DE1026351B - Verfahren und Vorrichtung zum Aufspannen eines Papierbogens auf die Trommel eines Faksimilegeraets, wobei der Papierbogen jede Laenge bis zu der durch den Umfang der Trommel bedingten maximalen Laenge haben kann - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufspannen eines Papierbogens auf die Trommel eines Faksimilegeraets, wobei der Papierbogen jede Laenge bis zu der durch den Umfang der Trommel bedingten maximalen Laenge haben kannInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Faksimilegeräte. In
Faksimilegeräten l>estehen Schwierigkeiten, wenn in
der Maschine Schriftstücke von einer Größe befestigt werden sollen, die beträchtlich kleiner sind als die
maximale Größe, die für die Maschine bestimmt ist. Eine Anzahl von Befestigungsverfahren von Schriftstücken
sind bekannt, unter anderem ein Verfahren für die Befestigung mit einer durchsichtigen Hülle,
mit dem sich einfach und schnell arbeiten, läßt. Durchsichtige Hüllen jedoch besitzen den Nachteil einer
relativ kurzen Lebensdauer und sind weiterhin nicht anwendbar, wenn das Gerät ein Empfänger ist, bei
dem heim Schreiben ein dauernder Kontakt mit der Oberfläche des Scbreibbogens gehalten werden muß.
Die Trommel- und Umhüllungsbandtechnik ist ermüdend und umständlich im Gebrauch. Ein extremer,
aber häufiger Fall bei der Verwendung von Faksimilemaschinen für die Ortszustellung von empfangenen
Fernschreibnachrichten ist der, daß das Schriftstück die Breite eines normalen Papierbogens besitzt und
eine: Länge, die nur ein kleiner Bruchteil seiner Breite ist. Ein derartiges Schriftstück kann dann nicht mehr
in zufriedenstellender Weise mit der Trommel-UmhülIungsband-Technik
eingelegt werden. Ein anderes bekanntes \Terfahren, das Klemmschienenverfahren,
ist ebenfalls umständlich im Gebrauch und unzweckmäßig beim Empfang.
Der Gegenstand der λόγHegenden Erfindung besteht
in einem Verfahren zum Aufspannen eines Papierbogens auf die Trommel eines Faksimilegerätes, wobei
der Papierbogen jede Länge bis zu der durch den Umfang der Trommel bedingten maximalen Länge haben
kann. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß der Papierbogen von der Aufspannvorrichtung bei
stillstehenderTrommel gefaßt und, in Richtung auf die Trammelachse in die Trommel hineingezogen wird,
daß der Papierbogen bei daraufhin umlaufender Trommel in einem Führungsseil! itz, der durch ein die
Trommel in geringem Abstand umschließendes Führungsblech gebildet wird, so weit hineingezogen wird,
bis er vor ein optisches Abtastsystem gelangt, daß er durch zu beiden Seiten dieses Abtastsystems auf dem
Trommelumfang aufliegende federnde Finger auf die Trommeloberfläche gedrückt wird und, daß er nach
Beendigung des Abtastvorganges bei derselben Stellung
der Trommel, 1>ei der er gefaßt wurde, von der Aufspannvorrichtung· freigegeben wird. Dieses Verfahren
kann sowohl für den Sender als auch für den Empfänger eines Faksimilegerätes angewendet werden.
Eine Vorrichtung zur !Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung wird an Hand der Fig. 1 bis 6
!»schrieben, die ein Ausführungsbeispiel darstellen.
In Fig. 1 ist eine Trommel 1 auf einer Achse 2 montiert
und besitzt einen Schlitz 3 an ihrem Umfang.
Verfahren und Vorrichtung
zum Aufspannen eines Papierbogens
auf die Trommel eines Faksimilegeräts, wobei der Papierbogen jede Länge
bis zu der durch den Umfang der Trommel bedingten maximalen Länge haben kann
Anmelder:
Creed and Company Limited, Croydon, Surrey (Großbritannien)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Ciaessen, Patentanwalt,
Stuttgart-Zuffenhausen, Hellmuth-Hirth-Str. 42
Beanspruchte Priorität: Großbritannien vom 24. April 1956
Frederick P. Mason und Leonard O. Marden, London, sind als Erfinder genannt worden
Dieser Schlitz weist abgerundete Ecken 4 auf, gegen die sich zwei Klemmbleche 5 legen können. Die beiden
Klemmbleche 5 sind drehbar auf einer Achse 6 angeordnet, die in den Teilen 7 gelagert, die derart auegeführt sind, daß sie in die Trommel 1 hinein oder aus
der Trommel 1 herausbewegt werden können, und zwar in Richtung der Schlitze 3 unter der Wirkung
des Steuermechanismus, der nicht in Fig. 1 gezeigt ist, aber später beschrieben wird. Die Klemmbleche 5
werden durch eine Feder 8 (Fig. 2) auseinander gehalten. Diese Feder sitzt auf der Achse 6.
Der Papierbogen 9, der entweder ein Bogen mit einer Nachricht, die ütertragen werden soll, oder ein
leerer Bogen für den Empfang einer Nachricht sein kann, wird in die V-förmig au sei η anders tehen de η
Klemmbleche 5 gesteckt, und zwar sitzt seine untere Kante auf der von den Klemmblechen 5 gebildeten
Innenkante auf. Beim Abwärtsgleiten der Teile 7 wird die Achse 6 auf den Grund des Schlitzes 3 bewegt,
d. h. entgegen der Achse 2 der Trommel 1. Bei dieser Bewegung werden die Klemmbleche zusammengedrückt
und, fassen den Papierbogen! 9. Diese Stellung ist in Fig. 3 dargestellt, und in dieser Stellung
beginnt die Trommel 1 anzulaufen. Fig. 4 zeigt die Trommel 1 und die sie umgebenden Teile, z. B. ein
Führungsblech 10, das in einem kleinen Abstand von
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der Trommel angeordnet ist. Dieses Führungsblech besitzt zwei öffnungen 11 und 12. Die Öffnung 11 ist
von solcher Größe und derart angeordnet, daß sie gegenüber dem Schlitz 3 in der Ruhestellung der
Trommel liegt.
Die öffnung 12 besitzt eine derartige Größe und ist in der Weise angeordnet, daß sie den Zugang zur
zylindrischen Oberfläche der Trommel 1 gestattet.
Bei der Umdrehung der Trommel 1, die im Sinne des Uhrzeigers stattfindet, wird der Nachrichtenbogen
erst in dem Augenblick auf die Trommel aufgelegt, in dem er die gebogene Kante 13 des Führungsbleches 10
berührt. Bei der weiteren Umdrehung wird der Bogen 9 in den Zwischenraum zwischen der Trommel 1 und
dem Führungsblech 10 gezogen, wobei eventuell -der ganze Bogen 9 sich bereits in diesem Zwischenraum
befindet. Bei fortgesetzter Umdrehung der Trommel 1 wird der Bogen 9 veranlaßt, eine zylindrische Form
anzunehmen, und läuft mit der Trommel um.
Wenn jetzt eine Abtasteinrichtung 17 vor dem Schlitz 12 des Führungsbleches 10 derart angeordnet
ist, daß sie parallel zur Achse 2 der Trommel 1 und entlang der ganzen Oberfläche der Trommel oder entlang
eines Teils von ihr entsprechend der Größe des Bogens 9 verschiebbar ist, dann wird der Bogen 9
punktförmig abgetastet.
Da eine zweckmäßige geometrische Beziehung zwischender
Oberfläche des Bogens 9 und dem Brennpunkt des Abtasters 17 bei einem optischen Abtaster
besteht, sind ein oder mehrere Klemmen. 14 drehbar und mit einer Feder 16 gegen, die Trommel 1 gedrückt
angeordnet, die den Bogen 9 gegen die Oberfläche der Trommel 10 drücken, und zwar an der Stelle, an der
die Abtastvorrichtung 17 zweckmäßig angeordnet ist. Vorzugsweise sind zwei Klemmen oder Finger 14 angeordnet,
die zusammen mit ihrer Drehachse 15 an der Vorrichtung 17 sich befinden, so· daß sie mit ihr
an der Trommel entlang bewegt werden können und den Bogen. 9 gegen die Oberfläche der Trommel 10 zu
beiden Seiten, der Abtaststelle drücken.
Ist der Abtastvorgang beendet und wird die Entfernung des Nachrichtenbogens 9 aus dem Gerät gewünscht,
dann wird die Trommel 1 in derselben Stellung, in der sie beschickt wurde, angehalten, und die
Teile 7 werden mit der Achse 6 in Schütz 3 nach oben bewegt. Die Klemmbleche 5 öffnen sich und geben den
Bogen 9 frei, der dann in einer Stellung wie nach Fig. 5 sich befindet. Er kann dann von Hand herausgezogen
werden.
Der Mechanismus, der die Achse 6 auf den. Grund des Schlitzes 3 zieht, kann z. B. aus einer oder mehreren
Federn. 18 bestehen, die die Achse 6 über die Teile 7 so weit in den Schlitz 3 hineinziehen, bis sie
auf eine Auflage 19 (Fig. 6) zu liegen kommt.
Um einen Bogen 9 einlegen oder herausnehmen zu können, ragt die Achse 6 an beiden Enden der Trommel
hervor, und ein Paar Hebel 20 ist vorgesehen, das normal außerhalb des Weges der überstehenden Enden. 6'
der Achse 6 liegt, das jedoch an ihnen anliegt, wenn, die Trommel 1 sich in ihrer Ruhestellung befindet.
Die Hebel 20 können von Hand oder anderweitig in der Weise betätigt werden, so<
daß ihre freien Enden 21 in. Eingriff mit den vorstehenden Enden. 6' kommen,
um di-'j Achse 6 nach oben in dem Schlitz 3 der Trommel
1 anzuheben.
Das Hebelpaar 20 kann auf einer gemeinsamen Achse 22 montiert sein.
Claims (7)
1. Verfahren, zum Aufspannen eines Papier bogens auf die Trommel eines Faksimilegerätes,
wobei der Papierbogen jedeLänge bis zu der durch den Umfang der Trommel bedingten maximalen
Länge haben kann, dadurch gekennzeichnet, daß der Papierbogen (9) von. der Aufspannvorrichtung
bei stillstehender Trommel (1) gefaßt und in Richtung auf die Trommelachse (2) in die Trommel (1)
hineingezogen wird, daß der Papierbogen (9) bei daraufhin umlaufender Trommel in. einen Führungsschlitz,
der durch ein die Trommel (1) in geringem Abstand umschließendes Führungsblech (10) gebildet wird, so weit hineingezogen wird, bis
er vor ein optisches Abtastsystem (17) gelangt, daß er durch zu beiden Seiten dieses Abtastsysitems
auf den Trommelumfang aufliegende federnde
Finger (14) auf die Trommeloberfläche gedrückt wird und daß er nach Beendigung des Abtastvorganges
bei derselben Stellung· der Trommel, bei der er gefaßt wurde, von der Aufspannvorrichtung
freigegeben wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Führungsblech (10) zwei öffnungen (11, 12) aufweist, und zwar eine öffnung (11), an der
die Greifvorrichtung (5) bei stillstehender Trommel (1) sich befindet und die so groß ist, daß ein
Papierbogen (9) eingesetzt werden kann, sowie eine zweite öffnung (12), die sich längs der
Trommel (1) erstreckt und in die federnde Finger (14) zu beiden Seiten des Abiastlichtpunktes hindurehfassen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die federnden Finger (14) an
der Abtastvorrichtung (17) sich befinden und beim Abtasten zusammen mit der Abtastvorrichtung
(17) an der Trommeiloberfläche entlang bewegt werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifvorrichtung aus zwei
Klemmblechen (5) besteht, die unter Federwirkung (8) nach außen gedrückt werden und drehbar auf
einer Achse (6) befestigt sind, die in Führungen (7) gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifvorrichtung durch
Federn (18) an den Führungen (7) in den Schlitz (3) der Trommel (1) gezogen wird, dabei einen
eingesteckten Papierbogen (9) greifen und etwas in die Trommel (1) hineinziehien kann.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen. (7) nach dem
Hineinziehen des Papierbogens (9) auf Wider lagern (19) ruhen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (6) zwei über die
Enden der Trommel (1) hinausragende Enden (6') aufweist, unter die bei stillstehender Trommel ein
auf einer Welle (22) angeordnetes Hebelpaar (20) mit den Auflageflächen (21) beim Anheben der
Greifvorrichtung faßt, wobei beim Herausgleiten der Klemmbleche (5) aus dem Schlitz (3), der sich
dann, vor der Öffnung (11) des Führungsbleche-(10) befindet, diese Bleche V-förmig aufklappen,
der Bogen (9) hierbei freigegeben wird und von Hand entnommen werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Cited By (2)
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1957
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