DE10162229A1 - Airbagmodul mit Entlüftung - Google Patents
Airbagmodul mit EntlüftungInfo
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Abstract
Eine Fahrzeuginsassenschutzvorrichtung (10) weist eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung (12) auf mit einem unaufgeblasenen Zustand und einem aufgeblasenen Zustand zum Helfen beim Schützen eines Fahrzeuginsassen. Eine Aufblasvorrichtung (14) ist betätigbar, um Aufblasströmungsmittel zum Aufblasen der Schutzeinrichtung (12) zu liefern. Eine Rückhaltevorrichtung (40) ist mit der Schutzeinrichtung (12) verbunden. Entweder die Aufblasvorrichtung (14) oder die Rückhaltevorrichtung (40) ist bewegbar zwischen einem ersten Zustand, der ein Entlüften von Aufblasströmungsmittel aus der Vorrichtung (10) blockiert, und einem zweiten Zustand, der Aufblasströmungsmittel aus der Vorrichtung entlüftet. Die Vorrichtung (10) umfaßt einen elektrisch erregbaren Mechanismus (80), um entweder die Aufblasvorrichtung (14) oder die Rückhaltevorrichtung (40) für eine Bewegung vom ersten Zustand zum zweiten Zustand freizugeben, um Aufblasströmungsmittel aus der Vorrichtung zu entlüften. Die Vorrichtung (10) umfaßt außerdem elektrische Fahrzeugschaltung (90) einschließlich eines Sensors (92) zum Abfühlen mindestens eines Insassenzustands oder Fahrzeugzustands und eine Steuerung (100), die ansprechend auf den Sensor ist, um den elektrisch erregbaren Mechanismus (80) zu steuern.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Fahrzeuginsassenschutzvor
richtung einschließlich einer aufblasbaren Fahrzeuginsassenschutzeinrich
tung, beispielsweise eines Airbags. Im Einzelnen bezieht sich die Erfindung
auf ein Airbagmodul, in dem Aufblasströmungsmittel selektiv aus dem Modul
entlüftet wird, um die Geschwindigkeit und Kraft des Einsetzens des Airbags
zu steuern.
Es ist bekannt, einen Airbag aufzublasen, um zu helfen, einen Fahrzeugin
sassen im Falle einer plötzlichen Verzögerung zu schützen, wie sie bei
spielsweise bei einem Fahrzeugzusammenstoß auftritt. Der Airbag ist in ei
nem unaufgeblasenen Zustand gelagert, gemeinsam mit einer Aufblasvor
richtung, in einem Gehäuse benachbart zu dem Fahrzeugsitz, in dem der In
sasse sitzt. Die Aufblasvorrichtung liefert bei Betätigung ein großes Volumen
Aufblasströmungsmittel, um den Airbag in eine Position aufzublasen, um zu
helfen, den Fahrzeuginsassen zu schützen.
Unter normalen Umständen wird im wesentlichen alles Aufblasströmungs
mittel aus der Aufblasvorrichtung in den Airbag geleitet, um den Airbag auf
zublasen. Unter einigen Umständen kann es jedoch erwünscht sein, die
Menge von in den Airbag geleitetem Aufblasströmungsmittel zu steuern oder
zu begrenzen. Wenn zum Beispiel der Fahrzeuginsasse kleiner ist als eine
vorbestimmte Größe oder näher am Fahrzeugarmaturenbrett ist als ein vor
bestimmter Abstand, dann kann es erwünscht sein, die Geschwindigkeit und
Kraft zu verringern, mit der sich der Airbag aufbläst. Es ist bekannt, Auf
blasströmungsmittel aus dem Gehäuse eines Airbagmoduls unter solchen
Umständen zu entlüften, so daß weniger Aufblasströmungsmittel in den Air
bag geleitet wird.
Die vorliegende Erfindung ist eine Fahrzeuginsassenschutzvorrichtung, die
eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung mit einem unaufgebla
senen Zustand und einem aufgeblasenen Zustand aufweist zum Helfen beim
Schützen eines Fahrzeuginsassen. Eine Aufblasvorrichtung ist betätigbar,
um Aufblasströmungsmittel zum Aufblasen der aufblasbaren Einrichtung zu
liefern. Eine Rückhaltevorrichtung bzw. ein Halter ist mit der Schutzeinrich
tung verbunden. Entweder die Aufblasvorrichtung oder die Rückhaltevor
richtung ist bewegbar zwischen einem ersten Zustand, der Entlüften des
Aufblasströmungsmittels aus der Vorrichtung blockiert, und einem zweiten
Zustand, der Aufblasströmungsmittel aus der Vorrichtung entlüftet. Die Vor
richtung umfaßt einen elektrisch betätigbaren Mechanismus, um entweder
die Aufblasvorrichtung oder die Rückhaltevorrichtung für eine Bewegung von
dem ersten Zustand zum zweiten Zustand freizugeben, um Aufblasströ
mungsmittel aus der Vorrichtung zu entlüften. Die Vorrichtung umfaßt außer
dem elektrische Fahrzeugschaltung einschließlich eines Sensors zum Ab
fühlen mindestens eines Insassenzustands oder Fahrzeugzustands und eine
Steuerung, die ansprechend auf den Sensor ist, zum Steuern des elektrisch
erregbaren Mechanismus.
Die vorangegangenen und weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung
werden sich für den Fachmann des Gebietes, auf das sich die vorliegende
Erfindung bezieht, beim Lesen der folgenden Beschreibung ergeben, unter
Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen, in denen zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung, teilweise geschnitten, einer Fahrzeug
insassenschutzvorrichtung, die gemäß einem ersten Ausführungsbei
spiel der vorliegenden Erfindung konstruiert ist;
Fig. 2 eine Darstellung ähnlich der Fig. 1, die die Vorrichtung der Fig. 1 in
einem betätigten Zustand zeigt;
Fig. 3 eine Ansicht ähnlich der Fig. 1, die eine Fahrzeuginsassenschutzvor
richtung zeigt, die gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vor
liegenden Erfindung konstruiert ist;
Fig. 4 eine Darstellung ähnlich der Fig. 3, die die Vorrichtung der Fig. 3 in
einem betätigten Zustand zeigt;
Fig. 5 eine Ansicht ähnlich der Fig. 1, die eine Fahrzeuginsassenschutzvor
richtung zeigt, die gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der vor
liegenden Erfindung konstruiert ist;
Fig. 6 eine Darstellung ähnlich der Fig. 5, die die Vorrichtung der Fig. 5 in
einem betätigten Zustand zeigt;
Fig. 7 eine Ansicht eines Freigabemechanismus, der in einer Vorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann; und
Fig. 8 eine Ansicht eines weiteren Freigabemechanismus, der in einer Vor
richtung gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Fahrzeuginsassenschutzvor
richtung, die eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung umfaßt,
beispielsweise einen Airbag. Im Einzelnen bezieht sich die vorliegende Erfin
dung auf ein Airbagmodul, in dem Aufblasströmungsmittel selektiv aus dem
Modul entlüftet wird, um die Geschwindigkeit und Kraft des Einsetzens des
sich aufblasenden Airbags zu steuern.
Repräsentativ für die vorliegende Erfindung stellt Fig. 1 eine Fahrzeuginsas
senschutzvorrichtung 10 dar, die gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung konstruiert ist. Die Vorrichtung 10 umfaßt eine aufblasbare
Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung 12 der allgemein als Airbag bekannten
Bauart. Andere Insassenschutzeinrichtungen, die gemäß der Erfindung ver
wendet werden können, umfassen, zum Beispiel, aufblasbare Kniepolster,
aufblasbare Auskleidungen im Kopfbereich, aufblasbare Seitenvorhänge,
durch Airbags betätigbare Kniepolster und Sitzgurt-Vorspannvorrichtungen.
Die Vorrichtung 10 umfaßt außerdem eine Aufblasvorrichtung 14. Die Auf
blasvorrichtung 14 weist eine Quelle von Aufblasströmungsmittel zum Auf
blasen des Airbags 12 auf. Wie in der Technik bekannt ist, kann die Aufblas
vorrichtung 14 ein zündbares gaserzeugendes Material enthalten, das bei
Zündung schnell ein großes Volumen Gas erzeugt. Die Aufblasvorrichtung 14
kann alternativ eine gespeicherte Menge unter Druck stehenden Auf
blasströmungsmittels enthalten oder eine Kombination von unter Druck ste
hendem Aufblasströmungsmittel und zündbarem Material zum Erhitzen bzw.
Erwärmen des Aufblasströmungsmittels.
Die in den Zeichnungen dargestellte Aufblasvorrichtung 14 hat eine auf einer
Achse 16 zentrierte zylindrische Konfiguration. Die Aufblasvorrichtung 14
könnte eine andere Konfiguration als die in den Zeichnungen dargestellte
zylindrische Konfiguration haben. Die Aufblasvorrichtung 14 hat einen
Hauptkörperteil 20 und einen ringförmigen Befestigungsflansch 22. Der
Hauptkörperteil 20 umfaßt eine Vielzahl von Aufblasströmungsmittelausläs
sen 24, durch die Aufblasströmungsmittel bei Betätigung der Aufblasvorrich
tung 14 geleitet wird.
Die Vorrichtung 10 umfaßt außerdem eine bei 30 schematisch gezeigte Be
festigungsplatte. Die Befestigungsplatte 30 ist eine Struktur, die die Aufblas
vorrichtung 14 und den Airbag 12 auf dem Fahrzeug trägt. In dem darge
stellten Ausführungsbeispiel hat die Befestigungsplatte 30 eine im allgemei
nen kreisförmige Konfiguration. Ein Mittelteil 32 der Befestigungsplatte 30
erstreckt sich um den Hauptkörperteil 20 und Befestigungsflansch 22 der
Aufblasvorrichtung 14 und trägt die Aufblasvorrichtung.
Ein Umfangsteil 34 der Befestigungsplatte 30 erstreckt sich radial nach au
ßen vom Mittelteil 32 und hat eine im allgemeinen planare Konfiguration. Der
Umfangsteil 34 der Befestigungsplatte 30 ist am Fahrzeug in einer nicht ge
zeigten Weise befestigt, und trägt so die Aufblasvorrichtung 14 auf dem
Fahrzeug. Der Umfangsteil 34 der Befestigungsplatte 30 hat mindestens ei
ne, vorzugsweise eine Vielzahl von, Entlüftungsöffnungen 36. Die Entlüf
tungsöffnungen 36 sind radial auswärts vom Hauptkörperteil 20 der Aufblas
vorrichtung 14 gelegen.
Die Vorrichtung 10 umfaßt eine Rückhaltevorrichtung bzw. einen Halter 40,
die auf der Befestigungsplatte 30 getragen ist. Die Rückhaltevorrichtung 40
ist eine Einrichtung, die mit dem Airbag 12 verbunden ist und die den Airbag
in der Vorrichtung 10 zurückhält oder befestigt. Die Rückhaltevorrichtung 40
hat einen Körperteil 42 mit einer ringähnlichen Konfiguration, die sich um den
Hauptkörperteil 20 der Aufblasvorrichtung 24 erstreckt. Der Körperteil 42 der
Rückhaltevorrichtung 40 hat eine ringförmige Innenhauptseitenoberfläche 43,
die zur Befestigungsplatte 30 hin gerichtet ist. Ein Mundteil 44 des Airbags
12 ist am Körperteil 42 der Rückhaltevorrichtung 40 befestigt. Der Mundteil
44 des Airbags 12 definiert eine Aufblasströmungsmittelöffnung 46 des Air
bags zum Aufnehmen von Aufblasströmungsmittel aus der Aufblasvorrich
tung 14.
Die Rückhaltevorrichtung 40 umfaßt eine Struktur zum bewegbaren Verbin
den der Rückhaltevorrichtung mit der Befestigungsplatte 30. In dem darge
stellten Ausführungsbeispiel weist die Struktur zwei Tragpfosten 50 auf, ob
wohl eine unterschiedliche Anzahl von Tragpfosten oder eine unterschiedli
che Art von Struktur vorgesehen sein könnten. Die zwei Tragpfosten 50 in
dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind identisch und sind so mit den
gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
Die Tragpfosten 50 sind diametral entgegengesetzt voneinander um die Ach
se 16 angeordnet. Die Tragpfosten 50 erstrecken sich axial von der Innen
hauptseitenoberfläche 43 des Körperteils 42 der Rückhaltevorrichtung 40.
Jeder der Tragpfosten 50 endet in einem kreisförmigen Anschlag 52. Jeder
der Tragpfosten 50 erstreckt sich durch eine entsprechende Öffnung 54 im
Umfangsteil 34 der Befestigungsplatte 30.
Die Tragpfosten 50 der Rückhaltevorrichtung 40 sind axial in den Öffnungen
54 in der Befestigungsplatte 30 bewegbar. Infolgedessen ist die Rückhalte
vorrichtung 40 für eine Gleitbewegung relativ zur Befestigungsplatte 30 ge
tragen, in einer Richtung parallel zur Achse 16. Da der Mundteil 44 des Air
bags 12 am Körperteil 42 der Rückhaltevorrichtung 40 befestigt ist, ist der
Mundteil des Airbags auch für eine Gleitbewegung relativ zur Befestigungs
platte 30 getragen.
Die Aufblasvorrichtung 14, der Airbag 12 und die Rückhaltevorrichtung 40
sind, in dem dargestellten Ausführungsbeispiel, in einer Abdeckung 60 ein
geschlossen. Die Abdeckung 60 ist vorzugsweise aus Plastik gemacht und
umfaßt eine kreisförmige Seitenwand 62 und eine Oberwand 64. Die Ober
wand 64 hat einen vorbestimmten geschwächten Teil oder eine Reißnaht 66.
Die Oberwand 64 ist an der Seitenwand 62 an vorbestimmten geschwächten
Teilen 67 scharniermäßig befestigt oder angelenkt. Ein Befestigungsflansch
68 der Abdeckung 60 erstreckt sich nach innen von der Seitenwand 62 an
einer von der Oberwand 62 beabstandeten Stelle und ist an der Befesti
gungsplatte 30 befestigt. Die Oberwand 64 und Seitenwand 62 der Abdec
kung 60, gemeinsam mit der Befestigungsplatte 30 und der Aufblasvorrich
tung 14, definieren eine Kammer 70 in der Vorrichtung 10. Die Aufblasströ
mungsmittelauslässe 24 der Aufblasvorrichtung 14 sind in der Kammer 70
gelegen.
Die Vorrichtung 10 umfaßt einen Freigabemechanismus 80 zum Steuern der
Axialbewegung der Rückhaltevorrichtung 40 relativ zur Befestigungsplatte
30. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel umfaßt der Freigabemecha
nismus 80 zwei Solenoide bzw. Elektromagneten, die schematisch bei 82
angezeigt sind, obwohl mehr oder weniger Solenoide vorgesehen sein
könnten oder eine andere Mechanismusbauart vorgesehen sein könnte. Die
Solenoide 82 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind identisch mit
einander.
Jeder der Solenoide 82 umfaßt eine Betätigerstange 84, oder eine ähnliche
Struktur, die sich in eine Richtung senkrecht zur Achse 16 erstreckt. Wenn
der Solenoid 82 in einem unbetätigten Zustand ist, wie in Fig. 1 gezeigt ist,
ist die Betätigerstange 84 in Eingriff mit dem Anschlag 52 eines der Tragpfo
sten 50 der Rückhaltevorrichtung 40. Der Eingriff der Betätigerstange 84 mit
dem Anschlag 52 verhindert, daß sich der Tragpfosten 50 axial in eine erste
Richtung 86 zur Oberwand 64 der Abdeckung 60 hin bewegt, das heißt in
eine Aufwärtsrichtung wie in Fig. 1 gesehen.
Wenn der Freigabemechanismus 80 in dem unbetätigten Zustand ist, be
deckt der Körperteil 42 der Rückhaltevorrichtung 40 die Entlüftungsöffnungen
36 in der Befestigungsplatte 30. Da die zwei Tragpfosten 50 für eine Bewe
gung mit dem Körperteil 42 der Rückhaltevorrichtung 40 festgelegt bzw. fi
xiert sind, wird der Körperteil der Rückhaltevorrichtung gegenüber einer Be
wegung in die Richtung 86 blockiert, wenn der Freigabemechanismus 80 in
dem unbetätigten Zustand ist. Da der Mundteil 44 des Airbags 12 für eine
Bewegung mit dem Körperteil 42 der Rückhaltevorrichtung 40 fixiert ist, wird
der Mundteil des Airbags ebenfalls gegenüber einer Bewegung in die Rich
tung 86 blockiert.
Die Vorrichtung 10 umfaßt eine schematisch bei 90 (Fig. 1) gezeigte elektri
sche Fahrzeugschaltung. Die elektrische Fahrzeugschaltung 90 steuert den
Betrieb der Aufblasvorrichtung 14 und des Freigabemechanismus 80. Die
elektrische Fahrzeugschaltung 90 umfaßt eine Leistungsquelle 92, die vor
zugsweise die Fahrzeugbatterie und/oder ein Kondensator ist, und einen
normalerweise offenen Schalter 94. Der Schalter 94 ist Teil eines Zusam
menstoßsensors 96, der einen Zustand abfühlt, der das Auftreten eines
Fahrzeugzusammenstoßes anzeigt. Der zusammenstoßanzeigende Zustand
kann, zum Beispiel, plötzliche Fahrzeugverzögerung verursacht durch einen
Zusammenstoß aufweisen. Die elektrische Fahrzeugschaltung 90 umfaßt des
weiteren eine Steuerung, oder ein Steuermodul, 100 zum Steuern des Be
triebs der elektrischen Fahrzeugschaltung 90 und eine Sensoranordnung
102.
Die Sensoranordnung 102 umfaßt einen oder mehrere Sensoren, die ein
oder mehrere Steuersignale erzeugen, die nützlich bzw. hilfreich sind beim
Bestimmen, ob der Airbag 12 mit der Maximalgeschwindigkeit und -kraft auf
geblasen werden soll, wenn ein Fahrzeugzusammenstoß abgefühlt wird. Zum
Beispiel kann die Sensoranordnung 102 einen Insassenpositionssensor um
fassen, der ein Steuersignal erzeugt, das anzeigend für die Position eines
Fahrzeuginsassen im Inneren eines Fahrzeugs ist. Die Sensoranordnung 102
kann auch einen Schnallen- bzw. Verschlußschalter zum Erzeugen eines
Steuersignals umfassen, das anzeigend für einen geschlossenen bzw. ange
schnallten oder ungeschlossenen bzw. unangeschnallten Zustand einer Sitz
verschlußanordnung des Fahrzeugs ist. Die Sensoranordnung 102 kann
auch einen Sensor umfassen, der die Anwesenheit eines rückwärts gerich
teten Kindersitzes abfühlt, einen Gewichtssensor, einen Gurtspannungssen
sor, einen Insassengrößesensor, einen Modultemperatursensor oder einen
Zusammenstoßschweresensor.
Wenn ein vom Zusammenstoßsensor 96 abgefühlter zusammenstoßanzei
gender Zustand über einem vorbestimmten Schwellenwert ist, zeigt er das
Auftreten eines Zusammenstoßes an, bei dem ein Aufblasen des Airbags 12
erwünscht ist, um zu helfen, den Insassen des Fahrzeugs zu schützen. Der
Schalter 94 im Zusammenstoßsensor 96 schließt sich, und das Steuermodul
100 überträgt bzw. sendet ein Betätigungssignal an die Aufblasvorrichtung
14 über Leitungsdrähte 107. Wenn die Aufblasvorrichtung 14 betätigt ist, gibt
sie ein großes Volumen Aufblasströmungsmittel in die Kammer 70 ab.
Das Aufblasströmungsmittel strömt in die Aufblasströmungsmittelöffnung 46
des Airbags 12. Das Aufblasströmungsmittel beginnt, den Airbag 12 aufzu
blasen, welcher sich schnell und kraftvoll nach außen gegen die Oberwand
64 der Abdeckung 60 bewegt. Die Abdeckung 60 öffnet sich, und der Airbag
12 bläst sich in eine Position auf, um zu helfen, den Fahrzeuginsassen zu
schützen, wie in Fig. 2 gezeigt ist.
Bei einem solchen Auftreten eines Zustands, der die Betätigung der Aufblas
vorrichtung 14 erfordert, empfängt das Steuermodul 100 die Steuersignale
von der Sensoranordnung 102. Das Steuermodul 100 bestimmt, auf der Ba
sis dieser Signale, ob es wünschenswert ist, den Freigabemechanismus 80
zu betätigen. Diese Bestimmung, wie auch die Betätigung des Freigabeme
chanismus 80 selbst, können vor der Betätigung der Aufblasvorrichtung 14
durchgeführt werden, oder zur gleichen Zeit wie die Betätigung der Aufblas
vorrichtung oder nach der Betätigung der Aufblasvorrichtung.
Die Steuersignale von der Sensoranordnung 102 können einen Zustand an
zeigen, bei dem es wünschenswert ist, daß der Airbag 12 mit Maximalkraft
und -geschwindigkeit aufgeblasen wird. Wenn das Steuermodul 100 Signale
empfängt, die einen solchen Zustand anzeigen, bestimmt das Steuermodul,
daß der Freigabemechanismus 80 in dem unbetätigten Zustand bleiben
sollte. Die Solenoide 82 werden nicht durch das Steuermodul 80 erregt. Die
Betätigerstangen 84 bleiben in Eingriff mit den Anschlägen 52 der Tragpfo
sten 50. Die Rückhaltevorrichtung 40 wird nicht für eine Bewegung weg von
der Befestigungsplatte 30 freigegeben. Die Entlüftungsöffnungen 36 in der
Befestigungsplatte 30 bleiben durch den Körperteil 42 der Rückhaltevorrich
tung 40 bedeckt. Infolgedessen wird alles Aufblasströmungsmittel aus der
Aufblasvorrichtung 14 in die Aufblasströmungsmittelöffnung 46 des Airbags
12 geleitet, und der Airbag bläst sich mit Maximalgeschwindigkeit und -kraft
auf.
Andererseits können ein oder mehrere der Steuersignale vom Sensormecha
nismus 102 einen Zustand anzeigen, bei dem es wünschenswert ist, den Air
bag 12 nicht mit Maximalgeschwindigkeit und -kraft aufzublasen. Wenn das
Steuermodul 100 ein für einen solchen Zustand anzeigendes Signal emp
fängt, bestimmt das Steuermodul, daß der Freigabemechanismus 80 betätigt
werden sollte. Ein Steuersignal wird vom Steuermodul 100 übertragen, durch
Leitungsdrähte 108, an die Solenoide 82 des Freigabemechanismus 80. Die
Solenoide 82 werden elektrisch erregt und bewirken, daß sich die Stangen
84 von der in Fig. 1 gezeigten unbetätigten Position zu einer in Fig. 2 ge
zeigten zweiten oder betätigten Position bewegen.
Wenn sich die Betätigerstangen 84 von der ersten Position in die zweite Po
sition bewegen, bewegen sich die Betätigerstangen aus dem Eingriff mit den
Anschlägen 52 der Tragpfosten 50. Die Rückhaltevorrichtung 40 wird für eine
Bewegung weg von der Befestigungsplatte 30 freigegeben. Die Kraft des sich
aufblasenden Airbags 12, der sich weg von der Befestigungsplatte 30 be
wegt, wirkt durch den Mundteil 44 des Airbags 12 und zieht die Rückhaltevor
richtung 40 weg von der Befestigungsplatte 30. Der Körperteil 42 der Rück
haltevorrichtung 40 bewegt sich weg von den Entlüftungsöffnungen 36 in der
Befestigungsplatte 30 und deckt sie ab.
Das Auf- bzw. Abdecken der Entlüftungsöffnungen 36 ermöglicht, daß Auf
blasströmungsmittel aus der Aufblasvorrichtung 14 aus dem Airbag 12 und
der Kammer 70 durch die Entlüftungsöffnungen strömt, wie durch die Pfeile
104 angezeigt ist. Aufblasströmungsmittel aus der Aufblasvorrichtung kann
auch durch den Raum zwischen der Befestigungsplatte 30 und der Rückhal
tevorrichtung 40 strömen, wie durch die Pfeile 106 angezeigt ist.
Das Aufblasströmungsmittel, das aus der Kammer 70 durch die Entlüf
tungsöffnungen 36, und durch den Raum zwischen der Befestigungsplatte 30
und der Rückhaltevorrichtung 40, strömt, strömt nicht in den Airbag 12, um
den Airbag aufzublasen. Infolgedessen wird die Menge Aufblasströmungs
mittel, die in den Airbag 12 strömt, oder der Druck des Aufblasströmungs
mittels, verringert verglichen mit der Menge oder dem Druck des Auf
blasströmungsmittels, das in den Airbag strömt, wenn der Freigabemecha
nismus 80 unbetätigt bleibt. Diese Veränderung im Strömen des Auf
blasströmungsmittels kann helfen, die Geschwindigkeit und Kraft des Einset
zens des Airbags 12 zu verringern oder zu steuern.
Die Vorrichtung 10 kann eine Struktur umfassen, um zu helfen, die Rückhal
tevorrichtung 40 weg von der Befestigungsplatte 30 zu bewegen, wenn der
Freigabemechanismus 80 betätigt wird. Zum Beispiel kann die Vorrichtung
10 eine oder mehrere Federn umfassen, die zwischen der Rückhaltevorrich
tung und der Befestigungsplatte 30 gelegen sind, wie schematisch bei 109
(Fig. 2) gezeigt ist. Die Federn 109 können helfen, die Rückhaltevorrichtung
40 weg von der Befestigungsplatte 30 zu bewegen, wenn der Freigabeme
chanismus 80 betätigt wird.
Fig. 3 und 4 stellen eine Fahrzeuginsassenschutzvorrichtung 10a dar, die
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung konstruiert ist.
Viele Teile der Vorrichtung 10a sind in ihrer Konstruktion ähnlich Teilen der
Vorrichtung 10 (Fig. 1-2). Teile der Vorrichtung 10a, die die gleichen sind
wie, oder ähnlich zu, Teilen der Vorrichtung 10, sind mit den gleichen Be
zugszeichen bezeichnet, wobei der Index "a" angefügt ist.
In der Vorrichtung 10a ist die Rückhaltevorrichtung 40a in ihrer Position auf
der Befestigungsplatte 30a fixiert. Die Befestigungsplatte 30a hat einen Un
terteil 110, der unterhalb der Aufblasvorrichtung 14a hervorsteht, das heißt,
in eine Richtung weg vom Airbag 12a. Die Befestigungsplatte 30a und die
Abdeckung 60a definieren eine Kammer 70a, innerhalb der die Aufblasvor
richtung 14a und der Airbag 12a gelegen sind. Der Unterteil 110 der Befesti
gungsplatte 14a hat eine kreisförmige Anordnung von Entlüftungsöffnungen
112. Die Aufblasvorrichtung 14a ist in einem Oberteil 114 der Befestigungs
platte 14a gelegen und ist selektiv bewegbar, wie unten beschrieben ist, von
einem Oberteil der Befestigungsplatte zum Unterteil 110.
Die Vorrichtung 10a umfaßt einen Freigabemechanismus 80a zum Steuern
der Axialbewegung der Aufblasvorrichtung 14a relativ zur Befestigungsplatte
30a. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel umfaßt der Freigabemecha
nismus 80 zwei schematisch bei 82a gezeigte Solenoide. Zusätzliche So
lenoide oder nur ein Solenoid können vorgesehen sein.
Jeder Solenoid 82a umfaßt eine Betätigerstange 84a, oder eine ähnliche
Struktur, die sich in eine Richtung senkrecht zur Achse 16a erstreckt. Wenn
der Solenoid 82a in einem ersten oder unbetätigten Zustand ist, wie in Fig. 3
gezeigt ist, ist die Betätigerstange 84a in Eingriff mit einem Teil der Aufblas
vorrichtung 14a, in diesem Fall dem Befestigungsflansch 22a. Der Eingriff
der Betätigerstange 84a mit der Aufblasvorrichtung 14a verhindert, daß sich
die Aufblasvorrichtung axial in eine zweite Richtung 116 bewegt, weg von der
Oberwand 64a der Abdeckung 60a und zum Unterteil 110 der Befestigungs
platte 30 hin, das heißt in einer Abwärtsrichtung, wie in Fig. 3 gesehen.
Wenn der Freigabemechanismus 80a in dem unbetätigten Zustand ist, ist die
Aufblasvorrichtung 14a in anstoßendem Eingriff mit dem Oberteil 114 der
Befestigungsplatte 30. Die Aufblasströmungsmittelauslässe 24a der Aufblas
vorrichtung 14a sind innerhalb des Mundteils 44a des Airbags 12a gelegen.
Die Vorrichtung 10a umfaßt elektrische Fahrzeugschaltung zum Betätigen
der Aufblasvorrichtung und des Freigabemechanismus, die die elektrische
Fahrzeugschaltung 90 sein kann. Wenn die Aufblasvorrichtung 14a betätigt
wird und die elektrische Fahrzeugschaltung 90 bestimmt, daß der Freigabe
mechanismus 80a nicht betätigt werden sollte, werden die Solenoide 82a
nicht elektrisch erregt. Die Betätigerstangen 84a bleiben in Eingriff mit dem
Befestigungsflansch 22a der Aufblasvorrichtung 14a. Die Aufblasvorrichtung
bleibt in der in Fig. 3 gezeigten unbetätigten Position. Alles Aufblasströ
mungsmittel 14a aus der Aufblasvorrichtung 14a strömt in den Mundteil 44a
des Airbags 12a, um den Airbag aufzublasen.
Wenn die Aufblasvorrichtung 14a betätigt wird, und die elektrische Fahr
zeugschaltung 90, in einer wie oben mit Bezug auf die Fig. 1 und 2 beschrie
benen Weise, bestimmt, daß der Freigabemechanismus 80a betätigt werden
sollte, werden die Solenoide 82a elektrisch erregt. Die Betätigerstangen 84a
bewegen sich von dem in Fig. 3 gezeigten unbetätigten Zustand zu einem in
Fig. 4 gezeigten zweiten, oder betätigten, Zustand.
Wenn sich die Betätigerstangen 84a von der ersten Position zu der zweiten
Position bewegen, bewegen sich die Betätigerstangen aus dem Eingriff mit
dem Befestigungsflansch 22a der Aufblasvorrichtung 14a. Die Aufblasvor
richtung 14a wird für eine Bewegung weg vom Airbag 12a freigegeben. Die
Aufblasvorrichtung 14a bewegt sich vom Oberteil 114 der Befestigungsplatte
30a in den Unterteil 110 der Befestigungsplatte, wie in Fig. 4 gezeigt ist. Die
Bewegungskraft für diese Bewegung kann von der Erhöhung des Strö
mungsmitteldrucks in der Kammer 70a über der Aufblasvorrichtung 14a
kommen, von der Schwerkraft, vom Zusammenstoßmoment oder von einer
oder mehreren Federn.
Wenn sich die Aufblasvorrichtung 14a in die in Fig. 4 gezeigte Position be
wegt, wird Strömungsmittelverbindung zwischen den Aufblasströmungsmit
telauslässen 24a der Aufblasvorrichtung und den Entlüftungsöffnungen 112
in der Befestigungsplatte 30a hergestellt. Dies ermöglicht es Aufblasströ
mungsmittel aus der Aufblasvorrichtung 14a aus der Kammer 70a durch die
Entlüftungsöffnungen 112 zu strömen, wie durch die Pfeile 118 (Fig. 4) an
gezeigt ist. Das Aufblasströmungsmittel, das aus der Kammer 70a durch die
Entlüftungsöffnungen 112 strömt, strömt nicht in den Airbag 12a, um den
Airbag aufzublasen. Infolgedessen wird die Menge in den Airbag 12a strö
menden Aufblasströmungsmittels, oder der Druck des Aufblasströmungsmit
tels, verringert verglichen mit der Menge oder dem Druck des Aufblasströ
mungsmittels, das in den Airbag strömt, wenn der Freigabemechanismus 80a
unbetätigt bleibt. Diese Veränderung im Strömen des Aufblasströmungsmit
tels kann helfen, die Geschwindigkeit und Kraft des Einsetzens des Airbags
12a zu verringern oder zu steuern.
Fig. 5 und 6 stellen eine Fahrzeuginsassenschutzvorrichtung 10b dar, die
gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung konstruiert ist. Viele
Teile der Vorrichtung 10b sind in ihrer Konstruktion ähnlich Teilen der Vor
richtung 10 (Fig. 1-2). Teile der Vorrichtung 10b, die die gleichen sind, oder
ähnlich sind zu Teilen der Vorrichtung 10, sind mit den gleichen Bezugszei
chen bezeichnet, wobei der Index "b" angefügt ist.
In der Vorrichtung 10b ist eine Rückhaltevorrichtung 40b scharniermäßig auf
einer Befestigungsplatte 30b befestigt bzw. angelenkt. Genau gesagt ist ein
Seitenteil 120 der Rückhaltevorrichtung 40b durch ein Scharnier bzw. Gelenk
122 mit der Befestigungsplatte 30b verbunden. Der entgegengesetzte Sei
tenteil 124 der Rückhaltevorrichtung 40b ist relativ zur Befestigungsplatte
30b bewegbar.
Eine Feder 126 wirkt zwischen der Befestigungsplatte 30b und dem beweg
baren Teil 124 der Rückhaltevorrichtung 40b. Die Feder 126 drückt den be
wegbaren Teil 124 der Rückhaltevorrichtung 40b weg von der Befestigungs
platte 30b.
Die Vorrichtung 10b umfaßt einen Freigabemechanismus 130, der den be
wegbaren Teil 124 der Rückhaltevorrichtung 40b lösbar an der Befestigungs
platte 30b befestigt. Unterschiedliche Bauarten von Freigabemechanismen
könnten verwendet werden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel umfaßt
der Freigabemechanismus 130 einen Permanent- bzw. Dauermagneten 132
und einen Elektromagneten 134.
Der Dauermagnet 132 erzeugt eine Magnetkraft, die normalerweise den be
wegbaren Teil 124 der Rückhaltevorrichtung 40b in Eingriff mit der Befesti
gungsplatte 30b hält. Der Elektromagnet 134 ist benachbart zum Dauerma
gneten 132 gelegen. Der Elektromagnet 134 ist elektrisch erregbar, um eine
Magnetkraft zu erzeugen, die gegen die durch den Dauermagneten 132 an
gelegte Magnetkraft wirkt. Der Elektromagnet 134 ist durch Leitungsdrähte
136 mit der Steuerung (nicht gezeigt) für die Vorrichtung 10b verbunden.
Wenn die Rückhaltevorrichtung 40b in der in Fig. 5 gezeigten Position ist,
und die Aufblasvorrichtung 14b betätigt wird, strömt alles Aufblasströ
mungsmittel aus der Aufblasvorrichtung in den Airbag 12b. Der Airbag 12b
wird mit Maximalgeschwindigkeit und -kraft aufgeblasen.
Wenn der Freigabemechanismus 130 betätigt wird, um eine Entlüftung von
Aufblasströmungsmittel zu bewirken, wird der Elektromagnet 134 erregt. Der
Elektromagnet 134 erzeugt eine Magnetkraft, die gegen die durch den Dau
ermagneten 132 angelegte Magnetkraft wirkt. Die Magnetkraft des Dauerma
gneten 132, die gegen die Vorspannkraft der Feder 126 wirkt, wird überwun
den, und die Vorspannkraft der Feder bewegt den Seitenteil 124 der Rück
haltevorrichtung 40b weg von der Befestigungsplatte 30b. Aufblasströ
mungsmittel kann aus der Vorrichtung 10b entlüften, entweder durch Öffnun
gen in der Befestigungsplatte 30b oder zwischen der Befestigungsplatte 30b
und der Rückhaltevorrichtung 40b.
Fig. 7 stellt einen Teil eines alternativen Freigabemechanismus 140 dar, der
in einer gemäß der Erfindung konstruierten Fahrzeuginsassenschutzvorrich
tung verwendet werden kann. Als Teil des Freigabemechanismus 140 haben
eine Rückhaltevorrichtung 142 und eine Befestigungsplatte 144 ausgerich
tete Befestigeröffnungen 146 bzw. 148. Ein Sprengbolzen 150 erstreckt sich
durch die Befestigeröffnungen 146 und 148. Der Sprengbolzen 150 befestigt
die Rückhaltevorrichtung 142 an der Befestigungsplatte 144.
Wenn der Freigabemechanismus 140 durch ein elektrisches Signal über
Leitungsdrähte 152 betätigt wird, bricht der Sprengbolzen 150. Infolgedessen
befestigt der Bolzen 150 die Rückhaltevorrichtung 142 nicht länger an der
Befestigungsplatte 144. Die Rückhaltevorrichtung 142 ist frei, sich weg von
der Befestigungsplatte 144 zu bewegen, unter dem Einfluß einer Feder (nicht
gezeigt), oder unter dem Einfluß der Kraft eines sich aufblasenden Airbags.
Die Bewegung der Rückhaltevorrichtung 142 ermöglicht, daß zumindest eini
ges Aufblasströmungsmittel aus der Vorrichtung entlüftet wird statt in den
Airbag geleitet zu werden.
Fig. 8 stellt einen Teil eines alternativen Freigabemechanismus 160 dar, der
in einer gemäß der Erfindung konstruierten Fahrzeuginsassenschutzvorrich
tung verwendet werden kann. Der Freigabemechanismus 160 ist in seiner
Konstruktion ähnlich dem Freigabemechanismus 140 (Fig. 7) mit der Aus
nahme, daß der Freigabemechanismus 160 ein Explosionsniet 162 statt ei
nes Sprengbolzens 150 verwendet. Der Explosionsniet 160 befestigt die
Rückhaltevorrichtung 142 an der Befestigungsplatte 144.
Wenn der Freigabemechanismus 160 durch ein elektrisches Signal über
Leitungsdrähte 164 betätigt wird, bricht der Explosionsniet 162. Infolgedes
sen befestigt der Niet 162 die Rückhaltevorrichtung 142 nicht länger an der
Befestigungsplatte 144. Die Rückhaltevorrichtung 142 ist frei, sich weg von
der Befestigungsplatte 144 zu bewegen, unter dem Einfluß einer Feder (nicht
gezeigt) oder unter dem Einfluß der Kraft eines sich aufblasenden Airbags.
Die Bewegung der Rückhaltevorrichtung 142 ermöglicht, daß zumindest eini
ges Aufblasströmungsmittel aus der Vorrichtung entlüftet wird statt in den
Airbag geleitet zu werden.
Aus der obigen Beschreibung der Erfindung werden Fachleute Verbesserun
gen, Veränderungen und Modifikationen in der Erfindung entnehmen. Solche
Verbesserungen, Veränderungen und Modifikationen innerhalb des Fach
könnens sollen von den angefügten Ansprüchen abgedeckt werden.
Claims (13)
1. Eine Fahrzeuginsassenschutzvorrichtung, die folgendes aufweist:
eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung mit einem un aufgeblasenen Zustand und einem aufgeblasenen Zustand zum Helfen beim Schützen eines Fahrzeuginsassen;
eine Aufblasvorrichtung, die betätigbar ist, um Aufblasströmungsmittel zum Aufblasen der aufblasbaren Einrichtung zu liefern;
eine mit der Schutzeinrichtung verbundene Rückhaltevorrichtung;
wobei entweder die Aufblasvorrichtung oder die Rückhaltevorrichtung bewegbar zwischen einem ersten Zustand ist, der ein Entlüften von Aufblasströmungsmittel aus der Vorrichtung blockiert, und einem zweiten Zustand, der Aufblasströmungsmittel aus der Vorrichtung ent lüftet;
einen elektrisch erregbaren Mechanismus, um entweder die Aufblas vorrichtung oder die Rückhaltevorrichtung für eine Bewegung vom er sten Zustand zum zweiten Zustand freizugeben, um Aufblasströ mungsmittel aus der Vorrichtung zu entlüften; und
elektrische Fahrzeugschaltung einschließlich eines Sensors zum Ab fühlen mindestens eines Insassenzustands oder Fahrzeugzustands und einer Steuerung, die ansprechend auf den Sensor ist, um den elektrisch erregbaren Mechanismus zu steuern.
eine aufblasbare Fahrzeuginsassenschutzeinrichtung mit einem un aufgeblasenen Zustand und einem aufgeblasenen Zustand zum Helfen beim Schützen eines Fahrzeuginsassen;
eine Aufblasvorrichtung, die betätigbar ist, um Aufblasströmungsmittel zum Aufblasen der aufblasbaren Einrichtung zu liefern;
eine mit der Schutzeinrichtung verbundene Rückhaltevorrichtung;
wobei entweder die Aufblasvorrichtung oder die Rückhaltevorrichtung bewegbar zwischen einem ersten Zustand ist, der ein Entlüften von Aufblasströmungsmittel aus der Vorrichtung blockiert, und einem zweiten Zustand, der Aufblasströmungsmittel aus der Vorrichtung ent lüftet;
einen elektrisch erregbaren Mechanismus, um entweder die Aufblas vorrichtung oder die Rückhaltevorrichtung für eine Bewegung vom er sten Zustand zum zweiten Zustand freizugeben, um Aufblasströ mungsmittel aus der Vorrichtung zu entlüften; und
elektrische Fahrzeugschaltung einschließlich eines Sensors zum Ab fühlen mindestens eines Insassenzustands oder Fahrzeugzustands und einer Steuerung, die ansprechend auf den Sensor ist, um den elektrisch erregbaren Mechanismus zu steuern.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei entweder die Aufblasvorrichtung
oder die Rückhaltevorrichtung, die bewegbar ist, die Rückhaltevor
richtung ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Rückhaltevorrichtung Trag
teile hat, zwischen denen Aufblasströmungsmittel strömen kann, wenn
die Rückhaltevorrichtung in dem zweiten Zustand ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Rückhaltevorrichtung für eine
Bewegung zwischen den ersten und zweiten Zuständen getragen ist
ansprechend auf eine Kraft, die durch die Schutzeinrichtung an die
Rückhaltevorrichtung angelegt wird, wenn die Schutzeinrichtung sich
aufbläst.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei entweder die Aufblasvorrichtung
oder die Rückhaltevorrichtung, die bewegbar ist, die Aufblasvorrich
tung ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Freigabemechanismus einen
Solenoiden bzw. Elektromagneten aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei entweder die Aufblasvorrichtung
oder die Rückhaltevorrichtung für eine Bewegung zwischen den ersten
und zweiten Zuständen getragen ist ansprechend auf durch eine Feder
angelegte Kraft.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, die eine Befestigungsplatte aufweist,
wobei die Aufblasvorrichtung und die Rückhaltevorrichtung auf der
Befestigungsplatte getragen sind, wobei entweder die Aufblasvorrich
tung oder die Rückhaltevorrichtung relativ zur Befestigungsplatte zwi
schen dem ersten Zustand und dem zweiten Zustand bewegbar sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Befestigungsplatte eine Ent
lüftungsöffnung zum Entlüften von Aufblasströmungsmittel hat, wenn
entweder die Aufblasvorrichtung oder die Rückhaltevorrichtung in dem
zweiten Zustand ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der mindestens eine Sensor ein
Insassenpositionssensor oder ein Verschlußschalter oder ein Sensor
ist, der die Anwesenheit eines rückwärts gerichteten Kindersitzes ab
fühlt, oder ein Gewichtssensor oder ein Gurtspannungssensor oder ein
Insassengrößesensor oder ein Modultemperatursensor oder ein Zu
sammenstoßschweresensor.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Freigabemechanismus einen
Sprengbolzen aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Freigabemechanismus einen
Explosionsniet aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Freigabemechanismus einen
Magnetfangmechanismus aufweist.
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