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Verfahren zur Frequenz- und Zeitanalyse Die Erfindung bezieht sich
auf ein Verfahren zum Untersuchen eines nach der Frequenz ausgewählten einzelnen
Hochfrequenzsignals eines breiten Frequenzbandes.
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Es sind bereits Verfahren zur Frequenzanalyse bekannt, bei welchen
mit einem sogenannten Panoramaempfänger sämtliche in einem Frequenzband auftretenden
Signale durch periodisches Absuchen dieses Frequenzbandes mit einem Wobbeloszillator
auf dem Schirmbild einer Kathodenstrahlröhre spektrumartig dargestellt werden, und
zwar derart, daß der Wobbeloszillator durch einen vorbestimmten, sich periodisch
wiederholenden Spannungsverlauf, beispielsweise durch eine lineare Sägezahnspannung,
im Frequenzverlauf gesteuert ist und dieser periodisch sich wiederholende Spannungsverlauf
gleichzeitig an das horizontale Ablenksystem der Kathodenstrahiröhre angelegt wird.
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In'vielen Fällen ist es wünschenswert, einzelne der durch Frequenzanalyse
spektrumartig dargestellten Hochfrequenzsignale genauer zu untersuchen, beispielsweise
durch sogenannte Zeitanalyse, deren Modulationsinhalt auf einem Kadiodenstrahloszillographen
od. dgl. darzustellen bzw. durch eine Abhöreinrichtungzakustisch wìederzugeben.
Zu diesem Zweck ist es bereitS bekannt; neben dem eigentlichen Panoramaempfänger
zur Frequenzanålyse einen zusätzlichen abstimmbaren Empfänger vorzusehen und diesen
von Hand auf den durch' den - Panoramaempfänger bestimmten Frequenzwert des ausgewählten
Einzelsignals abzustimmen. Es ist auch bereits bekannt, in dem eigentlichen Panoramaempfänger
einen zusätzlich von Hand abstimmbaren Empfangsoszillator vorzusehen, durch welchen
der Panoramaempfänger nach Abschalten des eigentlichen Wobbeloszillators auf die
Frequenz des ausgewählten Einzelsignals eingestellt werden kann. Die Einstellung
des Empfangsoszillators erfolgt dabei durch einen üblichen mechanischen Skalenantrieb,
dessen Zeiger längs des auf dem Schirmbild des Panoramaempfängers dargestellten
Spektrums verschiebbar ist. Wird dieser Zeiger in Übereinstimmung mit einem ausgewählten
Einzelsignal des Spektrums gebracht, so wird durch den zusätzlichen Empfänger unmittelbar
dieses Einzelsignal empfangen. Da jedoch kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen
dem mechanischen Skalenantrieb für den EmpfangsoszilIator und dem Frequenzverlauf
des Wobbeloszillators des Panoramaempfängers besteht, ist mit dieser bekannten Anordnung
nicht immer gewährleistet, daß der EmpfangsoszilIator tatsächlich genau auf die
Frequenz des durch die Frequenzanalyse bestimmten Einzelsignals abgestimmt ist.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren aufzuzeigen, bei welchem
auf Grund des durch eine Frequenzanalyse mittels eines Panoramaempfängers dargestellten
Frequenzspektrums eine eindeutige genaue Auswahl und anschließende Untersuchung
eines Einzelsignals möglich ist.
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Die Erfindung geht dabei von einem Verfahren zur Untersuchung eines
nach der Frequenz ausgewählten einzelnen Hochfrequenzsignals eines breiten Frequenzbandes
aus, bei welchem sämtliche in dem Frequenzband auftretenden Signale durch periodisches
Absuchen des Frequenzbandes mit einem durch einen vorbestimmten sich periodisch
wiederölenden Spannungsverlauf, insbesondere eine linear ansteigende Sägezahnspannung,
im Frequenzverlauf gesteuerten Wobbeloszillator auf dem Schirmbild einer Kathodenstrahlröhre
durch Anlegen eines sich periodisch wiederholenden Spannungsverlaufs an das eine
Ablenksystem der Kathodenstrahlröhre spektrumartig dargestellt werden (Frequenz
analyse), wobei die Auswahl des gewünschten Einzelsignals durch eine mittels einer
Einstellvorrichtung längs des Spektrums verschiebbare Marke erfolgt, welche in tZbereinstimmung
mit dem ausgewählten Einzelsignal verbringbar ist. Erfindungsgemäß wird dabei in
der Einstellvorrichtung einer Vergleichsspannung und durch diese ein Tastimpuls
erzeugt, welcher dem Anzeigesystem derart zugeführt wird, daß die durch diesen Tastimpuls
erzeugte einstellbare Tastmarke, insbesondere Helltastmarke, mit dem zu untersuchenden
ausgewählten Einzelsignal des Spektrums in Übereinstimmung gebracht wird, wobei
die so ermittelte dem Frequenzwert des zu untersuchenden Einzelsignals entsprechende
Vergleichs spannung nach Abschalten des sich periodisch wiederholenden Spannungsverlaufs
dem Wobbeloszillator zugeführt wird.
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SolI das ausgewählte Einzelsignal anschließend durch Zeitanalyse weiter
untersucht werden, so wird dieses vorzugsweise direkt oder nach Demodulation in
einer Demodulationseinrichtung dem Anzeigesystem der
Kathodenstrahlröhre
zugeführt und auf dieser dargestellt. Zum Abhören des ausgewählten Hoch frequenzsignals
kann das durch die Vergleichsspannung ausgewählte Einzelsignal in einerDemodulationseinrichtung
demoduliert und akustisch wiedergegeben werden.
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Das erfindungsgemäße Verfahren besitzt den Vorteil, daß durch einfaches
Verändern der Vergleichsspannung eine optische Übereinstimmung der Tastmarke mit
dem ausgewählten Einzelsignal des Frequenzspektrums hergestellt werden kann und
damit eine eindeutige Bestimmung der Frequenzlage jedes Einzelsignals möglich ist
und anschließend durch Abschalten der den Wobbeloszillator periodisch durchstimmenden
Sägezahnspannung und Anschalten dieser bestimmten festen Vergleichsspannung der
Wobbeloszillator an der ausgewählten Stelle festgehalten und damit das ausgewählte
Einzelsignal weiter untersucht werden kann.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand einer schematischen Zeichnung
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
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Die Figur zeigt an Hand eines Blockschaltbildes einen üblichen Panoramaempfänger
mit einer ein-oder mehrstufigen Empfangs- bzw. Verstärkereinheit 1 sowie einer Mischstufe
2, in welcher die beispielsweise durch mehrfache Überlagerung in eine Zwischenfrequenz
umgesetzte EmpfangsfrequenzfE mit der Wobbelfrequenz Jw eines Wobbeloszillators
3 gemischt wird. Der Wobbeloszillator 3 ist in üblicher Weise in seiner Frequenz
durch die Sägezahnspannung des Kippteils 4 für die horizontale Ablenkung der Bildröhre
gesteuert. Die Amplitudenwerte der in den durch den Wobbeloszillator überstrichenen
Frequenzband auftretenden Hochfrequenzsignale werden gegebenenfalls nach Durchlaufen
einer Demodulationseinrichtung 6 dem vertikalen Ablenksystem der Bildröhre 5 zugeführt
und auf dem Schirm 7 dieser Bildröhre spektrumartig dargestellt.
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Erfindungsgemäß ist nun eine weitere Einstelleinrichtung zum Einstellen
einer beliebigen Vergleichsspannung vorgesehen, beispielsweise in Form eines Potentiometers
10. Die durch das Potentiometer 10 eingestellte Vergleichsspannung wird mit dem
jeweiligen Momentanwert der Sägezahnspannung 4 in einer Spannungsvergleichseinrichtung
11 verglichen, und die Vergleichseinrichtung löst jeweils bei Spannungsgleichheit,
also jeweils in dem Zeitpunkt, in welchem die Vergleichsspannung mit einem Momentanwert
der Ablenksägezahnspannung übereinstimmt, einen Tastimpuls aus, der beispielsweise
zur Erzeugung einer Helltastmarke der entsprechenden Steuerelektrode 12 der Bildröhre
zugeführt werden kann. Dadurch entsteht auf dem Schirm 7 eine von Hand durch das
Potentiometer 10 horizontal verschiebbare Tastmarke 13.
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Soll beispielsweise das Einzelsignal 14 untersucht werden, so wird
die Tastmarke 13 in Übereinstimmung mit diesem Signal 14 gebracht. Der damit eingestellte
Spannungswert der Vergleichsspannung 10 entspricht damit dem zum Empfang dieses
Signals 14 erforderlichen Wobbeloszillator-Frequenzwert. Dieses Signal 14 kann nach
Umschalten des Schalters 15 und Steuerung des Wobbeloszillators 3 mit dem nunmehr
eingestellten Vergleichsspannungswert als ausgewähltes Einzelsignal empfangen werden.
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Zur Zeitanalyse kann dabei das ausgewählte Einzelsignal beispielsweise
durch gleichzeitiges Umschalten
eines weiteren Schalters 16 einer der jeweiligen
Modulationsart des Signals entsprechenden Demodulationseinrichtung 17 zugeleitet
und das demodulierte Signal dem vertikalen Plattenpaar der Bildröhre 5 zugeführt
werden. Auf diese Weise kann nunmehr auf dem gleichen Schirm, auf welchem vorher
die Frequenzanalyse durchgeführt wurde, eine Zeitanalyse, d. h. ein zeitliches Auflösen
des ausgewählten Einzelsignals erfolgen. Dabei kann die Kippfrequenz des Kippteils
4 zur Betrachtung des demodulierten Signals geändert werden. Wenn erwünscht, kann
der Modulationsinhalt des ausgewählten Einzelsignals auch gleichzeitig oder nach
Umschalten eines weiteren Schalters 18 durch einen Lautsprecher 19 od. dgl. akustisch
wiedergegeben werden. Selbstverständlich kann das Einzelsignal auch auf andere Weise
weiter ausgewertet und untersucht werden.
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Der Tastimpulseinsatz und die Tastimpulslänge können in Abhängigkeit
von der einstellbaren Demodulationsbandbreite umschaltbar sein, so daß die Breite
der aufgezeichneten Helltastmarke der vorgewählten Demodulationsbandbreite, beispielsweise
der Bandbreite der Demodulationseinricbtung 17, unmittelbar entspricht.