DE1034463B - Kolloidmuehle - Google Patents
KolloidmuehleInfo
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- DE1034463B DE1034463B DEP7508A DEP0007508A DE1034463B DE 1034463 B DE1034463 B DE 1034463B DE P7508 A DEP7508 A DE P7508A DE P0007508 A DEP0007508 A DE P0007508A DE 1034463 B DE1034463 B DE 1034463B
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- DE
- Germany
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- rotor
- grooves
- stator
- colloid mill
- zone
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C2/00—Crushing or disintegrating by gyratory or cone crushers
- B02C2/10—Crushing or disintegrating by gyratory or cone crushers concentrically moved; Bell crushers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Crushing And Grinding (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Kolloidmühlen mit konischem Rotor und diesen umgebendem konischem
Stator, bei denen Rotor und Stator mehrere Ringzonen mit Nutensystemen aufweisen, die aus untereinander
parallelen Nuten bestehen, die von Zone zu Zone feiner und an Zahl größer werden. Diese Kolloidmühlen
sind vorteilhaft, weil sie die Aufgabe verhältnismäßig groben Gutes ermöglichen, trotzdem
aber auf eine sehr gute Endfeinheit kommen. Die bekannten Kolloidmühlen dieser Art sind in allen
Zonen mit längs gerichteten Nuten versehen. Es hat sich ergeben, daß sie verhältnismäßig warm arbeiten,
so daß sie für wärmeempfindliche Stoffe nicht geeignet sind.
Es wurde nun gefunden, daß man ein wesentlich kühleres Mahlprodukt erhalt, wenn man in sämtlichen
Zonen den zusammenarbeitenden Nutensystemen von Rotor und Stator derart verschiedene
Richtungen gibt, daß sich beim Umlauf des Rotors eine scherenartige Wirkung ergibt und die Schnittpunkte
der sich dabei aneinander vorbeibewegenden Nuten in der Durchtrittsrichtung des Mahlgutes
bewegen.
Durch diese Anordnung der Nuten ergibt sich einerseits eine Förderwirkung auf das Mahlgut im Sinne
der Durchtrittsrichturg des Mahlgutes und andererseits eine Schneidwirkung auf die Mahlgutteilchen.
Hierdurch wird bei Mühlen mit mehreren immer feiner werdenden Mahlzonen erreicht, daß trotz des
durch die hinteren Zonen hervorgerufenen Staues ein genügend schnelles Hindurchfördern des Mahlgutes
stattfindet und daß wiederum trotz des schnellen Hindurchförderns eine genügende Zerkleinerung erreicht
wird. Versuche haben diesen Tatbestand bestätigt.
Es ist zwar eine Kolloidmühle bekannt, bei der die zusammenarbeitenden Nutensysteme von Rotor und
Stator verschiedene Richtungen aufweisen. Hierbei ist jedoch wegen Fehlens einer Angabe über die Drehrichtung
des Rotors nicht erkennbar, in welcher Richtung die Nuten auf das Mahlgut fördernd wirken.
Außerdem sind bei dieser bekannten Mühle nicht mehrere Mahlzonen im Sinne der Erfindung vorgesehen,
vielmehr sind am Austrittsende des Stators überhaupt keine Nuten vorhanden, so daß die mit
dieser glatten Fläche zusammenarbeitenden Nuten des Rotors, die weiter sind als die im übrigen Teil des
Rotors vorgesehenen, mit Längsnuten des Stators zusammenarbeitenden Nuten, als Durchlaufkanäle
wirken, ohne daß eine wesentliche Zerkleinerung oder ein Stau durch sie hervorgerufen wird. Die durch die
Erfindung erzielte Gesamtwirkung kann bei dieser Mühle daher nicht auftreten.
Bei einer weiteren bekannten Kolloidmühle mit
Anmelder:
Probst & Class, Rastatt, Bahnhofstr. 32
Probst & Class, Rastatt, Bahnhofstr. 32
konischem Rotor und entsprechendem Stator weist der Rotor außer Längsnuten eine flach linksgängige
Gewindenut und der Stator außer Längsnuten eine flach rechtsgängige Gewindenut auf. Die Tiefe der
Nuten nimmt nach dem Auslaßende des Rotors hin ab, und die Nuten laufen schließlich in eine glatte
Oberfläche aus. Die Gewindenuten schneiden sich bei dieser Mühle unter einem nahe an 180° kommenden
Winkel, so daß eine Scherwirkung, geschweige denn eine Förderwirkung hier nicht in Erscheinung treten
kann, zumal letztere durch die praktisch quer zur Durchtrittsrichtung des Mahlgutes liegenden Gewindenuten
behindert wird.
Eine weitere, den Gegenstand eines älteren Patentes bildende Kolloidmühle weist auf ihren konischen
Mahlflächen zickzackförmige oder symmetrisch zu den Erzeugenden der Mahlflächen sich kreuzende Nuten
auf, so daß sich ein Rhombusmuster ergibt. Bei dieser Mühle wird zwar eine gute Scherwirkung auf das
Mahlgut ausgeübt. Die Nuten wirken aber sowohl in der Durchtrittsrichtung des Mahlgutes als auch in der
entgegengesetzten Richtung fördernd auf das Mahlgut, wodurch Stauungen hervorgerufen werden, die
ein kühles Arbeiten der Mühle verhindern. Derartige Nutensysteme sind daher ebenfalls für Kolloidmühlen
mit mehreren immer feiner werdenden Mahlzonen nicht geeignet.
Um Stauwirkungen an den Übergängen von einer Mahlzone zur nächsten zu vermeiden, werden gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung die gröberen Nuten einer Zone in die feineren der nächstfolgenden
Zone hineingeführt.
Sind auf der Einlaufstirnfläche des Rotors Stege mit dazwischenliegenden öffnungen vorgesehen, durch
809 577/237
die das Mahlgut in den Mahlspalt gepreßt wird, so kann die Mahlwirkung der Mühle dadurch erhöht
werden, daß die Stege erfindungsgemäß über Teile des Rotorumfanges herumgeführt, werden und auf ihren
Außenflächen, die Teile der Konusfläche des Rotors bilden, Nuten aufweisen, die mit entsprechenden
Nuten des Rotors zusammenarbeiten.
In der Zeichnung ist eine Kolloidmühle gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar
zeigt
Abb. 1 einen Längsschnitt durch die Mühle,
Abb. 2 einen Teilquerschnitt durch Rotor und Stator und
Abb. 3 einen Teillängsschnitt durch den mittleren Teil des Rotors. *5
Im oberen Teil des Mühlengehäuses ist ein Zuführungstrichter 1 angeordnet. Der Rotor besteht aus
einem oberen Teil 2, der topfförmig ist und auf dem Umfang vier mit groben Nuten versehene Stege aufweist,
die zwischen sich vier Fenster belassen, einem mittleren Teil 5, der eine mittlere Nutung 12 und eine
feinere Nutung 13 aufweist, und einem unteren Teil 6,
der als Austragteller dient und das gemahlene Gut in den Auslaufstutzen 7 schleudert.
Der Stator besteht aus zwei Ringen, einem oberen Ring 3, der den oberen Teil 2 des Rotors umgibt und
eine Nutung aufweist, die derjenigen der Stege entspricht, jedoch entgegengesetzt schräg ist, und einem
unteren Ring 4, der den mittleren Teil 5 des Rotors umgibt und zwei Nutungen aufweist, die den Nutungen
12 und 13 des Rotors (Abb. 2 und 3) entsprechen, aber ebenfalls entgegengesetzt schräg sind. Die Einstellung
des Mahlspaltes erfolgt durch einen mit Griffen 9 versehenen Führungsring 8. Der Antrieb des
Rotors 2, 5., 6, der im Sinne des Pfeiles 14 in Abb. 2 umläuft, erfolgt durch den Motor 10 über die Welle 11.
Claims (3)
1. Kolloidmühle mit konischem Rotor und diesen umgebendem konischem Stator, bei der Rotor und
Stator mehrere Ringzonen mit Nutensystemen aufweisen, die aus untereinander parallelen Nuten
bestehen, die von Zone zu Zone feiner und an Zahl größer werden, dadurch gekennzeichnet, daß in
sämtlichen Zonen die zusammenarbeitenden Nutensysteme von Rotor und Stator derart verschiedene
Richtungen aufweisen, daß sich beim Umlauf des Rotors eine scherenartige Wirkung ergibt und die
Schnittpunkte der sich dabei aneinander vorbeibewegenden Nuten in der Durchtrittsrichtung des
Mahlgutes bewegen.
2. Kolloidmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gröberen Nuten in die
feineren der nächstfolgenden Zone eingreifen.
3. Kolloidmühle nach Anspruch 1, bei der das Mahlgut mittels auf der Einlaufstirnfläche des
Rotors angeordneter Stege mit dazwischen vorgesehenen Öffnungen in den Mahlspalt gepreßt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege über Teile des Umfanges herumgeführt sind und auf
ihrer Außenfläche, die Teile der Konusfläche des Rotors bilden, Nuten aufweisen, die mit entsprechenden
Nuten des Stators zusammenarbeiten.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 436 368, 939 549;
französische Patentschriften Nr. 406 877, 893 324; Industrie-Anzeiger, Essen, vom 11.9.1951, S. 8.
Deutsche Patentschriften Nr. 436 368, 939 549;
französische Patentschriften Nr. 406 877, 893 324; Industrie-Anzeiger, Essen, vom 11.9.1951, S. 8.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
• 809 577/237 7.58
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP7508A DE1034463B (de) | 1952-04-21 | 1952-04-21 | Kolloidmuehle |
| FR1070360D FR1070360A (fr) | 1952-04-21 | 1953-02-05 | Broyeur colloïdal |
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP7508A DE1034463B (de) | 1952-04-21 | 1952-04-21 | Kolloidmuehle |
| DE312327X | 1952-04-21 | ||
| DE1070360X | 1952-04-21 | ||
| DE2749053X | 1952-04-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1034463B true DE1034463B (de) | 1958-07-17 |
Family
ID=27670738
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP7508A Pending DE1034463B (de) | 1952-04-21 | 1952-04-21 | Kolloidmuehle |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1034463B (de) |
| FR (1) | FR1070360A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1061600B (de) * | 1958-09-12 | 1959-07-16 | Mannesmann Fa A | Kolloidmuehle mit konischem Rotor |
| RU2381070C1 (ru) * | 2008-06-24 | 2010-02-10 | Александр Сергеевич Тумашев | Центробежно-струйная мельница |
| RU2665100C1 (ru) * | 2017-10-23 | 2018-08-28 | федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Белгородский государственный технологический университет им. В.Г. Шухова" | Центробежный дисковый измельчитель |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1073834B (de) * | 1960-01-21 | Probst a Class, Rastatt (Bad.) | Kolloidmühle | |
| NL286899A (de) * | 1955-02-02 | 1900-01-01 |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR406877A (de) * | 1900-01-01 | |||
| DE436368C (de) * | 1925-03-28 | 1926-10-30 | Sudenburger Maschinenfabrik & | Vorrichtung zur Herstellung von kolloiden Stoffen auf mechanischem Wege |
| FR893324A (fr) * | 1940-09-26 | 1944-06-06 | Probst & Class | Broyeur colloïdogène |
| DE939549C (de) * | 1948-10-02 | 1956-02-23 | Adolf Steinbrueckner | Kolloidmuehle |
-
1952
- 1952-04-21 DE DEP7508A patent/DE1034463B/de active Pending
-
1953
- 1953-02-05 FR FR1070360D patent/FR1070360A/fr not_active Expired
Patent Citations (4)
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| FR406877A (de) * | 1900-01-01 | |||
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| RU2665100C1 (ru) * | 2017-10-23 | 2018-08-28 | федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Белгородский государственный технологический университет им. В.Г. Шухова" | Центробежный дисковый измельчитель |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1070360A (fr) | 1954-07-23 |
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