[go: up one dir, main page]

DE102007051655B4 - Verfahren zur Herstellung einer Maschenware und Vorrichtung zum Spinnstricken mit einem Streckwerk - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Maschenware und Vorrichtung zum Spinnstricken mit einem Streckwerk Download PDF

Info

Publication number
DE102007051655B4
DE102007051655B4 DE102007051655.1A DE102007051655A DE102007051655B4 DE 102007051655 B4 DE102007051655 B4 DE 102007051655B4 DE 102007051655 A DE102007051655 A DE 102007051655A DE 102007051655 B4 DE102007051655 B4 DE 102007051655B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fiber structure
fiber
knitting
air nozzle
separately
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE102007051655.1A
Other languages
English (en)
Other versions
DE102007051655A1 (de
Inventor
Gerd Stahlecker
Matthias Lauer
Karl-Hans Leikauf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wilhelm Stahlecker GmbH
Original Assignee
Wilhelm Stahlecker GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wilhelm Stahlecker GmbH filed Critical Wilhelm Stahlecker GmbH
Priority to DE102007051655.1A priority Critical patent/DE102007051655B4/de
Publication of DE102007051655A1 publication Critical patent/DE102007051655A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102007051655B4 publication Critical patent/DE102007051655B4/de
Expired - Fee Related legal-status Critical Current
Anticipated expiration legal-status Critical

Links

Images

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B9/00Circular knitting machines with independently-movable needles
    • D04B9/14Circular knitting machines with independently-movable needles with provision for incorporating loose fibres, e.g. in high-pile fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/11Spinning by false-twisting
    • D01H1/115Spinning by false-twisting using pneumatic means
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H5/00Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
    • D01H5/18Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
    • D01H5/26Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars in which fibres are controlled by one or more endless aprons

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Knitting Of Fabric (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Abstract

Verfahren zur Herstellung einer Maschenware aus einem Faserverband, wobei der Faserverband (3) unmittelbar vor dem Stricken durch die Vereinigung von wenigstens zwei Faserverbänden (15, 16) gebildet wird, die durch separates Verziehen von Faserbändern oder Vorgarnen (11, 12) in der gewünschten Feinheit erzeugt werden, wobei wenigstens ein separat verzogener Faserverband (15, 16) durch eine Luftdüse (35, 36) an die Vereinigungsstelle (32) herangeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der vereinigte Faserverband (3) mit Falschdrall versehen und in eine Strickstelle (33) transportiert wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Maschenware aus einem Faserverband, wobei der Faserverband unmittelbar vor dem Stricken durch die Vereinigung von wenigstens zwei Faserverbänden gebildet wird, die durch separates Verziehen von Faserbändern oder Vorgarnen in der gewünschten Feinheit erzeugt werden.
  • Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Spinnstricken mit einem Streckwerk mit mehreren Walzenpaaren zum Verziehen von wenigstens zwei Faserverbänden und wenigstens einer Luftdüse zum Transportieren eines Faserverbandes von den Walzenpaaren zu einer Strickstelle.
  • In der nicht vorveröffentlichten Patentanmeldung DE 10 2006 037 716 A1 ist eine Vorrichtung zum Herstellen einer Maschenware mit einer Stricknadeln und wenigstens eine Strickstelle enthaltenden Strickeinrichtung beschrieben, wobei jeder Strickstelle ein Streckwerk zum Erzeugen eines verzogenen Faserverbandes vorgeordnet ist. Dabei wird eine Maschenware nicht wie allgemein üblich aus einem Garn, das der Strickeinrichtung zugeführt wird, erzeugt, sondern direkt aus einem durch ein Streckwerk verzogenen Faserband oder Vorgarn gestrickt. Der Vorteil ist, dass durch das Verstricken eines im Wesentlichen ungedrehten Faserverbandes mit nahezu parallelen Fasern ein extrem weiches Gestrick mit einem entsprechend hohen Tragekomfort entsteht. Die Maschenware lässt sich außerdem sehr günstig herstellen, da die Zwischenstufen des klassischen Garnerzeugungsprozesses, nämlich die Garnbildung, das Aufspulen und gegebenenfalls das Umspulen umgangen werden.
  • Da das Streckwerk in gewisser räumlicher Distanz zu der Strickstelle angeordnet ist, wird der aus Stapelfasern bestehende Faserverband durch eine Dralleinrichtung mit einer gewissen Festigkeit versehen, die ein Transportieren zur Strickstelle ermöglicht. Da der Faserverband für den Transport zur Strickstelle keine besonders hohe Festigkeit aufweisen muss, ist eine geringe Drehung des Faserverbandes ausreichend. Diese wird durch Luftdüsen in den Faserverband eingebracht. Ist der Faserverband erst einmal in der Strickeinrichtung zu der Maschenware verstrickt, so wird die Festigkeit der Maschenware durch die Verschlingung des Faserverbandes in den einzelnen Maschen gewährleistet. Eine Drehung des Faserverbandes ist nicht mehr erforderlich, ganz im Gegenteil führt sogar die in üblichen Maschenwaren enthaltene Garndrehung zu einem eher „harten Griff“ des fertigen Gestrickes. Die Luftdüsen sind als Falschdralleinrichtung gestaltet, damit sich die für die Transportfestigkeit des Faserverbandes eingebrachte Drehung nach Möglichkeit beim Strickvorgang in der Strickstelle wieder auflöst.
  • Es ist beschrieben, zwei getrennt verzogene Faserverbände im Anschluss an die Lieferklemmlinie des Streckwerks zu vereinigen und den vereinigten Faserverband in der Strickstelle zu verstricken. Die Vereinigungsstelle der beiden getrennt verzogenen Faserverbände erfolgt vor einer als Dralleinrichtung vorgesehen Luftdüse, die dem vereinigten Faserverband einen Falschdrall zur Erzeugung einer Transportfestigkeit erteilt. Die von der Luftdüse in den vereinigten Faserverband eingebrachte Drehung breitet stromaufwärts bis zur Lieferklemmlinie aus und verdreht auch die beiden Faserverbände vor der Vereinigungsstelle. Hierzu muss von der Dralleinrichtung eine relativ starke Drehung in den vereinigten Faserverband eingebracht werden. Eine relativ starke Drehung, auch wenn es sich um einen Falschdrall handelt, widerspricht aber im Grunde dem Grundgedanken des Verfahrens zum Spinnstricken, denn es soll ja eine Maschenware aus einem praktisch ungedrehten Faserverband erzeugt werden.
  • Eine weitere Spinnstrickmaschine ist in der DE 10 2006 006 502 A1 beschrieben. Schließlich offenbaren die DE 36 38 110 A1 und die US 4,003,194 A Einzelheiten von Streckwerken zweier Luftspinnmaschinen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, bei der die Vereinigung zweier getrennt verzogener Faserverbände ohne Einleitung starker Drehung möglich ist.
  • Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass wenigstens ein separat verzogener Faserverband durch eine Luftdüse an die Vereinigungsstelle herangeführt wird. Es ist jeweils eine Luftdüse zum Transportieren eines durch die Walzenpaare separat verzogenen Faserverbandes zwischen einer Lieferklemmlinie des Streckwerks und einer nachgeordneten Luftdüse zum Transportieren des vereinigten Faserverbandes zu der Streckstelle angeordnet.
  • Für jeden zur Vereinigungsstelle transportierten Faserverband ist eine separate Luftdüse vorgesehen, die als einfache Sammeldüse ausgestaltet sein kann, die den Faserverband ungedreht an die Vereinigungsstelle heranführt. Alternativ kann als Luftdüse zum Transportieren des separat verzogenen Faserverbandes auch eine Dralldüse eingesetzt werden, die den Faserverband mit leichtem Falschdrall an die Vereinigungsstelle heranführt. Bevorzugt werden zwei separat verzogene Faserverbände an der Vereinigungsstelle vereinigt. Es ist alternativ möglich, auch mehrere separat verzogene Faserverbände dort zu vereinigen.
  • Die Unterstützung des Transportes der separat verzogenen Faserverbände zu der Vereinigungsstelle durch jeweils eine Luftdüse ermöglicht einen wesentlich sichereren Transport der sehr empfindlichen Faserverbände. Selbst wenn den separat verzogenen Faserverbänden durch Dralldüsen bereits ein leichter Falschdrall erteilt wird, ist insgesamt wesentlich weniger Drehung im Faserverband erforderlich, um den Faserverband sicher zur Strickstelle zu transportieren.
  • Bevorzugt wird der vereinigte Faserverband nach der Vereinigungsstelle durch eine nachgeordnete Luftdüse mit einem Falschdrall versehen und anschließend in die Strickstelle transportiert. Es kann vorteilhaft sein, die Luftdüsen für die separat verzogenen Faserverbände vor der Vereinigungsstelle so auszuführen, dass sie im Vergleich zu der Luftdüse für den vereinigten Faserverband eine Drehung in entgegengesetzter Richtung in den Faserverband einbringen.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann es vorteilhaft sein, jeder Luftdüse ein Leitrohr zuzuordnen. Die Ausgangsöffnungen von wenigstens zwei Leitrohren für separat verzogene Faserverbände münden bevorzugt in ein Leitrohr für den vereinigten Faserverband. Vorteilhafterweise kann ein im Wesentlichen Y-förmiges Bauteil vorgesehen sein, das die Leitrohre enthält.
  • Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele.
  • Es zeigen:
    • 1 eine sehr schematisch dargestellte Seitenansicht einer Vorrichtung zum Spinnstricken mit einem Streckwerk und einer Strickeinrichtung,
    • 2 eine Draufsicht in Richtung des Pfeiles II auf die Vorrichtung der 1,
    • 3 eine Ansicht ähnlich 2 auf eine andere Ausgestaltung des Streckwerks.
  • In den 1 und 2 ist eine Vorrichtung zum Spinnstricken dargestellt, mit der ohne den „Umweg“ der klassischen Garnherstellung eine Maschenware erzeugt werden kann. Die Vorrichtung enthält als wesentlichen Bestandteil eine Strickeinrichtung 1, die durch eine handelsübliche Rundstrickmaschine gebildet werden kann, wobei in den Figuren lediglich ein Nadelzylinder 2 der Rundstrickmaschine angedeutet ist. Im Gegensatz zum allgemeinen Strickvorgang wird die Maschenware nicht aus dem Nadelzylinder 2 zugeführten Garnen erzeugt, sondern direkt aus einem Faserverband 3, der in einem Streckwerk 4 in der Nähe der Strickeinrichtung 1 erzeugt wird. Es ist beispielhaft nur ein Streckwerk 4 und ein Faserverband 3 dargestellt. Üblicherweise wird der Strickeinrichtung eine Vielzahl von Faserverbänden 3, beispielsweise 12 bis 96 Stück, rings um den Umfang des Nadelzylinders 2 herum zugeführt. Zur Erzeugung eines jeden zu verstrickenden Faserverbandes 3' ist dabei ein eigenes Streckwerk 4 vorgesehen. Die Streckwerke 4 können als Einzelstreckwerke oder in Streckwerksgruppen angeordnet sein.
  • Jedes Streckwerk besteht aus mehreren Walzenpaaren, die jeweils aus einer antreibbaren Unterwalze 5, 7, 9 und einer elastisch dagegen angedrückten Oberwalze 6, 8, 10 bestehen. Dem Eingangswalzenpaar 5, 6 des Streckwerks 4 werden zwei Faserbänder oder Vorgarne 11 und 12 über einen Doppel-Luntenführer 13 zugeführt. Die beiden zu verziehenden Vorgarne 11, 12 werden beabstandet zueinander in Transportrichtung A durch das Streckwerk 4 geführt und durch die mit zunehmender Umfangsgeschwindigkeit antreibbaren Walzenpaare 7, 8 und 9, 10 verzogen, bis an der Ausgangsklemmlinie 14 des Ausgangswalzenpaares 9, 10 zwei verzogene Faserverbände 15 und 16 der gewünschten Feinheit vorliegen. Zur Führung der Faserverbände im Streckwerk 4 können einem oder mehreren Walzenpaaren in an sich bekannter Weise Führungsriemchen 17, 18 zugeordnet sein.
  • Aus Darstellungsgründen sind die Oberwalzen 6, 8, 10 des Streckwerks 4 in 2 weggelassen. Die Ausgangsklemmlinie 14 des Ausgangswalzenpaares 9, 10 ist durch eine strichpunktierte Linie angedeutet. An der Ausgangsklemmlinie 14 ist der Verzug der zu verziehenden Vorgarne 11 und 12 beendet und es liegen die separat verzogenen Faserverbände 15 und 16 vor. In Ausgestaltung des Streckwerks 4 kann optional im Anschluss an die Ausgangsklemmlinie 14 eine Verdichtungseinrichtung 19 angeordnet werden. Die Verdichtungseinrichtung 19 enthält für jeden verzogenen Faserverband 15 bzw. 16 eine Verdichtungszone 20 bzw. 21, in der die Faserverbände 15 und 16 separat verdichtet werden. Die Verdichtungseinrichtung 19 kann an sich beliebig gestaltet sein und den Faserverband 15 bzw. 16 unterschiedlich, d. h. beispielsweise durch Luftströmungen oder mechanische Verdichter, kompaktieren.
  • Die dargestellte Verdichtungseinrichtung 19 wirkt pneumatisch und besteht im Wesentlichen aus einem als Unterdruckkanal ausgebildeten Hohlprofil 22, einem luftdurchlässigen Transportband 23 und einer Klemmwalze 24. Das Transportband 23 umschlingt das Hohlprofil 22 und gleitet auf einer Gleitfläche 25 des Hohlprofils 22 über zwei in der Gleitfläche 25 angeordnete und sich im Wesentlichen in Transportrichtung A erstreckende Saugschlitze 26 Und 27. Das Transportband 23 kann bevorzugt aus einem luftdurchlässigen Gewebeband bestehen. Auf der den Saugschlitzen 26, 27 abgewandten Seite des Hohlprofils 22 kann eine Spanneinrichtung 28 für das Transportband 23 vorgesehen sein. Das Hohlprofil 22 ist über einen Unterdruckanschluss 2-9 mit einer nicht dargestellten Unterdruckquelle verbunden. Im Falle, dass mehrere Streckwerke 4 in einer Streckwerksgruppe angeordnet sind, kann es vorgesehen sein, dass sich das Hohlprofi122 über mehrere benachbarte Streckwerke 4 erstreckt und nur einen gemeinsamen Unterdruckanschluss 29 enthält. Die Klemmwalze 24 ist antreibbar und drückt das Transportband 23 gegen die Gleitfläche 25. Durch den Andruck der Klemmwalze 24 wird das Transportband 23 ebenfalls angetrieben. Die Klemmwalze 24 kann durch eine gestrichelt angedeutete Wirkverbindung 30, beispielsweise durch eine Zahnradstufe, von der Ausgangsoberwalze 10 angetrieben sein. Die verzogenen Faserverbände 15 und 16 werden auf dem Transportband 23 durch die Verdichtungszonen 20 und 21 transportiert. Im Bereich der Saugschlitze 26 und 27 wird der jeweilige Faserverband 15 bzw. 16 aufgrund der durch das Transportband 23 in das Hohlprofil 22 eintretenden Luftströmung verdichtet und kompaktiert. Am Ende der Verdichtungszonen 20 und 21 werden die Faserverbände 15 und. 16 in einer Klemmlinie 31 zwischen der Klemmwalze 24 und dem Transportband 23 erneut geklemmt. Da die verzogenen Faserverbände 15 und 16 nach Durchlaufen der Verdichtungszonen 20, 21 quer zur Transportrichtung A eine geringere Breite aufweisen, kann es vorteilhaft sein, dass der Abstand der beiden Faserverbände 15 und 16 an der Klemmlinie 31 kleiner ist als an der Ausgangsklemmlinie 14. Eine Verringerung des Abstandes der beiden Faserverbände 15 und 16 kann dadurch erreicht werden, dass die beiden Saugschlitze 26 und 27 leicht schräg zur Transportrichtung A geneigt und mit entgegengesetzter Neigung zueinander angeordnet werden.
  • Die in Transportrichtung A letzte Klemmlinie wird auch als Lieferklemmlinie des Streckwerks 4 bezeichnet. Im Falle, dass eine Verdichtungseinrichtung 19 vorhanden ist, ist die Klemmlinie 31 die Lieferklemmlinie. Wenn keine Verdichtungseinrichtung 19 vorgesehen ist, ist die Ausgangsklemmlinie 14 bereits die Lieferklemmlinie des Streckwerks 4.
  • Im Anschluss an die Lieferklemmlinie 31 werden die beiden separat verzogenen Faserverbände 15 und 16 an einer stromabwärts liegenden Vereinigungsstelle 32 vereinigt und bilden den vereinigten Faserverband 3, der in Transportrichtung A einer Strickstelle 33 am Nadelzylinder 2 der Strickeinrichtung 1 zugeführt wird. Die Strickeinrichtung 1 mit dem Stricknadeln 34 enthaltenden Nadelzylinder 2 ist in an sich bekannter Weise antreibbar. Der Nadelzylinder 2 dreht sich in Rotationsrichtung B und verstrickt dabei den vereinigten Faserverband 3 in der Strickstelle 33 zu einer Maschenware. Das Verstricken eines Faserverbandes 3 durch Stricknadeln 34 in einer Strickstelle 33 ist an sich bekannt, so dass an dieser Stelle auf eine detaillierte Beschreibung verzichtet werden kann.
  • Die Lieferklemmlinie 31 des Streckwerks 4 weist aus geometrischen Gründen einen gewissen Abstand zur Strickstelle 33 auf. Da die separat verzogenen Faserverbände 15 und 16 im Anschluss an die Lieferklemmlinie 31 praktisch keine Festigkeit aufweisen, sind Luftdüsen 35, 36 und 37 zum Transportieren der Faserverbände 15, 16, 3 zu der Strickstelle 33 vorgesehen. Der Faserverband 15 bzw. 16 wird durch die Luftdüse 35 bzw. 36 an die Vereinigungsstelle 32 herangeführt. Die Luftdüsen 35 und 36 sind bevorzugt als reine Sammeldüsen ausgestaltet, die dem Faserverband 15 bzw. 16 keine Drehung erteilen. Die Eintrittsöffnungen der Luftdüsen 35, 36 sind vorteilhafterweise möglichst dicht an der Lieferklemmlinie 31 angeordnet. Der an der Vereinigungsstelle 32 vereinigte Faserverband 3 wird durch die Luftdüse 37 mit einem Falschdrall versehen und in die Strickstelle 33 transportiert. Durch den mit der Luftdüse 37 erzeugten Falschdrall erhält der vereinigte Faserverband 3 eine für den Transport zur Strickstelle 33 ausreichende Festigkeit.
  • Den Luftdüsen 35 und 36 sind Leitrohre 38 und 39 zugeordnet, die die Transportwirkung der Luftdüsen 35 und 36 auf eine gewisse Strecke ausdehnen. Die Ausgangsöffnungen 40 und 41 der Leitrohre 38 und 39 liegen sehr dicht beieinander, so dass sich die Faserverbände 15 und 16 an der unmittelbar folgenden Vereinigungsstelle 32 zu dem Faserverband 3 vereinigen können. Die Ausgangsöffnungen 40 und 41 münden unmittelbar in ein Leitrohr 42 für den vereinigten Faserverband 3. Im Anschluss an das Leitrohr 42 ist die Luftdüse 37 angeordnet, die dem vereinigten Faserverband 3 einen Falschdrall erteilt. Die Luftdüse 37 ist möglichst dicht an der Strickstelle 33 angeordnet. Zur Überbrückung der letzten Distanz kann sich an die Luftdüse 37 noch ein kurzes Leitrohr 43 anschließen.
  • Damit die Faserverbände 15, 16, 3 zwischen der Lieferklemmlinie 31 und der Strickstelle 33 möglichst ununterbrochen geführt sind, ist es vorteilhaft, die Leitrohre 38, 39 und 42 in einem Bauteil zusammenzufassen, das im Wesentlichen Y-förmig gestaltet ist.
  • In 3 ist eine Variante eines Streckwerks für die Vorrichtung zum Spinnstricken dargestellt. Gleiche Bauteile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, so dass auf eine wiederholte Beschreibung verzichtet werden kann. Die Faserverbände 15 und 16 werden in 3 durch zwei benachbarte Streckwerke 4 und 4' verzogen. Für jeden Faserverband 15 und 16 ist eine separate Ausgangsoberwalze 10 und 10' vorgesehen, wobei die beiden Oberwalzen 10 und 10' durch eine gemeinsame Achse 44 zu einem Oberwalzenzwilling zusammengefasst sein können. Bei den Streckwerken 4 und 4' der 3 sind keine Verdichtungseinrichtungen 19 vorgesehen, so dass die Lieferklemmlinie des Streckwerks 4 durch die Ausgangsklemmlinie 14 gebildet wird. Die separat verzogenen Faserverbände 15 und 16 werden unmittelbar im Anschluss an die Lieferklemmlinie 14 von den Luftdüsen 35 und 36 übernommen und über die Leitrohere 38 und 39 der Vereinigungsstelle 32 zugeführt. Der an der Vereinigungsstelle 32 vereinigte Faserverband 3 wird über das Leitrohr 42 und die Luftdüse 37 zu der Strickstelle 33 transportiert und dort zu der Maschenware verstrickt.
  • In nicht dargestellter Ausgestaltung können die Varianten der 2 und 3 derart kombiniert werden, dass in jedem der benachbarten Streckwerke 4 und 4' zwei Faserverbände separat verstreckt werden, die dann in einer oder zwei nachfolgenden Vereinigungsstellen vereinigt werden. Der verstrickte Faserverband 3 besteht dann aus vier separat verzogenen Faserverbänden.

Claims (8)

  1. Verfahren zur Herstellung einer Maschenware aus einem Faserverband, wobei der Faserverband (3) unmittelbar vor dem Stricken durch die Vereinigung von wenigstens zwei Faserverbänden (15, 16) gebildet wird, die durch separates Verziehen von Faserbändern oder Vorgarnen (11, 12) in der gewünschten Feinheit erzeugt werden, wobei wenigstens ein separat verzogener Faserverband (15, 16) durch eine Luftdüse (35, 36) an die Vereinigungsstelle (32) herangeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der vereinigte Faserverband (3) mit Falschdrall versehen und in eine Strickstelle (33) transportiert wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Faserverband (15, 16) ungedreht an die Vereinigungsstelle (32) herangeführt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Faserverband (15, 16) mit Falschdrall an die Vereinigungsstelle (32) herangeführt wird.
  4. Vorrichtung zum Spinnstricken mit einem Streckwerk (4) mit mehreren Walzenpaaren zum Verziehen von wenigstens zwei Faserverbänden und mit wenigstens einer Luftdüse (37) zum Transportieren eines vereinigten Faserverbandes (3) von den Walzenpaaren zu einer Strickstelle, wobei jeweils eine Luftdüse (35, 36) zum Transportieren eines durch die Walzenpaare separat verzogenen Faserverbandes (15, 16) zwischen einer Lieferklemmlinie (14; 31) des Streckwerks (4) und der nachgeordneten Luftdüse (37) zum Transportieren des vereinigten Faserverbandes (3) zu der Strickstelle (33) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdüse (37) ausgebildet ist, den vereinigten Faserverband (3) mit einem Falschdrall zu versehen.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Luftdüse (35; 36) für einen separat verzogenen Faserverband (15; 16) ein Leitrohr (38; 39) zugeordnet ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsöffnungen (40, 41) von wenigstens zwei Leitrohren (38, 39) für separat verzogene Faserverbände (15, 16) in ein Leitrohr (42) für den vereinigten Faserverband (3) münden.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdüse (37) zum Transportieren des vereinigten Faserverbandes (3) im Anschluss an ein Leitrohr (42) für den vereinigten Faserverband (3) angeordnet ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Wesentlichen Y-förmiges Bauteil vorgesehen ist, das die Leitrohre (38, 39, 42) enthält.
DE102007051655.1A 2007-10-26 2007-10-26 Verfahren zur Herstellung einer Maschenware und Vorrichtung zum Spinnstricken mit einem Streckwerk Expired - Fee Related DE102007051655B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102007051655.1A DE102007051655B4 (de) 2007-10-26 2007-10-26 Verfahren zur Herstellung einer Maschenware und Vorrichtung zum Spinnstricken mit einem Streckwerk

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102007051655.1A DE102007051655B4 (de) 2007-10-26 2007-10-26 Verfahren zur Herstellung einer Maschenware und Vorrichtung zum Spinnstricken mit einem Streckwerk

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE102007051655A1 DE102007051655A1 (de) 2009-04-30
DE102007051655B4 true DE102007051655B4 (de) 2019-10-17

Family

ID=40490313

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102007051655.1A Expired - Fee Related DE102007051655B4 (de) 2007-10-26 2007-10-26 Verfahren zur Herstellung einer Maschenware und Vorrichtung zum Spinnstricken mit einem Streckwerk

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102007051655B4 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102019111035A1 (de) * 2019-04-29 2020-10-29 Saurer Intelligent Technology AG Spinnstelle, Luftspinnmaschine und Verfahren zum Herstellen eines Garns

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
IT201800009292A1 (it) * 2018-10-09 2020-04-09 Savio Macch Tessili Spa Apparato e metodo di stiro e filatura di filati misti per macchine di filatura ad aria con alimentazioni multiple
DE202019103430U1 (de) 2019-06-19 2019-06-28 Sipra Patententwicklungs- Und Beteiligungsgesellschaft Mbh Verzugseinrichtung für Spinn-Strickmaschinen

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4003194A (en) 1973-04-10 1977-01-18 Toray Industries, Inc. Method and apparatus for producing helically wrapped yarn
DE3638110A1 (de) 1986-11-07 1988-05-11 Fritz Stahlecker Vorrichtung zum pneumatischen falschdrallspinnen
DE102006006502A1 (de) 2006-02-13 2007-08-16 König, Reinhard, Dr. Ing. Spinnstrickmaschine, Streckwerke und Verfahren
DE102006037716A1 (de) 2006-08-07 2008-02-14 Wilhelm Stahlecker Gmbh Vorrichtung zum Herstellen einer Maschenware

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4003194A (en) 1973-04-10 1977-01-18 Toray Industries, Inc. Method and apparatus for producing helically wrapped yarn
DE3638110A1 (de) 1986-11-07 1988-05-11 Fritz Stahlecker Vorrichtung zum pneumatischen falschdrallspinnen
DE102006006502A1 (de) 2006-02-13 2007-08-16 König, Reinhard, Dr. Ing. Spinnstrickmaschine, Streckwerke und Verfahren
DE102006037716A1 (de) 2006-08-07 2008-02-14 Wilhelm Stahlecker Gmbh Vorrichtung zum Herstellen einer Maschenware

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102019111035A1 (de) * 2019-04-29 2020-10-29 Saurer Intelligent Technology AG Spinnstelle, Luftspinnmaschine und Verfahren zum Herstellen eines Garns

Also Published As

Publication number Publication date
DE102007051655A1 (de) 2009-04-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE19815054C5 (de) Verfahren und Spinnmaschine zum Herstellen von Coregarn
DE19815053B4 (de) Verfahren zum Herstellen eines Scheinzwirnes und Spinnmaschine hierfür
EP1501967B1 (de) Streckwerk einer ringspinnmaschine mit einem verdichter für ein faserband
DE19860201B4 (de) Vorrichtung zum Spinnen eines Fadens aus mehreren Fadenkomponenten
DD202189A5 (de) Verfahren fuer die zufuehrung von fasern fuer die effektgarnherstellung und einrichtung fuer dessen verwirklichung
DE10236450A1 (de) Spinnmaschine mit einem Mehrstufen-Verdichtungs-Streckwerk
EP1302572B1 (de) Spinnmaschine zum Herstellen von Coregarn
DE112008001937B4 (de) Verzugseinheit für Strickmaschine
WO2008017340A1 (de) Vorrichtung zum herstellen einer maschenware
DE102007051655B4 (de) Verfahren zur Herstellung einer Maschenware und Vorrichtung zum Spinnstricken mit einem Streckwerk
DE3021632A1 (de) Spinnmaschine, vorzugsweise ringspinnmaschine
DE102004026519A1 (de) Vorrichtung an einer Spinnmaschine zum Verstrecken und Verdichten eines Stapelfaserverbandes
EP1664402A1 (de) Streckwerk f r spinnmaschinen
EP3842578B1 (de) Ringspinnmaschine und verfahren zur herstellung eines core-garns
DE19815052B4 (de) Verfahren zum Herstellen eines Garnes und Spinnmaschine hierfür
DE102006037716A1 (de) Vorrichtung zum Herstellen einer Maschenware
DE102004042830B4 (de) Vorrichtung zum Herstellen von Scheinzwirn
DE10218794A1 (de) Vorrichtung zum Herstellen eines Scheinzwirnes
EP3724383A1 (de) Streckwerk für eine spinnmaschine mit einer verdichtungsvorrichtung
DE102006062364B4 (de) Vorrichtung zum Herstellen einer Maschenware
DE102004062796A1 (de) Unterdruckkanal für Faserbündelungseinrichtungen einer Spinnmaschine
DE102006011212A1 (de) Antrieb für eine Vorrichtung zur Herstellung einer Maschenware
DE102007063263A1 (de) Saugkanal für eine Faserbündelungseinrichtung
DE10343316A1 (de) Vorrichtung an einer Spinnmaschine zum Verdichten eines Faserverbandes
DE102006037713A1 (de) Vorrichtung zum Herstellen einer Maschenware

Legal Events

Date Code Title Description
R082 Change of representative

Representative=s name: CANZLER & BERGMEIER PATENTANWAELTE, DE

Representative=s name: CANZLER & BERGMEIER PATENTANWAELTE, 85055 INGOLSTA

Representative=s name: PATENTANWAELTE CANZLER & BERGMEIER PARTNERSCHA, DE

R082 Change of representative

Representative=s name: CANZLER & BERGMEIER PATENTANWAELTE, DE

Representative=s name: PATENTANWAELTE CANZLER & BERGMEIER PARTNERSCHA, DE

Representative=s name: CANZLER & BERGMEIER PATENTANWAELTE, 85055 INGOLSTA

R012 Request for examination validly filed

Effective date: 20140530

R016 Response to examination communication
R016 Response to examination communication
R018 Grant decision by examination section/examining division
R020 Patent grant now final
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee