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DE102006011657A1 - Kontaktstift und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Kontaktstift und Verfahren zu dessen Herstellung Download PDF

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DE102006011657A1
DE102006011657A1 DE102006011657A DE102006011657A DE102006011657A1 DE 102006011657 A1 DE102006011657 A1 DE 102006011657A1 DE 102006011657 A DE102006011657 A DE 102006011657A DE 102006011657 A DE102006011657 A DE 102006011657A DE 102006011657 A1 DE102006011657 A1 DE 102006011657A1
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Kramski GmbH
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Kramski GmbH
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R12/00Structural associations of a plurality of mutually-insulated electrical connecting elements, specially adapted for printed circuits, e.g. printed circuit boards [PCB], flat or ribbon cables, or like generally planar structures, e.g. terminal strips, terminal blocks; Coupling devices specially adapted for printed circuits, flat or ribbon cables, or like generally planar structures; Terminals specially adapted for contact with, or insertion into, printed circuits, flat or ribbon cables, or like generally planar structures
    • H01R12/50Fixed connections
    • H01R12/51Fixed connections for rigid printed circuits or like structures
    • H01R12/55Fixed connections for rigid printed circuits or like structures characterised by the terminals
    • H01R12/58Fixed connections for rigid printed circuits or like structures characterised by the terminals terminals for insertion into holes
    • H01R12/585Terminals having a press fit or a compliant portion and a shank passing through a hole in the printed circuit board
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R43/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining, or repairing of line connectors or current collectors or for joining electric conductors
    • H01R43/16Apparatus or processes specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining, or repairing of line connectors or current collectors or for joining electric conductors for manufacturing contact members, e.g. by punching and by bending

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  • Multi-Conductor Connections (AREA)
  • Coupling Device And Connection With Printed Circuit (AREA)
  • Measuring Leads Or Probes (AREA)
  • Manufacturing Of Electrical Connectors (AREA)

Abstract

Ein Kontaktstift (10) zum Einpressen in ein durchkontaktiertes Loch einer Leiterplatte wird durch Umformung hergestellt. Sein Einpressabschnitt (13) weist zwei durch eine längliche Öffnung (14) voneinander beabstandete, in ihrem mittleren Bereich nach außen gewölbte Kontaktschenkel (15) auf, die beim Einpressen in das Loch der Leiterplatte unter plastischer Verformung an der Wandung des Lochs ur Anlage kommen. Ein Einführabschnitt (16) ist zum Einführen in das Loch (11) durch wenigstens zwei längliche, beim Einführen aneinanderliegende Abschnitte (17) des Kontaktstifts (10) ausgebildet, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Abschnitte (17) nach dem Umformungsprozess gabelzinkenartig an die nach außen offene längliche Öffnung (14) angrenzen, wird ein Kontaktstift und ein Verfahren zu dessen Herstellung bereitgestellt, bei dem der Kontaktstift durch Stanzen normgerecht herstellbar ist.

Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft einen Kontaktstift mit einem Kontakt- und einem Anschlussbereich zum Einpressen in ein durchkontaktiertes Loch einer Leiterplatte nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung nach dem Oberbegriff des Anspruches 15.
  • Stand der Technik
  • Derartige Kontaktstifte sind insbesondere dafür vorgesehen, durch Einpressen in metallisierte Lochungen von elektrischen Leiterplatten eine lötfreie, elektrisch leitende Verbindung zu zumindest einer Leiterbahn der Leiterplatte herzustellen. Zur einwandfreien Kontaktierung der Lochung müssen deren Fertigungstoleranzen durch entsprechende Ausbildungen des Einpressabschnitts des Kontaktsstifts ausgeglichen werden, damit eine vorzugsweise gasdichte Verbindung zwischen Lochung und Einpressabschnitt gewährleistet ist. Dazu sind die Einpressabschnitte solcher Kontaktstifte gegen entsprechende Kraft einerseits plastisch verformbar, andererseits werden an die elastischen Eigenschaften nach dem Einbringen entsprechende Anforderungen bezüglich der Auszugskräfte gestellt. Diese Eigenschaften werden z.B. dadurch verwirklicht, dass in den Kontaktstift im Einpressabschnitt ein nadelöhrartig ausgebildetes Langloch eingestanzt wird, sodass sich zwei federelastisch aufeinander zu bewegbare Kontaktschenkel bilden.
  • Die durch den Kontaktstift oder Einpresspin erzeugte Verbindung muss verschiedenen elektrischen und mechanischen Anforderungen genügen und hat auch umfangreiche Tests zu bestehen. Die wichtigsten Eigenschaften dieser Verbindung sind:
    • – geringer Übergangswiderstand
    • – keine Kontaktkorrosion,
    • – optimale Einpresskräfte,
    • – optimale Auszugskräfte,
    • – Temperaturbeständigkeit,
    • – Vibrationsbeständigkeit,
    • – möglichst keine Spanbildung beim Einpressen
  • Erreicht wird dieses Eigenschaftsprofil über Kontaktstifte oder Einpresspins, die über einen elastisch-plastischen Bereich verfügen, um auf der einen Seite die Lochtoleranzen der Platinen zu überbrücken und auf der anderen Seite die gewünschten Ein- und Auspresskräfte und die Kontaktierung sicher zu stellen.
  • Aus der dem Oberbegriff des Anspruches 1 zu Grunde liegenden EP 0 655 798 A2 ist ein Kontaktstift bekannt, der aus einem Material ausgestanzt ist, und vor Bildung des Kontaktelements zwei voneinander beabstandete Abschnitte aufweist, die später den Einführpin bilden. In jedem der Abschnitte ist eine nadelöhrförmige Öffnung vorgesehen. Durch ein Umkanten werden die beiden Abschnitte aneinander gelegt, wobei durch entsprechende Vorverformung die beiden Enden dieser Abschnitte aneinandergelegt werden, sodass sich der Einführpin ergibt, der dann in ein durchkontaktiertes Loch einer Leiterplatte eingeführt werden kann. Die freien Enden sind jedoch nicht miteinander verbunden.
  • Ein anderer Kontaktstift ist aus der US-A 3,400,358, bei der ein Paar nach außen gewölbter Kabel an ihren Enden zur Bildung des Einführpins zusammen gelötet werden. Die aufeinander zu zeigenden Oberflächen der Kabel können an ihren Enden zur Erleichterung der Lötverbindung abgeflacht werden. Dieser Herstellungsprozess ist aufwändig und nicht lotfrei.
  • Die Herstellung derartiger Kontaktstifte erfolgt meist durch Stanzen der Kontaktstifte unter Einbringung mittiger Längsschlitze, die das elastische Verhalten ermöglichen, wie dies z.B. aus DE 195 08 133 C2 oder DE 198 31 672 B4 bekannt ist. Dabei wird bei immer kleiner werdenden Maßen der Kontaktstifte und größer werdenden Toleranzen der Lochung der Leiterplatten eine immer geringere Toleranz der Verbindung gefordert. Der mittige Schlitz wird basierend auf den Anforderungen an die Steck- und Ziehkräfte optimiert, wobei die Fertigungstechnik beim Stanzen z.B. in Folge der Stempelstabilität an ihre Grenzen kommt. Bei der jetzigen Stanztechnologie ist die Innenform des Langlochs durch Stanz- und Schneidkräfte auf eine bestimmte Größe begrenzt, da sie ansonsten nicht mehr herstellbar ist. Als Ergebnis erhält man einen Kompromiss, der im Bereich des Pins oder Einführbereichs, der den ersten Kontakt mit der Leiterplatte bei der Montage hat, zu einer kaum oder nicht elastischen Zone führt, da z.B. durch Stanzen eine spitz zulaufende Kante der Öffnung in diesem Bereich kaum hergestellt werden kann. Dies kann Abschabungen der Oberfläche auslösen, die als Späne Kurzschlüsse erzeugen können. Da die Durchmessertoleranz der Lochungen der Leiterplatten, der von einem Einpressabschnitt abgedeckt wird, selten der Norm entspricht, kommen entsprechende Kontaktstifte nur mit eingeengten Toleranzen der Platinenlochdurchmesser zum Einsatz.
  • Kontaktstifte mit geprägten Zonen sind ebenfalls z.B. aus der JP 03 017971 A bekannt, wobei in diesem Fall meist der Einpressabschnitt so ausgebildet ist, dass er sich beim Einpressen plastisch verformen kann. Diese Kontaktstifte decken in der Regel auch nicht den Bereich der Norm entsprechend ab. Zudem ist die Fertigung sehr toleranzempfindlich und das Risiko von Abschabungen ist relativ hoch.
  • Um die Eigenschaften und insbesondere die Auszugskräfte zu verbessern, wurde auch bereits mehrfach versucht, im Bereich des Längsschlitzes zwischen den Kontaktschenkeln des Einpressabschnitts Anformungen vorzusehen, die sich beim Einpressen in die Lochung der Leiterplatte z.B. überlappen (vgl. DE 37 84 911 T2 ) oder diesen Bereich mit Anformungen zu versehen, die bei der Verformung miteinander in Anlage kommen (vgl. EP 0 387 317 B1 ). Die Grenzen dieser Ausgestaltung sind wiederum die Grenzen der Stanztechnologie, da Kontaktstifte bei einer weiteren Miniaturisierung kaum noch durch Stanzen herstellbar sind.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Kontaktstift und ein Verfahren zu dessen Herstellung zu schaffen, der durch Stanzen normgerecht herstellbar ist.
  • Diese Aufgabe wird durch einen Kontaktstift mit den Merkmalen des Anspruches 1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 15 gelöst.
  • Der Kontaktstift weist eine offene Form auf, bei der nach dem Stanzvorgang die den späteren Schlitz bildende längliche Öffnung nach außen offen ist und zwischen den Abschnitten liegt, die später den Einführabschnitt des Kontaktstifts bilden. Mit der damit zunächst offenen, gabelzinkenartigen Form dieser Abschnitte, die beim Einführen in das Loch dann aneinander liegen, können die Begrenzungen der Stanztechnologie umgangen werden. Gleichzeitig kann jede grundsätzliche Form eines Kontaktstifts problemlos größer oder kleiner hergestellt werden, d.h. die Einpress- und Auspresskräfte lassen sich besser definieren und sind z.B. weicher und härter in den Übergängen, was bei der heutigen Stanztechnologie mit einem geschlossenen Needle-Eye nicht möglich ist.
  • Der Einpressbereich des Kontaktstifts wird sinngemäß als offene Gabel hergestellt, wodurch die fertigungstechnischen Beschränkungen entfallen. Vorzugsweise wird am Ende des Stanzprozesses oder besser Umformprozesses der Kontaktstift z.B. mechanisch, durch Schweißen, Nieten, Laser schweißen oder dergleichen geschlossen, wodurch sich dann die längliche Öffnung oder der Schlitz vorzugsweise in der Mitte ausbildet. Dadurch kann z.B. der Schlitz in dem in Einführrichtung vorderen Bereich spitz zulaufend ausgebildet werden, sodass dort weniger Material vorhanden ist, das beim Einführen des Einpressabschnitts einer elastischen Verformung im Wege ist.
  • Innerhalb der länglichen Öffnung können beliebige geometrische Anformungen ausgebildet werden, um dadurch z.B. Abstützbereiche zu bilden. Diese Abstützbereiche können das elastisch-plastische Verhalten über die unterschiedlichen Lochdurchmesser steuern. Sie können aber auch zu einer Art Kippbewegung führen, die den durch das Loch überschobenen Bereich breiter werden lässt als den Pressbereich, was zu erhöhten Auspresskräften führt.
  • Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung.
  • Kurzbeschreibung der Figuren
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1, 2 eine Ansicht eine Kontaktstifts im gestanzten, offenen Zustand sowie in einem Zustand, in dem die Enden des Kontaktstifts miteinander verbunden sind,
  • 3 eine vergrößerte Darstellung des vorderen Bereichs des Kontaktstifts gemäß 2,
  • 4 eine vergrößerte Darstellung des Kontaktstifts gemäß 1,
  • 5 einen Schnitt nach Linie 5-5 von 3,
  • 6 einen Kontaktstift mit eingekerbten Außenkanten in einem weiteren Ausführungsbeispiel,
  • 7 den Kontaktstift gemäß den 1 bis 5 in einer im Loch einer Leiterplatte eingebrachten Zustand,
  • 8 einen Schnitt nach Linie 8-8 von 7,
  • 9 eine Ansicht analog zu 8 mit einer Variante der Produktkontur.
  • Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
  • Bevor die Erfindung im Detail beschrieben wird, ist darauf hinzuweisen, dass sie nicht auf die jeweiligen Bauteile der Vorrichtung oder die erläuterte Vorgehensweise beschränkt ist, da diese Bauteile und Verfahren variieren können. Die hier verwendeten Begriffe sind lediglich dafür bestimmt, besondere Ausführungsformen zu beschreiben und werden nicht einschränkend verwendet. Wenn in der Beschreibung und in den Ansprüchen die Einzahl oder unbestimmte Artikel verwendet werden, beziehen sich diese auch auf die Mehrzahl dieser Elemente, solange nicht der Gesamtzusammenhang eindeutig etwas anderes deutlich macht. Dasselbe gilt in umgekehrter Richtung.
  • Die Figuren zeigen einen Kontaktstift 10 aus einem umgeformten Material zum Einpressen in ein durchkontaktiertes Loch 11 auf einer Leiterplatte 12, die in 7 dargestellt ist. Wenn im Folgenden von einem Umformen oder Umformvorgang die Rede ist, wird darunter unter anderem ein Stanzen, Kaltfließpressen, eine Kaltverformung oder dergleichen verstanden, grundsätzlich sind jedoch auch andere Verformungsmöglichkeiten gegeben, sofern dadurch eine Umformung ermöglicht wird, die die Herstellung einer zumindest zunächst offenen, von Abschnitten des Kontaktstiftes umrandeten Öffnung erlaubt.
  • Der Kontaktstift weist gemäß den 1 bis 4 einen Einpressabschnitt 13 auf, der wenigstens zwei durch wenigstens eine längliche Öffnung 14 voneinander beabstandete, in ihrem mittleren Bereich nach außen gewölbte Kontaktschenkel 15 hat. Dieser Einpressbereich gelangt beim Einpressen gemäß 7 in das Loch 11 einer Leiterplatte 12, wobei er sich dort plastisch verformt und damit die gewünschte Kontaktierung zur Leiterplatte sicher stellt. Diese Kontaktierung soll mehreren Anforderungen genügen, die im Wesentlichen darin zu sehen sind, dass ein geringer Übergangswiderstand gewährleistet ist, keine Kontaktkorrosion eintritt, minimale Einpresskräfte und maximale Auszugskräfte vorhanden sind, eine Temperaturbeständigkeit gewährleistet ist und sich vorzugsweise keine Spanbildung bei der Montage einstellt. Insbesondere die Anforderungen an die Temperaturbeständigkeit steigen mehr und mehr und die so geschaffenen Verbindungen sollen insbesondere im Automobilbereich selbst bei größeren Vibrationen dauerhaft sein. Bedenkt man zudem, dass der Durchmesser der Löcher der Leiterplatten eine verhältnismäßig große Toleranz aufweist, während von den Kontaktstiften und der Kontaktierung eine geringe Toleranz gefordert wird, wird deutlich, welche Dimensionierungsgrenzen sich bei der Herstellung derartiger Kontaktstifte ergeben, insbesondere wenn sie durch Unformprozesse wie einen Stanzvorgang hergestellt werden sollen und dies bei zunehmend kleineren Abmessungen.
  • Der Kontaktstift 10 weist ferner einen Einführabschnitt 16 zum Einführen in das Loch 11 auf, der gemäß 2 und 3 durch wenigstens zwei längliche, beim Einführen aneinanderliegende Abschnitte 17 des Kontaktstifts gebildet ist. Die wenigstens zwei Abschnitte 17, die ausgehend von einer in Einführrichtung am rückwärtigen Ende der länglichen Öffnung 14 liegenden Materialbrücke diese Öffnung umranden, grenzen gemäß 1 und 4 nach dem Umformprozess gabelzinkenartig an die nach außen offene, längliche Öffnung 14 an. Diese offene Formgebung schafft damit einen neuen Spielraum für die Gestaltung der länglichen Öffnung. Insofern sind im Folgenden auch nur einige Beispiele für die Gestaltung dieser Öffnung angegeben, die die Erfindung nicht weiter beschränken.
  • Vorzugsweise sind die Abschnitte 17 im Wesentlichen ungefähr parallel zueinander angeordnet, wesentlich ist allerdings nur die Ausbildung der nach außen offenen länglichen Öffnung 14 zwischen ihnen. Sie können an ihren Enden 17a zur Bildung eines Pins unter Einfassung der länglichen Öffnung 14 miteinander verbunden werden. Die Verbindung muss nicht tatsächlich am letzten Punkt des Endes 17a erfolgen, der Fachmann wird vielmehr diesen Verbindungspunkt so wählen, dass sowohl ein geeignetes Einführen als auch entsprechend hohe Auszugskräfte gewährleistet sind. Die Verbindung kann z.B. eine mechanische Verbindung, denkbar wäre ein gemeinsames Formen unter Formschluss, oder eine Schweißverbindung wie z.B. ein Laserschweißen sein, jedoch sind andere Verbindungsmöglichkeiten, wie z.B. ein Nietvorgang ebenfalls denkbar.
  • Aus den Figuren wird deutlich, dass die Abschnitte 17, die genau genommen die Zinken einer Gabel bilden, sowohl die Kontaktschenkel 15 des Einpressabschnitts 13 als auch den als Pin ausgebildeten Einführabschnitt 16 ausbilden. Grundsätzlich können auch mehr als zwei Abschnitte 17 vorgesehen sein. Im geschlossenen Zustand wird es damit unter anderem möglich, die längliche Öffnung 14 in Einführrichtung spitz zulaufen zu lassen. Dadurch liegt in diesem für die Einführbewegung wichtigen und zunächst elastisch verformten Bereich die Voraussetzung vor, dass dort nicht unnötig Material vorhanden ist, das genau dieser Einführbewegung hinderlich ist, falls sich zu früh eine plastische Verformung einstellt.
  • Am Rande der länglichen Öffnung 14 können in die Öffnung ragende Anformungen 18 vorgesehen sein, die bei der plastischen Verformung des Kontaktstifts 10 miteinander in Wirkverbindung kommen. Grundsätzlich können diese Anformungen beliebig geformt sein, bei einer Ausgestaltung nach den 3, 4 und 7 sind diese Anformungen etwa gegengleich ausgebildet und kommen bei der plastischen Verformung miteinander in Eingriff, wobei auch von einem formschlüssigen Eingriff gesprochen werden kann. Diese Anformungen 18 können einerseits die Funktion haben, das elastisch-plastische Verhalten über unterschiedliche Lochdurchmesser zu steuern. Andererseits können sie auch, wie sich z.B. aus 7 ergibt im auf der anderen Seite des Loch liegenden, überschobenen Bereich zu einer Art Kippbewegung beitragen, die diesen Bereich breiter werden lässt als den im Loch 11 liegenden Pressbereich. Dies führt zu erhöhten Auspresskräften.
  • Im Ausführungsbeispiel liegen die Anformungen 18 bei geschlossener länglicher Öffnung 14 in Einführrichtung im vorderen Drittel der Öffnung 14. Dies führt zu der in 7 dargestellten Anordnung nach Einbringung des Kontaktstiftes 10 in das Loch 11. Andere Anordnungen und Ausgestaltungen der Anformungen 18 sind jedoch möglich.
  • Gemäß 5 in Verbindung mit 8 oder 9 können die Abschnitte 17 eine Kanten- oder Wulstprägung aufweisen. Diese Prägung kann eine variabel verlaufende Prägung 19 sein, sodass durch die Prägung ebenfalls die Einpresskräfte und Auspresskräfte beeinflusst werden können. Vorzugsweise nimmt der Querschnitt der Abschnitte 17 vom Einführabschnitt 16 zum Einpressabschnitt 13 zu. Die Kontur der Prägung kann beeinflusst werden, um eine bessere Schmiegung bzw. Anlagefläche zu erhalten.
  • Die Enden 17a der Abschnitte 17 sind an ihren üblicherweise voneinander wegzeigenden Außenkanten 20 zur Ausbildung eines Einführpins zugespitzt und abgerundet. Vorzugsweise sind die Abschnitte zumindest im Bereich des Einführabschnitts 16 symmetrisch zu einer durch die längliche Öffnung 14 gelegten Mittellinie angeordnet. Auch hier sind andere, auch nicht symmetrische Ausgestaltungen möglich, da der Fachmann sowohl die längliche Öffnung 14 als auch die Abschnitte 17 so gestalten kann, wie es für den jeweiligen Einsatzzweck erforderlich ist, so lange eine offene Form dieser Öffnung gewählt wird.
  • Im Einpressabschnitt 13 können gemäß 6 die Außenkanten 20 der Abschnitte 17 Einkerbungen 21 aufweisen, um die Haltekräfte im Loch 11 weiter zu erhöhen.
  • Die Herstellung des Kontaktstifts 10 erfolgt zunächst durch ein Umformen der Abschnitte 17, sodass sie gabelzinkenartig an die nach außen offene längliche Öffnung 14 angrenzen. Im Anschluss werden die Abschnitte 17 zusammengebogen. Sie können dann unter Einfassung der länglichen Öffnung 14 vorzugsweise an ihren Enden 17a miteinander verbunden werden oder auch lose aneinander liegen. Diese Verbindung kann mechanisch oder durch Schweißen erfolgen. Die Umformung der Abschnitte kann auf beliebige Weise, vorzugsweise durch Stanzen, Kaltfließpressen oder Kaltverformen erfolgen. Vorzugsweise erfolgt die Verbindung der Abschnitte 17 unmittelbar nach der Umformung, d.h. z.B. beim Stanzvorgang durch Schweißen oder Laserschweißen, also im Wesentlichen in einem Arbeitsgang oder Fertigungsschritt. Ergänzend können die Abschnitte 17 mit einer Prägung 19 oder mit Einkerbungen 21 versehen werden.
  • 10
    Kontaktstift
    11
    Loch
    12
    Leiterplatte
    13
    Einpressabschnitt
    14
    längliche Öffnung
    15
    Kontaktschenkel
    16
    Einführabschnitt
    17
    Abschnitt
    17a
    Ende
    18
    Anformung
    19
    Prägung
    20
    Außenkante von 17
    21
    Einkerbung

Claims (23)

  1. Kontaktstift (10), mit einem Kontakt- und einem Anschlussbereich, wobei der Kontaktstift aus einem umgeformten Material zum Einpressen in ein durchkontaktiertes Loch (11) einer Leiterplatte (12), dessen Einpressabschnitt (13) wenigstens zwei durch wenigstens eine längliche Öffnung (14) voneinander beabstandete, in ihrem mittleren Bereich nach außen gewölbte Kontaktschenkel (15) aufweist, die beim Einpressen in das Loch der Leiterplatte unter plastischer Verformung an der Wandung des Lochs (11) zur Anlage kommen, wobei zumindest ein Einführabschnitt (16) zum Einführen in das Loch (11) durch wenigstens zwei längliche, beim Einführen aneinanderliegende Abschnitte (17) des Kontaktsstifts (10) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Abschnitte (17) nach dem Umformungsprozess gabelzinkenartig an die nach außen offene längliche Öffnung (14) angrenzen.
  2. Kontaktstift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte an ihren Enden (17a) zusammengebogen sind.
  3. Kontaktstift nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte (17) vorzugsweise an ihren Enden (17a) zur Bildung eines Pin und unter Einfassung der länglichen Öffnung (14) miteinander verbunden oder lose sind.
  4. Kontaktstift nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung eine mechanische Verbindung oder eine Schweißverbindung ist.
  5. Kontaktstift nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Umformprozess ein Stanzvorgang, ein Kaltfließpressen und/oder eine Kaltverformung ist.
  6. Kontaktstift nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte (17) die Kontaktschenkel (15) des Einpressabschnitts (13) und den als Pin ausgebildeten Einführabschnitt (16) ausbilden.
  7. Kontaktstift nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Rande der länglichen Öffnung (14) wenigstens eine in die Öffnung ragende Anformung (18) vorgesehen sind.
  8. Kontaktstift nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise etwa gegengleichen Anformungen (18) auf gegenüberliegenden Seiten der Öffnung angeordnet sind und bei der plastischen Verformung miteinander in Eingriff kommen.
  9. Kontaktstift nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anformungen (18) bei geschlossener länglicher Öffnung (14) in Einführrichtung in einem vorderen Drittel der länglichen Öffnung (14) angeordnet sind.
  10. Kontaktstift nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die längliche Öffnung (14), wenn sie durch die Verbindung der Abschnitte (17) geschlossen ist, in Einführrichtung spitz zuläuft.
  11. Kontaktstift nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte (17) eine Kanten- oder Wulstprägung aufweisen.
  12. Kontaktstift nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägung (19) eine variabel verlaufende Prägung ist.
  13. Kontaktstift nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Abschnitte (17) vom Einführabschnitt (16) zum Einpressabschnitt (13) zunimmt.
  14. Kontaktstift nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die voneinander weg zeigenden Außenkanten (20) der vorzugs weise zumindest im Bereich der Einführabschnitte (16) symmetrisch zu einer durch die längliche Öffnung (14) laufenden Mittellinie geformte Abschnitte (17) zur Ausbildung einer Einführspitze abgerundet sind.
  15. Kontaktstift nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenkanten (20) der Abschnitte (17) im Einpressabschnitt (13) Einkerbungen (21) aufweisen.
  16. Verfahren zur Herstellung eines Kontaktstifts (10), mit einem Anschluss- und einem Kontaktbereich, wobei der Kontaktstift zum Einpressen in ein durchkontaktiertes Loch (11) einer Leiterplatte (12) bestimmt ist, durch Umformung, wobei der Kontaktstift einen Einpressabschnitt (13) mit wenigstens zwei durch eine längliche Öffnung (14) voneinander beabstandeten, in ihrem mittleren Bereich nach außen gewölbten Kontaktschenkeln (15) aufweist und einen Einführabschnitt (16) mit wenigstens zwei länglichen, beim Einführen aneinanderliegenden Abschnitten (17) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass beim Umformen die Abschnitte (17) so geformt werden, dass sie gabelzinkenartig an die nach außen offene längliche Öffnung (14) angrenzen.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte (17) an ihren Enden (17a) zusammengebogen werden.
  18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte (17) unter Einfassung der länglichen Öffnung (14) vorzugsweise an ihren Enden (17a) miteinander verbunden werden oder lose aneinander liegen.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung eine mechanische Verbindung oder eine Schweißverbindung ist.
  20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktstift (10) beim Umformen gestanzt, kaltfließgepresst und/oder kaltverformt wird.
  21. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzung der länglichen Öffnung (14) und die Verbindung der Abschnitte (17) unmittelbar aufeinander folgend in einem Fertigungsschritt erfolgt.
  22. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte (17) mit einer Prägung (19) versehen werden.
  23. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass beim Umformen an den Außenkanten (20) der Abschnitte (17) Einkerbungen (21) erzeugt werden.
DE102006011657A 2006-03-12 2006-03-12 Kontaktstift und Verfahren zu dessen Herstellung Withdrawn DE102006011657A1 (de)

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