DE1034580B - Verfahren zum Herstellen geklebter und wasserdichter Textilnaehte-Abdeckungen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen geklebter und wasserdichter Textilnaehte-AbdeckungenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M23/00—Treatment of fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, characterised by the process
- D06M23/16—Processes for the non-uniform application of treating agents, e.g. one-sided treatment; Differential treatment
- D06M23/18—Processes for the non-uniform application of treating agents, e.g. one-sided treatment; Differential treatment for the chemical treatment of borders of fabrics or knittings; for the thermal or chemical fixation of cuttings, seams or fibre ends
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Description
- Verfahren zum Herstellen geklebter und Wasserdichter Textilnähte-Abdeckungen Die Erfindung betrifft -ein. Verfahren zum Herstellen geklebter.urideassetdichter TextilriähterAbdeckungen.
- Es ist bekannt, Nähte, die bei der Verarbeitung von beschichteten oder gummierten Textilien entstehen, beispielsweise in der Konfektion, mittels Textilstreifen abzudecken und zu bekleben. Sie sollen hierdurch entweder unmittelbar verbunden oder sofern eine genähte Naht vorhanden ist, soll diese kaschiert werden. Handelt es sich bei der Herstellung um Regen- oder Arbeitsschutzkleidung, so müssen die Nähte wasserdicht gemacht werden.
- Bei dem Kaschieren oder Wasserdichtmachen der Nähte ist bisher so verfahren worden, daß die Nähte mit einer Klebemasse bestrichen wurden und auf diesem bestrichenen Streifen ein in Streifen zurechtgeschnittener, ebenfalls mit Klebstoff bestrichener Stoff aufgedrückt wurde. Wegen seiner Stärke - er trug oben gegebenenfalls eine Gummischicht und unten eine Kleberschicht - paßte sich der Stoffstreifen zuwenig der Näht des Kleidungsstückes an und löste sich erfahrungsgemäß in kurzer Zeit wieder. Die Verwendung feingewebter Stoffstreifen bringt auch keine Besserung, weil in beiden Fällen der große Nachteil des Austräufelns der Stoffstreifenrandfäden an der Schnittkante und damit ein in kurzer Zeit hervorgerufenes schlechtes Aussehen bestehenbleibt.
- Es ist bekannt, unbeklebte Trägerbänder für den Strumpfhalterklemmenknopf mittels Naht zusammenzunähen, deren Wirkung aber meistens dadurch beseitigt wird, daß sich der Ober- oder Unterfaden der Naht löst. Bekannt ist auch, beispielsweise für Daunensteppdecken Abdichtungsstreifen zu verwenden, die aus beiderseits auf eine mit Klebstoff behandelte dünne Schicht einfachen glatten Stoffes, beispielsweise glattflächigen Gewebes, Papiers od. dgl., aufgebrachten, auf der Pelztrommel einer Krempel erzeugten wollartigen Florlagen bestehen, die unter Anwendung von Wärme und Druck mit der mittleren Schicht zusammengewalzt sind.
- Alle diese Maßnahmen konnten aber nicht verhindern, daß die Abdeckung der Nähte durchweg eine geringere Lebensdauer aufweist, als die Haltbarkeit des Textilstückes sonst beträgt.
- Die Erfindung beseitigt diese Nachteile. Sie verlängert die Haltbarkeit einer geklebten und wasserdichten Textilnähte-Abdeckung praktisch auf die Benutzungsdauer des Kleidungsstückes. Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß als Abdeckung der Textilnähte ein an sich bekanntes nichtmercerisiertes Textilband mit festgewebten Kanten verwendet wird, das einseitig mit einem einen Weichmacher enthaltenden Klebstoff in solch geringer Menge bestrichen wird, daß nur die an der Oberfläche liegenden Fasern des Bandes aufgequollen werden.
- Das in üblicher Weise reit festen und verstärkten Kanten in der jeweils benötigten Breite gewebte Textilband wird in der erforderlichen Farbe eingefärbt, paßt sich also vollkommen der Farbe des abzudichtenden Stückes an. Die festgewebten Kanten verhüten das unangenehme Austräufeln der Randfäden an den Schnittkanten der bisher üblichen Stoffstreifen.
- Die Erfindung berücksichtigt ferner den Umstand, daß die bekannten Weichmacher die Eigenschaft haben, sich nach einer gewissen Zeit zu verflüchtigen, worauf die Biegsamkeit und Elastizität des Klebstoff-Filmes nachläßt. Er wird dann spröde und brüchig. Solche Nahtverschlüsse heben sich bei Reib- und Knitterbewegungen nach und nach von der Unterlage ab: Wie die Erfahrung gezeigt hat, beträgt beispielsweise die Verflüchtigungszeit des Weichmachers etwa 25 bis 30% der Haltbarkeit eines Regenmantels.
- Durch das einseitig in geringer Menge erfolgende Auftragen von Klebstoff und Weichmacher quellen nur die an der Oberfläche des die Nähte abdeckenden Textilbandes liegenden Fasern auf. Die Barunterliegenden weiteren Fasern des Bandes bleiben unbeeinflußt. Sie bilden eine schützende Decke über dem Weichmacher, der ihn vor direkten Luft- und Wärmeeinwirkungen bewahrt und seine Verflüchtigungsdauer wesentlich hinauszögert. Damit wird die Brauchbarkeit des Bekleidungsstückes, z. B. eines auch in den Nähten wasserdicht bleibenden Regenmantels, erheblich verlängert.
- Die durch die Klebemasse mit dem hinzugegebenen Weichmacher erreichte teilweise Spaltung der obersten Faserschichten bewirkt eine intensive Verbindung zwischen Kleber und der gequollenen Faser, die sich jedoch nur an der Oberfläche der durch die Klebemasse bestrichenen Bandseite ergibt, wobei gleichzeitig das Pigment der Klebeschicht als Schutz gegen Verschleiß der gequollenen Fasern wirkt. Die größere Haft- bzw. Klebefähigkeit ergibt sich aus der vergrößerten Oberfläche der gequollenen Fasern.
- Nachdem die Naht oder sonstige Verbindungsstelle ebenfalls mit derselben Klebemasse bestrichen wurde, wird das vorstehend beschriebene Band auf diese Stelle aufgelegt und mit leichtem Druck angedrückt. Der Druck unter Wärme, beispielsweise durch ein Bügeleisen, erweist sich als besonders vorteilhaft. Der Kleber wird dadurch zähflüssiger, füllt die Unebenheiten; z. B: Nadelstiche im Stoff, gut aus und vulkanisiert, wodurch nach dem Erkalten eine innige Verbindung hergestellt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen geklebter und wasserdichter Textilnähte-Abdeckungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein nichtmercerisiertes Textilband mit festgewebten Kanten mit einem einen Weichmacher enthaltenden Klebstoff einseitig in solch geringer Menge bestrichen wird, daß nur die an der Oberfläche liegenden Fasern des Bandes aufgequollen werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 684 978.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH26305A DE1034580B (de) | 1956-02-15 | 1956-02-15 | Verfahren zum Herstellen geklebter und wasserdichter Textilnaehte-Abdeckungen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEH26305A DE1034580B (de) | 1956-02-15 | 1956-02-15 | Verfahren zum Herstellen geklebter und wasserdichter Textilnaehte-Abdeckungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1034580B true DE1034580B (de) | 1958-07-24 |
Family
ID=7150247
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEH26305A Pending DE1034580B (de) | 1956-02-15 | 1956-02-15 | Verfahren zum Herstellen geklebter und wasserdichter Textilnaehte-Abdeckungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1034580B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE684978C (de) * | 1937-08-28 | 1939-12-09 | Lenzberg & V D Walde Geb | Abdichtungsstreifen fuer Daunensteppdecken |
-
1956
- 1956-02-15 DE DEH26305A patent/DE1034580B/de active Pending
Patent Citations (1)
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| DE684978C (de) * | 1937-08-28 | 1939-12-09 | Lenzberg & V D Walde Geb | Abdichtungsstreifen fuer Daunensteppdecken |
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