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Die Erfindung betrifft einen Zungen-Lippen-Gesichtstrainer für Personen, insbesondere für Kinder, mit einem flexiblen Saugelement, welches an einem Schild befestigt ist, das wie bei einem gewöhnlichen Schnuller vor den Lippen getragen wird.
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Neben den weit verbreiteten Schnullern sind beispielsweise auch aus der
DE 201 00392 U1 und der
FR 1,463,140 verschiedene Schnuller mit unterschiedlichen Saugeranordnungen bekannt.
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Die
EP 1275366 A2 offenbart einen Sauger oder Schnuller, der Stimulationsmittel zum richtigen Positionieren und Gebrauch der Zunge und der beteiligten Muskeln aufweist. Die
US 5004473 A zeigt einen Sauger, der einen inneren Hohlraum aufweist. Es ist eine Vertiefung offenbart, die sich über die gesamte Unterseite des Halses des Saugelementes zieht. Aus der
DE 20100392 U1 ist ein Schnuller bekannt, dessen Saugerkopf eine Einwölbung aufweist. Die
US 7144416 B2 offenbart einen Schnuller mit einem Saugelement, das eine längliche Vertiefung aufweist. Die
DE 20000040 U1 zeigt einen Schnuller, dessen Saugelement die Form eines Löffels aufweist. An dem freien Ende des Saugelementes ist ein Wulst angeformt. Die
WO 99/16405 A1 zeigt ein Saugelement mit einstellbaren Elementen. Die
DE 3117348 A1 zeigt einen Schnuller mit einer Befestigungsvorrichtung, bei welcher der Saugkörper zwischen der Mundplatte und einer in ihn eingreifenden Zwinge verklemmt ist.
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Nachteilig an den bekannten Anordnungen ist, dass sie keine Mittel aufweisen, die die Zungenspitze stimulieren und zu der genauen, unter anderem der Ausbildung der Mundhöhle und dem Entwickeln eines gewöhnlichen Schluckmusters sowie einer störungsfreien Sprache zuträglichen Lokalisation der Zunge beitragen.
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Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Zungen-Lippen-Gesichtstrainer zu schaffen, der den oben genannten Nachteil nicht aufweist.
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Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 wiedergegebene Erfindung gelöst.
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Der erfindungsgemäße Trainer umfasst Mittel, die durch das Setzten eines sensitiven Reizes die Zungenspitze orientieren, stimulieren und an einer medizinisch vorteilhaften, bestimmten Stelle lokalisieren.
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In dem die Zungenspitze stimuliert wird, wird der Zungenmuskel gekräftigt und flexibilisiert. Hierdurch werden die Voraussetzungen für ein korrektes Schluckmuster und (durch die Verbesserung der motorischen Fähigkeiten der Zunge) für eine klare und deutliche Aussprache geschaffen.
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Durch die Lokalisation werden unter anderem auf Zungenfehlstellungen beruhende Sprachstörungen verhindert.
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Der Trainer kann nach einer kurzen Anleitung ohne Probleme zu Hause angewendet werden und verkürzt dadurch die Zeit einer eventuell bestehenden Therapie.
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Die korrekte Zungenruhelage wird bewusst gemacht und eingeübt. Es findet eine Korrektur und Verbesserung der Fehlfunktionen von Kau- und Gesichtsmuskulatur statt.
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Ein unerwünschter Zungenstoß gegen die Schneidezähne oder Lateral wird vermieden.
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Der Trainer kann als Therapiematerial sowie als Präventionsmaterial angewandt werden, er ist ab dem Säuglingsalter unbegrenzt einsetzbar.
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Das Saugelement des Trainers ist flächenförmig vorgesehen, weist also eine geringe Dicke auf und schließt keinen Hohlraum von erheblicher Größe ein.
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Die Sauger oder Saugelemente bekannter Anordnungen sind oft über ihren gesamten Bereich voluminös. Dies führt in dem Bereich, der sich bei der Benutzung zwischen den Lippen befindet dazu, dass der Entwicklung des Mundschlusses bei Kindern entgegengewirkt wird, so dass diese einen so genannten Kussmund entwickeln können und die Gefahr des Neigens zum Sabbern besteht. Die voluminöse Form des Saugers führt in dem Bereich, der sich bei der Benutzung in der Mundhöhle befindet dazu, dass die Zunge von ihrer vorteilhaften Position – oben im Mund anliegend – abgehalten wird. Durch ein flächenförmiges Saugelement werden diese Nachteile vermieden und eine Lokalisation und Stimulation der Zunge in einem medizinisch besonders günstigen Bereich – oben im Mund anliegend – ermöglicht. Die Lippen werden dazu angehalten, einen normalen Mundschluss ausbilden.
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Bei Kindern führt der Trainer zu einer Abgewöhnung von eventuell vorhandenem, einer gesunden Entwicklung nicht förderlichem Lutschverhalten an Fingern, Schnullern oder anderen Objekten.
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Weiterhin werden folgende unerwünschte Umstände durch den Trainer vermieden: Eine Fehlstellung der Zähne, eine Deformation im Knochenwachstum des Kiefers, Spannungen und Schmerzen im Gesichtsbereich, Kiefergelenkschmerzen, Missempfindungen um Mundraum und Hals, verspäteter Durchbruch der verbleibenden Zähne, Rückfälle nach Zahn- und Kieferregulierungen, vermehrte Speichelbildung, Artikulationsstörungen (Lispeln), Mundatmung, offene Mundhaltung, falsches Schluckmuster, verkürzte Oberlippe und dicke wulstige Unterlippe.
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Vorzugsweise beträgt die Dicke des Saugelementes etwa 2 mm, da sich hierbei bei Verwendung geeigneter Materialien einerseits eine ausreichende Festigkeit ergibt und andererseits ein aus den oben genannten Gründen unerwünscht dickes Saugelement vermieden wird.
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In der bevorzugten Ausführungsform ist die Materialstärke des Saugelementes, abgesehen von dem Bereich, in dem sich die Mittel zur Zungenspitzenstimulation und Lokalisation befinden, gleich bleibend. Es hat sich herausgestellt, dass wegen der insgesamt geringen Dicke des Saugelementes eine Verringerung der Materialstärke, etwa an den Rändern, nicht erforderlich ist. Zugunsten einer höheren Reißfestigkeit und leichteren Herstellbarkeit kann daher darauf verzichtet werden.
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In der bevorzugten Ausführungsform setzt das Saugelement senkrecht an dem Schild an und ist nach einem Ansatzbereich nach oben, also bei korrekter Anwendung in die obere Mundhöhle hinein gekrümmt. Hierdurch schmiegt sich das Saugelement bei der Benutzung automatisch an der oberen Mundhöhle an, wodurch ein zusätzlicher Reiz erzeugt wird, der den Benutzer die Zungenspitze an den Oberkiefer drücken lässt, was die Mundhöhlenausbildung weiter fördert.
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Vorzugsweise weist das Saugelement jenseits des Ansatzbereiches eine löffelförmige Wölbung auf. Die konvexe Seite der Wölbung weist bei korrekter Anwendung des Trainers nach oben. Auch die Wölbung führt zu einer besonders guten Anschmiegung des Saugelements und damit unter anderem zu erhöhtem Tragekomfort.
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In einer Ausführungsform ist die löffelförmige Wölbung an dem vorderen freien Rand des Saugelementes so unterbrochen, dass hier nur noch eine Wölbung quer zur Längserstreckung des Saugelements vorgesehen ist. (Die Wölbung entspricht an dieser Stelle also der Wölbung eines Segmentes der Mantelfläche eines gedachten Zylinders, der mit einer seiner Kreisflächen an dem Schild anliegt). Hierdurch wird erreicht, dass auch der vordere freie Rand des Saugelementes an der Mundhöhle anliegt, sich nicht von dieser abhebt und damit kein Hindernis für die Zunge bildet. Dieser Bereich kann auch vollständig flach sein, also keinerlei Wölbung aufweisen.
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In der bevorzugten Ausführungsform ist der Ansatzbereich quer zu seiner Längserstreckung gewölbt. (Er weist also die gleiche Wölbung auf, wie der vordere freie Rand des Saugelements in der soeben genannten Ausführungsform.) Es hat sich herausgestellt, dass diese Form besonders ergonomisch an die Mundkieferform angepasst ist.
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In einer Ausführungsform erstreckt sich das Saugelement im Ruhezustand in einer Ebene, weist also keinerlei Krümmungen auf. Überraschender Weise hat sich gezeigt, dass insbesondere bei einem flächenförmigen Saugelement von geringer Dicke eine Vorverformung des Saugelements nicht erforderlich ist und daher zugunsten einer kostengünstigeren Herstellung hierauf verzichtet werden kann. Denn das derartige Saugelement ist so flexibel, dass es sich bei der Benutzung automatisch gut der individuellen Mundform anpasst.
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Das Saugelement weist vorzugsweise einen schaftförmigen Ansatzbereich, mit geraden parallelen Kanten auf, der auf der einen Seite mit dem Schild verbunden ist und an den an der anderen Seite ein kreisförmiger Bereich des Saugelementes ansetzt.
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In der bevorzugten Ausführungsform ist der schaftförmige Bereich mit einer Breite von 5 bis 6 mm relativ schmal. Hierdurch können die Lippen, wie es dem anzustrebenden Mundschluss nahe kommt, in einem großen Bereich direkt aufeinanderliegen. Auch muss der Mund aufgrund des schmalen schaftförmigen Bereiches geschlossen bleiben, sonst würde das Trainingsgerät sofort aus dem Mund fallen. Somit kann der Mundschluss angebahnt und gefestigt und gleichzeitig die Muskulatur (orbicularis oris) trainiert werden. Indem zusätzlich zur Zunge auch die Gesichtsmuskeln gekräftigt und flexibilisiert werden, wird ein Gleichgewicht des inneren (hauptsächlich Zunge) und äußeren (Wangen und Lippen) Muskelsystems gefördert. Durch die Verbesserung der gesamten mundmotorischen Fähigkeiten werden weitere Vorraussetzungen für eine klare und deutliche Aussprache geschaffen.
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Der Durchmesser des kreisförmigen Bereiches beträgt vorzugsweise etwa 27 mm. Es hat sich gezeigt, dass dies ausreichend ist, insbesondere um die Mittel zur Zungenspitzenstimulation und Lokalisation aufzunehmen, und andererseits nicht als zu groß und damit störend empfunden wird.
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Die Mittel zur Zungenspitzestimulation und Lokalisation umfassen eine Vertiefung in der Seite des Saugelements, die bei korrekter Anwendung des Trainers der Zunge zugewandt ist. Es hat sich gezeigt, dass hierdurch eine ausreichende Stimulierung der Zunge geschaffen wird, die zur Lokalisation und verstärkten Muskeltätigkeit der Zunge führt und nicht als störend empfunden wird oder gar Schmerzen oder Verletzungen an der Zunge hervorruft.
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Alternativ oder zusätzlich umfassen die Mittel zur Zungenspitzenstimulation und Lokalisation ein Loch. Dieses ist angesichts der geringen Dicke des Saugelementes leichter herzustellen als lediglich eine Vertiefung und bietet eine erhöhte Stimulation.
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Vorzugsweise ist das Loch von elliptischer Form. Es hat sich herausgestellt, dass hierdurch eine besonders gute Stimulation und Lokalisation erfolgt.
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Vorzugsweise ist das elliptische Loch mit seiner Längsstreckung senkrecht zur Längserstreckung des Saugelementes angeordnet. Hierdurch wird trotz einer relativ großen Fläche des Loches und einer damit verbundenen guten Stimulation eine relativ exakte Positionierung der Zunge in Richtung der Längserstreckung der Mundhöhle erreicht.
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Die Größe des elliptischen Loches ist vorzugsweise derart bemessen, dass die Hauptachse der Ellipse maximal etwa 8 mm, insbesondere etwa 5 mm beträgt und ihre Nebenachse maximal etwa 6 mm, insbesondere etwa 3 mm beträgt, wobei diese Maße bei für Säuglingen geeigneten Trainern noch kleiner vorgesehen sind. Ein Loch dieser Größe hat sich als besonders wirksame und gleichzeitig präzise Stimulation und Lokalisation erwiesen.
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In der bevorzugten Ausführungsform ist der Abstand des elliptischen Loches von dem vorderen freien Rand des Saugelementes geringer als die Länge der Nebenachse des elliptischen Loches. Hierdurch wird gewährleistet, dass sich das Saugelement nicht soweit über das Loch hinaus in die Mundhöhle erstreckt, dass es als störend empfunden wird.
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Der Abstand der Mittel zur Zungenspitzenstimulation und Lokalisation von dem Schild ist so vorgesehen, dass diese Mittel sich bei korrekter Anwendung des Zungen-Lippen-Gesichtstrainers in Höhe der Rugae, also der quer verlaufenden Falten im vorderen Gaumenteil befinden. Es hat sich herausgestellt, dass die Zunge hierdurch an einem medizinisch besonders erstrebenswerten Punkt lokalisiert und stimuliert wird.
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Als aufgrund ihrer mechanischen Stabilität und Verträglichkeit besonders geeignete Materialien für das Saugelement haben sich Vulkanisate auf der Basis von Naturkautschuklatex, Naturkautschuk oder syntethischen Polyisopren oder Verschnitten daraus, sowie thermoplastisches Elastomer oder (vor allem für gegen oben genannte Stoffe allergische Nutzer) Silikon erwiesen.
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In der bevorzugten Ausführungsform ist das Schild flächenförmig und nicht gekrümmt. Hierdurch liegt es, anders als ein gewöhnliches Schnullerschild, bei der Nutzung nicht großflächig an dem Mund-Lippenbereich an.
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Das Schild ist vorzugsweise wesentlich breiter als hoch.
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Es hat – besonders bevorzugt – die Form eines Rechteckes mit abgerundeten Kanten, sowie eine abgerundete Ausbuchtung in der Mitte mindestens einer der längeren Kanten.
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Vorzugsweise ist das Schild etwa 6,5 cm breit und etwa 2,5 cm bis 3 cm hoch. Hierdurch ist es einerseits groß genug um ein Verschlucken sicher zu verhindern, andererseits ist seine Höhe in dem Bereich, der bei korrekter Benutzung unter der Nase liegt, gering genug, um die Nasenatmung nicht zu behindern. Der Abstand des Schildes zur Nase beträgt bei Erwachsenen nicht mehr als etwa 2 cm, bei Kindern nicht mehr als etwa 1,5 cm.
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In einer Ausführungsform ist das Schild mehr als doppelt so groß wie bei einem gewöhnlichen Schnuller, also größer als etwa 36 cm2.
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Das Schild weist vorzugsweise ein Gewicht von 2,5 bis 3 g auf, wodurch es so leicht ist, dass hoher Tragekomfort gewährleistet ist.
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In einer Ausführungsform ist das Schild aus einem verformbaren Material vorgesehen. Dies kann zu einem weiter erhöhten Tragekomfort beispielsweise bei im Bett liegenden Kindern führen.
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In einer weiteren Ausführungsform ist das Schild aus Hartplastik vorgesehen. Hierdurch kann eine erhöhte Hygiene gewährleistet werden.
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In der bevorzugten Ausführungsform ist das Saugelement in senkrechter Richtung nicht mittig, sondern im Übergang zum unteren Drittel des Schildes angesetzt. Hierdurch ergibt sich eine vorteilhafte Anregung der Oberlippe, nach unten zu ziehen, was zur Vermeidung einer verkürzten Oberlippe und einer dicken, wulstigen Unterlippe beiträgt.
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Vorzugsweise sind Mittel vorgesehen, aufgrund derer die Länge des schaftförmigen Bereiches des Saugelementes variabel ist. Hierdurch ist es möglich, dass der Trainer an die individuellen Mundhöhlengrößen- und Formen so angepasst werden kann, dass das Mittel zur Zungenspitzenstimulation und Lokalisation stets an dem medizinisch besonders günstigen Ort ist.
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Vorzugsweise wird die Einstellbarkeit dadurch bewirkt, dass der schaftförmige Bereich in der Platte verschiebbar und in verschiedenen Positionen fixierbar ist. Auf diese Weise müssen in dem Saugelement selbst keine aufwendigen und unter Umständen störenden konstruktiven Merkmale zur Längenveränderbarkeit vorgesehen sein.
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Vorzugsweise wird die Verschiebbarkeit und Fixierbarkeit des schaftförmigen Bereiches dadurch bewirkt, dass der schaftförmige Bereich entlang einer gedachten Mittellinie zwischen seinen Kanten mehrere Löcher in unterschiedlicher Entfernung zu seinem kreisförmigen Bereich aufweist und dass er mit mindestens einem dieser Löcher an dem Schild befestigt wird.
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Die Befestigung erfolgt vorzugsweise derart, dass das Schild einen Schlitz umfasst, der geringfügig bereiter als der schaftförmige Bereich ist und einen Vorsprung aufweist, der in den Schlitz hineinragt. Der schaftförmige Bereich ist durch diesen Schlitz geführt und mit einem seiner Löcher um den Vorsprung gelegt. Um den schaftförmigen Bereich in den Schlitz einführen zu können, ist dieser mindestens so hoch, wie die Materialstärke des schaftförmigen Bereiches, zuzüglich der Länge des Vorsprunges. Es ist ein Clip vorgesehen, der von der dem Vorsprung gegenüberliegender Seite des Schildes bis über den Schlitz aufschiebbar ist, und den schaftförmigen Bereich auf dem Vorsprung fixiert.
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Vorzugsweise ist der Clip von der Seite betrachtet U-förmig und verdeckt den Schlitz im montierten Zustand von beiden Seiten des Schildes zumindest teilweise.
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Die Platte kann auf der dem Saugelement zugewandten Seite eine Vertiefung aufweisen, so dass der aufgeschobene Clip nicht aufträgt, sondern zusammen mit der umgebenden Platte eine gerade Fläche bildet.
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In der bevorzugten Ausführungsform rasten Vorsprünge auf der Innenseite des U-förmigen Clips in der Endposition des Clips in Ausnehmungen in dem Schild ein. Der Clip kann nur wieder gelöst werden, indem seine U-Form gespreizt wird, wodurch die Vorsprünge aus den Vertiefungen gehoben werden. Um ein ungewolltes Lösen zu vermeiden, bewirkt der Clip gegen diese Spreizung eine erhebliche Kraft.
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Es kann auch vorgesehen sein, dass der Clip in seiner Endposition derart in dem Schild oder in sich selbst einrastet, dass er nicht mehr zerstörungsfrei gelöst werden kann. In einer Ausführungsform geschieht dies dadurch, dass das Schild zu beiden Seiten des Schlitzes Bohrungen aufweist, durch die mit einer Seite des Clips einstückig ausgebildete Stifte geschoben sind, die jeweils eine Verdickung aufweisen, welche einen in der anderen Seite des Clips vorgesehenen ringförmigen Kragen bei dem Hindurchschieben vorübergehend spreizt, um ihn dann irreversibel zu hintergreifen. Zur leichteren Montage kann der Clip in dieser Ausführungsform ohne Überwindung wesentlicher Kräfte von seiner U-Form in eine weiter geöffnete Form gespreizt werden. Er kann beispielsweise mittels eines Scharniers auf und zu klappbar sein.
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Die Erfindung soll nun anhand der Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
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1 eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Zungen-Lippen-Gesichtstrainers von oben;
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2 eine schematische perspektivische Ansicht der Vorderseite eines erfindungsgemäßen Zungen-Lippen-Gesichtstrainers von schräg unten;
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3 eine schematische perspektivische Ansicht der Rückseite eines erfindungsgemäßen Trainers von schräg oben;
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4 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Trainer.
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Die als Ganzes mit 100 bezeichneten gezeigten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Zungen-Lippen-Gesichtstrainers umfassen ein Schild 1 und ein Saugelement 2. Das Saugelement 2 ist über einen schaftförmigen Ansatzbereich 4 mit dem Schild verbunden. In der Nähe des vorderen freien Randes 5 des Saugelementes 2 befindet sich ein nur in 1 und 3 sichtbares elliptisches Loch 3 zur Zungenspitzenstimulation und Lokalisation. Das Saugelement ist jenseits des schaftförmigen Bereiches 4 kreisförmig und weist eine löffelförmige Wölbung auf. Im Bereich des Übergangs des löffelförmigen Bereiches zu dem schaftförmigen Bereich 4 ist das Saugelement in die Richtung gekrümmt, in der sich die konvexe Seite der löffelförmigen Wölbung befindet. Der Abstand des elliptischen Loches von dem vorderen freien Rand 5 ist geringer als die Länge der Nebenachse des elliptischen Loches. Das Schild 1 weist die Form eines Rechteckes mit abgerundeten Kanten auf und umfasst in den Ausführungsformen der 2 und 3 abgerundete Ausbuchtungen 6, von denen in den Zeichnungen jeweils nur eine dargestellt ist, in der Mitte seiner längeren Kanten. In der in 3 gezeigten Ausführungsform ist die Länge des schaftförmigen Bereiches 4 variabel. Zu diesem Zweck weist das Schild 1 einen Schlitz 8 auf, in dem sich ein Vorsprung 9 befindet. In dem schaftförmigen Bereich 4 befinden sich mehrere Löcher 7 in verschiedenem Abstand zu dem kreisförmigen Bereich des Saugelementes. Damit der schaftförmige Bereich 4 in den Schlitz 8 eingeführt werden kann, ist der Schlitz 8 höher als die Materialstärke des schaftförmigen Bereiches 4 zuzüglich der Länge des Vorsprungs 9. Die Löcher 7 haben in etwa die Form und Größe des Vorsprunges 9. Zur Fixierung des in den Schlitz 8 geführten und mit einem seiner Löcher 7 um den Vorsprung 9 gelegten schaftförmigen Bereiches 4 ist ein Clip 10 von der dem Vorsprung gegenüberliegenden Seite des Schildes auf das Schild geschoben. In dem in den Zeichnungen nicht dargestellten voll montierten Zustand verdeckt der Clip 10 den Schlitz 8 von beiden Seiten des Schildes. In 3 ist der Clip in der Position während des Montagevorganges gezeigt und von dem schaftförmigen Bereich 4 ist bereits jenseits des gewählten Loches 7 der Bereich, der für die gewählte Schaftlänge nicht benötigt wird, abgetrennt. Das Saugelement verläuft auf mindestens einer Seite des Schildes über den Rand des Clips abgewinkelt, welcher aus diesen Gründen abgerundet ist.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- Zungen-Lippen-Gesichtstrainer
- 1
- Schild
- 2
- Saugelement
- 3
- Mittel zur Zungenspitzenstimulation- und Lokalisation
- 4
- Schaftförmiger Ansatzbereich
- 5
- Vorderer freier Rand des Saugelements
- 6
- Runde Ausbuchtung
- 7
- Löcher
- 8
- Schlitz
- 9
- Vorsprung
- 10
- Clip