Halbleiterbauelemente können unterteilt werden in Lateralbauelemente, bei denen die Hauptelektroden auf
einer Hauptfläche angeordnet sind, und Vertikalbauelemente, bei denen die Hauptelektroden auf zwei
voneinander abgewandte Hauptflächen verteilt sind. Bei den Vertikalhalbleiterbauelementen fließt im
Durchlaßzustand des Halbleiterbauelements ein Driftstrom in der Dickenrichtung des Halbleiterchips
(vertikal), und in dessen Sperrzustand dehnen sich Verarmungsschichten ebenfalls in der Dickenrichtung
des Halbleiterchips (vertikal) aus.
Fig. 9 ist eine Querschnittsansicht eines herkömmlichen planaren n-Kanal-Vertikal-MOSFETs. Gemäß Fig.
9 umfaßt ein solcher Vertikal-MOSFET: eine Drain-Elektrode 18 auf der Rückseite eines Halbleiterchips;
eine n+-Drain-Schicht 11 geringen elektrischen Widerstands, die sich in elektrischem Kontakt mit der Drain-
Elektrode 18 befindet; eine n = Drain-Driftschicht 12 hohen spezifischen Widerstands auf der Drain-Schicht
11; p-leitende Basiszonen 13, die als Kanaldiffusionszonen selektiv im Oberflächenabschnitt der Drain-
Driftschicht 12 gebildet sind; eine stark dotierte n+-Source-Zone 14, die selektiv im Oberflächenabschnitt
jeder Basiszone 13 gebildet ist; eine stark dotierte p+-Kontaktzone 19, die selektiv im Oberflächenabschnitt
jeder Basiszone 13 zur Herstellung eines Ohmschen Kontakts gebildet ist; eine polykristalline Silicium-
Gate-Elektrodenschicht 16 über dem Abschnitt der Basiszone 13, der sich zwischen der Source-Zone 14
und der Drain-Driftschicht 12 unter Zwischenlage eines Gate-Isolierfilms 15 erstreckt; und eine Source-
Elektrodenschicht 17, die sich in Kontakt mit den Source-Zonen 14 und den Kontaktzonen 19 befindet.
Nachstehend wird die Drain-Driftschicht auch als "n--Driftschicht" oder einfach als "Driftschicht" bezeichnet.
Bei dem oben beschriebenen Vertikalhalbleiterbauelement dient die Driftschicht 12 als Schicht, durch die im
Durchlaßzustand des MOSFETs ein Driftstrom vertikal fließt. Im Sperrzustand des MOSFETs wird die
Driftschicht 12 durch die sich in dessen Tiefenrichtung (vertikal) von den pn-Übergängen zwischen der
Driftschicht 12 und den Basiszonen 13 aus ausdehnenden Verarmungsschichten verarmt, was zu einer
hohen Durchbruchspannung führt.
Das Dünnermachen der Driftschicht 12, das heißt das Verkürzen des Driftstromwegs, erleichtert das
Reduzieren des Durchlaßwiderstands (des Widerstands zwischen dem Drain und der Source) sehr, da der
Driftwiderstand im Durchlaßzustand des Halbleiterbauelements reduziert wird. Das Dünnermachen der
Driftschicht 12 verkleinert jedoch den Abstand zwischen dem Drain und den Basiszonen, über den sich
Verarmungsschichten von den pn-Übergängen zwischen der Driftschicht 12 und den Basiszonen 13 aus
ausdehnen. Aufgrund der geringen Ausdehnung der Verarmungsschichten erreicht die elektrische
Verarmungsfeldstärke bald den maximalen (kritischen) Wert für Silicium. Daher wird ein Durchbruch bei
einer Spannung verursacht, die niedriger als die Nenndurchbruchspannung des Halbleiterbauelements ist.
Eine hohe Durchbruchspannung wird durch Dickermachen der Driftschicht 12 erzielt. Eine dicke Driftschicht
12 verursacht jedoch unweigerlich einen hohen Durchlaßwiderstand, was außerdem eine Zunahme der
Durchlaßverluste bewirkt. Es besteht in anderen Worten ein Kompromißverhältnis zwischen dem Durch
laßwiderstand (Stromtransportvermögen) und der Durchbruchspannung. Das Kompromißverhältnis
zwischen dem Durchlaßwiderstand (Stromtransportvermögen) und der Durchbruchspannung besteht auch
bei den anderen Halbleiterbauelementen, die eine Driftschicht enthalten, wie beispielsweise bei IGBTs,
Bipolartransistoren und Dioden. Das Kompromißverhältnis zwischen dem Durchlaßwiderstand (Stromtrans
portvermögen) und der Durchbruchspannung existiert auch in den Lateralhalbleiterbauelementen, bei
denen die Fließrichtung des Driftstroms im Durchlaßzustand und die Ausdehnungsrichtung der Verar
mungsschichten im Sperrzustand unterschiedlich sind.
Das europäische Patent 0 053 854, das US-Patent 5,216,275, das US-Patent 5,438,215, die japanische
Offenlegungsschrift H09-266311 und die japanische Offenlegungsschrift H10-223896 offenbaren Halblei
terbauelemente, welche das Reduzieren des Kompromißverhältnisses zwischen dem Durchlaßwiderstand
und der Durchbruchspannung erleichtern. Die Driftschichten der offenbarten Halbleiterbauelemente sind
aus einer Drain-Driftschicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen gebildet, die stark dotierte n-leitende
Zonen und stark dotierte p-leitende Zonen umfaßt, welche alternierend angeordnet sind. Nachstehend wird
die Drain-Driftschicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen auch als "erste Schicht mit alternierenden
Leitfähigkeitstypen" oder einfach als "Drain-Driftzone" bezeichnet.
Fig. 10 ist eine Querschnittsansicht des im US-Patent 5,216,275 offenbarten Vertikal-MOSFETs. Gemäß
Fig. 10 ist die Driftschicht des Vertikal-MOSFETs keine gleichförmige n--Schicht (Dotierstoffdiffusions
schicht), sondern eine Drain-Driftzone 22, die aus dünnen n-leitenden Driftstromwegzonen 22a und dünnen
p-leitenden Trennzonen 22b gebildet ist, die alternierend aneinandergeschichtet sind. Nachstehend werden
die n-leitenden Driftstromwegzonen auch als "n-leitende Driftzonen" oder auch kurz "Driftzonen" bezeich
net. Die Driftzonen 22a und die Trennzonen 22b sind jeweils als dünne Schichten ausgebildet, die sich
vertikal erstrecken. Der Boden jeder p-leitenden Basiszone 13 ist mit einer p-leitenden Trennzone 22b
verbunden. Jede n-leitende Driftzone 22a erstreckt sich zwischen benachbarten p-leitenden Basiszonen 13
und 13. Obwohl die Schicht 22 mit alternierenden Leitfähigkeitstypen stark dotiert ist, wird eine hohe
Durchbruchspannung erzielt, da die Schicht 22 schnell durch die Verarmungsschichten verarmt wird, die
sich im Sperrzustand des MOSFETs von den pn-Übergängen aus ausdehnen, welche sich quer über die
Schicht 22 erstrecken. Nachstehend wird ein Halbleiterbauelement, das eine Drain-Driftzone 22 enthält, die
aus einer Schicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen gebildet ist, die im Durchlaßzustand einen
Stromfluß zuläßt und im Sperrzustand verarmt ist, als "Super-Junction-Halbleiterbauelement" bzw. "SJ-
Halbleiterbauelement" bezeichnet.
Obwohl die Kanalstopperzone in der Durchbruchverhinderungszone gewöhnlich vom gleichen Leitfähig
keitstyp ist wie die Driftschicht, ist die Kanalstopperzone abhängig vom Herstellungsprozeß manchmal von
dem der Driftschicht entgegengesetzten Leitfähigkeitstyp. Das heißt, der n-Kanal-Vertikal-MOSFET, dessen
Driftschicht n-leitend ist, enthält eine p-leitende Kanalstopperzone. In diesem Fall wird die Durchbruch
spannung des MOSFETs durch Verlängerung der mit der äußersten p-leitenden Zone verbundenen
Kanalstopperelektrode bis zur Seite der aktiven Zone derart, daß die Verarmungsschicht im Peripherieab
schnitt des MOSFETs die äußerste p-leitende Zone nicht erreichen kann, stabilisiert.
Diese Struktur verursacht jedoch einen großen Leckstrom in dem n-Kanal-SJ-MOSFET, der eine Schicht
mit alternierenden Leitfähigkeitstypen aufweist, die aus p-leitenden Zonen und n-leitenden Zonen gebildet
ist, die in dessen Umfangsabschnitt alternierend angeordnet sind, da mehrere p-leitenden Zonen der
Schicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen, die mit mehreren p-leitenden Basiszonen in der aktiven Zone
verbunden sind, mit einer der p-leitenden Zonen in der Kanalstopperzone verbunden sind. Eine Zunahme
des Leckstroms bewirkt nicht nur eine Zunahme der Verluste im Durchlaßzustand des MOSFETs, sondern
auch einen Durchbruch des MOSFETs durch thermische Zerstörung.
Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen SJ-MOSFET zu schaffen, bei dem das
Kompromißverhältnis zwischen dem Durchlaßwiderstand und der Durchbruchspannung stark reduziert ist
und der eine Peripheriestruktur aufweist, die das Reduzieren des Leckstroms im Sperrzustand und die
Stabilisierung der Durchbruchspannung erleichtert.
Diese Aufgabe wird mit einem Halbleiterbauelement gemäß Anspruch 1 bzw. 10 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Bei dem Halbleiterbauelement gemäß Anspruch 2 wird die Reduzierung des Leckstroms erleichtert, da die
Struktur, welche die sechste Zone durch die fünfte Zone von der zweiten Schicht mit alternierenden
Leitfähigkeitstypen trennt, den Leckstromweg unterbricht. Die Struktur gemäß Anspruch 3, bei der die fünfte
Zone mit der Schicht geringen elektrischen Widerstands verbunden ist, erleichtert das Stabilisieren der
Durchbruchspannung.
Eine in einem Halbleiterbauelement gemäß Anspruch 4 oder Anspruch 5 enthaltene Elektrode verhindert,
daß Verarmungsschichten die sechste Zone des zweiten Leitfähigkeitstyps bei Anlegen einer Sperrvor
spannung erreichen, und sie verbessert die Zuverlässigkeit der Durchbruchspannung.
Wenn sich die planaren Streifen der ersten Zonen und der zweiten Zonen in der ersten Schicht mit
alternierenden Leitfähigkeitstypen parallel oder senkrecht zu den planaren Streifen der dritten Zonen und
der vierten Zonen in der zweiten Schicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen erstrecken, stellt dies
insofern kein Problem dar, als die fünfte Zone die sechste Zone von der zweiten Schicht mit alternierenden
Leitfähigkeitstypen trennt.
Bei einem Halbleiterbauelement gemäß Anspruch 10 ist das Reduzieren des Leckstroms erleichtert, da die
Struktur, welche die vierte Zone des zweiten Leitfähigkeitstyps durch die dritte Zone des ersten Leitfähig
keitstyps von der Zone sehr hohen spezifischen Widerstands trennt, den Leckstromweg bei Anlegen einer
Sperrvorspannung unterbricht.
Weitere Vorteile, Merkmale und Besonderheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung unter Bezug auf die Zeichnungen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Vertikal-MOSFET gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung,
die ein Viertel des rechteckigen Halbleiterchips mit einer Ecke zeigt;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht längs der Linie A-A von Fig. 1;
Fig. 3 eine Querschnittsansicht längs der Linie B-B von Fig. 1;
Fig. 4 eine Querschnittsansicht auf einen Vertikal-MOSFET gemäß der zweiten Ausführungsform der
Erfindung;
Fig. 5 eine zur in Fig. 4 gezeigten Querschnittsansicht senkrechte Querschnittsansicht auf den
Vertikal-MOSFET gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 6 eine Draufsicht auf einen Vertikal-MOSFET gemäß der dritten Ausführungsform der Erfindung,
die ein Viertel des rechteckigen Halbleiterchips mit einer Ecke zeigt;
Fig. 7 eine Draufsicht auf einen Vertikal-MOSFET gemäß der vierten Ausführungsform der Erfindung,
die ein Viertel des rechteckigen Halbleiterchips mit einer Ecke zeigt;
Fig. 8 eine Draufsicht auf einen Vertikal-MOSFET gemäß der fünften Ausführungsform der Erfindung,
die ein Viertel des rechteckigen Halbleiterchips mit einer Ecke zeigt;
Fig. 9 eine Querschnittsansicht eines herkömmlichen planaren n-Kanal-Vertikal-MOSFETs; und
Fig. 10 eine Querschnittsansicht des im US-Patent 5,216,275 offenbarten Vertikal-MOSFETs.
In der folgenden Beschreibung ist eine n-leitende Schicht oder eine n-leitende Zone eine solche Schicht
oder Zone, bei der Elektronen die Majoritätsladungsträger sind. P-leitende Schichten oder p-leitende Zonen
sind solche Schichten oder Zonen, bei denen Löcher die Majoritätsladungsträger sind. Der Zusatz "+"
rechts oben an einem den Leitfähigkeitstyp der Schicht oder Zone angebenden Buchstaben "n" oder "p"
gibt an, daß die Schicht oder Zone relativ stark dotiert ist, während ein entsprechender Zusatz "-" angibt,
daß die Schicht oder Zone relativ schwach dotiert ist.
Erste Ausführungsform
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf einen Vertikal-MOSFET gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung
und zeigt ein Viertel eines rechteckigen Halbleiterchips an einer Ecke. Aus Gründen des einfachen
Verständnisses sind nur eine Schicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen (in gestrichelten Linien
dargestellt), Schutzringe (in durchgezogenen Kurven dargestellt) und die äußerste p-leitende Zone (in
durchgezogenen Linien dargestellt) in der Figur gezeigt. Fig. 2 ist eine Querschnittsansicht längs der Linie
A-A von Fig. 1. Fig. 3 ist eine Querschnittsansicht längs der Linie B-B von Fig. 1.
Gemäß Darstellung in diesen Figuren enthält der Vertikal-MOSFET gemäß der ersten Ausführungsform der
Erfindung: eine Drain-Elektrode 18 an der Rückseite eines Halbleiterchips; eine n+-Drain-Schicht (Drain-
Kontaktschicht) 11 geringen elektrischen Widerstands, die sich in elektrischem Kontakt mit der Drain-
Elektrode 18 befindet; eine aus einer ersten Schicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen gebildete Drain-
Driftzone 1; stark dotierte p-leitende Basiszonen (p-leitende Wannen) 13, die selektiv im Oberflächenab
schnitt der Drain-Driftzone 1 als Ringe oder jeweilige Streifen gebildet sind; eine stark dotierte n+-Source-
Zone 14, die selektiv im Oberflächenabschnitt jeder Basiszone 13 gebildet ist; eine stark dotierte p+-
Kontaktzone 19 in jeder Basiszone 13; polykristalline Silicium-Gate-Elektrodenschichten 16 oberhalb des
Halbleiterchips unter Zwischenlage von Gate-Isolierfilmen 15; und eine Source-Elektrode 17, die sich über
in einem Zwischenschichtisolierfilm 22 vorgesehene Kontaktlöcher in elektrischem Kontakt mit den Kon
taktzonen 19 und den Basiszonen 13 befindet. Die Source-Zonen 14 sind flach in den jeweiligen wannen
förmigen Basiszonen 13 gebildet, so daß eine Doppeldiffusions-MOS-Struktur gebildet wird.
Die Drain-Driftzone 1 enthält eine erste Schicht 1 mit alternierenden Leitfähigkeitstypen, die aus sich in der
Dickenrichtung des Halbleiterchips (vertikal) erstreckenden schichtförmigen n-leitenden Driftzonen 1a und
sich ebenfalls in der Dickenrichtung des Halbleiterchips (vertikal) erstreckenden p-leitenden Trennzonen 1b
gebildet ist. Die sich vertikal erstreckenden Schichten der Driftzonen 1a und die sich vertikal erstreckenden
Schichten der p-leitenden Trennzonen 1b sind in Lateralrichtung alternierend aneinandergeschichtet. Die
Driftzonen 1a erstrecken sich bis zur Oberfläche des Halbleiterchips zwischen den benachbarten Basiszonen
13. Die unteren Endflächen der n-leitenden Driftzonen 1a befinden sich im Kontakt mit der Drain-Schicht
11. Die oberen Endflächen der Trennzonen 1b befinden sich in Kontakt mit dem Boden der jeweiligen
Wannen der Basiszonen 13, aber nicht in Kontakt mit deren Seitenflächen. Die unteren Endflächen der
Trennzonen 1b befinden sich in Kontakt mit der Drain-Schicht 11.
Bei dem Vertikal-MOSFET gemäß der ersten Ausführungsform weisen für eine Durchbruchspannung der
600-V-Klasse die Driftzonen 1a eine Breite von 6 µm und eine Tiefe von etwa 40 µm auf, und die Trennzo
nen 1b weisen eine Breite von 6 µm und eine Tiefe von etwa 40 µm auf. Die Dotierstoffkonzentration der
Driftzonen 1a und der Trennzonen 1b beträgt 3,0 × 1015 cm-3.
Wie in Fig. 1 gezeigt, ist eine Durchbruchverhinderungszone (Peripherieabschnitt des Bauelements) 6 um
die den Hauptteil der Fläche des Halbleiterchips belegende Drain-Driftzone 1 herum gebildet, und zwar
zwischen der Drain-Schicht 11 und der Oberfläche des Halbleiterchips. Die Durchbruchverhinderungszone
6 schafft im Durchlaßzustand des MOSFETs im wesentlichen keinen Stromweg und ist im Sperrzustand
des MOSFETs verarmt. Sie enthält eine zweite Schicht 2 mit alternierenden Leitfähigkeitstypen, die aus
sich in der Dickenrichtung des Halbleiterchips (vertikal) erstreckenden schichtförmigen n-leitenden Zonen
2a und sich in der Dickenrichtung des Halbleiterchips (vertikal) erstreckenden schichtförmigen p-leitenden
Zonen 2b gebildet ist. Die sich vertikal erstreckenden Schichten der n-leitenden Zonen 2a und die sich
vertikal erstreckenden Schichten der p-leitenden Zonen 2b sind in Lateralrichtung alternierend aneinander
geschichtet. Die pn-Übergänge in der ersten Schicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen in der Drain-
Driftzone 1 erstrecken sich parallel zu den pn-Übergängen in der zweiten Schicht 2 mit alternierenden
Leitfähigkeitstypen in der Durchbruchverhinderungszone 6. Genauer gesagt erstrecken sich die Grenzflä
chen zwischen den Driftzonen 1a und den Trennzonen 1b in der Drain-Driftzone 1 parallel zu den
Grenzflächen zwischen den n-leitenden Zonen 2a und den p-leitenden Zonen 2b in der Durchbruchverhin
derungszone 6. Eine Zone des einen Leitfähigkeitstyps in der ersten Schicht mit alternierenden Leitfähig
keitstypen in der Drain-Driftzone 1 und eine Zone des entgegengesetzten Leitfähigkeitstyps in der zweiten
Schicht 2 mit alternierenden Leitfähigkeitstypen in der Durchbruchverhinderungszone 6 befinden sich in
Kontakt zueinander, so daß sich die Alternierung der Leitfähigkeitstypen kontinuierlich von der Drain-
Driftzone 1 in die Durchbruchverhinderungszone 6 fortsetzt. Bei dem MOSFET gemäß der ersten
Ausführungsform ist der Rasterabstand, mit dem Paare aus jeweils einer n-leitenden Zone 2a und einer p-
leitenden Zone 2b in der Durchbruchverhinderungszone 6 angeordnet sind, gleich wie der Rasterabstand,
mit dem Paare aus jeweils einer Driftzone 1a und einer Trennzone 1b in der Drain-Driftzone 1 angeordnet
sind. Wie durch die gestrichelte Linie in Fig. 2 gezeigt, erstreckt sich die erste Schicht mit alternierenden
Leitfähigkeitstypen in der Drain-Driftzone 1 bis zu den Randabschnitten der Basiszonen 13, und die zweite
Schicht 2 mit alternierenden Leitfähigkeitstypen in der Durchbruchverhinderungszone 6 befindet sich auf
der Peripherieseite der Basiszonen 13. Aufgrund der oben beschriebenen Konfiguration sind die Breite, die
Tiefe und die Dotierstoffkonzentration der Konstituentenzonen in der ersten Schicht mit alternierenden
Leitfähigkeitstypen in der Drain-Driftzone 1 gleich wie jene der Konstituentenzonen in der zweiten Schicht 2
mit alternierenden Leitfähigkeitstypen in der Durchbruchverhinderungszone 6. Ein dicker Oxidfilm
(Isolierfilm) 20 wie beispielsweise ein Thermooxidfilm und ein Phosphatsilikatglasfilm (PSG)-Film ist auf der
Durchbruchverhinderungszone 6 für den Oberflächenschutz und für die Oberflächenstabilisierung gebildet.
Eine relativ dicke n-leitende Zone 4 umgibt die Durchbruchverhinderungszone 6. Diese Zone 4 ist über eine
p-leitende Zone 5 mit einer Peripherieelektrode 21 elektrisch verbunden, die auf das Drain-Potential
vorgespannt ist. Die n-leitende Zone 4 ist mit der Drain-Schicht 11 verbunden. Die p-leitende Zone 5
befindet sich in einem Teil des Oberflächenabschnitts der n-leitenden Zone 4.
Die Diffusionstiefe der Basiszonen 13 beträgt 3,0 µm. Die Oberflächendotierstoffkonzentration der
Basiszonen 13 beträgt 3,0 × 1017 cm-3. Die Diffusionstiefe der Source-Zonen 14 beträgt 1,0 µm. Die
Oberflächendotierstoffkonzentration der Source-Zonen 14 beträgt 3,0 × 1020 cm-3. Die Dotierstoffkonzentra
tion der Drain-Schicht 11 beträgt 2,0 × 1018 cm-3. Die Dicke der Drain-Schicht 11 beträgt 300 µm. Die
Diffusionstiefe der äußersten p-leitenden Zone 5 beträgt 3,0 µm. Die Oberflächendotierstoffkonzentration
der äußersten p-leitenden Zone 5 beträgt 3,0 × 1017 cm-3. Die Breite der äußersten n-leitenden Zone 4
beträgt 50 µm (20 µm an ihrer Oberfläche). Die Dotierstoffkonzentration der äußersten n-leitenden Zone 4
beträgt 6,0 × 1015 cm-3. Der Rasterabstand in der Drain-Driftzone 1 und der Rasterabstand in der Durch
bruchverhinderungszone 6 beträgt 12 µm.
Der n-Kanal-Vertikal-MOSFET gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung arbeitet in folgender
Weise. Wenn die Gate-Elektrodenschichten 16 auf ein vorbestimmtes positives Potential vorgespannt
werden, wird der n-Kanal-MOSFET in seinen Durchlaßzustand gebracht. Elektronen werden von den
Source-Zonen 14 über Inversionsschichten, die in den Oberflächenabschnitten der p-leitenden Basiszonen
13 unterhalb der Gate-Elektrodenschichten 16 induziert werden, in Kanalzonen (n-leitende Oberflächen
driftzonen) 1aa injiziert. Die injizierten Elektronen erreichen die Drain-Schicht 11 über die Driftzonen 1a und
verbinden damit die Drain-Elektrode 18 und die Source-Elektrode 17 elektrisch.
Wenn das positive Potential von den Gate-Elektrodenschichten 16 abgeschaltet wird, wird der MOSFET in
seinen Sperrzustand gebracht, und die Inversionsschichten verschwinden, wodurch die elektrische
Verbindung zwischen der Drain-Elektrode 18 und der Source-Elektrode 17 getrennt wird. Wenn die
Sperrvorspannung (die Spannung zwischen der Source und dem Drain) im Sperrzustand hoch ist, dehnen
sich Verarmungsschichten von den pn-Übergängen zwischen den Basiszonen 13 und den Kanalzonen 1aa
aus in die Basiszonen 13 und die Kanalzonen 1aa hinein aus, wodurch die Basiszonen 13 und die
Kanalzonen 1aa verarmt werden. Da die Trennzonen 1b in der Drain-Driftzone 1 über die Basiszonen 13
mit der Source-Elektrode 17 elektrisch verbunden sind und da die Driftzonen 1a in der Drain-Driftzone 1
über die Driftschicht 11 mit der Drain-Elektrode 18 elektrisch verbunden sind, dehnen sich Verarmungs
schichten von den pn-Übergängen zwischen den Trennzonen 1b und den Driftzonen 1a aus in die
Trennzonen 1b und die Driftzonen 1a hinein aus. Daher wird die Drain-Driftzone 1 schnell verarmt. Da die
Durchbruchspannung in der Drain-Driftzone 1 ausreichend hoch ist, wird die Drain-Driftzone 1 stark dotiert,
um ein hohes Stromtransportvermögen zu erzielen.
Wie oben beschrieben, ist die zweite Schicht 2 mit alternierenden Leitfähigkeitstypen in der Durchbruchver
hinderungszone 6 um die Drain-Driftzone 1 herum gebildet. Da einige p-leitende Zonen 2b über Basiszonen
13 mit der Source-Elektrode 17 elektrisch verbunden sind und da die n-leitenden Zonen 2a über die Drain-
Schicht 11 mit der Drain-Elektrode 18 elektrisch verbunden sind, wird die Durchbruchverhinderungszone 6
nahezu über die gesamte Dicke des Halbleiterchips durch die Verarmungsschichten, die sich von den über
die Durchbruchverhinderungszone 6 erstreckenden pn-Übergängen aus ausdehnen, verarmt. Die
Schutzringstruktur und die Feldplattenstruktur, die auf der Durchbruchverhinderungszone gebildet sind,
verarmen den oberflächenseitigen Abschnitt der Durchbruchverhinderungszone. Daher wird die elektrische
Feldstärke in der Durchbruchverhinderungszone 6 stark abgeschwächt, und es wird eine hohe Durchbruch
spannung in der Durchbruchverhinderungszone 6 erzielt. Daher wird ein SJ-Halbleiterbauelement mit einer
hohen Durchbruchspannung geschaffen.
Die Durchbruchspannung des MOSFETs gemäß der ersten Ausführungsform ist sehr zuverlässig, da
Schutzringe 3 auf der Durchbruchverhinderungszone 6 angeordnet sind. Genauer gesagt sind Schutzringe
3 in dem die Drain-Driftzone 1 umgebenden Oberflächenabschnitt der Durchbruchverhinderungszone 6
gebildet. Die Schutzringe sind so gebildet, daß sie in elektrischer Verbindung mit vielen p-leitenden Zonen
2b der zweiten Schicht 2 mit alternierenden Leitfähigkeitstypen in der Durchbruchverhinderungszone 6
stehen. Die Schutzringe 3 sind stärker dotiert als die p-leitenden Zonen 2b. Wenn das positive Potential der
Drain-Elektrode angehoben wird, während die Gate-Elektrode und die Source-Elektrode kurzgeschlossen
sind, wird die Schicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen in der Drain-Driftzone 1 verarmt, und Verar
mungsschichten dehnen sich von der Drain-Driftzone 1 aus in die Durchbruchverhinderungszone 6 hinein
aus. Wenn keinerlei Schutzringe 3 angeordnet sind, denen sich Verarmungsschichten in der in Fig. 1
angegebenen y-Richtung in den p-leitenden Zonen 2b aus, deren Enden direkt mit den jeweiligen p-
leitenden Basiszonen 13 verbunden sind. Die elektrische Feldstärke über dem pn-Übergang zwischen den
Schichten mit alternierenden Leitfähigkeitstypen der aktiven Zone und der Durchbruchverhinderungszone
erreicht jedoch den kritischen Wert, bevor sich die Verarmungsschichten ausreichend in der x-Richtung
ausdehnen, in der die p-leitenden Zonen 2b nicht direkt mit den p-leitenden Basiszonen 13 verbunden sind,
da die n-leitenden Zonen relativ stark dotiert sind. Daher wird keine hohe Durchbruchspannung erzielt.
Bei dem Vertikal-MOSFET gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung sind p-leitende Zonen 2b (in
der x-Richtung der Durchbruchverhinderungszone 6), deren Enden nicht direkt mit p-leitenden Basiszonen
13 verbunden sind, über Schutzringe 3 mit p-leitenden Zonen 2b (in der y-Richtung der Durchbruchverhin
derungszone 6) elektrisch verbunden, deren Enden direkt mit p-leitenden Basiszonen 13 verbunden sind.
Das Potential weist in der x-Richtung in der Oberfläche der Durchbruchverhinderungszone 6 eine
Verteilung entsprechend den Abständen der Schutzringe in der y-Richtung von der aktiven Zone auf. Daher
wird das elektrische Feld über die Grenzfläche zwischen der aktiven Zone und der Durchbruchverhinde
rungszone in der x-Richtung abgeschwächt. Da sich Verarmungsschichten in der x-Richtung ausdehnen,
wird eine hohe Durchbruchspannung erzielt. Da die Durchbruchverhinderungsstruktur, die Schutzringe 3
verwendet, unabhängig von der Breite der Schicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen ausgelegt werden
kann, ist es möglich, einen niedrigen Widerstand sowie eine hohe Durchbruchspannung zu realisieren.
Da die Schutzringe 3 stärker dotiert sind als die p-leitenden Zonen 2b, werden die Schutzringe 3 nicht
synchron mit der Verarmung der p-leitenden Zonen 2b verarmt. Die Schutzringe 3 dienen so lange als
Spannungsausgleichsringe, so lange sie nicht verarmt sind.
Da sich die Seitenfläche der Durchbruchverhinderungszone 6, in der sich Paare aus jeweils einer Endfläche
einer n-leitenden Zone 2a und einer Endfläche einer p-leitenden Zone 2b wiederholen, in Kontakt mit der
Seitenfläche der Drain-Driftzone 1 befindet, in der sich Paare aus jeweils einer Endfläche einer n-leitenden
Driftzone 1a und einer Endfläche einer p-leitenden Trennzone 1b wiederholen, ist die Verarmungsrate der
Durchbruchverhinderungszone 6 hoch. Die Verarmungsrate ist das Verhältnis von verarmten Bereichen zu
nicht-verarmten Bereichen. Die Durchbruchspannung in der Durchbruchverhinderungszone 6 des SJ-
Halbleiterbauelements mit der aus der ersten Schicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen gebildeten
Drain-Driftzone 1 wird durch die die erste Schicht 1 mit alternierenden Leitfähigkeitstypen umgebende
zweite Schicht 2 mit alternierenden Leitfähigkeitstypen gut sichergestellt. Daher kann die Struktur der
ersten Schicht 1 mit alternierenden Leitfähigkeitstypen in einfacher Weise optimiert werden, es können SJ-
Halbleiterbauelemente mit weniger Beschränkungen entworfen werden, und es werden praktische SJ-
Halbleiterbauelemente geschaffen.
Wenn die Gate-Elektrode und die Source-Elektrode kurzgeschlossen werden und die an die Drain-
Elektrode angelegte positive Vorspannung in dem SJ-MOSFET gemäß der ersten Ausführungsform
angehoben wird, in dem die äußerste p-leitende Zone 5 mit p-leitenden Zonen 2b verbunden ist (in dem
Fall, in dem die n-leitende Zone 4 nicht an der Oberflächenseite des Halbleiterchips in den Fig. 2 und 3
gebildet ist und die äußerste p-leitende Zone 5 mit p-leitenden Zonen 2b verbunden ist), beginnen die
Verarmungsschichten, die sich in der y-Richtung in der Durchbruchverhinderungszone ausgedehnt haben,
sich in Lateralrichtung auszudehnen (in der x- und/oder der y-Richtung). Da das Potential der p-leitenden
Zonen 2b, die noch nicht verarmt worden sind, gleich dem Potential der äußersten p-leitenden Zone 5 ist,
wird der Leckstrom auf einen niedrigen Wert gedrückt, sofern der äußerste pn-Übergang längs der
Seitenfläche des Halbleiterchips, das ist der pn-Übergang zwischen den Zonen 5 und 4, keinen Durchbruch
erleidet. Da der äußerste pn-Übergang längs der Seitenfläche des Halbleiterchips einen Durchbruch
erleidet, wenn die Drain-Spannung weiter angehoben wird, nimmt der Leckstrom mit zunehmender Drain-
Spannung zu. Der Leckstrom wird mit weiter zunehmender Drain-Spannung gesättigt, da die Schichten mit
alternierenden Leitfähigkeitstypen vollständig verarmt werden. Die im Sperrzustand des MOSFETs
verursachten Verluste sind jedoch hoch, da der Leckstrom hoch ist. Wenn der SJ-MOSFET die n-leitende
Zone 4 enthält, welche die äußerste p-leitende Zone 5 und die p-leitenden Zone 2b in der Schicht 2 mit
alternierenden Leitfähigkeitstypen im Peripherieabschnitt (Durchbruchverhinderungszone 6) des SJ-
MOSFETs voneinander trennt, wird der Leckstrom auf einen niedrigen Wert gedrückt, da der Leckstrom
insofern unterbrochen wird, als die n-leitende Zone 4 nicht vollständig verarmt wird.
Die Peripherieelektrode 21, die aus Al-Si oder Al hergestellt ist, mit der p-leitenden Zone 5 verbunden und
oberhalb der n-leitenden Zone 4 und der zweiten Schicht 2 mit alternierenden Leitfähigkeitstypen unter
Zwischenlage des Isolierfilms 20 angeordnet ist, erleichtert es, das Potential der durch die n-leitende Zone
4 abgetrennten p-leitenden Zone 5 gleich wie das Drain-Potential zu machen. Aufgrund des oben
beschriebenen Schemas dehnen sich Verarmungsschichten kaum über den Rand der Peripherieelektrode
21 hinaus nach außen aus, die n-leitende Zone 4 wird vor einem Durchgriff bewahrt, und das Potential des
äußersten Abschnitts des Halbleiterchips wird auf einen bestimmten Wert fixiert. Daher wird die Durch
bruchspannung stabilisiert.
Eine Feldplattenstruktur, eine Struktur mit reduziertem elektrischem Oberflächenfeld (RESURF-Struktur)
oder eine Kombination aus diesen Strukturen kann als Ersatz für die Schutzringe 3 verwendet werden, die
bei dem SJ-MOSFET gemäß der ersten Ausführungsform eingesetzt werden.
Die Dimension in der Tiefenrichtung (Dicke) jeder Schicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen wird nach
Maßgabe der Durchbruchspannungsklasse eingestellt. Beispielsweise beträgt die Dicke für jede Schicht mit
alternierenden Leitfähigkeitstypen etwa 60,0 µm für eine Durchbruchspannung der 900-V-Klasse.
Zweite Ausführungsform
Fig. 4 ist eine Querschnittsansicht eines Vertikal-MOSFETs gemäß einer zweiten Ausführungsform der
Erfindung. Fig. 5 ist eine zur Querschnittsansicht der Fig. 4 senkrechte Querschnittsansicht des Vertikal-
MOSFETs gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung. Der in Fig. 4 gezeigte Bereich entspricht
dem in Fig. 2 gezeigten Querschnitt längs A-A von Fig. 1. Der in Fig. 5 gezeigte Bereich entspricht dem in
Fig. 3 gezeigten Querschnitt längs B-B von Fig. 1.
Der MOSFET gemäß der zweiten Ausführungsform unterscheidet sich von dem MOSFET gemäß der
ersten Ausführungsform insofern, als beim Halbleiterchip des MOSFETs gemäß der zweiten Ausführungs
form eine n-leitende Zone 4a nur in dessen Oberflächenbereich gebildet ist. Die n-leitende Zone 4a ist mit
n-leitenden Zonen 2a der zweiten Schicht 2 mit alternierenden Leitfähigkeitstypen in der x- und y-Richtung
verbunden. Da die n-leitende Zone 4a insofern auf das Drain-Potential vorgespannt ist, als die n-leitende
Zone 4a nicht verarmt ist, zeigt der MOSFET gemäß der zweiten Ausführungsform die gleichen Effekte wie
der MOSFET gemäß der ersten Ausführungsform.
Dritte Ausführungsform
Fig. 6 ist eine Draufsicht auf einen Vertikal-MOSFET gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung,
die ein Viertel des rechteckigen Halbleiterchips mit einer Ecke zeigt.
Gemäß Fig. 6 enthält der Vertikal-MOSFET gemäß der driften Ausführungsform eine Drain-Driftzone 1 und
eine Durchbruchverhinderungszone 6. Die Drain-Driftzone 1 enthält eine erste Schicht mit alternierenden
Leitfähigkeitstypen, die aus sich vertikal erstreckenden schichtförmigen n-leitenden Driftzonen 1a und sich
vertikal erstreckenden schichtförmigen p-leitenden Trennzonen 1b gebildet ist, die alternierend angeordnet
sind. Die Durchbruchverhinderungszone 6 enthält eine zweite Schicht 2 mit alternierenden Leitfähigkeitsty
pen, die aus sich vertikal erstreckenden schichtförmigen n-leitenden Zonen 2a und sich vertikal erstrecken
den schichtförmigen p-leitenden Zonen 2b gebildet ist, die alternierend angeordnet sind. Der zweite
Rasterabstand, mit dem Paare aus jeweils einer n-leitenden Zone 2a und einer p-leitenden Zone 2b in der
Durchbruchverhinderungszone 6 angeordnet sind, ist kleiner als der erste Rasterabstand, mit dem Paare
aus jeweils einer n-leitenden Driftzone 1a und einer p-leitenden Trennzone 1b in der Drain-Driftzone 1
angeordnet sind. Die Grenzflächen (pn-Übergänge) zwischen den Zonen 2a und den Zonen 2b in der
Durchbruchverhinderungszone 6 erstrecken sich parallel zu den Grenzflächen (pn-Übergängen) zwischen
den Driftzonen 1a und den Trennzonen 1b in der Drain-Driftzone 1. Die Tatsache, daß der zweite
Rasterabstand kleiner als der erste Rasterabstand ist, erleichtert es den Verarmungsschichten pro
Flächeneinheit, sich in der Durchbruchverhinderungszone auszudehnen, und erleichtert es, in der
Durchbruchverhinderungszone 6 eine höhere Durchbruchspannung zu erzielen als in der Drain-Driftzone 1.
Da eine n-leitende Zone 4 den in der y-Richtung fließenden Leckstrom unterbricht, erleichtert der Vertikal-
MOSFET gemäß der dritten Ausführungsform das Drücken des Leckstroms auf einen niedrigen Wert. Die
Dicke der n-leitenden Zonen 2a und p-leitenden Zonen 2b in der Durchbruchverhinderungszone 6 beträgt
3,0 µm. Die Dotierstoffkonzentration der Zonen 2a und der Zonen 2b beträgt 3,0 × 1014 cm3, was niedriger
ist als die Dotierstoffkonzentration in der Drain-Driftzone 1. Alternativ werden der erste Rasterabstand und
der zweite Rasterabstand auf den gleichen Wert eingestellt und die zweite Schicht 2 mit alternierenden
Leitfähigkeitstypen schwächer dotiert als die erste Schicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen in der
Drain-Driftzone 1.
Vierte Ausführungsform
Fig. 7 ist eine Draufsicht auf einen Vertikal-MOSFET gemäß einer vierten Ausführungsform der Erfindung,
die ein Viertel des rechteckigen Halbleiterchips mit einer Ecke zeigt.
Gemäß Fig. 7 ist der MOSFET gemäß der vierten Ausführungsform eine Modifikation des MOSFETs
gemäß der dritten Ausführungsform. Bei dem MOSFET gemäß der vierten Ausführungsform erstrecken sich
die Grenzflächen (pn-Übergänge) zwischen den n-leitenden Zonen 2a und den p-leitenden Zonen 2b in der
Durchbruchverhinderungszone 6 senkrecht zu den Grenzflächen (pn-Übergängen) zwischen den n-
leitenden Driftzonen 1a und den p-leitenden Trennzonen 1b in der Drain-Driftzone 1.
Die Grenzflächen (pn-Übergänge) zwischen den Zonen 2a und den Zonen 2b können sich parallel oder
senkrecht zu den Grenzflächen (pn-Übergängen) zwischen den Driftzonen 1a und den Trennzonen 1b
erstrecken. Vorzugsweise ist eine p-leitende Zone 5 im äußersten Peripherieabschnitt durch eine n-leitende
Zone 4 von der zweiten Schicht 2 mit alternierenden Leitfähigkeitstypen getrennt.
Fünfte Ausführungsform
Fig. 8 ist eine Draufsicht auf einen Vertikal-MOSFET gemäß einer fünften Ausführungsform der Erfindung,
die ein Viertel des rechteckigen Halbleiterchips mit einer Ecke zeigt.
Gemäß Fig. 8 enthält der Vertikal-MOSFET gemäß der fünften Ausführungsform eine Durchbruchverhinde
rungszone 6, die eine Zone sehr hohen Widerstands (i-Schicht) 2A enthält, die mit einem n-leitenden
Dotierstoff und einem p-leitenden Dotierstoff dotiert ist. Wenn nahezu die gleichen Mengen an n-leitendem
Dotierstoff und p-leitendem Dotierstoff in der gleichen Zone enthalten sind, kompensieren sich diese
Dotierstoffe entgegengesetzter Leitfähigkeitstypen, was zu einer Zone sehr hohen Widerstands (i-Schicht)
führt. Auch wenn nahezu die gleichen Mengen an n-leitendem Dotierstoff und p-leitendem Dotierstoff in
jeweiligen Zonen enthalten sind, die sich in unmittelbarer Nähe zueinander befinden, kompensieren sich
diese Dotierstoffe entgegengesetzter Leitfähigkeitstypen, was ebenfalls zu einer Zone sehr hohen
Widerstands (i-Schicht) führt. In der Praxis ist die Zone sehr hohen Widerstands n-leitend oder p-leitend.
Wenn die Schicht sehr hohen Widerstands n-leitend ist, wird selbst dann keinerlei Leckstromweg gebildet,
wenn keine n-leitende Zone 4 zum Isolieren einer p-leitenden Zone 5 im äußersten Peripherieabschnitt des
Halbleiterchips angeordnet ist. Wenn die Schicht sehr hohen Widerstands jedoch p-leitend ist, werden
Leckstromwege in der x- und der y-Richtung gebildet, da die Schicht sehr hohen Widerstands mit den
Source-Zonen verbunden ist. Daher ist es erforderlich, die p-leitende Zone 5 durch eine n-leitende Zone 4 zu
isolieren.
Obwohl die Erfindung in Verbindung mit Vertikal-MOSFETs beschrieben wurde, ist die Erfindung auch auf
aktive Vertikalbauelemente mit drei oder mehr Anschlüssen wie beispielsweise IGBTs (MOSFET mit
Leitfähigkeitsmodulation) und Bipolartransistoren sowie auf Passivbauelemente mit zwei Anschlüssen wie
beispielsweise FWDs (d. h. Freilaufdioden) und Schottky-Dioden anwendbar.
Wie oben beschrieben, enthalten die erfindungsgemäßen Vertikal-SJ-MOSFETs eine Durchbruchverhinde
rungszone mit einer die Drain-Driftzone umgebenden Schicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen und
einer n-leitenden Zone zum Isolieren der im äußersten Peripherieabschnitt des Halbleiterchips gebildeten p-
leitenden Zone von den p-leitenden Zonen der Schicht mit alternierenden Leitfähigkeitstypen in der
Durchbruchverhinderungszone. Der erfindungsgemäße Vertikal-MOSFET erleichtert die Reduzierung des
Kompromißverhältnisses zwischen dem Durchlaßwiderstand und der Durchbruchspannung, das Reduzie
ren des Leckstroms und das Verbessern der Zuverlässigkeit der Durchbruchspannung.