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DE102006059578A1 - Überrollschutzsystem für ein Kraftfahrzeug, insbesondere für ein Cabriolet-Fahrzeug - Google Patents

Überrollschutzsystem für ein Kraftfahrzeug, insbesondere für ein Cabriolet-Fahrzeug Download PDF

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DE102006059578A1
DE102006059578A1 DE200610059578 DE102006059578A DE102006059578A1 DE 102006059578 A1 DE102006059578 A1 DE 102006059578A1 DE 200610059578 DE200610059578 DE 200610059578 DE 102006059578 A DE102006059578 A DE 102006059578A DE 102006059578 A1 DE102006059578 A1 DE 102006059578A1
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Inventor
Sebastian Stumpe
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Wilhelm Karmann GmbH
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Wilhelm Karmann GmbH
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    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
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    • B60R2021/134Roll bars for convertible vehicles movable from a retracted to a protection position
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Abstract

Es wird ein Überrollschutzsystem für ein Kraftfahrzeug vorgeschlagen,, mit wenigstens einem gegenüber einem karosseriefesten Modul (2) zwischen einer abgesenkten Ruhelage und einer oberen Stützlage verlagerbaren Überrollkörper (3), welcher durch zugeordnete Führungseinrichtungen des karosseriefesten Moduls geführt ist, und mit einer Verriegelungsvorrichtung (4), mittels der der Überrollkörper in einer von seiner Ruhelage abweichenden Position gegen einen in Richtung der Ruhelage wirkenden Kraftangriff abstützbar ist, wobei die Verriegelungsvorrichtung wenigstens eine erste Rasteinrichtung (5) aufweist, die mit wenigstens einem Zahnprofilelement (7) ausgeführt ist und mit einer zweiten Rasteinrichtung (6), die mit einer an dem Überrollkörper ausgebildeten Rastleiste (26) ausgebildet ist, wenigstens in einem den Überrollkörper abstützenden Betriebszustand in Wirkverbindung steht. Das Zahnprofilelement der ersten Rasteinrichtung ist als ein Zahnradelement (7) ausgebildet, welches mit der zugeordneten Rastleiste (26) des Überrollkörpers in Eingriff steht und bei seiner Rotation mit einem Umfangsabschnitt (29A), welcher wenigstens eine keilartige Ausnehmung (30) aufweist, über wenigstens ein angefedert gelagertes Sperrelement (15) läuft, welches eine Rotation des Zahnradelementes durch eine Verlagerung der Rastleiste des Überrollkörpers in Richtung von dessen Stützlage zulässt und eine Rotation des Zahnradelementes in entgegengesetzte Richtung blockiert.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Überrollschutzsystem für ein Kraftfahrzeug, insbesondere für ein Cabriolet-Fahrzeug, mit einem gegenüber einem karosseriefesten Modul von einer abgesenkten Ruhelage in eine obere Stützlage verfahrbaren Überrollkörper.
  • Ein derartiges Überrollschutzsystem ist mit einem eine Fahrzeugbreite überspannenden Überrollkörper oder mehreren jeweils einem Sitz zugeordneten Überrollkörpern in mannigfaltiger Ausgestaltung aus der Praxis und der Patentliteratur bekannt.
  • Beispielsweise ist in der DE 103 18 594 A1 eine Überrollschutz-Vorrichtung für ein Kraftfahrzeug beschrieben, bei welcher ein Überrollbügel wenigstens annähernd U-förmig mit einem Querjoch und seitlichen Schenkeln, eine Durchladeöffnung freigebend und im Wesentlichen die Fahrzeugbreite überspannend ausgebildet ist. Die seitlichen Schenkel sind zur Überführung des Überrollbügels aus einer abgesenkten Ruhelage in eine obere Stützlage entlang ortsfester Führungseinrichtungen verlagerbar. Wenn der Überrollbügel von einer Halte- und Auslöseeinrichtung losgelassen wird, wird der Überrollbügel mit einem durch eine Synchronisationswelle synchronisierten Lauf seiner Schenkel in eine obere Stützlage verschoben, in der er durch beidseitig an den Schenkeln befestigte Sperrklinken, welche in ein entsprechendes, in einer Führungskassette angeordnetes Gegenstück einrasten, in Richtung seiner Ruhelage abgestützt ist.
  • Nachteilig dabei ist jedoch, dass die Sperrklinken einen vergleichsweise großen Bauraum einnehmen und somit eine Durchladeöffnung zwischen den Schenkeln gegebenenfalls in unerwünschtem Umfang begrenzen.
  • Aus der DE 43 14 538 C3 ist eine weitere Ausgestaltung einer Verrieglungsvorrichtung zur Abstützung eines Überrollbügels in ausgefahrenem Zustand bekannt, bei der eine gezahnte Rastleiste einer ersten Rasteinrichtung der Verriegelungsvorrichtung mit einem karosseriefesten Gehäuse verschraubt ist, wobei die Rastleiste zum sicheren Halten des Überrollbügels in einer von seiner Ruhelage abweichenden Position mit einer am Überrollbügel drehbar gelagerten und in Richtung einer Sperrlage federbelasteten Sperrklinke einer zweiten Rasteinrichtung der Verriegelungsvorrichtung zusammenwirkt.
  • Sperrklinken dieser Art stellen jedoch aufwändige Präzisionskomponenten dar, welche mit keinem weiteren Bauteil des Überrollschutzsystems funktionell verbindbar sind.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Überrollschutzsystem der eingangs genannten Art zu schaffen, welches eine sicher funktionierende Verrieglungsvorrichtung zum Arretieren des Überrollkörpers in einer von seiner Ruhelage abweichenden Position mit geringem Bauraumbedarf und einer eine Mehrfachnutzung erlaubenden Gestaltung aufweist.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem Überrollschutzsystem gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
  • Das erfindungsgemäße Überrollschutzsystem für ein Kraftfahrzeug, insbesondere für ein Cabriolet-Fahrzeug, ist mit einem gegenüber einem karosseriefesten Modul zwischen einer abgesenkten Ruhelage und einer oberen Stützlage verlagerbaren Überrollkörper ausgeführt, welcher durch zugeordnete Führungseinrichtungen des karosseriefesten Moduls geführt ist.
  • Des Weiteren ist das Überrollschutzsystem mit einer Verriegelungsvorrichtung ausgebildet, mittels der der Überrollkörper in einer von seiner Ruhelage abweichenden Position gegen einen in Richtung der Ruhelage wirkenden Kraftangriff abstützbar ist und welche wenigstens eine erste Rasteinrichtung aufweist, die mit wenigstens einem Zahnprofilelement ausgeführt ist und mit einer zweiten Rasteinrichtung, die mit einer an dem Überrollkörper ausgebildeten Rastleiste ausgebildet ist, wenigstens in einem verriegelten, den Überrollkörper abstützenden Betriebszustand in Wirkverbindung steht.
  • Erfindungsgemäß ist das Zahnprofilelement der ersten Rasteinrichtung als ein Zahnradelement ausgebildet, welches mit der zugeordneten Rastleiste des Überrollkörpers in Eingriff steht und bei seiner Rotation mit einem Umfangsabschnitt, welcher wenigstens eine keilartige Ausnehmung aufweist, über wenigstens ein angefedert gelagertes Sperrelement läuft, welches eine Rotation des Zahnradelementes durch eine Verlagerung der Rastleiste des Überrollkörpers in Richtung von dessen Stützlage zulässt und eine Rotation des Zahnradelementes in entgegengesetzte Richtung blockiert.
  • Eine derartige Ausgestaltung der Verriegelungsvorrichtung mit einem Zahnradelement hat den Vorteil, dass die dem karosseriefesten Modul und dem Überrollkörper zugeordneten Rasteinrichtungen hinsichtlich ihrer Lage bei einer Ausfahrbewegung des Überrollkörpers zueinander stets eindeutig definiert sind, wobei je nach Anzahl der Zähne und der keilartigen Ausnehmungen an dem Zahnprofilelement eine hohe Feinheit bei der Einrastung einstellbar ist und die Bauhöhe reduziert werden kann.
  • Eine reduzierte Bauhöhe hat wiederum bei einem Überrollkörper mit einer sich in Fahrzeugquerrichtung erstreckenden Quertraverse den Vorteil, dass eine Durchladeöffnung zwischen den seitlichen Führungen des Überrollkörpers vergrößert werden kann. Hinsichtlich einer erstrebenswert großen Breite einer solchen Durchladeöffnung ist es des Weiteren vorteilhaft, dass bei der erfindungsgemäßen Lösung die Verriegelungsvorrichtung statt in einem dem Fahrzeugboden nahen Bereich in einem Fahrzeugbereich angeordnet werden kann, der in Ruhelage des Überrollkörpers in Fahrzeugquerrichtung durch den sich in Fahrzeugquerrichtung erstreckenden Überrollbügel belegt ist.
  • Weiterhin ist die erfindungsgemäße Lösung dahingehend vorteilhaft, dass ein Zahnradelement ein vielseitig einsetzbares Bauelement darstellt, welches multifunktional genutzt werden kann.
  • So kann beispielsweise eine die Verlagerung von Schenkelelementen eines Überrollbügels entlang der Führungseinrichtungen synchronisierende Synchronisationswelle, die mit einem Zahnprofil jeweils mit einer an jedem Schenkelement ausgebildeten Rastleiste in Eingriff steht, in die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung derart integriert werden, dass das Zahnprofil der Synchronisationswelle die Zahnradelemente der ersten Rasteinrichtung bildet.
  • Die Erfindung ermöglicht damit eine Reduzierung der Bauteilanzahl, wodurch das Überrollschutzsystem insgesamt einfacher und mit geringeren Kosten realisiert werden kann.
  • Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes nach der Erfindung sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen entnehmbar.
  • Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß ausgestalteten Überrollschutzsystems ist in der Zeichnung schematisch ver einfacht dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
  • Es zeigt:
  • 1 eine vereinfachte perspektivische Ansicht eines Überrollschutzsystems für ein Cabriolet-Fahrzeug in Alleinstellung;
  • 2 eine ausschnittsweise Darstellung eines in 1 näher gekennzeichneten Bereiches II, wobei ein Abschnitt einer Synchronisationswelle dargestellt ist, welche einen Teil einer Verriegelungsvorrichtung für einen Überrollkörper des Überrollschutzsystems bildet;
  • 3 ein karosseriefestes Gehäuse mit Sperrelementen, welche Teil der Verriegelungsvorrichtung gemäß 2 sind;
  • 4 ein Sperrelement der Verriegelungsvorrichtung nach 3;
  • 5 einen schematisierten Querschnitt durch die Verriegelungsvorrichtung der 2 in einem den Überrollkörper nicht verriegelnden Betriebszustand;
  • 6 einen schematisierten Querschnitt durch die Verriegelungsvorrichtung der 2 entsprechend der Darstellung der 5 in einem den Überrollkörper verriegelnden Betriebszustand; und
  • 7 eine vereinfachte dreidimensionale Ansicht der Verriegelungsvorrichtung der 2 ohne das in 3 näher dargestellte Gehäuse.
  • In 1 ist ein Überrollschutzsystem 1 für ein Cabriolet-Kraftfahrzeug in einer dreidimensionalen Einzelansicht dargestellt, welches mit einem gegenüber einem karosseriefesten Modul 2 von einer in 1 dargestellten Ruhelage in eine obere, nicht näher dargestellte Stützlage verfahrbar ausgebildeten Überrollkörper 3 ausgebildet ist, welcher ein sich in Fahrzeugquerrichtung erstreckendes Aufprallelement in Form eines Überrollbügels 20 mit zwei im Wesentlichen in Fahrzeughochrichtung verlaufenden Schenkelelementen 3A und 3B bildet.
  • Die Schenkelelemente 3A und 3B wirken jeweils mit einer von zwei vorliegend baugleichen Führungseinrichtungen 20 des karosseriefesten Moduls 2 teleskopartig zusammen und werden bei einer Ausfahrbewegung des Überrollkörpers 3 in eine durch einen Pfeil Z näher gekennzeichnete Bewegungsrichtung über eine Synchronisationseinrichtung 25, die wie in 2 näher ersichtlich wenigstens zwei mit den Schenkelelementen 3A und 3B in an sich bekannter Weise wirkverbundene, jeweils einer Fahrzeugseite zugeordnete Rastleisten 26 und eine mit den beiden Rastleisten über Zahnradelemente 7 bildende Zahnprofilelemente in Eingriff stehende Synchronisationswelle 29 aufweist, gleichzeitig und synchron zueinander gegenüber den Führungseinrichtungen 20 verschoben.
  • Zwischen dem Überrollbügel 3 und einem in Fahrzeugquerrichtung verlaufend angeordneten karosseriefesten Querjoch 27 ist eine zentrale Auslöseeinheit beziehungsweise eine lösbare Halteeinrichtung 32 vorgesehen, mittels der der Überrollbügel 3 entgegen der Federkraft eines Kraftspeichers in seiner in 1 dargestellten Ruhelage haltbar ist und im Bedarfsfall freigebbar ist, so dass der Überrollbügel 3 durch den Kraftspeicher in seine Stützlage überführbar ist.
  • Die Halteeinrichtung 32 ist vorliegend in einer in der DE 10 2005 028 929 näher beschriebenen vorteilhaften Art ausgeführt, jedoch kann der Fachmann hiervon abweichend auch eine andere für den jeweiligen Anwendungsfall geeignete Bauart einer Halte- und Auslöseeinrichtung wählen.
  • Darüber hinaus ist eine Verriegelungsvorrichtung 4 vorgesehen, mittels der der Überrollkörper 3 vorzugsweise in jeder von seiner Ruhelage abweichenden Position gegen einen in Richtung der Ruhelage wirkenden Kraftangriff abstützbar ist. Dazu weist die Verriegelungsvorrichtung 4 im Bereich jedes Schenkelelementes 3A, 3B eine erste Rasteinrichtung 5 auf, die zum Abstützen des Überrollkörpers 3 mit einer zweiten Rasteinrichtung 6 in Wirkverbindung bringbar ist und die eine Bewegung des Überrollkörpers 3 ausgehend von seiner Ruhelage in Richtung seiner Stützlage zulässt.
  • Die in 2 bis 7 dargestellte erste Rasteinrichtung 5 weist jeweils Zahnprofilelemente 7 auf, welche durch die Zahnradelemente der Synchronisationswelle 29 gebildet werden und mit den Rastleisten 26 in der in der Zeichnung näher dargestellten und die Verriegelungsvorrichtung 4 verriegelnden Art und Weise wirkverbunden sind.
  • Die Rastleisten 26, mit denen die Zahnradelemente der Synchronisationswelle 29 wirkverbunden sind, bilden somit Rastleisten der zweiten Rasteinrichtung 6.
  • Alternativ hierzu kann es auch vorgesehen sein, dass die Verriegelungsvorrichtung und die Synchronisationseinrichtung unterschiedliche Zahnprofilelemente und Rastleisten aufweisen.
  • Die beiden Führungseinrichtungen 20 des Überrollschutzsystems 1, die neben der Führungsfunktion für die Schenkelelemente 3A, 3B auch eine Abdeckfunktion übernehmen, sind durch das parallel zu dem Überrollbügel 3 in Fahrzeugquerrichtung verlaufende und als Strangpresshohlprofil ausgebildete Querjoch 27 fest verbunden, wobei in dem Querjoch 27 die Synchronisationswelle 29 der Synchronisationseinrichtung 25 angeordnet und drehbar gelagert ist.
  • Die Synchronisationswelle 29 steht über die Zahnradelemente 7 jeweils mit den mit den Schenkelelementen 3A und 3B fest verbundenen Rastleisten 26 in Eingriff, um beide Seiten des Überrollbügels 3 in Fahrzeughochrichtung nach oben oder unten synchronisiert bewegen zu können.
  • Beim Ausfahren des Überrollbügels 3 werden somit neben dem Überrollbügel 3 und dessen Schenkelelementen 3A und 3B auch die beiden damit fest verbundenen Rastleisten 26 in Ausfahrrichtung Z verschoben. Da die fest mit der Synchronisationswelle 29 verbundenen Zahnradelemente 7 mit den Rastleisten 26 in Eingriff stehen, werden die Zahnradelemente 7 in Rotation versetzt.
  • Bei der Rotation läuft das Zahnradelement 7 mit einem Umfangsabschnitt 29A, welcher wenigstens eine keilartige Ausnehmung 30 aufweist, über angefedert gelagerte Sperrelemente 15, welche eine Rotation des Zahnradelementes 7 durch eine Verlagerung der Rastleiste 26 des Überrollbügels 3 in Richtung von dessen Stützlage zulassen und eine Rotation des Zahnradelementes 7 in entgegengesetzte Richtung blockieren. Hierzu sind die Sperrelemente 15, von denen vorliegend vier gleichmäßig um den Umfang der Synchronisationswelle 29 verteilt vorgesehen sind, in einem Gehäuse 18 unter der Vorspannung von jeweils einer Druckfeder 17 angeordnet. Die Geometrie der Sperrelemente 15 kann prinzipiell beliebig sein, solange sie eine Drehbewegung der Synchronisationswelle 29 und damit der Zahnradelemente 7 bei einem Ausfahren des Überrollbügels 3 zulässt.
  • Bei der gezeigten Ausführung sind die Sperrelemente 15 als Blockelemente mit einer Schräge 16 an ihrer der Synchronisationswelle 29 zugewandten Fläche ausgebildet, wobei die Steigung der Schräge 16 derart gewählt ist, dass eine Drehbewegung der Synchronisationswelle 29 und damit des Zahnradelementes 7 in Ausfahrrichtung wie in 5 gezeigt nicht behindert wird.
  • Wird eine dem Ausfahren entgegengesetzte Bewegung in die Schenkel 3A, 3B des Überrollbügels 3 und somit in den Zahnstangen-Zahnrad-Mechanismus der Synchronisationseinrichtung 25 beziehungsweise der Verriegelungsvorrichtung 4 eingebracht, kann sich die Synchronisationswelle 29 nur solange zurückdrehen, bis die Sperrelemente 15 in zur Wellenoberfläche senkrechten Flächen 31 der keilförmige Einfräsungen darstellenden Ausnehmungen 30 an der Synchronisationswelle 29 anschlagen und das Überrollschutzsystem 1 wie in 6 gezeigt verriegeln.
  • Um die Verriegelungsvorrichtung wie beispielsweise im Falle einer Fehlauslösung wieder zu entriegeln, kann das Gehäuse 18, welches einen Teil des karosseriefesten Moduls 2 bildet, aus einer nicht näher dargestellten Aufnahme an dem fahrzeugfesten Modul 2 nach Lösen einer Befestigung herausgedrückt und in Längsrichtung einer Drehachse des Zahnprofilelements 7 beziehungsweise der Synchronisationswelle 29 verschoben werden. Über in einem korrespondierenden, an die keilartigen Ausnehmungen 30 angrenzenden Umfangsbereich des Zahnprofilelements 7 angeordnete Rampen 35 können die Sperrelemente 15 bei Verschieben des Gehäuses 18 mit diesem in Längsrichtung der Synchronisationswelle 29 aus den keilartigen Ausnehmungen 30 aufwärts bewegt werden.
  • Sobald sich die Sperrelemente 15 aufgrund der Verschiebung des Gehäuses 18 im Bereich eines Vollwellenabschnittes der Synchronisationswelle 29 befinden, kann sich der gesamte Zahnstangen-Zahnrad-Mechanismus frei bewegen, womit der Überrollbügel 3 wieder in die Ausgangsstellung gebracht werden kann.
  • Die Verschiebung des Gehäuses 18 kann von Hand erfolgen, wobei das Gehäuse 18 manuell aus einer Verschraubung oder Verklemmung an dem fahrzeugfesten Modul 2 gelöst wird, oder aber über einen zu betätigenden Hebelmechanismus. Bei Aktivierung eines solchen Hebelmechanismus wird das Gehäuse 18 mit den gefederten Sperrelementen 15 automatisch ausgerückt und beim Herunterdrücken des Überrollbügels 3 auch wieder eingerückt.
  • Alternativ zu einer Verschiebung des Gehäuses mit den Sperrelementen kann in einer weiteren Ausführung auch eine Verschiebbarkeit der Synchronisationswelle vorgesehen sein.
  • Die Anzahl der keilförmigen Ausnehmungen 30 und der Sperrelemente 15 kann je nach Ausführung variieren, wobei eine Funktion der Verriegelungsvorrichtung 4 bereits mit einer keilartigen Ausnehmung und einem Sperrelement sicher gestellt ist. Durch die geeignete Wahl von Anzahl und Stärke der Sperrelemente und die Wahl der Anzahl der keilförmigen Ausnehmungen kann die Verriegelungsvorrichtung leicht für verschiedene Belastungen dimensioniert werden, wobei mit einer höheren Anzahl an keilartigen Ausnehmungen eine höhere Feinheit bei der Einrastung erzielbar ist.
  • Insgesamt stellt die beschriebene Verriegelungsvorrichtung eine einfach zu fertigende Vorrichtung dar, bei der ein Versagen mit entsprechend stark dimensionierten Druckfedern für die Sperrelemente ausgeschlossen werden kann.

Claims (8)

  1. Überrollschutzsystem (1) für ein Kraftfahrzeug, insbesondere für ein Cabriolet-Fahrzeug, mit wenigstens einem gegenüber einem karosseriefesten Modul (2) zwischen einer abgesenkten Ruhelage und einer oberen Stützlage verlagerbaren Überrollkörper (3), welcher durch zugeordnete Führungseinrichtungen (20) des karosseriefesten Moduls (2) geführt ist, und mit einer Verriegelungsvorrichtung (4), mittels der der Überrollkörper (3) in einer von seiner Ruhelage abweichenden Position gegen einen in Richtung der Ruhelage wirkenden Kraftangriff abstützbar ist, wobei die Verriegelungsvorrichtung (4) wenigstens eine erste Rasteinrichtung (5) aufweist, die mit wenigstens einem Zahnprofilelement (7) ausgeführt ist und mit einer zweiten Rasteinrichtung (6), die mit einer an dem Überrollkörper (3) ausgebildeten Rastleiste (26) ausgebildet ist, wenigstens in einem verriegelten, den Überrollkörper (3) abstützenden Betriebszustand in Wirkverbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass das Zahnprofilelement der ersten Rasteinrichtung (5) als ein Zahnradelement (7) ausgebildet ist, welches mit der zugeordneten Rastleiste (26) des Überrollkörpers (3) in Eingriff steht und bei seiner Rotation mit einem Umfangsabschnitt (29A), welcher wenigstens eine keilartige Ausnehmung (30) aufweist, über wenigstens ein angefedert gelagertes Sperrelement (15) läuft, welches eine Rotation des Zahnradelementes (7) durch eine Verlagerung der Rastleiste (26) des Überrollkörpers (3) in Richtung von dessen Stützlage zulässt und eine Rotation des Zahnradelementes (7) in entgegengesetzte Richtung blockiert.
  2. Überrollschutzsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Überrollkörper als ein sich in Fahrzeugquerrichtung erstreckender Überrollbügel (3) mit zwei im Wesentlichen in Fahrzeughochrichtung verlaufenden Schenkelelementen (3A, 3B) ausgebildet ist.
  3. Überrollschutzsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Verlagerung der Schenkelelemente (3A, 3B) entlang der Führungseinrichtungen (20) synchronisierende Synchronisationseinrichtung (25) vorgesehen ist, welche eine Synchronisationswelle (29) aufweist, die mit einem Zahnprofil (7) jeweils mit einer an jedem Schenkelelement (3A, 3B) ausgebildeten Rastleiste (26) in Eingriff steht.
  4. Überrollschutzsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastleiste, mit der das Zahnprofil (7) der Synchronisationswelle (29) in Eingriff steht, die Rastleiste (26) der zweiten Rasteinrichtung (6) ist.
  5. Überrollschutzsystem nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zahnprofil der Synchronisationswelle (29) das Zahnradelement (7) der ersten Rasteinrichtung (5) bildet.
  6. Überrollschutzsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Sperrelement (15) an seiner der wenigstens einen keilartigen Ausnehmung (30) zugewandten Seite eine deren Geometrie angepasste, in Umfangsrichtung des Zahnprofilelements (7) verlaufende Steigung aufweist.
  7. Überrollschutzsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Sperrelement (15) in einem Gehäuse (18) gelagert ist, welches Teil des karosseriefesten Moduls (2) ist.
  8. Überrollschutzsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (18) lösbar an dem karosseriefesten Modul (2) befestigt und in gelöstem Zustand in Längsrichtung einer Drehachse des Zahnprofilelements (7) verschiebbar ist, und dass in einem korrespondierenden an die wenigstens eine keilartigen Ausnehmung (30) angrenzenden Umfangsbereich des Zahnprofilelements (7) eine Rampe (35) ausgebildet ist, über die das zugeordnete Sperrelement (15) bei einem Verschieben des Gehäuses (18) aus der keilartigen Ausnehmung (30) bewegbar ist.
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