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Panorama-Empfänger Die bezieht sich auf einen sogenannten Panorama-Empfänger.
Ihm liegt der Gedanke zugrunde, daß es in vielen Fällen zweckmäßig und erwünscht
ist, mindestens in einem bestimmten Teilfrequenzbereich des gesamten durch ein Empfangsgerät
beherrschbaren Frequenzbereiches eine gleichzeitige gemeinsame Übersicht über alle
Sender zu haben. Diese Übersicht kann erstens darin bestehen, daß man in einem von
den Sendungen gesteuerten Schaubild dieses Frequenzbereiches ablesen kann, welche
Sender arbeiten, und zweitens in dein Erkennen des Charakters der einzelnen Sendung.
Unter Charakter der Sendung sollen dabei beispielsweise die lmpfangsfeldstärke oder
die augenblickliche Sende- oder Empfangslautstärke verstanden werden. Schließlich
kann es auch erwünscht sein, unterscheiden zu l;<iiineii. ob es sich bei der
Sendung um eine getastete Sendung oder ein Falle einer Telefoniesendung um eine
musikalische oder sprachliche Darbietung handelt. Auf diese Weise ist es möglich,
unmittelbar einen Sender mit einer Sendung bestimmten Charakters oder günstiger
Empfangsverhältnisse vorzuwählen und ihn dann ohne lange Sucharbeit und ohne vorherige
Störung finit anderen Sendungen nach der leicht zu treffenden Auswahl finit einem
zusätzlichen Empfangsgerät wiederzugeben bzw. ihn an Stelle eines anderen als neuen
auszuwählen.
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Einrichtungen dieser Art können sich als zweckmäßig erweisen für die
Zwecke des bekannten Rundfunkempfanges von Sendungen für Unterhaltungszwecke, insbesondere
auf Langstreckenverkehrsmitteln, wo die Empfangsbedingungen sich z. B. laufend mit
der E=ntfernung ändern, aller auch insbesondere für andere allgemeine Nachrichtenzwecke.
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Zur Erlangung einer Lebersicht über die in einem Frequenzbereich jeweils
arbeitenden Sender sind Panorama-Empfänger bekanntgeworden, hei denen der in horizontaler
Richtung über den betrachteten Frequenzbereich periodisch abgelenkte Anzeigestrahl
eines Braunschen Rohres eine vertikale Auslenkung erfährt nach Maßgabe der an jedem
Punkt der Frequenzskala gerade vorhandenen Empfangsfeldstärke oder Lautstärke. Auch
ist bekanntlich bereits vorgeschlagen worden, an Stelle der vertikalen Auslenkung
zur Anzeige der Empfangsfeldstärke eine Helligkeitssteuerung des Anzeigestrahles
zu benutzen, um die Möglichkeit einer vertikalen Verschiebung für die Darstellung
der Zeitkomponente an einem lang nachleuchtenden Bildschirm frei zu haben.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Sender an einem
Panorama-Empfänger nicht nur in üblicher Weise seiner frequenzmäßigen Lage und seiner
Empfangsfeldstärke nach zu erfassen, sondern in für sich ebenfalls üblicher Weise
aus der Anzeige auch unmittelbar ablesen zu können, welcher Art die von dem einzelnen
Sender gerade gelieferte Sendung ist, d. h. ob es sich um eine Sendung in Foren
musikalischer Darbietungen handelt oder um sprachliche Sendungen. Diese beiden Anzeigeniethoden
sollen im Sinne der Erlangung einer besonders ausgeprägten Anzeige vereinigt werden.
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Die Aufgabe wird bei einem Panorama-Enipfänger. der auf Grund einer
Frequenzbandabtastung die jeweils empfangenen Sender an einem oszillographischen
Bildschirm auf einer Frequenzskala anzeigt, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Anzeige durch gleichzeitige Auslenkung und Helligkeitssteuerung des entlang
der I# requenzskala bewegten Anzeigestrahles entsprechend je einer der beiden Größen
der Empfangsfeldstärkeund der Lautstärke erfolgt. Hierbei kann entweder die Helligkeitssteuerung
ausgenutzt werden für die Anzeige der momentanen Lautstärke und der Auslenkungsgrad
für die Anzeige der Empfangsfeldstärke, oder umgekehrt, wobei die Steuerungswerte
sinngemäß aus dem Hoch- bzw. Niederfrequenzteil der Empfangseinrichtung zu entnehmen
sind. Auch ist es noch möglich, die Konzentration des Kathodenstrahles für die Erzeugung
des Bildpunktes der Kathodenstrahlröhre entsprechend zu steuern, um auf diese Weise
eine weitere IIelligkeitsanzeigemöglichkeit zu haben. Durch die Änderung der Konzentration
könnte die Strichstärke der Anzeige geändert werden. Die kurz aufeinanderfolgenden
Veränderungen des Bildes in Form einer Veränderung der Helligkeit oder der Länge
der einzelnen Ordinaten bzw. der Lage ihrer Endpunkte, gegebenenfalls bei verminderter
Hervorhebung der zu diesen verlaufenden Ordinaten, über einen entsprechenden
Frequenzwert
der Skala können also als Anzeige benutzt werden, ob zur Geit über einen der Sender
eine Sendung sprachlichen oder musikalischen Charakters läuft: so wird sich z. 13.
ein Sender, der gerade Tanzmusik ausstrahlt. unverkennbar durch seine rlivtlimische
Änderung der Lautstärkeanzeige :parkieren.
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Der Bildschirm für die Anzeige der jeweilig arbeitenden Sender gemäß
ihrer frequenzmäßigen Iahe. ihrer 1anpfangsfeldstä rke und der Art ihrer Sendung
kann ein selbständiger Bildschirm all dein Einpfangsgerä t sein. Für einen einfachen
und gedrängten Aufbau, der eine leichte Übersicht an dem Gerät bietet, kann jedoch
vorzugsweise dieser Bildschirm mit der Einstellskala des zusätzlichen Empfängern
zusammen ;in einer Fläche vereinigt werden. Es kann auf diese Weise die an sich
für die Einstellung benötigte Frequenzskala gleichzeitig ausgenutzt werden als die
Skala für diejenige Anzeige all dein Bildschiris. die den einzelnen Sender mit dem
Charakter seiner Seildung anzeigt. Ein gleichartiger Effekt läßt sich auch erreichen
im Sinne der Ablesemöglichkeit sowohl der 1?instellung als auch des Charakters des
arbeitenden Senders an der gleichen Bildfläche, indem die Allzeige des Kathodenstrahlrohres.
welches über den arbeitenden Sender und seine jeweilige nionientanc Lautstärke Auskunft
gibt, mittels einer besonderen Optik auf die Fläche der Einstellskala des eigentlichen
Empfangsgerätes geworfen wird. Hierdurch kann das Bildrohr relativ klein ausgeführt
werden. so daß en sich leicht als ein zusätzliches Gerät in dein eigentlichen Empfangsgerät
bei geringem Raumbedarf und relativ geringem Kostenaufwand unterbringen läßt. Um
die erfolgende Anzeige in ihrer Richtung möglichst deutlich in Erscheinung treten
zu lassen. kann es sich gegebenenfalls auch als zweckmäßig erweisen, nicht eine
flächenhaft vergrößernde Optik zu benutzen, sondern eine solche, die mir eistzerrend
oder verzerrend wirkt, wie es z.13. durch Anwendung voll Zylinderlisisen erreichbar
ist. Ist Rahmen der gleichen Zielsetzung liegt es auch, weitsi der Bildschirm finit
seiner Anzeige dein Beschauer nicht unmittelbar, sondern erst über eine vergrö Bernde
Optik dargeboten wird.
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Eine beispielsweise Anordnung für die Verwirklichung der Erfindung
veranschaulicht die Zeichnung. In dieser ist eine einfache Ernpfasigsschaltung wiedergegeben
in Form eines Audions 1 mit einer nachgeschalteten \iederfrequellzstufe mit dem
Rohr 2. die üblicherweise auf einen Lautsprecher 3 arbeiten würde. 4 bezeichnet
eine Motorantriebseinrichtung. vorzugsweise mit eineng Svliclironinotor, durch welche
ein Schalthebel 5 an einest Widerstand 6 vorbeigeführt wird. Der Widerstand liegt
an der Spannung.1. Gleichzeitig wird über die Welle 7 der Drehkondensator 8 des
Abstinimkreises des Enipfangsgei-ütes entsprechend verstellt. Die Abstimmung kiiipite
natürlich statt kapazitiv auch induktiv, allenfalls iii Form einer üblichen Perineabilitätsabstininiung,
sein. Der Schalthebels entspricht in seiner Lage der Abntininiung den I)relil:ondensators
B. der eine eistsprechende Kenlilinie besitzt; die Stellung des Schalthebels 5 und
der durch diesen all dein Widerstand 6 abgegriffene Regelwert sind ein eindeutiges
\Iaß für die elektrische Abstimmung des Empfangsgerätes. Die an denn Widerstand
6 abgegriffene oder durch diesen bestimmte Spannung dient zur Steuerung des horizontalert
Allleril:tingssvstems, gebildet durch die Platten 9 der Kathodenstrahlröhre 10.
An <lein vertikalen Altlenksystem mit den Platten 11 dieses Rohres liegt ein
Spannungsabgriff aitl Audion des Empfangsgerätes. der ein Maß für die Feldstärke
bildet, finit der der Sender einfällt. 12 bezeichnet die Konzentrationseinrichtung
für den Kathodenstrahl, 13 den SteuerZYlinder des Kathodenstrahlrohres und 14 einen
Widerstand in der Steuerleitung für die Vorspannung des Steuerzvliiiders 13. All
diesen Steuerzylinder ist eine Spannung de: \iederfrequenzteiles des Gerätes über
den Kondensator 15 angelegt, so daß diese Steuerwirkung ein i\'laß für die niederfrequente
wechselspannungsmäßige Steuerung des linpfangsgerätes ist. Am Bildschirm 16 des
Kathodenstrahlrohres wird zufolge der periodischen Abstimmung des Empfangsgerätes
mittels der motorischen Einrichtung 4 ein für den Beschauer bleibendes Bild in Erscheinung
treten. wie es all dein Bildschirm beispielsweise angedeutet ist. "Zweckmäßig ist
in horizontaler Richtusw all oder in räumlicher Zuordnung zu dein Bildschirm eine
entsprechende Frequeitzteiluitg 23 vorgesehen, die gegebenenfalls auch auf diesen
projiziert sein kann. Das Bild kann von dein Schirm des Kathodenstrahlrohres dein
Beschatier auch erst über eine vergrößernde, gegebenenfalls etatzerrende oder für
lineare Vergrößerung verzerrende Optik unmittelbar oder all einest Projektionsschirni
dargeboten werden. Dieser Projektionsschirin kann unmittelbar die oder eine Skalenplatte
des zusätzlichen I?nipfangsgei-ätes sein. Je nachdem, an welcher Stelle der Sender
frequenzmäBig liegt, wird er an einem Punkt der Horizontalen einen vertikalen Strich
liefern. Die Länge dieses Striches ist dann ein Jl@iß für die Ernpfangsfeldstärke.
Je nach der Steuerung am Stetierzvlinder 13 werdest die einzelnen Striche mit verschiedener
Helligkeit in Erscheinung treten. Ist (las Kathodenstrahlrohr eingeschaltet und
Teichzeitig auch die periodische Alstimniung mittels der Glieder 4 bis B. so wird
also ein ;iiiiigeiiiä ßes Bild all dein Bildschirm 16 erzeugt. Der Bedienende kann
sich nim nach diesem Bild einen ihm geeignet erscheinenden Sender auswählen und
die entsprechende Altstimmung des Empfangsgel-ä tes unmittelbar auf den gewünschten
Sender vornehmen, wobei er mit einer bestimmten zu erwartenden Sendung rechnen kann.
ohne vorher andere Sender in der Wiedergabe in Erscheinung treten zu lassen. \ach
dein Ausführungsbeispiel ist die Anordnung unmittelbar derart getroffen. claß der
Bildschiris des Kathodenstrahlrohres gleichzeitig als Skala ausgenutzt ist, ein
welcher der entsprechende Sender mittels der normalen Bedienungseinrichtung des
Finpfaslgsgerätes eingestellt «-ard. 17 bezeichnet den I3edienungsdrehknopf des
Gerätes, der über die Welle 18 das I@nspfang:gerät abstimmt. Auf der Welle 18 sitzt
eine Seilscheibe 19, durch deren Drehung der Zeiger 20 verstellt wird unter der
Wirkung (ges Seiles 21, welches über eine Leitscheibe 22 geführt ist.