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DE1610639A1 - Zwischenfutter zwischen zwei miteinander zu verbindenden Textilstofflagen und Verfahren zur Herstellung von Teilen von Bekleidungsstuecken mit derartigem Zwischenfutter - Google Patents

Zwischenfutter zwischen zwei miteinander zu verbindenden Textilstofflagen und Verfahren zur Herstellung von Teilen von Bekleidungsstuecken mit derartigem Zwischenfutter

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Publication number
DE1610639A1
DE1610639A1 DE19671610639 DE1610639A DE1610639A1 DE 1610639 A1 DE1610639 A1 DE 1610639A1 DE 19671610639 DE19671610639 DE 19671610639 DE 1610639 A DE1610639 A DE 1610639A DE 1610639 A1 DE1610639 A1 DE 1610639A1
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DE
Germany
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fabric
intermediate lining
piece
lining
edges
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19671610639
Other languages
English (en)
Other versions
DE1610639C2 (de
Inventor
Ainslie Thomas D
Hynek Walter J
Russell William M
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Johnson and Johnson
Original Assignee
Johnson and Johnson
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Johnson and Johnson filed Critical Johnson and Johnson
Publication of DE1610639A1 publication Critical patent/DE1610639A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1610639C2 publication Critical patent/DE1610639C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M17/00Producing multi-layer textile fabrics
    • D06M17/04Producing multi-layer textile fabrics by applying synthetic resins as adhesives
    • D06M17/06Polymers of vinyl compounds
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41BSHIRTS; UNDERWEAR; BABY LINEN; HANDKERCHIEFS
    • A41B3/00Collars
    • A41B3/10Collars chemically stiffened
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/02Linings
    • A41D27/06Stiffening-pieces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Details Of Garments (AREA)

Description

  • Zwischenfutter zwischen zwei miteinander zu verbindenden Textilstofflagen und Verfahren zur Herstellung von Teilen von Bekleidungsstücken mit derartigem Zwischenfutter.
    iie ürfindung betrifft Bekleidungsstücke, die wiederholt
    gewaschen werden sollen, insbesondere Kragen und Manschet-
    ten und dergl. , ferner @*'Jerkstücke, aus denen sie herge-
    stellt werden können, und verbesserte Verfahren zu ihrer
    Herstellung.
    j!:s gibt verschiedene Arten von Bekleidungsotücken, die wie-
    derholt gewaschen werden können, ohne ihre typischen Merk-
    male zu verlieren. Zu diesen Bekleidungsstoffen gehören
    inGbesondere fIemderi, be"onders deren 1'JIanschetten und Kragen.
    Bei der Herstellung von tvianschetten und Kragen und dergleichen Gegenständen, die auch nach wiederholtem Waschen bestimmte Eigenschaften -besitzen sollen, ist es allgemein üblich, zwischen den beiden Außenlagen eines Kragens oder einer Manschette ein Zwischenfutter vorzusehen. Dieses ist gewöhnlich so ausgewählt, daß es dem Kragen oder der Manschette eine gewisse Elastizität verleiht und die Formhaltigkeit des Kragens, der Manschette od. dgl. verbessert. Bei der Herstellung von Kragen, Manschetten und ähnlichen Gegenständen mit einem Zwischenfutter zwischen zwei Außenlagen wird das Zwischenfutter an wenigstens einer Außenlage angenäht, damit es während der übrigen Herstellungsmaßnahmen festgehalten wird. Dies ist gewöhnlich notwendig, weil mindestens zwei Ränder, die der Außenlage und dem Zwischenfutter gemeinsam sind, umgelegt werden müssen, damit ein Abschluß erhalten wird, der mit einem ähnlich umgelegten Stoffstück längs der gemeinsam umgelegten Ränder vernäht werden kann. Auf diese Weise erhält man einen glatten Rand, der nicht ausfransen kann. Beispiele einer derartigen Arbeitsweise finden sich bei der Herstellung von Kragen, Manschetten und dergl. Gegenständen.
  • Auch das Nähen selbst; führt bei der Herstellung von Bekle'i.-dungsstücken - zu Schwierigkeiten. Durch das Nähen können abgebrochene oder vorstehende fasern gebildet werden, welche die Verschleißfestigkeit herabsetzen, Je mehr genäht wird, desto mehr abgebrochene Faserenden sind vorhanden und desto geringer ist die Verschleißfestigkeit. Wenn man zum Nähen einen Faden verwendet, der aus einem anderen katerial besteht als die zu verbindenden Stoffe, tritt das Problem des Einlaufens auf: Man erhält natürlich durch das Nähen auch flottliegende Fäden, die zusammen mit der Zugspannung, die dem Faden beim Nähen erteilt wird, eine schädliche Wirkung auf den Stoff haben. Beim Waschen läuft der Faden ein, so Saß die Garne des Stoffes zusammengezogen werden. Je stärker das Einlaufen, desto stärker ist auch der Zug, so Saß sich kräuselflalten oder Knickstellen bilden. Diese Erscheinung wird bei mehreren Stofflagen durch Doppelstiche und/ oder übereinanderliegende-Nähte noch verstärkt. Das Kräuseln oder knicken führt-zum Auftreten von erhöhten Stoffstellen, die im wesentlichen die,ganze Verschleiß-: beanspruchung aufnehmen, während der tieferliegende Teil des Stoffes keiner Verschleißbeanspruchung unterliegt. Dadurch wird die Gebrauchsdauer des Stoffes herabgesetzt, weil die Verschleißbeanspruchung auf Teile des Stoffes konzentriert und nicht gleichmäßig über den Stoff verteilt wird. Marke Kräuselfalten auf einer am Körper des Trägers anliegenden Fläche können für den Träger unangenehm sein. Die genannten Erscheinungen sind ferner dem guten Aussehen des Stoffes abträglich, wenn die Fläche, ;welche die Kräuselfalten aufweist, freiliegt und gut sichtbar ist.
  • Diese und andere Nachteile werden durch den Erfindungsgegenstand beseitigt, der ein Zwischenfutter zur Verbindung von zwei Textilstofflagen schafft, wobei das einen diskontinuierlichen Oberflächenüberzug aus einer schweißbaren, entfernbaren Substanz besitzt, so daß vorübergehend wirksame Klebestellen vorhanden Lind. Durch den Ausdruck "entfernbar" soll zum Ausdruck gebracht werden, daß die schweißbare Substanz je nach ihrer Löslichkeit beim normalen Waschen in der GYaschmaschine und/oder bei der chemischen Reinigung und dergleichen Behandlungen entfernt werden kann.
  • Mit dem Ausdruck "Zwischenfutter" .wird ein Gewebe oder ein Vliesstoff in einem Bekleidungsstück usw. bezeichnet, wobei das Zwischenfutter in dem Bekleidungsstück oder dergleichen einen Mangel beseitigt oder eine erwünschte Funktion erfüllt, so daß die Herstellung vereinfacht wird. Vorzugsweise ist das Zwischenfutter ein Gewebe oder ein Vliesstoff, der bei der Herstellung von Bekleidungsstücken oder dergleichen verwendet wird. Das erfindungsgemäße Zwischenfutter erleichtert nicht nur die Herstellung des Bekleidungsstückes oder dergleichen, sondern trägt auch zu er-wünschten Eigenschaften des fertigen Gegenstandes bei, Plan erkennt somit, daß das Zwischenfutter sowohl bei der Herstellung eine vorübergehende Funktion erfüllen als auch in dem fertigen Gegenstand bleiben und zu dessen Eigenschaften beitragen kann. Bei der Herstellung von :Bekleidungsstücken ermöglicht die Anwendung einer Ausführungsform der Erfindung die Durchführung eines neuen Verfahrens, in dem ein geformtes erstes Textilstoffstück flächig auf ein ähnlich geformtes Zwischenfutter gelegt wird, das einen diskontinuierlichen Oberflächenüberzug aus einer schweißbaren, wasserlöslichen Jubstanz besitzt, mindestens ein Rand des Zwischc2rii'ut.vter:3 umgelegt wird durch Erhitzen dieses umgelegten Randes, das Zwischenfutter vorübergehend mit
    dem ersten lito f'f's-tück Verbunden :und dadurch festgelegt -
    nird, ein komplementär geformtes, zweites Textilstoff-
    @:ti;ick, da" mindestens einen umgelegten und mit Halte-
    ,ni t teln f'e:: tiraha.l terieri Etunci ,bei tz t, mit diesem dem
    umgelegten Rand des ersten Stoffstückes und des Zwischenfutters gegenüberliegend angeordnet wird, die Haltemittel entfernt werden und das zweite Stoffstück an dem ersten Stoffstück und dem Zwischenfutter dadurch befestigt wird, daß durch den umgelegten Rand hindurchgenäht wird.
  • Durch die Erfindung wird insbesondere die Herstellung von genähten, aus mehreren Stofflagen bestehenden Textilprodukten, wie z. B. Kragen und Manschetten, verbessert. Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung ein Verfahren geschaffen worden, nach dem ein geformtes erstes Textilstoffstück und ein ähnlich geformtes Zwischenfutter übereinandergelegt werden, wobei das Zwischenfutter einen Oberflächenüberzug aus einer schweißbaren, wasserlöslichen Substanz hat, das erste Stoffstück und das Zwischenfutter an mindestens einem Rand umgelegt und so erhitzt werden, daß das Zwischenfutter und aas erste Stoffstück vorübergehend miteinander verklebt werden, und der umgelegte Rand -festgelegt wird, ein izoiiiplemeritär geformtes zweites Textilstoffstück, das mindesten. einen umgelegten und durch Haltemittel festgehaltenen
    Rand besitzt, mit diesem dem umgelegten Hand des ersten
    i-tot'fstückes und des Zwischenfutter, gegeaüberl iegend
    arigeoranet wird, die llalteinittel ecitfernt werden und clLi::
    zweite Stoffstück mit dem ersten Sto ffs tück und dem
    Zwischenfutter längs dergemeinsamen umgelegten Ränder unter Bildung einer Naht vernäht wird.
  • Das Zwischenfutter kann ein Gewebe oder ein Vliesstoff sein. Es kann gebleicht, gefärbt oder auf andere Weise so behandelt worden sein, daß es die :Farbe und andere Eigenschaften hat, die für seine Verwendung in einem Bekleidungsstück erwünscht sind. Ein aus Vliesstoff bestehendes Zwischenfurter gemäß der Behandlung kann durch eine geeignete Behandlung bügelfrei gemacht werden, d, h. eine entsprechende Naßfestigkeit, Elastizität und Abriebfestigkeit erhalten, ferner einen guten Griff und eine hohe Farbbeständigkeit. Dies ist zwar nicht unbedingt erforderlich, aber für viele Verwendungszwecke bzw. hinsichtlich der in vielen Fertigprodukten erwünschten Eigenschaften zweckmäßig. Derartige Eigenschaften werden mit Hilfe von chemischen Substanzen erzielt, die dem Stoff als Appretur zugesetzt oder auf ihn als Bindemittel aufgetragen werden. Beispielsweise wird Baumwolle vorwiegend dadurch bügelfrei gemacht, daß die langen Cellulosemoleküle der Faser miteinander vernetzt werden, so daß die Faser in einer Form stabilisiert wird, die sie beim Tragen. und Waschen beibehält. Beispiele von für diesen Zweck geeigneten chemischen Substanzen sind Divinylsulfon, Carbamate, Formaldehydderivate usw.
  • Ein gewebtes Zwischenfutter gemäß der Erfindung kann unelastisch oder elastisch bzw. bügelfrei sein. Ein unelastisches Zwischenfutter wird gewöhnlich dadurch erhalten, daß man Stärke und ein Gleitmittel aufbringt und dann den Stoff zwecks Vermeidung der Schrumpfung mechanisch verdichtet. Auf ein elastisches Zwischenfutter wird eine Steife aufgebracht, z. B. Polyvinylalkohol, eine reaktionsfähige Stärke, ein Polyvinylacetat, sowie ein Vernetzungsmittel für Cellulose, z. B. Dimethyloläthylharnstoff, Nielaminformaldehydharze, Harnstofformaldehyd-Kondensationsvorprodukte, Dioxyäthylsulfon usw., damit das Zwischenfutter einläuft und bügelfrei wird.
  • Es ist wesentlich, daß die schweißbare Substanz, die zur Bildung von vorübergehenden wirksamen Klebstellen auf' die Fläche des Zwischenfutters aufgetragen wird, bei Temperaturen zwischen etwa 660 und etwa 2320 C schmilzt. Ferner ist es wesentlich, daß diese Substanz dem Zwischenfutter selbst oder dem Stoff, mit dem das Zwischenfutter vorübergehend verklebt wird, keine unerwünschten Eigenschaften verleiht. Man kann im Rahmen der Erfindung beispielsweise jedes thermoplastische Harz verwenden, das die genannten Eigenschaften hat. Derartige schweißbare Substanzen sind beispielsweise Polyvinylacetate, Polyvinylalkohole, Polyviiiylchloride, Stärkeäther, Polyacrylatharze usw. Bei Verwendung eines Stärkeäthers.muß zum -Schweißen natürlich etwas Feuchtigkeit vorhanden sein. In der Praxis muß die schweißbare Substanz wasserlöslich sein, da sie nicht-in dem Fertigprodukt bleiben soll und das Bekleidungsstück zum Entfernen von unerwünschten Fremdstoffen gewaschen wird. Die schweißbare Substanz wird am besten mit `Nasser -entfernt, weil dann die Substanz durch ein- oder zweimaliges Waschen des Bekleidungsstückes entfernt werden kann. Je nach der Art des Bekleidungsstückes und der Löslichkeit des Schweißmittels kann man natürlich auch andere Behandlungen anwenden, beispielsweise die chemische Reinigung. Das schweißbare Bindemittel soll den Stoffen keine Eigenschaften verleihen und darf aus diesem Grunde keine chemische Reaktion mit den Fasern oder Fäden oder den Appreturen oder Bindemittel eingehen, die zu schädlichen Wirkungen führt.
  • Wenn also schweißbares Mindemittel ein "hartes" Polymeri-.sat verwendet wird, muß es einen diskontinuierlichen Oberflächenüberzug bilden. Ein hartes thermoplastisches Harz .ist in fester Form und bei Zimmertemperatur eine spröde oder wenigstens elastische Masse, so daß es einem Stoff eine gewisse Steifheit verleiht, auf den es in Form eines kontinuierlichen Flächengebildes beträchtlicher Größe aufgetragen ist. Diese Steifheit ist von der Dicke u-nd dem Ausmaß des Films und u. U. auch von der Art des Harzes abhängig. Da das Bekleidungsstück, in dem das erfindungsgemäße Zwischenfutter verwendet werden soll, vor dem Verkauf nicht gewaschen wird, bleibt das schweißbare Bindemittel auf der Oberfläche des Zwischenfutters, bis sich das Bindemittel beim Waschen auflöst. Ein schweißbares Bindemittel aus einem harten Polymerisat könnte dem Fertigprodukt eine gewisse Steifheit verleihen, wenn das Bindemittel einen kontinuierlichen Oberflächenüberzug bildet. Diese Steifheit ist unerwünscht, so daß der Absatz eines solchen Fertigproduktes leiden würde. Ferner wäre ein kontinuierlicher Film durch Waschen etwas schwieriger zu entfernen, so daß das Bekleidungsstück selbst nach mehrmaligem Waschen eine gewisse Steifheit beibehalten könnte.
  • Wenn das vorübergehende wirksame Bindemittel aus einem weichen thermoplastischen Harz oder einem weichen Polymerisat besteht, kann man auf eine oder beide Flächen des Zwischenfutters einen kontinuierlichen Überzug auftragen, weil dieses Polymerisat bei Zimmertemperatur keine ausgeprägte Härte und Sprödigkeit besitzt. Ob auf dem Zwischenfutter ein kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Überzug vorgesehen wird, hängt daher mindestens teilweise von der gelvünschten Steifheit und der Art des verwendeten Polymerisats ab. Das zur Bildung der vorübergehenden Schweißstellen auf dem Stoff verwendete thermoplastische Harz muß bei Temperaturen im Bereich von etwa 660 C und.etwa 232o C plastisch werden, weil die bekannten Schweißvorrichtungen für Kunststoffe in diesem Temperaturbereich arbeiten. Ferner ist es wichtig, daß durch das Auftragen des vorübergehend wirksamen Bindemittels Klebestellen an der Oberfläche gebildet werden. Aus*diesem Grunde muß die Menge, in der dieses schweißbare Bindemittel in den Stoff eintritt, möglichst klein gehalten werden. Das.Verfahren zum Auftragen des Bindemittels und dessen Viskosität sind daher von größter Wichtigkeit.
  • Zur Herstellung. des erfindungsgemäßen Zwischenfutters muß ein Stoff bzw. eine Materialbahn aus Einzelfasern und/oi-der Fäden aus natürlichem oder synthetischem Material hergestellt werden, wobei die Fasern bzw. Fäden mechanisch oder vorzugsweise chemisch gebunden sind. Wenn die erforderliche Bindung mit Hilfe einer chemischen Substanz erzielt wird, kann diese so ausgewählt werden, daß sie das Zwischenfutter auch bügelfrei macht. Es kann jedoch erwünscht sein, den Stoff bzw. die Materialbahn zu diesem Zweck einer eigenen Behandlung zu unterwerfen. Danach wird die wasserlösliche thermoplastische Substanz zur Bildung der vorübergehend wirksamen Klebestellen auf mindestens eine Oberfläche des Stoffes aufgetragen, so daß auf dessen Oberfläche mehrere diskrete Klebestellen gebildet werden, die bei einer Temperatur in dem Bereich von etwa 66o C bis etwa 2320 C plastisch werden.
  • Die schweißbare Substanz kann in einem Strömungsmittel auf den Stoff gespritzt werden, oder es kann eine Dispersion von Teilchen der schweißbaren Substanz auf die Oberfläche des Stoffes aufgebracht und dann das Dispersionsmittel entfernt werden.. Nian kann den Überzug auch im Rotationstiefdruck herstellen.
  • Beim Auftragen: aus einer Dispersion müssen die festen Teilchen der schweißbaren Substanz so klein sein, daß sie in Suspension bleiben:, aber so grab, daß sie. einen diskontinuierlichen; Oberflächenüberzug bilden, Die Feststoffteilchen missen daher durch ein U.S, Standard-Sieb Nr. ?0 mit Sieböffnungen von 0,59 mm hindurchgehen und von einem U.S. Standard-Sieb Nr. 70 mit_Sieböffnungen_ von 0,21 mm zurückgehalten werden.
    Beim Auftragen in einer Flüssigkeit muß diese bei Nies-
    sung auf einem iaVF-Brookfield-Viskosimeter bei-30 U/min
    mit einer Spindel Nr. 2 eine Viskosität von etwa 250 bis
    etwa 500 Centipoise pro Sekunde haben, damit eine
    gleichmäßige Dispersion der Teilchen in der flüssigen
    Phase gewährleistet und ein Absetzen verhindert wird.
    Beim Auftragen auf die Materialbahn aus einer flüssigen
    I)i:,i,er,Ä;ion wird ein. gleLchrnäßiger, diskontinuierlicher
    Oberflächenüberzug infolge der Viltrie:rwirkung der
    Materialbahn erhalten, welche die flüssige Phase des
    Systems absorbiert:, so daß die dispergierten Teilchen in einheitlicher Verteilung auf einer Oberfläche der Materialbahn zurückbleiben. Die auf diese Weise gebildeten Klebestellen stehen von der Oberfläche des Zwisxchen-Futterstoffes so weit vor, daß eire genügende Berührung zwischen diesen Klebestellen und dem Stoff gewährleistet wird, an dem sie vorübergehend kleben sollen, so daß bei genügender Erhitzung Klebestellen von genügender Berührungsfläche und aus einer genügenden Menge Berührungsmaterial vorhanden sind, welche die erforderliche Festigkeit der Klebverbindung gewährleisten.
  • Wenn die schweißbare Substanz in eire Flüssigkeit aufgespritzt wird und diese Flüssigkeit Wasser ist, wird beim Spritzen ein Teil des Wassersaerstäubt, so daß die schweißbare Substanz ausfällt und daher nicht-in das Zwischenfutter- eintreten kann, sondern einen Oberflächenüberzug bildet. Man kann auch trockene Körner der schweißbaren Substanz durch Schütteln oder auf andere Weise auf die Oberfläche des Zwischenfutters auftragen und dann durch Erhitzen mit dem Stoff verkleben.
  • Bei der Herstellung eines erfindungügemäßen Zwischenfuttern in Form eines Vliesstoffes können Einzelfasern synthetischen und/oder natürlichen Ursprungs zur Bildung eines Vlieses von miteinander vermengen-und verflochtenen Einzelfasern verwendet werden. Vorzugsweise verwendet man ein Einzelfasergemisch, das zu etwa 35 % aus Nylon und zu etwa 65 o aus Kunstseide besteht. Die Nylonfasern verleihen dem Vliesstoff Elastizität und Einreißfestigkeit. Die Kunstseide trägt zur Weichheit des Vliesstoffes bei und bildet einen wirtschaftlich vorteilhaften Füllstoff. Dies sind wünschenswerte Eigenschaften. Bei Verwendung der beiden Faserarten in den vorstehend angegebenen Anteilen werden die erwünschten Eigenschaften der Fasern ausgenutzt, ohne daß eine Faserart im Übermaß vorhanden ist. Andere synthetische Fasern können in verschiedenen geeigneten Anteilen oder ausschließlich verwendet- werden. Zu ihnen gehören z. B. Polyvinylalkohol, Polyester, Polyacrylnitril, Polyamide usw., sofern sie die gewünschte Zähfestigkeit haben. Dasselbe gilt für die natürlichen Fasern. Die in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel verwendeten Kunstseidenfasern müssen so stabilisiert werden, daß ihre Naßeigenschaften ihren Eigenschaften im trockenen Zustand entsprechen, damit eine maximale-Maßhaltigkeit im nassen Zustand gewährleistet ist. Zu. diesem Zweck können die Kunstseidefasern durch einen Zusatz von Formaldehyd oder bestimmten Formaldehydverbindungen vernetzt werden.
  • Zum Binden des ganzen Systems wird dann ein geeignetes Bindemittel zugesetzt. Geeignete Bindemittel sind beispielsweise selbstvernetztende Polyvinylacetate, ebenso das nicht selbstvernetzende Polyvinylchlorid. In vielen Fällen wird ein Bindemittel gewählt, das den Stoff bügelfrei macht. Derartige Bindemittel sind beispielsweise Acrylharze, vernetzte Polyvinylacetat und vernetzte Polyvinylalkohole sowie andere bekannte Bindemittel. Auch die Verfärbung muß berücksichtigt werden, so daß verschiedene andere, sonst geeignete Bindemittel, z. B. synthetische Kautschukarten, nicht in Betracht kommen. Es werden Bindemittel gewählt, die dem Stoff Elastizität, Einreißfestigkeit und einen guten Griff verleihen. Bügelfreiheit können ebenfalls erwünscht sein.
  • Die Materialbahn wird dann bei geeigneten Temperaturen getrocknet und mit der schweißbaren Substanz versehen. Zu diesem Zweck wird die schweißbare Substanz vorzugsweise in Form von Granülen in einem Strömungsmittel gegen mindestens eine Fläche der Materialbahn gedrückt, so daß ein diskontinuierlicher Oberflächenüberzug erhalten wird. Man kann auch ein Rotationstiefdruckverfahren verwenden, in dem geätzte oder mit einem Aufdruck versehene Walzen, auf denen eine viskose flüssige Dispersion der schweißbaren Substanz vorhanden ist, mit mindestens.einer Fläche der Materialbahn in Berührung gebracht werden, so daß die schweifbare Substanzunter Bildung der zahlreichen, vorübergehend wirkenden Klebstellen aufgetragen wird. Es ist nur wesentlich, daß der Oberflächenüberzug eine für die gewünschte Klebfunktion genügende Anzahl von Klebestellen bildet. Vorzugsweise bedecken die Klebestellen etwa 10 - 100 1, insbesondere 50 - "l5 Yo der überzogenen Fläche. Der Flächenanteil der Klebestellen
    /ob
    ist von der Art des Auftragens davon abhängig, ange-
    sichts der Beschaffenheit des Harze: ein kontinuierlicher Überzup erwünscht ist oder nicht. Die diskreten Überzugs.flächen der schweißbaren Substanz können Jede gewünschte Y'orm haben. Sie können rechteckig, quadratisch, rund, wulstförmig uuw. oder unregelmäßig geformt Nein.
    Zur @le:r:; tellun; eirie.,3 1-nri:-,chenf'uL-ter; mit mehreren voriiber-
    gehend wirksamen Klebestellen aus einer schweißbaren Substanz wird eine gebundene Faserschicht gebildet, auf mindestens einer Fläche der Faserschicht ein diskontinuierlicher Oberflächenüberzug aus vorübergehend wirksamen Klebestellen gebildet, die aus einer schweißbaren, wasserlöslichen Substanz bestehen. Auf diese Weise erhält man ein Zwischenfutter, das mit mindestens einem anderen Textilstoff verklebt werden kann. Zur Bildung der Klebestellen kann man die schweißbare Substanz in einem Strömungsmittel aufspritzen, aus einer flüssigen Dispersion ablagern oder im Rotationstiefdruck auftragen. 1Vian kann das Zwischenfutter auch bügelfrei machen.
    Es wurde bereits vorstehend erwähnt, daß es bei der Her-
    stellung von Bekleidungsstücken mit Zwischenfuttern,
    die elastische Flächen von einer vorherbestimmten, dauernd
    beibehaltenen Form bilden sollen, bit:her riotrverihp- ijar,
    das Zwischenfutter mit einer Außenlage wenigstens läng
    eines gemeinsamen Rande2 zu vernähen. Wenn die Ränder
    umgelegt werden, damit sie nicht ausfransen können,
    kann man diese Ränder wie bisher er::t umlegen und darin
    nähen. *Wenn das auf-diese :dei:;e atl#.: dem Zwi:achenfu-tter
    und der Außenlage hergestellte Gebilde dann mit einer anderen Außenlage oder dergleichen verbunden wird, beispielsweise bei der Herstellung von Kragen oder Manschetten, so daß das Zwischenfutter die Zwischenlage eines Schichtkörpers bildet, muß erneut am Rand genäht werden, um die Zagen des Schichtkörpers festzulegen. Es sind daher wenigstens an einem Rand des Fettigprodukts übereinanderliegende Nähte vorhanden, die dazu führen, daß sich auf der Außenseite des Kragens oder der Manschette Kräuselfalten entlang von Linien
    fzu
    bilden, die der Naht rechtwinklig sind.
    Erfindungsgemäß ist es zum Festlegen des Zwischenfutters oder von umgelegten Rändern nicht notwendig, das Zwischenfutter an einer Außenlage anzunähen, Ferner wird erfindungsgemäß ein. einheitliches Umlegen und Nähen gewährleistet, weil diese Arbeiten mit der Maschine ausgeführt werden können. Die Bildung von Kräuselfalten auf der Außenseite einer'Manschette, eines Kragens oder dergleichen infolge von übereinanderliegenden Nähten wird ebenfalls stark herabgesetzt oder ganz vermieden.
  • in den Figuren 1 bis 16 der Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung anhand einiger bevorzugter Ausführungsbeispiele dargestellt, welche nachstehend im einzelnen näher beschrieben sind. Es zeigen: Fig. 1 eine Aufsicht auf einen Hemdkragen bekannter Art; Fig. 2 und 2a Querschnitte durch den Kragen nach Fig. 1, entlang der Linie 2-2 in Fig. 1;-Fig. 3 eine Aufsicht auf ein Zwischenfutter, das zugeschnitten und zur Bildung des Halsbundes mit der oberen Zage des Kragens vernäht worden ist; Fig. 4 eine Aufsicht auf den aus zwei Lagen bestehenden Gegenstand nach Fig. 3, wobei der entgegengesetzte Längsrand des Halsbundes mit dem Zwischenfutter vernäht worden ist und diese beiden genähten Ränder auf den Halsbund umgelegt worden sind; Fig. 5 eine Aufsicht auf den Halsbund nach Fig. 4, jedoch in der erfindungsgemäßen Ausbildung; Fig. 4a und 5a je einen Schnitt durch die Teile nach Fig. 4 bzw. 5 entlang den Linien 4a-4a in Fig. 4 bzw. 5a-5a in Fig. 5; Fig. 6 im Querschnitt einen Kragenoberteil und einen Halsbund gemäß der Erfindung; Fig. 7 eine Aufsicht auf eine übliche Hemdmanschette, wobei zur Darstellung des Zwischenfutters ein Stück des Oberstoffs weggeschnitten ist; Fig. 8 einen Schnitt durch die Manschettenach Fig. 7 entlang der Linie 8-8 in Fig. 7; Fig. 9 eine Aufsicht auf das Zwischenfutter, das mit der Außenlage einer Manschette vernäht und umgelegt ist; Fig. 10 eine Außenlage einer Manschette mit einem Zwischenfutter gemäß der Erfindung; Fig. 11 einen Schnitt durch die Manschette nach Fig. 7 entlang der Linie 8-8 der Fig. 7, jedoch in der erfindungsgemäßen Ausführung; Pig. 12 eine Aufsicht auf die untere Lage der Manschette mit umgelegtem Rand;
    h'ä!r. 1 ? einen lchnit t durch. die Manschette nach Fig. 12
    entlang der Linie 1 ;-1 ;
    Fig. 14 eine Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Manschette mit der oberen und unteren Zage und dem Zwischenfutter; Fig. 15 einen Schnitt durch die Manschette nach Fig. 14 entlang der Linie 15-15; Fig. 16 einen Teil eines erfindungsgemäßen Zwischenfutterstoffes. In Fig. 1 sind der Kragenoberteil A und der Halsbund B durch eine Naht 1 miteinander verbunden. In den beiden Teilen A und B weggeschnittene Teile lassen das Zwischenfutter 2 erkennen, das mit der oberen Lage 3 des Kragenoberteils A vernäht ist, sowie das Zwischenfutter 2,
    das mit der oberen Zage 4 des Halsbundes B vernäht ist.
    loberteil
    Der Kragen /Z besteht aus drei Zagen, deren mittlere das
    Zwischenfutter 2 ist. Die obere Zage 3 liegt frei, wenn der Kragenoberteil längs der Linie C-8 umgelegt ist. Die untere Zage 5 des Kragenoberteils- liegt infolge des Umlegens normalerweise nicht frei und bildet. die andere Seite des Kragenoberteil:. In dem ausgeschnittenen Teil kann man einen Teil der unteren Zage 5 de"-; Kragenoberteilen sehen, die mit dem Zwischenfutter 2 vernäht und über das Zwischenfutter umgelegt ist. Die obere Lage 4 des Halsbundes berührt den Hals des Trägers. Die untere Zage 6 bildet die entgegengesetzte Seite. In dem ausgeschnittenen Teil ist erkennbar, daß die untere Zage mit dem Zwischenfutter 2 des Halsbundes vernäht und über das Zwischenfutter umgelegt ist. Nan erkennt Kräuselfalten längs zahlreicher Linien 7 in. der oberen Zage 3 des Kragenoberteils und der oberen Zage 4 des Halsbundes. Die in Fig. 1 gezeigte Ausbildung eines Kragenoberteils und eines Halsbundes ist für den Stand der Technik charakteristisch.
  • Fig. 2 zeigt einen Querschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1., wobei die verschiedenen Zagen nur durch je eine Linie dargestellt sind. Nian erkennt die Innennaht, die das Zwischenfutter-2 mit der oberen Lage 3 des Kragenoberteils A verbindet, sowie die Naht 10 längs des ganzen Randes des Kragenoberteils. Ebenso ist die Innennaht erkennbar, welche die obere Zage 4 des Halsbundes mit dem Zwischenfutter 2 verbindet, sowie die Naht 1, die zur Verbindung des Halsbundes B mit dem Kragenoberteil A dient. Fig. 2a ist eine ähnliche Darstellung wie Fig. 2, doch ist hier jede Zage schraffiert gezeichnet.
  • Gemäß Fig.. 3 ist die obere Lage 4 des Halsbundes B in bekannter Weise durch die Naht 9 mit dem Zwischenfutter 2 verbunden. Diese Naht wird auf der Maschine bei manueller Führung hergestellt. Da der Faden durch die Nähmaschine und die manuelle Führung eine Zugspannung erhält, ist die Naht nicht gleichmäßig. :Beispielsweise geht die Naht 9 in der Mitte des Längsrandes gerade eben noch durch die obere Zage.
  • Fig. 4 zeigt die obere Lage und die Zwischenlage nach Fig. 3, doch ist in Fig. 4 die obere Zage 4 an ihrem anderen Längsrand-mit dem Zwischenfutter 2 vernäht und sind beide Längsränder umgelegt worden, ehe die untere Lage des Halsbundes angebracht wird. Dieser bekannte Vorgang wird als Steppen bezeichnet, und bisher ist_er unbedingt erforderlich. Erfindungsgemäß entfällt das Steppen. Es sei erneut auf die Ungleichmäßigkeit der Naht 9 und der Falte an jedem Längsrand hingewiesen.
    Fig. 4a zeigt in einem Schnitt nach der Linie 4a-4a
    der Fig. 4, wie die umgelegten und vernähten Längsränder
    der oberen Zage und des Zwischenfutters- nach Fig. 4 aus-
    einanderklaffen, weil das Umlegen zu einem unnatürlichen
    führt
    Zustand gele4tet hat, in dem der Stoff Beanspruchungen
    unterworfen und verzogen ist. B& Umlegen eines Gebildes
    aus mehreren übereinanderliegenden Stofflagen setzen alle Zagen dem Umlegen einen Widerstand entgegen und trachten, in eine natürliche Stellung zurückzukehren. Alle Zagen mit Ausnahme der ersten müssen über eine andere Zage umgelegt werden, wobei sie Beanspruchungen unterworfen und verzogen werden müssen, wenn die gemeinsamen Ränder der Zagen übereinanderliegen sollen. Jede folgende Zage muß dann über eine weitere der anderen Zagen umgelegt werden. Man erkennt ohne weiteres, daß die Ränder aller Zagen nicht längs ein und derselben Linie liegen können. Ferner trachtet jeder zu der Buglinie parallele Rand, zu der Buglinie zurückzuwandern, damit diese Beanspruchungen beseitigt werden. Dieser Vorgang tritt bei der Herstellung von Kragen und Manschetten auf, wo mehrere übereinanderliegende Ränder umgelegt und vernäht werden. Zum@Festhalten der umgelegten Ränder in dem umgelegten Zustand, damit die Falte nicht aufgeht (Fig. 4a), ist bisher nur das Nähen bekannt. Es bestand bisher auch keine Möglichkeit, das Zurückwandern des Randes der äußeren Lage zu der Buglinie hin zu verhindern. Das Nähen wär dazu nicht geeignet, weil der Faden den Stoff nur an einem Punkt und infolge der Porosität des Stoffes nicht genügend festhält. Infolge des Zurückwanderns des Stoffes sind die oberen Zagen der umgelegten Stoffe locker, so daß in Manschetten und Kragen, die mit bekannten Zwischenfuttern und Verfahren hergestellt worden sind, die Bildung an Knickstellen oder Kräuselfalten begünstigt sind. Erfindungsgemäß werden diese Nachteile beseitigt, weil die Stofflagen vor dem Umlegen mit Hilfe der Klebestellen des Zwischenfutters fest zusammengehalten werden und nach dem. Umlegen alle Ränder beider Stofflagen längs der gemeinsamen Randlinien miteinander in Berührung bleiben und die einzelnen lagen nicht zurückwandern können. Fig. 5 zeigt ähnlich wie Fig. 4 eine obere Lage und ein Zwischenfutter, doch ist dieses Zwischenfutter 2a gemäß der Erfindung ausgebildet (siehe Fig. 16). Die Falten an den Längsrändern sind durchwegs einheitlich. Nähen ist nicht erforderlich, weil mit Hilfe der vorübergehend wirksamen Klebestellen 20 des erfindungsgemäßen Zwischenfutters 2a dieses mit der oberen Lage 4 verklebt ist. Das Umlegen der Längsränder wird ebenfalls durch die erfindungsgemäßen Klebestellen 20 verbessert, weil das Zwischenfutter an diesen Stellen vorübergehend mit sich selbst verklebt wird, so daB ein vollständiges Umlegen gewährleistet wird, da die umgelegten Ränder satt an dem Hauptteil des aus der oberen Zage und dem Zwischenfutter bestehenden Gebildes anliegen. Die erfindungsgemäß erzielten Vorteile gehen ohne weiteres aus der Fig. 5a hervor, die einen Querschnitt nach der Linie 5a-5a zeigt.
  • Fig. 6 zeigt einen Querschnitt nach der Linie-2-2 der Fig. 1, jedoch mit einem Zwischenfutter 2a gemäß der Erfindung. Es sind nur eine Außennaht 10a längs des Randes des Kragenoberteils (entsprechend der Naht 10 in Fig.:1) und die Außennaht 1a zum Verbinden des Kragenoberteils mit dem Halsbund vorgesehen. Dagegen sind keine Innennähte vorhanden. Fig. 7 zeigt eine Aianschette bekannter Art. Die obere Zage 11 der Manschette ist weggeschnitten, damit das Zwischenfutter 12 erkennbar wird. Die untere Lage 13 der Manschette, ihre obere Lage 11 und das Zwischenfutter 2 sind durch eine Außennaht 14 miteinander verbanden. An der Manschette ist ein Knopf 15 angenäht. Die Manschette ist durch eine Naht 17 mit dem Hemdärmel 15 verbunden.
  • Entsprechend der vorstehenden Besprechung des Kragenober- . teils und des Halsbundes zeigt Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie 8-8 der l'ig. 7. Durch eine Innennaht 18 mußte die obere Zage 11 der IGlanschette mit dem Zwischenfutter 12 verbunden werden. Es ist die Außennaht 14 erkennbar, welche die drei Zagen der Manschette an dem äußeren, der Hand des Trägers zunächstliegenden Ende der Manschette
    verbindet. Die Naht 17, welche die Manschette mit dem
    Ärmel 16 verbindet, ist ebenfalls gezeigt. Fig. 9 zeigt,
    wie bisher zur Herstellung der I"'anschette nach Pig. 7 die obere Zage mit dem Zwischenfutter verbunden wurde. Die obere Zage 11 der Manschette wird an allen vier Rändern durch eine Naht 18 mtt dem Zwischenfutter 12 verbunden. Es ist gezeigt, daß alle vier Ränder des so erhaltenen Gebildes über das Zwischenfutter 12 umgelegt sind. Die Nähte und die Falten sind ungleichmäßig dargestellt, weil beide mindestens teilweise nicht mit handbedienten Maschinen hergestellt werden und in der Regel nicht gleichmäßig sind.
    Bei Verwendung des erfindungsgemäßen Zwischenfutters 2a
    (siehe Fig. 16) erhält man ein in Fig. 10 gezeigtes Ge-
    bilde aus einer oberen Zage und einem Zwischenfutter. Dieses Gebilde besitzt keine Nähte, sondern die obere Zage 11 ist mit dem Zwischenfutter 2a durch die vorüber-
    gehend wirksamen Klebestellen 20 des Zwischenfutters 2a
    verbunden. Diese Klebestellen 20 halten das Zwiächenf'utter
    auch auf sich selbst fest, so daß mit Hilfe von Maschinen eine gleichmäßige Falte hergestellt werden kann, deren umgelegter Rand nicht von dem Rest des Gebildes wegklafft (siehe Fig. 4a und 5a). I3eiVerwendung einer oberen Lage und eines Zwischenfutters nach Fig. 10 in einer Manschette
    nach fig. 7 zeigt ein Querschnitt nach der Linie 8-8, daß
    Innennähte nicht notwendig waren.
    Zum besseren Verständnis der Herstellung der Manschette
    zeigt Fig. 12, wie die untere Lage 13 der Manschette auf
    .steii'es Papier 19 gelegt wird, so daß die Ränder umgelegt
    werden können und die Falte iin wesentlichen bestehen bleibt.
    @Luf diese Weise bleibt die untere Lage in der ,Stellung,
    in der sie mit dem in Fig. 9 oder Fig. 10 gezeigten Gebil-
    de au., einer oberen Lage und einem Zwischenfutter verbunden
    wird. tt'ig. 1 zeigt einen Querschnitt nach der Linie 13-13
    der Fig. 12. 1i'.ig. 14 zeigt die obere Lage und das Zwischen-
    futter nach fig. 10 und die in bekannter 'Weise damit ver-
    nähte untere Lage 13 der Vig. 12. Dabei liegen die obere
    Hage 1 1 und die untere Lage 1-") müt ihren äußeren Flächen
    aneinander. Ui_e hlanserie t te rnu12 rla@ier auf.' einen spatenför-
    migen Halter ge:,parint werden, der irrt wei@eritlichen dieselben
    E1t@inE:,:;urirferi riet, vrie di(1 lrlariucriette, damit deren oberer
    itand I) nach .iririeri eeclrückt @erdc:n kann und dadurch die
    El,uiseril'1_ächc:ri rlaf:ri iririF:ri r;E,l;c:hrt,rverdc:ri . Der e i nwürt,:gekehrte
    Rand wird straffgehalten, damit zwischen der oberen und der unteren Zage der Manschette ein gleichmäßiger Rand vorhanden ist. Infolgedessen ist die Innennaht 14 dem Verschleiß ausgesetzt und in der Manschette eine schwache Stelle vorhanden. Damwird die Manschette erneut läng; des Randes D vernäht, so daß die Ränder der kanschette festgelegt werden.
  • Durch die Erfindung werden die Innennähte 14 und 18 überflüssig. Ferner braucht man bei der Herstellung der Lanschette nicht die beiden äußeren Flächen aneinanderzulegen, weil das Material der Manschette jetzt umgelegt und in der umgelegten Stellung festgehalten werden kann.
  • Fig. 15 zeigt einen Querschnitt nach der Linie 15-15 der Fig. 14.
  • Fig. 16 zeigt einen Abschnitt des erfindungsgemäßen schenfutters. Dieses ist ein Gewebe, kann aber auch au-Einzelfasern bestehen, die einen Vliesstoff bilden. Das
    erfindungsgemäße Zwischenfutter besitzt diskontinuierliche
    Klebestellen 20 aus einer Substanz, deren chemische Zu-
    sammensetzung erfindutigsgeaiä(3 ausr=;ew@ihlt i:; t . Die Klebe-
    s tellern 20 :sind :;clivieii3bar und bilden ite.llerl, d i_e ein
    vorübergehendes Verkleben de:; GYri:@c:lieiifutters 2a mit
    ei.rielci anderetl Utof.f oder des @wi@;chc:iifuttera @a mit eitiecci
    umgelegten Teil desselben Zwischenfutters bewirken. Das Bindemittel löst sieh beim Waschen leicht auf, wodurch die Klebestellen 20 verschwinden.
  • Die Erfindung schafft neuartige Verfahren zur Herstellung von kanschetten, Kragen und dergleichen unter Verwendung von erfindungsgemäßen Zwischenfuttern. Dabei wird ein verbessertes Produkt erhalten. Verschiedene bisher angewendete Nähvorgänge entfallen ebenso wie die damit hergestellten Nähte, die in dem Endprodukt stören. Wenn man beispielsweise in einem Halsbund flach Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Zwischenfutter 2a verwendet, braucht man nur die obere Zage q: und das Zwischenfutter 2anach Fig. 3 zuzuschneiden und übereinanderzulegen. Danach werden die Längsränder des Zwischenfutters 2a und der oberen Zage über das Zwischenfutter umzulegen und durch Erhitzung die verschiedenen Klebestellen 20 des Zwischenfutters miteinander und/oder dem Zwischenfutter verklebt. Man legt dann die untere Zage 6 des Halsbundes auf ein Stück aus steifem Papier und legt sie um, wie dies für die untere Zage 1,3 der Manschette in Fig. 12 und 13 dargestellt ist und anhand dieser Figuren beschrieben wurde. Das Papier hält die Falte der unteren Lage 6 fest. Ohne das Papier oder ein anderes Material zum Festhalten der Falte könnte die untere Zage 6 nicht wirksam umgelegt werden. Danach wird der Kragen A mit jenem Längsrand, der an dem Halsbund B befestigt irerden soll, zwischen das aus der oberen Zage und dem Zwischenfutter bestehende, umgelegte Gebilde einerseits und die untere Zage 6 andererseits eingeführt, worauf das Papier von der unteren Zage 6 entfernt wird und die Teile durch die Naht 1a (Fig. 6) miteinander verbunden werden. Der Kragenoberteil A kann in derselben Weise hergestellt werden.
  • Erfindungsgemäß wird eine Manschette mit einem erfindungsgemäßen Zwischenfutter 2a ähnlich hergestelt wie ein Halsbund oder ein Kragenoberteil. Zunächst werden das Zwischenfutter und die obere Zage 11 der Manschette übereinandergelegt. Alle vier Ränder des so erhaltenen Gebildes werden dann umgelegt und geschweißt, so daß die Klebestellen 20 des Zwischenfutters 2a (Fig. 16) verkleben. Klan erhält ähnlich wie in Fig. 10 ein Gebilde aus einer oberen Zage und einem Zwischenfutter. Danach wird die untere Zage 13 der Manschette auf ein steifes Material, beispielsweise steifes Papier 19, gelegt und an allen vier Rändern umgelegt (Fig. 12). Dadurch werden die Falten der unteren Zage festgelegt. Zum Verbinden der unteren Zage mit der oberen Zage und dem Zwischenfutter wird das Papier von den entsprechenden Rändern der unteren Lage entfernt und werden die drei Lagen der Manschette an einem Längsrand und zwei Seitenrändern durch die Naht 14 miteinander verbunden. Dies ist. in den Figuren 7 und 11 gezeigt. Jener Längsrand der aus der oberen Zage und dem Zwischenfutter bzw. der unteren Zage und dem Papier bestehenden Gebilde, an dem diese nicht miteinander verbunden sind, wird nach dem Einführen des Ärmels 16 zwischen diese beiden Gebilde durch eine geeignete Naht 17 festgelegt.
  • In den beiden vorstehend beschriebenen und anderen Fällen werden das in heißem Wasser lösliche Bindemittel und die von ihm gebildeten Klebestellen beim normalen Waschen des fertigen Gegenstandes entfernt.
    Die Erfindung wird weiter in den nachstehenden Ausfüh-
    rungsbeispielen erläutert.
    Bei£i e1 1
    Zur ffers bellung eines schweij3baren Zwischenfutters
    auN U1 e@"; tu l'.f wird eine Materialbahn aus einem Einzel-
    f'asex-i-;ein:,#ich geschaffen, das auL; 65 `jü Kunstseide-Stapel-
    fasern und 35 ;ä Nylon-Stapelfasern, bezogen auf das Gesamtgewicht der Fasern der Materialbahn, besteht. Dieses Fasergemisch wird in eine Vorrichtung zur Herstellung eines Wirrfaservlieses gegeben, wobei ein isotropes Faservlies hergestellt wird. Das Vlies wird in einer Imprägniervorrichtung mit Elvanol 72-60 vorgebunden. Elvanol 72-60 ist eine Polyvinylalkohollösung, die von der Pirma E. I. du Pont de Nemours & Company verkauft wird. Nach dem Trocknen bei 1210 C erhält man einen Rückstand von 0,76 g Alkoholfeststoffen pro m2. Danach wird das Vlies mit HA-8 gebunden. Dies ist ein selbstvernetzendes Acrylharz, das von der Firma Rohm & Haas verkauft wird. In das Foulardbad wird ein methyloliertes Alkylharnstofformaldehydharz, beispielsweise Rhonite R-1 (verkauft von Rohm & Haas) gegeben, damit eine Vernetzung innerhalb der Kunstseide und infolgedessen eine Stabilisierung derselben erzielt wird. Das HA-8 und R-1 enthaltende Bad hat einen Feststoffgehalt von 23 w und wird von der vorgebundenen Bahn in einer Menge von 200 % des rasertrockengewichts aufgenommen. Man erhält einen Rückstand von trockenem Bindemittel in einer Menge von 43 %, bezogen auf das Fasertrockengewicht.
  • Durch eine Nachbehandlung wird auf den Oberflächen der fertigen Materialbahn ein diskontinuierlicher Oberflächenüberzug aus einem wasserlöslichen, schweißbaren Harz gebildet. Mit Hilfe einer Rotationstiefdruckwalze Nr. 30-RO-RS (hergestellt von der Firma Eastern Engraving Company) wird ein schweißbares Harz, z. H. Resyn 32-0201 (eine von der National Starch Company hergestellte Polyvinylacetat-Dlischpolymerisatemulsion mit einem Feststoff-Behalt von 55 %) in einer solchen Menge aufgetragen, dass nach dem Trocknen ein Rückstand von 7,8 g/m2 verbleibt. Die Walze Nr. 30 besitzt pyramidenstumpfförmige Taschen mit einer Tiefe von 0,23 mm. Die schweißbare Substanz hat einen pH-Viert von etwa 4,0 und bei IViessung mit einem ZVF-Brookfield-Viskosimeter mit der Spindel Nr. 3 bei 60 U/min eine Viskäsität von 2400 Centipoise pro Sekunde. Das Harz ist natürlich in. heißem Wasser löslich. Der überzogene Stoff wird über einen Schrägförderer einer Trokenmaschine mit übereinanderliegenden Zylindern zugeführt und läuft in Schlangenlinien um die Zylinder herum. Die Trockenzylinder werden auf etwa 1040 C gehalten. Der Erweichungspunkt des Harzes muß etwas höher liegen. Zum Verfestigen des thermoplastischen Harzes und um ein Kleben zu verhindern wird der Stoff abgekühlt, dann aufgebaumt und zum Überziehen der anderen Seite des Stoffes erneut der Behandlung unterworfen. Das fertige Zwischenfutter zeichnet sich durch Maßhaltigkeit, Elastizität, hohe Farbbeständigkeit und Bügelfrei-
    heit aus. Es hat einen guten Griff und ist durch den
    der
    diskontinuierlichen Überzug aus schweißbaren bubstanz
    nicht beträchtlich versteift worden. Beispiel 2 ` Gemäß Beispiel 1 wird ein Vlies hergestellt, mit Alkohol vorgebunden und getrocknet. Dem Überzugsgemisch aus HA-8 und R-1 wird in einer Menge von 1/2 l des Maßgewichts des Bindemittels ein Peptisator zugesetzt, und :war Tamol 850, eine von der Firma Rohm & Haas verkaufte 30-Age Lösung eines Natriumsalzes eines carboxylierten Polyelektrolyten. Ferner werden Aquap"rint-Grau 3B (ein von der Firma Interchemical Corporation verkauftes graues Pigment) und Aquablack K (ein von der Firma Columbian Carbon Company verkaufter Ruß) in solchen Mengen zugesetzt, daß eine holzkohlengraue Färbung erzielt wird. Dem Bindemittelansatz wird in einer Menge von 10 l# des Maßgewichtes desselben Gelva V-100 (ein von der Firma Shawinigan Resin Corporation verkauftes, granuliertes Polyvinylacetat-Homopolymerisat) zugesetzt. Dieses Granulat hat eine solche Korngröße, daß es durch ein U.S.Standard-Sieb Nr. 30 hindurchgeht und von einem Lt.S. Standard-Sieb Nr. 70 zurückgehalten wird. Das Gemisch-wird auf eine Viskosität von 250 - 500 Gentipoise pro Sekunde (bei Messung mit einem DVF-Brookfield-Viskosimeter mit einer Spindel Nr. 2 bei 30 U/min) eingestellt. Die vorgebundene Vlies wird durch den Foulardgeführt, in dem das angegebene Gemisch in der in Beispiel 1 angegebenen Menge aufgetreagen wird. Gleichzeitig mit dem Auftragen der Bindemittelfeststoffe wird auf die eine Seite des Stoffes das Granulat in einer solchen Venge aufgetragen, daß das Trockengewicht um y, 7 g/m2 zuniinint. Der gebundene und mit deal Überzug versehene Ütoff wird, dann nach Beispiel 1 getrocknet und gehärtet. Das fertige Zwischenfutter zeichnet sich durch Maßhaltigkeit, Elastizität, gute Yarbbeständigkeit und gute Bügelfreiheit aus und besitzt einen, in: heißem Wasser löslichen, latent schweißbaren Öberflächenüberzug.
    Beispiel ?
    Auf ein 101,6 cm breite:, gebleichtes: Baumwollgewebe
    mit einem Gewicht von 117 g Pro laufenden Meter und
    einer ll'adendichte von 17,3 x 1527 Fäden pro cm wird
    durch AufI#..Iotr2.f:rL eines geeigneten Cemiseklebügelfrei
    und krumpffrei gemacht. Dieses Gemisch enthält 76 g Pigment-Küpenfarbstoff, 1:09 kg reaktionsfähige Stärke, 136 kg Permafresh 197 (ein von der Firma SVarwick Chemical verkauftes Vernetzungsmittel für Celüzlose) und 34 kg Magnesiumchloridhexyhydrat in 50-%iger Lösung sowie Wasser zum Auffüllen auf 870 1. Die Flüssigkeitsaufnahme wird auf etwa 100 Gewichtsprozent des cellulosehaltigen Gewebes eingesteht. Dieses wird in einem Klemm-Spannrahmen auf die ursprünglichen Trockenmaße gespannt und etwa 5 I11inuten lang bei einer Temperatur von 121o C getrocknet. Das Härten erfolgt durch eine Behandlung von 2 1/2 Minuten bei 1630 C . Das behandelte Gewebe wird dann leicht in Wasser gewaschen, das ein Detergens und ein mildes Alkali enthält, damit der Katalysator und nicht umgesetztes Formaldehyd entfernt werden. Danach wird erneut getrocknet. Zum Auftragen des schweißbaren Überzuges wird eine rotierende Spritzeinrichtung mit einer Binks 8-üpritzpistole verwendet, der ein Spannrahmen nachgeschaltet ist. Durch diese Anordnung wird das Gewebe zweimal geführt, wobei auf je eine Seite des bügelfreien Zwischenfutterstoffes ein Überzug aufgetragen wird. Zur HerstelUng der schweißbaren Substanz werden 4,53 kg Holzzellstoff als inertes Streckmittel zu 227 kg Resyn 25-2243 (ein von der Firma Hational Starch Company.verkauftes Polyvinylacetat-Copolymerisat) zugesetzt. Das gespritzte Harz bildet einen gleichmäßigen Überzug aus diskreten Teilchen, so daß nach dem Trocknen bei 121° C die Harzfeststoffe 25 jo des Trockengewichts@des Substrats betragen.
  • Das behandelte und mit einem Spresso-Hemdenstoff verbundene Gewebe wurde in einer Reece-Faltmaschine geprüft, die auf 116o C erhitzt war. Dabei betrug die Verweilzeit zwei Sekunden und der Druck 4,55 atü. Die behandelten Gewebe hielten den Hemdenstoff in der zum Nähen erforderlichen Stellung. Der schweißbare Überzug führte nicht zu einer Versteifung der fertigen Manschette. Beim ersten Waschen des fertigen Hemdes wurde das schweißbare Harz aus dem Hemd entfernt. Beispiel 4 Auf ein 4200 Shapewell W-R-Gewebe (ein von der Firma Chicopee Manufacturing Company erzeugtes Zwischenfuttergervebe) wird auf beiden Seiten unter Verwendung einer Binks-Handspritzvorrichtung, Modell 62 unter einem Luftdruck von 2,8 atü und einem Flüssigkeitsdruck von 1,4 atü ein flüssiges Gemisch gespritzt, das eine schweißbare Substanz enthält. Das Gemisch enthielt 71 j Wasser, 25 % Resyn 25-2243 (eine von der Firma Mantional Stärch Company verkaufte, innenplastifizierte Polyvinylacetatemulsion mit einem Feststoffgehalt von 55 %) und 4 ö Cab-O-Sil (M-5), ein von der Firma Cabot Corporation verkauftes, pyrogenes Siliciumdioxyd mit einer Teilchengröße von 0,015 Mikron. Zur Herstellung dieses Gemisches wird das Bab-O-Sil in etwa der Hälfte des Wassers dispergiert. Dann werden das restliche Viasser und das Resyn-25-2243 unter leichter Bewegung zugesetzt. Durch Trocknen des Zwischenfutters wird das Wasser entfernt.
  • Der auf jeder Seite verbleibende, trockene Rückstand betrug etwa 12,5 ja des ursprünglichen Gewichts des Zwischenfuttergewebes. Die schweißbare Substanz tritt im wesentlichen nicht in das Zwischenfutter ein. Das Verschweißen des Zwischenfutters mit einem bügelfreien Hemdenstoff erfolgt bei 143o C nach zwei Sekunden und bei 1600 C nach zwei Sekunden. Auf diese Weise werden die Vorteile der Erfindung erzielt.
  • Im Rahmen des Erfindungsgedankens sind zahlreiche verschiedene Ausführungsformen möglich.

Claims (2)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e 1.. Zwischenfutter zwischen zwei miteinander .zu verbindenden.Textilstofflagen, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenfutter einen Oberflächenüberzug aus einer schweißbaren, wasserlöslichen Substanz besitzt, die vorübergehend wirksame Klebestellen bildet,.
  2. 2. Zwischenfutter nach Anspruch 1, bestehend aus einem G e@@veb e 3. Zwischenfutter nach Anspruch 1, bestehend aus einem Messtoff. 4. Zwischenfutter nach Anspruch 1, 2 oder , dadurch gekennzeichnet, daß die schweißbare aubstanz ein in heißem iaouer 1ö liehe s Polyvinylacetat ist. 5. Kragenwerkstück, gekennzeichnet durch ein Zwischen- futter aus Textilfasern mit einem Oberflächenüberzug aus einer wasserlöslichen, schweißbaren Substanz und einer Textii.stofflägee die durch die schweißbare Substanz vorübergehend mit dem Zwischenfutter verbunden ist, wo- bei das Zwischenfutter und die Textilstofflage an mindestens einem gemeinsamen band ungelegt und in der umgelegten Lage von dem Zwischenfutter festgehalten -"ver- den, so daß für das Nähen ein. einheitlich umgelegter Rand vorhanden ist. 6. Kragenwerkstück nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwiüchenfutter aus einem Gemisch von syntheti- schen Textilfasern und Cellulosefasern besteht.
    7. Verfahren .zur Herstellung einer Manschette, dadurch gekennzeichnet, dai3 ein rechteckig zugeschnittenes Stifek aus kanschettenstoff für die obere Lage und ein ähnlich zugeschnittenes Zwischenfutter aufeinander. gelegt werden, wobei das Zwischenfutter einen bberzug aus einer auwwaschbarenschweißbaren äubotdnz besitzt, das Stoffstück für die obere Zage und das Zwischen- Futter an ihren vier Rändern umgelegt und erhitzt wer- den, so da3 das Zriiwchenfutter vorübergehend. reit denn Stoffstück für die obere Lage veriilebt wird und die
    Falten festgelegt werden, ein entsprechend zugeschnittenes, rechteckig zugeschnittenes Stoffstück für die untere Zage das an allen vier Rändern umgelegt ist und von Haltemitteln gehalten wird, so angeordnet sind, daß die umgelegten Ränder des Stoffstücks für die untere Lage denen des. Stoffstücks für die obere Lage und des Zwischenfutters gegenüberliegen, die Haltemittel entfernt werden und das Stoffstück fpr die obere Lage, das Zwischenfutter und das Stoffstück für die untere Lage an mindestens drei. gemeinsamen Rändern miteinander verbunden werden. B. Verfahrenzur Herstellung eines Kragen-Halsbundes, dadurch gekennzeichnet, daß ein rechteckig zugeschnittenes Stück aus Halsbundstoff für die obere Zage und ein ähnlich zugeschnittenes Zwischenfutter aufeinandergelegt werden, wobei das Zwischenfutter einen auswaschbaren Überzug aus einer auswaschbaren, schweißbaren Substanz besitzt, das Stoffstück für die obere Zage und das Zwischenfutter an ihren beiden Längsrändern umgelegt und so erhitzt werden, daß das Zwischenfutter vorübergehend mit dem Stoffstück für die obere Zage verklebt wird und die Falten festgelegt werden, ein entsprechend rechteckig zugeschnittenes Stoffstück für die untere Zage, das an allen vier Rändern umgelegt ist und von Haltemitteln gehalten wird, so angeordnet wird, daß die umgelegten Ränder des. Stoffstücks für die untere Zage denen des Stoffstücks für die obere Zage und des Zwischenfutters gegenüberliegen, der angenähte Rand eines Kragenoberteils zwischen die umgelegten Ränder des Stoffstücks für die obere Zage und des Zwischenfutters einerseits und des Stoffstücks für die untere Zage andererseits eingeführt wird und dass das Stoffstück für die obere Zage, das Zwischenfutter, der Kragenoberteil und das Stoffstück für die untere Zage miteinander verbunden werden. g. Verfahren zur Herstellung eines genähten Produktes aus mehreren Textilatofflagen, dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes geformtes Textilstoffstück und ein ähnlich geformtes Zwischenfutter übereinandergelegt werden, wobei das Zwischenfutter einen Oberflächenüberzug aus einer aaswaschbaren, schweißbaren Substanz besitz, das erste Textilstoffstück und das Zwischenfutter mindestens an einem gemeinsamen Rand umgelegt und so erhitzt werden, daß das Zwischenfutter vorübergehend mit dem ersten Stoffstück verklebt wird und die Falten festgelegt werden, ein komplementär geformtes zweites Textilstoffstück, das mindestens einen umgelegten Rand besitzt, der durch Haltemittel festgehalten wird, so angeordnet wird, daß der umgelegte Rand des zweiten Stoffstücks dem des ersten Stoffstücks und des Zwischenfutters gegenüberliegt-, Haltemittel entfernt werden und das erste Stoffstück, das Zwischenfutter und das zweite Stoffstück an wenigstens einem gemeinsamen Rand unter Bildung einer Naht miteinander vernäht werden. 10. Kragenwerkstück von erhöhter Knickfestigkeit, gekenn- ein zeichnet durch `im wesentlichen rechteckiges Zwischen-
    futter, das aus bügelfrei ausgerüsteten Textilfasern besteht und einen Oberflächenüberzug aus einer auswaschbaren, schweißbaren Substanz besitzt, sowie ein im wesentlichen rechteckiges Kragenstoffstück, das durch die schweißbare Substanz vorübergehend mit dem Zwischenfutter so verklebt ist, dkaß das Ki#agenstoffstück und das Zwischenfutter mindestens an einem Längsrand und den beiden Seitenrändern miteinander fluchten, wobei diese fluchtenden Ränder umgelegt sind und von dem Zwischenfutter in der umgelegten Stellung gehalten werden, so daß aneinanderliegende .Buglinien und gleichmäßig umgelegte Ränder zur Aufnahme von Nähten vorhanden sind. 11. Weicher, biegsamer Hemdkragen mit einem Oberteil und einem Halsbund, dadurch gekennzeichnet, daß jeder dieser Teile ein Zwischenfutter besitzt, das zwischen zwei Außenlagen eingeschlossen ist, die mit dem Zwischenfutter durch auf das Zwischenfutter aufgetragene, auswaschbare, schweißbare Klebestellen verklebt sind, wobei die äußeren Ränder der Außenlagen des Oberteils und der obere Befestigungsrand des Halsbundes umgelegt sind und von dem Zwischenfutter festgehalten werden, so daß eine Verklebung an den Buglinien und ein durchgehendes Fluchten der Ränder der Außen":agen und des Zwischenfutters gewährleistet ist, und die umgelegten Ränder durch eine einzige Iaht miteinander verbunden sind, so daß der Hemdkragen eine erhöhte Knick- und Kräuselfestigkeit hat. 12. Hemdmanschettenwerkstück, gekennzeichnet durch ein rechteckiges Zwischenfutter, das aus bügelfrei ausgerüsteten Textilfasern besteht und einEndiskontinuierlichen Oberflächenüberzug aus einer auswaschbaren, schweißbaren Substanz besitzt, sowie eine Lage aus einem rechteckigen Textilstoffstück, das durch die schweißbare Substanz derart! mit dem Zwischenfutter verklebt ist, daß das Textilstoffstück und das Zwischenfetter an mindestens einem bängsrand und beiden Seitenrändern miteinander fluchten, die miteinander fluchtenden Ränder des Zwischenfutters und des Textilstoff-Stücks umgelegt sind und durch das Zwischenfutter in dieser umgelegten Stellung festgehalten werden, so daß die Biglinien und die umgelegten Ränder des Zwischenfutters und des Textilstoffstücks einander berühren und einen gleichmäßig umgelegten Rand-- zur Aufnehme einer Naht bilden und eine Hemdmanschette mit beträchtlich erhöhter Knick- und Kräuselfestigkeit erhalten wird. 13. Weiche, biegsame, rechteckige Hemdmanschette mitr'zwei rechteckigen Außenlagen und einem zwischen ihnen angeordneten, rechteckigen Zwischenfutter, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenlagen an dem Zwischenfetter durch auswaschbare, schweißbare Klebestellen verbunden sind, die an dem Zwischenfutter befestigt sind, die Ränder der Außenlagen und des Zwischenfutters umgelegt sind und durch das. Zwischenfutter festgehalten werden, um eine durchgehende Verklebung an den Buglinien und ein dauerhaftes Fluchten der Ränder des Zwischenfuttere und der Außenlagen zu gewährleisten, und die umgelegten Ränder durch eine einzige Naht miteinander verbunden sind, so daß die Hemdmanschette eine höhere Knick- und Kräuselfestigkeit hat.
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