DE10205699A1 - Airbagmodul mit Be- bzw. Entlüftung - Google Patents
Airbagmodul mit Be- bzw. EntlüftungInfo
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Abstract
Eine Fahrzeuginsassenschutzvorrichtung (10) weist eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung (12) und eine Aufblasvorrichtung (14) auf. Eine Rückhaltevorrichtung (40) ist mit der Schutzeinrichtung (12) verbunden. Die Rückhaltevorrichtung (40) hat einen befestigten Teil (46) und einen bewegbaren Teil (48). Der bewegbare Teil (48) ist bewegbar zwischen einem ersten Zustand und einem zweiten Zustand, um Aufblasströmungsmittel aus der Schutzeinrichtung (12) zu be- bzw. entlüften. Die Vorrichtung (10) umfaßt einen elektrisch erregbaren Mechanismus (80), um den bewegbaren Teil (48) der Rückhaltevorrichtung (40) für eine Bewegung vom ersten Zustand zum zweiten Zustand freizugeben. Die Vorrichtung (10) umfaßt außerdem eine elektrische Fahrzeugschaltung (120) einschließlich eines Sensors (132) zum Abfühlen mindestens eines Insassenzustands oder Fahrzeugzustands und eine Steuerung (130), die ansprechend auf den Sensor ist, um den elektrisch erregbaren Mechanismus (80) zu steuern.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Fahrzeuginsassenschutzvor
richtung, die eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung umfaßt,
beispielsweise einen Airbag. Im Einzelnen bezieht sich die vorliegende Erfin
dung auf ein Airbagmodul, in dem Aufblasströmungsmittel selektiv von dem
Modul be- bzw. entlüftet wird, um die Geschwindigkeit und Kraft des Einset
zens des Airbags zu steuern.
Es ist bekannt, einen Airbag aufzublasen, um zu helfen, einen Fahrzeugin
sassen im Fall einer plötzlichen Verzögerung zu schützen, wie sie bei
spielsweise bei einem Fahrzeugzusammenstoß auftritt. Der Airbag ist in ei
nem unaufgeblasenen Zustand gelagert, gemeinsam mit einer Aufblasvor
richtung, in einem Gehäuse benachbart zu dem Fahrzeugsitz, in dem der In
sasse sitzt. Die Aufblasvorrichtung liefert bei Betätigung ein großes Volumen
Aufblasströmungsmittel, um den Airbag in eine Position aufzublasen, um zu
helfen, den Fahrzeuginsassen zu schützen.
Unter normalen Umständen wird im wesentlichen alles Aufblasströmungs
mittel aus der Aufblasvorrichtung in den Airbag geleitet, um den Airbag auf
zublasen. Unter einigen Umständen kann es jedoch erwünscht sein, die
Menge von in den Airbag geleitetem Aufblasströmungsmittel zu steuern oder
zu begrenzen. Wenn zum Beispiel der Fahrzeuginsasse kleiner ist als eine
vorbestimmte Größe oder näher am Fahrzeugarmaturenbrett ist als ein vor
bestimmter Abstand, dann kann es erwünscht sein, die Geschwindigkeit und
Kraft zu verringern, mit der sich der Airbag aufbläst. Es ist bekannt, Auf
blasströmungsmittel aus dem Gehäuse eines Airbagmoduls unter solchen
Umständen zu entlüften, so daß weniger Aufblasströmungsmittel in den Air
bag geleitet wird.
Die vorliegende Erfindung ist eine Fahrzeuginsassenschutzvorrichtung, die
eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung mit einem unaufgebla
senen Zustand und einem aufgeblasenen Zustand aufweist zum Helfen beim
Schützen eines Fahrzeuginsassen. Eine Aufblasvorrichtung ist betätigbar,
um Aufblasströmungsmittel zum Aufblasen der aufblasbaren Einrichtung zu
liefern.
Eine Rückhaltevorrichtung bzw. ein Halter ist mit der Schutzeinrichtung ver
bunden. Die Rückhaltevorrichtung hat einen feststehenden bzw. fixierten Teil
und einen bewegbaren Teil. Der bewegbare Teil ist bewegbar zwischen ei
nem ersten Zustand und einem zweiten Zustand, um Aufblasströmungsmittel
aus der Vorrichtung zu entlüften. Die Vorrichtung umfaßt einen elektrisch
betätigbaren Mechanismus, um den bewegbaren Teil für eine Bewegung von
dem ersten Zustand zum zweiten Zustand freizugeben. Die Vorrichtung um
faßt außerdem elektrische Fahrzeugschaltung einschließlich eines Sensors
zum Abfühlen mindestens eines Insassenzustands oder Fahrzeugzustands
und eine Steuerung, die ansprechend auf den Sensor ist, zum Steuern des
elektrisch erregbaren Mechanismus.
Die vorangegangenen und weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung
werden sich für den Fachmann des Gebietes, auf das sich die vorliegende
Erfindung bezieht, beim Lesen der folgenden Beschreibung ergeben, unter
Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen, in denen zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung, teilweise geschnitten, einer Fahrzeug
insassenschutzvorrichtung, die gemäß einem ersten Ausführungsbei
spiel der vorliegenden Erfindung konstruiert ist;
Fig. 2 eine Draufsicht einer Rückhaltevorrichtung, die Teil der Vorrichtung
der Fig. 1 bildet;
Fig. 3 eine Schnittansicht der Rückhaltevorrichtung der Fig. 2 entlang der
Linie 3-3 der Fig. 2;
Fig. 4 eine Darstellung ähnlich der Fig. 1, die die Vorrichtung der Fig. 1 in
einem betätigten Zustand zeigt;
Fig. 5 eine Draufsicht einer Rückhaltevorrichtung, die gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung konstruiert ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Fahrzeuginsassenschutzvor
richtung, die eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung umfaßt,
beispielsweise einen Airbag. Im Einzelnen bezieht sich die vorliegende Erfin
dung auf ein Airbagmodul, in dem Aufblasströmungsmittel selektiv aus dem
Modul entlüftet wird, um die Geschwindigkeit und Kraft des Einsetzens des
sich aufblasenden Airbags zu steuern.
Repräsentativ für die vorliegende Erfindung stellt Fig. 1 eine Fahrzeuginsas
senschutzvorrichtung 10 dar, die gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung konstruiert ist. Die Vorrichtung 10 umfaßt eine aufblasbare
Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung 12 der allgemein als Airbag bekannten
Bauart. Andere Insassenschutzeinrichtungen, die gemäß der Erfindung ver
wendet werden können, umfassen, zum Beispiel, aufblasbare Kniepolster,
aufblasbare Auskleidungen im Kopfbereich, aufblasbare Seitenvorhänge,
durch Airbags betätigbare Kniepolster und Sitzgurt-Vorspannvorrichtungen.
Die Vorrichtung 10 umfaßt außerdem eine Aufblasvorrichtung 14. Die Auf
blasvorrichtung 14 weist eine Quelle von Aufblasströmungsmittel zum Auf
blasen des Airbags 12 auf. Wie in der Technik bekannt ist, kann die Aufblas
vorrichtung 14 ein zündbares, gaserzeugendes Material enthalten, das bei
Zündung schnell ein großes Volumen Gas erzeugt. Die Aufblasvorrichtung 14
kann alternativ eine gespeicherte Menge unter Druck stehenden Auf
blasströmungsmittels enthalten oder eine Kombination von unter Druck ste
hendem Aufblasströmungsmittel und zündbarem Material zum Erhitzen bzw.
Erwärmen des Aufblasströmungsmittels.
Die in den Zeichnungen dargestellte Aufblasvorrichtung 14 hat eine auf einer
Achse 16 zentrierte, zylindrische Konfiguration. Die Aufblasvorrichtung 14
könnte eine andere Konfiguration als die in den Zeichnungen dargestellte,
zylindrische Konfiguration haben. Die Aufblasvorrichtung 14 hat einen
Hauptkörperteil 20 und einen ringförmigen Befestigungsflansch 22. Der
Hauptkörperteil 20 umfaßt eine Vielzahl von Aufblasströmungsmittelausläs
sen 24, durch die Aufblasströmungsmittel bei Betätigung der Aufblasvorrich
tung 14 geleitet wird.
Die Vorrichtung 10 umfaßt außerdem eine Befestigungsplatte 30. Die Befe
stigungsplatte 30 ist eine Struktur, die die Aufblasvorrichtung 14 und den
Airbag 12 auf dem Fahrzeug trägt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
hat die Befestigungsplatte 30 eine im allgemeinen kreisförmige Konfigurati
on. Ein Mittelteil 32 der Befestigungsplatte 30 erstreckt sich um den Haupt
körperteil 20 und Befestigungsflansch 22 der Aufblasvorrichtung 14 und trägt
die Aufblasvorrichtung. Ein Umfangsteil 34 der Befestigungsplatte 30 er
streckt sich radial nach außen vom Mittelteil 32 und hat eine im allgemeinen
planare Konfiguration. Der Umfangsteil 34 der Befestigungsplatte 30 ist am
Fahrzeug in einer nicht gezeigten Weise befestigt und trägt so die Aufblas
vorrichtung 14 auf dem Fahrzeug.
Die Vorrichtung 10 umfaßt einen Haltering oder eine Rückhaltevorrichtung
40, die auf der Befestigungsplatte 30 getragen ist. Die Rückhaltevorrichtung
40 ist eine Einrichtung, die mit dem Airbag 12 verbunden ist und die den Air
bag in der Vorrichtung 10 zurückhält oder befestigt. Die Rückhaltevorrichtung
40 hat eine endlose, ringförmige Konfiguration, die sich um den Hauptkör
perteil 20 der Aufblasvorrichtung 14 erstreckt. Die Rückhaltevorrichtung 40
hat eine L-förmige Querschnittskonfiguration, wie in den Fig. 1 und 3 zu se
hen.
Die Rückhaltevorrichtung hat einen planaren, ersten Teil oder befestigten
Teil 46 und einen planaren, zweiten Teil oder bewegbaren Teil 48. Der be
festigte Teil 46 der Rückhaltevorrichtung 40 weist einen Sektor der kreisför
migen Rückhaltevorrichtung auf, und der bewegbare Teil 48 der Rückhalte
vorrichtung weist den Rest der Rückhaltevorrichtung auf. In dem dargestell
ten Ausführungsbeispiel umschließt der befestigte Teil 46 der Rückhaltevor
richtung 40 einen Winkel von ungefähr 220 Grad, und der bewegbare Teil 48
der Rückhaltevorrichtung umschließt einen Winkel von ungefähr 140 Grad.
Der befestigte Teil 46 und der bewegbare Teil 48 könnten unterschiedliche
Relativabmessungen haben.
Der befestigte Teil 46 der Rückhaltevorrichtung 40 ist mit einem vorbe
stimmten, geschwächten Teil mit dem bewegbaren Teil 48 der Rückhaltevor
richtung verbunden, der zwei Scharniere 50 mit Scharnierstiften aufweist. Die
Scharniere 50 tragen den bewegbaren Teil 48 der Rückhaltevorrichtung 40
für Bewegung, relativ zum befestigten Teil 46 um eine Achse 52. Die Achse
52 erstreckt sich durch die zwei Scharniere 50. In dem dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel erstreckt sich die Achse 52 nicht durch die Mittelachse 16 der
Aufblasvorrichtung 14, obwohl sie es in einem weiteren Ausführungsbeispiel
tun könnte. Der vorbestimmte, geschwächte Teil könnte alternativ eine ande
re Form als die Scharniere 50 haben, zum Beispiel eine Kerbe oder Kerben
im Material der Rückhaltevorrichtung 40.
Ein Mundteil 60 des Airbags 12 ist an der Rückhaltevorrichtung 40 befestigt,
indem er um die Rückhaltevorrichtung gewickelt und, wie in Fig. 1 gezeigt, an
sich selbst genäht ist. Der Mundteil 60 des Airbags 12 definiert eine Auf
blasströmungsmittelöffnung 62 des Airbags zum Aufnehmen von Auf
blasströmungsmittel aus der Aufblasvorrichtung 14. Ein erster Teil 64 des
Mundteils 60 des Airbags 12 ist um den befestigten Teil 46 der Rückhaltevor
richtung 40 gewickelt und genäht. Ein zweiter Teil 66 des Mundteils 60 des
Airbags 12 ist um den bewegbaren Teil 48 der Rückhaltevorrichtung 40 ge
wickelt und genäht und ist mit ihm bewegbar.
Die Vorrichtung 10 umfaßt eine Struktur zum Verbinden der Rückhaltevor
richtung 40 und des Airbags 12 mit der Befestigungsplatte 30. In dem darge
stellten Ausführungsbeispiel weist die Struktur eine Vielzahl von Befestigern
in Form von Bolzen 70 auf. Die Bolzen 70 erstrecken sich durch Öffnungen
72 (Fig. 2) im befestigten Teil 46 der Rückhaltevorrichtung 40 und durch ent
sprechende Öffnungen in der Befestigungsplatte 30. Muttern 76 sind auf die
Bolzen 70 geschraubt, um den befestigten Teil 46 der Rückhaltevorrichtung
40, und dadurch den ersten Teil 64 des Mundteils 60 des Airbags 12, an der
Befestigungsplatte 30 zu befestigen.
Wenn der befestigte Teil 46 der Rückhaltevorrichtung 40 an der Befesti
gungsplatte 30 mit den Muttern 76 und den Bolzen 70 befestigt ist, ist der
bewegbare Teil 48 der Rückhaltevorrichtung auf der Befestigungsplatte für
eine Schwenkbewegung relativ zur Befestigungsplatte um die Achse 52 ge
tragen. Die Vorrichtung 10 umfaßt einen Freigabemechanismus 80 zum lös
baren Verbinden des bewegbaren Teils 48 der Rückhaltevorrichtung 40 mit
der Befestigungsplatte 30. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel umfaßt
der Freigabemechanismus 80 einen einzelnen, schematisch bei 82 gezeigten
Sprengbolzen, obwohl mehr oder weniger Bolzen vorgesehen sein könnten,
oder eine andere Art von Mechanismus vorgesehen sein könnte.
Wenn der Sprengbolzen 82 in einem unbetätigten Zustand ist, wie in Fig. 1
gezeigt ist, ist der bewegbare Teil 48 der Rückhaltevorrichtung 40 durch den
Sprengbolzen 82 an die Befestigungsplatte 30 geklemmt. Der Sprengbolzen
82 verhindert, daß der bewegbare Teil 48 der Rückhaltevorrichtung 40 und
der zweite Teil 66 des Mundteils 60 des Airbags 12 aus der Ebene des befe
stigten Teils 46 der Rückhaltevorrichtung schwenken, das heißt in eine Auf
wärtsrichtung, wie in Fig. 1 gesehen.
Die Aufblasvorrichtung 14, der Airbag 12 und die Rückhaltevorrichtung 40
sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel in einer Abdeckung 90 ein
geschlossen. Die Abdeckung 90 ist vorzugsweise aus Plastik gemacht und
umfaßt eine kreisförmige Seitenwand 92 und eine Oberwand 94. Die Ober
wand 94 hat vorbestimmte, geschwächte Teile 96. An einem oder mehreren
der geschwächten Teile 96 ist die Oberwand 94 reiß- bzw. brechbar. An an
deren, geschwächten Teilen 96 ist die Oberwand 94 an der Seitenwand 92
scharniermäßig befestigt. Ein Befestigungsflansch 98 der Abdeckung 90 er
streckt sich nach innen von der Seitenwand 92 und ist an der Befestigungs
platte 30 befestigt. Die Oberwand 92 und Seitenwand 94 der Abdeckung 90,
gemeinsam mit der Befestigungsplatte 30 und der Aufblasvorrichtung 14, de
finieren eine Kammer 100 in der Vorrichtung 10. Die Aufblasströmungsmit
telauslässe 24 der Aufblasvorrichtung 14 sind in der Kammer 100 gelegen.
Die Vorrichtung 10 umfaßt eine elektrische Fahrzeugschaltung, die schematisch
bei 120 gezeigt ist (Fig. 1). Die elektrische Fahrzeugschaltung 120 steuert
den Betrieb der Aufblasvorrichtung 14 und des Freigabemechanismus 80.
Die elektrische Fahrzeugschaltung 120 umfaßt eine Leistungsquelle 122, die
vorzugsweise die Fahrzeugbatterie und/oder ein Kondensator ist, und einen
normalerweise offenen Schalter 124. Der Schalter 124 ist Teil eines Zusam
menstoßsensors 126, der einen Zustand abfühlt, der das Auftreten eines
Fahrzeugzusammenstoßes anzeigt. Der zusammenstoßanzeigende Zustand
kann zum Beispiel plötzliche Fahrzeugverzögerung, verursacht durch einen
Zusammenstoß, aufweisen. Die elektrische Fahrzeugschaltung 120 umfaßt
des weiteren ein elektronisches Steuermodul oder eine Steuerung 130 zum
Steuern des Betriebs der elektrischen Fahrzeugschaltung 120 und eine Sen
soranordnung 132.
Die Sensoranordnung 132 umfaßt einen oder mehrere Sensoren, die ein
oder mehrere Steuersignale erzeugen, die nützlich bzw. hilfreich sind beim
Bestimmen, ob der Airbag 12 mit der Maximalgeschwindigkeit und -kraft auf
geblasen werden soll, wenn ein Fahrzeugzusammenstoß abgefühlt wird. Zum
Beispiel kann die Sensoranordnung 132 einen Insassenpositionssensor um
fassen, der ein Steuersignal erzeugt, das anzeigend für die Position eines
Fahrzeuginsassen im Inneren des Fahrzeugs ist. Die Sensoranordnung 132
kann auch einen Schnallen- bzw. Verschlußschalter zum Erzeugen eines
Steuersignals umfassen, das anzeigend für einen geschlossenen bzw. ange
schnallten oder ungeschlossenen bzw. unangeschnallten Zustand einer Sitz
verschlußanordnung des Fahrzeugs ist. Die Sensoranordnung 132 kann
auch einen Sensor umfassen, der die Anwesenheit eines rückwärts gerich
teten Kindersitzes abfühlt, einen Gewichtssensor, einen Gurtspannungssen
sor, einen Insassengrößesensor, einen Modultemperatursensor oder einen
Zusammenstoßschweresensor.
Wenn ein vom Zusammenstoßsensor 126 abgefühlter, zusammenstoßanzei
gender Zustand über einem vorbestimmten Schwellenwert ist, zeigt er das
Auftreten eines Zusammenstoßes an, bei dem ein Aufblasen des Airbags 12
erwünscht ist, um zu helfen, den Insassen des Fahrzeugs zu schützen. Der
Schalter 94 im Zusammenstoßsensor 126 schließt sich, und das Steuermo
dul 130 überträgt bzw. sendet ein Betätigungssignal an die Aufblasvorrich
tung 14 über Leitungsdrähte 134. Wenn die Aufblasvorrichtung 14 betätigt
ist, gibt sie ein großes Volumen Aufblasströmungsmittel in die Kammer 100
ab.
Das Aufblasströmungsmittel strömt in die Aufblasströmungsmittelöffnung 62
des Airbags 12. Das Aufblasströmungsmittel beginnt, den Airbag 12 aufzu
blasen, welcher sich schnell und kraftvoll nach außen gegen die Oberwand
94 der Abdeckung 90 bewegt. Die Abdeckung 90 öffnet sich, und der Airbag
12 bläst sich in eine Position auf, um zu helfen, den Fahrzeuginsassen zu
schützen, wie in Fig. 4 gezeigt ist.
Bei einem solchen Auftreten eines Zustands, der die Betätigung der Aufblas
vorrichtung 14 erfordert, empfängt das Steuermodul 130 die Steuersignale
von der Sensoranordnung 132. Das Steuermodul 130 bestimmt, auf der Ba
sis dieser Signale, ob es wünschenswert ist, den Freigabemechanismus 80
zu betätigen. Diese Bestimmung, wie auch die Betätigung des Freigabeme
chanismus 80 selbst, können vor der Betätigung der Aufblasvorrichtung 14
durchgeführt werden oder zur gleichen Zeit wie die Betätigung der Aufblas
vorrichtung oder nach der Betätigung der Aufblasvorrichtung.
Die Steuersignale von der Sensoranordnung 132 können einen Zustand an
zeigen, bei dem es wünschenswert ist, daß der Airbag 12 mit Maximalkraft
und -geschwindigkeit aufgeblasen wird. Wenn das Steuermodul 130 Signale
empfängt, die einen solchen Zustand anzeigen, bestimmt das Steuermodul,
daß der Freigabemechanismus 80 in dem unbetätigten Zustand bleiben
sollte. Der Sprengbolzen 82 wird nicht durch das Steuermodul 130 erregt.
Der bewegbare Teil 48 der Rückhaltevorrichtung 40 wird nicht für eine Be
wegung weg von der Befestigungsplatte 30 freigegeben und bleibt in der in
Fig. 1 gezeigten Position, über der Befestigungsplatte liegend. Infolgedessen
wird alles Aufblasströmungsmittel aus der Aufblasvorrichtung 14 in die Auf
blasströmungsmittelöffnung 62 des Airbags 12 geleitet, und der Airbag bläst
sich mit Maximalgeschwindigkeit und -kraft auf.
Andererseits können ein oder mehrere der Steuersignale vom Sensormecha
nismus 132 einen Zustand anzeigen, bei dem es wünschenswert ist, den Air
bag 12 nicht mit Maximalgeschwindigkeit und -kraft aufzublasen. Wenn das
Steuermodul 130 ein für einen solchen Zustand anzeigendes Signal emp
fängt, bestimmt das Steuermodul, daß der Freigabemechanismus 80 betätigt
werden sollte. Ein Steuersignal wird vom Steuermodul 130 übertragen durch
Leitungsdrähte 136 an den Sprengbolzen 82 des Freigabemechanismus 80.
Der Sprengbolzen 82 wird elektrisch erregt und bricht, wie schematisch in
Fig. 4 gezeigt ist. Der bewegbare Teil 48 der Rückhaltevorrichtung 40 wird
für eine Bewegung weg von der Befestigungsplatte 30 freigegeben. Der be
festigte Teil 46 der Rückhaltevorrichtung 40 bleibt an der Befestigungsplatte
30 befestigt, gemeinsam mit dem ersten Teil 64 des Mundteils 60 des Air
bags 12.
Die Kraft des sich aufblasenden Airbags 12, der sich weg von der Befesti
gungsplatte 30 bewegt, wirkt durch den zweiten Teil 66 des Mundteils 60 des
Airbags 12 und zieht den bewegbaren Teil 48 der Rückhaltevorrichtung 40
weg von der Befestigungsplatte 30. Der zweite Teil 66 des Mundteils 60 des
Airbags 12 bewegt sich ebenfalls weg von der Befestigungsplatte 30. Ein
Spalt 140 ist zwischen der Befestigungsplatte 30 und dem bewegbaren Teil
48 der Rückhaltevorrichtung 40 gebildet. Infolgedessen kann Aufblasströ
mungsmittel aus der Aufblasvorrichtung 14 durch den Spalt 140 aus der
Kammer 100 strömen, wie durch den Pfeil 142 angezeigt ist.
Das Aufblasströmungsmittel, das aus der Kammer 100 durch den Spalt 140
strömt, strömt nicht in den Airbag 12, um den Airbag aufzublasen. Infolge
dessen wird die Menge Aufblasströmungsmittel, das in den Airbag 12 strömt,
oder der Druck des Aufblasströmungsmittels verringert, verglichen mit der
Menge oder dem Druck des Aufblasströmungsmittels, das in den Airbag
strömt, wenn der Freigabemechanismus 80 unbetätigt bleibt. Diese Verände
rung im Strömen des Aufblasströmungsmittels kann helfen, die Geschwindig
keit und Kraft des Einsetzens des Airbags 12 zu verringern oder zu steuern.
Die Vorrichtung 10 kann eine Struktur umfassen, um zu helfen, den beweg
baren Teil 48 der Rückhaltevorrichtung 40 weg von der Befestigungsplatte 30
zu bewegen, wenn der Freigabemechanismus 80 betätigt wird. Zum Beispiel
kann die Vorrichtung 10 eine oder mehrere Federn umfassen, die zwischen
der Rückhaltevorrichtung 40 und der Befestigungsplatte 30 gelegen sind, wie
schematisch bei 144 (Fig. 4) gezeigt ist. Die Federn 144 können helfen, den
bewegbaren Teil 48 der Rückhaltevorrichtung 40 weg von der Befestigungs
platte 30 zu bewegen, wenn der Freigabemechanismus 80 betätigt wird.
Fig. 5 stellt eine Rückhaltevorrichtung 40a dar, die Teil einer Fahrzeuginsas
senschutzeinrichtung 10a bildet, die gemäß einem zweiten Ausführungsbei
spiel der Erfindung konstruiert ist. Die Rückhaltevorrichtung 40a ist aus ei
nem einzelnen Stück Material hergestellt, vorzugsweise Stahl, das eine
ringförmige Konfiguration mit einer Umfangserstreckung von ungefähr
370 Grad hat. Die Rückhaltevorrichtung 40a hat einen im allgemeinen planaren
Hauptkörperteil 150 und zwei Endteile 152 und 154, die durch Scharniere
156 an den Hauptkörperteil angebunden sind. Der erste Endteil 152 der
Rückhaltevorrichtung 40a überlappt zumindest teilweise den zweiten Endteil
154 der Rückhaltevorrichtung.
Der Hauptkörperteil 150 der Rückhaltevorrichtung 40a bildet einen befestig
ten Teil 46a der Rückhaltevorrichtung. Der befestigte Teil 46a der Rückhalte
vorrichtung 40a kann an einem weiteren Teil der Vorrichtung 10a durch Be
festiger (nicht gezeigt) befestigt werden, die sich durch die Befestigungsöff
nungen 158 erstrecken. Die ersten und zweiten Erdteile 152 und 154 der
Rückhaltevorrichtung 40a bilden einen bewegbaren Teil 48a der Rückhalte
vorrichtung. Der bewegbare Teil 48a der Rückhaltevorrichtung 40a ist an den
anderen Teilen der Vorrichtung 10a mit einem Freigabemechanismus (nicht
gezeigt) befestigt, beispielsweise dem Freigabemechanismus 80. Zum Bei
spiel könnte sich der Freigabemechanismus 80 durch die überlappenden
Teile der ersten und zweiten Endteile 152 und 154 der Rückhaltevorrichtung
40a erstrecken, um die Endteile an anderen Teilen der Vorrichtung 10a zu
befestigen.
Ein Mundteil eines Airbags (nicht gezeigt) ist mit der Rückhaltevorrichtung
40a verbunden. Wenn der Airbag aufgeblasen ist und der Freigabemecha
nismus freigegeben ist, bewirkt die Kraft des sich aufblasenden Airbags, daß
die Endteile 152 und 154 der Rückhaltevorrichtung 40a aus der Ebene des
Hauptkörperteils 150 schwenken. Ein Spalt wird benachbart zu den Endteilen
152 und 154 der Rückhaltevorrichtung 40a gebildet, durch den Aufblasströ
mungsmittel strömen kann, um den Airbag zu entlüften.
Aus der obigen Beschreibung der Erfindung werden Fachleute Verbesserun
gen, Veränderungen und Modifikationen in der Erfindung entnehmen. Zum
Beispiel könnten eines oder mehrere der Scharniere in der Rückhaltevor
richtung durch einen vorbestimmten, geschwächten Teil der Rückhaltevor
richtung ersetzt werden, der sich verformt, wenn der Freigabemechanismus
freigegeben wird. Solche Verbesserungen, Veränderungen und Modifikatio
nen innerhalb des Fachkönnens sollen von den angefügten Ansprüchen ab
gedeckt werden (19348).
Claims (12)
1. Eine Fahrzeuginsassenschutzvorrichtung, die folgendes aufweist:
eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung mit einem un aufgeblasenen Zustand und einem aufgeblasenen Zustand zum Helfen beim Schützen eines Fahrzeuginsassen;
eine Aufblasvorrichtung, die betätigbar ist, um Aufblasströmungsmittel zum Aufblasen der aufblasbaren Einrichtung zu liefern;
eine mit der Schutzeinrichtung verbundene Rückhaltevorrichtung,
wobei die Rückhaltevorrichtung einen befestigten Teil und einen be wegbaren Teil hat,
wobei der bewegbare Teil zwischen einem ersten Zustand und einem zweiten Zustand bewegbar ist, um Aufblasströ mungsmittel aus der Vorrichtung zu be- bzw. entlüften;
einen elektrisch erregbaren Mechanismus, um den bewegbaren Teil der Rückhaltevorrichtung für eine Bewegung vom ersten Zustand zum zweiten Zustand freizugeben, und
eine elektrische Fahrzeugschaltung einschließlich eines Sensors zum Abfühlen mindestens eines Insassenzustands oder Fahrzeugzustands und einer Steuerung, die ansprechend auf den Sensor ist, um den elektrisch erregbaren Mechanismus zu steuern.
eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung mit einem un aufgeblasenen Zustand und einem aufgeblasenen Zustand zum Helfen beim Schützen eines Fahrzeuginsassen;
eine Aufblasvorrichtung, die betätigbar ist, um Aufblasströmungsmittel zum Aufblasen der aufblasbaren Einrichtung zu liefern;
eine mit der Schutzeinrichtung verbundene Rückhaltevorrichtung,
wobei die Rückhaltevorrichtung einen befestigten Teil und einen be wegbaren Teil hat,
wobei der bewegbare Teil zwischen einem ersten Zustand und einem zweiten Zustand bewegbar ist, um Aufblasströ mungsmittel aus der Vorrichtung zu be- bzw. entlüften;
einen elektrisch erregbaren Mechanismus, um den bewegbaren Teil der Rückhaltevorrichtung für eine Bewegung vom ersten Zustand zum zweiten Zustand freizugeben, und
eine elektrische Fahrzeugschaltung einschließlich eines Sensors zum Abfühlen mindestens eines Insassenzustands oder Fahrzeugzustands und einer Steuerung, die ansprechend auf den Sensor ist, um den elektrisch erregbaren Mechanismus zu steuern.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der befestigte Teil der Rückhalte
vorrichtung mit dem bewegbaren Teil der Rückhaltevorrichtung durch
mindestens ein Scharnier verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
wobei die Rückhaltevorrichtung erste und zweite Endteile hat und
wobei der bewegbare Teil der Rückhalte vorrichtung die ersten und zweiten Teile aufweist, miteinander durch den Freigabemechanismus in einem überlappenden Zustand verbun den.
wobei die Rückhaltevorrichtung erste und zweite Endteile hat und
wobei der bewegbare Teil der Rückhalte vorrichtung die ersten und zweiten Teile aufweist, miteinander durch den Freigabemechanismus in einem überlappenden Zustand verbun den.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Rückhaltevorrichtung eine
endlose Konfiguration hat und der bewegbare Teil der Rückhaltevor
richtung ein einzelnes Segment der Rückhaltevorrichtung aufweist,
das in der ersten Position durch den Freigabemechanismus gehalten
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der bewegbare Teil der Rückhal
tevorrichtung für eine Bewegung zwischen den ersten und zweiten Zu
ständen getragen ist, ansprechend auf eine Kraft, die durch die Schut
zeinrichtung an die Rückhaltevorrichtung angelegt wird, wenn die
Schutzeinrichtung sich aufbläst.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der bewegbare Teil der Rückhal
tevorrichtung für eine Bewegung zwischen den ersten und zweiten Zu
ständen getragen ist, ansprechend auf durch eine Feder angelegte
Kraft.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der mindestens eine Sensor ein
Insassenpositionssensor oder ein Verschlußschalter ist, der die Anwe
senheit eines rückwärts gerichteten Kindersitzes abfühlt, oder ein Ge
wichtssensor oder ein Gurtspannungssensor oder ein Insassengrö
ßesensor oder ein Modultemperatursensor oder ein Zusammenstoß
schweresensor.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Freigabemechanismus einen
Sprengbolzen aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Rückhaltevorrichtung einen
Rückhaltering aufweist.
10. Eine Fahrzeuginsassenschutzvorrichtung, die folgendes aufweist:
eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung mit einem un aufgeblasenen Zustand und einem aufgeblasenen Zustand zum Helfen beim Schützen eines Fahrzeuginsassen;
eine Aufblasvorrichtung, die betätigbar ist, um Aufblasströmungsmittel zum Aufblasen der aufblasbaren Einrichtung zu liefern;
eine mit der Schutzeinrichtung verbundene Rückhaltevorrichtung,
wo bei die Rückhaltevorrichtung einen ersten Teil und einen zweiten Teil hat, die durch einen vorbestimmten, geschwächten Teil verbunden sind,
wobei der zweite Teil zwischen einem ersten Zustand und einem zweiten Zustand bewegbar ist, um Aufblasströmungsmittel aus der Vorrichtung zu be- bzw. entlüften;
einen elektrisch erregbaren Mechanismus, um den zweiten Teil der Rückhaltevorrichtung für eine Bewegung vom ersten Zustand zum zweiten Zustand freizugeben, und
eine elektrische Fahrzeugschaltung einschließlich eines Sensors zum Abfühlen mindestens eines Insassenzustands oder Fahrzeugzustands und einer Steuerung, die ansprechend auf den Sensor ist, um den elektrisch erregbaren Mechanismus zu steuern.
eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung mit einem un aufgeblasenen Zustand und einem aufgeblasenen Zustand zum Helfen beim Schützen eines Fahrzeuginsassen;
eine Aufblasvorrichtung, die betätigbar ist, um Aufblasströmungsmittel zum Aufblasen der aufblasbaren Einrichtung zu liefern;
eine mit der Schutzeinrichtung verbundene Rückhaltevorrichtung,
wo bei die Rückhaltevorrichtung einen ersten Teil und einen zweiten Teil hat, die durch einen vorbestimmten, geschwächten Teil verbunden sind,
wobei der zweite Teil zwischen einem ersten Zustand und einem zweiten Zustand bewegbar ist, um Aufblasströmungsmittel aus der Vorrichtung zu be- bzw. entlüften;
einen elektrisch erregbaren Mechanismus, um den zweiten Teil der Rückhaltevorrichtung für eine Bewegung vom ersten Zustand zum zweiten Zustand freizugeben, und
eine elektrische Fahrzeugschaltung einschließlich eines Sensors zum Abfühlen mindestens eines Insassenzustands oder Fahrzeugzustands und einer Steuerung, die ansprechend auf den Sensor ist, um den elektrisch erregbaren Mechanismus zu steuern.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei sich die Rückhaltevorrichtung
am vorbestimmten, geschwächten Teil verformt beim Erregen des
elektrisch erregbaren Mechanismus, um die Bewegung des zweiten
Teils der Rückhaltevorrichtung relativ zum ersten Teil der Rückhalte
vorrichtung zu ermöglichen bzw. freizugeben.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei der vorbestimmte, geschwächte
Teil mindestens ein Scharnier aufweist.
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