, über einen Kontaktstift C/P_220,
der eine Kontaktöffnung
C/H3 füllt.
Die Kontaktöffnung
C/H3 ist in oberen dielektrischen Zwischenschichten 255 und 250 und
einer dielektrischen Schicht 230 derart ausgebildet, dass
sie die Oberseite der unteren Elektrode 220 freilegt. Gemäß dieser Ausführungsform
der Erfindung ist es möglich,
einen MIM-Kondensator mit einer dielektrischen Schicht mit minimierter
Dicke zu bilden, obwohl die untere Elektrode 220 mit der
zweiten Verdrahtungsschicht über
den Kontaktstift C/P_220 verbunden ist.
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18 zeigt
die Struktur eines MIM-Kondensators, bei dem eine erste Verdrahtungsschicht 212 in
eine dielektrische Zwischenschicht 205 ein gebettet ist,
die mittels CMP planarisiert wurde. 19 zeigt die
Struktur eines weiteren MIM-Kondensators, bei dem eine erste Verdrahtungsschicht 212 durch
Bilden einer weiteren dielektrischen Zwischenschicht 215 nach
dem Bilden der ersten Verdrahtungsschicht 212 auf einer
unteren dielektrischen Zwischenschicht 202 von einer unteren
Elektrode 220 isoliert ist. In dem MIM-Kondensator von 19 wird kein CMP-Prozess durchgeführt.
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20 ist
ein Ersatzschaltbild eines MIM-Kondensators 300 gemäß noch einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung. Der MIM-Kondensator 300 beinhaltet
eine in der Mn-Ebene ausgebildete untere
Elektrode und eine in der Mn+1-Ebene ausgebildete
obere Elektrode. Die erste Spannung V1 wird über eine
in der gleichen Ebene Mn wie die untere Elektrode
ausgebildete Verdrahtungsschicht an die obere Elektrode angelegt.
Die zweite Spannung V2 wird über eine
in einer Mx-Ebene, mit x > n + 1, ausgebildete
Verdrahtungsschicht an die untere Elektrode der Mn-Ebene
angelegt. Der MIM-Kondensator 300 gemäß dieser Ausführungsform
kann unter Verwendung der Layouts, wie sie in den 21 oder 22 beispielhaft
gezeigt sind, ausgeführt
werden. In 21 repräsentieren
Bezugszeichen 320, 322 und 340 eine untere
Elektrodenstruktur, eine erste Verdrahtungsschichtstruktur, an welche
die erste Spannung V1 angelegt wird, beziehungsweise
eine obere Elektrodenstruktur. Bezugszeichen C/H1 und C/H3 repräsentieren
eine Kontaktöffnungsstruktur,
durch die eine erste Verdrahtungsschicht 322 freigelegt wird,
beziehungsweise eine Kontaktöffnung,
durch die eine untere Elektrode freigelegt wird. 22 ist ein beispielhaftes Layout-Diagramm
zur Bildung eines MIM-Kondensators, um die effektive Fläche des MIM-Kondensators
noch mehr zu maximieren. Das in 22 gezeigte
Layout ist das gleiche wie von 21,
mit der Ausnahme, dass die untere Elektrodenstruktur 320 einen
Fortsatz an einer Kante aufweist und die Kontaktöffnungsstruktur C/H3 in dem Fortsatz
angeordnet ist. Wie in den 12 und 13 dargestellt, können die
Kontaktöffnungsstrukturen C/H2
und C/H3 unter Verwendung mehrerer getrennter Strukturen erzeugt
werden.
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Die Querschnitte von MIM-Kondensatoren, die
unter Verwendung der in den 21 oder 22 gezeigten Layouts ausgeführt sind,
können
verschiedene Strukturen aufweisen, wie in den 23 bis 25 gezeigt,
die Querschnittansichten derartiger MIM-Kondensatoren entlang von
Linien D-D' der 21 und 22 sind.
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Bezugnehmend auf 23 ist eine obere Elektrode 340 derart
angeordnet, dass sie eine untere Elektrode 320 überlappt,
und eine dielektrische Schicht 330 ist zwischen der oberen
und der unteren Elektrode 340 und 320 positioniert.
Die obere Elektrode 340 kontaktiert eine erste Verdrahtungsschicht 322,
an welche die erste Spannung V1 angelegt
wird, durch eine Kontaktöffnung
C/H1, die in der dielektrischen Schicht 330 ausgebildet
ist, um die erste Verdrahtungsschicht 322 freizulegen.
Die obere Elektrode 340 ist aus einer leitfähigen Schicht
in der Mn+1-Ebene gebildet, die erste Verdrahtungsschicht 322 ist
aus einer leitfähigen
Schicht in der Mn-Ebene gebildet, und die
untere Elektrode 320 ist aus einer leitfähigen Schicht
der Mn-Ebene gebildet. Ein Kontaktstift
C/P_320 ist so ausgebildet, dass er die Kontaktöffnung C/H3 füllt, die
in dielektrischen Zwischenschichten 355 und 350 und
durch die dielektrische Schicht 330 hindurch ausgebildet
ist, um die Oberseite der unteren Elektrode 320 freizulegen.
Die untere Elektrode 320 ist mit einer zweiten, nicht gezeigten Verdrahtungsschicht
in der Mx Ebene, mit x > n + 1, verbunden. Die zweite Spannung
V2 wird mittels des Kontaktstifts C/P_320,
der in der Kontaktöffnung C/H3
ausgebildet ist, an die untere Elektrode 320 angelegt.
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Hinsichtlich der Minimierung einer
Stufendifferenz ist es bevorzugt, dass die Oberseiten der unteren
Elektrode 320 und der ersten Verdrahtungsschicht 322 auf
gleicher Höhe
zueinander liegen. In 23 sind
die un tere Elektrode 320 und die erste Verdrahtungsschicht 322 Damaszener-Verdrahtungsschichten,
die durch Aufbringen einer leitfähigen
Schicht in Gräben
Tb und T2, die in
einer dielektrischen Schicht 305 ausgebildet sind, und
Planarisieren der leitfähigen
Schicht unter Verwendung von CMP erzeugt werden. Die Damaszener-Verdrahtungsschichten
beinhalten eine Barrierenmetallschicht 310, die an den
Innenwänden
und dem Boden von jedem der Gräben
Tb und T2 ausgebildet
ist, sowie eine planarisierte leitfähige Schicht 311,
welche die Gräben
Tb und T2 füllend ausgebildet
ist. Verbindungen zwischen der ersten Verdrahtungsschicht 322 und
anderen Verdrahtungsschichten sowie Prozesse zur Herstellung von
Verdrahtungsschichten in einer höheren
Ebene als der Mn+1-Ebene können in Abhängigkeit von der Anwendung
variieren.
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Ein in 24 gezeigter
MIM-Kondensator ist der gleiche wie der in 23 gezeigte MIM-Kondensator, mit der
Ausnahme, dass sich eine untere Elektrode 320 und eine
erste Verdrahtungsschicht 322 auf einer unteren dielektrischen
Zwischenschicht 302 befinden und in eine dielektrische
Zwischenschicht 305 eingebettet sind, die mittels CMP planarisiert wurde.
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Bezugnehmend auf 25 sind eine untere Elektrode 320 und
eine erste Verdrahtungsschicht 322 dünn auf einer unteren dielektrischen
Zwischenschicht 302 ausgebildet. Somit ist es möglich, einen MIM-Kondensator
ohne Durchführen
eines CMP-Prozesses herzustellen, wenn die untere Elektrode 320 und
die erste Verdrahtungsschicht 322 unter Verwendung lediglich
einer dielektrischen Schicht 330 elektrisch entkoppelt
werden können.
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Als nächstes wird unter Bezugnahme
auf die 26 bis 29 ein beispielhaftes Verfahren
zur Herstellung des in 5 gezeigten
MIM-Kondensators unter Verwendung des in 4 gezeigten Layouts beschrieben.
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Bezugnehmend auf 26 werden Gräben T1 und
T2 in einer dielektrischen Zwischenschicht 105 auf
einem nicht gezeigten Substrat erzeugt. Eine Barrierenschicht 110 wird
an den Innenwänden
und dem Boden des ersten und zweiten Grabens T1 und
T2 gebildet, die in der dielektrischen Schicht 105 ausgebildet
sind. Die Barrierenschicht 110 kann aus einer Übergangsmetallschicht,
einer Übergangsmetall-Legierungsschicht
oder einer Übergangsmetall-Verbindungsschicht
oder aus jeglicher Kombination derselben gebildet werden. Die Barrierenschicht 110 kann zum
Beispiel aus einer Ta-Schicht, einer TaN-Schicht, einer TaSiN-Schicht, einer TiN-Schicht, einer
TiSiN-Schicht, einer WN-Schicht oder einer WSiN-Schicht gebildet
werden. Die Barrierenschicht 110 wird eingebracht, um eine
Diffusion von Metallatomen der Metallschicht, die den ersten und
den zweiten Graben T1 und T2 füllt, in
die dielektrische Zwischenschicht 105 zu verhindern. Als
nächstes wird
eine leitfähige
Schicht 111, zum Beispiel eine Metallschicht, auf der Barrierenschicht 110 erzeugt, um
den ersten und den zweiten Graben T1 und
T2 vollständig zu füllen.
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Die leitfähige Schicht 111 kann
aus jedem beliebigen niederohmigen Material gebildet werden, das
für einen
Damaszener-Prozess geeignet ist. Die leitfähige Schicht 111 kann
zum Beispiel aus einer Kupfer(Cu)-Schicht gebildet werden. Speziell wird eine
Kupferkristallkeimschicht auf der Barrierenschicht 110 gebildet,
die an den Innenwänden
und dem Boden der Gräben
T1 und T2 ausgebildet
ist. Als nächstes
wird die leitfähige
Schicht 111, die aus einer Kupferschicht besteht, auf der
Kupferkristallkeimschicht unter Verwendung von Elektroplattieren
gebildet, um die Gräben
T1 und T2 vollständig zu
füllen.
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Danach werden, wie in 27 gezeigt, die leitfähige Schicht 111 und
die Barrierenschicht 110 unter Verwendung von CMP planarisiert,
bis die Oberseite der dielektrischen Zwischenschicht 105 freigelegt
ist. Als Folge der Planarisation werden Verdrahtungsschichten auf
einem Mn-1- Niveau, d.h. eine erste und eine zweite
Verdrahtungsschicht 112 und 114, ohne Stufendifferenz
gebildet.
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Als nächstes wird eine leitfähige Schicht
auf einem Mn-Niveau auf der gesamten Oberfläche des Substrats
aufgebracht und unter Verwendung herkömmlicher Photolithographie
strukturiert, so dass eine untere Elektrode 120 erzeugt
wird, welche die zweite Verdrahtungsschicht 114 direkt
kontaktiert. Die untere Elektrode 120 kann zum Beispiel
aus einer Metallschicht, einer Metallverbindungsschicht oder einer
Kombination derselben gebildet werden. Die untere Elektrode 120 kann
zum Beispiel aus einer Al-Schicht, einer Ta-Schicht, einer TaN-Schicht, einer
TaSiN-Schicht, einer
TiN-Schicht, einer TiSiN-Schicht, einer WN-Schicht, einer WSiN-Schicht oder
jeder beliebigen Kombination derselben gebildet werden. Alternativ
kann die untere Elektrode 120 aus einer Doppelschicht aus
einer Ta-Schicht und einer Cu-Schicht, einer Doppelschicht aus einer TaN-Schicht
und einer Cu-Schicht, einer Dreifachschicht aus einer Ta-Schicht,
einer TaN-Schicht und einer Cu-Schicht oder einer Dreifachschicht
aus einer TiN-Schicht, einer AlCu-Schicht und einer TiN-Schicht und so weiter
gebildet werden.
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Als nächstes wird, wie in 28 gezeigt, eine dielektrische
Schicht 130 auf der gesamten Oberfläche des Substrats gebildet,
auf dem die untere Elektrode 120 ausgebildet ist, und strukturiert,
um eine Kontaktöffnung
C/H1 zu bilden, durch welche die erste Verdrahtungsschicht 112 freigelegt
wird. Die dielektrische Schicht 130 kann aus jedem beliebigen Material
gebildet werden, solange die Dielektrizitätskonstante des Materials hoch
genug ist, um die Kapazität
des späteren
MIM-Kondensators zu steigern. Die dielektrische Schicht 130 kann
zum Beispiel aus einer SiO2-Schicht, einer
SixNy-Schicht, einer
SixCy Schicht, einer
SixOyNz-Schicht, einer SixOyCz-Schicht, einer
AlxOy-Schicht, einer
HfxOy-Schicht oder
einer TaxOy-Schicht
gebildet werden. Wenn die untere Elektrode 120 aus einem
auf Kupfer basierenden Material gebildet wird, wird die dielektrische
Schicht 130 vorzugsweise aus einer SixNy-Schicht, einer SixCy-Schicht, einer Doppelschicht aus einer
SixNy-Schicht und
einer Oxidschicht oder einer Doppelschicht aus einer SixCy Schicht und einer Oxidschicht gebildet.
Die dielektrische Schicht 130 kann zum Beispiel aus einer
Doppelschicht aus einer SixNy-Schicht und
einer SixOyCz-Schicht,
einer Doppelschicht aus einer SixNy-Schicht und einer TEOS-Schicht, einer Doppelschicht aus einer
SixNy-Schicht und
einer PEOX-Schicht,
einer Doppelschicht aus einer SixCy Schicht und einer SixOyCz-Schicht, einer Doppelschicht
aus einer SixCy Schicht
und einer TEOS-Schicht
oder einer Doppelschicht aus einer SixCy Schicht und einer PEOX-Schicht gebildet
werden. Es ist möglich,
die Leckstromcharakteristik eines Kondensators durch Bilden der
dielektrischen Schicht 130 aus einer Doppelschicht aus
einer SixNy-Schicht
und einer Oxidschicht oder einer Doppelschicht aus einer SixCy Schicht und einer
Oxidschicht zu verbessern.
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Danach wird eine leitfähige Schicht
einer Mn+1-Ebene auf der gesamten Oberfläche des
Substrats aufgebracht und unter Verwendung von herkömmlicher
Photolithographie strukturiert, wodurch eine obere Elektrode 140 erzeugt
wird, um die erste Verdrahtungsschicht 112 über die
Kontaktöffnung C/H1
zu kontaktieren. Hierbei kann die obere Elektrode 140 aus
der gleichen leitfähigen
Schicht wie die untere Elektrode 120 gebildet werden.
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Als nächstes werden, wie in 29 gezeigt, eine Deckschicht 150 und
eine dielektrische Zwischenschicht 155 sequentiell gebildet,
um die obere Elektrode 140 zu schützen. Die Deckschicht 150 und die
dielektrische Zwischenschicht 155 können aus einer TEOS-Schicht,
einer PEOX-Schicht,
einer SixOyCz Schicht, einer SixOyFz Schicht oder
einer SixNy-Schicht gebildet
werden. Verbindungen zwischen der ersten und der zweiten Verdrahtungsschicht 112 und 114 und
anderen Verdrahtungsschichten und Prozesse zur Herstellung von Verdrahtungsschichten in einer
Ebene, die über
der Mn+1-Ebene liegt, können in Abhängigkeit von der Anwendung
variieren.
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Die 30 und 31 sind Querschnittansichten,
die Teile eines Verfahrens zur Herstellung des in 6 gezeigten MIM-Kondensators unter Verwendung
des in 4 gezeigten Layouts
darstellen.
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Wie in 30 gezeigt,
wird eine leitfähige Schicht
in einer Mn-1-Ebene auf einer unteren dielektrischen
Zwischenschicht 102 gebildet und unter Verwendung von herkömmlicher
Photolithographie strukturiert, womit die erste und die zweite Verdrahtungsschicht 112 und 114 gebildet
werden. Eine dielektrische Zwischenschicht 105 wird mit
einer vorgegebenen Dicke gebildet, so dass die erste und die zweite
Verdrahtungsschicht 112 und 114 voneinander isoliert
werden können.
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Wie in 31 gezeigt,
wird ein CMP-Prozess an der dielektrischen Zwischenschicht 105 derart
durchgeführt,
dass sie auf einer Höhe
mit den Oberseiten der ersten und der zweiten Verdrahtungsschicht 112 und 114 fluchtet.
Als Folge des CMP-Prozsses sind die erste und die zweite Verdrahtungsschicht 112 und 114 elektrisch
isoliert und planarisiert. Nachfolgende Prozesse sind die gleichen oder ähnlich wie
die entsprechenden Prozesse, die vorstehend unter Bezugnahme auf
die 27 bis 29 beschrieben wurden.
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Als nächstes wird unter Bezugnahme
auf 32 ein Verfahren
zur Herstellung eines Teils des MIM-Kondensators gemäß der dritten
Ausführungsform
der Erfindung beschrieben, die in 25 gezeigt
ist.
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Eine leitfähige Schicht in einer Mn-Ebene wird auf einer unteren dielektrischen
Zwischenschicht 302 gebildet und unter Verwendung von herkömmlicher
Photolithographie strukturiert, wodurch eine untere Elektrode 320 und
eine erste Verdrahtungsschicht 322 gebildet werden. Als nächstes wird eine
dielektrische Schicht 330 aufgebracht und strukturiert,
wodurch eine Kontaktöffnung
C/H1 gebildet wird, durch welche die erste Verdrahtungsschicht 322 freigelegt
wird. Nachfolgende Prozesse können unter
Verwendung von Verfahren durchgeführt werden, die dem Fachmann
allgemein bekannt sind, wodurch ein MIM-Kondensator mit dem in 25 gezeigten Querschnitt
gebildet wird.