DE714156C - Empfangsanordnung fuer Drehfunkfeuer - Google Patents
Empfangsanordnung fuer DrehfunkfeuerInfo
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- DE714156C DE714156C DER103443D DER0103443D DE714156C DE 714156 C DE714156 C DE 714156C DE R103443 D DER103443 D DE R103443D DE R0103443 D DER0103443 D DE R0103443D DE 714156 C DE714156 C DE 714156C
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Description
Die Erfindung befaßt sich mit einem Funkpeilempfänger, der mit einem Drehfunkfeuer
zusammen arbeitet und die richtige Kurslage eines Fahrzeuges bzw. eine etwaige Rechts-5
oder Linksabweichung desselben von einem vorbestimmten Kurs optisch oder akustisch
anzeigt.
Unter einem Drehfunkfeuer versteht man einen Sender, der eine gerichtete rotierende
Strahlung aussendet. Um eine Bezugsrichtung zu kennzeichnen, werden die Antennenströme,
die dieses rotierende Feld erzeugen, einmal bei jeder Umdrehung kurzzeitig getastet, beispielsweise
in dem Augenblick, in dem die
'S maximale Strahlung nach Norden weist,
unterbrochen. Die Rotation und Tastung des Feldes erzeugen empfangsseitig einen sinusförmigen
Stromverlauf und einen Bezugsimpuls. Die relath-e Phasenlage des erhalte-
nen Sinusstromes zu diesem Bezugsimpuls kennzeichnet die Richtung der Empfangsstation
bezüglich des Senders. Wenn beispielsweise der Sender getastet wird, sobald die maximale Strahlung nach Norden weist, dann
wird ein Empfänger östlich vom Sender bei Rotation des Richtbündels gegen den Uhrzeigersinn
den Bezugsimpuls um 90°, dem Maximum des Sinusstromes nacheilend, aufnehmen.
Ähnlich wird bei südlicher Lage des Empfängers eine Phasenverschiebung von i8o°, bei westlicher Lage eine solche von
2700 und schließlich bei Nordlage wieder" eine solche von ο oder 3600 auftreten. Wenn man
empfangsseitig Mittel vorsieht, durch welche diese Phasenverschiebung kontinuierlich zur
Anzeige gebracht wird, dann kann der Führer eines Fahrzeuges dieses auf jeden beliebigen
Kurs innerhalb der Reichweite des Senders steuern, beispielsweise in einer Kreisbahn um
die Sendestation oder längs einer radialen
Linie auf diese zu oder von ihr weg. In dieser Form dient der Sender also der allgemeinen
Navigation.
Um Fahrzeugen die Richtung zu einer beVi
stimmten Sendestation zu weisen, werden bekanntlich Leitstrahlsender verwendet, mit
deren Hilfe man empfangsseitig eine Anzeige bei Abweichung von dieser Leitstrahlrichtung
erhält. Die üblichen Leitstrahlsender erzeugen ίο solche Führungslinien in zwei oder vier Richtungen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine Führung in beliebig vielen Richtungen auf das Funkfeuer zu ermöglichen,
also eine Empfangsanordnung zu schaffen, durch welche eine Anzeige der gewählten
Kurslage eines Fahrzeuges in bezug auf eine radiale Richtung gegen das Drehfunkfeuer erhalten
wird. Und zwar soll dieses Drehfunkfeuer in der einfachen eingangs skizzierten Weise ausgeführt sein.
Gemäß der Erfindung werden empfangsseitig die Bezugsimpulse und die aus dem
Empfang der rotierenden Richtstrahlung abgeleitete Wechselspannung getrennt, und die
relative Phasenlage dieser beiden Spannungen wird zur Festlegung einer beliebigen, auf das
Funkfeuer gerichteten Führungslinie derart verändert, daß die Bezugsimpulse zeitlich mit
den Nulldurchgängen der Wechselspannung zusammenfällen. Eine Abweichung von dieser
eingestellten Phasenbeziehung wird zur Gewinnung einer richtungsabhängigen Anzeige
in einem Indikator ausgenutzt.
Bekannte ähnliche Empfangsanordnungen. welche ebenfalls auf einer Phasenvergleichsmethode
beruhen, setzen demgegenüber wesentlich kompliziertere Sendeeinrichtimgen
voraus.
Zur Ausführung des Ernndungsgedankens ist vorzugsweise an eine Röhrenanordnung
gedacht. Die Bezugsimpulse werden im Gleichtakt und die abgeleitete Wechselspannung im
Gegentakt einem Paar unter sich gleicher Elektronenröhren zugeführt, in deren gemeinsamem
Anodenkreis ein Indikator liegt. An sich ist die \^erwendung einer solchen Gegentaktröhrenanordnung,
der zwei Wechselspannungen gleich- und gegenphasig zugeführt werden, um deren gegenseitige Phasenver-Schiebung
zu bestimmen, bekannt.
Die Erfindung soll an Hand der Zeichnungen erklärt werden.
Abb. ι stellt ein Diagramm der Ströme dar, wie sie in Ausführung des Erfindungsgedankens
zur Anzeige verwendet werden. Die " Abb. 2 und 3 zeigen Ausführungsbeispiele des
Erfindungsgedankens. Abb. 4 stellt eine Tastvorrichtung und Abb. 5 ein Schaltbild für
akustische Anzeige dar.
In Abb. la bis ic stellt der sinusförmige
Wellenzug 1 den Strom dar, der von dem rotierenden Feld des Funkfeuers in der Empfangsanordnung hervorgerufen wird. Die
Vspitzen 3 entsprechen den Impulsen, die durch "die Tastung entstehen. In der Abb. ia wurde
angenommen, daß sich der Empfänger in einer solchen Lage befindet, daß die Sinuswelk*
gerade im Augenblick der Tastung durch die Nullinie 5 hindurchgeht. Wenn die Sinuswelle
nach rechts verschoben wird, wie dies in Abb. ib dargestellt ist, fällt der Impuls 3 nicht
mehr zeitlich mit dem Nulldurchgang des Wechselstromes zusammen, sondern er tritt
im positiven Teil des Wellenzuges auf. z. B. an der Stelle 7. Wird die Sinuswelle nach
links verschoben, entsprechend der Abb. ic, dann fällt der Impuls 3 an die Stelle 9 im
negativen Teil des Wellenzuges.
Zum Zwecke der Darstellung wurde angenommen, daß sich die Sinuswelle nach rechts
oder links verschiebt. Dies entspricht genau den Verhältnissen, die auftreten, wenn man
einen Empfänger um ein Drehfunkfeuer der hier zugrunde gelegten Art herumbewegt, da
auch dann eine Vor- oder Nacheilung des Sinusstromes gegenüber den in allen Richtungen gleichzeitig eintreffenden Impulsen erhaltenwird.
Wenn man daher die Sinusströme und die Impulse voneinander trennt und Mittel vorsieht, um ihre relative Phasenlage anzuzeigen,
kann die Bewegung des Empfängers längs einer radialen Linie gegen das Funkfeuer durch Beobachtung dieser Phasenlage
und damit der Rechts- oder Linksabweichung vom Kurse gesteuert werden.
Eine geeignete Schaltung zur Trennung der Impulse und zur Anzeige ihrer relativen Phasenlage
zum Sinusstrom ist in Abb. 2 dargestellt. Eine Antenne 11 ist mit einem
gewöhnlichen Empfänger 13 verbunden, hinter
den ein Detektor 15 und ein Niederfrequenzverstärker 17 geschaltet sind. Der Ausgangskreis
des Niederfrequenzverstärkers 17 besitzt getrennte Wege für die Impulse und für den
Sinusstrom. Die Impulse werden über den Kondensator 19 der Primärwicklung des
Transformators 21 zugeführt. Die Sinusströme werden ,von diesem Wege durch den
hohen Blindwiderstand des Kondensators 19 abgehalten. Sie gelangen von dem Transformator
23 über ein Wellenfilter, welches aus der Sekundärwicklung dieses Transformators,
denKondensatoren25 und 26 und der Spule 45 besteht und die Impulse sperrt, in einen besonderen Teil der Schaltung.
Eine Klemme der Sekundärwicklung des Transformators 21 ist- über einen Widerstand
27 mit den Gittern 29,31 der Elektronenröhren 33, 35 verbunden. Die andere Klemme
liegt am negativen Pol der Vorspannung*- batterie 37, deren positiver Pol mit den Kathoden
39, 41 der Röhren 33, 35 verbunden ist.
Im Ausgang des Transformators 23 und der
Kondensatoren 25 liegt ein doppelpoliger Umschalter 43, mit dessen Hilfe die Anschlüsse.
der Spule 45 vertauscht werden können. Eine Mittelanzapfung dieser Spule ist an den negativen
Pol der Vorspannungsbatterie 47 gelegt. Die äußeren Klemmen der Spule liegen an dem Phasenschieber 49.
Dieser besteht aus zwei Kondensatoren 51, S3
und Widerständen 55, 57, die in der gezeichneten Weise in Serie geschaltet sind. Über
diesen Kondensatoren und Widerständen 51, 55 bzw. 53, 57 liegen die beiden Potentiometer
59 bzw. 61. Die gemeinsamen Klemmen dieser Widerstände und Kondensatoren sind an die
•Mitten der zugehörigen Potentiometer angeschlossen.
Die Schieber 63, 65 der Potentiometer können miteinander gekuppelt sein und mit Hilfe
eines gemeinsamen Bedienungsknopfes 6j eingestellt werden. - Der Potentiometerabgriff 63
ist über einen Widerstand 69 mit einem weiteren Gitter 71 der Röhre 33 verbunden. In
gleicher Weise liegt der Potentiometerabgriff 65 über einen Widerstand 73 am Gitter
75 der Röhre 35.
Die Anoden 77, 79 der Röhren 33, 35 sind durch Widerstände Si, 83 mit dem positiven
Pol der Anodenbatterie 85 verbunden; ihr negativer Pol 85 liegt an den Kathoden 39,41.
Ein Anzeigegerät 87 für die Kursabweichung, welches ein gewöhnliches Galvanometer sein
kann, ist zwischen die Anoden JJ und 79 geschaltet.
Die Arbeitsweise der Schaltung nach Abb. 1 ist folgende: ImAusgang des Niederfrequenzverstärkers
treten sowohl die Sinusströme als auch die Bezugsimpulse auf. Von diesen gelängen,
wie schon ausgeführt, nur die Sinusströme an den Phasenschieber 49, während die
Bezugsimpulse von diesem abgehalten werden. Mit Hilfe des Phasenschiebers können nun
die Sinusströme in beliebigem Sinne innerhalb von 0 bis i8o° in der Phase verschoben
werden. Mit Hilfe des Umschalters 43 kann die Phase um weitere i8o° geändert werden,
so daß ein tatsächlicher Regelbereich von 3600 erhalten wird. Die hinter dem Phasenschieber
auftretenden Sinusspannungen werden hierauf den Gittern 71,75 im Gegentakt zugeführt.
Die Impulsspannungen dagegen werden getrennt davon über den Transformator 21 und
den Widerstand 27 den parallel geschalteten Gittern 29, 31 zugeführt.
Wenn die Phase der Sinusströme bezüglich der Impulse so eingeregelt wird, daß diese mit
dem Nulldurchgang der ersteren zusammenfallen (Abb. ia), dann wird das Anzeigegerät
87 keinen Ausschlag zeigen,, da die im
5ü Gegentakt an die Gitter 71,75 gelegte Wechselspannung
das elektrische Gleichgewicht nicht stört und die Impulse, die im Gleichtakt an die Gitter 29, 31 gelegt werden, lediglich den
j Zeitpunkt bestimmen, in welchem die Röhren ·'. wirksam sind.
• Der Führer eines Flugzeuges, welches diese Empfangsanordnung mit sich führt, regelt
also zunächst die Phase des Sinusstromes bezüglich der Impulse so ein, daß er eine Nullanzeige
erhält, sobald sich das Flugzeug in der gewünschten Richtung zum Funkfeuer befindet.
Eine Abweichung von diesem radialen Kurs wird dann die Phase des Sinusstromes
verändern, so daß beim Eintreffen der Impulse an den Gittern 29, 31 nur diejenige
Röhre wirksam wird, welche gerade durch die positive Halbperiode der Sinusspannung ausgesteuertwird.
Hierdurch wird das elektrische Gleichgewicht gestört, und das Anzeigegerät wird die Kursabweichung in entsprechender
Richtung anzeigen. Die ganze Anordnung kann so getroffen werden, daß der Einstellknopf
des Phasenschiebers gleichsinnig -mit der erhaltenen Anzeige gedreht werden muß,
wenn sich das Flugzeug vom Sender entfernt und umgekehrt.
Abb. 3 zeigt ein weiteres Schaltbild, bei dem die Kursabweichung wahlweise optisch
oder akustisch zur Anzeige gebracht wird. Soweit das Schaltbild für die optische Anzeige
mit der beschriebenen Abbildung übereinstimmt, soll die Beschreibung nicht wiederholt
werden. Einander entsprechende Teile sind in beiden Abbildungen mit gleichen Bezugszeichen versehen. Im folgenden soll daher nur
der Teil der Schaltung beschrieben werden, der zur akustischen Anzeige dient. Zwei Röhren
101 und 103 bilden eine an sich bekannte
Multivibratorschaltung. Ihre Anoden sind mit den Schirmgittern 105, 107 der Röhren 33, 35
verbunden. Die beiden Schirmgitter erhalten über Widerstände 109", in Spannung vom
positiven Pol der Batterie 85. In der gemeinsamen Anodenleitung liegt ferner der Kopfhörer
113, hinter dem sich der Strom- »05
weg über die. Widerstände 81, 83 zu den Anoden teilt.
Die Batterie 47 erzeugt einen Potentialunterschied zwischen den Kathoden 119 der
Röhren ιοί, 103 und denen der Röhren 33, 35,
und zwar derart, daß die Schirmgitterspannung an 105» bzw. 107 dadurch kompensiert und die
Röhre 33 bzw. 35 gesperrt wird, sobald die entsprechende MultivTbratorröhre oder eine
mechanische Tastvorrichtung wirksam ist. Die Gitter 115, 117 der Multivibratorröhren
sind über Widerstände 121, 123 an die Kathoden
119 abgeleitet und über Kondensatoren 125, 127 mit den Widerständen 129, 131 verbunden.
Die Verbindungsleitung des Wider-Standes 129 und des Kondensators 127 und
des Widerstandes 131 sind an die Gitter 133
bzw. 135 der Röhren 101 und 103 angeschlossen.
Die Gitter 133 und 135 sind miteinander
noch über einen Kondensator 137 verbunden, um Knaclcgeräusche, die vom Multivibrator
herrühren, zu unterdrücken. Der doppelpolige Umschalter 141 hat die Aufgabe, wahlweise
vom optischen auf akustischen Empfang umzuschalten. In der Schaltstellung für akustischen
Empfang wird an die Schirmgitter I33>
13s des Multivibrators positive Spannung und Vorspannung von der Batterie 47
an die Gitter 71, 75 gelegt. Wird optische Anzeige gewählt, so wird der akustische Indikator
kurzgeschlossen und gleichzeitig die V01-spannung für die Röhren 33, 35 verringert.
Die Wirkungsweise der optischen Anzeige wurde bereits oben beschrieben. Die akustische
Anzeige wirkt analog der beim Empfang von komplementär getasteten Leitstrahlsendern
angewendeten. Bei diesen wird beispielsweise der· Sender so getastet, daß zwei gerichtete Strahlungen abwechselnd im Punkt-Strich-Rhythmus
erzeugt werden. Der gewünschte Kurs wird dann durch die Linie gleicher Feldstärken der beiden Signale angezeigt.
In dieser Zone setzen sich die Tastzeichen zu einem Dauerton zusammen. Eine AbweichungvomKurs wird durch Überwiegen
des einen oder anderen Signals angezeigt. Während beim Leitstrahlverfahren der Sender
selbst getastet wird, erfolgt die Tastung bei der erfindungsgemäßen Anordnung empfangsseitig
mit Hilfe der Gitter 105, 107 der • Röhren 33, 35 ('Abb. 3). Die Zeitkonstanten
der Gitterkreise der beiden Multivibratorröhren sind so gewählt, daß die Röhre 101
Punktsignale erzeugt, während die Röhre 103 in den Zwischenräumen zwischen den Punktsignalen
Strichsignale erzeugt. Die Punktsignale steuern die Röhre 33 und die Strichsignale
die Röhre 35. Man wird die Anordnung vorzugsweise so treffen, daß immer einem bestimmten Abweichungssinn eine bestimmte
Zeichengabe entspricht. Dies ist bei gewöhnlichen Leitstrahlsendern nicht ohne weiteres möglich.
Soll die Tastung im Rhythmus zusammengesetzter Zeichen, z. B. A-N, erfolgen, dann
kann hierzu eine Steuerscheibe 151 verwendet werden, die von einem Motor 155 angetrieben
wird und einen Kommutator 153 steuert (Abb. 4). Die gemeinsame Klemme des Kommutators
führt an einen Schalter 157, der bei optischer Anzeige geöffnet und bei akustischer
Anzeige geschlossen wird. DieKlemmenX-F-Z
des Kommutators werden an die Punkte X', V, Z' (Abb. 3) angeschlossen. Es entfallen
dann natürlich die Multivibratorröhren. Der motorbetriebene Kommutator kann auch zur
£-T-Tastung verwendet werden, doch ist es günstiger, rotierende Teile zu vermeiden.
Die Arbeitsweise der Schaltung zur akustischen Anzeige ist folgende: Bei richtiger
Kurslage des Fahrzeuges wird der Phasenschieber 49 so eingestellt, daß die Impulse bei
Nulldurchgang der Sinusströme an den Gittern der Röhren eintreffen. Die Röhren 33
und 35 sind normalerweise gesperrt und werden durch die eintreffenden Impulse gleichzeitig
geöffnet. Solange während dieser Impulszeit die Potentiale der Gitter 71, 75 der
Röhren 33, 35 Null sind, was dem Nulldurchgang der Sinusspannung entspricht, werden
beide Röhren gleiche Wirkung auf das Telephon 113 ausüben. Die Röhren 33, 35 werden
nun, wie beschrieben, im Rhythmus komplementärer Morsezeichen getastet. Wenn das
Fahrzeug vom gegebenen Kurs abweicht, wird die Sinuswelle bezüglich der Impulse eine
Vor- oder Nacheilung aufweisen. Es wird daher die Ausgangsspannung einer der beiden
Röhren 33 oder 35 überwiegen. Da die beiden Röhren z. B. im Punkt-Strich-Rhythmus getastet
sind, wird eines der beiden Signale vorherrschen und damit die Abweichung vom Kurs akustisch anzeigen. Aus der Art des
vorherrschenden Zeichens kann der Sinn der Kursabweichung festgestellt werden.
Die Klangfarbe dieser akustischen Zeichenwiedergabe ist im allgemeinen nicht angenehm,
da die Empfangsimpulse relativ niedrige Frequenzen mit vielen Oberwellen enthalten.
Durch besondere Siebmittel vor dem Telephon kann das Frequenzgemisch gereinigt werden,
so daß ein reiner Ton empfangen wird. Eine weitere Möglichkeit, um eine gute akustische
Anzeige zu erhalten, ist in Abb. 5 dargestellt. Ein Gleichrichter 201 wird über Blockkondensatoren
205 an die Anoden der Röhren 33, 35 gelegt. An Stelle des Telephons wird ein
Widerstand 207 in den Gleichrichterkreis geschaltet. Die Kathode des Gleichrichters ist
über einen Widerstand 200 mit dem negativen Pol der Batterie 85 verbunden. Im Nebenschluß
zu diesem Widerstand liegt der Kondensator2ii
und bildet mit ihm ein Filter, welches die Impulse glättet, die Tastung jedoch durchgehen läßt. Die gefilterten Signalströme
werden dem Steuergitter der Rohre 203 zugeführt. Der tonfrequente Oszillatorkreis der u«
Röhre 203 ist in bekannter Weise geschaltet. Im Ausgangskreis der Röhre 203 liegt das
Telephon2i3. Es wird daher bei dieser Schaltung die örtliche erzeugte Tonfrequenz durch
die Tastung gesteuert.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Anzeigeverfahren für Drehfunkfeuer, welche eine rotierende gerichtete Strahlung und bei Durchgang dieser Strahlung durch eine bestimmte Richtung einen un-gerichteten Bezugsimpuls aussenden, dadurch gekennzeichnet, daß empfangsseitig die Bezugsimpulse und die aus dem Empfang der rotierenden Richtstrahlung abgeleitete Wechselspannung getrennt werden und ihre relative Phasenlage zur Festlegung einer beliebigen, auf das Funkfeuer gerichteten Führungslinie derart verändert wird, daß die Bezugsimpulse zeitlich mit den Nulldurchgängen der Wechselspannung zusammenfallen und daß dieser Zustand in einem Indikator sichtbar gemacht wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezugsimpulse im Glejchtakt und die abgeleitete Niederfrequenz im Gegentakt einem Röhrenpaar zugeführt werden, in deren gemeinsamem Anodenkreis ein Indikator liegt.
- 3· Verfahren nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur akustisehen Anzeige die Gegentaktröhren im Rhythmus komplementärer Morsezeichen getastet werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur akustisehen Anzeige ein Tonfrequenzoszillator vorgesehen ist, der von der resultierenden Ausgangsspannung der komplementär getasteten Gegentaktanordnung gesteuert wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem akustischen Indikator ein Resonanzkreis vorgesehen ist, der auf eine Oberwelle des Impuls-Frequenz-Gemisches abgestimmt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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|---|---|
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Family
ID=22604131
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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1937
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-
1938
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Also Published As
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