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DE102009008409A1 - Schmuckstück mit schwenkbaren Teilen - Google Patents

Schmuckstück mit schwenkbaren Teilen Download PDF

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DE102009008409A1
DE102009008409A1 DE102009008409A DE102009008409A DE102009008409A1 DE 102009008409 A1 DE102009008409 A1 DE 102009008409A1 DE 102009008409 A DE102009008409 A DE 102009008409A DE 102009008409 A DE102009008409 A DE 102009008409A DE 102009008409 A1 DE102009008409 A1 DE 102009008409A1
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jewelery
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DE102009008409A
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English (en)
Inventor
Jörg Heinz
Martin Heinz
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Joerg Heinz GmbH and Co KG
Original Assignee
Joerg Heinz GmbH and Co KG
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Publication date
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Priority to EP09808984.0A priority patent/EP2381811B1/de
Priority to PCT/DE2009/001813 priority patent/WO2010072215A1/de
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Schmuckstück mit einem Innenteil und wenigstens zwei darum gegeneinander schwenkbaren Außenteilen. Hierbei ist vorgesehen, dass ein multistabiles Schwenklagenstabilisierungsmittel, bevorzugt zwischen Innen- und Außenteilen, angeordnet ist, um die Außenteile in mehr als einer Schwenklage zu stabilisieren.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft das oberbegrifflich Beanspruchte und befasst demgemäß mit Schmuckstücken.
  • Schmuckstücke von besonderem Wert erfordern nicht nur die Verwendung teuerer Materialien, sondern sollen auch in ästhetisch ansprechender Weise verarbeitet sein. Es ist hierbei wünschenswert, eine hochwertige Verarbeitung auch durch die Möglichkeit, Teile des Schmuckstückes gegeneinander zu bewegen, demonstrieren zu können. Dies erfordert jedoch, dass die Verarbeitung hinreichend robust ist und durch die Bewegung keine Schäden verursacht werden können. Dies erfordert auch bei filigranen Schmuckstücken eine hinreichend robuste und dauerhafte Mechanik.
  • Wenn mehrteilige Schmuckstücke verwendet werden, ist es wünschenswert, die Beweglichkeit nutzen zu können, um dem Schmuckstück ein abhängig von der Relativlage der beweglichen Teile zueinander jeweils unterschiedliches Aussehen zu verleihen.
  • Es ist bekannt, Schmuckstücke mit gegeneinander schwenkbaren Elementen, wie beispielsweise bei einem Medaillon mit Deckel, vorzusehen. Dabei ist auch bekannt, einen Deckel aufspringen zu lassen, wenn ein Verschluss entriegelt wird.
  • Wenn ein solches Schmuckstück entriegelt wird, liegt das Innere jedoch offen und das Schmuckstück kann in dieser Form im Regelfall nicht getragen werden, ohne dass die Gefahr von Beschädigung besteht.
  • Es ist wünschenswert, eine Möglichkeit zu schaffen, ein mit gegeneinander schwenkbaren Teilen versehenes Schmuckstück so auszubilden, dass es problemfrei getragen werden kann und insbesondere nicht die Gefahr eines durch unkontrollierte Bewegung bedingten Verlusts oder einer Zerstörung gegeben ist oder ein unästhetisches Aussehen erhalten wird.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Neues für die gewerbliche Anwendung bereitzustellen.
  • Die Lösung dieser Aufgabe wird in unabhängiger Form beansprucht.
  • Die vorliegende Erfindung schlägt somit in einem ersten Grundgedanken ein Schmuckstück mit einem Innenteil und wenigstens zwei darum gegeneinander schwenkbaren Außenteilen vor, wobei vorgesehen ist, dass – bevorzugt zwischen Innen- und Außenteil – ein Mittel angeordnet ist, um die Außenteile in mehr als einer Schwenklage zu stabilisieren.
  • Wenn, was möglich und in einer Ausführung bevorzugt ist, ein Federmittel verwendet wird, welches mindestens zwei stabile, typisch minimal komprimierte Lagen einnehmen kann, wird erreicht, dass die Außenteile in diesen Federmittel-Lagen in ihrer Schwenkposition stabilisiert sind. Damit wird eine unerwünschte Hin- und Herbewegung der Außenteile vermieden; statt dessen wird ein Hin- und Herklappen erreicht.
  • Indem das multistabile Federmittel hinreichend starr gemacht wird, das heißt die Steife der Feder geeignet bestimmt wird, kann die Stabilisierung der Außenteile in der Schwenklage so gewählt werden, dass ein ungewolltes Verschwenken vermieden wird, die Außenteile sich aber noch gut verstellen lassen. Damit ist ohne weiteres eine Sicherheit bei der Benutzung gegeben.
  • Die Außenteile werden typisch paarweise aufeinanderzuweisende Randkanten besitzen, mit welchen sie in den stabilen Schwenklagen aneinander anliegen. Auf diese Weise kann ein Innenteilbereich vollständig durch die Außenteile abgedeckt werden. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn das Innenteil so gestaltet ist, dass eine besonders kostbare, etwa schmucksteinbesetzte Seite und eine schlichter gestaltete Seite gezeigt werden kann. Das Schmuckstück kann dadurch auch für unterschiedliche Gelegenheiten ohne weiteres angepasst werden. Bevorzugt ist daher weiter, wenn die Außenteile in mehr als einer stabilen Schwenkposition Randkanten besitzen, die aneinander anliegen.
  • Bei der Verwendung von nur zwei Außenteilen werden die Außenteile bevorzugt in zwei stabilen Schwenkpositionen aneinander anliegen. Dies ermöglicht es, einen von zwei möglichen Bereichen des Innenteils für die Aufsicht freizugeben. Das Außenteil kann dabei, was bevorzugt ist, mehr als ein Viertel der Oberfläche des Innenteils überdecken. Bevorzugt entspricht das Innenteil zumindest in jenen Bereichen, die in einer der Schwenkpositionen freiliegen, einem Rotationskörper und wird in der Rotationskörperkontur der Außenkantenkontur des beziehungsweise der schwenkbaren Außenteile entsprechen. Damit kann die Randkante des Außenteils dicht über die Oberfläche des Innenteils geführt werden und so ein Dazwischeneindringen von Fremdgegenständen vermieden werden.
  • Das Schmuckstück kann bevorzugt an einer Kette oder dergleichen befestigt werden und insbesondere ein Kettenschloss sein. Dies ist eine besonders bevorzugte Variante der Erfindung. Hier bietet sich der erhebliche Vorteil, dass stabile und sichere Kettenverschlüsse wie die Bajonettverschlüsse aus dem Haus der Anmelderin, vergleiche beispielsweise DE 197 41 406 A1 , De-Gbm 76 01 893 , DE 199 56 140 A1 oder DE 103 27 087 A1 , verwendet werden können.
  • Ermöglicht wird dies insbesondere dadurch, dass das Außenteil eine Aufnahme zur Schmuckstückbefestigung aufweist und das Innenteil gegenüberliegend der Aufnahme ausgenommen, beispielsweise durchbrochen oder eingetieft, ist. Die Eintiefung wird dabei typisch groß genug sein, um bei achsferner Anordnung der Kettenverschlusselemente ein vollständiges Schwenken des Außenteils zu ermöglichen; alternativ wäre denkbar, die Aufnahme nur so groß zu gestalten, dass ein gewollter An schlag definiert wird. Die beschriebene Ausbildung mit einer in den Innenteilbereich eindringenden Aufnahme, erlaubt es, sehr robuste und sichere Ankoppelmechanismen an Ketten und dergleichen zu schaffen. Es sei im übrigen erwähnt, dass alternativ und/oder zusätzlich eine Aufnahme zur Schmuckstückbefestigung auch an der Achse möglich wäre.
  • Das Innenteil kann in allen stabilen Schwenkpositionen wenigstens einen offenliegenden Bereich aufweisen, wobei diese jeweils offenliegenden Bereiche, wie aus dem Vorstehenden bereits ersichtlich, von stabiler Schwenkposition zu stabiler Schwenkposition bevorzugt völlig disjunkt sein werden, wobei im übrigen ihre Gestaltung ebenfalls jeweils völlig unterschiedlich sein kann.
  • Zugleich wird wenigstens ein Bereich, bevorzugt werden wenigstens zwei diametral gegenüberliegende Bereiche dauerhaft von den Außenteilen verdeckt bleiben. Dies gewährleistet, dass die Federmechanik und dergleichen nicht sichtbar oder zugänglich wird. Die Federmittel können dabei wie bevorzugt zwischen den Außenteilen, das heißt zwischen Hülle und Innenteil, aufgenommen werden, wozu Aussparungen beziehungsweise Ausnehmungen oder Durchbrüche vorgesehen sein können, und zwar wahlweise im Innenteil, in wenigstens einem der Außenteile oder in beiden.
  • Die Außenteile sind bevorzugt mit einer Verbindungsachse versehen, die auch durch das Innenteil dringt und sich bevorzugt bis zur diametral gegenüberliegenden Seite erstreckt. Dies vereinfacht den mechanischen Aufbau bei gleichzeitiger mechanischer Stabilisierung des Schmuckstücks. Alternativ kann eine Bajonettsteckerbuchse oder ähnliches als Achse dienen.
  • Die Federmittel können aus gekrümmten Federblechen oder dergleichen gebildet sein. Diese können sich an am Innen- und/oder am Außenteil vorgesehenen Ansätzen oder dergleichen abstützen. Dazu kann das gekrümmte beziehungsweise gebogene Federblech entsprechende Ansätze aufweisen.
  • Die Innen- beziehungsweise Außenteile können im Bereich der Federbleche verdünnt oder ausgenommen sein. Dies ist bevorzugt, weil einerseits das Aussehen der Schmuckstücke nicht beeinträchtigt wird und andererseits die Federmittel in den Ausnehmungen sicher angeordnet sind und eine Verklemmung, ein Bruch oder dergleichen nicht zu befürchten sind.
  • Es sei darauf hingewiesen, dass das Schwenklagenstabilisierungsmittel keinesfalls nur als Feder ausgebildet werden muss. Vielmehr sind andere Varianten möglich. Insbesondere ist es möglich, eine Mehrzahl zusammenwirkender Magnete am Schmuckstück der Erfindung vorzusehen, die die Aussenteile in bestimmten Schwenklagen stabilisieren. Dabei wird die Stabilisierung im Regelfall und bevorzugt durch die Anziehung des Nordpols an einem Magneten durch den Südpol an einem anderen Magneten bewirkt; weniger bevorzugt ist es, eine abstossungsbedingte Verdrängung zur Stabilisierung zu verwenden.
  • Eine Schwenklagenstabilisierung mittels Magneten kann bevorzugt erreicht werden, indem die Magnete an den einander zugewandten Rändern der Außenteile so angeordnet sind, dass sich die in den Rändern darin angeordneten Magnete aneinander angrenzender Außenteile wechselseitig anziehen, was die Aussenteile in einer Schwenklage aneinander stabilisiert. Die Magnete können dabei in den Außenteilen unsichtbar eingearbeitet sein; die bei Schmuckstücken wie Kettenschlössern typischen Materialdicken reichen aus, um Magnete hinreichender Stärke aufzunehmen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Magnete bevorzugt eingelassen, eingefasst, eingeklebt oder auf andere Weise unverlierbar gehalten werden, ohne dass eine Verlötung erforderlich ist, die die Magnete evtl. beschädigen könnte.
  • Eine weitere Möglichkeit ist es, dass zumindest ein an einem Außenteil angeordneter Magnet wenigstens in einer Schwenklage einem im Schmuckstückinnenteil angeordneten Magneten gegenüberliegt, wobei die Magnete typisch so gepaart sind, dass sich eine wechselseitige Anziehung und damit eine entsprechende Stabilisierung ergibt.
  • Die Erfindung wird im Folgenden nur beispielsweise anhand der Zeichnung beschrieben. In dieser ist dargestellt durch
  • 1a eine Explosionszeichnung eines erfindungsgemäßen Schmuckstücks,
  • 1b die Darstellung von 1a als gerasterte Fotografie,
  • 2 eine Ansicht eines zu Veranschaulichungszwecken teilmontierten Schmuckstückes,
  • 2b ein schematischer Teil von 2,
  • 3 das montierte Schmuckstück von 1,
  • 4a das Schmuckstück von 1 während des Umklappens der Außenteile,
  • 4b die gegenüberliegende Seite von 3 nach dem Umklappen,
  • 4c eine axiale Aufsicht auf das Schmuckstück bei Stellung der Außenteile von 4b,
  • 5 eine Variante des Schmuckstückes in Explosionsansicht,
  • 6 eine Variante eines Innenteils bei einem Schmuckstück mit drei stabilen Stellungen,
  • 7 eine weitere Variante einer Federmechanik.
  • 8 eine weitere Variante mit Magneten.
  • Nach 1a umfasst ein allgemein mit 1 bezeichnetes Schmuckstück ein Innenteil 2 und zwei darum gegeneinander schwenkbare Außenteile 3a, 3b, wobei an Innen- und/oder Außenteilen ein multistabiles Federmittel 4a, 4b angeordnet ist, um die Außenteile 3a, 3b in mehr als einer Schwenklage um eine Schwenkachse 5 zu stabilisieren.
  • Das Schmuckstück 1 ist im vorliegenden Fall als Schloss für eine Kette ausgebildet und dementsprechend mit einer Schließe versehen, von welcher nur die Aufnahmeöffnung 3a1 im Außenteil 3a beziehungsweise 3b1 im Außenteil 3b dargestellt ist. Die Schließe kann beispielsweise als Bajonettbuchse für Bajonettkopfstecker, wie von der Anmelderin bekannt, ausgebildet sein.
  • Das Schmuckstück 1 wird typisch in seinen wesentlichen, für den Betrachter sichtbaren Elementen, also den Außenteilen 3a, 3b und dem Innenteil 2 mit Edelmetallen wie Gold oder Platin gebildet sein und kann edelsteinbesetzt sein, wie in 1a durch den Edelsteinbesatz 2a angedeutet. Das Innenteil 2a weist diametral gegenüberliegend zwei disjunkte Bereiche auf, von denen in 1a nur einer, vergleiche 2b1, gezeigt ist. Eine beispielhafte Gestaltung des diametral gegenüberliegenden, disjunkten anderen Bereiches, der bei Verschwenken der Außenteile sichtbar ist, ist in 4b als 2b2 zu erkennen.
  • Das Innenteil 2 kann massiv gebildet sein und weist dann eine Durchgangsbohrung, angedeutet bei 2c, auf, durch welche die Verbindungsachse 5 geschoben werden kann. Alternativ kann das Innenelement, wie in 2 ersichtlich, partiell hohl gebildet sein.
  • Das Innenteil 2 weist zwei Ansätze 2d1, 2d2 auf, die sich vom Inneren allgemein radial weg erstrecken und welche zur Auflagerung eines entsprechend gebogenen Bereiches des Federmittels 4a, vergleiche den gebogenen Bereich 4a1 beziehungsweise den gebogenen Bereich 4b2 des Federmittels 4b, dimensioniert sind. Die Auflager 2d1, 2d2 sind dabei im Kontaktbereich allgemein abgerundet, so dass beispielsweise der gebogene Bereich 4a1 der Feder 4a um den Ansatz 2d1 entsprechend herumgeschwenkt werden kann, wie dies durch Pfeil 6 beziehungsweise 7 angedeutet ist.
  • Das Innenteil 2 ist weiter mit einer Ausnehmung, die besonders gut in 2 erkennbar ist, vergleiche Ausnehmung 2e, versehen, in welcher sich die Aufnahme 3a1 des Außenteils bei der Außenteilschwenkbewegung hin und her bewegen kann. Es ist einsichtig, dass bei zwei Außenteilen, die mit Schließenaufnahmebuchsen versehen sind, entsprechend zwei Ausnehmungen im Innenteil 2 vorgesehen sein werden, wie dies bei 2e1 und 2e2 angedeutet ist.
  • Das Außenteil 3 weist eine entsprechend dem gewollten Aussehen des Schmuckstückes ausgeführte Außenseite aus, im dargestellten Ausführungsbeispiel etwa mit Edelsteinbesatz. Die äußere Erscheinung ist weiter geprägt durch den Rand der Außenteilhüllsegemente, vergleiche 3a2 beziehungsweise 3b2. Der Rand wird typisch so gestaltet sein, dass in den stabilen Schwenklagen jeweils Randbereiche der unterschiedlichen Außenteile aneinander anliegen. Dies ist in 4c bei Bezugszahl 7 zu erkennen. Es sei darauf hingewiesen, dass es möglich ist, den Rand mit Edelsteinen zu besetzen oder ihn auf andere Weise zu gestalten. Durch das Auf- oder Zuklappen können dann allein durch die unterschiedliche Randgestaltung unterschiedliche optische Eindrücke entstehen, auch wenn das Innenteil in den disjunkten, in den unterschiedlichen Klappstellungen jeweils sichtbaren Bereichen identisch gestaltet sein sollte.
  • Wie insbesondere aus den 3 und 4 ersichtlich, ist das Außenteil so konturiert, dass es über den sichtbaren, beziehungsweise bei Verschwenken verdeckten Bereich des Innenteil herübergleiten kann, ohne dass aber eine Berührung oder ein Verhaken zu befürchten ist. Der Abstandsspalt zwischen Innenteil und Außenteil wird jeweils so gewählt sein, dass eine ungehinderte Bewegung ohne die Gefahr möglich ist, dass sich Fremdkörper zwischen Innen- und Außenteil verfangen oder gar verhaken können.
  • Im Rand sind nun Lager 3a3, 3a3 beziehungsweise 3b3, 3b3' vorgesehen, die zur Durchdringung mit der Verbindungsachse 5 eine Durchgangsöffnung 3a4, 3a4' beziehungsweise 3b4, 3b4' aufweisen. Die Verbindungsachslager 3a, 3b sind dabei auf den unterschiedlichen Außenteile so angeordnet, dass die beiden Außenteile zusammengefügt werden können; es liegt also beispielsweise wie in 1a gezeigt, die Aufnahme 3b3 am Hüllteil 3b auf dem äußeren Bereich des Randes, während am Hüllteil 3a die Aufnahme 3a3 am inneren Randbereich vorgesehen ist. Die Aufnahmen sind, was bevorzugt ist, halb so breit wie der Rand, so dass an den Schwenkgelenken kein klobiges, sondern ein filigranes Aussehen erhalten wird, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen.
  • Im Inneren der Außenteile sind neben den Buchsenaufnahmen 3a1, 3b1 noch Ansätze 3a5, 3b5 vorgesehen, die sich allgemein radial nach innen erstrecken, und wie die Ansätze 2d1, 2d2 des Innenteils 2 eine gerundete Außenkontur haben, um wiederum mit einer Biegung 4a2 beziehungsweise 4b2 zusammenwirken können, das heißt ein Hin- und Herschwenken des Federbügels 4a beziehungsweise 4b darum herum zu ermöglichen. Die Stabilität der Ansätze 3a5 beziehungsweise 3b5 ist wiederum so, dass die von den Federn ausgeübten Druckkräfte keine Abscherung oder signifikante Deformation bewirken.
  • Das Federmittel besteht hier neben den Auflagerungen aus zwei insoweit identischen Federbügeln 4a, 4b, die aus hinreichend festem Federstahl, beispielsweise Edelstahl oder dergleichen, gebildet sein können und die dazu ausgebildet sind, sich auf den jeweiligen Ansätzen der Innen- und Außenteile abzustützen und dazwischen zu erstrecken. Die Dimensionierung der Federteile ist so, dass im montierten Zustand von Innen- und Außenteilen die Federbügel jeweils an den zwischen den Rundungen, mit welchen sich die Federbügel an den Ansätzen abstützen, erstreckenden Bogenbereichen 4a3 beziehungsweise 4b3 so stark gekrümmt werden, dass sich die gegen die Krümmung wirkenden Rückstellkräfte noch bei Verschwenken der Außenteile mit den Fingern überwinden lassen, aber die Kräfte ausreichen, um die Außenteile in den gewünschten Lagen stabil zu halten.
  • Es sei erwähnt, dass das Innenteil 2 bei jedem Federbügel eine Ausnehmung hat, in welcher dieser Federbügel sich beim Hin- und Herschwenken bewegen kann. Die Kontur des Innenbereiches ist dabei so gewählt, dass der Federbügel 4 zwischen 2 Positionen hin und her geschwenkt werden kann, ohne an den Rändern anzuschlagen. Die entsprechende Ausnehmung kann konturiert sein wie in 2b angedeutet. Der Federbügel wird nicht nur in einer Ebene zwischen den Auflagerenden gekrümmt sein, sondern so, dass er entlang der gegebenenfalls gleichfalls rotationskörperartig gekrümmten Kontur des Innenteils beziehungsweise der Ausnehmung des Innenteils entlanggleiten kann. Dazu wird der Federbügel im Regelfall in zwei Ebenen gekrümmt sein.
  • Die Kontur der Ausnehmung für den Federbügel, vergleiche Bezugszahl 8, ist dabei so gewählt, dass der Federbügel in den Zwischenlagen stärker gekrümmt ist als in den Endpositionen, bei welchen ein Anschlag des Federmittels am Rand gegeben ist und/oder bei welchem die Außenteilränder aneinander anschlagen. Damit sind die Anschlagspositionen stabile Positionen, während die Zwischenpositionen für den Federbügel instabil sind.
  • Das Schmuckstück wird montiert, indem zunächst der erste Federbügel in das erste Außenteil gesetzt wird, und zwar unter Abstützung am nach innen weisenden Ansatz. Dann wird das Innenteil eingesetzt, und zwar so, dass der Innenteilansatz mit der Feder an deren Biegung in Eingriff tritt. Danach wird auf der gegenüberliegenden Seite der Federbügel auf das Innenteil gelegt und das zweite Hüllteil wiederum auf die Anordnung gesetzt wird, und zwar jeweils so, dass der zweite Federbügel auch am Ansatz der zweiten Hülle abgestützt ist und im übrigen die Achslager der Außenteile übereinander liegen. Die Verbindungsachse 5, die insbesondere aus Edelmetall gefertigt sein kann, aber nicht muss, wird dann durch die Achsöffnungen 3b4, 3a4, 2c, 3a4' sowie 3b4' geschoben und fixiert, beispielsweise durch Verlöten.
  • Das Schmuckstück kann nun getragen werden, wobei es möglich ist, die beiden Außenteile unter temporärer Kompression der Federbügel von einer stabilen Position in die zweite stabile Position zu schwenken. Dabei wird der Federbügel sich um die Ansätze herumbewegen und eine jeweils stabile Position einnehmen. Nach dem Verschwenken der Außenteile werden unterschiedliche, disjunkte Bereiche des Innenteils freigegeben, was in den 3 und 4b, die ein und dasselbe Schmuckstück zeigen, angedeutet ist.
  • Es sei erwähnt, dass Variationen möglich sind, insbesondere hinsichtlich des Federmechanismus. So zeigt 5 einen anders geformten Federbügel 9, der aber gleichfalls an zwei Stellen 9a, 9b an entsprechenden Innenansätzen, vergleiche 3a5II am rechts dargestellten Außenteil abgestützt sind. Überdies ist erkennbar, dass die Randkontur der Außenteile nicht gerade sein muss, sondern einer geschwungenen, beispielsweise s-förmigen Linie folgen kann.
  • Eine weitere Möglichkeit, das Federmittel multistabil auszugestalten, ist in 6 zu erkennen. Dort ist ein Innenteil dargestellt, in welchem eine Ausnehmung für den Buchsenkörper einen Schließmechanismus besitzt, wobei der Buchsenkörper wie zuvor am Außenteil vorzusehen ist. In die Ausnehmung dringen hier Federstahlbügel, die zum Inneren hin eine bogenförmige Kontur aufweisen. Die Federstahlbügel 4IIIa bis 4IIIc sind dabei in in das Innenteil eingefräste Schlitze eingebracht und darin fixiert. Die Ausnehmung und die Federbügel sind so gestaltet, dass die Buchse in den beiden extremen Randpositi onen sowie in der Mittellage stabil liegt, dazwischen jedoch instabil ist, weil sie an den Federstahlbügeln 4IIIa, 4IIIb, 4IIIc, 4IIId in eine der drei stabilen Lagen A, B oder C gleiten wird. Auf diese Weise lassen sich Schmuckstücke realisieren, die drei stabile Schwenklagen besitzen.
  • Eine zusätzliche Variante ist in 7 beschrieben. Dort ergibt sich eine Stabilisierung der Schwenklagen, indem an einer der beiden an den Außenteilen vorgesehenen Schließelementbuchsen ein Ansatz 3aIV, 3bIV ein Ansatz 10 vorgesehen ist, der aus Federstahl gebildet ist und entlang des Randes der gegenüberlegenden Schließelementbuchse gleitet. Dadurch wird er während der Bewegung unterschiedlich stark gebogen, und zwar so, dass in den jeweiligen Endlagen, in denen die entsprechenden Randteile der Außenteile aneinanderstoßen, eine besonders geringe Krümmung gegeben ist, was diese Schwenklagen stabilisiert.
  • Noch eine weitere Variante ist in 8 dargestellt. Dabei sind nur die relevanten Elemente der Aussenteile in verschiedenen Schwenkpositionen A bzw. B und aus verschiedenen Richtungen teiltransparent dargestellt. Bezugszahl 10a,10b zeigt die Aussenteile mit den Buchsenaufnahmen 11a, 11b. Die Aussenteile sind um die durch die Gelenke 12a, 12b definierte Schwenkachse beweglich.
  • In die Ränder der Aussenteile 10a, 10b sind nun Paare von Magneten in von außen nicht sichtbarer und damit das Erscheinungsbild des Schmuckstücks nicht beeinträchtigender Weise eingearbeitet und zwar in Ausstenteil 10a der Magnet 13a1 an einem Rand und der Magnet 13a2 am anderen Rand, während entsprechend Magnete 13b1 und 13b2 an den Rändern des Außenteils 10b vorgesehen sind. Die Magnete 13a1 und 13b1 können dabei in einer Schwenklage (Mitte von 8) in Annäherung gebracht werden, die Magnete 13a2 und 13b2 in einer zweiten Schwenklage. Die Ausrichtung der Magnete ist so, dass sich die Magnetpaare 13a1 und 13b1 anziehen und ebenso 13a2 und 13b2. Dies ist unter „I” dargestellt durch die Angabe der Polungen.
  • Damit dienen die Magnete als Schwenklagenstabilisierungsmittel, das für den Betrachter verdeckt eingearbeitet ist.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19741406 A1 [0014]
    • - DE 7601893 [0014]
    • - DE 19956140 A1 [0014]
    • - DE 10327087 A1 [0014]

Claims (16)

  1. Schmuckstück mit einem Innenteil und wenigstens zwei darum gegeneinander schwenkbaren Außenteilen, dadurch gekennzeichnet, dass ein multistabiles Schwenklagenstabilisierungsmittel, bevorzugt zwischen Innen- und Außenteilen angeordnet ist, um die Außenteile in mehr als einer Schwenklage zu stabilisieren.
  2. Schmuckstück nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenteile in zumindest einer stabilen Schwenkposition mit ihren Randkanten aneinanderliegen.
  3. Schmuckstück nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenteile in zwei stabilen Schwenkpositionen mit ihren Randkanten aneinanderliegen.
  4. Schmuckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenklagenstabilisierungsmittel ein elastisch wirkendes Federmittel umfasst.
  5. Schmuckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil zumindest im vom Außenteil überstrichenen Schwenkbereich der Außenkantenkontur entspricht und zumindest dort eine Rotationskontur aufweist.
  6. Schmuckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Außenteil eine Aufnahme zur Schmuckstückbefestigung an einer Kette oder dergleichen aufweist, insbesondere eine Aufnahme für Bajonettsteckerköpfe, und das Innenteil im Bereich der Aufnahme eine Ausnehmung aufweist, in welcher die Aufnahme bei der Außenteilschwenkbewegung hin und her beweglich ist.
  7. Schmuckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil in allen stabilen Schwenkpositionen wenigstens einen offenliegenden Bereich aufweist, der für unterschiedliche Schwenkpositionen der Außenteile unterschiedlich gestaltet ist.
  8. Schmuckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines von Innen- und/oder Außenteil eine Ausnehmung zur Aufnahme des Federmittels aufweist.
  9. Schmuckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenteile gemeinsam um eine in das Innenteil eindringende, bevorzugt durch dieses einstückig hindurch verlaufende Achse, beweglich sind.
  10. Schmuckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federmittel mit gekrümmten Federblechstreifen gebildet ist.
  11. Schmuckstück nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Federbleche an zwischen Innen- und Außenteil vorgesehenen Ansätzen angeordnet sind.
  12. Schmuckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines von Außen- und Innenteil im Bereich der Federbleche ausgenommen ist.
  13. Schmuckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenteilwandung dünn gegen den Innenteil ist, insbesondere mit einer Dicke kleiner ein Viertel des Radius bei runden Elementen.
  14. Schmuckstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenklagenstabilisierungsmittel eine Mehrzahl zusammenwirkender Magneten umfasst.
  15. Schmuckstück nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnete an den Außenteilen so angeordnet sind, dass sich die benachbarten Randbereiche von Außenteilen wechselseitig anziehen, um die Außenteile so in einer Schwenklage aneinander zu stabilisieren.
  16. Schmuckstück nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein an einem Außenteil angeordneter Magnet wenigstens in einer Schwenklage einem im Schmuckstückinnenteil angeordneten Magneten gegenüberliegt, insbesondere unter wechselseitiger Anziehung.
DE102009008409A 2008-12-23 2009-02-11 Schmuckstück mit schwenkbaren Teilen Withdrawn DE102009008409A1 (de)

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