DE1030039B - Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus hochschmelzenden Metallen durch eineSchneidbearbeitung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus hochschmelzenden Metallen durch eineSchneidbearbeitungInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B22F3/00—Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus hochschmelzenden Metallen,
insbesondere Wolfram, die auf einer hohen Temperatur gesintert worden sind, durch eine Schneidbearbeitung,
wie z. B. Drehen, Bohren, Fräsen, Hobeln.
Ein Metall, wie Wolfram, das sehr hitzebeständig ist,
ist schwer durch Schneiden bearbeitbar, wenn es auf hohen Temperaturen, wie z. B. höher als 18000C, gesintert
worden ist. Schneidbearbeitung vor der letzten Sinterung auf hoher Temperatur hat den Nachteil, daß bei dieser
letzten Sinterung häufig auch Schrumpfung und Formänderungen auftreten.
Manchmal ist es erwünscht, hochschmelzenden Metallen, die nicht auf äußerst hohen Temperaturen verwendet
werden, eine gewisse Porosität zu verleihen, z. B. wenn diese hochschmelzenden Metalle den porösen Wandteil
der Erdalkalimetallverbindungen enthaltenden Vorratskammer einer Kathode für elektrische Entladungsröhren
bilden sollen.
Werden diese nach der Sinterung porösen Metalle durch Schneiden bearbeitet, so werden die Poren an der Oberfläche
preßpoliert, so daß weiter kein Erdalkalimetall durch das Metall diffundieren kann, auf dieser Diffusion
beruht aber die Wirkung der Kathode.
Die Erfindung schafft ein Verfahren zur Schneidbearbeitung hochschmelzender, auf hoher Temperatur gesinterter
Metalle, bei dem die gebräuchlichen Werkzeugmaschinen verwendet und beliebige Formen erhalten
werden können.
Gemäß der Erfindung wird bei einem Verfahren zur spanabhebenden Bearbeitung von Sinterkörpern aus
hochschmelzenden Metallen, insbesondere Wolfram, nach Tränkung mit bei niedrigerer Temperatur schmelzenden,
mit dem Ausgangsmetall sich nicht legierenden Metallen, wie Kupfer, Silber od. dgl., der aus dem Pulver des Ausgangsmetalls
hergestellte Preßkörper vor der Tränkung auf mindestens 18000C gesintert, und das Tränkungsmetall wird nach der Schneidbearbeitung herausgedampft.
Das erhaltene Erzeugnis ist also porös; dies ist manchmal erwünscht, z. B. wenn es sich um einen Teil der obenerwähnten
Kathoden handelt. Das andere Mal ist die Porosität nicht schädlich, sondern trägt nur zur Gewichtsverringerung
des betreffenden Teiles bei. Falls Porosität unerwünscht ist, kann die Oberfläche preßpoliert werden.
Ist eine große Porosität oder eine hohe Gebrauchstemperatur erforderlich, so ist es erwünscht, ein grobes
Ausgangspulver zu verwenden. Wird keine hohe Gebrauchstemperatur verlangt, so kann ein feines Ausgangspulver
verwendet werden, das bei einer nicht zu hohen Sinterungstemperatur und einem nicht zu hohen Preßdruck
hinreichend porös bleibt, um das Imprägnieren zu ermöglichen. Selbstverständlich soll auf einer so hohen
Temperatur gesintert werden, daß im hergestellten Gegenstand ein hinreichender mechanischer Zusammenhang
Verfahren zur Herstellung
von Gegenständen aus hochschmelzenden Metallen durch eine Schneidbearbeitung
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken, Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dipl.-Ing. K. Lengner, Patentanwalt,
Hamburg I1 Mönckebergstr. 7
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 30. Juni 1951
Roberto Levi, New York, N. Y. (V. St. A.), ist als Erfinder genannt worden
entsteht. Als zum Imprägnieren in Betracht kommende Metalle seien in erster Linie Kupfer, Silber, Gold und ihre
Legierungen erwähnt, die auch eine gewisse Schmierwirkung aufweisen. Kupfer ist am billigsten, aber bei
sorgfältiger Behandlung können die Edelmetalle quantitativ zurückgewonnen werden.
Das Imprägnieren erfolgt vorzugsweise in einer ganz oder teilweise reduzierenden Atmosphäre (Wasserstoff
oder Stickstoff-Wasserstoff-Gemische), und das Herausdampfen des Metalls erfolgt zweckmäßig im Vakuum.
Es ist zwar schon bekannt, daß die spanabhebende Bearbeitung gesinterter Wolframkörper dadurch möglich
gemacht wird, daß die Körper unter Schutzgas mit einem niedrigschmelzenden Metall durchtränkt werden. Bei
diesem bekannten Verfahren handelt es sich jedoch nur um bei 900 bis 10000C gesinterte Körper, die zu einer
spanabhebenden Bearbeitung nicht zu hart sind, jedoch einen geringen mechanischen Zusammenhang aufweisen.
Durch das Tränken mit einem niedrigschmelzenden Metall soll also lediglich eine Verfestigung des Sinterkörpers
erreicht werden.
Im Gegensatz hierzu handelt es sich bei dem vorliegenden Verfahren um die Bearbeitung von hochgesinterten,
d. h. auf mindestens 18000C erhitzten Preßkörpern aus Pulvern hochschmelzender Metalle, bei denen sich
eine Schneidbearbeitung nicht mehr durchführen läßt. Durch die Tränkung mit einem niedrigschmelzenden,
nicht legierungsfähigen Metall tritt bei der spanabhebenden Bearbeitung eine Schmierwirkung ein, so daß erst
dadurch diese Bearbeitungsart möglich wird. Hierzu
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konnte das bekannte Verfahren, das durch die Tränkung mit dem niedrigschmelzenden Metall lediglich eine Festigungsverbesserung
erzielen sollte, keine Anregung geben.
Die Erfindung wird näher beschrieben an Hand eines Beispiels der Bearbeitung des Wolframs für die Herstellung
von Kathoden für elektrische Entladungsröhren.
Wolframpulver mit einem Volumgewicht von 3,3 g/cm3 und folgender Feinheitsverteilung:
| Fraktion | Abmessung | Gewichtsprozent |
| I | 6,1 μ | 30,9 |
| II | 6,1 - | 30,6 |
| III | 3,6 - | 13,3 |
| IV | 2,9 - | 7,6 |
| V | 2,2- | 17,6 |
| - 3,6 μ | ||
| -2,9//. | ||
| - 2,2 μ | ||
| -1,5 μ |
wird unter einem Druck von 2000 kg/cm2 zu einem Stab gepreßt und 20 Minuten in Wasserstoff bei HOO0C vorgesintert,
so daß eine gewisse mechanische Festigkeit entsteht. An diesem vorgesinterten Stab werden Elektroden
befestigt, wonach der Stab durch Stromdurchgang in einen Wasserstoff of en bei 215O0C 20 Minuten erhitzt wird.
Abgesehen von den nicht brauchbaren Enden war die Dichte des Stabes 16 g/cma, d. h. 83 % der Dichte kornpakten
Wolframs.
Der Wolframstab wird imprägniert durch Eintauchen in geschmolzenes Kupfer, das bei einer Temperatur von
1350°C unter Wasserstoff gehalten wurde. Etwa 7 Gewichtsprozent Kupfer wurde aufgenommen, d. h. daß die
frei mündenden Poren ganz gefüllt sind. Aus dem Stab werden dann durch Drehen die einzelnen Kathodenteile
gefertigt.
Diese Teile werden nach der mechanischen Bearbeitung im Vakuum (10—5 mmHg) auf einer Temperatur von etwa
1550° C i/4 bis 1 Stunde erhitzt. Das Kupfer ist dann vollständig
herausgedampft.
Da das in der Kathode verarbeitete Wolfram auf hoher Temperatur gesintert worden ist, tritt bei Verwendung
der Kathode keine Schrumpfung oder Formänderung auf.
Außer mit Wolfram kann die Erfindung auch mit Tantal, Hafnium, Niob und Rhenium durchgeführt werden,
aber bei Wolfram sind die Vorteile am größten.
Claims (1)
- Patentanspruch·Verfahren zur spanabhebenden Bearbeitung von Sinterkörpern aus hochschmelzenden Metallen, insbesondere Wolfram, nach Tränkung mit bei niedrigerer Temperatur schmelzenden, mit dem Ausgangsmetall sich nicht legierenden Metallen, wie Kupfer, Silber od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der aus dem Pulver des Ausgangsmetalls hergestellte Preßkörper vor der Tränkung auf mindestens. 1800° C gesintert und das Tränkungsmetall nach der Schneidbearbeitung herausgedampft wird.In Betracht gezogene Druckschriften: ;Kieffer-Hotop, Pulvermetallurgie und Sinterwerkstoffe, 1943, S. 113 bis 115, 137/138, 224, 322, 324.© 809 510/430 5.58
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1030039XA | 1951-06-30 | 1951-06-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1030039B true DE1030039B (de) | 1958-05-14 |
Family
ID=22292841
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN5706A Pending DE1030039B (de) | 1951-06-30 | 1952-06-26 | Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus hochschmelzenden Metallen durch eineSchneidbearbeitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1030039B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1157968B (de) | 1959-02-17 | 1963-11-21 | Kugelfischer G Schaefer & Co | Fuehrungsringe fuer Geschosse |
| US11634394B2 (en) | 2018-03-06 | 2023-04-25 | Upl Ltd | Process for preparation of fungicidally active triazole compounds |
-
1952
- 1952-06-26 DE DEN5706A patent/DE1030039B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE1157968B (de) | 1959-02-17 | 1963-11-21 | Kugelfischer G Schaefer & Co | Fuehrungsringe fuer Geschosse |
| US11634394B2 (en) | 2018-03-06 | 2023-04-25 | Upl Ltd | Process for preparation of fungicidally active triazole compounds |
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