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Die
Erfindung betrifft ein verstellbares Fahrzeugdach für Fahrzeuge,
vorzugsweise für
Kraftfahrzeuge, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
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Es
sind Fahrzeugdächer
bekannt, bei denen Teilbereiche des Dachs ähnlich einem Schiebedach geöffnet werden
können.
Hierbei wird ein Teil des Fahrzeugdachs in ein benachbartes Dachteil
eingeschoben bzw. auf oder unterhalb dieses benachbarten Dachteils
geschwenkt. Dieses seitliche Schwenken kann beispielsweise über Schiebe-Linearführungen
oder durch den Einsatz von Mehrgelenkkinematiken erfolgen. Auch
sind klappbare Verdecke bekannt, bei denen ein Schiebedach vorgesehen
ist und somit ein Teilbereich des Fahrzeugdachs während der
Fahrt geöffnet
werden kann.
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Aus
der
EP 1 331 122 B1 ist
ein Personenkraftwagen mit einem versenkbaren Hardtop bekannt. Beim Öffnen des
Hardtops wird ein erster vorderer Dachabschnitt über einen mittleren Dachabschnitt
mittels einer Kinematik geschwenkt. Diese Kinematik ist ein Teil
der gesamten Dachkinematik, sodass der vordere und der mittlere
Dachabschnitt nur gemeinsam mit dem hinteren Dachabschnitt geschwenkt
werden können.
Der hintere Dachabschnitt bildet die C-Säule sowie einen Teil des Dachs,
wobei die Heckscheibe fester Bestandteil des hinteren Dachabschnitts
ist. Der hintere Dachabschnitt wird beim Öffnen des Dachs als ein Bauteil
zusammen mit dem vorderen und dem mittleren Dachabschnitt in eine
Ablageposition eines Verdeckkasten geschwenkt.
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Die
DE 10 2004 029 153
B3 zeigt ein verstellbares Fahrzeugdach mit quer zur Fahrtrichtung klappbaren
C-Säulen
und einem Dachabschnitt zum Verschließen des Fahrzeuginnenraums.
In einem ersten Schritt wird der Dachabschnitt über eine Dreigelenkkinematik
im Wesentlichen horizontal entgegen der Fahrtrichtung verschoben,
sodass die Vorderkante des Dachabschnitts über der Vorderkante der C-Säulen zu
liegen kommt. In einem zweiten Schritt klappen die C-Säulen quer
zur Fahrtrichtung in Richtung der Fahrzeugmitte, wobei der Dachabschnitt
auf die Karosserie abgesenkt wird. Der Dachabschnitt übernimmt
in der abgesenkten Lage die Funktion eines Verdeckkastendeckels.
Das seitliche Klappen der C-Säulen
erfolgt über
einen unterhalb der C-Säulen
angeordneten Gelenkrahmen. Der Gelenkrahmen ist innerhalb der Karosserie
angeordnet und ist von außen
nicht zu erkennen. Die C-Säulen sind
mit dem Dachabschnitt gelenkig miteinander verbunden. In einer weiteren
Ausführung
ist der Dachabschnitt als zweiteiliges Bauteil ausgelegt, wobei
jedoch beim Öffnen
des Dachs keine verweilbare Zwischenposition vorgesehen ist. Der
zweite Dachabschnitt kann parallel über den hinteren Dachabschnitt
verfahren werden.
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In
der
DE 39 03 358 A1 wird
ein einklappbares Fahrzeugdach beschrieben, bei dem zwei sich gegenüber liegende
C-Säulen
gelenkig mit einem steifen Dachteil verbunden sind. Die C-Säulen sind, mit
ihren dem Dachteil gegenüber
liegenden Enden, an der Karosserie schwenkbar befestigt. Eine im Heckbereich
des Dachs angeordnete Heckscheibe kann bei sich öffnendem Dach zusammen mit
den schwenkbaren C-Säulen
in einen Aufbewahrungsraum geschwenkt werden, wobei diese Dachteile eine
besonders platzsparende Aufbewahrungsstellung zueinander einnehmen.
Die das obere Dachteil mit den C-Säulen verbindende Versteileinrichtung
ist beispielsweise durch Führungen
an der Karosserie und/oder an den Dachteilen derart ausgebildet,
dass von den C-Säulen
abstehende Lenker oder Arme in diese Führungen eingreifen. Die derart
geführten
und gehaltenen C-Säulen
lassen sich so bei geschlossenem Dach fixieren.
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Aus
der
DE 34 16 286 A1 ist
ein oberes Dachteil eines Klappverdecks für Kraftfahrzeuge bekannt, das
zwischen dem Windschutzscheibenrahmen und einem im Heckbereich des
Fahrzeugs angeordneten Hauptspriegel formsteife und starre Dachteile
aufweist, welche bei geöffnetem
Dach platzsparend vor den Kofferraum geschwenkt werden können. Die
starren Dachteile sind bei geschlossenem Dach so unterhalb eines
Verdeckstoffs positioniert, dass dadurch eine vollständig den
Verdeckstoff formgebende und versteifende Anordnung entsteht. Das
hintere, obere, starre Dachteil ist über Gelenke mit dem Hauptspriegel
verbunden. Zwischen dem hinteren und dem mittleren, oberen, starren Dachteil
ist ein Überbrückungsteil
gelenkig mit beiden Dachteilen verbunden, wobei bei geschlossenem
Dach das Überbrückungsteil
in Ausbuchtungen beider Dachteile aufgenommen wird. Das mittlere und
vordere Dachteil sind über
seitlich angeordnete Gelenke schwenkbar miteinander verbunden. Über die
Gelenkverbindungen der oberen, starren Dachteile zueinander können diese
Z-förmig
zusammengeklappt werden.
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Die
DE 38 06 647 A1 zeigt
ein selbsttragendes Cabrioverdeck, bei dem feste, flächige Teile
mittels eines Verdeckbezugs miteinander verbunden sind und sich
gegenseitig abstützen
können.
Das Dach ist überwiegend
aus festen Dachteilen aufgebaut, wodurch auf Spriegel in üblicher
Weise verzichtet werden kann. Die C-Säulen, auch Dachpfosten genannt,
sind über
den Verdeckstoff schwenkbar mit der Heckscheibe verbunden und lassen
sich, getrennt von Karosserie und Dach, nach hinten auf die Heckscheibe
schwenken. Dies ergibt ein kompaktes Paket, welches bei geöffnetem
Dach im Dachaufnahmeraum verhältnismäßig wenig
Ablageraum benötigt.
Bei dieser Dachausführung überspannt,
bei geschlossenem Dach, der Verdeckstoff die festen Dachteile, die
anstelle von Spriegeln die Kontur des Dachs vorgeben und zugleich
den Verdeckstoff stützen
und in Form halten.
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In
der
DE 100 42 460
A1 wird ein zwischen einer offenen und einer geschlossenen
Stellung bewegbares Fahrzeugdach beschrieben. Das Fahrzeugdach besteht
aus 3 festen, starren Teilen, wobei an ein vorderes Dachteil ein
mittleres Dachteil anschließt
und beide Dachteile über
Lenkergestänge miteinander
verbunden sind. Das mittlere Dachteil ist über ein Lenkergetriebe mit
dem Aufbau verbunden, so dass das vordere und das hintere Dachteil
zusammen geschwenkt werden können.
An das mittlere Dachteil grenzt ein hinteres, starres Dachteil an,
das eine Heckscheibe aufweist. Das hintere Dachteil wird über einen
eigenen, vom vorderen und hinteren Dachteil getrennten, Antrieb
von der offenen in die geschlossene Stellung bewegt. Ein Verdeckstoff
ist nicht vorhanden, so dass die Dachteile bei der Ablagebewegung
große
Längsbewegungen
ausführen können. Eine
Zwischenstellung während
des Fahrbetriebs ist nicht vorgesehen.
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Ein
Kraftfahrzeug mit einem aus einer Schließstellung in eine Offenstellung
bewegbaren Fahrzeugdach und einem öffnungsfähigen vorderen Dachteil sowie
einem hinteren Dachteil ist in der
DE 10 2004 050 565 A1 abgebildet.
Die beiden Dachteile sind als starre, flächige Dachteile ausgelegt,
wobei das vordere Dachteil mittels Längsführungen über das hintere Dachteil bewegt
werden kann. Das vordere Dachteil wird von seitlichen Trägern begrenzt, die
eigenständig über einen
im hinteren Bereich der C-Säule
angeordneten Lenker schräg
unter das hintere Dachteil bewegt werden können. Hierbei ist der vordere
Bereich der Träger
schwenkbar im vorderen Bereich des vorderen Dachteils befestigt.
Beide Dachteile können über ein
Lenkergetriebe in eine Ablageposition im Heckbereich des Fahrzeugs
geschwenkt werden, wobei die seitlichen Träger des hinteren Dachteils
fest mit dem hinteren Dachteil und dem Lenkergetriebe verbunden
sind. Das Lenkergetriebe wird im Wesentlichen durch die hinteren
Träger verdeckt.
Die hinteren Träger
sowie das hintere Dachteil und das darüber angeordnete vordere Dachteil
werden beim Bewegen in den heckseitigen Aufnahmeraum sowohl in horizontaler
Richtung wie auch in vertikaler Richtung verlagert.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeugdach zu schaffen,
das in einem ersten Schritt über
eine einfache Kinematik in einen teilgeöffneten Zustand verstellt werden
kann und in einem weiteren Schritt in einen vollständig geöffneten
Zustand verstellbar ist, wobei die oberen Dachelemente starre Dachelemente
sind und die seitlichen Dachbereiche durch einen Verdeckstoff gebildet
werden und alle Dachbereiche ein ansprechendes Erscheinungsbild
bieten sollen und einfach sowie kostengünstig herstellbar sind.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
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Bei
dem erfindungsgemäßen verstellbaren Fahrzeugdach
wird ein vorderes festes Dachsegment über eine Gelenkkinematik über ein
hinteres festes Dachsegment geschwenkt. Beide Dachsegmente können soweit
vertikal abgesenkt werden, dass die Oberkante des vorderen Dachsegments
mit der oberen Dachkontur der C-Säulen eine einheitliche Linie
bildet. Dies ist von Vorteil, da das Fahrzeug mit diesem teilgeöffneten
Fahrzeugdach gefahren werden kann und sich somit der Luftwiderstand
und mögliche Luftverwirbelungen
bezüglich
akustischer Beeinträchtigungen
reduzieren lassen. Der hierbei vom vorderen Dachsegment freigegebene
Dachbereich ist erheblich größer als
der eines Schiebedachs, sodass für
die Insassen ein Cabrio-ähnlicher Eindruck
entsteht. Dieses teilgeöffnete
Fahrzeugdach kommt immer dann zum Einsatz, wenn im Stauraum, in
dem bei vollständig
geöffnetem
Dach das Verdeck abgelegt ist, umfangreiches Gepäck transportiert werden soll.
Das Verdeck lässt
sich in diesem Fall nicht mehr in dem Stauraum ablegen, sodass mit der
erfindungsgemäßen Lösung wenigstens
ein Fahrbetrieb mit einem teilweise geöffneten Verdeck ermöglicht wird.
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Bei
voll geöffnetem
Verdeck wird dieses über zwei
von außen
sichtbar geteilte C-Säulen
vertikal bis auf die Karosserie abgesenkt. In dieser Lage bildet das
vordere Dachsegment den Verdeckkastendeckel aus. Die Heckscheibe,
die nicht Bestandteil des versenkbaren Fahrzeugdachs ist, wird über Führungen in
die Heckklappe des Fahrzeugs versenkt.
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Mit
der Erfindung soll bei kleineren Fahrzeugen, vorwiegend zweisitzigen
Fahrzeugen ein einfaches kostengünstiges
Verdeck ermöglicht
werden. Der bei diesen Fahrzeugen zur Verfügung stehende Verdeckablageraum
lässt meistens
den Einsatz eines verstellbaren Hardtopdachs nicht zu. Um dennoch
die Vorteile eines festen Fahrzeugdachs nutzen zu können, wird
eine Kombination aus festen Dachsegmenten mit Dachseitenteilen aus
Verdeckstoff gewählt.
Die Dachsegmente schließen
das Fahrzeug bei vollständig
geöffnetem
Fahrzeugdach mit der Gürtellinie
des Fahrzeugs ab. Die aus Verdeckstoff bestehenden seitlichen Dachbereiche
lassen sich platzsparend in dem zur Verfügung stehenden Aufnahmeraum
zusammenfalten.
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Weitere
Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der
Beschreibung und den Zeichnungen.
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Die
Erfindung wird anhand einiger in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsformen
näher erläutert. Es
zeigt:
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1 eine
perspektivische Ansicht eines Fahrzeugs mit geschlossenem Fahrzeugdach,
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2 eine
Seitenansicht eines geschlossenen Fahrzeugdachs,
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3 eine
Seitenansicht mit teilweise geöffnetem
Fahrzeugdach und aufliegender geöffneter ersten
Dachhälfte,
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4 eine
Seitenansicht mit teilweise geöffnetem
Fahrzeugdach und bündig
versenkter geöffneter
ersten Dachhälfte,
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5 eine
Seitenansicht mit vollständig
geöffnetem
Fahrzeugdach,
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6 bis 8 die
Darstellung einer quer zur Fahrtrichtung klappbaren C-Säule während des Öffnungsvorgangs
des Fahrzeugdachs,
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9 bis 11 die
Darstellung einer längs zur
Fahrtrichtung klappbaren C-Säule
während
des Öffnungsvorgangs
des Fahrzeugdachs,
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12 eine
schematische Darstellung des quer zur Fahrtrichtung zu öffnenden
Fahrzeugdachs mit Schwenkantrieb.
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht eines Fahrzeugs mit geschlossenem Fahrzeugdach 1. Das
Fahrzeugdach 1 setzt sich aus einem vorderen Dachsegment 7 und
einem hinterem Dachsegment 8 zusammen.
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Die
beiden Dachsegmente 7, 8 werden seitlich durch
die C-Säulen 9 und
die Seitenfenster 17 begrenzt. Die vordere Begrenzung wird
durch die Windschutzscheibe 6 und dem oberen Rahmen 5 der Windschutzscheibe 6 gebildet.
Im Heck grenzt die Heckscheibe 15, die beispielsweise Bestandteil
einer im Wesentlichen senkrecht stehenden Heckklappe 16 ist,
an die Hinterkante des hinteren Dachsegments 8. Das Fahrzeug
ist vorzugsweise ein zweitüriger
Kleinwagen, dessen C-Säulen 9 beispielsweise eine
stoffbespannte Kinematik sind. Die Dachsegmente 7, 8 können als
feste, flächige
Bauteile ausgeführt
sein.
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Eine
Seitenansicht eines geschlossenen Fahrzeugdachs 1 ist in
der 2 abgebildet. Die beiden Dachsegmente 7, 8 sind
an ihren zugewandten Seiten über
eine 4-Gelenk-Kinematik, der vorderen Dachkinematik 20,
miteinander verbunden. Diese vordere Dachkinematik 20 wird
durch einen oberen Lenker 22 und einen unteren Lenker 23 gebildet.
Beide Lenker 22, 23 sind bei geschlossenem Fahrzeugdach 1 vollständig in
die beiden Dachsegmente 7, 8 integriert. Das vordere
Dachsegment 7 wird hierbei mittels eines hier nicht gezeigten
Verschlusses mit dem oberen Rahmen 5 der Windschutzscheibe 6 fest verriegelt.
Das hintere Dachsegment 8 ist mit seiner Oberkante bündig abschließend in
den weitern Dachverlauf integriert, wobei der weitere Dachverlauf
im Wesentlichen durch die beiden seitlichen C-Säulen 9 und durch die
Heckscheibe 15 gebildet wird. Das geschlossene Fahrzeugdach 1 bildet
mit den Dachsegmenten 7, 8 eine geschlossene und
bündige
Fläche als
obere Dachfläche
aus. Dem Fahrgastinnenraum zugewandt sind die Dachsegmente 7, 8 beispielsweise
mit einem Dachinnenbezug aus Stoff verkleidet.
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Ein
teilgeöffnetes
Fahrzeugdach, bei dem das vordere Dachsegment 7 auf das
hintere Dachsegment 8 geschwenkt wird, ist in der 3 dargestellt.
Die Lenker 22, 23 der vorderen Dachkinematik 20 sind
aus ihrer im Wesentlichen parallelen Lage (geschlossenes Dach) in
eine schräg
nach hinten ausgerichtete Position geschwenkt. Die beiden Dachsegmente 7, 8 sind
parallel zueinander ausgerichtet, wobei sich das vordere Dachsegment 7 oberhalb
der Oberkante des geschlossenen Fahrzeugdachs 1 befindet.
Die das Fahrzeugdach 1 stützende Verbindung zwischen
dem Rahmen 5, der Windschutzscheibe 6 und dem
vorderen Dachsegment 7 besteht bei diesem teilgeöffneten
Fahrzeugdach 1 nicht mehr. Das teilgeöffnete Fahrzeugdach 1 wird
in dieser Lage durch eine hintere Dachkinematik 21 und durch
die Heckscheibe 16 in seiner Position gehalten. Auch kann
in diesem Fall, hier nicht dargestellt, eine geteilte Seitenscheibe 17 verwendet
werden. Hierbei ist ein vorderer Teil der Seitenscheibe 17 der Tür und ein
hinterer Teil der Seitenscheibe 17 dem hinteren Dachsegment 8 und
der C-Säule 9 zugeordnet.
Dieser hintere Teil einer Seitenscheibe 17 kann stützend zur
Stabilisierung des Fahrzeugdachs 1 beitragen.
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Ein
derart teilgeöffnetes
Fahrzeugdach 1 weist den Vorteil auf, dass der das Verdeck
aufnehmende Gepäckraum
voll beladen werden kann und trotzdem noch mit einem teilweise geöffneten
Verdeck gefahren werden kann. Dies entspricht etwa dem Fahrzeugtyp
eines Targas, bei dem im vorderen und mittleren Bereich das Dach
zu öffnen
ist, wogegen die C-Säulen 9 und
der Bereich der Heckscheibe 15 verschlossen bleiben.
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Die
hintere Dachkinematik 21 wird durch einen vorderen Lenker 24 und
einen hinteren Lenker 25 gebildet und stellen gemeinsam
eine 4-Gelenk-Kinematik
dar. Die dachseitigen Enden der hinteren Dachkinematik 21 sind
beide im hinteren Dachsegment 8 gelenkig mit diesem verbunden.
An ihrem gegenüberliegenden
Ende sind beide Lenker 24, 25 gelenkig in einer
vertikalen Verschiebeeinheit 30 aufgenommen. Hierbei werden
die Enden der Lenker 24, 25 beispielsweise in
Langlöchern 32 oder
in sonstigen Linearführungen,
im Wesentlichen vertikal verschiebbar geführt. Die vertikale Verschiebeeinheit 30 ist über eine
quer zur Fahrtrichtung verlaufende Schwenkachse 31 schwenkbar
gelagert.
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In 4 ist
das auf dem hinteren Dachsegment 8 positionierte vordere
Dachsegment 7 zusammen mit dem hinteren Dachsegment 8 vertikal
soweit abgesenkt, dass die Oberkante des vorderen Dachsegments 7 bündig mit
dem weiteren Dachverlauf abschließt. In dieser Position ist
das teilgeöffnete
Fahrzeugdach 1 weniger für Luftverwirbelungen anfällig, wobei
zusätzlich
noch ein sportliches und dynamisches Erscheinungsbild entsteht.
Die dem Fahrzeugdach 1 abgewandten Enden der Lenker 24, 25 der hinteren
Dachkinematik 21 sind in den Langlöchern 32 der vertikalen
Verschiebeeinheit 30 um den Betrag der Absenkung des vorderen
Dachsegment 7 in Richtung Karosserie verschoben.
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Um
von einem teilgeöffneten
Fahrzeugdach 1 zu einem vollwertigen Cabrio zu gelangen,
kann in einem weiteren Schritt das teilgeöffnete Fahrzeugdach 1 über die
hintere Dachkinematik 21 soweit abgesenkt werden, dass
die Dachoberkante des vorderen Dachsegments 7 im Wesentlichen
fluchtend mit der Gürtellinie,
die der Brüstung
der Fahrzeugtüre entspricht,
abschließt.
Hierbei schwenken die der vertikalen Verschiebeeinheit 30 zugewandten
Enden der hinteren Dachkinematik 21 zusammen mit der vertikalen
Verschiebeeinheit 30 in Fahrtrichtung. Die C-Säulen 9,
die beispielsweise aus einem Verdeckstoff 33 hergestellt
sind, werden hierbei entsprechend 5 zusammengefaltet
und in einer Verdeckaufnahme aufgenommen. Die Heckscheibe 15 wird
hierbei im Wesentlichen vertikal in die Heckklappe 16 bzw.
in ihrer absenkenden Bewegung der Form und Positionierung der Heckklappe 16 folgend
in diese eingefahren. Die Oberkante der Heckscheibe 15 schließt in etwa
mit der Oberkante des vorderen Dachsegments 7 ab.
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In
den 6 bis 7 sind quer zur Fahrtrichtung
klappbare geteilte C-Säulen 36, 37 während dem Öffnen des
Fahrzeugdachs 1 und vice versa abgebildet. Hierbei zeigt 6 eine
rechte und eine linke C-Säule 9,
die jeweils in der Ebene der Gürtelline und
in etwa in halber Höhe
der C-Säulen 9 ein
Gelenk 40, 41 aufweisen. Die Schwenkachsen 38, 39 der
Gelenke 40, 41 sind im Wesentlichen parallel zur Fahrtrichtung
ausgerichtet. In der abgebildeten Lage Ia befinden sich
die C-Säulen 9 unmittelbar
vor dem Zusammenklappen, welches dem Öffnungsvorgang des Verdecks
entspricht.
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Entsprechend
in 7 abgebildet sind die C-Säulen 9 zur Hälfte zusammengeklappt,
wobei die oberen Hälften 36 der
C-Säulen 9 mit
ihren den unteren Hälften
der C-Säulen 37 zugewandten
Enden in Richtung Fahrgastinnenraum schwenken. 8 zeigt
die C-Säulen 9 in
vollständig
zusammengeklappter Lage Ib, wobei die oberen Hälften 46 der C-Säulen 9 auf
der unteren Hälfte 47 der
C-Säulen 9 zu
liegen kommen. Beide Hälften 46, 47 der
C-Säulen 9 sind
in etwa parallel zur Fahrbahn ausgerichtet. Selbstverständlich ist
es möglich,
dass die Hälften 46, 47 der
C-Säulen 9 jeden
anderen gemeinsamen Winkel bzw. Stellung zueinander einnehmen können. Auch
können
beide Hälften 46, 47 weit
in den unterhalb der Gürtellinie
liegenden Fahrgastinnenraum eingeschwenkt werden. Entsprechend wie
in den 6 bis 8 abgebildet sind in den 9 bis 11 in
Fahrtrichtung klappbare C-Säulen 9 dargestellt
(siehe Ia). Diese Ausführung
der C-Säulen 9 kann
beispielsweise aus festen Materialien wie Stahl oder Kunststoff
bestehen. In etwa mittiger Lage der C-Säulen 9 sind diese
getrennt und nur durch ein im Bereich der Trennung hinten angeordnetes
Gelenk 50 miteinander verbunden. Im unteren Bereich, dem Fahrzeug
zugewandt sind die C-Säulen 9 über ein ebenfalls
hinten angeordnetes Gelenk 51 mit dem Fahrzeugaufbau schwenkbar
verbunden. Beide Schwenkachsen 48, 49 sind im
Wesentlichen quer zur Fahrtrichtung ausgerichtet. Beim Zusammenklappen
der C-Säulen 9 klappen
diese scherenartig aufeinander, wobei beide Hälften 46, 47 der
C-Säulen 9 vollständig in
den Fahrzeugaufbau hineinschwenken (siehe Ib). Diese Anordnung
ist besonders platzsparend und ermöglicht es, dass das zusammengeklappte
Verdeck vollständig
zwischen den C-Säulen 9 platziert
werden kann.
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12 zeigt
eine schematische Darstellung des quer zur Fahrtrichtung zu öffnenden
Fahrzeugdachs 1 mit Schwenkantrieb 55. Aus der
Position Ia schwenken die C-Säulen 9 über die
die beiden C-Säulenhälften 36, 37 verbindenden
Gelenke 38, 40 in Richtung auf die Fahrzeugmitte,
wobei das hintere Dachsegment 8 über Gelenke (hier nicht abgebildet) in
Richtung auf das Fahrzeug bewegt wird. In der Position Ib sind
die beiden C-Säulenhälften 36, 37 sowie
das hintere und das vordere Dachsegment 8, 7 paketförmig und
im Wesentlichen parallel ausgerichtet zusammengefahren. Diese Positionierung
entspricht einer vollständig
geöffneten
Cabrioausführung.
Unterhalb der Oberkante der unteren Hälfte 37 der C-Säulen sind
auf der Fahrzeuginnenseite zugewandt Schwenkantriebe 55 über Anbindungsflansche 60 angebracht.
Die Schwenkantriebe 55 sind beispielsweise als Zylinder-Kolbenaggregate 56, 57 ausgebildet
und mit ihren Kolbenstangen 57 über obere Schwenkachsen 59 mit
den C-Säulen 9 verbunden.
Die Zylinder 56 sind innerhalb des Fahrzeugs über Schwenkachsen 58 an
die Karosserie angebunden. Als Antrieb empfiehlt es sich einen hydraulischen
Antrieb auszuwählen,
wobei selbstverständlich
jeder andere geeignete Antrieb verwendet werden kann.
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- 1
- Fahrzeugdach
- 5
- oberer
Rahmen Windschutzscheibe, Windlauf
- 6
- Windschutzscheibe
- 7
- vorderes
Dachsegment
- 8
- hinteres
Dachsegment
- 9
- C-Säule
- 10
- A-Säule
- 11
- zusammengefaltete
C-Säule
- 15
- Heckscheibe
- 16
- Heckklappe
- 17
- Seitenscheibe
- 20
- vordere
Dachkinematik, 4-Gelenk-Kinematik
- 21
- hintere
Dachkinematik, 4-Gelenk-Kinematik
- 22
- oberer
Lenker vordere Dachkinematik
- 23
- unterer
Lenker vordere Dachkinematik
- 24
- vorderer
Lenker hintere Dachkinematik
- 25
- hinterer
Lenker hintere Dachkinematik
- 30
- vertikale
Verschiebeeinheit
- 31
- Schwenkachse
- 32
- Vertikalführung, Langloch
- 33
- Verdeckstoff
- 35
- geteilte
C-Säule
- 36
- obere
Hälfte
C-Säule
- 37
- untere
Hälfte
C-Säule
- 38
- obere
Schwenkachse in Fahrtrichtung
- 39
- untere
Schwenkachse in Fahrtrichtung
- 40
- Gelenk
- 41
- Gelenk
- 45
- geteilte
C-Säule
- 46
- obere
Hälfte
C-Säule
- 47
- untere
Hälfte
C-Säule
- 48
- obere
Schwenkachse quer zur Fahrtrichtung
- 49
- untere
Schwenkachse quer zur Fahrtrichtung
- 50
- oberes
Gelenk der geteilten C-Säule
- 51
- unteres
Gelenk der geteilten C-Säule
- 55
- Schwenkantrieb
- 56
- Zylinder
- 57
- Kolbenstange
- 58
- untere
Schwenkachse des Schwenkantriebs
- 59
- obere
Schwenkachse des Schwenkantriebs
- 60
- Flansch,
Anbindungsflansch
- Ia
- Fahrzeug
mit ausgeklappten C-Säulen
- Ib
- Fahrzeug
mit zusammengeklappten C-Säulen