DE10212575A1 - Versenkbares Dach für Personenkraftfahrzeuge, insbesondere Hartdach für Cabriolets, Roadster oder dergleichen - Google Patents
Versenkbares Dach für Personenkraftfahrzeuge, insbesondere Hartdach für Cabriolets, Roadster oder dergleichenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein versenkbares Dach für Personenkraftfahrzeuge, insbesondere Hartdach für zweisitzige Cabriolets, Roadster o. dgl., mit einer formsteifen Schale, die einen Dachteil und hinteren am Dachteil im stumpfen Winkel starr angeschlossenen Tragsäulen umfasst, mit einer Heckscheibe für eine Fensteröffnung, mit einem quer zur Fahrzeuglängsachse unmittelbar hinter den Sitzen gelegenen Unterbringungsraum, in dem der Dachteil mit seinen Tragsäulen durch Führungs- und Antriebsmittel hinein- und herausbewegbar sind, wobei der Dachteil mit seinen Tragsäulen auf einer Führungsbahn kinematisch zwangsgeführt ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein versenkbares Dach der eingangs genannten Art bereitzustellen, dass die notwendige Struktursteifigkeit bei geringerem Gewicht, Leichtgängigkeit und mechanischer Einfachheit sowie Bedienbarkeit unter gleichzeitiger platzsparender Bauweise erreicht wird. DOLLAR A Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, die aus Schienen gebildeten Führungsbahnen parallel zur Fahrzeugslängsachse geradlinig in Richtung Kofferraum erstrecken, auf denen die Tragsäulen des Dachteiles mittels an den Tragsäulenenden befestigten Führungsschlitten verschiebbar und um eine zur Fahrzeuglängsachse gelegene horizontale Querachse drehbar geführt sind, und dass jedem Führungsschlitten eine separate Steuerbahn mit einem endlosen Führungsmittel zum Erzeugen einer kombinierten Translations- und/oder Drehbewegung der Tragsäulen zugeordnet sind, wobei die ...
Description
- Die Erfindung betrifft ein versenkbares Dach für Personenkraftfahrzeuge, insbesondere Hartdach für Cabriolets, Roadster o. dgl., mit einer formsteifen Schale, die einen Dachteil und hinteren am Dachteil im stumpfen Winkel starr angeschlossenen Tragsäulen umfasst, mit einer Heckscheibe für eine Fensteröffnung, mit einem quer zur Fahrzeuglängsachse unmittelbar hinter den Sitzen gelegenen Unterbringungsraum, in dem der Dachteil mit seinen Tragsäulen durch Führungs- und Antriebsmittel hinein- und herausbewegbar sind, wobei der Dachteil mit seinen Tragsäulen auf einer Führungsbahn kinematisch zwangsgeführt ist.
- Aus der DE 36 32 058 A1 bzw. EP 0 262 379 A1 ist ein aufklappbares Verdeck für einen Personenkraftwagen bekannt, das aus einem einheitlichen, festen und stabilen Klappdach mit einem im geschlossenen Zustand etwa waagerechten, oberen Dachbereich und einem zur Rückseite des Pkw hin abfallenden, rückseitigen Dachbereich mit Seitenteilen, mit je zwei Dreh- Gleitlagern an jeden der zwei Seitenteile des rückwärtigen Dachbereiches, die im geschlossenen Zustand des Klappdachs in einem Abstand zueinander etwas unterhalb der Brüstung liegen und mit je zwei, an jeder der zwei Seitenwände des Pkw symmetrisch angeordneten, Führungsschienen, in die die Dreh- Gleitlager eingreifen. Die je zwei Führungsschienen liegen mit ihren oberen Enden im Abstand der zugeordneten Dreh- Gleitlager und haben dort einen unmittelbar nach unten gerichteten Verlauf, wobei der Abstand nach unten hin geringer wird, so dass sich eine Bewegungskurve des Klappdachs ergibt, bei der zu Anfang der Offenbewegung der obere Dachbereich aufgeklappt wird und im weiteren Verlauf der Bewegung in einer weitergehend senkrechten Lage nach unten in seine Endlage geführt wird.
- Das Dreh-Gleitlager wird in der ersten Bewegungsphase in der Führungsschiene auf einem Kreisbogen nach unten geführt, wodurch das Klappdach mit dem vorderen Dachbereich nach oben und mit dem hinteren Dachbereich nach unten schwenkt.
- Durch die zwei an der Pkw-Innenwand befestigten zueinander konzentrisch liegenden Führungsschienen, die die Fortsätze der Seitenteile durch Dreh-Gleitlager zwangsführen, wird verhältnismäßig viel Platz hinter der Sitzgruppe bis zum Teil in den Kofferraum beansprucht. Des weiteren ist ein Verkanten der vielen Führungselemente durch die ungünstige Krafteinwirkung beim Öffnen und Schließen nicht ausschließbar.
- Die DE 43 24 708 A1 offenbart ein versenkbares Dach für Fahrzeuge, insbesondere für zweisitzige Cabriolets mit einer eine Dachplatte und hintere Dachpfosten aufweisenden Dachschale, die mit den Dachpfosten voran der Länge nach in einen Unterbringungsraum zwischen seitlichen Bordwänden der Karosserie hineinbewegbar ist, wonach es aufgerichtet in einer Fahrzeugebene gehalten ist, mit einer Heckscheibe für eine von den Dachpfosten seitlich und von der Dachplatte oben begrenzten Fensteröffnung und mit Führungsmitteln zur Bewegungssteuerung von Dachschale und Heckscheibe, wobei die Heckscheibe aus ihrer Gebrauchtstellung relativ zur Dachschale in eine Nichtgebrauchsstellung bewegungsgesteuert ist, in der ihre Scheibenfläche der Dachplatte in geringem Abstand gegenüberliegt. Die Dachschale ist über seitlich im Unterbringungsraum angeordnete Schiebeführungen absenkgesteuert, wobei die Schiebeführungen unabhängig von den Führungsmitteln der Heckscheibe über ihr zugeordnete Schiebeführungsmittel längsverschiebbar an der Dachschale gelagert ist.
- Durch die zwei an der Pkw-Innenwand befestigten Führungsschienen, die die Seitenteile beispielsweise durch Dreh-Gleitlager oder Stifte zwangsführen, wird verhältnismäßig viel Platz hinter der Sitzgruppe bis zum Teil in den Kofferraum beansprucht. Des weiteren ist ein Verkanten der vielen Führungselemente durch die ungünstige Krafteinwirkung beim Öffnen und Schließen nicht ausschließbar. Es können unverhältnismäßig hohe Flächenpressungen auftreten, die zur Schwergängigkeit des Daches und sogar zur Funktionsunfähigkeit führen.
- Des weiteren ist nach der DE 40 38 074 C1 ein versenkbares Dach für Fahrzeuge, insbesondere Hartdach für Cabriolets mit seitlich einer Heckscheibe des Daches verlaufenden Dachpfosten bekannt, die von der Seite aus gesehen mit dem davor liegenden Längenbereich des Daches einen stumpfen Winkel einschließen und mit einer Ablagestellung des versenkten Daches in einem bei geschlossenem Dach unterhalb der Dachpfosten liegenden Aufnahmeraum, in den das Dach beim Versenken mit den Dachpfosten voran der Länge nach hineinbewegbar ist, wonach es steil aufgerichtet im Aufnahmeraum liegt. Die Heckscheibe bildet bei geschlossenem Dach über ihre zwischen den Dachpfosten vorliegende Breite den unteren Abschluss des Daches und ist aus dieser Betriebsstellung in eine Ablagestellung überführbar, in der sie bei versenktem Dach in einem Höhenabstand zu den unteren Enden der Dachpfosten verstaut ist. Das Dach ist zur zwangläufigen Bewegungssteuerung bei einer Lenkeranordnung an der Karosserie des Fahrzeuges angeschlagen, die zwei bezogen auf die Längsmittelebene des Fahrzeuges spiegelsymmetrische Stützlenker umfasst, deren oberen Enden im unteren Endbereich am zugeordneten Dachpfosten angelenkt sind und die mindestens einen parallel zu einer Neigungslinie der Heckscheibe verlaufenden Führungslenker umfasst, der oberhalb der Heckscheibe am Dach und unterhalb der Heckscheibe an der Karosserie des Fahrzeuges angelenkt ist.
- Bei dieser bekannten Lösung werden Teile des Insassenraumes durch den Absenk- und Ausfahrvorgang infolge der doch verhältnismäßig sperrigen Lenkeranordnung beansprucht. Die Lenkeranordnung ist des weiteren mechanisch aufwendig und damit störanfällig.
- Aus der US 2 191 269 ist ein versenkbares Dach ohne hintere Dachstützen eines Cabriolets bekannt, bei dem über ein aus einer kleineren und größeren Rolle bestehender Ein- und Ausfahrmechanismus das Dach hinter und zum Teil unter die Sitzgruppe ein- und ausfahrbar ist.
- Der Ein- und Ausfahrmechanismus ist durch den Rollenantrieb sehr sperrig und nimmt den gesamten Platz hinter der Sitzgruppe in Anspruch.
- Alle bekannten versenkbaren Dächer des Standes der Technik erreichen die notwendige Struktursteifigkeit durch eine verhältnismäßig hohe Masse, sind im mechanischen Aufbau aufwendig und letztendlich teuer.
- Bei diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein versenkbares Dach der eingangs genannten Art bereitzustellen, dass die notwendige Struktursteifigkeit bei geringerem Gewicht, Leichtgängigkeit und mechanischer Einfachheit sowie Bedienbarkeit unter gleichzeitiger platzsparender Bauweise erreicht wird.
- Diese Aufgabe wird durch ein Dach der eingangs genannten Gattung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen des Daches sind den Unteransprüchen entnehmbar.
- Das erfindungsgemäße Dach zeichnet sich dadurch aus, dass durch eine Vereinfachung der kinematischen Führung des Dachteiles parallel zur Fahrzeuglängsachse entlang der hinteren Kotflügel ausreichend Platz für den Unterbringungsraum des Dachteils mit seinen Tragsäulen unmittelbar hinter der hinteren Sitzgruppe gewonnen wird. Das erfindungsgemäße Dach benötigt lediglich für jede Tragsäule eine in Richtung Kofferraum entlang dem oberen Bereich der hinteren Kotflügel verlaufende gerade Führungsschiene und eine Steuerschiene. Hierdurch wird Platz und Gewicht gespart.
- Das erfindungsgemäße Dach erreicht trotz seiner geringem Masse eine hohe Struktursteifigkeit, bietet im geschlossenen Zustand weitgehend den Komfort eines fest geschlossenen Coupés. Es ist platzsparend, leichtgängig, einfach bedienbar, und ermöglicht ohne Einschränkung eine freie Sicht rückwärts.
- Die Erfindung soll nachstehend an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
- Es zeigt bzw. zeigen:
- Fig. 1 einen Längsschnitt eines zweisitzigen Cabriolets mit geschlossenem Dach,
- Fig. 2 einen Längsschnitt des Cabriolets am Beginn des Absenkvorganges mit Darstellung der in Richtung Kofferraum sich erstreckenden geradlinigen Führungsbahn,
- Fig. 3 einen weiteren Längsschnitt des Cabriolets mit Darstellung des Absenkvorganges im hinteren Anschlag und abgeklappter Heckscheibe,
- Fig. 4 einen weiteren Längsschnitt des Cabriolets nach Beginn der Dreh/Schwenkbewegung und Eintauchen in den Unterbringungsraum,
- Fig. 5 einen Längsschnitt des Cabriolets am Ende des Absenkvorganges in den Unterbringungsraum,
- Fig. 6a und b zwei Varianten der Auslegung des Trägerschlittens,
- Fig. 7a und b die Anordnung der Führungsschiene und der Steuerbahn im Aufnahmeraum für die Tragsäulen gemäß Fig. 6a und b,
- Fig. 8a und b eine schematische Darstellung des Bewegungsablaufes des Daches,
- Fig. 9 eine perspektivische Darstellung der Bewegungsmechanik des Daches,
- Fig. 10 eine perspektivische Darstellung eines geschlossenen Cabriolets mit einer Variante des Daches mit integriertem Überschlagschutzsystem,
- Fig. 11 einen Längsschnitt des geöffneten Cabriolets mit integriertem Überschlagschutzsystem,
- Fig. 12 eine Variante des Daches mit Gelenkverbindung zwischen hinterem Dachteil und Tragsäule sowie
- Fig. 13 eine perspektivische Darstellung des Unterbringungsraumes.
- In einem beispielsweise zweisitzigen in Fig. 1 dargestellten Cabriolet soll das erfindungsgemäße Dach 1 eingesetzt werden. Es besteht aus einem Dachteil 2, einer formsteifen Schale, an deren hinteren Ecken fest im stumpfen Winkel nach unten gerichtete und nach außen divergierende Tragsäulen 3 angeschlossen sind. Die Tragsäulen 3 sind als schlanke flache Träger ausgebildet und nehmen hauptsächlich eine tragende Funktion wahr. Die unteren Enden 4 dieser Tragsäulen 3 sind mit Führungsschlitten 5 versehen, welche Rollen oder Gleitschuhe aufweisen und um eine horizontale Querachse A drehbar an den Tragsäulen angehängt sind. Die Führungsschlitten 5 laufen auf biegesteife Vierkant-Schienen 6, die an senkrecht stehenden und parallel zur Fahrzeuglängsachse fest an der Karosseriestruktur angebrachten Trägerplatten 7 befestigt sind. Jede Tragsäule 3 ist jeweils nur auf einer Schiene 6 durch einen Führungsschlitten 5 zwangsgeführt, der geradlinig auf den Schienen 6 verschiebbar ist. Die Schienen 6 sind verschleißarm, besitzen eine harte Oberfläche und beschreiben eine geradlinige Führungsbahn FB, die parallel zur Fahrzeugslängsachse in Richtung Kofferraum 8 entlang des oberen Bereiches der hinteren Kotflügel 9 angeordnet sind. Am unteren Ende 4 jeder Tragsäule 3 ist ein Stift 19 angebracht. Diese Stifte 19 werden in Steuerbahnen 20 zwangsgeführt, welche an Platten 21 befestigt sind, die parallel zu den Trägerplatten 7 angeordnet sind. Die Steuerbahnen 20 setzen sich aus je einem geradlinigen Bahnteil und einem anschließenden gekrümmten Bahnteil zusammen.
- Hinter der Sitzgruppe 10 befindet sich ein Unterbringungsraum 11 für das erfindungsgemäße Dach, dessen räumliche Ausdehnung sich aus der Bewegungskurve des Dachteiles 2 und der Tragsäulen 3 beim Absenken bzw. Herausfahren ergibt.
- Fig. 2 zeigt den Beginn der horizontalen Verschiebebewegung des Dachteiles 2 mit seinen Tragsäulen 3. Beide Führungsschlitten 5 bewegen sich auf den Schienen 6 in Richtung eines hinteren Anschlages 12. Die Stifte 19 werden durch biegsame, nicht dehnbare Führungsmittel, beispielsweise Stahlketten, in den Steuerbahnen 20 angetrieben. Solange sich die Stifte in dem geradlinigen Bahnteil bewegen, vollzieht das Dach eine rein translatorische Bewegung. Dieser Bewegungsabschnitt erstreckt sich bis zu dem Punkt, in dem die Vorderkante der Dachschale den Fahrzeuginnenraum und das Überschlagschutzsystem 18 passiert. Durch die Bewegung des Stiftes 19 im gekrümmten Bahnteil wird das Dach an den Aufhängungspunkten A der Schlitten gedreht, so dass eine Schwenk- und Drehbewegung des Dachteiles 2 in Richtung des Unterbringungsraumes 11 stattfindet. Das Dachteil 2 liegt nach Beendigung des Absenkvorganges etwa in senkrechter Stellung hinter den Rückenlehnen der Sitzgruppe 10.
- Eine Variante der Auslegung der Führungsschlitten 5 mit vier Rollen 15 zeigt Fig. 6a, bei dem der Schlitten am Säulenfuß angehängt ist.
- Fig. 6b stellt eine weitere Variante dar, in der der Schlitten in den Säulenfuß integriert ist.
- Die Schienen 6 und die Steuerbahnen 20 liegen - wie Fig. 7a und 7b zeigen - etwas vertieft jeweils in einem Aufnahmeraum 14 des oberen hinteren Kotflügels 9 ein, an dessen äußerer vertikaler, von der Trägerplatte 7 gebildeten Begrenzungswand 15 die Schienen 6 und an dessen innerer vertikaler Begrenzungswand 21 die Steuerbahnen 20 befestigt sind. Der Aufnahmeraum 14 ist so bemessen, dass die Tragsäulen 3 in der abgesenkten Lage des Dachteiles 2 vom Aufnahmeraum 14 aufgenommen werden können.
- Fig. 8a und b verdeutlichen die Translations- und Drehbewegung des Dachteiles 2 mit seinen Tragsäulen 3. Der Führungsschlitten 5 bewegt sich an der Schiene 6 entlang und durchläuft die Punkte F1 bis F8. Der Stift 19 ist in der Steuerbahn 20 zwangsgeführt, durchläuft die Punkte S1 bis S8 und ist fest mit dem Führungsmittel 13 verbunden.
- Beim Absenkvorgang wird der Stift vom Punkt S1 über S2 zum Punkt S3 bewegt. Dieser Teil der Steuerbahn verläuft geradlinig und parallel zur Schiene 6. Der Schlitten 5 durchläuft dann die Punkt F1 über F2 bis F3, wodurch das Dach eine reine translatorische Bewegung parallel zur Fahrzeuglängsachse vollzieht. Sodann durchfährt die vordere Dachkante die Punkte V1, V2 und V3. Dabei passiert sie den Fahrzeuginnenraum und das fest an der Karosserie angebrachte Überschlagschutzsystem.
- Vom Punkt S3 beginnt der gebogene Teil der Steuerbahn 20. Der Stift bewegt sich zwischen den Punkten S3 und S5 auf einer Bahn, deren vertikaler Abstand zur Steuerbahn immer kleiner wird. Der Schlitten 5 durchfährt die Punkte F3 bis F5. Das Dach erfährt deshalb neben der translatorischen Bewegung auch eine Drehung zum Schlittendrehpunkt A nach unten. Die Dachvorderkante durchfährt dabei die Punkte V3 bis V5. Am Punkt S5 weist die Steuerbahn 20 einen Scheitelpunkt auf. Sobald der Stift diesen Punkt passiert, hat der Schlitten 5 den hinteren Anschlagpunkt 12 erreicht und das Dach vollzieht eine reine Drehbewegung. Wenn der Stift weiter bis zum Punkt S8 gelangt, bewegt sich der Schlitten 5 durch die Punkte F5 bis F8 vorwärts. Die Dachvorderkante taucht in einer gleichmäßigen kombinierten Dreh- und Translationsbewegung in den Unterbringungsraum 11 ein. Der Bewegungsablauf ist der Dachschalenkrümmung angepasst und ermöglicht eine optimale platzsparende Gestaltung des Unterbringungsraumes 11.
- Die Bezugspunkte F1 bis F8 geben die Momentanposition der Drehachse des Schlittens 5 wieder.
- Die Fig. 8b und 9 zeigen ein endloses Führungsmittel 13 in Form einer Stahlkette, die über Zahnräder 23, die durch eine gemeinsame verbunden sind und einen Motor 24 angetriebenen werden.
- Der Neigungswinkel des Dachteils 2 um die Drehachse A ermöglicht eine günstige Einleitung der über den Stift 20 an den Schlitten 5 einwirkenden Antriebskraft über den gesamten Bewegungsablauf.
- Die Heckscheibe 16 ist am hinteren Ende der Dachschale um eine horizontale Querachse durch den Punkt B drehbar angeordnet und trapezförmig von der Klappachse ausgehend verjüngend ausgebildet und ebenflächig. Sie kann - wie in Fig. 5 dargestellt - bei abgesenktem Dach in eine Windschottposition hochgeklappt werden.
- Das Dach 1 schließt mit seinem vorderen Bereich an den oberen Rahmen der Windschutzscheibe an. Die Verfahrbarkeit des Daches 1 erfolgt durch bekannte Antriebe und kann vollkommen automatisch ablaufen.
- In dieser ausgefahrenen Stellung des Daches 1 können die Tragsäulen 3 zusätzlich durch Stützelemente 17 versteift werden. Diese Stützelemente 17 sind an der Karosserie absenk-, klapp- oder drehbar angeordnet. Die Stützelemente 17 optimieren die Aerodynamik, reduzieren somit den Luftwiderstand und die Windgeräusche und bewirken zudem ein coupehaftes Aussehen des Fahrzeuges.
- Damit der Dachteil 2 in abgesenkter Stellung genügend Raum für einen nichtdargestellten Antrieb lässt, ist ein vorderer Bereich 22 des Dachteiles 2 ähnlich einem Schiebedach unter den hinteren Bereich des Dachteiles 2 eingeschoben. Der einziehbare Bereich des Dachteiles einschließlich seines Unterbringungskastens ist um eine horizontale Querachse des Fahrzeuges rotationssymmetrisch ausgebildet, wodurch eine platzsparende Führungskinematik bei geringen Abmessungen und Gewicht erreicht wird.
- Die Fig. 10 und 11 zeigen eine Variante, in der in das hintere Teil des Dachteiles 2 ein Überschlagsschutzsystem 18 integriert ist. Die Heckscheibe 16 kann in abgesenkter Dachstellung auch bei dieser Variante als Windschott hochgeklappt werden. Bei geschlossenem Dach 1 drückt die Heckscheibe 16 gegen Dichtungsleisten, die an den Karosserieflächen angebracht sind. Die Heckscheibe 16 kann jedoch auch alternativ von Dichtungsleisten umrahmt sein.
- In der Fig. 12 ist ein Längsschnitt eines Cabriolets mit integriertem Überschlagschutzsystem im hinteren Teil des Daches dargestellt, bei dem die Tragsäulen 3 mit verbindenden Querträger einen biege- und verwindungssteifen Kasten bilden, an dem der Dachteil 2 um eine horizontale Querachse C drehbar angehängt ist. Diese Variante ermöglicht es, die Länge der Schienen 6 deutlich zu verkürzen und den Unterbringungsraum für das Dach kompakter zu gestalten. Hierbei sind die Säulen 3 in einem größeren Winkel um die Drehachse A geneigt als im Beispiel 1.
- Durch mehrere Stifte 20, die abschnittsweise in entsprechend mehreren Drehführungsbahnen 21 zwangsgeführt sind, wird eine günstige Krafteinleitung der Antriebskraft an den Schlitten 5 erreicht. In jeder Bewegungsphase gewährleistet somit mindestens ein Stift 20 eine günstige Einleitung der Antriebskraft an der Drehachse A.
- Die Drehbewegung des Daches erfolgt in der Gelenkverbindung der Querachse C über eine mechanische Kopplung mit den Gelenken der Drehachse A der Tragsäulen 3.
- Bis auf diese Unterschiede entspricht das erfindungsgemäße Dach dem des Beispieles 1.
- Fig. 13 zeigt den Unterbringungsraum 11 in perspektivischer Darstellung, aus der die Lage der Trägerplatte 21 für die Steuerbahn 20 und die vertikale innere Begrenzungswand des Aufnahmeraumes 7 für die Tragsäule 3 ersichtlich ist. Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen 1 Dach
2 Dachteil
3 Tragsäule
4 Unteres Ende der Tragsäule 3
5 Führungsschlitten
6 Schiene Trägerplatte für Schiene 6 und vertikale
7 äußere Begrenzungswand 14
8 Kofferraum
9 Kotflügel
10 Sitzgruppe
11 Unterbringungsraum
12 Hinterer Anschlag an Schiene 6
13 Führungsmittel
14 Aufnahmeraum für Tragsäule 3
15 Rollen des Führungsschlittens 5
16 Heckscheibe
17 Stützelemente
18 Überschlagschutzsystem
19 Stift
20 Steuerbahn für Stift 19
21 Trägerplatte für Steuerbahn 20
22 vorderes einziehbares Dachelement
23 Zahnrad zum Antreiben des Führungsmittels 13
24 Antriebsmittel (Motor)
25 Gemeinsame Welle
FB Geradlinige Führungsbahn
A Drehachse von 5
B Klappachse von 16
C Querachse
F1. . .F8 Bewegungsposition Schlitten
S1. . .S8 Bewegungsposition Stift
V1. . .V8 Bewegungsposition Dachkante
Claims (21)
1. Versenkbares Dach für Personenkraftfahrzeuge,
insbesondere Hartdach für zweisitzige Cabriolets, Roadster o. dgl.,
mit einer formsteifen Schale, die einen Dachteil und
hinteren am Dachteil im stumpfen Winkel starr angeschlossenen
Tragsäulen umfasst, mit einer Heckscheibe für eine
Fensteröffnung, mit einem quer zur Fahrzeuglängsachse
unmittelbar hinter den Sitzen gelegenen Unterbringungsraum,
in dem der Dachteil mit seinen Tragsäulen durch Führungs- und
Antriebsmittel hinein- und herausbewegbar sind, wobei der
Dachteil mit seinen Tragsäulen auf einer Führungsbahn
kinematisch zwangsgeführt ist, dadurch
gekennzeichnet, dass sich die aus Schienen (6)
gebildeten Führungsbahnen (FB) parallel zur
Fahrzeugslängsachse geradlinig in Richtung Kofferraum (8)
erstrecken, auf denen die Tragsäulen (3) des Dachteiles (2)
mittels an den Tragsäulenenden (4) befestigten
Führungsschlitten (5) verschiebbar und um eine zur
Fahrzeuglängsachse gelegene horizontale Querachse (A) drehbar
geführt sind, und dass jedem Führungsschlitten (5) eine
separate Steuerbahn (20) mit einem endlosen Führungsmittel
(13) zum Erzeugen einer kombinierten Translations- und/oder
Drehbewegung der Tragsäulen zugeordnet sind, wobei die
Führungsmittel (13) untereinander über eine gemeinsame, durch
einen Antrieb (24) angetriebenen Welle (25) zum Erzeugen
eines synchronen Bewegungsablaufes formschlüssig gekoppelt
sind, und dass bei Erreichen eines hinteren Anschlages (12)
der Dachteil (2) mit seinem vorderen Ende in den hinter der
Sitzgruppe befindlichen Unterbringungsraum (11) in einer
etwa senkrecht hinter der Sitzgruppe befindlichen Lage
einschwenkbar ist und die Tragsäulen (3) im Aufnahmeraum (14)
versenkbar sind.
2. Dach nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Heckscheibe (16) am
hinteren Ende des Dachteiles (2) um eine in der Dachebene
angeordnete horizontale Achse (B) klappbar ist.
3. Dach nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass der Dachteil (2) und die
Tragsäulen (3) zum Ausführen einer gegeneinander gerichteten
Klappbewegung an ihrem Übergang gelenkig miteinander
verbunden sind.
4. Dach nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Tragsäulen (3) durch
Stützelemente (17) zusätzlich versteift sind.
5. Dach nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, dass die Stützelemente (17) an
der Karosserie absenkbar, nach innen klappbar und/oder
drehbar angeordnet sind.
6. Dach nach Anspruch 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass der Dachteil (2) mit
seinem Trägersäulen (3) motorisch in den Unterbringungsraum
(11) verfahrbar ist.
7. Dach nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass der Dachteil (2)
zweigeteilt ausgebildet ist, wobei der hintere Teil unter den
vorderen Teil einschiebbar ist.
8. Dach nach Anspruch 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass die Heckscheibe (16) von
der Klappachse (B) ausgehend trapezförmig verjüngend
ausgebildet ist.
9. Dach nach Anspruch 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass die Heckscheibe (16) um
eine horizontale Querachse des Fahrzeuges leicht
kreisbogenförmig oder rotationssymmetrisch gebogen ist, wobei
ihre konkave Seite zum Dachteil (2) hin zugewandt angeordnet
ist.
10. Dach nach Anspruch 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass die Heckscheibe (16) im
aufgeklappten Zustand ein Windschott ist.
11. Dach nach Anspruch 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass die Heckscheibe (16) mit
umlaufenden Dichtungsleisten versehen ist.
12. Dach nach Anspruch 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, dass der hintere Bereich des
Dachteiles (2) als ein Überschlagschutzsystem (18)
ausgebildet ist.
13. Dach nach Anspruch 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, dass in den hinteren Bereich
des Dachteiles (2) ein separates Überschlagschutzsystem (18)
integriert ist.
14. Dach nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Schienen (6) aus
biegesteifen Vierkant-, Vierkantrohr-, C-, U- oder Doppel-T-
Profil mit harter Oberfläche bestehen.
15. Dach nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Führungsschlitten (5)
mit Gleitschuhen oder Rollen versehen sind.
16. Dach Anspruch 1 und 15, dadurch
gekennzeichnet, dass der Führungsschlitten (5)
fest oder drehbar an der Tragsäule (3) angeordnet ist.
17. Dach nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass das biegsame
Führungsmittel (13) zum Erzeugen der Translations- und
Drehbewegung eine über Zahnrad angetriebene Kette oder ein
Zahnriemen ist.
18. Dach nach Anspruch 1 und 16, dadurch
gekennzeichnet, dass der Antrieb (24) ein Motor
ist.
19. Dach nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Heckscheibe (16) an
der Karosserie absenkbar angeordnet ist.
20. Dach nach Anspruch 1, 8 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass die Heckscheibe (16) an
der Karosserie um eine Achse (B) klappbar angeordnet ist.
21. Dach nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Heckscheibe (16) an
parallel innerhalb der Dachschale verlaufenden Führungen
verfahrbar angeordnet ist.
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