DE10231535A1 - In ein Kraftfahrzeug eingebauter Aschenbecher - Google Patents
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Abstract
Ein in ein Kraftfahrzeug eingebauter Aschenbecher, der aus einer ausgezogenen Gebrauchs- in eine Nichtgebrauchsstellung in ein ortsfestes Bauteil einschiebbar ist, wobei dann eine vorderseitige Blende (2) weitgehend mit der benachbarten Oberfläche des Bauteiles abschließt, ist so ausgestaltet, daß ein elektrischer Antrieb (3) vorgesehen ist, mit dem der Aschenbecher hin und her verfahrbar ist.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen in ein Kraftfahrzeug eingebauten Aschenbecher gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Solche Aschenbecher sind hinlänglich bekannt. Vorwiegend werden sie in einem für den Fahren und Beifahrer erreichbaren Bereich eingesetzt, vorzugsweise in der Armaturentafel oder der Mittelkonsole. Für Fond-Passagiere finden hingegen üblicherweise sogenannte Klapp-Aschenbecher Verwendung.
- Die bislang gebräuchlichen Aschenbecher sind manuell aus einer eingeschobenen Nichtgebrauchsstellung in eine Gebrauchsstellung ausziehbar, wobei das ortsfeste Bauteil, das den Aschenbecher aufnimmt, ebenso wie der Aschenbecher selbst Führungsmittel aufweisen, die eine Verschiebung des Aschenbechers problemlos zulassen.
- Allerdings läßt die ausschließlich manuelle Bedienbarkeit des Aschenbechers einerseits Wünsche hinsichtlich des Bedienungskomforts offen wie auch andererseits hinsichtlich einer Einschränkung der Fahrsicherheit bei der Bedienung. Letzteres vor allem deshalb, weil der Fahrer bei Betätigung des Aschenbechers vom Straßenverkehr abgelenkt wird, was insbesondere bei höheren Fahrgeschwindigkeiten zu gefährlichen Situationen führen kann.
- Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Aschenbecher der gattungsgemäßen Art so weiterzuentwickeln, daß er komfortabler und sicherer bedienbar ist.
- Diese Aufgabe wird durch einen Aschenbecher gelöst, der die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
- Durch den Betrieb des Aschenbechers mittels eines elektrischen Antriebes ist zum Ein- und Ausfahren in eine Nichtgebrauchs- bzw. Gebrauchsstellung lediglich eine Betätigung des elektrischen Antriebes mittels eines Schalters erforderlich.
- Zweckmäßigerweise befindet sich ein solcher Schalter unmittelbar am Aschenbecher. Denkbar ist aber auch, einen solchen Schalter in einem Multifunktions-Lenkrad vorzusehen, wodurch eine besonders komfortable Bedienung des Aschenbechers möglich ist.
- Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, den elektrischen Antrieb mit Betätigung der Zentralverriegelung zu koppeln, und zwar in der Weise, daß bei einem Verschließen des Fahrzeuges der Aschenbecher von einer ausgefahrenen Gebrauchs- in eine Nichtgebrauchsstellung eingezogen wird.
- Hierdurch wird weitgehend vermieden, daß unangenehme Gerüche aus dem zumindest teilweise gefüllten Aschenbecher während der Standzeit des Kraftfahrzeuges in den Innenraum gelangen.
- Weiter kann der elektrische Antrieb bzw. ein Getriebe, mit dem der Antrieb am Aschenbecher gekoppelt ist, drucksensibel ausgebildet sein, d. h., daß bei einem hindernisbedingten, nicht frei möglichen Einfahren des Aschenbechers dieser in der durch das Hindernis bestimmten Position verharrt. So wird beispielsweise eine im Aschenbecher abgelegte, über die vorderseitige Blende hervorstehende Zigarette beim Einfahren des Aschenbechers als Hindernis erkannt. Der Aschenbecher wird nicht weiter eingezogen und die Zigarette dadurch nicht beschädigt.
- Dabei kann eine solche Drucksensibilisierung durch Einbau einer Rutschkupplung erreicht werden, die auf die entsprechende Empfindlichkeit einstellbar ist und im Getriebe installiert wird.
- Eine solche Rutschkupplung verhindert auch, daß bei einem nach wie vor möglichen manuellen Eindrücken des Aschenbechers das Getriebe geschont wird, da es dann praktisch nicht zum Einsatz kommt.
- Die Einschaltung des elektrischen Antriebs zum Ein- oder Ausfahren erfolgt nach einer Weiterbildung der Erfindung mittels eines Tipp- oder Sensorschalters, wobei vorzugsweise ein sogenannter Filmtaster zum Einsatz kommt, der beispielsweise zwischen der vorderseitigen Blende und dem dahinter liegenden, durch diese abgedeckten Gehäuse angeordnet ist.
- Zweckmäßigerweise sind zwei solcher Filmtaster vorgesehen, und zwar im jeweiligen äußeren Randbereich der Blende. Hierdurch wird erreicht, daß die Betätigung des Elektroantriebs in jeder Drückposition auf die Blende erfolgt.
- Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben.
- Es zeigen:
-
1 einen erfindungsgemäßen Aschenbecher in einer perspektivischen Ansicht, -
2 und3 jeweils eine Einzelheit des Aschenbechers in einer Vorderansicht bzw. in einer perspektivischen Darstellung. - In der
1 ist ein Aschenbecher dargestellt, der in ein Kraftfahrzeug einbaubar ist und aus einer ausgezogenen Gebrauchs- in eine Nichtgebrauchsstellung in ein ortsfestes Bauteil einschiebbar ist. - Hierzu können zwei Führungsteile
14 (3 ) in einer Armaturentafel oder einer Konsole befestigt sein, wobei jedes Führungsteil14 eine Führungsnut16 aufweist, in der eine Führungsleiste6 des Aschenbechers längsverschiebbar geführt ist. - In seinem Grundaufbau besteht der Aschenbecher aus einem Gehäuse
1 mit einer Aschenmulde1a und einer die Sichtseite bildenden vorderseitigen Blende2 , die das Gehäuse1 abdeckt. - Die Führungsleisten
6 sind an den zwei sich gegenüber liegenden Seiten des Gehäuses1 vorgesehen. - Der Aschenbecher ist über einen elektrischen Antrieb
3 , der im rückwärtigen Bereich an dem Gehäuse1 angeschlossen ist, hin und her verfahrbar. - Hierzu ist ein Getriebe
4 zwischen dem elektrischen Antrieb3 und dem Gehäuse1 angeordnet, das über Zahnräder10 mit Zahnstangen15 korrespondiert, von denen jeweils eine an dem Führungsteil14 vorgesehen ist. - Die die Zahnstangen
15 kämmenden Zahnräder10 sind an den beiden Enden einer Achse11 befestigt, die drehbar am Gehäuse1 gelagert ist. - Über Filmtaster
5 , die zwischen der Blende2 und dem Gehäuse1 angeordnet sind, ist der elektrische Anrieb3 einschaltbar. Die Ausschaltung erfolgt in der jeweiligen Endposition über nicht dargestellte Endschalter, während durch ein angeschlossenes Potentiometer die jeweilige Position des Aschenbechers erkannt wird. - Wie besonders deutlich die
2 wiedergibt, sind auf der Achse11 zwei feststehende Anschlagscheiben12 angeordnet, von denen eine als Widerlager für eine Druckfeder9 dient, die Bestandteil einer Rutschkupplung ist und die sich andererseits an einem axial verschieb- und drehbar auf der Achse11 gelagertes Zahnrad8 abstützt, das mit einem Zahnrad7 des Antriebs3 in Eingriff steht. Zwischen der der Druckfeder9 gegenüber liegenden Seite und der dieser zugeordneten Anschlagscheibe12 ist ein Reibelement13 angeordnet, dessen Reibkräfte, resultierend u. a. aus der Federkraft der Druckfeder9 auf die Anschlagscheibe12 einwirken, wodurch eine bestimmbare Drehmomentenübertragung auf die Anschlagscheibe12 und dadurch auf die Achse11 erfolgt. - Die Rutschkupplung bewirkt damit zum einen, daß bei einem manuellen Einschieben des Aschenbechers zwar über die Zahnräder
10 die Achse11 gedreht wird, das Zahnrad8 und damit das Zahnrad7 des Elektroantriebs3 jedoch nicht mitgenommen werden. Zum anderen bildet die Rutschkupplung eine Sicherung für den Fall, daß, wie bereits geschildert, Gegenstände im Aschenbecher abgelegt sind, die über den Randbereich der Blende2 hinausragen und beim Einschieben eingeklemmt werden. Dies kann vor allem dann passieren, wenn durch Betätigung der Zentralverriegelung von außen der Aschenbecher automatisch eingefahren wird. Bei einer Verriegelung von innen hingegen, bei der üblicherweise der Zündschlüssel des Kraftfahrzeuges noch eingesteckt ist, ist diese Funktion zweckmäßigerweise nicht geschaltet. -
- 1
- Gehäuse
- 1a
- Aschenmulde
- 2
- Blende
- 3
- elektrischer Antrieb
- 4
- Getriebe
- 5
- Filmtaster
- 6
- Führungsleiste
- 7
- Zahnrad
- 8
- Zahnrad
- 9
- Druckfeder
- 10
- Zahnrad
- 11
- Achse
- 12
- Anschlagscheibe
- 13
- Reibelement
- 14
- Führungsteil
- 15
- Zahnstange
- 16
- Führungsnut
Claims (11)
- In ein Kraftfahrzeug eingebauter Aschenbecher, der aus einer ausgezogenen Gebrauchs- in eine Nichtgebrauchsstellung in ein ortsfestes Bauteil einschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrischer Antrieb (
3 ) vorgesehen ist, mit dem der Aschenbecher hin und her verfahrbar ist. - Aschenbecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Antrieb (
3 ) mittels eines Tipp-Schalters betätigbar ist. - Aschenbecher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tipp-Schalter aus einem Filmschalter besteht, der zwischen der Blende (
2 ) und einem Gehäuse (1 ) angeordnet ist. - Aschenbecher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Filmschalter vorgesehen sind, von denen jeweils einer in einem der beiden Endbereiche der Blende (
2 ) angeordnet ist. - Aschenbecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Antrieb (
3 ) über ein Getriebe (4 ) mit dem Aschenbecher verbunden ist. - Aschenbecher nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe (
4 ) eine Rutschkupplung aufweist. - Aschenbecher nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gehäuse (
1 ), an dem der Blende (2 ) gegenüber liegenden rückseitigen Bereich eine Achse (11 ) drehbar gelagert ist, die an mindestens einem Ende ein Zahnrad (10 ) aufweist, das eine Zahnstange (15 ) eines ortsfesten Führungsteiles (14 ) kämmt, wobei die Achse (11 ) über ein Zahnrad (8 ), das in ein Zahnrad (7 ) des elektrischen Antriebs (3 ) eingreift, antreibbar ist. - Aschenbecher nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Achse (
11 ) zwei abständig zueinander angeordnete Anschlagscheiben (12 ) befestigt sind, wobei sich an einer Anschlagscheibe (12 ) eine auf der Achse (11 ) geführte Druckfeder (9 ) abstützt, die andererseits am Zahnrad (8 ), das verdrehbar und axial verschiebbar auf der Achse (11 ) geführt ist, anliegt. - Aschenbecher nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Druckfeder (
9 ) gegenüber liegenden Seite des Zahnrades (8 ) ein Reibelement (13 ) angeordnet ist, das an der zugeordneten feststehenden Anschlagscheibe (12 ) anliegt. - Aschenbecher nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (
1 ) an mindestens einer Seite, sich in Verschieberichtung erstreckend, eine Führungsleiste (6 ) aufweist, die in einer Führungsnut (16 ) des Führungsteiles (14 ) längsverschiebbar geführt ist. - Aschenbecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieser bei ausgefahrener Gebrauchsstellung und bei Betätigung der Zentralverriegelung von außen in eine Nichtgebrauchsposition einschiebbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2002131535 DE10231535B4 (de) | 2002-07-11 | 2002-07-11 | In ein Kraftfahrzeug eingebauter Aschenbecher |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE2002131535 DE10231535B4 (de) | 2002-07-11 | 2002-07-11 | In ein Kraftfahrzeug eingebauter Aschenbecher |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10231535A1 true DE10231535A1 (de) | 2004-02-19 |
| DE10231535B4 DE10231535B4 (de) | 2006-03-30 |
Family
ID=30468979
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2002131535 Expired - Fee Related DE10231535B4 (de) | 2002-07-11 | 2002-07-11 | In ein Kraftfahrzeug eingebauter Aschenbecher |
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| DE (1) | DE10231535B4 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3316756A1 (de) * | 1982-05-11 | 1983-11-17 | Sidler GmbH & Co, 7400 Tübingen | Ascher, insbesondere fuer kraftfahrzeuge |
| US4466449A (en) * | 1982-11-16 | 1984-08-21 | Grm Industries, Inc. | Powered ashtray assembly |
| US5002074A (en) * | 1988-12-26 | 1991-03-26 | Nifco, Inc. | Automobile ashtray device |
| DE29700832U1 (de) * | 1997-01-18 | 1997-02-27 | Sarnatech Paulmann & Crone GmbH, 58509 Lüdenscheid | Ausstattungsteil für Kraftfahrzeuge |
| DE19833612A1 (de) * | 1998-07-25 | 2000-01-27 | Bayerische Motoren Werke Ag | Motorischer Antrieb für ein schwenkbares Karosserieteil, wie Fahrzeugtüre, Haube oder dergleichen |
-
2002
- 2002-07-11 DE DE2002131535 patent/DE10231535B4/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
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|---|---|
| DE10231535B4 (de) | 2006-03-30 |
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